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Dann nochmal: Warum wird von Rostock nach Berlin künftig einen umsteigefreien IC/RE-Stundentakt geben, von Chemnitz aus aber nichts? Warum fühlt sich die DB Fernverkehr nach Rostock zuständig, nicht aber nach Chemnitz - Zwickau? Die Rostocker werden keine grundlegend anderen Reisebedürfnisse haben als die Chemnitzer. Rostock liegt an der Ostsee, Chemnitz am Erzgebirge. Wenn viele Chemnitzer sich nach Dresden und Leipzig ausrichten, dann tun das die Rostocker auch nach Hamburg.

Zum müden Lächeln: Auch wenn Anbieter wie Vogtland- oder Erzgebirgsbahn schnell das Handtuch geworfen haben, das hat der InterConnex nach Rostock auch getan. Trotzdem hat die DB über die Strecke Rostock - Berlin offensichtlich keinen Voodoo-Bann ausgesprochen. Und wo soll in der Chemnitzer Bevölkerung eine messbare Begeisterung für den Verkehrsträger Schiene herkommen, wenn man immer nur bis Leipzig und Dresden fahren kann? Nach Berlin wurden die Verbindungen genau so gekappt wie nach Jena - Erfurt und Nürnberg. Nun muß man extra umsteigen oder man hat es mit ultralangen Übergangszeiten zu tun.

Hat irgendwer Lust sich mal in eine Depression hinein zu fühlen? Dann lese er sich bitte den Abfahrtplan Chemnitz Hbf durch. Da ist nichts inspirierend!

Gruß, Olaf

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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Und der Depressionsabfahrtsplan von Chemnitz ist die Hauptursache für die Nichtnutzung dieser Verbindung.
Chemnitz allein hat das Reisendenaufkommen nicht.
Und die 10 bis 12 Schnellzugwagen die früher dort entleert wurden, hatten Anschluß in alle Urlaubsgebiete.
3/4 der Fahrgäste stiegen hier um. Mit dem Nebenbahnsterben vielen die Anschlüsse weg. Die Fahrgäste stiegen auf andere Transportarten um.
Sicherlich würde die Verbindung erheblich mehr Fahrgastaufkommen generieren, wenn in Chemnitz nicht die Endstation sein würde.
Aber die Elektrifizierung nach Nürnberg müßte gewährleistet sein.

Und zu vielen Träumereien.
Erst einmal kommen nur die 4 Teiler.
Deren Anzahl ist begrenzt. Einer davon steht ca. 20 h am Tag in A zur Wartung / Instandhaltung.
Einen muß man rein rechnerisch als Reserve bzw. Schwere Instandhaltung berücksichtigen.
Einer ist gerade erst in A schwer beschädigt.
Da fallen schon mal alle Träume von Doppeltraktion aus.

Aber auch die Personalsituation setzt gewissen Träumen eine Realitätsschranke.

Neustrelitz- Stralsund zusätzlich ist nicht fahrbar, da die Infrastruktur radikal zurückgebaut wurde.
Nicht nur Kreuzungsbahnhöfe wurden entfernt, sondern auch Blockstellen, so das ein Richtungspulkbildung ebenfalls ausscheidet.
Da geht nur noch gerade das durch, was bestellt ist.

Zu Stralsund - Berlin im Stundentakt ?!
Das ist eine Halbwahrheit.
Ein Takt fährt Berlin-Oranienburg-Neustrelitz-Neubrandenburg-Stralsund, und stellt dadurch auf der Rostocker RE Linie, zumindest bis Neustrelitz, einen Stundentakt dar.
Der andere Takt fährt über Bernau-Eberswalde-Angermünde-Pasewalk-Greifswald nach Stralsund und wird bis Angermünde auf einen Stundentakt durch die Schwedter RE verdichtet. Berlin - Eberswalde wird noch durch die RB 24 zusätzlich verdichtet. Zumindest bis Angermünde aber hauptsächlich Eberswalde sind die Züge gut/sehr gut ausgelastet.

Berlin - Rostock wird mit Twindex 5 teilig gefahren ( ersatzweise Lok + 5DD).
Die Rostocker RE sind voll bis unter das Dach. Am Wochenende sind sie wegen Fahrgast-/Fahradstau sehr Verspätungsanfällig.
Ähnliches gab es zwischen Berlin und Chemnitz damals sehr sehr selten.
Und bei der Rostocker Strecke ist noch zu beachten.
Das mit den Seenketten um Fürstenberg, Neustrelitz und Waren wird ebenfalls ein erhebliches Reisendenpotential generiert.
Bei Neustrelitz-Stralsund ist das mit Neubrandenburg ähnlich.
Bei Angermünde/Prenzlau/Züssow/Greifswald/ Stralsund ebenfalls.
Hier liegen die Gesamtstrecken am Fahrgastquell-/Zielgebiet.
Das tut mit für Chemnitz herzlich leid. Aber wer möchte nach Doberlug-Kirchhain,Elsterwerda, Riesa,Döbeln oder direkt nach Chemnitz?
Sicherlich der eine oder andere, aber nicht die Größenordnung die diese Strecken wirtschaftlich macht.
Zumal ja wie oben bereits gesagt, die Anschlußsituationen mit entscheidend sind.
In Döbeln konnten früher erhebliche Umsteiger beobachtet werden. Was geht da heute noch?
Von Riesa ging es auch noch mal auf einer Strecke weiter, welche heute nur noch ansatzweise vorhanden ist.
Ja auf der Strecke Döbeln-Dresden gab es ja auch noch die Möglichkeit über Hainichen nach Dresden zu kommen.

Man redet von Fahrgastfluss.
Wo keine Quellen und kein Mündungsdelta, da auch kein Fluss.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.19 13:31.
EC Avala schrieb:
Bei Berlin-Rostock fahren heute schon täglich RE-Züge mit vier Waggons. Die würde es nicht geben, wenn da kein Bedarf wäre. Dass Neustrelitz-Rostock nur zweistündlich bedient wird, während Neustrelitz-Stralsund bisweilen stündlich fährt, wird seit Jahren kritisiert.

Chemnitz-Berlin befuhr bis Anfang der 2010er Jahre der Vogtlandexpress. Auch wenn es bisweilen voll war: Mehr als zwei Desiros hat die Vogtlandbahn ja doch nicht voll bekommen. Und das bei wenigen Abfahrten pro Woche, die vornehmlich für Wochenendpendler interessant waren.
Wie gesagt, wenn du mir glaubhaft darlegen kannst, dass sich so eine Verbindung, die nur Chemnitz und Berlin andient, rechnet, bin ich ja der letzte der das wegdiskutieren möchte. Bei der vorhandenen Situation zauberst du mir aber nicht mehr als ein müdes Lächeln ins Gesicht. Würde es sich so sehr lohnen, würden ja die Flixtrains auf der Strecke schon um die Wette rollen... Und Anbieter wie Vogtland- oder Erzgebirgsbahn hätten auch nicht so schnell das Handtuch geworfen.
Der Vogtlandexpress war ein unzuverlässige Tagesrandangebot. Für Leute nicht direkt an der Strecke unbrauchbar.

Ich fände man sollte die positive Grundstimmung im Moment nutzen und einen direkten Flügel ab Elsterwerda fahren. Da das Material dafür nicht ganz reichen wird muss ggf. ein Teil mit Direktzubringer nach Elsterwerda gemacht werden. Dafür reichen ja ggf. auch Dostos mit 143.
Bahnreformreform schrieb:
Das sehe ich genau so. Die Folge 4h-Takt kann keinem gerecht werden.
Das sehe ich nicht so.

Ich kann derzeit knapp ein Mal pro Tag und Richtung einen umsteigefreien Fernverkehr nutzen, Reisezeit dann reichlich vier Stunden. Umsteiger stündlich, aber fünf bis fünfeinhalb Stunden - und Nervosität und sekundäre Koordinationserfordernisse sind ständige unliebsame Mitfahrer.

Schon eine alternative Zeitlage pro Tag wäre ein großer Gewinn.
Pio schrieb:
3/4 der Fahrgäste stiegen hier um. Mit dem Nebenbahnsterben vielen die Anschlüsse weg.
Welche Nebenbahnanschlüsse sind denn in Chemnitz weggefallen? Die miserablen Anschlüsse nach Rochlitz und Oberfrohna, die es früher gab, haben die Züge bestimmt nicht gefüllt. In die anderen Richtungen fährt heute teils viel mehr als früher.
Alibizugpaar schrieb:
Zum müden Lächeln: Auch wenn Anbieter wie Vogtland- oder Erzgebirgsbahn schnell das Handtuch geworfen haben, das hat der InterConnex nach Rostock auch getan. Trotzdem hat die DB über die Strecke Rostock - Berlin offensichtlich keinen Voodoo-Bann ausgesprochen. Und wo soll in der Chemnitzer Bevölkerung eine messbare Begeisterung für den Verkehrsträger Schiene herkommen, wenn man immer nur bis Leipzig und Dresden fahren kann? Nach Berlin wurden die Verbindungen genau so gekappt wie nach Jena - Erfurt und Nürnberg. Nun muß man extra umsteigen oder man hat es mit ultralangen Übergangszeiten zu tun.

Hat irgendwer Lust sich mal in eine Depression hinein zu fühlen? Dann lese er sich bitte den Abfahrtplan Chemnitz Hbf durch. Da ist nichts inspirierend!
Der Interconnex ist aber eine andere Geschichte. Der hat sehr viel länger als alle anderen durchgehalten, Vogtlandexpress, LocoMore, HKX & co. Sein Ende fällt in die Zeit von Umstrukturierungen bei Transdev, der Einführung von Fernbussen, neuen umfangreicheren DB-Sparpreisen und nicht zuletzt - wenn ich mich recht erinnere - auch der einjährigen Sperrung Oranienburg-Güstrow. Ich habe viele volle Züge in Erinnerung, die Preise waren aber zuletzt Kampfpreise und das Angebot wohl nicht mehr lukrativ... (10€ Rostock-Leipzig)

Die deprimierende Abfahrtatafel von Chemnitz kenne ich als aktueller Bewohner seht gut. Ein direkter IC nach Berlin wäre da zwar schön, nutzt mir und vielen anderen aber nur bedingt etwas: Viele Reisendenströme gehen ja nunmal nach Westen, zB Richtung Hannover oder Frankfurt. Da würde ein IC Richtung Leipzig viel mehe nützen als ein wiederauferstehender Städteexpress, der einzig Berlin andient. Nur der IC über Leipzig wird wie gesagt nicht kommen.
Daher ist der IC über Dresden zwar ein Minimalkonsens, er würde aber vermutlich auch länger existieren als ein Zug Berlin-Riesa-Chemnitz mit unterirdischer Auslastung...

BTW: Was wurde eigentlich aus der MRB Chemnitz-Elsterwerda-Berlin? Ist diese Ankündigung jemals wahr gemacht worden? Wäre ja ein guter Indikator für die Auslastung eines 'direkten' IC...
EC Avala schrieb:
Zitat:
BTW: Was wurde eigentlich aus der MRB Chemnitz-Elsterwerda-Berlin? Ist diese Ankündigung jemals wahr gemacht worden? Wäre ja ein guter Indikator für die Auslastung eines 'direkten' IC...
Hallo,

das habe ich auch mich auch schon gefragt.

Der VMS hatte mir gesagt, dass die Auschreibung des VBB für eine mögliche Durchbindung immer noch laufen würde.

Liebe Grüße von Katrin




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.19 14:15.

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