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Spiegel: Bahn und BMVg streiten um Freifahrten für Soldaten

geschrieben von: ScK

Datum: 11.08.19 07:42

Die Bahn möchte wohl für 38 Mill pro Jahr nur schwach ausgelastete Fernzüge freigegeben. Das BMVg rechnet mit 20 Mill für den gesamten Nah- und Fernverkehr. Aber Verbünde blocken anscheinend.

Link zum Bericht im Spiegel

använd ej klosetten då tåget gör uppehåll på station
Dann bitte gleich Rettungssanis, Rettungsschwimmer, Feuerwehrleute, Ärtzte und Krankenschwestern/Pfleger in Uniform bitte auch mit Freifahrten ausstatten um mehr Präsenz zu zeigen. Danke
Alle sollen frei fahren. Aber den Eisenbahnern hat man die Freifahrten fast vollständig gestrichen.
Das ist Motivation vom Feinsten.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Stimmt, die einzigen die echte "Freifahrten" bekommen sind heutzutage BC Kunden.
Zählt das denn nicht auch zu den Verteidigungsausgaben? Denn hätte das doch auch noch seinen Vorteil sich der 2% Marke weiter anzunähern und das auch noch ohne die bekannten Proteste dagegen...
ScK schrieb:
Die Bahn möchte wohl für 38 Mill pro Jahr nur schwach ausgelastete Fernzüge freigegeben. Das BMVg rechnet mit 20 Mill für den gesamten Nah- und Fernverkehr. Aber Verbünde blocken anscheinend.

Link zum Bericht im Spiegel
Es zeigt eher das Dilemma im Bahnverkehr. Beim Tarif können zu viele mitreden, so dass keine durchgängige Mobilität möglich ist. Und die DB schafft es aus jeder Lösung ein Problem zu machen. Anstatt zu sehen, wie man die ca. halbe Million Fahrten schnellstmöglich bekommt, werden nur Hürden aufgebaut bis hin zu einem eigenen Buchungssystem das Jahre dauert und bis zu ! 26 Mio Euro! kostet. (wer erinnert sich noch an die IC zum Bundeswehrstandort in Munster?)
Nicht zuletzt ist es eine weitere Bahnverkehr in Deutschland Posse, wenn es so ein Theater ist die Bundeswehr mit dem bundeseigenen Transportunternehmen fahren zu lassen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Pio schrieb:
Alle sollen frei fahren. Aber den Eisenbahnern hat man die Freifahrten fast vollständig gestrichen.
Das ist Motivation vom Feinsten.
Diensteleistungen/Produkte des Arbeitgebers gratis zu bekommen ist aber in der Wirtschaftswelt auch nicht gerade Standard.
Tramateur schrieb:
Pio schrieb:
Alle sollen frei fahren. Aber den Eisenbahnern hat man die Freifahrten fast vollständig gestrichen.
Das ist Motivation vom Feinsten.
Diensteleistungen/Produkte des Arbeitgebers gratis zu bekommen ist aber in der Wirtschaftswelt auch nicht gerade Standard.
Dann würde ich mal genauer hinsehen...

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Ich "durfte" Okt 74 bis Dez 75 in grün rumlaufen. Es gab im Monat für Wehrpfichtige einen Fahrkartengutschein, ansonsten 50% Ermäßigung, Autofahrer gingen leer aus . Man mußte letztendlich für den Zwangsdienst noch selbst bezahlen. Auf kurze Entfernung mit Personalkarte war das kein Problem,aber viele Kameraden kamen damals von Rhein und Ruhr nach Wolfenbüttel. Da ging der größte Teil von den ca. 200 DM Wehrsold für Fahrtkosten drauf.Die heutigen Freiwilligen verdienen einiges mehr. Eine kostenlose BC 50, zwischen Bahn und Bund verrechnet, wäre für die unteren Dienstgrade vielleicht angebracht, ein Offizier hat das sicher nicht nötig.. Ein General hat auch ein generalmäßiges Gehalt.
Tramateur schrieb:
Pio schrieb:
Alle sollen frei fahren. Aber den Eisenbahnern hat man die Freifahrten fast vollständig gestrichen.
Das ist Motivation vom Feinsten.
Diensteleistungen/Produkte des Arbeitgebers gratis zu bekommen ist aber in der Wirtschaftswelt auch nicht gerade Standard.
Mit dem Unterschied, dass durch die Freifahrten für Bahnmitarbeiter dem Unternehmen keine praktischen Kosten entstehen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Hallo Murrtalbahner,

Murrtalbahner schrieb:
Und die DB schafft es aus jeder Lösung ein Problem zu machen.
Diese Forderung als Lösung zu bezeichnen ist schon ziemlich realitätsfern. Es geht hier um zahlreiche zusätzliche Passagiere, die die Züge dann nutzen sollen, wenn diese ohnehin schon voll ausgelastet sind, am Freitagnachmittag und am Sonntagabend.

Es ist offensichtlich, dass man zusätzliche Züge kaufen und Infrastruktur bauen muss, wenn man in diesen Zeiten zusätzliche Passagiere transportieren möchte, alternativ kann man die Platzkontingente für die normal zahlenden Fahrgäste reduzieren. Allerdings sind dies die Plätze mit den höchsten Fahrgeldeinnahmen in der ganzen Woche.

Um die Kosten mal in Relation zu setzen, das Verteidigungsministerium möchten 20 Millionen EUR pro Jahr zahlen, der Kaufpreise eines einzelnen ICE-Halbzuges kostet etwa 25 Millionen, ohne dass dieser auch nur einen Meter gefahren ist.

Gruß Jörg
Ein paar Jahre später gab es völlige Freifahrt auf der Strecke bis zum heimatnächsten Bahnhof inklusive Platzreservierungen und 50% auf weitere Bahnfahrten. Nichts gab es für die Anschlussfahrten mit den lokalen Bussen oder fürs Auto. Gekniffen waren die, die nicht in Bahnhofsnähe wohnten.
Ein paar Jahre später war das schon wieder reduziert auf die "Viehtransporter" also die IC mit den vierstelligen Nummern

Ulrich
JoergAtDSO schrieb:
Hallo Murrtalbahner,

Murrtalbahner schrieb:
Und die DB schafft es aus jeder Lösung ein Problem zu machen.
Diese Forderung als Lösung zu bezeichnen ist schon ziemlich realitätsfern. Es geht hier um zahlreiche zusätzliche Passagiere, die die Züge dann nutzen sollen, wenn diese ohnehin schon voll ausgelastet sind, am Freitagnachmittag und am Sonntagabend.

Es ist offensichtlich, dass man zusätzliche Züge kaufen und Infrastruktur bauen muss, wenn man in diesen Zeiten zusätzliche Passagiere transportieren möchte, alternativ kann man die Platzkontingente für die normal zahlenden Fahrgäste reduzieren. Allerdings sind dies die Plätze mit den höchsten Fahrgeldeinnahmen in der ganzen Woche.

Um die Kosten mal in Relation zu setzen, das Verteidigungsministerium möchten 20 Millionen EUR pro Jahr zahlen, der Kaufpreise eines einzelnen ICE-Halbzuges kostet etwa 25 Millionen, ohne dass dieser auch nur einen Meter gefahren ist.

Gruß Jörg
Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung ?
Meinst du die Soldaten haben Bock am Wochenende auf den einen Zug nachts zu warten, den die DB noch als nicht gewinnbringend genug ansieht ? Mobilität / Verkehrsleistungen sollten für alle da sein und wenn Freitag nachmittags ein Bedarf für zusätzliche langlaufende Reisezüge besteht, muss man sie im Zweifel bei Flix-Train oder sonstwo bestellen - vor allem wenn die DB sich zu schade ist, irgendwas unterhalb eines ICE überhaupt noch freiwillig zu fahren.

Genau DAS HIER ist das klassische Beispiel, warum es auch im Fernverkehr einen Aufgabenträger und ein Besteller-Prinzip bräuchte. Dies ist ja nur ein Verkehrsbedarf im Lande, den DB-Fernverkehr nicht mehr freiwillig erfüllen will.

800 000 Fahrten für 20 Mill € ist eben Sparpreisniveau

geschrieben von: ScK

Datum: 11.08.19 10:04

JoergAtDSO schrieb:
(...) Es geht hier um zahlreiche zusätzliche Passagiere, die die Züge dann nutzen sollen, wenn diese ohnehin schon voll ausgelastet sind, am Freitagnachmittag und am Sonntagabend.

(... ) sind dies die Plätze mit den höchsten Fahrgeldeinnahmen in der ganzen Woche.

Um die Kosten mal in Relation zu setzen, das Verteidigungsministerium möchten 20 Millionen EUR pro Jahr zahlen, .....
Bei den angegebenen 800 000 Fahrten pro Jahr wären das dann 25€ pro Fahrt. Das dürfte bei den meisten Relationen preislich schon Sparpreisniveau sein. Da kann ich die Bahn verstehen, die dafür auch nur Sparpreisleistung anbieten will.

använd ej klosetten då tåget gör uppehåll på station
JoergAtDSO schrieb:
Hallo Murrtalbahner,

Murrtalbahner schrieb:
Und die DB schafft es aus jeder Lösung ein Problem zu machen.
Diese Forderung als Lösung zu bezeichnen ist schon ziemlich realitätsfern. Es geht hier um zahlreiche zusätzliche Passagiere, die die Züge dann nutzen sollen, wenn diese ohnehin schon voll ausgelastet sind, am Freitagnachmittag und am Sonntagabend.

Es ist offensichtlich, dass man zusätzliche Züge kaufen und Infrastruktur bauen muss, wenn man in diesen Zeiten zusätzliche Passagiere transportieren möchte, ...

Gruß Jörg

Wieso zusätzlich, die Beförderung von zehntausenden Wehrdienstleistenden fand vor Jahrzehnten problemarm statt - die Kapazitäten waren demnach bereits vorhanden. Nach Abschaffung der Wehrpflicht ist die Zahl der Soldatinnen und Soldaten stetig gesunken und es sind dadurch Kapazitäten für andere Bahnkundengruppen entstanden.
Wird es zu kompliziert, kann Y-Tours auch ein eigenes Fernliniennetz auf der Gummibahn aufziehen...

Man muss die Sache differenziert betrachten

geschrieben von: Heckeneilzugfan

Datum: 11.08.19 10:13

Rückblick auf meine Bundeswehrzeit in den achtziger Jahren:
Damals gab es noch die Wehrpflicht und ich war zum Beispiel in 500 km Entfernung vom Wohnort stationiert. Da sah ich es als gerecht an, am Wochenende mit einer speziellen Bw-Fahrkarte für Familienheimfahrten beliebig oft kostenlos nach Hause fahren zu dürfen. Von der Freifahrtberechtigung ausgenommen waren an Freitagen und Sonntagen bestimmte IC-Züge zwischen Ruhrgebiet und Hamburg; diese Züge durften nur von einer limitierten Soldaten-Zahl mittels von der Einheit ausgegebener zuggebundener IC-Zulassungskarten benutzt werden. Für die übrigen Soldaten blieben seinerzeit die damals noch häufigeren D-Züge sowie die nur am Wochenende verkehrenden "Bundeswehr-IC" (mit vierstelliger Zugnummer).

Meine Meinung zur aktuellen Problematik:
1) Da es schwer ist, einen Dienst bei der Bundeswehr attraktiv zu machen, sollten alle Bundeswehrangehörige zweifellos Freifahrten zwischen Wohnort und Stationierungsort erhalten. Zahlen sollte hierfür allerdings die Bundeswehr, also das Verteidigungsministerium. (Zugbindungen sind für solche Fahrten auch nicht realistisch.)
2) Freifahrten analog zur Freifahrt von uniformierten Polizisten halte ich nur für "Feldjäger" sinnvoll. Diese sollten von allen Verkehrsunternehmen kostenlos (ohne Zugbindungen oder Reservierungspflicht) befördert werden müssen.
3) Über 1) und 2) hinausgehend kann man gerne über alles nachdenken, was den beteiligten Behörden/Unternehmen in den Kram passt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 10:34.
Löschzug schrieb:
Stimmt, die einzigen die echte "Freifahrten" bekommen sind heutzutage BC Kunden.
Freifahrten mit BC ? Hab ich was versäumt?

Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.
ScK schrieb:
Bei den angegebenen 800 000 Fahrten pro Jahr wären das dann 25€ pro Fahrt. Das dürfte bei den meisten Relationen preislich schon Sparpreisniveau sein. Da kann ich die Bahn verstehen, die dafür auch nur Sparpreisleistung anbieten will.
Bei 400.000 Fahrten sind es schon 50€. Die Anzahl ist leider nicht genau definiert. Die DB will 38 Millionen, somit wären wir bei 95 Euro pro Fahrt, was schon in Richtung Normalpreis geht.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Tausendfüßler schrieb:
Löschzug schrieb:
Stimmt, die einzigen die echte "Freifahrten" bekommen sind heutzutage BC Kunden.
Freifahrten mit BC ? Hab ich was versäumt?
Bahnbonus lässt grüßen

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Sozial ist eben...

geschrieben von: ScK

Datum: 11.08.19 10:18

...wenn der Andere zahlt;-) Kostenlos ist eben fast nichts.
Und warum soll die Bahn als privat geführtes Unternehmen für das BMVg ein Minusgeschäft machen?
Was es kostet, Soldaten für sie kostenlos zu befördern, sollte schon ersichtlich sein. Und dann kann das BMVg und letztlich das Parlament mit seiner Budgethoheit entscheiden, ob es das will oder nicht. Schließlich ist es der Steuerzahler, der es letztendlich bezahlen muss.

Plutone schrieb:
(...) Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung ?
(...)den die DB noch als nicht gewinnbringend genug ansieht ? (....) wenn die DB sich zu schade ist, (...) Dies ist ja nur ein Verkehrsbedarf im Lande, den DB-Fernverkehr nicht mehr freiwillig erfüllen will.

använd ej klosetten då tåget gör uppehåll på station
JoergAtDSO schrieb:
Hallo Murrtalbahner,

Murrtalbahner schrieb:
Und die DB schafft es aus jeder Lösung ein Problem zu machen.
Diese Forderung als Lösung zu bezeichnen ist schon ziemlich realitätsfern. Es geht hier um zahlreiche zusätzliche Passagiere, die die Züge dann nutzen sollen, wenn diese ohnehin schon voll ausgelastet sind, am Freitagnachmittag und am Sonntagabend.
Deswegen sollte man ein Sprichwort auch nicht wörtlich nehmen.
Im übrigen ist das Problem die völlig bescheuerte Idee, für dutzende Millionen ein extra Buchungssystem aufbauen zu wollen. Welche Weiterentwicklung der Buchungsmaske will man sich da von Bund finanzieren lassen?! Für Kontingente mit Buchungscode brauchts jedenfalls keine 26 Mio.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 10:20.

Re: aber eben auch nicht zu Sparpreiszeiten

geschrieben von: ScK

Datum: 11.08.19 10:24

Murrtalbahner schrieb:
Zitat:
(...)
Bei 400.000 Fahrten sind es schon 50€. Die Anzahl ist leider nicht genau definiert. Die DB will 38 Millionen, somit wären wir bei 95 Euro pro Fahrt, was schon in Richtung Normalpreis geht.
Und warum soll die Bahn für Fahrten am Freitag und Sonntag, die sie locker zum "Normalpreis" loswerden kann, weniger vom BMVg verlangen?

använd ej klosetten då tåget gör uppehåll på station
Murrtalbahner schrieb:
Mit dem Unterschied, dass durch die Freifahrten für Bahnmitarbeiter dem Unternehmen keine praktischen Kosten entstehen.
Wieso entstehen bei Freifahrten für Bahnmitarbeiter im Gegensatz zu Freifahrten für Bundeswehrangehörige oder zu Freifahrten für z. B. Rentner keine praktischen Kosten?





Schwarzwälder
Murrtalbahner schrieb:
Tausendfüßler schrieb:
Löschzug schrieb:
Stimmt, die einzigen die echte "Freifahrten" bekommen sind heutzutage BC Kunden.
Freifahrten mit BC ? Hab ich was versäumt?
Bahnbonus lässt grüßen
richtig, aber das wurde vorher vom Käufer der Fahrkarten mit seinen Käufen (vor-)finanziert.

Freifahrt sind absolut kostenlos wie für Kinder, die noch nix zahlen, oder Polizei in Uniform.

Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.
Plutone schrieb:
Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung ?
Meinst du die Soldaten haben Bock am Wochenende auf den einen Zug nachts zu warten, den die DB noch als nicht gewinnbringend genug ansieht ? Mobilität / Verkehrsleistungen sollten für alle da sein und wenn Freitag nachmittags ein Bedarf für zusätzliche langlaufende Reisezüge besteht, muss man sie im Zweifel bei Flix-Train oder sonstwo bestellen - vor allem wenn die DB sich zu schade ist, irgendwas unterhalb eines ICE überhaupt noch freiwillig zu fahren.

Genau DAS HIER ist das klassische Beispiel, warum es auch im Fernverkehr einen Aufgabenträger und ein Besteller-Prinzip bräuchte. Dies ist ja nur ein Verkehrsbedarf im Lande, den DB-Fernverkehr nicht mehr freiwillig erfüllen will.

Dann fang mal in deinem Verbund, dem VRR, an und gib ihnen Freifahrt. Aber wie heißt es so schön in dem Artikel:
"Zudem wies die Bahn plötzlich darauf hin, dass die Soldaten nach einem Deal nur Fernverkehrszüge wie den ICE nutzen könnten, aber keine Regionalverbindungen. Denn diese sogenannten roten Züge würden oft durch private Dienstleister oder von regionalen Tarifverbünden bedient, die das Projekt aber grundsätzlich ablehnten."
Also ist eher deine Truppe das Problem.
Murrtalbahner schrieb:
ScK schrieb:
Bei den angegebenen 800 000 Fahrten pro Jahr wären das dann 25€ pro Fahrt. Das dürfte bei den meisten Relationen preislich schon Sparpreisniveau sein. Da kann ich die Bahn verstehen, die dafür auch nur Sparpreisleistung anbieten will.
Bei 400.000 Fahrten sind es schon 50€. Die Anzahl ist leider nicht genau definiert. Die DB will 38 Millionen, somit wären wir bei 95 Euro pro Fahrt, was schon in Richtung Normalpreis geht.
War klar, dass du nur die schlechtesten Werte nimmst, damit du deinen DB Hass wieder zum Ausdruck bringen kannst. Aber schauen wir mal realistisch hin: Wenn wir 600.000 Fahrten nehmen haben wir die Mitte! Bei 20 Mio. € was das Ministerium zahlen will wären das 33 Euro pro fahrt. Bei 38 Mio € von der DB wären das 63€ pro Fahrt. Wenn wir jetzt überlegen, dass die meisten Fahrten wohl am Freitag und Sonntag stattfinden, kann sich jeder überlegen was realistischer ist ... Hier kann jeder mal schauen wohin man am kommenden Sonntag z.b. für 33 € oder 63€ kommt!

Aber der Murrtalbahner würde natürlich sofort und ohne Verhandlungen für umsonst arbeiten und sofort eine halbe Million Passagiere an den stärksten frequentierten Tagen befördern, damit die Züge die anderen 5 Tage sinnlos rumstehen... Wie viel Hass muss man eigentlich haben, damit man so denkt?

Viele Grüße!

Re: Gummibasiertes Fernstreckennetz von Y Reisen???

geschrieben von: Pio

Datum: 11.08.19 11:25

Dieses von dir angedachte Fernliniennetz auf Gummi Basis, ist aber mit Material.-/ Personal.- und Instandhaltungskosten auf Dauer erheblich teurer.
Zumal das dafür benötigte Personal an " jeder Ecke um Arbeit bettelt".
Und wen die Y-Reisen Gummifernstreckenfahrzeuge genauso Einsatzfähig sind ,wie die Panzer, Hubschrauber und Flugbereitschaft usw. usf. , dann
wird das wohl selten etwas mit der Wochenendheimfahrt.
Und dann auch noch viel Spaß auf dem Fernstraßennetz dieser Republik an den Haupreisetagen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 11:27.

Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: zuckerhut

Datum: 11.08.19 11:30

Reicht schon das die Polizisten gratis fahren und die Plätze zahlenden Gästen wegnehmen. Durch die Verramscherei von Billigtickets sind die Züge eh schon ständig überfüllt! Nun noch die Bundis? Nein danke! Wer kommt als nächstes? Ärzte, DLRG, Bahngärtner, THW usw???



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 11:31.

Re: Man muss die Sache differenziert betrachten

geschrieben von: Andreas Rossel

Datum: 11.08.19 11:40

Hallo,
so ist es .Meine volle Zustimmung.
Vg ANDREAS
mittelholstein schrieb:
Zählt das denn nicht auch zu den Verteidigungsausgaben? Denn hätte das doch auch noch seinen Vorteil sich der 2% Marke weiter anzunähern und das auch noch ohne die bekannten Proteste dagegen...
Ja, genau!! Und wenn Sie den Vorschlag nicht gemacht hätten, wäre er von mir gekommen. Im Kern ist solche Erhöhung auch nichts verwegenes:

Im Moment reichen die Fahrgeldeinnahmen nicht, um das Schienennetz zu erhalten. Ständig wird nach Zuschüssen vom Bund gefragt. Der ÖPNV lebt sowieso von Subventionen und Regionalisierungsmitteln. Anschluss-, Ausweich- und Verbindungskurven-Gleise werden aus Kostengründen allenthalben herausgerissen.

Schon in tiefsten Friedenszeiten neigt das Gesamtsystem zu instabilen Betriebslagen. Was will man da im Verteidigungsfall nutzen können?

NB: Übrigens findet die Bahn auch Unterstützung im weit konservativen Parteienspektrum. Und da geht es eher weniger um Greta, Klima u Co.

Es ist an der Zeit den echten Preis in Rechnung zu stellen, statt Subventionen aus anderen Töpfen beizusteuern oder auf Verschleiß (vgl. a. "Gesundschrumpfen") zu fahren und sich am Ende einen Anpfiff abzuholen, weil man keine 2% für die Verteidigung ausgibt!

Wenn die Bundeswehr das intern ihren Mitarbeitern erstatten will - Bitte schön!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 11:50.
Hallo,
das kommt davon wenn man jeden Zug nur noch als ICE fahren lässt und keine Möglichkeit hat die Garnitur zum Wochenende hin zu verlängern , damit mehr Leute mitfahren können.
Vg Andreas Rossel
Trotz Berufsarmee ist der Sold offenbar immer noch ziemlich mickrig.

So hat man Schwierigkeiten, ausreichend Soldaten zu finden.

Vollständige Freifahrten würden

1. Den Sold etwas aufbessern und
2. Etwas gegen den Klimawandel tun und
3. Bewußtsein schaffen und Vorbild geben

Hätte also nur Vorteile.
(Fahren die Soldaten mit dem eigenen Pkw, so zahlt der Finanzminister zwar nicht, bei der Beseitigung der Umweltschäden aber dann doch und wegen des Klimas ein Mehrfaches, das Argument gilt also nicht!)

Es wird aber sein wie immer: Man wird nicht der Vernunft sondern irgendwelchen Gefühlen folgen.

Und: Nein, Berufssoldaten sind natürlich nicht "ungefähr das Gleiche wie Freiwillige Feuerwehr"!

.

Volle Zustimmung

geschrieben von: Armenius

Datum: 11.08.19 11:58

Die Bundeswehr kann gerne den Soldaten die Fahrten zwischen Stationierungsstandort und Wohnort finanzieren. Dies kann derart geschehen, dass die Fahrkarten bei der Bundeswehr abgerechnet werden. Auf diesen Weg können die Verhandlungen zwischen der Bundeswehr und den einzelnen Bahnunternehmen bzw. Verkehrsverbünden entfallen und den Soldaten direkt geholfen werden. Dies bietet darüber hinaus auch eine relativ einfache Möglichkeit, Busverkehre mit zu berücksichtigen. Abrechnungssysteme für diesen Vorgang gibt es ja bereits (z.B. SAP Concur).


Gruß
Armenius

Re: Gummibasiertes Fernstreckennetz von Y Reisen???

geschrieben von: Null2

Datum: 11.08.19 12:00

Pio schrieb:
Dieses von dir angedachte Fernliniennetz auf Gummi Basis, ist aber mit Material.-/ Personal.- und Instandhaltungskosten auf Dauer erheblich teurer.
Zumal das dafür benötigte Personal an " jeder Ecke um Arbeit bettelt".
Und wen die Y-Reisen Gummifernstreckenfahrzeuge genauso Einsatzfähig sind ,wie die Panzer, Hubschrauber und Flugbereitschaft usw. usf. , dann
wird das wohl selten etwas mit der Wochenendheimfahrt.
Und dann auch noch viel Spaß auf dem Fernstraßennetz dieser Republik an den Haupreisetagen.

schau dich Mal hier um: [www.bwfuhrpark.de].
Dann wirst du feststellen daß die Bundeswehr zum Großteil moderne Fahrzeuge im Einsatz hat.

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Bisschen mehr zahlen und den Verteidigungsetat erhöhen

geschrieben von: ThomasR

Datum: 11.08.19 12:02

Zahlt das BMVg der Bahn eben etwas mehr, der Bund erhöht den Verteigungsetat auf Kosten der Zuschüsse zur DB. Dann ist sogar Donald Trump und sein Statthalter glücklich.
VT605 schrieb:
Plutone schrieb:
Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung ?
Meinst du die Soldaten haben Bock am Wochenende auf den einen Zug nachts zu warten, den die DB noch als nicht gewinnbringend genug ansieht ? Mobilität / Verkehrsleistungen sollten für alle da sein und wenn Freitag nachmittags ein Bedarf für zusätzliche langlaufende Reisezüge besteht, muss man sie im Zweifel bei Flix-Train oder sonstwo bestellen - vor allem wenn die DB sich zu schade ist, irgendwas unterhalb eines ICE überhaupt noch freiwillig zu fahren.

Genau DAS HIER ist das klassische Beispiel, warum es auch im Fernverkehr einen Aufgabenträger und ein Besteller-Prinzip bräuchte. Dies ist ja nur ein Verkehrsbedarf im Lande, den DB-Fernverkehr nicht mehr freiwillig erfüllen will.
Dann fang mal in deinem Verbund, dem VRR, an und gib ihnen Freifahrt. Aber wie heißt es so schön in dem Artikel:
"Zudem wies die Bahn plötzlich darauf hin, dass die Soldaten nach einem Deal nur Fernverkehrszüge wie den ICE nutzen könnten, aber keine Regionalverbindungen. Denn diese sogenannten roten Züge würden oft durch private Dienstleister oder von regionalen Tarifverbünden bedient, die das Projekt aber grundsätzlich ablehnten."
Also ist eher deine Truppe das Problem.
Warte: Ein Streit zwischen DB-Fernverkehr und dem BMVg ist jetzt plötzlich ein Problem der Nahverkehrsbesteller ? :D

Das zeigt doch höchstens, wie weit der Bund das Ruder schon aus der Hand gegeben hat, wenn daran nun die Fragestellung scheitert, wie die Truppe zu ihren Kasernen kommt. Auf mich wirkt dieser Verweis lächerlich aus Sicht des Bundes. Natürlich verstehe ich DB-Fernverkehr, aber das Problem hat ja der Bund, also sollte er sich überlegen, wie er es löst. Und es ist ja nicht das einzige Problem, wenn man sich diverse Verkehrsprobleme anschaut (Inlandsflüge, Erreichbarkeit ganzer Regionen/Großstädte usw.).

Aber hauptsache der VRR ist schuld, dass in Ostdeutschland die Soldaten ihre Kasernen nicht mehr erreichen können. Pack dir mal an den Kopf :D
ThomasR schrieb:
Zahlt das BMVg der Bahn eben etwas mehr, der Bund erhöht den Verteigungsetat auf Kosten der Zuschüsse zur DB. Dann ist sogar Donald Trump und sein Statthalter glücklich.
Stimmt!

Den könnte man auch noch gleich befriedigen.

Also gleich 4 Vorteile.

.

Re: und zu 24.9% der Bahn gehört

geschrieben von: ScK

Datum: 11.08.19 12:16

Null2 schrieb:
schau dich Mal hier um: [www.bwfuhrpark.de].
Dann wirst du feststellen daß die Bundeswehr zum Großteil moderne Fahrzeuge im Einsatz hat.
BW Fuhrpark Unternehmensinfos

använd ej klosetten då tåget gör uppehåll på station

Sechserbrücke

geschrieben von: peter76

Datum: 11.08.19 12:21

Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Brücken teils privat betrieben.
Der Unternehmer nahm eine entsprechende Brücken-Maut.
(Daher der u.U. noch heute gebräuchliche Name "Sechserbrücke").
Militärpersonen waren von diesem Zoll befreit...

Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.08.19 12:28

ScK schrieb:
...wenn der Andere zahlt;-) Kostenlos ist eben fast nichts.
Und warum soll die Bahn als privat geführtes Unternehmen für das BMVg ein Minusgeschäft machen?
Und warum soll der Bund (im Sinne von Staat, nicht im Sinne von Bundeswehr) eine Privatfirma bezuschussen?

Die Lösung wäre doch ganz einfach: Jedem Soldaten für die Heimfahrten einen Vollpreis ICE 1.Kl. spendieren (ggf. dazu eine BC First), und in Höhe der dafür anfallenden Kosten die Infrastrukturzuschüsse reduzieren.
Mülli11 schrieb:
der Murrtalbahner würde natürlich sofort und ohne Verhandlungen für umsonst arbeiten und sofort eine halbe Million Passagiere an den stärksten frequentierten Tagen befördern, damit die Züge die anderen 5 Tage sinnlos rumstehen... Wie viel Hass muss man eigentlich haben, damit man so denkt?
So viel Haß wie die Holländer. Dort gibts die freie Heimfahrt am Wochenende (alternativ: tägliches Pendeln auf fester Strecke) sogar für Studenten.

Re: Re: und zu 24.9% der Bahn gehört

geschrieben von: Null2

Datum: 11.08.19 12:42

ScK schrieb:
Null2 schrieb:
schau dich Mal hier um: [www.bwfuhrpark.de].
Dann wirst du feststellen daß die Bundeswehr zum Großteil moderne Fahrzeuge im Einsatz hat.
BW Fuhrpark Unternehmensinfos
das weiß ich.
Ich hatte mich lediglich auf die Aussage von Pio bezogen der auf das Alter des Fuhrparks abhob.

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
ThomasR schrieb:
Zahlt das BMVg der Bahn eben etwas mehr, der Bund erhöht den Verteigungsetat auf Kosten der Zuschüsse zur DB. Dann ist sogar Donald Trump und sein Statthalter glücklich.
Statthalter ist für den Kasper am Potsdamer Platz genau die richtige Definition

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 11.08.19 12:48

Ich bin sehr froh, dass Polizisten kostenfrei mitfahren können - das verstärkt das Sicherheitsgefühl in den Zügen.

Grüße

Martin

Re: Man muss die Sache differenziert betrachten

geschrieben von: D 2027

Datum: 11.08.19 12:48

Heckeneilzugfan schrieb:
Damals gab es noch die Wehrpflicht und ich war zum Beispiel in 500 km Entfernung vom Wohnort stationiert. Da sah ich es als gerecht an, am Wochenende mit einer speziellen Bw-Fahrkarte für Familienheimfahrten beliebig oft kostenlos nach Hause fahren zu dürfen.

Meine Meinung zur aktuellen Problematik:
1) Da es schwer ist, einen Dienst bei der Bundeswehr attraktiv zu machen, sollten alle Bundeswehrangehörige zweifellos Freifahrten zwischen Wohnort und Stationierungsort erhalten. Zahlen sollte hierfür allerdings die Bundeswehr, also das Verteidigungsministerium. (Zugbindungen sind für solche Fahrten auch nicht realistisch.)

Ich habe mich ebenfalls 1990 riesig über meine Familienheimfahrkarte über eine Entfernung von knapp 500 Kilometern mit ziemlich umfassender Raumbegrenzung gefreut. Die hat in Zusammenarbeit mit der BW/Z-Ermässigung mein Budget für Spaßfahrten angesichts des sehr kargen Zivilohnes doch ziemlich geschont :-) Das war aber neben den menschlichen Erfahrungen im Altenheim auch schon das beste am Zivildienst.

Die Deutsche Bundesbahn hat dafür eine pauschale Zahlung bekommen, die - auch wenn sie meist noch nicht einmal die Kosten gedeckt hat - nach dem Prinzip rechte Tasche linke Tasche funktioniert hat. Beides waren Staatsbetriebe und daher war es ziemlich egal was es gekostet hat und wer es zahlte.

Heute sind die Soldaten im Gegensatz zu uns beiden damals normale Werktätige, die freiwillig bei Y-Tours sind und dafür gut bezahlt werden. Auch die Bahnen sind (im FV zumindest pro forma) Privatbetriebe und unterstehen wie je nach Verkehrsvertrag auch die Aufgabenträger der Maximierungspflicht Fahrgelderlöse möglichst vollständig zu generieren. Was liegt also näher, als die Soldaten ihre Familienheimfahrten mit dem Verkehrsmittel ihrer Wahl schlicht und ergreifend selbst zahlen zu lassen?

Wenn man es als politisch sinnvoll erachtet diese auf der Schiene stattfinden zu lassen, bzw. die Attraktivität des "Berufs" Soldat zu steigern, kann man sich durchaus gerne der gängigen Modelle Jobticket, kostenlose Bahncards usw. bedienen... wie das normale Unternehmen halt auch machen. Alles andere hingegen ist in meinen Augen dem Steuerzahler nicht zu vermitteln.

Die Alternative dazu wäre natürlich eine Wiederverstaatlichung der Bahn um den vorherigen Zustand wieder herzustellen...

Gruss
Erik

P.S. Wahlweise ginge natürlich auch eine Privatisierung der Bundeswehr, die sich dann durch gewinnbringende Offensiven im Osten selbst finanzieren könnte ;-)

"Der Bierzeltfrosch hört gern Ernst Mosch und sagt zu seiner Fröschin: Wenn Du Durst hast, lösch ihn!"

Wiglaf Droste (1961 - 2019)

Re: Freifahrt für Polizisten

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.08.19 13:50

zuckerhut schrieb:
Reicht schon das die Polizisten gratis fahren und die Plätze zahlenden Gästen wegnehmen.
Die Freifahrt für Polizisten in Uniform gilt nur unter der Bedingung, dass sie bei Bedarf im Zug ggf. vollständig ihre hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen, auch wenn sie in ihrer Freizeit in Uniform unterwegs sind. Bundis (ohne Panzer), Ärzten (ohne Verbandszeug, Narkosemittel und RTW), DLRG (ohne Wasser rundrum), Bahngärtnern (ohne Garten im Zug), THW (ohne Kran in Zug) und weiteren dürfte das in der Form kaum möglich sein.

Gruß Peter

Wenn das ganze Jahr über Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit.
William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter


Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: VT605

Datum: 11.08.19 15:06

kmueller schrieb:
Und warum soll der Bund (im Sinne von Staat, nicht im Sinne von Bundeswehr) eine Privatfirma bezuschussen?

Die Lösung wäre doch ganz einfach: Jedem Soldaten für die Heimfahrten einen Vollpreis ICE 1.Kl. spendieren (ggf. dazu eine BC First), und in Höhe der dafür anfallenden Kosten die Infrastrukturzuschüsse reduzieren.

Schwachsinn. DB Fernverkehr bekommt keine Zuschüsse und DB Netz hat mit dem ganzen Thema nichts zu tun. Bei deiner kruden Diskussion könnte man auch Freifahrten für Soldaten bei Flixbus fordern und mit Kürzung der Strassenbaumittel drohen. Richtig wäre die Soldaten buchen sich ihre benötigten Tickets und ihr Arbeitgeber kann sie ihnen dann gern erstatten.

Re: Gummibasiertes Fernstreckennetz von Y Reisen???

geschrieben von: VT605

Datum: 11.08.19 15:11

Null2 schrieb:
schau dich Mal hier um: [www.bwfuhrpark.de].
Dann wirst du feststellen daß die Bundeswehr zum Großteil moderne Fahrzeuge im Einsatz hat.

Der Hubschrauber Tiger ist auch noch nicht alt und muß jetzt trotzdem zum Landeanflug ansetzen.

Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: elixir

Datum: 11.08.19 15:16

VT605 schrieb:
Richtig wäre, die Soldaten buchen sich ihre benötigten Tickets und ihr Arbeitgeber kann sie ihnen dann gern erstatten.

Das wäre eine sehr gute Lösung!

Nebenbei könnte die Bahn besser planen - und es würden nur echte angefallene Fahrtkosten vom Bund (=Steuerzahler) übernommen.

Auch das Problem mit den roten bzw. anders farbigen NV-Zügen hätte sich erledigt.

elixir

BW-Gratisheimfahrten und Wehrpflicht

geschrieben von: Saxobav

Datum: 11.08.19 15:24

D 2027 schrieb:
... Wahlweise ginge natürlich auch eine Privatisierung der Bundeswehr, die sich dann durch gewinnbringende Offensiven im Osten selbst finanzieren könnte ;-)
So ähnlich läuft das schon bei unseren großen Freunden. Seit Jahren entspricht der jährliche Verteidigungsetat der USA dem jährlichen Aussenhandelsdefizit. Mithin wird in Freibeutermanier die Eigensicherung betrieben.

Bevor mehr Geld in das System Bundeswehr gepumpt wird, sollte man erstmal den jetzigen Weg des Geldes verfolgen. Das ist nicht wenig, D gibt fast so viel wie Rußland aus. Nur kommt sehr unterschiedlich viel an, dort wo es die sogenannte Gefechtsbereitschaft als Ergebnis ergibt.

Das Problem des Heimfahrens wird auch etwas übertrieben. Ich bin als eher "Linker" ein Freund der Wehrpflicht. Das ist eine demokratische Errungenschaft ("Volksarmee"), die es den Herrschenden nicht gestattet, mit Söldnern nach innen und außen wahlfrei zu agieren. Man steht immer einer militärisch geschulten großen Menge gegenüber, die alle Machenschaften auch militärtaktisch versteht. Und im Rahmen der Wehrpflicht steht nicht der Urlaub im Mittelpunkt, sondern ist die Ausnahme. Zwei Gratisheimfahrten gab es bei der NVA im Halbjahr, die anderen waren unterschiedlich rabattiert, aber von der Anzahl stark eingeschränkt. Als Reisebüro des kleinen Mannes hat die Firma zum Glück nicht getaugt; auch das hat sich wieder geändert.

Viele Grüße, saxobav

Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.08.19 16:00

VT605 schrieb:
kmueller schrieb:
Und warum soll der Bund (im Sinne von Staat, nicht im Sinne von Bundeswehr) eine Privatfirma bezuschussen?

Die Lösung wäre doch ganz einfach: Jedem Soldaten für die Heimfahrten einen Vollpreis ICE 1.Kl. spendieren (ggf. dazu eine BC First), und in Höhe der dafür anfallenden Kosten die Infrastrukturzuschüsse reduzieren.

Schwachsinn. DB Fernverkehr bekommt keine Zuschüsse und DB Netz hat mit dem ganzen Thema nichts zu tun. Bei deiner kruden Diskussion könnte man auch Freifahrten für Soldaten bei Flixbus fordern und mit Kürzung der Strassenbaumittel drohen.
Mit Kürzung der Mittel für flixeigene Autobahnen.

Zitat:
Richtig wäre die Soldaten buchen sich ihre benötigten Tickets und ihr Arbeitgeber kann sie ihnen dann gern erstatten.
Und der Arbeitgeber Bund stellt zur Finanzierung Subventionen ein. Da Subventionen sowieso allen privat/marktwirtschaftlichen Idealen widersprechen, wird dies von der Bahn-Aktiengesellschaft sicherlich begrüßt werden.
"Freifahrten mit BC ? Hab ich was versäumt?"

Wenn man für eine BC100 2. Klasse 4.395 EUR zahlt, dann sind das umgerechnet 12,04 EUR am Tag.

Mit 12 EUR/Tag für eine voll flexible ICE-Tagesnetzkarte plus Stadtverkehr nähert man sich der Freifahrt zumindest bis in ihren physikalischen Stratosphärenbereich.

;)

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: VT605

Datum: 11.08.19 17:00

kmueller schrieb:
VT605 schrieb:
kmueller schrieb:
Und warum soll der Bund (im Sinne von Staat, nicht im Sinne von Bundeswehr) eine Privatfirma bezuschussen?

Die Lösung wäre doch ganz einfach: Jedem Soldaten für die Heimfahrten einen Vollpreis ICE 1.Kl. spendieren (ggf. dazu eine BC First), und in Höhe der dafür anfallenden Kosten die Infrastrukturzuschüsse reduzieren.

Schwachsinn. DB Fernverkehr bekommt keine Zuschüsse und DB Netz hat mit dem ganzen Thema nichts zu tun. Bei deiner kruden Diskussion könnte man auch Freifahrten für Soldaten bei Flixbus fordern und mit Kürzung der Strassenbaumittel drohen.
Mit Kürzung der Mittel für flixeigene Autobahnen.

Zitat:
Richtig wäre die Soldaten buchen sich ihre benötigten Tickets und ihr Arbeitgeber kann sie ihnen dann gern erstatten.
Und der Arbeitgeber Bund stellt zur Finanzierung Subventionen ein. Da Subventionen sowieso allen privat/marktwirtschaftlichen Idealen widersprechen, wird dies von der Bahn-Aktiengesellschaft sicherlich begrüßt werden.

DB Fernverkehr gehören bis auf ein paar Meter in den Werken keine Gleise. Also wie immer ein schwachsinnniger Vergleich von dir. Der Fv bekommt auch keine Subventionen, die bekommt der Regionalverkehr. Das Schienennetz hat genauso wie die Strassen vom Staat finanziert zu werden, also auch keine Subventionen. Aber gut, deine wirren Gedanken werden wir eh nicht ändern.
Alibizugpaar schrieb:
"Freifahrten mit BC ? Hab ich was versäumt?"

Wenn man für eine BC100 2. Klasse 4.395 EUR zahlt, dann sind das umgerechnet 12,04 EUR am Tag.

Mit 12 EUR/Tag für eine voll flexible ICE-Tagesnetzkarte plus Stadtverkehr nähert man sich der Freifahrt zumindest bis in ihren physikalischen Stratosphärenbereich.

;)
jo, aber Freifahrt ist das auch nicht, dies muß mit einem Pauschalpreis bezahlt werden. Ich habe "echte" Freifahrten auf den Linien meines Arbeitgebers mit meinem Betriebsausweis in der Tasche. Dafür bezahlte und bezahle ich nichts, als ein Beispiel. Es gibt Hotelkarten mit kostenl. Nutzung der Verkehrsmittel, also sind für mich als Nutzer Freifahrten. Oder die absolut richtigen Freifahrten, am Eröffnungstag einer neuen Strecke gibts vom Verkehrsunternehmen kostenlose Schnupperfahrten....

Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.
Mülli11 schrieb:
DB Hass
eine DB-Tochter?

Merke, das Wort sollte man nicht so leichtfertig verwenden!

Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.
Plutone schrieb:
Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung ?
Meinst du die Soldaten haben Bock am Wochenende auf den einen Zug nachts zu warten, den die DB noch als nicht gewinnbringend genug ansieht ? Mobilität / Verkehrsleistungen sollten für alle da sein und wenn Freitag nachmittags ein Bedarf für zusätzliche langlaufende Reisezüge besteht, muss man sie im Zweifel bei Flix-Train oder sonstwo bestellen - vor allem wenn die DB sich zu schade ist, irgendwas unterhalb eines ICE überhaupt noch freiwillig zu fahren.

Genau DAS HIER ist das klassische Beispiel, warum es auch im Fernverkehr einen Aufgabenträger und ein Besteller-Prinzip bräuchte. Dies ist ja nur ein Verkehrsbedarf im Lande, den DB-Fernverkehr nicht mehr freiwillig erfüllen will.
Es steht den Soldaten frei, für ihre Fahrkarten selbst zu zahlen, dann können sie auch jeden Zug benutzen. Wir haben eine Berufsarmee, keine Wehrdienstpflichtigen mehr! Das sind also Arbeitnehmer wie andere auch. Wüsste nicht, warum da Extrawürste gebraten werden sollen.
VT605 schrieb:
Null2 schrieb:
schau dich Mal hier um: [www.bwfuhrpark.de].
Dann wirst du feststellen daß die Bundeswehr zum Großteil moderne Fahrzeuge im Einsatz hat.
Der Hubschrauber Tiger ist auch noch nicht alt und muß jetzt trotzdem zum Landeanflug ansetzen.
damit kann man einen Gegner auch täuschen.

Zum Glück haben wir ja nur Freunde auf der Welt......

Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.
Gt2x4/4 schrieb:
ThomasR schrieb:
Zahlt das BMVg der Bahn eben etwas mehr, der Bund erhöht den Verteigungsetat auf Kosten der Zuschüsse zur DB. Dann ist sogar Donald Trump und sein Statthalter glücklich.
Stimmt!

Den könnte man auch noch gleich befriedigen.
dafür hat er schon jemanden! Nämlich seine junge Frau.

Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.

Verstehe die ganzen Diskussionen nicht!

geschrieben von: Heckeneilzugfan

Datum: 11.08.19 18:36

Ich verstehe die ganzen Diskussionen nicht.

1) Die Freifahrtregelung für Polizisten in Uniform, zu der Feldjäger der Bundeswehr auf jeden Fall auch gehören sollten, hat mit dem Thema eigentlich nichts zu tun. Es handelt sich um eine Regelung, von der alle regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittel betroffen sind, und die den Betroffenen, den Verkehrsunternehmen und den anderen Fahrgästen nutzt.

2) Kostenlose Familienheimfahrten von Bundeswehr-Soldaten halte ich unbedingt für sinnvoll, da sich die Soldaten schließlich freiwillig für unser Land einsetzen und hierzu nur wenige bereit sind. Dafür sollte aber das Bundesministerium für Verteidigung vollständig zahlen.

3) Wenn der Verkehrssektor gegenüber dem Verteidigungssektor auf irgendeinen finanziellen Ausgleich verzichtet und dafür als Gegenleistung die Zugbindung und die Nutzung schwach ausgelasteter Züge erwartet, ist das zwar grundsätzlich zulässig, sollte aber nicht die Regelungen zu 1) und 2) einschränken. Sonst sind die Soldaten Opfer des Sparwahns zwischen Verteidigungs- und Verkehrssektor.
042 096-8 schrieb:
Ich "durfte" Okt 74 bis Dez 75 in grün rumlaufen. Es gab im Monat für Wehrpfichtige einen Fahrkartengutschein, ansonsten 50% Ermäßigung, Autofahrer gingen leer aus . Man mußte letztendlich für den Zwangsdienst noch selbst bezahlen. Auf kurze Entfernung mit Personalkarte war das kein Problem,aber viele Kameraden kamen damals von Rhein und Ruhr nach Wolfenbüttel. Da ging der größte Teil von den ca. 200 DM Wehrsold für Fahrtkosten drauf. Die heutigen Freiwilligen verdienen einiges mehr.
...

Servus,

ich habe meinen Grundwehrdienst Ende der 80'er Jahre abgeleistet und kam damals als Wehrpflichtiger in den Genuß der kostenlosen Freifahrt zwischen Dienstort und Wohnort. Theoretisch war das beliebig oft möglich. Soweit ich nicht in der Kaserne bleiben musste, war ich folglich jedes Wochenende zu Hause. Mein erster Dienstort war nördlich Hamburg. Ich erinnere mich zu gut, das die Wehrpflichtigen damals die "zivilen" IC an Freitagen und Sonntagen zwischen Hamburg und Köln nicht beliebig benutzen durften. Entweder man bekam eine der raren Zulassungskarten oder man war auf die speziellen Bundeswehr-IC angewiesen. Schon damals war die "zivile" Nachfrage in den IC-Zügen so groß, das man diese nicht auch mit der "Nato-Rallye" belasten wollte.

So ähnlich dürfte es heute auch sein. Gerade die von den Wochenend-Pendlern besonders nachgefragten ICE-Züge will die Bahn AG verständlicherweise nicht noch zusätzlich mit Soldaten füllen, die dann für einen geradezu mickrigen Preis reisen. Nicht umsonst gibt es in diesen Zügen nur marginale (Super-)Sparpreis-Kontigente. Die Leute bezahlen sicherlich auch den Normalpreis.

042 096-8 schrieb:
... Eine kostenlose BC 50, zwischen Bahn und Bund verrechnet, wäre für die unteren Dienstgrade vielleicht angebracht, ein Offizier hat das sicher nicht nötig.. Ein General hat auch ein generalmäßiges Gehalt.

Während meiner Dienstzeit gab es für alle Soldaten und für alle Bahnfahrten über die Fahrten zwischen Dienstort und Wohnung hinaus 50% Ermäßigung. Einfach so, weil man Soldat war. Man konnte auch zu alt für den Junior-Paß sein oder zu jung für den Senioren-Paß. Diese Ermäßigung wurde aber zwischen der Bundesbahn und der Bundeswehr verrechnet, das heißt die Bundeswehr hat die vom Soldaten nicht bezahlten zweiten 50% der Bundesbahn erstattet. Ich habe diesen Vorteil einige Male genutzt, ein offensichtlich in Tariffragen überaus fiter Zugbegleiter hat mir das mal erklärt und mich gebeten, zukünftig auch Nahverkehrs-Tickets unter 50 km am Schalter zu kaufen. Am Automaten gezogen, konnte das nicht verrechnet werden.

Wenn Bundeswehr und Deutsche Bahn AG heute so etwas abschließen, ist das mit Sicherheit für die Bahn AG ein Sonderfall der Job-Tickets, der so noch nicht nachgefragt wurde. Welche Firma braucht schon ein bundesweit gültiges Job-Ticket?

Im übrigen müsste die Bundeswehr so etwas heute schon selber abwickeln können - oder gibt es keine elektronische Form des Großkunden-Abonnement? Mein Arbeitgeber hat mit der Bahn AG auch spezielle Firmen-Konditionen für Dienstreisen.

Und zu den unterschiedlichen Kostenvorstellungen bei der Bahn AG und der Bundeswehr: da tauchte doch vor einigen Wochen die Gorch Fook in den Medien auf, wo die Kosten auf einmal plötzlich während der laufenden Reparaturen um den Faktor 5 (oder wieviel war das wirklich?) explodierten. Da ist doch Faktor 2 zwischen der Schätzung des BmVg und der Bahn AG geradezu harmlos zumal hier sicherlich nachträglich keine Kostenfalle auftaucht.

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!
Schwarzwaelder schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Mit dem Unterschied, dass durch die Freifahrten für Bahnmitarbeiter dem Unternehmen keine praktischen Kosten entstehen.
Wieso entstehen bei Freifahrten für Bahnmitarbeiter im Gegensatz zu Freifahrten für Bundeswehrangehörige oder zu Freifahrten für z. B. Rentner keine praktischen Kosten?





Schwarzwälder
Freifahrten sind es schon lange nicht mehr für DB-Mitarbeiter!

Aktuell müssen zusätzlich zu ca. 44€ Steuerverrechnung kommen noch 3,20€ Zuzahlung pro „Freifahrt“!

Und die „Freifahrten“ werden von Jahr zu Jahr weniger wert, da immer mehr Verbünde den „Privaten“ untersagen diese anzuerkennen! Die Spitze des Eisberges ist der Nordhessische Verkehrsverbund. Dieser untersagt DB Regio in den eigenen Zügen Mitarbeiter mit Freifahrt aber auch Gastfahrausweis mitzunehmen und überwacht das durch Revisionsprüfer welche die KiNs von DB Regio überwachen...
Hallo,
Ist es nicht auch so, dass Freifahrten dann als geldwerter Vorteil zu versteuern ist? DB AG ist ja nicht mehr die DB.
Schleistungen sind eben zu versteuern, wiw 1% pA vom Neuwert des Dienstwagens. Haben wir hier im Forum Finanzfachleute, die das bestätigen können?
Liebe Gruße
von der 824 819

OT: Wofür steht „Mill“?

geschrieben von: Leser

Datum: 11.08.19 19:50

ScK schrieb:
...für 38 Mill pro Jahr ... rechnet mit 20 Mill...
Aus dem Zusammenhang ergibt sich, dass wohl Millionen gemeint sind. Bei anderen Themen ist die Frage nicht so leicht zu beantworten und es kann auch mal um Milliarden gehen.

Spricht was dagegen, ausschließlich die bewährten und eindeutigen Abkürzungen „mio“ und „mrd“ zu verwenden?

Nachträglich Tippfehler berichtigt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 19:57.
Hallo,

824819 schrieb:
Hallo,
Ist es nicht auch so, dass Freifahrten dann als geldwerter Vorteil zu versteuern ist? DB AG ist ja nicht mehr die DB.
Schleistungen sind eben zu versteuern, wiw 1% pA vom Neuwert des Dienstwagens. Haben wir hier im Forum Finanzfachleute, die das bestätigen können?
Liebe Gruße
von der 824 819

Bei einer von Arbeitgeber bezahlten Bahncard ist es wie folgt:
-Erlaubt der Arbeitgeber die private Nutzung, muss sie als geldwerter Vorteil versteuert werden
-Verbietet der Arbeitgeber die private Nutzung, stellt sie keinen geldwerten Vorteil dar

Viele Grüße
Jörg

Genau mein Humor

geschrieben von: Adenosin

Datum: 11.08.19 20:59

Haha, das finde ich jetzt wirklich amüsant.

Der Bund als Eigner erwartet jährliche Gewinne von der Deutschen Bahn AG und Eigenwirtschaftlichkeit des Fernverkehrs und fällt aus allen Wolken, weil die DB Fernverkehr es dann tatsächlich wagt, gewinnorientiert zu denken und zu handeln.

Noch besser aber ist der Teil mit dem Nahverkehr. Als ehemalige Ministerpräsidentin sollte AKK wissen, dass die Hoheit für den Regionalverkehr bei den Ländern liegt... dass es Ausschreibungen gibt... und Aufgabenträger und Verkehrsverbünde, die alle ein gewaltiges Wort mitreden wollen. Und dann noch die NE-Bahnen, die nicht nur mitreden, sondern auch kräftig verdienen wollen.

Das ist Polit-Satire vom Feinsten ;)
Immerhin war die Bahn mutig genug, recht deutlich auf die Realität hinzuweisen.
Murrtalbahner schrieb:
JoergAtDSO schrieb:
Hallo Murrtalbahner,

Murrtalbahner schrieb:
Und die DB schafft es aus jeder Lösung ein Problem zu machen.
Diese Forderung als Lösung zu bezeichnen ist schon ziemlich realitätsfern. Es geht hier um zahlreiche zusätzliche Passagiere, die die Züge dann nutzen sollen, wenn diese ohnehin schon voll ausgelastet sind, am Freitagnachmittag und am Sonntagabend.
Deswegen sollte man ein Sprichwort auch nicht wörtlich nehmen.
Im übrigen ist das Problem die völlig bescheuerte Idee, für dutzende Millionen ein extra Buchungssystem aufbauen zu wollen. Welche Weiterentwicklung der Buchungsmaske will man sich da von Bund finanzieren lassen?! Für Kontingente mit Buchungscode brauchts jedenfalls keine 26 Mio.
Nunja... das Vertriebshintergrundsystem der Bahn ist (ich formuliere es mal diplomatisch) nicht unbedingt das modernste. ;) Insofern entsteht da wirklich ein hoher Aufwand, aber die 26 Mio. €, die die Bahn da aufruft... da ist vermutlich noch viel Verhandlungsspielraum nach unten drin.
IC-Fan schrieb:
Schwarzwaelder schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Mit dem Unterschied, dass durch die Freifahrten für Bahnmitarbeiter dem Unternehmen keine praktischen Kosten entstehen.
Wieso entstehen bei Freifahrten für Bahnmitarbeiter im Gegensatz zu Freifahrten für Bundeswehrangehörige oder zu Freifahrten für z. B. Rentner keine praktischen Kosten?





Schwarzwälder
Freifahrten sind es schon lange nicht mehr für DB-Mitarbeiter!

Aktuell müssen zusätzlich zu ca. 44€ Steuerverrechnung kommen noch 3,20€ Zuzahlung pro „Freifahrt“!

Und die „Freifahrten“ werden von Jahr zu Jahr weniger wert, da immer mehr Verbünde den „Privaten“ untersagen diese anzuerkennen! Die Spitze des Eisberges ist der Nordhessische Verkehrsverbund. Dieser untersagt DB Regio in den eigenen Zügen Mitarbeiter mit Freifahrt aber auch Gastfahrausweis mitzunehmen und überwacht das durch Revisionsprüfer welche die KiNs von DB Regio überwachen...
Sagen wir mal so: er hat das angekündigt. Und DB Regio schlägt gehorsamst die Hacken zusammen, auch wenn sie damit gegen eine Konzern-Betriebsvereinbarung verstoßen...

Re: Man muss die Sache differenziert betrachten

geschrieben von: tomx3

Datum: 11.08.19 23:04

Heckeneilzugfan schrieb:
2) Freifahrten analog zur Freifahrt von uniformierten Polizisten halte ich nur für "Feldjäger" sinnvoll. Diese sollten von allen Verkehrsunternehmen kostenlos (ohne Zugbindungen oder Reservierungspflicht) befördert werden müssen.

Mal davon abgesehen, dass ich persönlich mich mit Militär in Uniform im Zug nicht "sicherer" fühle, haben Feldjäger gegenüber der Zivilbevölkerung außerhalb von militärischen Gebiete folgende "Sonderberechtigungen", die ein normaler Bürger nicht hat:

Gar keine.

Mit "uniformierten Polizisten" (wobei ich mir bei der Formulierung auch immer nicht sicher bin, was das umfasst, in den morgendlichen RE7 Richtung Dessau sind schon ab dem Berliner Stadtrand Polizisten mit sachsen-alhaltischem Landeswappen zu sehen) sind die nicht vergleichbar.

Re: BC geldwerter Vorteil

geschrieben von: ScK

Datum: 11.08.19 23:58

JoergAtDSO schrieb:
Hallo,

Bei einer von Arbeitgeber bezahlten Bahncard ist es wie folgt:
-Erlaubt der Arbeitgeber die private Nutzung, muss sie als geldwerter Vorteil versteuert werden
-Verbietet der Arbeitgeber die private Nutzung, stellt sie keinen geldwerten Vorteil dar

Viele Grüße
Jörg
Das stimmt so nicht! Wenn die BahnCard im überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers beschafft worden ist (Arbeitgeber spart durch die BC mehr als ihren Anschaffungspreis), ist diese für die Einkommenssteuer nicht relevant. Der Arbeitnehmer kann sie privat soviel nutzen wie er/sie will, ohne einen geldwerten Vorteil versteuern zu müssen. Amortisiert sich die BC allerdings für den Arbeitgeber nicht, wird es kompliziert und ggf. für den Arbeitnehmer teuer. Nähers nachzulesen in der bundesweit abgestimmten Verfügung der OFD Frankfurt (OFD Frankfurt/M. v. 31.07.2017 - S 2334 A - 80 - St 222)

använd ej klosetten då tåget gör uppehåll på station
Naja in einem richtigen echten Verteidigungsfall kann man so Trassen-blockierer wie den vielen Nahverkehr stark einschränken, und schon hat man Luft für wichtige Transporte. Auch kann man das EBA an die Kette legen, im Krieg müssen die Räder rollen, da ist keine Zeit für so Firlefanz der den normalen Betrieb dauernd behindert bzw schier zum erliegen bringt.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Freifahrt für Polizisten

geschrieben von: De David

Datum: 12.08.19 01:41

Soldaten brauchen nicht unbedingt Panzer... das Militär ist ja etwas breiter aufgestellt.
Der Sicherheit im Zug wäre es trotzdem zuträglich, wenn sie in Gefahrensituationen dem Zugbegleitpersonal oder der Polizei unterstützend tätig werden können. Es war doch erst vor wenigen Jahren ein Fall in Belgien, wo 3 US-Marines auf Urlaubsreise im Thalys einen bewaffneten Terroristen k.o. geschlagen haben.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Genau mein Humor

geschrieben von: De David

Datum: 12.08.19 01:48

Ich denke aber der Nahverkehr wäre das kleinste Problem. Der fährt idr. ja weil es dafür Zuschüsse gibt, den EVU selber kanns relativ egal sein ob die Züge dabei brechend voll sind oder sie den halben Tag nur Luft spazieren fahren, für die lohnt es sich immer. Daher, was solls ob jezt noch ein paar Bundeswehrsoldaten mit fahren die nichts zahlen? Weniger verdienen tut man deswegen nicht und mehr Kosten verursachen sie auch nicht. Und bezüglich der Auslastung der Züge ist man ja viel schmerzfreier wie der Fernverkehr, wer mit will drückt sich halt rein, das geht immer irgendwie, daher belegen die Soldaten auch keine nennenswerte Kapazität.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Ernsthaft?

geschrieben von: Peter

Datum: 12.08.19 08:12

Hallo!

De David schrieb:
Der Sicherheit im Zug wäre es trotzdem zuträglich, wenn sie in Gefahrensituationen dem Zugbegleitpersonal oder der Polizei unterstützend tätig werden können. Es war doch erst vor wenigen Jahren ein Fall in Belgien, wo 3 US-Marines auf Urlaubsreise im Thalys einen bewaffneten Terroristen k.o. geschlagen haben.
Willst Du ernsthaft den 08/15-Rekruten der Bundeswehr mit Soldaten der U. S. Marines vergleichen?

Aus meiner Sicht sollte die Bundeswehr das wie ein Job-Ticket gestalten - was dann ja auch zur Angleichung der BW an die Wirtschaft in puncto Betriebskindergarten und Teilzeit passen taete...

Aus meiner Erfahrung moechte ich nicht behaupten, dass die Anwesenheit von Soldaten im Zug das Sicherheitsgefuehl aller Reisenden steigert - die Soldaten waren ebensooft Teil der Loesung wie auch Teil des Problems...

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: Pogg 3000

Datum: 12.08.19 08:38

Peter schrieb:
Aus meiner Erfahrung moechte ich nicht behaupten, dass die Anwesenheit von Soldaten im Zug das Sicherheitsgefuehl aller Reisenden steigert - die Soldaten waren ebensooft Teil der Loesung wie auch Teil des Problems...


Hallo zusammen, hallo Peter,


aus welchem Jahrhundert stammt Deine Erfahrung?

Die wenigen mitreisenden Soldaten erkennt man nur noch am "Marschgepäck". Artikel in denen Soldaten "Teil des Problems" waren gehören nach meiner Erfahrung in's HiFo.


Schöne Grüße, Thomas

Re: BC geldwerter Vorteil

geschrieben von: JoergAtDSO

Datum: 12.08.19 10:30

Hallo ScK,

ScK schrieb:
Nähers nachzulesen in der bundesweit abgestimmten Verfügung der OFD Frankfurt (OFD Frankfurt/M. v. 31.07.2017 - S 2334 A - 80 - St 222)
Danke, mein Wissensstand war deutlich älter. Macht ja auch Sinn so.

Viele Grüße
Jörg
ulrich schrieb:
Ein paar Jahre später gab es völlige Freifahrt auf der Strecke bis zum heimatnächsten Bahnhof inklusive Platzreservierungen und 50% auf weitere Bahnfahrten. Nichts gab es für die Anschlussfahrten mit den lokalen Bussen oder fürs Auto. Gekniffen waren die, die nicht in Bahnhofsnähe wohnten.
Ein paar Jahre später war das schon wieder reduziert auf die "Viehtransporter" also die IC mit den vierstelligen Nummern

Stimmt. Während meiner Zeit als W-15er hätte ich das auch "genießen" dürfen. Dumm war nur, dass wir freitags 17.00 Uhr Dienstschluss hatten und der letzte Zug des Tages in Richtung Heimat um 17.10 Uhr fuhr, der Fußweg zum Bahnhof aber mindestens 15 Minuten erfordert hätte. Hätte ich den tatsächlich bekommen, wären bis vor die 90 km entfernte Haustür dreieinhalb Stunden Schienenbusgerumpel über Nebenbahnen, 3x Umsteigen und die letzten 10 km mit einem Bus erforderlich gewesen. Und die Rückfahrt an Sonntagen hätte bereits kurz nach 12.00 Uhr antreten müssen und mit einem Riesenumweg und unter Nutzung von Bussen abwickeln müssen, weil samstags und sonntags der Ort meiner Stationierung bahnfrei war. Was war ich froh, dass mein alter Herr mir meinen ersten fahrbaren Untersatz finanziert hat und ich die Spritkosten mit drei Mitfahrern teilen konnte.

Der Fahrausweis war damals nur theoretischer Natur, benutzt habe ich ihn in den ganzen 15 Monaten nicht ein einziges Mal.

Grüße aus der Pfalz
Hubert
ScK schrieb:
Die Bahn möchte wohl für 38 Mill pro Jahr nur schwach ausgelastete Fernzüge freigegeben. Das BMVg rechnet mit 20 Mill für den gesamten Nah- und Fernverkehr. Aber Verbünde blocken anscheinend.
Die Bundeswehr kann von mir aus so viele Tickets an ihre Angehörigen ausgeben wie sie will. Und gerne für letztere kostenlos. Aber die Bundeswehr oder das VM können gefälligst bezahlen.

I've got a thing about trains! [www.youtube.com]

Liebe Mitforist_innen: die anderen Meinungen hier sind das Gegenteil zu eurer Filterblase.

Re: Freifahrt für Polizisten -> Ergänzung

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 12.08.19 11:18

Moin,

zudem haben uniformierte Polizisten strenggenommen keinen Anspruch auf einen Sitzplatz. Im Zweifelsfall müssten sie stehen - so haben es mir zwei befreundete Polizisten auf einer gemeinsamen Bahnfahrt erzählt und auf Grund des vollen Zuges auch praktiziert. Wir haben meinen Sitzplatz dann durchgetauscht, was aber an der eigentlichen Tatsache nichts ändert.

Gruß Sebastian
Adenosin schrieb:
Nunja... das Vertriebshintergrundsystem der Bahn ist (ich formuliere es mal diplomatisch) nicht unbedingt das modernste. ;) Insofern entsteht da wirklich ein hoher Aufwand, aber die 26 Mio. €, die die Bahn da aufruft... da ist vermutlich noch viel Verhandlungsspielraum nach unten drin.
Oder das Potential, sich eine Überarbeitung des eigenen Systems finanzieren zu lassen. Wenn jemand eine Software initial haben möchte, zahlt er meistens mehr als die späteren Käufer.

Gruß Sebastian

Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: kmueller

Datum: 12.08.19 12:09

VT605 schrieb:
kmueller schrieb:
Die Lösung wäre doch ganz einfach: Jedem Soldaten für die Heimfahrten einen Vollpreis ICE 1.Kl. spendieren (ggf. dazu eine BC First), und in Höhe der dafür anfallenden Kosten die Infrastrukturzuschüsse reduzieren.

Schwachsinn. DB Fernverkehr bekommt keine Zuschüsse und DB Netz hat mit dem ganzen Thema nichts zu tun.

DB Fernverkehr gehören bis auf ein paar Meter in den Werken keine Gleise. Also wie immer ein schwachsinnniger Vergleich von dir. Der Fv bekommt auch keine Subventionen, die bekommt der Regionalverkehr.
In meiner Lösung bekommt der FV das maximal mögliche Entgelt, nämlich den Vollpreis 1.Kl.. Was will er mehr?

Zitat:
Das Schienennetz hat genauso wie die Strassen vom Staat finanziert zu werden, also auch keine Subventionen.
Gehört denn das Schienennetz wie die Straßen unmitelbar dem Staat? Wenn nicht: warum soll man dieses Privateigentum bezuschussen und anderes nicht?

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: De David

Datum: 12.08.19 12:17

Ich traue unserer Kaspertruppe durchaus was zu.

Wo soll denn das gewesen sein? Ich habe in der Öffentlichkeit noch nie sich daneben benehmende Soldaten erlebt.
Das wird denen auch erzählt werden, daß sie den Staat repräsentieren, und daher kein schlechtes Bild abgeben sollen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Mülli11 schrieb:
War klar, dass du nur die schlechtesten Werte nimmst, damit du deinen DB Hass wieder zum Ausdruck bringen kannst. Aber schauen wir mal realistisch hin: Wenn wir 600.000 Fahrten nehmen haben wir die Mitte! Bei 20 Mio. € was das Ministerium zahlen will wären das 33 Euro pro fahrt. Bei 38 Mio € von der DB wären das 63€ pro Fahrt. Wenn wir jetzt überlegen, dass die meisten Fahrten wohl am Freitag und Sonntag stattfinden, kann sich jeder überlegen was realistischer ist ... Hier kann jeder mal schauen wohin man am kommenden Sonntag z.b. für 33 € oder 63€ kommt!

Aber der Murrtalbahner würde natürlich sofort und ohne Verhandlungen für umsonst arbeiten und sofort eine halbe Million Passagiere an den stärksten frequentierten Tagen befördern, damit die Züge die anderen 5 Tage sinnlos rumstehen... Wie viel Hass muss man eigentlich haben, damit man so denkt?

Viele Grüße!
Vielen Dank, deine Beiträge passen zu deinem Namen.
Und nein, ich hasse die DB nicht.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: tomx3

Datum: 12.08.19 12:35

De David schrieb:
Wo soll denn das gewesen sein? Ich habe in der Öffentlichkeit noch nie sich daneben benehmende Soldaten erlebt.
Also ich kann mich noch sehr gut an fast ausschließlich mit Soldaten besetzte Regionalexpresszüge ab Brandenburg an der Havel (Richtung Cottbus, die meisten Herren in Grün wollten aber mit dem Zug nur bis Zoo) erinnern, bei dem ein Großteil der Flecktarn-Träger hackebreit durch den Zug taumelten bzw. laut am Grölen war.

Das war so um die Jahrtausendwende, und da der selbst mitgebrachte Treibstoff nicht lange hielt wurden danach die Biervorräte (ja, sowas gab es damals) des Getränkeautomaten geleert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 12:36.

Re: Freifahrt für Polizisten

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.08.19 12:38

De David schrieb:
Der Sicherheit im Zug wäre es trotzdem zuträglich, wenn sie in Gefahrensituationen dem Zugbegleitpersonal oder der Polizei unterstützend tätig werden können. Es war doch erst vor wenigen Jahren ein Fall in Belgien, wo 3 US-Marines auf Urlaubsreise im Thalys einen bewaffneten Terroristen k.o. geschlagen haben.
Militär darf im Inland nur in Krisensituationen eingesetzt werden. Ein Konflikt im ICE gehört da sicher nicht dazu. Die US-Marines waren eben zufällig da und haben entsprechend gehandelt. Das hätten aber auch britische Postbeamten sein können oder niederländische Käseverkäufer. Mag sein, dass Militärpersonen da entschlossener handeln, aber zur Unterstützung der Polizeit darf die Bundeswehr im Inland nicht so einfach eingesetzt werden.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
Vielen Dank, deine Beiträge passen zu deinem Namen.
Und nein, ich hasse die DB nicht.
Also keine Argumente? Keine konstruktiven Beiträge? Nur auf der persönlichen Ebene unterwegs? Das sagt alles aus!

Viele Grüße an den DB Hasser!

Freifahrten früher

geschrieben von: ThomasR

Datum: 12.08.19 13:30

Als ich noch gedient habe, das war 1975/76, gab es monatlich eine Freifahrt. Die wurde als Berufsverkehrsfahrkarte abgerechnet und Würzburg-Böblingen kostete damals 19,- DM. Die Fahrkarte hatte den Stempel gestundet drauf, damit man die nicht zurückgeben konnte, gegen Erstattung. Regulärer Preise waren 24 DM und als W15 fuhr man die restlichen Male mit der Berechtigungsausweis für 50% =12 DM. Übrigens betrug der Wehrsold damals 5,50 bzw. als Gefreiter 7 und als Uffz 10 DM.

Räder müssen rollen für den Sieg ...

geschrieben von: Krachhuhn

Datum: 12.08.19 14:10

De David schrieb:
(...) Auch kann man das EBA an die Kette legen, im Krieg müssen die Räder rollen, da ist keine Zeit für so Firlefanz der den normalen Betrieb dauernd behindert bzw schier zum erliegen bringt.

Räder müssen rollen für den Sieg -
unnötige Reisen verlängern den Krieg
R&auml;der-m&uuml;ssen-rollen.jpg

BNO - Berlin Nordost

Re: Sozial ist eben...

geschrieben von: Krachhuhn

Datum: 12.08.19 14:58

QJ 7002 schrieb:
Ich bin sehr froh, dass Polizisten kostenfrei mitfahren können - das verstärkt das Sicherheitsgefühl in den Zügen.

Für mich als Drogenkurier nicht ... *duck und weg*

BNO - Berlin Nordost

Re: BC geldwerter Vorteil

geschrieben von: ScK

Datum: 12.08.19 16:42

Gerne. Das Andere hätte von der Logik aber auch Sinn gemacht.

använd ej klosetten då tåget gör uppehåll på station

Re: BW-Gratisheimfahrten und Wehrpflicht

geschrieben von: andreas +

Datum: 12.08.19 18:46

Saxobav schrieb:
Ich bin als eher "Linker" ein Freund der Wehrpflicht. Das ist eine demokratische Errungenschaft ("Volksarmee"), die es den Herrschenden nicht gestattet, mit Söldnern nach innen und außen wahlfrei zu agieren.
Aha, und wie war das 1968 mit dem Prager Frühling? - Ach ja, man mußte die Genossen vor der Konterrevolution bewahren, oder?

Oder wie ist das mit der Volksbefreiungsarmee in China und dem Platz des himmlichen Friedens?

Re: Freifahrt für Polizisten

geschrieben von: Martin Pfeifer

Datum: 12.08.19 19:42

Murrtalbahner schrieb:
De David schrieb:
Der Sicherheit im Zug wäre es trotzdem zuträglich, wenn sie in Gefahrensituationen dem Zugbegleitpersonal oder der Polizei unterstützend tätig werden können. Es war doch erst vor wenigen Jahren ein Fall in Belgien, wo 3 US-Marines auf Urlaubsreise im Thalys einen bewaffneten Terroristen k.o. geschlagen haben.
Militär darf im Inland nur in Krisensituationen eingesetzt werden. Ein Konflikt im ICE gehört da sicher nicht dazu. Die US-Marines waren eben zufällig da und haben entsprechend gehandelt. Das hätten aber auch britische Postbeamten sein können oder niederländische Käseverkäufer. Mag sein, dass Militärpersonen da entschlossener handeln, aber zur Unterstützung der Polizeit darf die Bundeswehr im Inland nicht so einfach eingesetzt werden.
Servus,

gehe bitte mal davon aus, das dem gemeinen Bürger, so er nicht gedient hat oder Jura studiert hat dies nicht unbekannt geläufig ist. Insofern ist die Anwesenheit von Bürgern in Uniform durchaus sinnvoll. Auch wenn es nur als Abschreckung dient. Zumal in meiner Dienstzeit noch als Wehrpflichtiger vor der Wende auch uns Wehrpflichtigen ein entsprechenden Situationen ein beherztes Eingreifen empfohlen wurde - es konnte ja später so eine Situation auch mal zu unserem Gunsten entstehen. Wer nicht mit Hieb-, Stich- oder Schusswaffen ausgerüstet ist kann bei der Anwendung des Jedermanns-Recht in so einer Situation sowieso kaum etwas falsch machen.

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!

Re: BW-Gratisheimfahrten und Wehrpflicht

geschrieben von: Martin Pfeifer

Datum: 12.08.19 19:45

andreas + schrieb:
Saxobav schrieb:
Ich bin als eher "Linker" ein Freund der Wehrpflicht. Das ist eine demokratische Errungenschaft ("Volksarmee"), die es den Herrschenden nicht gestattet, mit Söldnern nach innen und außen wahlfrei zu agieren.
Aha, und wie war das 1968 mit dem Prager Frühling? - Ach ja, man mußte die Genossen vor der Konterrevolution bewahren, oder?

Oder wie ist das mit der Volksbefreiungsarmee in China und dem Platz des himmlichen Friedens?

Servus,

Deine Beispiel beweisen sehr schön, das es in 50 Jahren gelungen ist, die Bundeswehr als demokratische Institution zu etablieren. Ich bin mir sicher das die von Dir genannten Beispiele mit der Bundeswehr gar nicht möglich werden. Die Grenzen von Befehl und Gehorsam lernt der Soldat noch vor dem Umgang mit einer Schußwaffe. So war es jedenfalls bei mir.

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: l0wside

Datum: 12.08.19 21:05

De David schrieb:
Ich habe in der Öffentlichkeit noch nie sich daneben benehmende Soldaten erlebt.
In HiFo-tauglichen Zeiträumen konnte man immer wieder staunend feststellen, wie viel Alkohol in Wehrdienstpflichtige (West) passt. Ist aber lange her.
Wie das bei den Verteidigern des real existierenden Weltfriedens war, kann ich nicht beurteilen.

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: De David

Datum: 12.08.19 21:54

Wehrdienstleistende sind/waren auch keine richtigen Soldaten...

Würde man mich heute zu sowas verdonnern, würde ich mich auch mit meinen Kameraden besaufen und mir eine lustige Zeit machen (wenn der Staat meint daß es unbedingt sein muss), denn nach einer Karriere beim Militär strebe ich nicht unbedingt, daher würde ich das eh alles nicht so ernst nehmen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: Martin Pfeifer

Datum: 12.08.19 22:05

tomx3 schrieb:
De David schrieb:
Wo soll denn das gewesen sein? Ich habe in der Öffentlichkeit noch nie sich daneben benehmende Soldaten erlebt.
Also ich kann mich noch sehr gut an fast ausschließlich mit Soldaten besetzte Regionalexpresszüge ab Brandenburg an der Havel (Richtung Cottbus, die meisten Herren in Grün wollten aber mit dem Zug nur bis Zoo) erinnern, bei dem ein Großteil der Flecktarn-Träger hackebreit durch den Zug taumelten bzw. laut am Grölen war.

Das war so um die Jahrtausendwende, und da der selbst mitgebrachte Treibstoff nicht lange hielt wurden danach die Biervorräte (ja, sowas gab es damals) des Getränkeautomaten geleert.

Servus,

ich wohne im Umfeld einer Garnisionsstadt der Bundeswehr und auch im weiteren Umfeld gibt es weitere Standorte von Y-Tours und auch der NATO-Bündnispartner. Das ich bei Fahrten zu meinem Vater oder ähnliches auch mal die Wochenend-Heimreisen der Bundeswehr erlebe lässt sich daher nicht vermeiden. Ich habe das ganze zu Zeiten der (de facto auslaufenden) Wehrpflicht und auch danach erlebt. Schon bei meinen ersten Reisen noch während der Wehrpflicht-Zeit waren die Soldaten unauffällig was Alkohol angeht. Obwohl die Garnision in der Stadt mit der höchsten Brauerei-Dichte in Bayern ist. Seit dem Ende der Wehrpflicht sind die Bundeswehr-Soldaten geradezu angenehme Mitreisenden. Da sind manche "zivilen" Reisenden deutlich stärker angetrunken als der "typische Wehrdienstleistende damals(R)".

Letztendlich sind die Soldaten heutzutage Profis, die kein Interesse haben, wegen so etwas ihren Job zu verlieren. Das war früher auch bei den SaZ zu beobachten, während mancher Grundwehrdienstleitende wohl das Bedürfnis hatte, mal richtig die Sau rauszulassen - bis an die Grenze des möglichen oder noch darüber hinaus.

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!

Re: Freifahrt für Polizisten

geschrieben von: BR752

Datum: 13.08.19 00:09

Murrtalbahner schrieb:
De David schrieb:
Der Sicherheit im Zug wäre es trotzdem zuträglich, wenn sie in Gefahrensituationen dem Zugbegleitpersonal oder der Polizei unterstützend tätig werden können. Es war doch erst vor wenigen Jahren ein Fall in Belgien, wo 3 US-Marines auf Urlaubsreise im Thalys einen bewaffneten Terroristen k.o. geschlagen haben.
Militär darf im Inland nur in Krisensituationen eingesetzt werden. Ein Konflikt im ICE gehört da sicher nicht dazu. Die US-Marines waren eben zufällig da und haben entsprechend gehandelt. Das hätten aber auch britische Postbeamten sein können oder niederländische Käseverkäufer. Mag sein, dass Militärpersonen da entschlossener handeln, aber zur Unterstützung der Polizeit darf die Bundeswehr im Inland nicht so einfach eingesetzt werden.
Vorsicht, denn sie denken darueber nach: Schäuble fordert Bundeswehreinsätze auch im Inneren
Zitat
Nach den Übergriffen in Köln fordert Wolfgang Schäuble die Möglichkeit des Bundeswehreinsatzes im Inneren. Europaweit sei die Unterstützung der Polizei durch Streitkräfte geregelt – nur bei uns nicht.
Wo ist der Unterschied zwischen einen Uebergriff in Koeln und einem Uebergriff im ICE?
Und Ruck-Zuck ist die Bundeswehr ermaechtigt die Polizei zu unterstuetzen, denn was eine "Krise" und ein "Uebergriff" ist bestimmen nicht wir. :-/


BR752

http://www.wohlfuehlbahnhoefe.de/img2214_m1.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.19 00:10.

Re: BW-Gratisheimfahrten und Wehrpflicht

geschrieben von: BR752

Datum: 13.08.19 00:17

Martin Pfeifer schrieb:
Servus,

Deine Beispiel beweisen sehr schön, das es in 50 Jahren gelungen ist, die Bundeswehr als demokratische Institution zu etablieren. Ich bin mir sicher das die von Dir genannten Beispiele mit der Bundeswehr gar nicht möglich werden. Die Grenzen von Befehl und Gehorsam lernt der Soldat noch vor dem Umgang mit einer Schußwaffe. So war es jedenfalls bei mir.
Bundeswehr als demokratische Institution? "Augen geradeaus und Hand heben wer dafuer ist, dass wir angreifen"
Meinst du vielleicht, dass die Bundeswehr eine Institution des demokratischen Staates ist? Sie selbst ist auf keinen Fall demokratisch organisiert.
"Guten Morgen Soldaten. Heute wird der Kompaniechef gewaehlt. Nachnamen A bis K links rum, L bis Z rechts rum."


BR752

http://www.wohlfuehlbahnhoefe.de/img2214_m1.jpg

Re: Räder müssen rollen für den Sieg ...

geschrieben von: Schmalspurbahnfreund

Datum: 13.08.19 04:30

@ Krachhuhn: Wo steht denn dieses Gebäude mit der Aufschrift?
Guter Einwand, das mit dem unseligen Großsegler.
Wenn die DB 38 Mio für die Heimfahrten der Soldaten haben will, ist man ganz furchtbar erschrocken.
Die Sanierung der Gorch Fock liegt mittlerweile bei mehr als 120 Mio und keiner braucht das. Aber das ist OK und jeder weiß doch, dass es dabei nicht bleiben wird.
Die ehrlichste Lösung wäre in der Tat, jeder Soldat bucht sich wie jeder andere Reisende auch seine Tickets und rechnet sie mit seinem Arbeitgeber ab. Dann zahlt die BW exakt das, was Ihre Soldaten verfahren haben und keinen Euro mehr oder weniger.

Grüße aus Mittelschwaben
Ludger
Murrtalbahner schrieb:
Tramateur schrieb:
Pio schrieb:
Alle sollen frei fahren. Aber den Eisenbahnern hat man die Freifahrten fast vollständig gestrichen.
Das ist Motivation vom Feinsten.
Diensteleistungen/Produkte des Arbeitgebers gratis zu bekommen ist aber in der Wirtschaftswelt auch nicht gerade Standard.
Mit dem Unterschied, dass durch die Freifahrten für Bahnmitarbeiter dem Unternehmen keine praktischen Kosten entstehen.
Der Bahnmitarbeiter zieht aber umgehend die Begierde des Finanzamtes auf sich.
Wie würde das bei den nicht schlecht verdienenden Soldaten aussehen?

Gruß
Wolfram



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.19 09:04.

Ende OT-Diskussion

geschrieben von: Saxobav

Datum: 13.08.19 09:03

Martin Pfeifer schrieb:
andreas + schrieb:
Saxobav schrieb:
Ich bin als eher "Linker" ein Freund der Wehrpflicht. Das ist eine demokratische Errungenschaft ("Volksarmee"), die es den Herrschenden nicht gestattet, mit Söldnern nach innen und außen wahlfrei zu agieren.
Aha, und wie war das 1968 mit dem Prager Frühling? - Ach ja, man mußte die Genossen vor der Konterrevolution bewahren, oder?

Oder wie ist das mit der Volksbefreiungsarmee in China und dem Platz des himmlichen Friedens?
Servus,
Deine Beispiel beweisen sehr schön, das es in 50 Jahren gelungen ist, die Bundeswehr als demokratische Institution zu etablieren. Ich bin mir sicher das die von Dir genannten Beispiele mit der Bundeswehr gar nicht möglich werden. Die Grenzen von Befehl und Gehorsam lernt der Soldat noch vor dem Umgang mit einer Schußwaffe. So war es jedenfalls bei mir.
Freunde, wir entfernen uns vom Forenthema.

Wer die Demokratie als Eigenwert verteidigt, der bringt den Inhalt menschlichen Lebens mit der Organisationsform durcheinanander. Weder Familie, noch Firma noch Militär funktionieren demokratisch.

Wild herausgepickte Beispiele zeigen noch lange keine Charakteristik. Wer meint, 1968 NVA-Soldaten in der Tschechoslowakei im Einsatz gesehen zu haben, kann sich Geld verdienen. China ist ein gutes Beispiel, wie schlecht eine Volksarmee gegen das eigene Volk verwendbar ist. Eine der Ursachen, weshalb man gleiches in Leipzig und Berlin nicht wiederholt hat.

Es gibt Bundeswehr-Wehrpflichtige, die als mittlerer Ring zwischen deutscher Polizei und Amerikanern im Rücken zur Verteidigung von A-Waffen-Lagern gegen Demonstranten eingesetzt waren. Mit scharfem Schuß, zu dem es nicht kam. Für die Beteiligten eine sehr einprägsame Lektion der Verteidigung von Demokratie. Dem stehen heute in Frankreichs Straßen Profis gegenüber, die mit scharfem Gummischuß unbewaffnete Leute zu Krüppeln schießen. Das macht den Profi aus, er schaut aufs Geld.

Wem das in der Schule nicht nahegebracht wurde, der kann sich mal zu Soldatenräten vor 100 Jahren in D und RU belesen sowie deren Wirksamkeit auf die Kampffähigkeit. Damit kann man dann auch Rückschlüsse ziehen, was die „innere Führung“ bei der BW bewirkt hat.

Was die Bezahlung von Transportleistungen der BW bei Dienstleistern angeht, ist das kommerziell zu verhandeln. Dabei wird auch die Rechnungslegung festgelegt. Was die Firmen sich gegenseitig für die Freizeit rabattieren, ist unabhängig von der Kontrollprozedur. Fahren mit Betriebsausweis sollte machbar sein, sofern die Bahn dadurch keine militärischen Geheimnisse erlangt. Für andere Behörden ist das ja aber auch geregelt.

EOT, saxobav.

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: Null2

Datum: 13.08.19 11:00

De David schrieb:
Ich traue unserer Kaspertruppe durchaus was zu.

Wo soll denn das gewesen sein? Ich habe in der Öffentlichkeit noch nie sich daneben benehmende Soldaten erlebt.
Das wird denen auch erzählt werden, daß sie den Staat repräsentieren, und daher kein schlechtes Bild abgeben sollen.
Das liegt bei dir wohl an der "Gnade der späten Geburt", um Mal einen ehemaligen Bundeskanzler etwas salopp zu zitieren. Und was diese "Kaspertruppe" zu leisten imstande ist siehst du nicht Mal im Ansatz aus deiner Froschperspektive. Ob du jemals bei der Truppe warst Frage ich lieber nicht...

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: Null2

Datum: 13.08.19 11:04

De David schrieb:
Wehrdienstleistende sind/waren auch keine richtigen Soldaten...

Würde man mich heute zu sowas verdonnern, würde ich mich auch mit meinen Kameraden besaufen und mir eine lustige Zeit machen (wenn der Staat meint daß es unbedingt sein muss), denn nach einer Karriere beim Militär strebe ich nicht unbedingt, daher würde ich das eh alles nicht so ernst nehmen.
Daher frage ich mich warum du bei einem Thema mitdiskutierst von dem du nicht den geringsten Schimmer zu haben scheinst...

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
Zitat lvz.de
In die Debatte um Gratis-Fahrten mit der Bahn für Soldaten in Uniform hat sich jetzt ein Linke-Politiker eingeschaltet. Er fordert kostenloses Bahnfahren für Pflegekräfte. Warum er diesen Schritt für notwendig sieht.

Der Linke-Gesundheitspolitiker Achim Kessler fordert kostenloses Bahnfahren nicht für Soldaten, sondern für Pflegekräfte. "Sie brauchen freie Fahrt – als attraktive Arbeitsbedingung - neben besseren Löhnen", erklärte er am Mittwoch. Nicht der Militärdienst sollte gefördert werden, sondern Berufe, die dem Wohl der Menschen dienen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Das sollte nicht an der Schwarzen Null im Etat scheitern und dürfe nicht am Parlament vorbei hinter verschlossenen Türen ausgedealt werden. In der Pflege herrscht Personalnot - um mehr Fachkräfte zu gewinnen, sollen Arbeitsbedingungen grundlegend verbessert werden.
"Mit kostenloser Bahnfahrt gibt es Möglichkeit, Dankbarkeit zu zeigen“
[www.lvz.de]

Wenn das ganze Jahr über Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit.
William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter


Die Bundeswehr hat sich mit der Deutschen Bahn auf Gratisfahrten für Soldaten in Uniform geeinigt. Bei Gesprächen sei eine Lösung für strittige Punkte gefunden worden, bestätigten Regierungskreise der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" berichtet.

[www.n-tv.de]

ICE 1091 - Die ICE-Sprinter Berlin-Stuttgart müssen wieder her. Je ein Zugpaar morgens + abends.
Auf der einen Seite erfreulich, da eine Motivation gegeben ist unbürokratisch und umweltfreundlich zu reisen -
auf der anderen Seite eine Verbrauchergruppe mehr, die ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Aufwand nutzt und verbraucht.

Ressourcen-Schonung geht anders!

Das fängt bei der Standortwahl an - je weiter entfernt je mehr Aufwand!
geht beim Nutzerverhalten weiter - Uniform drüber und auf geht's zur Y-Tour un-limited
und hört bei einer aufwandbezogenen Abrechnungsmöglichkeit auf - wer ist denn am Ende wann wieviel gefahren?...

Mag ja sein, dass die Bahn dank Elektrifizierung und Ökostrom der 100%igen CO2 Neutralität nahekommt, mehr als jede andere Reisevariante, und es für diesen Fall die beste Lösung sein.
Die grundsätzliche Frage über das notwendige Ressourcen-Bewusstsein beim Angebot und der Nutzung jedweden Flatrates bleibt unbeantwortet.
Dann aber schnell die Strecke nach Afghanistan schaffen. Bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren dürfte sich das schon lohnen.
Spaß beiseite: Jeder ähnlich bezahlte Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst darf sich seine Fahrkarten für den Weg zur Arbeit und Wochenendheimfahrten selbst finanzieren, bis hin zur BC 100.
Es gibt da sogar Arbeitsplätze, wo der Arbeitgeber für dienstliche Fahrten nichts erstattet, wenn der AN mit seiner privaten BC 100 fährt.
Upgrade 1. Klasse wird manchmal bezahlt, mehr nicht.
Ob das verfassungsrechtlich sauber ist?

Re: §3 EVO

geschrieben von: Adenosin

Datum: 16.08.19 20:43

Oberdeichgraf schrieb:
Dann aber schnell die Strecke nach Afghanistan schaffen. Bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren dürfte sich das schon lohnen.
Spaß beiseite: Jeder ähnlich bezahlte Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst darf sich seine Fahrkarten für den Weg zur Arbeit und Wochenendheimfahrten selbst finanzieren, bis hin zur BC 100.
Es gibt da sogar Arbeitsplätze, wo der Arbeitgeber für dienstliche Fahrten nichts erstattet, wenn der AN mit seiner privaten BC 100 fährt.
Upgrade 1. Klasse wird manchmal bezahlt, mehr nicht.
Ob das verfassungsrechtlich sauber ist?


Die Antwort gibt die Eisenbahnverkehrsordnung . Nichts anderes hat "die Eisenbahn", in diesem Fall DB Fernverkehr, angewandt.

Man könnte aber stutzig werden bei der Formulierung "Vergleichbaren Großkunden, vergleichbaren Reiseveranstaltern und vergleichbare Fluggesellschaften sind jeweils vergleichbare Bedingungen einzuräumen."
Wenn ich eine Firma wäre, die ähnlich viele Arbeitnehmer wie die Bundeswehr hat, würde ich solch einen Deal für 4 Millionen € auch bei der DB Fernverkehr einfordern...

Und selbstverständlich steht es jedem Arbeitgeber frei, ähnliche Deals mit "einer Eisenbahn" auszuhandeln, das gilt freilich auch für Behörden.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.19 20:49.