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Murrtalbahner schrieb:
Tramateur schrieb:
Pio schrieb:
Alle sollen frei fahren. Aber den Eisenbahnern hat man die Freifahrten fast vollständig gestrichen.
Das ist Motivation vom Feinsten.
Diensteleistungen/Produkte des Arbeitgebers gratis zu bekommen ist aber in der Wirtschaftswelt auch nicht gerade Standard.
Mit dem Unterschied, dass durch die Freifahrten für Bahnmitarbeiter dem Unternehmen keine praktischen Kosten entstehen.
Der Bahnmitarbeiter zieht aber umgehend die Begierde des Finanzamtes auf sich.
Wie würde das bei den nicht schlecht verdienenden Soldaten aussehen?

Gruß
Wolfram



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.19 09:04.

Ende OT-Diskussion

geschrieben von: Saxobav

Datum: 13.08.19 09:03

Martin Pfeifer schrieb:
andreas + schrieb:
Saxobav schrieb:
Ich bin als eher "Linker" ein Freund der Wehrpflicht. Das ist eine demokratische Errungenschaft ("Volksarmee"), die es den Herrschenden nicht gestattet, mit Söldnern nach innen und außen wahlfrei zu agieren.
Aha, und wie war das 1968 mit dem Prager Frühling? - Ach ja, man mußte die Genossen vor der Konterrevolution bewahren, oder?

Oder wie ist das mit der Volksbefreiungsarmee in China und dem Platz des himmlichen Friedens?
Servus,
Deine Beispiel beweisen sehr schön, das es in 50 Jahren gelungen ist, die Bundeswehr als demokratische Institution zu etablieren. Ich bin mir sicher das die von Dir genannten Beispiele mit der Bundeswehr gar nicht möglich werden. Die Grenzen von Befehl und Gehorsam lernt der Soldat noch vor dem Umgang mit einer Schußwaffe. So war es jedenfalls bei mir.
Freunde, wir entfernen uns vom Forenthema.

Wer die Demokratie als Eigenwert verteidigt, der bringt den Inhalt menschlichen Lebens mit der Organisationsform durcheinanander. Weder Familie, noch Firma noch Militär funktionieren demokratisch.

Wild herausgepickte Beispiele zeigen noch lange keine Charakteristik. Wer meint, 1968 NVA-Soldaten in der Tschechoslowakei im Einsatz gesehen zu haben, kann sich Geld verdienen. China ist ein gutes Beispiel, wie schlecht eine Volksarmee gegen das eigene Volk verwendbar ist. Eine der Ursachen, weshalb man gleiches in Leipzig und Berlin nicht wiederholt hat.

Es gibt Bundeswehr-Wehrpflichtige, die als mittlerer Ring zwischen deutscher Polizei und Amerikanern im Rücken zur Verteidigung von A-Waffen-Lagern gegen Demonstranten eingesetzt waren. Mit scharfem Schuß, zu dem es nicht kam. Für die Beteiligten eine sehr einprägsame Lektion der Verteidigung von Demokratie. Dem stehen heute in Frankreichs Straßen Profis gegenüber, die mit scharfem Gummischuß unbewaffnete Leute zu Krüppeln schießen. Das macht den Profi aus, er schaut aufs Geld.

Wem das in der Schule nicht nahegebracht wurde, der kann sich mal zu Soldatenräten vor 100 Jahren in D und RU belesen sowie deren Wirksamkeit auf die Kampffähigkeit. Damit kann man dann auch Rückschlüsse ziehen, was die „innere Führung“ bei der BW bewirkt hat.

Was die Bezahlung von Transportleistungen der BW bei Dienstleistern angeht, ist das kommerziell zu verhandeln. Dabei wird auch die Rechnungslegung festgelegt. Was die Firmen sich gegenseitig für die Freizeit rabattieren, ist unabhängig von der Kontrollprozedur. Fahren mit Betriebsausweis sollte machbar sein, sofern die Bahn dadurch keine militärischen Geheimnisse erlangt. Für andere Behörden ist das ja aber auch geregelt.

EOT, saxobav.

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: Null2

Datum: 13.08.19 11:00

De David schrieb:
Ich traue unserer Kaspertruppe durchaus was zu.

Wo soll denn das gewesen sein? Ich habe in der Öffentlichkeit noch nie sich daneben benehmende Soldaten erlebt.
Das wird denen auch erzählt werden, daß sie den Staat repräsentieren, und daher kein schlechtes Bild abgeben sollen.
Das liegt bei dir wohl an der "Gnade der späten Geburt", um Mal einen ehemaligen Bundeskanzler etwas salopp zu zitieren. Und was diese "Kaspertruppe" zu leisten imstande ist siehst du nicht Mal im Ansatz aus deiner Froschperspektive. Ob du jemals bei der Truppe warst Frage ich lieber nicht...

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: Ernsthaft?

geschrieben von: Null2

Datum: 13.08.19 11:04

De David schrieb:
Wehrdienstleistende sind/waren auch keine richtigen Soldaten...

Würde man mich heute zu sowas verdonnern, würde ich mich auch mit meinen Kameraden besaufen und mir eine lustige Zeit machen (wenn der Staat meint daß es unbedingt sein muss), denn nach einer Karriere beim Militär strebe ich nicht unbedingt, daher würde ich das eh alles nicht so ernst nehmen.
Daher frage ich mich warum du bei einem Thema mitdiskutierst von dem du nicht den geringsten Schimmer zu haben scheinst...

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
Zitat lvz.de
In die Debatte um Gratis-Fahrten mit der Bahn für Soldaten in Uniform hat sich jetzt ein Linke-Politiker eingeschaltet. Er fordert kostenloses Bahnfahren für Pflegekräfte. Warum er diesen Schritt für notwendig sieht.

Der Linke-Gesundheitspolitiker Achim Kessler fordert kostenloses Bahnfahren nicht für Soldaten, sondern für Pflegekräfte. "Sie brauchen freie Fahrt – als attraktive Arbeitsbedingung - neben besseren Löhnen", erklärte er am Mittwoch. Nicht der Militärdienst sollte gefördert werden, sondern Berufe, die dem Wohl der Menschen dienen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Das sollte nicht an der Schwarzen Null im Etat scheitern und dürfe nicht am Parlament vorbei hinter verschlossenen Türen ausgedealt werden. In der Pflege herrscht Personalnot - um mehr Fachkräfte zu gewinnen, sollen Arbeitsbedingungen grundlegend verbessert werden.
"Mit kostenloser Bahnfahrt gibt es Möglichkeit, Dankbarkeit zu zeigen“
[www.lvz.de]

Wenn das ganze Jahr über Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit.
William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter


Die Bundeswehr hat sich mit der Deutschen Bahn auf Gratisfahrten für Soldaten in Uniform geeinigt. Bei Gesprächen sei eine Lösung für strittige Punkte gefunden worden, bestätigten Regierungskreise der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" berichtet.

[www.n-tv.de]

ICE 1091 - Die ICE-Sprinter Berlin-Stuttgart müssen wieder her. Je ein Zugpaar morgens + abends.
Auf der einen Seite erfreulich, da eine Motivation gegeben ist unbürokratisch und umweltfreundlich zu reisen -
auf der anderen Seite eine Verbrauchergruppe mehr, die ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Aufwand nutzt und verbraucht.

Ressourcen-Schonung geht anders!

Das fängt bei der Standortwahl an - je weiter entfernt je mehr Aufwand!
geht beim Nutzerverhalten weiter - Uniform drüber und auf geht's zur Y-Tour un-limited
und hört bei einer aufwandbezogenen Abrechnungsmöglichkeit auf - wer ist denn am Ende wann wieviel gefahren?...

Mag ja sein, dass die Bahn dank Elektrifizierung und Ökostrom der 100%igen CO2 Neutralität nahekommt, mehr als jede andere Reisevariante, und es für diesen Fall die beste Lösung sein.
Die grundsätzliche Frage über das notwendige Ressourcen-Bewusstsein beim Angebot und der Nutzung jedweden Flatrates bleibt unbeantwortet.
Dann aber schnell die Strecke nach Afghanistan schaffen. Bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren dürfte sich das schon lohnen.
Spaß beiseite: Jeder ähnlich bezahlte Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst darf sich seine Fahrkarten für den Weg zur Arbeit und Wochenendheimfahrten selbst finanzieren, bis hin zur BC 100.
Es gibt da sogar Arbeitsplätze, wo der Arbeitgeber für dienstliche Fahrten nichts erstattet, wenn der AN mit seiner privaten BC 100 fährt.
Upgrade 1. Klasse wird manchmal bezahlt, mehr nicht.
Ob das verfassungsrechtlich sauber ist?

Re: §3 EVO

geschrieben von: Adenosin

Datum: 16.08.19 20:43

Oberdeichgraf schrieb:
Dann aber schnell die Strecke nach Afghanistan schaffen. Bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren dürfte sich das schon lohnen.
Spaß beiseite: Jeder ähnlich bezahlte Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst darf sich seine Fahrkarten für den Weg zur Arbeit und Wochenendheimfahrten selbst finanzieren, bis hin zur BC 100.
Es gibt da sogar Arbeitsplätze, wo der Arbeitgeber für dienstliche Fahrten nichts erstattet, wenn der AN mit seiner privaten BC 100 fährt.
Upgrade 1. Klasse wird manchmal bezahlt, mehr nicht.
Ob das verfassungsrechtlich sauber ist?


Die Antwort gibt die Eisenbahnverkehrsordnung . Nichts anderes hat "die Eisenbahn", in diesem Fall DB Fernverkehr, angewandt.

Man könnte aber stutzig werden bei der Formulierung "Vergleichbaren Großkunden, vergleichbaren Reiseveranstaltern und vergleichbare Fluggesellschaften sind jeweils vergleichbare Bedingungen einzuräumen."
Wenn ich eine Firma wäre, die ähnlich viele Arbeitnehmer wie die Bundeswehr hat, würde ich solch einen Deal für 4 Millionen € auch bei der DB Fernverkehr einfordern...

Und selbstverständlich steht es jedem Arbeitgeber frei, ähnliche Deals mit "einer Eisenbahn" auszuhandeln, das gilt freilich auch für Behörden.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.19 20:49.

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