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legislative Lösung?

geschrieben von: Bahnreformreform

Datum: 12.08.19 18:42

Man könnte doch ein Gesetz verabschieden: "Alle Eisenbahnstrecken ab 18XX gelten als plan-festgestellt." Am besten noch mit dem Zusatz: "...und dürfen elektrifiziert werden."

Grüße

[RRX] Angermund: Lösungen

geschrieben von: Dorander

Datum: 12.08.19 20:43

Zitat:
Und für Angermund habe ich eine einfache Lösung! Den S-Bahnhof abreißen, die vorhandenen Gleise begradigen und ein 5. Gleis hinzubauen, dieses 5 Gleis kann dann im Wechselverkehr durch die S-Bahn (natürlich ohne halt in Angermund) genutzen werden und man hat die 4 Gleise für den restlichen Verkehr. Dazu noch eine hübsche 7 Meter hohe Lärmschutzwand und fertig ist das!

Gute Lösung! Alternativ könnte man das ganze Dorf auch nach DU-Wedau umsiedeln, wo durch den Abriss des DB-Betriebswerks genug Platz ist.

Eisenbahn schon 1188?

geschrieben von: westring

Datum: 13.08.19 06:19

Plutone schrieb:

Bei Angermund ist es in der Sache aber trotzdem etwas anders, weil hier ein Dorf, dass ohne Bahn nicht existieren würde, deren Legitimität in Frage stellt und zudem den eigenen Lärmschutz durch seinen Widerstand verhindert, den es bekommen würde, obwohl nicht einmal signifikant Mehrleistung geplant ist.
Hallo,

welche Eisenbahn fuhr denn 1188 in Angermund?

Gruß
westring

Re: [RRX] Angermund - Klage wegen Lärmschutz

geschrieben von: VT605

Datum: 13.08.19 08:30

Palatino schrieb:
Und wenn der Eigentümer es wollte, hat die AVG Lärmschutzfenster, Hecken an der Grundstücksgrenze zur Bahn oder auch mal einen supertollen Fernseher mit Satellitenschüssel bezahlt. Alles war verhandelbar. Und als Gegenleistung gab es von jedem Hauseigentümer eine Erklärung, dass er mit der Errichtung der Stadtbahn einverstanden ist. Folglich ist es nur zu wenigen Widersprüchen und, wenn ich mich richtig erinnere, zu keinerlei Klagen gegen die Bahn gekommen.

Das ist Korruption wenn man sich eine Unterschrift erkauft mit einem Fernseher.

Re: tempi passati

geschrieben von: VT605

Datum: 13.08.19 08:36

Murrtalbahner schrieb:

Wenn man also, wie im Beispiel AVG, von Anfang an mit offenen Karten spielt und die Leute ernst nimmt, kann man auch Klagen verhindern.

Kein Wunder wenn man sich anscheinend Unterschriften erkauft. Das macht dann natürlich Schule und andere Gemeinden und Anwohner wollen auch was abhaben vom Kuchen. Da braucht es dann wirklich kein Recht und Gesetz mehr, Hauptsache es ist genug Geld zum verteilen da.

Re: tempi passati

geschrieben von: bauigel

Datum: 13.08.19 09:32

Murrtalbahner schrieb:

Wenn man also, wie im Beispiel AVG, von Anfang an mit offenen Karten spielt und die Leute ernst nimmt, kann man auch Klagen verhindern.
Auch bei der AVG hat das nicht gerade immer geklappt. Bei der Elektrifizierung der BMO-Bahn durch die AVG ein einzelner Anwohner durch alle möglichen Instanzen geklagt. Im übrigen mit dem netten Ergebnis, dass zum einen ca. 15 km fertig elektrifizierte Strecke nach Menzingen wegen einer Fahrdrahtlücke von 300 m im Verzweigungsbereich (der zum Planfestellungsabschnitt der Strecken nach Odenheim gehörte) zeitweise verdieselt befahren wurden und die ca. 15 km auf dem anderen Streckenast nach Odenheim nicht wie geplant zeitgleicher in Betrieb ging, sondern zwei Jahre nach der Menzinger Strecke.

Das ganze hat sich auch zur Glanzzeit von Dieter Ludwig abgespielt, ungefähr zehn Jahre nach den hier bereits kolportierten Anekdoten von der Hardtbahn. Das einzige, was er da sehr gut hinbekommen hat, war dass er die Fahrzeuge (die sind damals noch halbwegs pünktlich gekommen...) genutzt hat, um anderweitig bereits geplante Angebotsverbesserungen (zusätzliche Doppeltraktionen, zusätzliche Langläufer in Tagesrandlagen) vorzeitig umzusetzen.

Re: [RRX] Angermund - Klage wegen Lärmschutz

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.08.19 11:12

VT605 schrieb:
Palatino schrieb:
Und wenn der Eigentümer es wollte, hat die AVG Lärmschutzfenster, Hecken an der Grundstücksgrenze zur Bahn oder auch mal einen supertollen Fernseher mit Satellitenschüssel bezahlt. Alles war verhandelbar. Und als Gegenleistung gab es von jedem Hauseigentümer eine Erklärung, dass er mit der Errichtung der Stadtbahn einverstanden ist. Folglich ist es nur zu wenigen Widersprüchen und, wenn ich mich richtig erinnere, zu keinerlei Klagen gegen die Bahn gekommen.
Das ist Korruption wenn man sich eine Unterschrift erkauft mit einem Fernseher.
Korruption ist es erst, wenn die Unterschrift eine amtliche ist (z.B. die Baugenehmigung).

Schon bei Abgeordneten ist es keine Korruption mehr; ein Feature, das immer wieder fähige Leute in diesen Beruf lockt.

Re: [RRX] Angermund - Klage wegen Lärmschutz

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.08.19 11:18

Stefan3872 schrieb:
Und für Angermund habe ich eine einfache Lösung! Den S-Bahnhof abreißen, die vorhandenen Gleise begradigen und ein 5. Gleis hinzubauen, dieses 5 Gleis kann dann im Wechselverkehr durch die S-Bahn (natürlich ohne halt in Angermund) genutzen werden und man hat die 4 Gleise für den restlichen Verkehr. Dazu noch eine hübsche 7 Meter hohe Lärmschutzwand und fertig ist das!
Genau so wurde die Vorherrschaft des Straßenverkehrs errungen: 'Wir bauen jetzt auf der Autobahn dort drüben pro Richtung zwei weitere Fahrspuren, damit täglich 10_000 zusätzliche LKW auf dem Weg von Rotterdam nach Mailand vorbeifahren können. Wir empfehlen Ihnen, Dreifachverglasung zu montieren und Atemmasken anzuschaffen. Damit der Bau billiger wird, müssen wir leider die Auffahrt zu Ihrem Wohnort abbauen. Wer protestiert, wird postwendend nach Sibirien verbannt.'

Die Bahn müßte einfach nur diesem Erfolgsbeispiel folgen.

Vorherrschaft des Straßenverkehrs

geschrieben von: Palatino

Datum: 13.08.19 13:48

kmueller schrieb:
Genau so wurde die Vorherrschaft des Straßenverkehrs errungen: 'Wir bauen jetzt auf der Autobahn dort drüben pro Richtung zwei weitere Fahrspuren, damit täglich 10_000 zusätzliche LKW auf dem Weg von Rotterdam nach Mailand vorbeifahren können. Wir empfehlen Ihnen, Dreifachverglasung zu montieren und Atemmasken anzuschaffen. Damit der Bau billiger wird, müssen wir leider die Auffahrt zu Ihrem Wohnort abbauen. Wer protestiert, wird postwendend nach Sibirien verbannt.'

Die Bahn müßte einfach nur diesem Erfolgsbeispiel folgen.

Die Vorherrschaft des Straßenverkehrs kann man auch anders erreichen, Beispiel B 10, Abschnitt Landau - Pirmasens:

Es gab mal Pläne, die vom Saarland kommende und vor Pirmasens endende A 8 parallel zur französischen Grenze durch den Bienwald und mit einem Rheinübergang bei Rastatt zu verlängern und am Karlsruher Dreieck an die bestehende A 8 in Richtung München anzuschließen. Diese Planungen sind Mitte der 80er Jahre aufgrund der berechtigten Einsprüche der Umweltschützer (zu großer Waldverbrauch) und wohl auch aus Vernunftgründen (zwischen Pirmasens und Karlsruhe kein Nutzen für den Lokalverkehr) in der Versenkung verschwunden. Dann gab es aber noch die B 10, die zweispurig mit Ortsdurchfahrten und zahlreichen niveaugleichen Kreuzungen von Pirmasens über Landau nach Karlsruhe verlief. Dort zu fahren war relativ gefährlich und konnte viel Zeit beanspruchen, weil man mit etwas Pech rund 30 km hinter einem LKW festhing.

Nachdem die Bienwald- A8 gestorben war hat man als erstes die B 10 zwischen Landau und Karlsruhe als Fortsetzung der A 65 ausgebaut und auf der B 9 in Richtung Pirmasens ein paar Ortsumgehungen gebaut, was die dortigen Anwohner sicher begrüßt haben. Dazu waren auch vier (obwohl nur zweispurig) maßlos teure Tunnel zu errichten. Natürlich hat das eine Zunahme des Verkehrs hervorgerufen, weil man auf diese Weise einen Umweg über die A 6 und Kaiserslautern sparen konnte. Um den Verkehrsfluss zu verbessern folgten dann mehrere dreispurige Abschnitte, so dass man stellenweise ganz gut überholen konnte. Nur führten diese dreispurigen Abschnitte zu noch mehr Verkehr, zur Raserei und einer Zunahme schwerer Unfälle. Folglich waren es Sicherheitsgründe, die zum letztendlich vierspurigen Ausbau der B 10 führten. Dazu wurden sogar ganze Berge abgetragen, weil sich anders die vier Spuren nicht mit halbwegs erträglichen Kurvenradien realisieren gelassen hätten. Im Moment wurde mit dem vierspurigen Ausbau des letzten Abschnitts bei Landau begonnen. Dessen Fertigstellung wird definitiv noch mehr Verkehr anziehen, was todsicher zu Staus an dem Engpass mit den vier zweispurigen Tunneln führen wird. Deshalb bastelt man schon jetzt an Planungen, die vier Tunnel entweder mit zusätzlichen Röhren zu ertüchtigen oder gleich einen ganz neuen, langen und gleich vierspurigen Tunnel zu bauen.

Auf diese Weise haben wir scheibchenweise und durch die Hintertür die in den 80er Jahren eigentlich gestorbene Autobahn serviert bekommen. Und dabei verläuft parallel zur B 10 die Queichtalbahn, auf der bis in die 90er Jahre sogar Fernzüge Saarbrücken - München/Salzburg/Berchtesgaden verkehrten.

So müsste es die Bahn anstellen: Mehr Verkehr (auch Güterfernverkehr) auf diese Strecke, dann Erweiterung der Kreuzungsmöglichkeiten, dann zweigleisiger Ausbau und schließlich Elektrifizierung. Und wenn man den stillgelegten und teilweise als Draisinenbahn genutzten Abschnitt Landau - Germersheim reaktivieren und ausbauen würde, könnte es wieder Fernverkehr aus dem Saarland in Richtung Süddeutschland/Österreich ohne Fahrtrichtungswechsel in Landau geben.

Es das ist - trotz aller lautstarken Bekundungen - offenbar politisch noch immer nicht gewollt.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Re: Vorherrschaft des Straßenverkehrs

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 23.08.19 17:25

Was wäre eigentlich, wenn das Gericht zugunsten der Nimbys entscheiden würde? Könnte das Gericht dann tatsächlich Nachtfahrverbote und Tempolimits tagsüber fordern?

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