DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Achtung: Werbung und Updatemeldungen für Websites werden gelöscht, bzw. ins Allgemeine Forum verschoben!
Links bitte mit kurzer Erklärung zum verlinkten Inhalt versehen, andernfalls werden diese entfernt.
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Die werden es auch nicht mehr verstehen...

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren? Mal wieder?

Direkter Wettbewerb auf der Schiene ist keine Lösung. Mehrere EVU können positive Effekte haben, zu viele EVU haben diese nicht mehr, genausowenig wie ein einziges Monopol-EVU. Und "richtig Geld machen" mit Eisenbahnverkehr abseits der Rosinenpickerei, also wesentlich mehr als eine schwarze Null - geht das überhaupt?
Die Grünen müssen zusammenhalten; nur dann müßte jemand kräftig investieren bzw teuer Wagen anmieten, und das geht gar nicht.
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]

Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen, das ist es bestimmt was die Mehrheit der Reisenden will. Da laufen wirklich nur noch Ahnungslose in der Politik rum.
Ich würde vorschlagen die Grünen verkaufen die Karten selber. Über das Internet oder in ihren ganzen "Ortsniederlassungen".
Auch Bioläden würden sich anbieten.

Warum soll immer die Bahn Fernbahn etas für die Konkurenz machen? Vor allem dann den Ärger abbekommen wenn sich frustrierten Kunden rumärgern weil der Billigzug nicht pünktlich war.
VT605 schrieb:
Zitat:
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen,
Auf den SFS-Strecken wird sogar mit 200 km/h Wagen gefahren... Stell dir das mal vor!
VT605 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen, das ist es bestimmt was die Mehrheit der Reisenden will. Da laufen wirklich nur noch Ahnungslose in der Politik rum.
Das klingt mehr danach als wenn es bestimmt das ist, was ein Grünen-Mitglied namens André Schwämmle will...
VT605 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]

Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen, das ist es bestimmt was die Mehrheit der Reisenden will. Da laufen wirklich nur noch Ahnungslose in der Politik rum.

Abgesehen davon, dass Flixtrain keine Wagen besitzt, sowie keine Loks, aber die EVU, BTE und Locomore, haben keine Wagen die nur 140 fahren und Flix fahren, BTE hat zwar auch 160er Wagen, aber vorzugsweise haben die mehr 200er Wagen.

160er Wagen

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 09.08.19 22:33

162 005 schrieb:
Abgesehen davon, dass Flixtrain keine Wagen besitzt, sowie keine Loks, aber die EVU, BTE und Locomore, haben keine Wagen die nur 140 fahren und Flix fahren, BTE hat zwar auch 160er Wagen, aber vorzugsweise haben die mehr 200er Wagen.
Moin,

richtig, die 160er Wagen laufen auch nur noch Richtung Hamburg, da der Zug dort eh nur auf einer 160er Trasse fährt.
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]

Ist die Lufthansa eigentlich auch gezwungen Tickets für Ryanair zu verkaufen und ihre Slots an den Flughäfen Ryanair zur Verfügung zu stellen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.19 22:37.

Re: 160er Wagen

geschrieben von: 162 005

Datum: 09.08.19 22:42

gastronomie1916 schrieb:
162 005 schrieb:
Abgesehen davon, dass Flixtrain keine Wagen besitzt, sowie keine Loks, aber die EVU, BTE und Locomore, haben keine Wagen die nur 140 fahren und Flix fahren, BTE hat zwar auch 160er Wagen, aber vorzugsweise haben die mehr 200er Wagen.
Moin,

richtig, die 160er Wagen laufen auch nur noch Richtung Hamburg, da der Zug dort eh nur auf einer 160er Trasse fährt.


Ja, es ist logisch, dass die Wagen nur nach Hamburg und Köln fahren, da nach Berlin 200er Wagen gebraucht wird.
gastronomie1916 schrieb:
VT605 schrieb:
Zitat:
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen,
Auf den SFS-Strecken wird sogar mit 200 km/h Wagen gefahren... Stell dir das mal vor!

Und da sie mit den paar Kisten nicht weit kommen hat die DB ihnen am besten noch kostenlos einige Wagen, oder besser gleich ICE, zur Verfügung zu stellen. Das ganze nennt sich dann "Wettbewerb oder freie Marktwirtschaft", lachhaft.
So ist es. Wir diskutieren über einen Deutschlandtakt und die Grünen kommen daher und wollen den Rosinenpickern Priorität einräumen. Da fällt mir echt nur ein Begriff dazu ein: @#$%&.
... und wird im Gegenzug Flixtrain dann die Fahrkarten für die DB Fernverkehr verkaufen?
VT605 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen, das ist es bestimmt was die Mehrheit der Reisenden will. Da laufen wirklich nur noch Ahnungslose in der Politik rum.
Das ist immerhin wirtschaftlicher als mit 250 km/h-Zügen auf über 90%-Streckenanteil nicht mehr als 160-200 km/h zu fahren.
Wie wäre es, wenn Flixbus als Quasi Monopolist im Fernbus-Bereich, Tickets der Konkurrenz verkaufen würde?
Das würde dem eingeschlafenen Wettbewerb bei Fernbussen sich gut tun.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.19 23:22.
Hallo allerseits,

was wollen die Grünen mit den Schaufensterreden erreichen? Von 1998 bis 2005 waren sie an einer Koalition mit der SPD beteiligt. Mehdorn war von 1999 bis 2009 Vorstandsvorsitzender der DB, wenn ich mich recht erinnere, und hat den Schienenwolf gegeben. Der Zug ist damals mit Beteiligung der Grünen abgefahren und die Strecke im übertragenen Sinne stillgelegt und abgetragen. Die Grünen haben sich ohne fremde Hilfe in vielen Beziehungen selbst obsolet gemacht.

Gruß

kbs651
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.
Warum nutzt denn z.B. Flixtrain heute nicht schon den Vertriebsweg "Automat"? Weil er Geld kostet, wie jeder Vertriebsweg, der nicht über die eigene Homepage läuft. Die Forderung der Grünen läuft also darauf hinaus, dass DB das Ganze wohl kostenlos anbieten und abwickeln soll. Interessant, dass die staatseigene DB jetzt direkte Wettbewerber subventionieren soll, wo ausgerechnet Flixtrain alleine auf Rendite getrimmten Finanzinvestoren gehört. Solch eine Vorschlag hätte ich eher von der FDP erwartet, aber kaum von den Grünen. Man lernt nie aus.

Gegen ein "Erstzugriffsrecht" auf neue Trassen für Wettbewerber im FV ist erst einmal nichts einzuwenden. Das bereits existierende Takt- und Sprintertrassen Bestandsschutz genießen, sollte selbstverständlich sein. Nur wenn man schon ein solches "Erstzugriffsrecht" auf neue Trassen installiert, dann zwingend verbunden mit der Verpflichtung, dass der Fernzugbetreiber den Nachweis erbringt, dass dieser bereits zum Zeitpunkt der Trassenanmeldung das passende Rollmaterial auch schon besitzt. Kann der Nachweis nicht erbracht werden, gibt es keine Trassen. Wie war das noch mit Flixtrain und der VDE8? Erst Trassen über die SFS zwischen Nürnberg und Erfurt - Leipzig bestellen und großspurig die dortigen neuen Zugleistungen zwischen München und Berlin ankündigen, um dann festzustellen, dass man garkein Rollmaterial hat, was die Zugangsvoraussetzungen für 300km/h SFS erfüllt (Stichwort Druckertüchtigung). Solchem Dilentantismus müssen regularische Leitplanken gesetzt werden, wenn man ein "Erstzugriffsrecht" installiert.

Und gegen eine Halbierung der Trassengebühren wird niemand was haben, wenn diese allen zu Gute kommt. Also dem gesamten SPFV, dem SPNV und dem SGV, also allen EVU.

Zusammengefasst kann man sagen. Die Forderung hat in der Sache wenig Substanz, ist undurchdacht und dürfe alleine einem Aufmerksamkeitsdefizit der Grünen zur klassischen Sommerlochzeit geschuldet sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.19 23:30.
Strizie schrieb:
VT605 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen, das ist es bestimmt was die Mehrheit der Reisenden will. Da laufen wirklich nur noch Ahnungslose in der Politik rum.
Das ist immerhin wirtschaftlicher als mit 250 km/h-Zügen auf über 90%-Streckenanteil nicht mehr als 160-200 km/h zu fahren.
Dann zeig mir mal bitte diesen 90%-igen Streckenanteil bei den folgenden "großen" ICE Taklinien, wo der Anteil von nur 160-200 km/h schnellen Strecken 90% ausmacht:
L10 Köln - (Dortmund) - Hamm - Bielefeld - Hannover - Berlin (ICE2)
L11 München - Stuttgart - Mannheim - Ffm - Erfurt - Leipzig - Berlin (ICE4)
L12 Basel - Mannheim - Ffm - Fulda - Göttingen - Wolfsburg - Berlin (ICE1)
L20 Basel - Mannheim - Ffm - Fulda - Hannover - Hamburg (ICE1)
L22 Stuttgart - Mannheim - Ffm - Fulda - Hannover - Hamburg (ICE1/ICE4)
L25 München - Nürnberg - Würzburg - Fulda - Hannover - Bremen/Hamburg (ICE1/ICE4)
L18 Berlin - Halle - Erfurt - (Coburg) - Nürnberg - Augsburg - München (ICE1)
L28 Berlin - Leipzig - Erfurt - Nürnberg - München (ICE4)
L42 München - Stuttgart - Mannheim - Ffm Flugh Fernbf - Köln - Dortmund (ICE4)

Merkst Du was? Das sind fast alle großen ICE Taktlinien. Also bitte. Ich erwarte deine Auswertung zum Faktencheck zu deiner Aussage.

Da Du explizit von 250 km/h schnellen Zügen sprichst, will ich so fair sein und die ICE3 Linien L29, L41, noch L42, L43, L47 sowie die ICE International nach Paris, Brüssel, Amsterdam außen vor lassen.
Ebenso lasse ich die ICE Taktlinien L13, L15 und L50 außen vor, wo der ICE-T verkehrt, welcher ja nur 230km/h schnell ist.
ifra schrieb:
... und wird im Gegenzug Flixtrain dann die Fahrkarten für die DB Fernverkehr verkaufen?
Da fällt mir grad ein, haben die Grünen Flix Mobility überhaupt gefragt ob die wollen, dass die DB ihre Tickets verkauft? Immerhin bekommt die DB dann auch ihre Provision und e bleibt noch weniger von den billigen Tickets bei Flix übrig. Im Gegenzug würden die Sicher gerne Tickets für die DB verkaufen, mit entsprechender Provision.
MrEnglish schrieb:
Da fällt mir grad ein, haben die Grünen Flix Mobility überhaupt gefragt ob die wollen, dass die DB ihre Tickets verkauft? Immerhin bekommt die DB dann auch ihre Provision und e bleibt noch weniger von den billigen Tickets bei Flix übrig. Im Gegenzug würden die Sicher gerne Tickets für die DB verkaufen, mit entsprechender Provision.
Moin,

natürlich. DB Vertrieb hat abgewunken.
Dann bitte aber auch den umgekehrten Weg nehmen, so dass z. B. Flix auch Tickets für DB und Welchesevuauchimmer inkl. deren Anerkennung vermarktet. Dem Kunden kann (muss es aber nicht zwingend) es schliesslich egal sein, von wem er seine Fahrkarte bekommt, bzw. wo er im Bedarfsfall seine FGR geltend machen kann - wenn also, dann gleiches (Un)Recht für alle.

Wer verstehen will, warum manche überall ihren Senf dazu geben müssen, muss lernen wie eine Bratwurst zu denken … !

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]
Bronnbach Bhf schrieb:Zitat:
Gegen ein "Erstzugriffsrecht" auf neue Trassen für Wettbewerber im FV ist erst einmal nichts einzuwenden. Das bereits existierende Takt- und Sprintertrassen Bestandsschutz genießen, sollte selbstverständlich sein. Nur wenn man schon ein solches "Erstzugriffsrecht" auf neue Trassen installiert, dann zwingend verbunden mit der Verpflichtung, dass der Fernzugbetreiber den Nachweis erbringt, dass dieser bereits zum Zeitpunkt der Trassenanmeldung das passende Rollmaterial auch schon besitzt. Kann der Nachweis nicht erbracht werden, gibt es keine Trassen. Wie war das noch mit Flixtrain und der VDE8? Erst Trassen über die SFS zwischen Nürnberg und Erfurt - Leipzig bestellen und großspurig die dortigen neuen Zugleistungen zwischen München und Berlin ankündigen, um dann festzustellen, dass man garkein Rollmaterial hat, was die Zugangsvoraussetzungen für 300km/h SFS erfüllt (Stichwort Druckertüchtigung). Solchem Dilentantismus müssen regularische Leitplanken gesetzt werden, wenn man ein "Erstzugriffsrecht" installiert.


Doch, auch dagegen ist etwas einzuwenden. Wie soll der Deutschlandtakt umgesetzt werden wenn Flix sich die dafür notwendigen zusätzlichen Trassen schnappt und die dann ein- bis zweimal am Tag fährt?
Die Grünen wollen vor allen Dingen eins: Die DB systematisch schwächen

Folglich werden die Umsätze und Gewinne des DB-Konzerns noch weiter sinken. U. a. die lt. grünem Parteiprogramm begrüßte Ausschreibungspolitik der Länder hat jetzt schon dazu geführt, dass die DB in finanziellen Schwierigkeiten ist.

Wer darf letztendlich dafür bezahlen?

Unpopuläre aber effektive Maßnahmen wie Tempolimit auf Autobahnen und Autobahngeführ sind natürlich bei den Grünen kein Thema. Sie befassen sich lieber mit Homoehe und Legalisierung von Puffs, wie die Regierungszeiten gezeigt haben.

[www.zeit.de]

<<Sie wollten die Huren befreien – doch ihr rot-grünes Prostitutionsgesetz gilt als Misserfolg.>>



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.19 07:41.
VT605 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen, das ist es bestimmt was die Mehrheit der Reisenden will. Da laufen wirklich nur noch Ahnungslose in der Politik rum.
Wo ist denn der Unterschied, ob Flix mit alten 160km/h-Wagen fährt (die in ein paar Jahren weg sind) oder ob die DB FV absichtlich neue 160km/h-Wagen für ABS kauft?
Antwort: das, was DB FV macht, ist schlimmer.

Mal abgesehen, dass jeder weiß, dass man ICE-Fahrzeiten auch mit Gammelzügen einhalten kann. Das tut die DB ja auch ständig.
VT605 schrieb:
gastronomie1916 schrieb:
VT605 schrieb:
Zitat:
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen,
Auf den SFS-Strecken wird sogar mit 200 km/h Wagen gefahren... Stell dir das mal vor!
Und da sie mit den paar Kisten nicht weit kommen hat die DB ihnen am besten noch kostenlos einige Wagen, oder besser gleich ICE, zur Verfügung zu stellen. Das ganze nennt sich dann "Wettbewerb oder freie Marktwirtschaft", lachhaft.
Die private DB AG hat ihre ICE1 ja auch nicht selber bestellt. Die kamen einfach so mit.
Besser wäre es gewesen, damals den GB Traktion auszugliedern. Dann hätte die private DB FV die Wagen vom Staat mieten können, oder eben wer anders.
MrEnglish schrieb:
So ist es. Wir diskutieren über einen Deutschlandtakt und die Grünen kommen daher und wollen den Rosinenpickern Priorität einräumen. Da fällt mir echt nur ein Begriff dazu ein: @#$%&.
Wir diskutieren nicht nur einen Deutschlandtakt, sondern auch einen Deutschlandtarif. Der Verkauf von allen Tickets auch über den Monopolisten kann da ein erster Schritt sein.
Dass der Monopolist neue Markteinsteiger so gängeln kann wie im Schienenverkehr, gibt es kein zweites mal.
Denk mal daran, was die Telekom damals machen musste. Die musste Call-By-Call sogar über der Telekomrechnung abrechnen.

Nur die verblendetsten DB-Fans erkennen das nicht.
Bronnbach Bhf schrieb:
Strizie schrieb:
VT605 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen, das ist es bestimmt was die Mehrheit der Reisenden will. Da laufen wirklich nur noch Ahnungslose in der Politik rum.
Das ist immerhin wirtschaftlicher als mit 250 km/h-Zügen auf über 90%-Streckenanteil nicht mehr als 160-200 km/h zu fahren.
Dann zeig mir mal bitte diesen 90%-igen Streckenanteil bei den folgenden "großen" ICE Taklinien, wo der Anteil von nur 160-200 km/h schnellen Strecken 90% ausmacht:

Merkst Du was? Das sind fast alle großen ICE Taktlinien. Also bitte. Ich erwarte deine Auswertung zum Faktencheck zu deiner Aussage.
Es geht beim Flix doch auch nur im einzelne Züge und nicht große Taktlinien. Merkst du was?
Fakt ist, bei beiden fahren einzelne Züge, die nicht 100% zur Strecke passen. Bei Flixtrain aus der Not mit alten Wagen, bei der DB weil Geiz geil ist.
TGV4402 schrieb:
Die Grünen wollen vor allen Dingen eins: Die DB systematisch schwächen
Es ist doch Aufgabe des Staates bei einem privatwirtschaftlichen Monopol den Monopolisten zu schwächen und die Konkurrenz zu stärken.
Da wird niemand widersprechen. Das ist sogar Gesetz!

Bei der DB ist es etwas undurchsichtig, weil die staatliche Schieneninfrastruktur mit im privaten, betrieblichen Monopol mit drinhängt, aber das kann man ja ändern.
Die ICE-Linie 10 fährt nur zwischen Wolfsburg und Berlin-Spandau mit 250 km/h und das nicht mal durchgängig.

Von Düsseldorf/Köln bis Wolfsburg fährt man nicht schneller als 200 km/h.

Der effektive Fahrzeitgewinn gegenüber herkömmlichen 200 km/h-Zügen beträgt hier sagenhafte 5-10 Minuten und dafür setzt man extra HGV-Züge ein welche kaum aus dem Quark kommen. Mit spurstarken 200 km/h-Zügen wäre man hier nahezu gleichschnell.


Bei den ICE-Linien 12, 20 und 22 ist es auch so. Von Stuttgart nach Mannheim schaffen es 200 km/h-Züge Nonstop in 42 Minuten der ICE ist nicht wesentlich schneller. Bei Basel-Mannheim spielt es gar keine Rolle ob heute oder später, wenn die Rheintalbahn mal fertig sein sollte. Von Fulda bis Hildesheim ist der Fahrzeitgewinn auch marginal.

Die Linien 11, 18 und 28 haben halt das Glück über 300 km/h-NBS zu fahren jedoch geht es nicht schneller als mit 250 km/h abgesehen vom ICE 1.


Es kommt nicht nur auf den Anteil der 250 km/h-Abschnitte an sondern auch darauf wie effektiv der daraus resultierende Fahrzeitgewinn ist. Selbst die ICE-Linie 25 schneidet da äußerst schlecht ab.

Das Flixtrain da mit 160-200 km/h-Zügen sehr gut mithalten kann zeigt eigentlich nur, dass bei DB Fernverkehr gewaltig etwas schief läuft. Man hat nur die Umstellung der klassischen IC-Linien auf ICE im Kopf und das HGV-Züge in Anschaffung und Wartung teurer sind als klassische 200 km/h-Züge braucht man kaum zu erwähnen. Ein Unternehmen welches Gewinne erwirtschaften muss setzt keine 250 km/h schnellen Züge ein auf Routen wo der effektive Fahrzeitvorteil über die Gesamtroute bei 10-30 Minuten liegt.
agw schrieb:
Wir diskutieren nicht nur einen Deutschlandtakt, sondern auch einen Deutschlandtarif. Der Verkauf von allen Tickets auch über den Monopolisten kann da ein erster Schritt sein.
Dass der Monopolist neue Markteinsteiger so gängeln kann wie im Schienenverkehr, gibt es kein zweites mal.
Denk mal daran, was die Telekom damals machen musste. Die musste Call-By-Call sogar über der Telekomrechnung abrechnen.

Nur die verblendetsten DB-Fans erkennen das nicht.

Nur ein verblendeter DB-Hasser erkennt nicht das es Flixtrain nicht um einen Deutschlandtarif geht, der würde ihr ganzes Geschäftsmodell torpedieren. Wer außer ein paar Fuzzys und DB-Hassern würde mit Flixtrain fahren wenn ewr für den gleichen Preis mit dem IC/ICE fahren kann? Es geht bei dieser Diskussion von Flixtrain nie um einen einheitlichen Tarif, die suchen nur jemanden der ihre Tickets für wenig oder gar kein Geld verkauft, um eigene Vertriebskosten zu sparen.
agw schrieb:
Fakt ist, bei beiden fahren einzelne Züge, die nicht 100% zur Strecke passen. Bei Flixtrain aus der Not mit alten Wagen, bei der DB weil Geiz geil ist.

Niemand, außer der eigene Geiz, hindert Flixtrain dran sich Neufahrzeuge zu kaufen.
agw schrieb:
MrEnglish schrieb:
So ist es. Wir diskutieren über einen Deutschlandtakt und die Grünen kommen daher und wollen den Rosinenpickern Priorität einräumen. Da fällt mir echt nur ein Begriff dazu ein: @#$%&.
Wir diskutieren nicht nur einen Deutschlandtakt, sondern auch einen Deutschlandtarif. Der Verkauf von allen Tickets auch über den Monopolisten kann da ein erster Schritt sein.
Dass der Monopolist neue Markteinsteiger so gängeln kann wie im Schienenverkehr, gibt es kein zweites mal.
Denk mal daran, was die Telekom damals machen musste. Die musste Call-By-Call sogar über der Telekomrechnung abrechnen.

Nur die verblendetsten DB-Fans erkennen das nicht.
Kann man alles machen. Aber ob das dann genauso (gut) laufen wird wie bei der Telekommunikation?

Wenn man den Wettbewerb stärken will dann läuft es im Fernverkehr auf der Schiene irgendwann wie im Fernbus- oder Flugverkehr. Dort gibt es keinen Taktverkehr und die Verbindungen richten sich ausschließlich nach wirtschaftlichen Komponenten.

Ohne Regulierung wird das nichts mit dem Deutschlandtakt. Bei stärkerem Wettbewerb kann sich sogar das Zugangebot verringern. Da werden vermutlich generell keine Fahrzeuge für Verkehrsspitzen vorgehalten.

Man kann das alles so praktizieren. Aber ist wird dann vorkommen, dass an stark nachgefragten Tagen kurzfristig für bestimmte Strecken keine Fahrkarten erhältlich sind oder nur zu extrem überteuerten Preisen. Wird auch funktionieren, die Fahrgäste werden sich schon darauf einstellen können.
VT605 schrieb:
Nur ein verblendeter DB-Hasser erkennt nicht das es Flixtrain nicht um einen Deutschlandtarif geht, der würde ihr ganzes Geschäftsmodell torpedieren.

So ist es!

Und wenn da keine staatliche Regulierung (oh je, ein Kampfbegriff aus dem Sozialismus) stattfindet, führt das zu dem im Betreff genannten Phänomen.

Blöd nur, wenn man eine Fahrkarte für das Unternehmen X hat und nun bis zur nächsten gültigen Fahrmöglichkeit erstmal zwei Stunden warten muss. Das ist ja der Unterschied zum Nahverkehr, wo der Besteller so eine Anerkennung vorgibt.
Oder der Staat macht es wie in Tschechien und schreibt den Fernverkehr aus bzw. vergibt Konzessionen (und nicht einmal dort klappt es mit der durchgehenden Abfertigung...). Aber kann der Staat so etwas das bei eigenwirtschaftlichen Verkehren? Dann dürften wir ja nicht einmal mehr unsere DS-Leserfahrten mit dem Schienenbus machen, weil die auch eigenwirtschaftlich ist.

1:0 für das Auto. Das fährt immer und überall.

Alles nicht so einfach. Konkurrenz ist zwar per se nicht schlecht. Aber wenn dadurch einheitliche (Tarif-)Strukturen zerstört werden, ist es wieder doof.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wichtig2.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.19 10:40.
Und Aldi verkauft Lidl-Eigenmarken.
Politiker ticken alle nicht mehr sauber!
agw schrieb:
TGV4402 schrieb:
Die Grünen wollen vor allen Dingen eins: Die DB systematisch schwächen
Es ist doch Aufgabe des Staates bei einem privatwirtschaftlichen Monopol den Monopolisten zu schwächen und die Konkurrenz zu stärken.
Da wird niemand widersprechen. Das ist sogar Gesetz!
Die DB hat kein Monopol auf den Fernverkehr. Es gibt Fernbusse, Flugzeuge und Autos. Wenn wir die drei genannten Verkehrsträger verbieten, dann kann man darüber sprechen, dass die DB Tickets für Konkurrenten auf der Schiene verkauft.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.
agw schrieb:
Wir diskutieren nicht nur einen Deutschlandtakt, sondern auch einen Deutschlandtarif. Der Verkauf von allen Tickets auch über den Monopolisten kann da ein erster Schritt sein.
Dass der Monopolist neue Markteinsteiger so gängeln kann wie im Schienenverkehr, gibt es kein zweites mal.
Denk mal daran, was die Telekom damals machen musste. Die musste Call-By-Call sogar über der Telekomrechnung abrechnen.

Nur die verblendetsten DB-Fans erkennen das nicht.
Ich ignoriere jetzt mal, dass ich auf einen ganz anderen Aspekt im Artikel eingegangen bin und du das einfach ignoriert hast, was solls.

Dann also zu deinem Telekomvergleich: Ach ja, die lieben Äpfel und Birnen mal wieder. Bei Call-By-Call war es nicht anders möglich anderen Unternehmen einen Markteinstieg zu ermöglichen. Wenn der Kunde eine Vorwahl genutzt hat, dann hatte das entsprechende Unternehmen keine Informationen um dem Kunden eine Rechnung zu schreiben. Das ganze System hätte nicht funktioniert wenn man sich vorher hätte bei jedem Anbieter registrieren müssen, nur für den Fall, dass man ihn mal nutzen möchte. Mal abgesehen davon, dass das eh mal wieder so ein Auswuchs der Marktwirtschaft ist, worin bestand denn da überhaupt das Einsparungspotential, abseits davon, dass ein in die Privatwirtschaft entlassener Monopolist das gemacht hat was man von ihm erwarten sollte, seinen Gewinn maximiert?
Beim Fahrkartenverkauf sieht es aber ganz anders aus. Eine Fahrkarte wird aktiv gekauft und dabei kann der Kunde die Vertriebskanäle des gewünschten Anbieters nutzen. Nicht mal eine Registrierung ist dazu unbedingt nötig, ein Fahrkartenkauf ist prinzipiell auch nichts anderes wie jede andere Onlinebestellung, das geht auch mit Gastaccount.
Etwas anderes ist das bei Check-in-Check-Out-Systemen, da wäre das eine Zugangsschwelle die die spontane Nutzung eines anderen Anbieters verhindert. Aber Touch and Travel wurde eingestellt, und damit ist das Argument hinfällig.

Wenn du schon Parallelen zum Telekommunikationsmarkt ziehen willst, dann nimm die Richtigen. Die Telekom muss anderen Anbietern ihr Netz zu regulierten Preisen zur Verfügung stellen, worüber die dann Leistungen für ihre Kunden erbringen die sie mit denen direkt abrechnen. Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Du kannst ja mal versuchen auf der Telekomhomepage oder im Telekomshop einen Vertrag mit 1&1 oder Vodafone abzuschließen, viel Erfolg.

Im Übrigen ist die Telekom auch der einzige Player im Festnetzmarkt der so gegängelt wird. Die Bundespost bestand damals auch noch aus anderen Teilen, in diesem Fall relevant ist das Kabelfernsehnetz. Nur die Telekom hat eine Grundversorgungsverpflichtung und muss ihre Netze der Konkurrenz zur Verfügung stellen, Vodafone, Unitymedia und Co. müssen das nicht. Das wäre in etwa so, als hätten private Konkurrenten der DB in hoch belasteten Abschnitten einen Teil des Eisenbahnnetzes vom Staat bekommen, aber nur die DB muss den freien Netzzugang gewähren.

Im Fernbusmarkt gibt es mittlerweile einen vergleichbaren Monopolisten wie ihn die DB im SPFV darstellt. Wie werden denn in diesem Markt die Konkurrenten weniger stark gegängelt wie im SPFV? Der Unterschied ist halt nur, dass die Gewinne des grünen Monopolisten in den Taschen von Schwämmlein und Co. verschwinden, die des weißen Monopolisten landen beim Steuerzahler oder werden wieder ins System investiert.

Wie stellst du dir denn diesen Deutschlandtarif auf Basis eigenwirtschaftlicher und eigenverantwortlicher Verkehre, wie sie aktuell im SPNV existieren, vor? Es gibt einen zentralen Tarif und jedes Unternehmen kann sich aussuchen wann und wo es fährt? Ich kann dir genau sagen wozu das führt. Es kloppen sich alle um die HVZ Trassen auf den lukrativen Achsen und sowohl die Flächenerschließung als auch die Randzeiten fallen hinten runter. Mehdorn wurde (zu Recht) verteufelt als er den Fernverkehr der DB auf wenige Hauptachsen konzentrieren wollte, aber wenn das über die Marktöffnung passiert, dann ist das der große Fortschritt?

Wenn man das Monopol der DB unbedingt aufbrechen will, dann muss man sich vom eigenwirtschaftlichen Fernverkehr verabschieden und ausschreiben. Nur sieht man ja im SPNV, dass das auch nicht unproblematisch ist. Um die Probleme der Marktöffnung und der Zersplitterung des Betriebs abzufangen werden immer mehr Vorgaben gemacht und Leistungen vom Aufgabenträger oder anderen Externen übernommen. Tariflöhne sind vorgeschrieben, Fahrzeugparks werden teilweise vom Aufgabenträger gestellt um das Beschaffungsrisiko zu übernehmen, die Wartung erfolgt zunehmend durch die Hersteller und neuerdings denkt der erste Aufgabenträger schon über einen TF Pool als Reserve nach. Wenn die so weiter machen können sie sich das ausschreiben gleich sparen und einfach direkt eine Landeseisenbahn gründen.
agw schrieb:
Es ist doch Aufgabe des Staates bei einem privatwirtschaftlichen Monopol den Monopolisten zu schwächen und die Konkurrenz zu stärken.
Da wird niemand widersprechen. Das ist sogar Gesetz!

Bei der DB ist es etwas undurchsichtig, weil die staatliche Schieneninfrastruktur mit im privaten, betrieblichen Monopol mit drinhängt, aber das kann man ja ändern.
Die DB hat kein privates Monopol, lediglich ein privatrechtliches. Du solltest eigentlich wissen wer der 100 %ige Eigner des gesammten DB Konzerns ist, und damit auch von DB Fernverkehr.
Da sind die Grünen mal wieder voll 90er. Der Vorschlag löst kein einziges Problem im Fernverkehr, eher im Gegenteil. Langsam sollte sich auch mal bei den Grünen rumgesprochen haben, dass genau dieser Irrsinn mit dem Wettbewerb und der eigenwirtschaftliche Fernverkehr für die ganzen momentanen Probleme bei der Bahn verantwortlich ist. Aber manche lernen es halt nie.

Das stelle ich mir gut vor!
Du gehst in einen Aldi und kannst dort, neben nur noch 5 Prozent Aldi Artikeln auch alle anderen Marken kaufen, die der Kunde sich so wünscht. Damit bekommt die Bezeichnung Supermarkt eine völlig neue Bedeutung

Das wäre es doch:
Jede Partei muß auch das Wahlprogramm der Konkurrenz anpreisen, wegen des Chancengleichheit.
agw schrieb:
Es ist doch Aufgabe des Staates bei einem privatwirtschaftlichen Monopol den Monopolisten zu schwächen und die Konkurrenz zu stärken.
Da wird niemand widersprechen. Das ist sogar Gesetz!
Bei der DB ist es etwas undurchsichtig, weil die staatliche Schieneninfrastruktur mit im privaten, betrieblichen Monopol mit drinhängt, aber das kann man ja ändern.
Letztlich löst genau diese "Einheit" von Netz und Betrieb bri der DB das ganze Problem aus. Würde dem DB-Konzern nicht zeitgleich das Schienennetz gehören, würde NIEMAND sofort auf die Idee kommen, dass die DB Fahrkarten der Konkurrenz verkaufen müsste. Auf der Straße funktioniert das ja auch, weil die Straßen als solche komplett in öffentlicher/staatlicher Hand sind.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass EVU, die im SPV keine Taktverkehre fahren (wollen) bei der Trassenvergabe hinter Taktverkehren anstehen müssen.
Es sei denn, die bestellen Premiumtrassen!

Dass ausgerechnet die Grünen die Interessen US-amerikanischer Kapitalinvestoren (denn die stehen ja hinter FLIX) sich zu deren Handlangern machen wollen, erachte ich für Verwerflich!

Und zum Thema: "Bund sollte SPFV ausschreiben", sage ich: Aber OHNE Staatliche Zuschüsse und vor allem nicht nur Hauptlinien!
Sprich: Wer Hochlukrative Magistralen bedienen will, muss dann auch die Mittelzentren mit ansprechendem SPFV versorgen und zwar im Takt (wobei da ggfs. auch 2- oder 4h-Takt denkbar wäre).

Diese Rosinenpickerei von FLIX und das ständige Gejammer um "Benachteiligung" ist schon echt Grenzwertig!
Was die Wagensituation betrifft: Es gibt Europaweit einige Anbieter von Reisezugwagen (Cegielski, ASTRA, CAF, Siemens, Bombardier, TALGO, etc.), man muss nur ausschreiben und kaufen.

Denkt von diesen "Herrschaften" eigentlich auch mal einer dran, was der "gemeine" Bahnkunde will?
Einfach und problemlos Tickets zu vernünftigen Preisen buchen und möglichst flexibel fahren.
Was nutzt es bei Unregelmäßigkeiten, wenn man bei Anbieter A ein Ticket für Anbieter B kaufen kann, aber Anbieter B nur 3-4x am Tag fährt?

Ein Lösungsansatz wäre m.E. ein ZENTRALER Verkäufer für ALLE EVU, gegenseitige (Flexibilität für den Kunden) Anerkennung ALLER Fahrscheine ALLER Anbieter!
Aber wetten, dass FLIX dies nur bei maximaler Einnahmeaufteilungsanteile akzeptieren würde?
Auch müsste ein Verkehrsunternehmensübergreifendes Einnahmeaufteilungssystem aus EINER Hand für die Erfassung der tatsächlichen Nutzung der Tickets sorgen,das heißt: GESAMTER Fahrtverlauf vom
Abgangs- bis zum Zielbahnhof mit Erfassung aller genutzten Abschnitte und EVU muss mit Tarifangebot, Ermäßigungsgrund, Personenzahl in ALLEN Zügen ALLER EVU!
So ähnlich wird es ja schon bei DB.RES gemacht und in BaWü machen da auch die "privaten" mit.
Nur so lassen sich dann die Fahrgeldeinnahmen weitgehend fair zwischen den Verkehrsunternehmen und ggfs. auch den Verbünden aufteilen.

Aber Rosinenpickerei schadet den Kundenbedürfnissen und damit auch dem Gesamtsytem Bahn!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.19 11:43.
Ich habe den Eindruck, dass die Grünen im genannten Bereich zu sehr einer fundamentalistisch-fanatischen und zwanghaften Ideologie anhängen und somit den Blick über den Tellerrrand nicht haben.

Fairness sieht anders aus!
>Blöd nur, wenn man eine Fahrkarte für das Unternehmen X hat und nun bis zur nächsten gültigen Fahrmöglichkeit erstmal zwei Stunden warten muss.

Warum 2 Stunden warten? Wenn der Zug , für den ich dir Fahrkarte habe da ist, steige ich doch ein, und warte nicht auf den nächsten. (einzelne worst case Fälle mal ausgenommen)

Viele Grüße
Gotthard-Basistunnel schrieb:
Letztlich löst genau diese "Einheit" von Netz und Betrieb bri der DB das ganze Problem aus. Würde dem DB-Konzern nicht zeitgleich das Schienennetz gehören, würde NIEMAND sofort auf die Idee kommen, dass die DB Fahrkarten der Konkurrenz verkaufen müsste. Auf der Straße funktioniert das ja auch, weil die Straßen als solche komplett in öffentlicher/staatlicher Hand sind.
Und was genau hat der Vertrieb mit dem Netzbetrieb zu tun?

Re: Stunde 1 = DB-Zug, Stunde 2 = Flixzug, Stunde 3 = ...

geschrieben von: M 262

Datum: 10.08.19 12:22

Niederlausitzer schrieb:
>Blöd nur, wenn man eine Fahrkarte für das Unternehmen X hat und nun bis zur nächsten gültigen Fahrmöglichkeit erstmal zwei Stunden warten muss.

Warum 2 Stunden warten? Wenn der Zug , für den ich dir Fahrkarte habe da ist, steige ich doch ein, und warte nicht auf den nächsten. (einzelne worst case Fälle mal ausgenommen)

Viele Grüße
Und wenn er mal nicht da ist?
Ingo Oerther schrieb:
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass EVU, die im SPV keine Taktverkehre fahren (wollen) bei der Trassenvergabe hinter Taktverkehren anstehen müssen.
Es sei denn, die bestellen Premiumtrassen!

Meint man es mit dem Deutschlandtakt ernst, dann muss man auch die Möglichkeiten zum Vorrang kaufen einschränken, Takttrassen müssen dann zumindest bei der Planung oberste Priorität haben.

Ingo Oerther schrieb:
Dass ausgerechnet die Grünen die Interessen US-amerikanischer Kapitalinvestoren (denn die stehen ja hinter FLIX) sich zu deren Handlangern machen wollen, erachte ich für Verwerflich!

Kommt mir auch irgendwie komisch vor. Klingt fast so als wären sie von der FDP unterwandert worden. Ich glaube aber da geht es mehr darum gegen die DB zu sein und nicht unbedingt für Flix. Wobei natürlich gerade das bei den Grünen stark vertretene Studententum zur Kernzielgruppe von FlixBus gehört.

Ingo Oerther schrieb:
Und zum Thema: "Bund sollte SPFV ausschreiben", sage ich: Aber OHNE Staatliche Zuschüsse und vor allem nicht nur Hauptlinien!
Sprich: Wer Hochlukrative Magistralen bedienen will, muss dann auch die Mittelzentren mit ansprechendem SPFV versorgen und zwar im Takt (wobei da ggfs. auch 2- oder 4h-Takt denkbar wäre).

Nur, dass ich hier nicht falsch verstanden werde, ich will nicht, dass der Bund den SPFV ausschreibt. Ich habe nur gesagt, dass man das tun muss wenn man unbedingt das Monopol der DB aufbrechen will, andernfalls zerstört man das Angebot.

Ingo Oerther schrieb:
Diese Rosinenpickerei von FLIX und das ständige Gejammer um "Benachteiligung" ist schon echt Grenzwertig!
Was die Wagensituation betrifft: Es gibt Europaweit einige Anbieter von Reisezugwagen (Cegielski, ASTRA, CAF, Siemens, Bombardier, TALGO, etc.), man muss nur ausschreiben und kaufen.

Richtig, bloß findet sich, anders als bei den Bussen, kein Dummer der dieses Investitionsrisiko für Flix übernimmt. Es ist halt ein Unterschied ob ich mir ein paar Reisebusse auf den Hof stelle oder einen Wagenpark.

Ingo Oerther schrieb:
Denkt von diesen "Herrschaften" eigentlich auch mal einer dran, was der "gemeine" Bahnkunde will?
Einfach und problemlos Tickets zu vernünftigen Preisen buchen und möglichst flexibel fahren.
Was nutzt es bei Unregelmäßigkeiten, wenn man bei Anbieter A ein Ticket für Anbieter B kaufen kann, aber Anbieter B nur 3-4x am Tag fährt?

Kommt halt drauf an, was man als vernünftig definiert. Eine gute Auslastungssteuerung über die Ticketpreise ist durchaus im Sinne des Kunden. Sie ermöglicht mehr Angebot in den Randzeiten und reduziert gleichzeitig den Aufwand für die Flotte in Spitzenzeiten, bzw. verringert die Überlastungen in den Spitzenzeiten. Davon profitieren alle, Kunden die flexibel sein müssen und Kunden die auf günstige Preise wert legen. Der Mythos, dass die Sparpreise an den teuren Flexpreisen schuld sind hält sich aber hartnäckig.

Ingo Oerther schrieb:
Ein Lösungsansatz wäre m.E. ein ZENTRALER Verkäufer für ALLE EVU, gegenseitige (Flexibilität für den Kunden) Anerkennung ALLER Fahrscheine ALLER Anbieter!
Aber wetten, dass FLIX dies nur bei maximaler Einnahmeaufteilungsanteile akzeptieren würde?
Auch müsste ein Verkehrsunternehmensübergreifendes Einnahmeaufteilungssystem aus EINER Hand für die Erfassung der tatsächlichen Nutzung der Tickets sorgen,das heißt: GESAMTER Fahrtverlauf vom
Abgangs- bis zum Zielbahnhof mit Erfassung aller genutzten Abschnitte und EVU muss mit Tarifangebot, Ermäßigungsgrund, Personenzahl in ALLEN Zügen ALLER EVU!
So ähnlich wird es ja schon bei DB.RES gemacht und in BaWü machen da auch die "privaten" mit.
Nur so lassen sich dann die Fahrgeldeinnahmen weitgehend fair zwischen den Verkehrsunternehmen und ggfs. auch den Verbünden aufteilen.

Und wie machst du das dann bei flexiblen Tickets? Wenn man die tatsächlichen Reiseketten erfasst, dann schreien ganz schnell wieder die Datenschützer. Das aktuelle System mit dem Nahverkehr ist schon verdammt komplex und trotzdem beschweren sich die Aufgabenträger schon, dass bei ihnen zu wenig von den Fernverkehrstickets ankommt.

Ingo Oerther schrieb:
Aber Rosinenpickerei schadet den Kundenbedürfnissen und damit auch dem Gesamtsytem Bahn!

So ist es, aber besonders einer in diesem Forum ist ja nicht von der Meinung abzubekommen, dass jedes zusätzliche Angebot gut ist, egal welches. Dass dieses zusätzliche Angebot aber vielleicht den Wegfall anderer Angebote bedeuten kann wird einfach ignoriert.
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.
Es gibt Vorschläge, die sind so doof, dass sie sich selbst erübrogen. Oder schon mal bei Lidl eine Aldi-Talk-Karte gekauft?

Warum pläddieren die Grünen plötzlich für Open-Access-Wettbewerb? Also jeder Private darf sene Züge fahren wie er lustig ist? Von der FDP hätte mich der Vorschlag nicht gewundert. Aber eines ist klar: Dann gibts keinen Deutschland-Takt.
chris26 schrieb:
Wie wäre es, wenn Flixbus als Quasi Monopolist im Fernbus-Bereich, Tickets der Konkurrenz verkaufen würde?
Das würde dem eingeschlafenen Wettbewerb bei Fernbussen sich gut tun.
Ich denke, Flix würde das sicherlich machen, wenn man ihm zunächst alle bereits vorhandenen Busse schenkt und dazu das Straßennetz mit dem Recht, von allen Nutzern Gebühren einzuheben.

Auf dieser Basis könnte dann ein echter marktwirtschaftlicher Wettbewerb beginnen, überwacht von einem Straßen-Bundesamt, das mit ehemaligen Flix-Mitarbeitern besetzt ist.
VT605 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Ist die Lufthansa eigentlich auch gezwungen Tickets für Ryanair zu verkaufen und ihre Slots an den Flughäfen Ryanair zur Verfügung zu stellen?
Hallo.

Den Vertrieb von Flugzeug und Zug kann man nicht miteinander vergleichen. Flughäfen sind von den Fluggesellschaften unabhängige Unternehmen und stellen jeder Fluggesellschaft Schalter für den Vertrieb zur Verfügung. In Bahnhöfen müßte man dafür die Gastronomie oder Shops verkleinern, damit jedes vor Ort tättige EVU einen eigenen Schalter hat. Außerdem würde so etwas wohl am Veto der DB Fernverkehr scheitern.
>Und wenn er mal nicht da ist?

Wie oft passiert das? ist genau so ein worst case, an dem manche alles festmachen, sry

Viele Grüße
Wichtiger wäre es, daß die allmählich zur Ausmusterung anstehenden IC 1 samt Baureihen 101 und 120 sowie ICE1/2 nicht verbendert werden dürfen, sondern interessierten Nachnutzern verkauft werden müssen .
215 122-3 schrieb:
VT605 schrieb:
Ist die Lufthansa eigentlich auch gezwungen Tickets für Ryanair zu verkaufen und ihre Slots an den Flughäfen Ryanair zur Verfügung zu stellen?
Hallo.

Den Vertrieb von Flugzeug und Zug kann man nicht miteinander vergleichen. Flughäfen sind von den Fluggesellschaften unabhängige Unternehmen und stellen jeder Fluggesellschaft Schalter für den Vertrieb zur Verfügung. In Bahnhöfen müßte man dafür die Gastronomie oder Shops verkleinern, damit jedes vor Ort tättige EVU einen eigenen Schalter hat. Außerdem würde so etwas wohl am Veto der DB Fernverkehr scheitern.

Wieso sollte der Fv ein Veto einlegen wenn Flixtrain seine Tickets an einem Schalter im Bhf verkauft? Gabs das nicht sogar zu HKX-Zeiten das die ihre Tickets in Düsseldorf im Hbf an einem Schalter verkauft haben? Die Frage wird eher sein ob Flixtrain bereit ist für einen Schalter in einem Bhf Mietzahlungen an Station und Service zu leisten oder ob sie wie immer alles kostenlos haben wollen.
Offenbar braucht man ja gar nicht die Infrastruktur im gleichen Konzern um ein Monopol aufzubauen, Flix hat das auch so geschafft.

Und wenn du schon so tolle Vergleiche mit dem Schienenverkehr ziehst, dann bitte richtig: Man schenkt Flix das Straßennetz und erlaubt ihnen Gebühren von allen Nutzern zu erheben, erlegt ihnen aber gleichzeitig die Pflicht auf das Netz auf eigene Kosten hintanzuhalten und gewährt lediglich Zuschüsse. Die erhobenen Gebühren dürfen dabei lediglich die entstandenen Kosten decken und nicht mit einem Gewinnaufschlag versehen werden (sie Westbahn vs. ÖBB Infra). Ach ja, und der Aufsichtsrat wird natürlich mit Politikern besetzt die ständig widersprüchliche Vorgaben machen und auch noch Parteifreunde in dem Unternehmen unterbringen (wobei, seinen Pofalla hat Flix ja auch schon).
Niederlausitzer schrieb:
>Und wenn er mal nicht da ist?

Wie oft passiert das? ist genau so ein worst case, an dem manche alles festmachen, sry
Wann bist du denn das letzte Mal Zug gefahren, und vor allem wo?
Christian Snizek schrieb:
Dann bitte aber auch den umgekehrten Weg nehmen, so dass z. B. Flix auch Tickets für DB und Welchesevuauchimmer inkl. deren Anerkennung vermarktet. Dem Kunden kann (muss es aber nicht zwingend) es schliesslich egal sein, von wem er seine Fahrkarte bekommt, bzw. wo er im Bedarfsfall seine FGR geltend machen kann - wenn also, dann gleiches (Un)Recht für alle.
Gegenüber dem Nutzer erweckt das Flix-Verkaufssystem den Eindruck, es hätte keine Probleme damit, Tickets anderer Anbieter online zu vertreiben oder Reklamierungen/Rückerstattungen durchzureichen. Die Provisionen daraus könnten schnell die Einnahmen aus eigenen Ticketverkäufen übersteigen. Interessierte müßten halt einfach eine Datenbank im vorgegebenen Format pflegen.

Wer simultan Schnäppchen bei Bus, Bahn, Flug und BlaBlaCar sucht, wird schon heute beim Portal busliniensuche.de fündig, das meines Wissens als völlig eigenständige Suchmaschine funtioniert, also ohne irgendeine aktive Dateneingabe von Seiten der Anbieter.
215 122-3 schrieb:
Wichtiger wäre es, daß die allmählich zur Ausmusterung anstehenden IC 1 samt Baureihen 101 und 120 sowie ICE1/2 nicht verbendert werden dürfen, sondern interessierten Nachnutzern verkauft werden müssen .

Bei der 120er und dem ICE1 kann ich die Forderung noch verstehen, die 101 und der ICE2 sind aber von DB Fv nach der Privatisierung beschafft worden, was damait geschieht ist einzig Angelegenheit von DB Fv. Ich kann auch nicht verlangen das mir der Nachbar sein Auto für einen symbolischen Euro zur Verfügung zu stellen hat bevor er es verkauft oder verschrottet.
215 122-3 schrieb:
Den Vertrieb von Flugzeug und Zug kann man nicht miteinander vergleichen. Flughäfen sind von den Fluggesellschaften unabhängige Unternehmen und stellen jeder Fluggesellschaft Schalter für den Vertrieb zur Verfügung. In Bahnhöfen müßte man dafür die Gastronomie oder Shops verkleinern, damit jedes vor Ort tättige EVU einen eigenen Schalter hat. Außerdem würde so etwas wohl am Veto der DB Fernverkehr scheitern.

Naja, so ganz unabhängig sind die nicht immer. Wenn man sich mal die Aktionärsstruktur von Fraport anschaut, dann findet man da an dritter Stelle, mit immerhin noch etwas über 8 %, eine gewisse Deutsche Lufthansa AG. Außerdem halten andere Aktionäre der Fraport auch Anteile an Fluggesellschaften, z.B. BlackRock, die ebenfalls Anteile an der Lufthansa halten.

Teilweise müssen die privaten im Nahverkehr schon Kundenzentren betreiben. Abellio hat z.B. eins in Erfurt direkt neben dem Reisezentrum der DB.
Ingo Oerther schrieb:
Denkt von diesen "Herrschaften" eigentlich auch mal einer dran, was der "gemeine" Bahnkunde will?
- Einfach und problemlos Tickets zu vernünftigen Preisen buchen
- und möglichst flexibel fahren.
Das erste kriegt Flix eindeutig besser hin als die DB.

Daß der Kunde das zweite will, glaube ich nicht. Denn die überwältigende Mehrheit aller Bahnnutzer nutzt die DB und dort wurde es abgeschafft. Laut Wirtschaftslehrbuch wäre das nicht möglich, wenn die Kunden das Gegenteil wollen bzw. es gäbe neue Anbieter, die es wieder anbieten.
Aber nicht auf Sprintertrassen sondern zu anderen Zeiten.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Genau die richtige Frage

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 10.08.19 13:16

Dann soll Flix auch DB-Tarife verkaufen, und zwar nicht nur Hamburg - Köln, sondern auch Süderbrarup - Euskirchen.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
"Wir diskutieren nicht nur einen Deutschlandtakt, sondern auch einen Deutschlandtarif."

Bis zu Deinem Beitrag hat keiner was zum Deutschlandtarif geschrieben und auch im Artikel des Handesblattes steht dazu nichts. Für mich persönlich steht ein Deutschlandtarif noch gar nicht auf der Tagesordnung. Wenn die Grünen wollen, daß man Tickets von DB-Konkurrenten über den Vertrieb/Automaten der DB buchen können soll, dann verstehe ich es so, daß es um individuelle Tarife der Konkurrenz geht und nicht um einen einheitlichen Deutschlandtarif.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Hast Du schon mal vom Phänomen des (Sicht-)Anschlussverlustes oder vom Zugausfall gehört? Wir bekakeln hier nicht eine Theorie in Schönschrift auf feinem Büttenpapier, sondern die Realität unter freiem Himmel. Es geht nicht nur um fern>fern, sondern auch um regio>fern, da ist ein ICE einfach mal weg! Was Du mit 'worst case' meinst, das sind Zustände, wie man sie in Köln oder Mannheim v.a. an Fr/So nahezu stündlich beobachten kann. Da kommste mit 'einzelnen' Fällen keine 150 Meter weit.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Theorie

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 10.08.19 13:45

Hallo,

wie ja schon geschrieben: diese ganzen Ideen sind nicht praxistauglich.

"Und wenn er mal nicht da ist?"
-> "Wie oft passiert das? ist genau so ein worst case, an dem manche alles festmachen, sry"


Im schlimmsten Falle: jede Stunde. Mal ein konkretes Beispiel auf Basis des ICE-IC-Systems. Schon bei zwei Anbietern, die abwechselnd fahren, würde das bedeuten:
Wenn sich in Köln zur Systemkorrespondenz DB-ICE (über die Rennbahn nach Süden) und DB-IC (durchs Rheintal) treffen,
dann würde der DB-ICE am Frankfurter Flughafen automatisch auf den X-Bahn-Schnellzug (der in Köln einen Takt vorher abgefahren ist) treffen.

Merkst du was?

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wichtig2.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.19 13:48.
kmueller schrieb:
Das erste kriegt Flix eindeutig besser hin als die DB.

Daß der Kunde das zweite will, glaube ich nicht. Denn die überwältigende Mehrheit aller Bahnnutzer nutzt die DB und dort wurde es abgeschafft. Laut Wirtschaftslehrbuch wäre das nicht möglich, wenn die Kunden das Gegenteil wollen bzw. es gäbe neue Anbieter, die es wieder anbieten.
Ich glaube du lebst in irgendeiner Traumwelt für DB Hasser. Erklär mir mal bitte was an der Flixwebsite einfacher sein soll als am DB Sparpreisfinder. Und die meisten anderen Kanäle die die DB noch zur Verfügung stellt bietet Flix gar nicht an.

Und wie um alles in der Welt kommst du darauf, dass flexible Fahrten bei der DB abgeschafft wurden? Wenn du natürlich für 19€ flexibel quer durch Deutschland fahren willst, dann geht das nicht, aber wer Flexibilität will, der bekommt sie bei der DB auch. Wie sieht es bei Flix mit flexiblen Tickets aus?

Re: Theorie

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 10.08.19 14:07

Der Zeuge Desiros schrieb:Zitat:
wie ja schon geschrieben: diese ganzen Ideen sind nicht praxistauglich.

"Und wenn er mal nicht da ist?"
-> "Wie oft passiert das? ist genau so ein worst case, an dem manche alles festmachen, sry"

Im schlimmsten Falle: jede Stunde. Mal ein konkretes Beispiel auf Basis des ICE-IC-Systems. Schon bei zwei Anbietern, die abwechselnd fahren, würde das bedeuten:
Wenn sich in Köln zur Systemkorrespondenz DB-ICE (über die Rennbahn nach Süden) und DB-IC (durchs Rheintal) treffen,
dann würde der DB-ICE am Frankfurter Flughafen automatisch auf den X-Bahn-Schnellzug (der in Köln einen Takt vorher abgefahren ist) treffen.

Vielen Dank für das gute Beispiel, dass es auch schon ohne Abweichungen nicht funktioniert. Vielleicht macht sich a einer der Wettbewerbsfetischisten mal die Mühe und stellt einen Deutschlandtakt mit 2-stundentakten auf die man dann verschoben an je zwei Anbieter gibt. Noch besser wird es mit 3, 4 oder noch mehr Anbietern.

Mehrere Anbieter funktioniert nur so wie im Nahverkehr, mit einer externen Zentralinstanz die das Angebot koordiniert. Will man die nicht braucht man einen starken Monopolisten der das übernimmt und nur wenig Konkurrenz hat die ihm dazwischen pfuscht. Das wiederum geht nur in Staatshand, sonst wird der Monopolist auch nur seinen Gewinn maximieren.

Re: Theorie

geschrieben von: Winterkind

Datum: 10.08.19 14:55

MrEnglish schrieb:
Vielen Dank für das gute Beispiel, dass es auch schon ohne Abweichungen nicht funktioniert. Vielleicht macht sich a einer der Wettbewerbsfetischisten mal die Mühe und stellt einen Deutschlandtakt mit 2-stundentakten auf die man dann verschoben an je zwei Anbieter gibt. Noch besser wird es mit 3, 4 oder noch mehr Anbietern.

Mehrere Anbieter funktioniert nur so wie im Nahverkehr, mit einer externen Zentralinstanz die das Angebot koordiniert.
Na das funktioniert schon, nur für die Fahrgäste isses halt @#$%&.

Wie ist das denn in Österreich mit den verschiedenen Anbietern auf der Westbahn? Oder in Tschechien oder Italien? Schreib mal jemand mit Erfahrung, bitte.

Das mit der externen Zentralinstanz haben wir ja in Großbritannien soweit ich weiß. Aber die billigsten Sonderangebote sind dann doch anbieterintern und der übergreifende Tarif teuer? Interessiert mich wirklich.
Kann ich Dir gern sagen, Daten habe ich jetzt aber nich genau rausgesucht.

Seit Anfang Juni:

4 mal Berlin - Frankfurt
2 mal Berlin- Erfurt
2 mal Berlin - Dresden
3 mal Berlin - Hamburg

reiner NV und NV-Vor- und Rückläufe nicht mit gezählt

Re: Theorie

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 10.08.19 16:05

>Merkst du was?


Hallo,

sicher magst du Da recht haben.

Aber das ist nicht ganz die Baustelle deines Beitrages, auf den ich geantwortet habe.

Viele Grüße

Re: Theorie

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 10.08.19 16:06

In Österreich, Tschechien und Italien gibt es weiterhin eine quasi monopolistische Staatsbahn die das Taktangebot und die Anschlüsse herstellt (am ausgeprägtesten sicher bei den ÖBB), die Konkurrenten fahren ihr Angebot nebenher an Takt und Tarif vorbei. Das ist prinzipiell nicht anders als in Deutschland auch, nur haben da Unternehmen Geld in die Hand genommen und neue Züge beschafft. Und natürlich ist auch das Angebot weit größer als bei Flixtrain, aber weit weg von dem der Staatsbahnen.

Großbritannien ist das beste Beispiel dafür, was man sich für ein Chaos ins Tarifsystem holen kann. Da kann man selbst im Großraum London, der eigentlich Verbundgebiet ist, für die gleiche Strecke unterschiedliche Tickets bei unterschiedlichen Anbietern buchen die man dann auch nur in deren Zügen nutzen kann.

Re: Theorie

geschrieben von: Winterkind

Datum: 10.08.19 16:27

Danke sehr!

Aber die Westbahn fährt doch auch im Takt? Sind die Züge dann nur für die Fahrgäste, die weder vorn noch hinten einen Anschluss brauchen, interessant?
Bei den Grünen sieht man deutlich, was Sonne anrichten kann. Sie sollten künftig Schattenplätze, am besten im Kühlhaus, bevorzugen. Und vor allem Hände weg vom Alkohol!

Re: Genau die richtige Frage

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 10.08.19 16:50

Alibizugpaar schrieb:
Dann soll Flix auch DB-Tarife verkaufen, und zwar nicht nur Hamburg - Köln, sondern auch Süderbrarup - Euskirchen.
Castrop-Rauxel - Norderney oder Gammertingen - Wangerooge wird auch gern genommen. Am besten nach Norderney noch mit Kofferversand bei Hermes und Autoverlad auf das Schiff.
Endbahnhof schrieb:
Bei den Grünen sieht man deutlich, was Sonne anrichten kann. Sie sollten künftig Schattenplätze, am besten im Kühlhaus, bevorzugen. Und vor allem Hände weg vom Alkohol!
Ach was.

Ich bin von diesem Statement auch nicht gerade begeistert, und innerhalb der Partei wird es da sicher auch Widerspruch geben.

Weißt du eine Partei, wo niemand nie etwas Dummes sagt?

Würdest du eine Partei gut finden, die Leute wie dich aufnimmt? (Frei nach Groucho Marx)
Liest man den verlinkten Artikel, handelt es sich um eine Äußerung eines Abgeordneten gegenüber dem Spiegel. Also nicht mal ein Parteitagsbeschluss, wobei selbst diese mitunter kurios zu Stande kommen und bald revidiert werden.

Also ist es ehrlicher zu sagen, der Abgeordnete Krischer hat gesagt, als die Grünen wollen...

Also wenn es euch beruhigt, mindestens ein Grüner will das nicht. ;)
MrEnglish schrieb:
wenn du schon so tolle Vergleiche mit dem Schienenverkehr ziehst, dann bitte richtig: Man schenkt Flix das Straßennetz und erlaubt ihnen Gebühren von allen Nutzern zu erheben, erlegt ihnen aber gleichzeitig die Pflicht auf das Netz auf eigene Kosten hintanzuhalten und gewährt lediglich Zuschüsse. Die erhobenen Gebühren dürfen dabei lediglich die entstandenen Kosten decken und nicht mit einem Gewinnaufschlag versehen werden.
Selbstverständlich. Allerdings werden Neubauten mit 100% bezuschußt und bei Erhaltung wie Neubau kann das Flix-Planbüro für 25% der Investitionssumme für Planungen abrechnen.

Zitat:
Ach ja, und der Aufsichtsrat wird natürlich mit Politikern besetzt die ständig widersprüchliche Vorgaben machen und auch noch Parteifreunde in dem Unternehmen unterbringen.
Ohne Politiker geht es natürlich nicht. Vor allem müssen sie im privaten Konzern das Allgemeininteresse vertreten wie die Förderung der Elektromobilität. Teil davon könnte der Neubau eines bundesweiten Netzes elektrifizierter Frachtautobahnen sein. Binnen kürzester Zeit hätten wir (zumindest was die Kosten angeht) das beste Straßennetz der Welt und ich würde gut verdienen an meinen rechtzeitig gekauften Flix-Aktien.
MrEnglish schrieb:
Ich glaube du lebst in irgendeiner Traumwelt für DB Hasser. Erklär mir mal bitte was an der Flixwebsite einfacher sein soll als am DB Sparpreisfinder.
Daß ḿan den Sparpreisfinder erst suchen muß. Ich habe ihn bisher noch nie benutzt, da es für das schnelle Finden von Schnäppchen aller Moden ein eigenes Portal gibt (ein ehemaliges Busportal).

Damit, Umsteigezeiten durchzuprobieren oder irgendeinen Regionalzug dazwischenzuschalten, gebe ich mich gar nicht erst ab. Das ist mir zuviel Aufwand. Aber vielleicht gibts ja auch dafür irgendwann ein Portal, welches das - werbefinanziert - für mich erledigt?
MrEnglish schrieb:
wie um alles in der Welt kommst du darauf, dass flexible Fahrten bei der DB abgeschafft wurden?
Seit mir Salzburger Land bis Rheinland für ca. 190 EUR (2.Kl.) bzw. fast 300 EUR (1.Kl.) angeboten wurden. Soll das ernsthaft in relevantem Umfang verkauft werden?

Re: Theorie

geschrieben von: kmueller

Datum: 10.08.19 17:51

MrEnglish schrieb:
Mehrere Anbieter funktioniert nur so wie im Nahverkehr, mit einer externen Zentralinstanz die das Angebot koordiniert. Will man die nicht braucht man einen starken Monopolisten der das übernimmt und nur wenig Konkurrenz hat die ihm dazwischen pfuscht. Das wiederum geht nur in Staatshand
Genau.

Und 'in Staatshand' heißt auch, das diese Institution dann wie eine Behörde den demokratischen Kontrollmechanismen unterworfen sein muß: Öffentlichkeit (Presse), Parlament, Rechnungshof...

Re: Genau die richtige Frage

geschrieben von: kmueller

Datum: 10.08.19 17:55

Endbahnhof schrieb:
Alibizugpaar schrieb:
Dann soll Flix auch DB-Tarife verkaufen, und zwar nicht nur Hamburg - Köln, sondern auch Süderbrarup - Euskirchen.
Castrop-Rauxel - Norderney oder Gammertingen - Wangerooge wird auch gern genommen. Am besten nach Norderney noch mit Kofferversand bei Hermes und Autoverlad auf das Schiff.
Der Flix-Computer macht das im Handumdrehen, Abziehen der Provision eingeschlossen. Warum wohl will die DB nicht, daß man auf diese Weise ihren teuren Verkaufsapparat entlastet?
VT605 schrieb:
Nur ein verblendeter DB-Hasser erkennt nicht das es Flixtrain nicht um einen Deutschlandtarif geht, der würde ihr ganzes Geschäftsmodell torpedieren. Wer außer ein paar Fuzzys und DB-Hassern würde mit Flixtrain fahren wenn ewr für den gleichen Preis mit dem IC/ICE fahren kann? Es geht bei dieser Diskussion von Flixtrain nie um einen einheitlichen Tarif, die suchen nur jemanden der ihre Tickets für wenig oder gar kein Geld verkauft, um eigene Vertriebskosten zu sparen.
Nein würde ich nicht zwischen Köln und Hamburg und das hat auch nichts mit DB-Hasser zu tun. Da nehme ich entweder Sprinter oder Flixtrain aber bestimmt nicht diese Takt-IC bzw. demnächst ICE.
Mit dem FVkonzept startete die DB eine breit angelegte Subventionierung ihrer FVleistungen durch die Aufgabenträger. Anderen EVU wie Flixtrain jetzt noch Rosinenpickerei vorzuwerfen, ist absurd.

Der Zeuge Desiros
Aber wenn dadurch einheitliche (Tarif-)Strukturen zerstört werden, ist es wieder doof.
Min. auf den subventionierten Strecken gelten parallel zwei verschiedene Preissysteme.
Bahn.de zeigt mir zwischen Cottbus und Berlin nur den DB-Tarif an (ab 19,90 Euro). Den VBB-Tarif (14,50 Euro) verschweigt die DB.

international:
Graz-Frankfurt 16.8., 5:36 Uhr mit der ÖBB: ab 79,90 Euro
mit der DB: ab 99,90 Euro

Sind inländische Sitzplatzreservierungen bei ausländischen Bahnen nicht auch günstiger?
Lassen sich mittlerweile BC und GA/HT/VorteilsCard für Auslandsfahrten kombinieren?

Auf dem DB-Netz ist keine einheitliche Tarifstruktur vorhanden. Der Kunde muss sich seinen günstigen Tarif selbst suchen. Wir erinnern uns an Billigpreise auf Fernbusseiten.
215 122-3 schrieb:
Wichtiger wäre es, daß die allmählich zur Ausmusterung anstehenden IC 1 samt Baureihen 101 und 120 sowie ICE1/2 nicht verbendert werden dürfen, sondern interessierten Nachnutzern verkauft werden müssen .
Wer kauft bitte eine ausgenudelte 120er mit schwacher Leistung, wenn man einen Vectron oder Taurus sich leihen oder für den Restwert kaufen kann.

So ist es!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 10.08.19 20:37

Hallo Winterkind!

Winterkind schrieb:
Aber die Westbahn fährt doch auch im Takt? Sind die Züge dann nur für die Fahrgäste, die weder vorn noch hinten einen Anschluss brauchen, interessant?

Da facto: ja! Durchlösen auf andere Züge geht nicht (außer irgendwelche Sonder-Kooperationen wie der Meridian nach München). Aber tariflich sind diese Westbahnen eine große Inselbahn. So wie die Flixzüge bei uns.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wichtig2.jpg

Bitte löschen (o.w.T)

geschrieben von: PatrickBln

Datum: 10.08.19 22:03

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.19 22:08.
Hi Ingo,

zunächst wäre es interessant zu wissen, was Herr Krischer wörtlich dem Spiegel sagte. Insofern finde ich diese Meldung im Handelsblatt ziemlich wertlos.

Sollte die Forderung nach Verkauf von Fahrscheinen von Drittanbietern bzw. das „Erstzugriffsrecht“ allerdings stimmen, zeugt dies nicht gerade von Fachwissen. Warum sollte DB Vertrieb Flixbus-Fahrscheine verkaufen? Hab bisher im Telekom Shop auch noch keinen Mobilfunkvertrag von O2 abschließen können, sehr merkwürdig.

Letztlich sind es immer wieder unsere Geburtsfehler der Bahnreform, die bis heute nicht korrigiert wurden. Zwei Blicke über den Tellerrand:

Der liberale Blick
In England hat zwar jedes EVU einen Haustarif, jedoch sind die meisten Mitglied in der TOC. Somit erhältst du zumindest beim Normalpreis einen landesweit gültigen Fahrschein, mit dem du die meisten der 7.298.873*) britischen Bahnbetriebe nutzen kannst. Der Vertrieb ist ja landesweit ausgeschrieben und wird als Franchise vergeben. Wie toll so etwas ist, können wir ja bereits im hessischen Verkehrsverbund RMV erleben (und auch künftig bei meinem Lieblingsverkehrsverbund VRR). Für den Kunden der Albtraum.

Der sozialistische Blick
Auch in Spanien wurde die Eisenbahn Mitte der 2000er-Jahre gemäß der EU-Vorgaben reformiert. Anders als bei uns, verblieb Infrastruktur und Vertrieb beim Staat bei der neugegründeten Adif. Übrigens gehören in Spanien auch alle See- und Flughäfen dem Staat (Puertos del Estado bzw. Aena) und unterstehen dem Verkehrsministerium (Ministerio de Fomento). Zurück zur Eisenbahn: In Spanien hast du die kuriose Situation, dass bei allen Fahrkartenschaltern Mitarbeiter der staatlichen Adif sitzen, obwohl es im Personenverkehr nur ein Verkehrsunternehmen, die Renfe Operadora gibt.

Als alter Sozi finde ich die spanische Herangehensweise deutlich symphatischer.


Viele Grüße aus Berlin

Patrick


*) geschätzte Anzahl britischer EVUs.

https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg
Dann würde ich dich gerne fragen, mit was für Zügen soll da gefahren werden?

So ein ICE hat gegenüber einem IC W2 Vorteile:
1. Die Züge haben eine bessere Beschleunigung
2. Die Züge können die Höchstgeschwindigkeit auf alle Abschnitten des Laufweges eher erreichen als die ICs.

Offensichtlich rechnet sich solch ein Betrieb, schließlich hat die DB den Auftrag, möglichst viel Profit aus seinem Angebot zu schlagen und dort sind die ICEs offensichtlich eine gute Wahl dür die Hauptfernverkehrsachsen.

Ich fahre regelmäßig in Österreich mit einem Zug, der 230 könnte, aber auf ganzer Strecke zwischen Prag und Graz höchstens 160 kann - am Semmering sind überhaupt nur 50-60 drin. Was würdest du eigentlich daraus machen? 😂

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.19 22:19.

Re: So ist es!

geschrieben von: J-C

Datum: 10.08.19 22:21

In Oberösterreich sind die aber schon im dortigen Verkehrsverbund integriert und somit integraler Bestandteil des Verkehrsangebotes dort.

Zufälligerweise liegt derzeit der Tskt aus Wien Praterstern perfekt im Taktknoten Amstetten, aber ohne Einbindung in den dortigen Verkehrsverbund (aus dem VOR ist man ja ausgestiegen) ist das kaum eine gute Sache für die Pendler...

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.19 22:22.
Was für Drogen nehmen Leute, die sowas fordern? Soll Edeka künftig für Aldi-Produkte werben, das Pizzataxi bringt die Post und der Strom kommt aus dem Wasserhahn?!?
Verkauft Flixtrain denn dann auch DB-Tickets?
Mal im Ernst, Leute: Wer sowas fordert, sollte sich mal dringend auf seinen geistigen Zustand hin untersuchen lassen!
215 122-3 schrieb:
Zitat:
Wichtiger wäre es, daß die allmählich zur Ausmusterung anstehenden IC 1 samt Baureihen 101 und 120 sowie ICE1/2 nicht verbendert werden dürfen, sondern interessierten Nachnutzern verkauft werden müssen .
Wird schon getan...

Für Personenzüge:
[www.db-gebrauchtzug.de]:::

Für Güterzüge:
[www.db-gebrauchtzug.de]:::

Hier extra für dich sogar die 120 rausgesucht:

[www.db-gebrauchtzug.de]

Wenn du dir gerne nen eigenen Zug kaufen willst, von 111 über 143 bis 120, 218, IC Wagen und Dostos ist so ziemlich alles dabei. Darfst dich dort gerne melden. Sogar deinen eigenen ICE-TD (BR 605) oder ne 185+Güterwagen kannst dir kaufen.

Zitat db-gebrauchtzug.de
[...]“Verkaufsfähige Fahrzeuge, die keine Verwendung mehr bei der Deutschen Bahn finden, bietet die DB diskriminierungsfrei dem Markt an.“
Mann muss lediglich uneingeschränkt geschäftfähig, eine natürlich/juristische Person und in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Außerdem die Unternehmenseigenschaft nachweisen. Also für 120 in Garten stellen eher nicht.

Aber wenn das zutrifft, dann nur zu.
Wenn sie keiner kauft gehen sie sonst wirklich zum Bender...



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 03:04.
ifra schrieb:
... und wird im Gegenzug Flixtrain dann die Fahrkarten für die DB Fernverkehr verkaufen?
Hallo,

in der Schweiz muss die SBB auch sämtliche Fahrkarten der Konkurrenz und umgekehrt verkaufen, was ist das Problem???
ifra schrieb:
... und wird im Gegenzug Flixtrain dann die Fahrkarten für die DB Fernverkehr verkaufen?
Ich darf freundlichst darauf hinweisen, dass die DB jetzt schon Fahrkarten der Konkurrenz verkauft. ich habe z. B. vor Kurzem ein inner-italienisches Ticket der Trenitalia über die DB-Homepage gekauft. Das ist die selbe Unternehmensgruppe, die der DB auf heimischen Boden im Regionalverkehr ordentlich Aufträge weggeschnappt hat.
Damit stellen die Grünen mal wieder unter Beweis, dass die keine linke Partei mehr sind und der weiteren Radika(h)lisierung des derzeit herrschenden Wirtschaftssystems Vorschub leisten.

Ex oriente lux!
Hehe, war ja klar, dass wieder hohl gedreht wird...

Servus Leute!
Angesichts der Tatsache, dass Deutschlands Fernverkehr immer noch durch die DB geprägt
ist und eine Weiterentwicklung wünschenswert wäre,
und der Tatsache, dass die DB ja eigentlich ein
Unternehmen des Bundes ist, wäre solch ein
Schritt nur logisch!

Ohne Denkblockaden und weitreichendem Blick
ist es fast schon logisch, dass die DB sozusagen
als Serviceunternehmen "für Alle" agieren sollte im
Staatsauftrag, um den Bahnverkehr zu forcieren.

Ist das so abwegig, wenn man weiß, dass die DB
jährlich Milliarden Unterstützung seitens des Staates
erhält?

Die heutigen Trassenpreise agieren geradezu als
Verkehrsverhinderer, denn je mehr Verkehr, desto
mehr Kosten. Funktioniert bislang auf der Straße
nicht so konsequent, also Nachteil Schiene.

Private Anbieter im Fernverkehr haben es auch schwer,
angesichts der überlasteten (dank DB-Rückbau) Trassen gescheite Fahrpläne zu bekommen.

Im Grunde genommen ist der frühere Rückbau der
Infrastruktur auch der Erhalt der eigenen Vormachtstellung des DB Konzernes gewesen,
um lästige Konkurrenz fern zu halten.
Ein Ausbau im Sinne fand ja nun kaum statt,
aber wer mehr Bahnverkehr haben möchte, braucht
halt die entsprechenden Kapazitäten.

Der Vorschlag der GRÜNEN muss sich aber im Markt
behaupten:
- Verkauf der Fahrkarten privater EVU gegen Bezahlung für diesen Service
- Trassen wie bisher für Taktverkehre bevorzugend
- Senkung der Trassenpreise und Übernahme der
Infrastruktur durch den Staat selbst

LG Torsten
> Ist das so abwegig, wenn man weiß, dass die DB
jährlich Milliarden Unterstützung seitens des Staates
erhält?

Warum soll für die DB per se schlecht sein, was für alle anderen Konzerne eine Selbstverständlichkeit ist? Irgendwie kann ich dahinter keine Logik erkennen....

Ex oriente lux!
ec paganini schrieb:
(zunächst die übliche Menge Vier- bis Fünfzeiler)
Die heutigen Trassenpreise agieren geradezu als
Verkehrsverhinderer
, denn je mehr Verkehr, desto
mehr Kosten. Funktioniert bislang auf der Straße
nicht so konsequent, also Nachteil Schiene.

Private Anbieter im Fernverkehr haben es auch schwer,
angesichts der überlasteten (dank DB-Rückbau) Trassen gescheite Fahrpläne zu bekommen. (...)
Deshalb ist das Netz ja auch durch die vielen Neuverkehre der letzten 10 Jahre in allen Knoten so derart überlastet, dass unter Annahme realistischer Haltezeiten für das ganze Rumgepiepe das ganze Fahrplankonstrukt zusammenbrechen würde.

Und die Überlastung kommt nicht durch DB Rückbau, sondern durch eben diese Trassenfresser mit Halt auf allen (einschließlich neu eingerichteten) Milchkannen...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 11:58.
FTB schrieb:
> Ist das so abwegig, wenn man weiß, dass die DB
jährlich Milliarden Unterstützung seitens des Staates
erhält?

Warum soll für die DB per se schlecht sein, was für alle anderen Konzerne eine Selbstverständlichkeit ist? Irgendwie kann ich dahinter keine Logik erkennen....
Logisch wäre nach deinen Ausführungen, wenn auch Flix ein paar Milliarden bekäme.
kmueller schrieb:
FTB schrieb:
> Ist das so abwegig, wenn man weiß, dass die DB
jährlich Milliarden Unterstützung seitens des Staates
erhält?

Warum soll für die DB per se schlecht sein, was für alle anderen Konzerne eine Selbstverständlichkeit ist? Irgendwie kann ich dahinter keine Logik erkennen....
Logisch wäre nach deinen Ausführungen, wenn auch Flix ein paar Milliarden bekäme.
Die kriegen schon die Kapitalgeber.

Die SBB verkauft keine Fahrkarten der Konkurrenz!

geschrieben von: D 2027

Datum: 11.08.19 13:00

Falk12 schrieb:
in der Schweiz muss die SBB auch sämtliche Fahrkarten der Konkurrenz und umgekehrt verkaufen, was ist das Problem???
Du weisst aber schon, was der direkte Verkehr und der VöV sind. Kleiner Tip: es ist etwas komplett anderes als die DB vs. F...train und deshalb sind SBB und die ganzen KTU auch keine Konkurrenz sondern Partner; kann man z.B. hier nachlesen: [www.voev.ch]

Gruss
Erik

"Der Bierzeltfrosch hört gern Ernst Mosch und sagt zu seiner Fröschin: Wenn Du Durst hast, lösch ihn!"

Wiglaf Droste (1961 - 2019)

war da nicht mal ein Kartellverfahren gegen DB Vertrieb?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 11.08.19 13:22

da war doch mal was wegen asymmetrischer Provisionen und so. Gab es da nicht ein Verfahren und eine Untersagung?
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Da Andre Schwämmlein selbst Mitglied der Grünen ist, überrascht so eine Forderung zunächst einmal nicht. Die Idee an sich ist gar nicht mal so schlecht und würde richtig rund, wenn FlixBus andererseits die Tickets seiner Wettbewerber verkaufen würde. Ob diese Idee bei den Grünen wohl in ähnlicher Form verfangen kann?
162 005 schrieb:
VT605 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Grünen wollen den Wettbewerb von Fernzügen stärken, indem die DB verpflichtet wird, Fahrkarten der Konkurrenz - wie Flixtrain - zu verkaufen, Wettbewerber eine Art "Erstzugriffsrecht" auf Trassen bekommen und die Trassengebühren halbiert werden.

Quelle:
[www.handelsblatt.com]
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen, das ist es bestimmt was die Mehrheit der Reisenden will. Da laufen wirklich nur noch Ahnungslose in der Politik rum.
Abgesehen davon, dass Flixtrain keine Wagen besitzt, sowie keine Loks, aber die EVU, BTE und Locomore, haben keine Wagen die nur 140 fahren und Flix fahren, BTE hat zwar auch 160er Wagen, aber vorzugsweise haben die mehr 200er Wagen.
Interessant daran wäre, dass BTE und LeoExpress die Angebote/Leistungen dann auch selbst vermarkten könnten. Warum noch als Auftragnehmer für einen Dritten tätig sein? Man hat die Fahrzeuge und das Personal und einen reichweiten starken Vertriebskanal via DB Fernverkehr.

Wer ist Oliver Krischer?

geschrieben von: RailServ

Datum: 11.08.19 16:29

Winterkind schrieb:
Liest man den verlinkten Artikel, handelt es sich um eine Äußerung eines Abgeordneten gegenüber dem Spiegel. Also nicht mal ein Parteitagsbeschluss, wobei selbst diese mitunter kurios zu Stande kommen und bald revidiert werden.

Also ist es ehrlicher zu sagen, der Abgeordnete Krischer hat gesagt, als die Grünen wollen...

Also wenn es euch beruhigt, mindestens ein Grüner will das nicht. ;)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Oliver_Krischer

Ich hänge den Link zu Oliver Krischer jetzt einfach mal unter Deine Antwort.

Keine Ahnung warum in der Politik immer wieder Menschen besonders auffallen, bei denen ich mir denke, was habt ihr eigentlich das Leben über geleistet? So geht es mir bei Kevin Kühnert und zuvor bereits bei Andrea Nahles und Katrin Göring-Eckhardt.

Mal schauen ob die Verkehrsexperten innerhalb der Grünen dies genau so sehen wie o. g. Bundestagsabgeordneter.
Falk12 schrieb:
ifra schrieb:
... und wird im Gegenzug Flixtrain dann die Fahrkarten für die DB Fernverkehr verkaufen?
Hallo,

in der Schweiz muss die SBB auch sämtliche Fahrkarten der Konkurrenz und umgekehrt verkaufen, was ist das Problem???
Ich sehe da gar kein Problem. Fragt sich eben nur ob das beide Seiten überhaupt wollen. Für den Kunden würden die angebotenen Leistungen/Auswahlmöglichkeiten zwischen A und B auf jeden Fall transparenter.

Richtig interessant wird es aber erst, wenn auch die Teilstrecken die im Nahverkehr befahren werden anzubieten sind. Mit dem Regionalzug von Burghausen nach München, mit dem Fernbus weiter nach Karlsruhe, mit dem ICE nach Offenburg und dem Regionalzug nach Hausach. Bekommt das FlixBus hin?

Die „FDP mit Fahrrad“

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 11.08.19 18:10

...macht einen auf super-neoliberal und schadet damit dem Schienenverkehr mehr als sie ihm nutzt. Aber die befürworten ja mittlerweile auch jeden Kriegseinsatz „out-of-area“ den die USA ihnen befiehlt. Wenns dabei ein Pöstchen rausspringt, werden sie auch dem Einsatz von Glyphosat etc. zustimmen. Und neue Atomkraftwerke zum „Klimaschutz“ würden sie wohl auch hinnehmen, wenn sie dafür nach der nächsten Wahl den Kanzler stellen dürfen. Aber back to topic, woher nehmen die eigentlich den naiven, und schon vielfach in der Praxis widerlegten, Glauben, dass alles besser wird, wenn man nur ordentlich öffentliche Gelder in private Taschen schaufelt?

Wettbewerb ist für den

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 11.08.19 18:18

...Allerwertesten, wenn es um staatlich subventionierte Dienstleistungen geht. Das führt nur zu einem Negativwettbewerb bei Löhnen, Arbeitsbedingungen und der Qualität der Dienstleistungen. Natürlich „spart“ der Staat dabei, aber diese „Ersparnisse“ führen dann sofort zu Forderungen des Kapitals nach Senkung der Unternehmenssteuern.

Re: Wer ist Oliver Krischer?

geschrieben von: M 262

Datum: 11.08.19 18:21

RailServ schrieb:
Winterkind schrieb:
Liest man den verlinkten Artikel, handelt es sich um eine Äußerung eines Abgeordneten gegenüber dem Spiegel. Also nicht mal ein Parteitagsbeschluss, wobei selbst diese mitunter kurios zu Stande kommen und bald revidiert werden.

Also ist es ehrlicher zu sagen, der Abgeordnete Krischer hat gesagt, als die Grünen wollen...

Also wenn es euch beruhigt, mindestens ein Grüner will das nicht. ;)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Oliver_Krischer

Ich hänge den Link zu Oliver Krischer jetzt einfach mal unter Deine Antwort. (...)
Was ist das denn fürn Opfer?

Re: Wer ist Oliver Krischer?

geschrieben von: PatrickBln

Datum: 11.08.19 19:25

M 262 schrieb:
Was ist das denn fürn Opfer?
Was ist das denn fürn Opfer?

Du bedienst dich ja wirklich eine exquisiter Wortwahl und bist offenbar voller Wertschätzung gegenüber deiner Mitmenschen.

Großes Kompliment.

https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg
Strizie schrieb:
Die ICE-Linie 10 fährt nur zwischen Wolfsburg und Berlin-Spandau mit 250 km/h und das nicht mal durchgängig.
Von Düsseldorf/Köln bis Wolfsburg fährt man nicht schneller als 200 km/h.
Der effektive Fahrzeitgewinn gegenüber herkömmlichen 200 km/h-Zügen beträgt hier sagenhafte 5-10 Minuten und dafür setzt man extra HGV-Züge ein welche kaum aus dem Quark kommen. Mit spurstarken 200 km/h-Zügen wäre man hier nahezu gleichschnell.

Das Flixtrain da mit 160-200 km/h-Zügen sehr gut mithalten kann zeigt eigentlich nur, dass bei DB Fernverkehr gewaltig etwas schief läuft. Man hat nur die Umstellung der klassischen IC-Linien auf ICE im Kopf und das HGV-Züge in Anschaffung und Wartung teurer sind als klassische 200 km/h-Züge braucht man kaum zu erwähnen. Ein Unternehmen welches Gewinne erwirtschaften muss setzt keine 250 km/h schnellen Züge ein auf Routen wo der effektive Fahrzeitvorteil über die Gesamtroute bei 10-30 Minuten liegt.
Dann erklär mir mal bitte Folgendes (Fahrzeiten entnommen vom 30.5.2019, willkürlich aus dem RIS, vor der Sperrung der SFS Göttingen-Hannover, für die L13 als perfekter Vergleich zum Flixtrain nach Berlin)
Frankfurt (M) Süd:
ICE1590, ICE-T, Vmax 230km/h, 2-stdl. ICE Taktlinie 13 (keine Sprinterlinie, fährt via Fulda-Kassel-Göttingen-Hildesheim-Braunschweig):
ab Ffm Süd 8:20; Berlin Hbf an 12:26, Fahrzeit 4:06

FLX32622, Vmax 200km/h, via Fulda - Kassel - Göttingen - Hannover Laatzen - Güterumfahrung - Wofsburg (das ist der schnellere Weg ggü. Hildesheim-Braunschweig!)
ab Ffm Süd 8:28; Berlin Hbf an 13:04, Fahrzeit 4:36

Selbst der antriebslahme ICE-T mit einer Vmax von "nur" 230 km/h nimmt dem 200km/h schnellen Flixtrain mal eben 30 Minuten ab. Und wo macht er das? Genau, auf den SFS... Wir reden von einem ICE-T.. 30 Minuten schneller.
Und das nennst Du "gut mithalten"? Die L12 (ICE4) ist übrigens noch schneller, hat dafür zusätzlichen Halt in Spandau, damit die L12 und L13 zwischen Fulda und Berlin Hbf einen exakten Stundentakt (Taktsymetrie) ergeben.


Strizie schrieb:
Zitat:
Der effektive Fahrzeitgewinn gegenüber herkömmlichen 200 km/h-Zügen beträgt hier sagenhafte 5-10 Minuten und dafür setzt man extra HGV-Züge ein welche kaum aus dem Quark kommen. Mit spurstarken 200 km/h-Zügen wäre man hier nahezu gleichschnell.

Bei den ICE-Linien 12, 20 und 22 ist es auch so. Von Stuttgart nach Mannheim schaffen es 200 km/h-Züge Nonstop in 42 Minuten der ICE ist nicht wesentlich schneller. Bei Basel-Mannheim spielt es gar keine Rolle ob heute oder später, wenn die Rheintalbahn mal fertig sein sollte. Von Fulda bis Hildesheim ist der Fahrzeitgewinn auch marginal.
Als wegen dem ICE1 Mangel 2015/2016 mal mehrere Züge der L22 zwischen Stuttgart und Hamburg auf ICmod Garnituren (mit 101 an beiden Zugenden) umgestellt wurden, gab es ein einziges Streichkonzert. Zwischen Stuttgart und Ffm wurde der Halt am Flughafen gestrichen, zwischen Frankfurt und Hannover der Halt in Göttingen. Und trotzdem waren die Züge zwischen Ffm und Hannover mindestens 10 Minuten verspätet. Sprich, eine Wagengarnitur mit Vmax 200km/h ist ggü. dem ICE1/ICE4 zwischen Fulda und Hannover mindestens 15 Minuten langsamer...trotz 2 x BR 101 im Sandwichbetrieb. Und das auch nur bei "grüner Welle". Passt sehr gut zum Vergleich ICE1590 vs FLX32622.

Du kannst Dir deine Fantasiewelt schön reden. Sie hält keinem Faktencheck stand. Und ein Blick in den Deutschlandtakt genügt um zu sehen, dass die ITF Kantenfahrzeit von 75 Minuten zwischen Mannheim und Ulm eine 200km/h schnelle IC Garnitur dies schlicht nicht schafft. Du zerschiesst damit schlicht einen ITF Knoten, entweder in Mannheim, oder in Ulm.

Und genau deswegen werden 200km/h schnelle Wagengarituren im Deutschlandtakt nur noch auf "FR" Linien verkehren...

Re: Genau die richtige Frage

geschrieben von: Adenosin

Datum: 11.08.19 21:15

kmueller schrieb:
Endbahnhof schrieb:
Alibizugpaar schrieb:
Dann soll Flix auch DB-Tarife verkaufen, und zwar nicht nur Hamburg - Köln, sondern auch Süderbrarup - Euskirchen.
Castrop-Rauxel - Norderney oder Gammertingen - Wangerooge wird auch gern genommen. Am besten nach Norderney noch mit Kofferversand bei Hermes und Autoverlad auf das Schiff.
Der Flix-Computer macht das im Handumdrehen, Abziehen der Provision eingeschlossen. Warum wohl will die DB nicht, daß man auf diese Weise ihren teuren Verkaufsapparat entlastet?
Ähm... nein! Das macht der Flix-Computer ganz bestimmt nicht im Handumdrehen. Den DB-Tarif mit all seinen Feinheiten, Kniffen und Stolpersteinen korrekt zu verkaufen., das tut sich doch keiner freiwillig an!
Außer natürlich die Transdev Vertrieb... und die holt sich (dem Vernehmen nach) 'ne ziemlich blutige Nase damit.

Und nein: ich will hier keine Diskussion darüber lostreten, dass die BB DB entschlackt werden sollten (dem stimme ich natürlich zu), sondern will nur darauf hinweisen, dass es keine Freude ist, diesen Tarif zu verkaufen.
agw schrieb:VT605 schrieb:
VT605 schrieb:
gastronomie1916 schrieb:
VT605 schrieb:
Zitat:
Genau, Flixtrain fährt dann in den Sprintertrassen mit ihren 140-160 km/h-Schrottwagen,
Auf den SFS-Strecken wird sogar mit 200 km/h Wagen gefahren... Stell dir das mal vor!
Und da sie mit den paar Kisten nicht weit kommen hat die DB ihnen am besten noch kostenlos einige Wagen, oder besser gleich ICE, zur Verfügung zu stellen. Das ganze nennt sich dann "Wettbewerb oder freie Marktwirtschaft", lachhaft.
Die private DB AG hat ihre ICE1 ja auch nicht selber bestellt. Die kamen einfach so mit.
Besser wäre es gewesen, damals den GB Traktion auszugliedern. Dann hätte die private DB FV die Wagen vom Staat mieten können, oder eben wer anders.
Das ist doch Folklore.
Richtig ist: Man hat mit der Bahnreform der neugegründeten Deutschen Bahn AG einen Rucksack gepackt, mit einigen Goldstücken, aber auch mit einer ganzen Menge Lasten. Heute einseitig das Paket aufzuschnüren und dabei nur die Goldstücke betrachten, aber nicht die Lasten, ist einfach nicht sachgerecht.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin
ThomasR schrieb:
da war doch mal was wegen asymmetrischer Provisionen und so. Gab es da nicht ein Verfahren und eine Untersagung?
Ja, das ist aber schon ein paar Jahre her. Kurz zusammengefasst (und hoffentlich richtig in Erinnerung) ging es zum einen darum, dass die NE-Bahnen auch Fahrkarten für den Fernverkehr verkaufen wollten. Dies wird ihnen mittlerweile ermöglicht.

Und zum anderen gab es tatsächlich unterschiedliche Provisionen: Hat eine NE-Bahn Fahrkarten für die DB verkauft, musste die DB weniger Provision bezahlen, als im umgekehrten Fall (also hat die DB Vertrieb für die NE-Bahn verkauft, musste die NE-Bahn einen höheren Provisionssatz bezahlen).

In diesem Kartellamtsverfahren ging es allerdings um den DB-Tarif, den ja alle NE-Bahnen anerkennen (vom Prinzip her wie ein Verkehrsverbund).

Das ist aber mit Flixtrain nicht vergleichbar, da Flixtrain seinen eigenen Haustarif besitzt und DB und Flixtrain gegenseitig nicht ihre Tarife anerkennen.
... ist sicherlich ein wichtiger Aspekt, um die Eisenbahn als Verkehrsmittel ohne große Hürden nutzbar zu machen ("niederschwelliger Zugang").

Ich habe mir lange überlegt, an welchen Beitrag ich das anhängen soll, habe mich dann am Schluss entschieden einen weiteren Ast an diesen (Beitrags-)Baum "anzuschrauben".

Ich kann nun aus dem im Ausgangsbeitrag von Thomas Lammpe verlinkten Handelsblatt-Artikel nicht erkennen, dass die Verbesserung der Bahn-Nutzbarkeit auch nur ansatzweise das Ziel von Oliver Krischer ist; es ist nur von einer Stärkung des Wettbewerbs die Rede.

Notabene: Oliver Krischer ist nicht irgendwer, nicht irgendein Hinterbänkler (derer es in allen Parteien genügend gibt, die unbedingt während der Sommerpause ihren Namen in der Zeitung lesen müssen, weil sie ihn sonst nach der Sommerpause nicht mehr wisse). Die Ausrede der Grünen-Anhäger in diesem Beitragsbaum (die argumentativ nichts mehr zur Rechtfertigung dieses Schwachsinns beitragen konnten oder wollten), dass es sich um eine Einzelmeinung handelt, kann und will ich nicht folgen. Richtig ist: Der Bundestagsabgeorndete Oliver Krischer ist stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion und hat in seiner Partei etwas zu sagen. Seine Aussagen müssen also leider ernst genommen werden.

Es offenbart sich hier eine bei vielen Grünen-Politikern (wie zum Beispiel auch dem früheren Bundestags-Verkehrsausschuss-Vorsitzenden und heutigen baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann) beobachtbare unheilvolle Triologie aus
- mangelndem Sachverstand,
- der durch übertriebenes Selbstbewusstsein übertüncht wird
- in Verbindung mit einem grenzenlosen Hass gegen den DB-Konzern (und die hier beschäftigten Eisenbahnerinnen und Eisenbahner).

Doch worin liegt überhaupt das Problem?
Aus dem Zeitalter vor der Bahnreform sind wir es gewohnt, für beliebige Strecken innerhalb des Eisenbahnnetzes durchgängige Fahrkarten erwerben zu können.
Das bedeutet zum einen für viele Reisewünsche, an einer Stelle, bei einem Verkaufsvorgang, alle für diese Reise benötigten Fahrkarten erwerben zu können.
Und das bedeutet zum anderen, dass die Preisberechnung in den meisten Fällen über die Gesamtreisestrecke erfolgt, unabhängig davon wer die Betreiber der einzelnen Etappen sind. Lediglich im Anstoßverkehr zwischen der Deutschen Bundesbahn und den Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (sowie den in den Tarif einbezogenen Schiffs- und Fluglinien zu den norddeutschen Inseln) wurden die Einzelpreise addiert. (Die Besonderheiten im Wechselverkehr zwischen der BRD und der ehemaligen DDR nach der Wiedervereinigung möchte ich an dieser Stelle ausklammern, weil es sonst einfach zu kompliziert würde - und weil dies heute auch nicht mehr relevant ist.)
Die Deutsche Bahn AG hat die Durchgängigkeit für das historisch gewachsene Angebot von DB-Fernverkehr und dem SPNV (welcher nach der Regionalisierung und infolge des Wettbewerbs auf immer mehr Strecken von aderen Eisenbahnen übernommen wurde) nicht nur an die Erfordernisse nach der Bahnreform angepasst, sondern auch auf den Nicht-Eisenbahn-ÖPNV in mittleren und größerern Städten erweitert ("City-Ticket") (die Stadtbahnen und Stadtbusse haben in den Reisenketten eine wesentliche größere Bedeutung als so manche Zweigstrecke). Daneben betreibt die DB AG (aus rein unternehmerischen Antrieb!) einen "DB Navigator". mit dem sich viele Fahrkarten-Kaufs-Wünsche äußerst bequem erledigen lassen.

Nun fehlen in diesem System insbesondere die neu hinzugekommenen Personenbeförderungs-Anbieter "Flix-Bus" und "Flix-Train".

Doch wenn möchte man dafür verantwortlich machen?
Wer - wie der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag Oliver Krischer - hier den Ball im Spielfeld der DB AG sucht, hat nicht nur die Bahnreform nicht verstanden, sondern unser gesamtes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem nicht.
Zwei Bestimmungen im Grundgesetz sollten für die Klarheit genügen: Das Eigentumsrecht in Artikel 14 des Grundgesetzes und die Norm in Artikel 87e Absatz 3, dass die Eisenbahnen des Bundes als Wirtschaftsnternehmen in privatrechtlicher Form geführt werden.
Natürlich kann, darf, soll - ja sogar: muss! - der Staat eingreifen, wenn diese liberale Wirtschaftsordnung zu gesellschaftlich unerwünschten Wirkungen führt.
Aber dann bitte gegenüber allen beteiligten Akteuren, und nicht nur gegen einzelne Institutionen, gegenüber denen man seinen persönlichen Hass kultiviert.
Für viel bedeutsamer halte ich es jedenfalls, dass
- die "alternativen" Fernverkehrsanbieter wie Flixtrain und Flixbus, vielleicht auch die Fluggesellschaften,
- die Aufgabenträger des SPNV,
- die nicht zum DB-Konzern gehörenden Eisenbahnen
zur Kooperation gezwungen werden.

Und als zweites gibt es als Instrument des Staates zur Beeinflussung der Wirtschaft - neben Geboten und Verboten - auch noch die Möglichkeit von fiskalischen Be- und Entlastungen. Immer wieder lese ich in letzter Zeit von der Forderung nach Anwendung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes (7 statt 19 Prozent) im Schienenpersonenfernverkehr. Wie wäre es damit, den ermäßigten Satz künftig dort anzuwenden, wo die durchgängige Tarifierung ermöglicht wird? Das heißt im Umkehrschluss dann auch, dass Verbünde die sich dem weigern, den vollen Satz entrichten müssten...

Diesen Gedanken müssen wir unbedingt weiterspinnen: Europäisch! Das liegt noch viel mehr im Argen!


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin
TGV4402 schrieb:Zitat:
Unpopuläre aber effektive Maßnahmen wie Tempolimit auf Autobahnen und Autobahngeführ sind natürlich bei den Grünen kein Thema. Sie befassen sich lieber mit Homoehe und Legalisierung von Puffs, wie die Regierungszeiten gezeigt haben.
Wie ich dieses "Argument", demzufolge die Linken/ Grünen/ Linksgrünen/ Gutmenschen sich ja lieber mit Menschenrechten als mit richtigen Problemen befassten, hass. Soll ich Dir was sagen? Die meisten Menschen sind intellektuell dazu in der Lage, sich mit mehr als einem Thema gleichzeitig zu beschäftigen. Man kann sich auch um die Rechte Homosexueller und um die Situation Arbeitsloser, eine bessere Verkehrspolitik oder was auch immer kümmern.

Dass dieses Sich-mit-mehr-als-einem-Thema-Beschäftigen einen Teil des politischen Spektrums überfordert, der dann pauschal Ausländer/ Homosexuelle/ Frauen [beliebige benachteiligte gesellschaftliche Gruppe einsetzen] für alles verantwortlich macht, ist ja nichts Neues. Dreist ist aber, die eigene Unfähigkeit auch auf andere zu profizieren...

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
Es gibt keine absolut perfekte Lösung, aber aus meiner Sicht sind viele europäische Länder in der Verkehrspolitik weiter als wir. Es wäre also schön, wenn nicht jede Idee und jeder Vorschlag immer sofort zerrissen und schlecht geredet wird. Gar nichts tun ist einfach keine Option mehr.

Die Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte der CDU/CSU ist ein Desaster und peinlich für Deutschland!

Ich kann nur sehr hoffen, dass die Grünen als einzig wählbare Alternative , die Verkehrspolitik radikal ändern. Wenn ein Bahnkonzern Güter auf der Straße transportiert als auf der eigenen Schiene, läuft eindeutig was falsch.

Ich gehe sogar noch weiter und fordere, dass das Netz zurück zum Bund gehört und die Ausgaben sind zwischen Straße und Schiene besser zu verteilen.

Waere gar kein Problem...

geschrieben von: Peter

Datum: 12.08.19 10:27

Hallo!

Waere ja an und fuer sich gar kein Problem, wenn diese schwachsinnige Unterteilung in -zig Konzerntoechter nicht waere:

Statt DB Netz und DB Station und Service und DB Haste-nicht-gesehen eben EINE unabhaengige Netz-Gesellschaft, der auch die Besetzung und der Service auf Stationen (gg. Kostenerstattung) obliegt.
Dann haette man (wo bestellt und bezahlt) auch Service in Form von Fahrkarten, Bahnsteigreinigung/Schneeraeumung etc. pp.

Ein weiterer Grund, die derzeitige Praxis zu ueberdenken.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Waere gar kein Problem...

geschrieben von: warakorn

Datum: 12.08.19 10:36

Bundeswehr-Soldaten sind jetzt was Besseres - als der Rest von uns?
Die Bundesregierung zahlt jedes Jahr Milliarden an den DB Konzern für das Schienennetz.
Und?
Ein Bundeswehr-Soldat ist Teil unseres Staates.
Aber auch ich als Staatsbürger bin Teil des Staates.
Dann will ich doch auch bitte Freifahrten haben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 10:36.
Bronnbach Bhf schrieb:
Dann erklär mir mal bitte Folgendes...

Selbst der antriebslahme ICE-T mit einer Vmax von "nur" 230 km/h nimmt dem 200km/h schnellen Flixtrain mal eben 30 Minuten ab. Und wo macht er das? Genau, auf den SFS
In einer Stunde fährt der ICE-T bei HG 230km weit und der Flix 200km. Der ICE-T hat danach räumlich 30km Vorsprung. Diese 30km durchfährt der Flix in 30/200 Stunden oder ca. 9 Minuten. So viel zeitlichen Vorsprung hat also ICE-T 230km entfernt vom Ausgangspunkt. Damit sein (zeitlicher) Vorsprung auf 30 Minuten anwächst, müßten beide Züge also eine Distanz 230*30/9=766km durchfahren. Dann wären sie beim Ausgangspunkt Wolfsburg etwa auf der Höhe von Warschau (eine durchgehend mit 230km/h befahrbare Strecke vorausgesetzt).

Damit sollte klar sein, daß die Zeitdifferenz jedenfalls nicht durch Schnellfahren auf der NBS entsteht. Umgekehrt ist es ein leichtes, die wenigen durch HG auf der NBS möglichen Minuten Zeitgewinn durch eine La oder andere Mängel zu vertrödeln.

Re: Genau die richtige Frage

geschrieben von: kmueller

Datum: 12.08.19 12:02

Adenosin schrieb:
Das macht der Flix-Computer ganz bestimmt nicht im Handumdrehen. Den DB-Tarif mit all seinen Feinheiten, Kniffen und Stolpersteinen korrekt zu verkaufen., das tut sich doch keiner freiwillig an!
Außer natürlich die Transdev Vertrieb... und die holt sich (dem Vernehmen nach) 'ne ziemlich blutige Nase damit.

Und nein: ich will hier keine Diskussion darüber lostreten, dass die BB DB entschlackt werden sollten (dem stimme ich natürlich zu), sondern will nur darauf hinweisen, dass es keine Freude ist, diesen Tarif zu verkaufen.
Wie Transdev das macht, weiß ich nicht. Verkauf von DB-Tickets am Schalter oder über selbst gepflegte Automaten ist natürlich Irrsinn. Auch Reisebüros,die das machen.muß man mit der Lupe suchen. Ich selber suche noch nicht mal bei der DB. Entweder fält direkt ein Schnäppchen raus oder ich schreibe 'Bahn' ab.

Flix verkauft überwiegend via Internet; die dafür nötige Datenbank aller verfügbaren Sparpreise muß die DB halt laufend aktualisieren und nach vereinbartem Standard liefern - wer sonst sollte es tun? Was nicht drin ist, wird auch nicht verkauft.

Außerdem verkauft Flix via Busfahrer feste 'Normalpreise'. Die dazu nötigen Daten für das DB-Gesamtnetz schluckt heute jedes Kleingerät.

Re: Freitagtalk mit Lammpe und alle sind wieder dabei!

geschrieben von: bollisee

Datum: 12.08.19 13:29

Wieviel Lammpe dafür wohl an Tandiemen von Flixbus erhält?
Zitat
Dann erklär mir mal bitte Folgendes (Fahrzeiten entnommen vom 30.5.2019, willkürlich aus dem RIS, vor der Sperrung der SFS Göttingen-Hannover, für die L13 als perfekter Vergleich zum Flixtrain nach Berlin)
Frankfurt (M) Süd:
ICE1590, ICE-T, Vmax 230km/h, 2-stdl. ICE Taktlinie 13 (keine Sprinterlinie, fährt via Fulda-Kassel-Göttingen-Hildesheim-Braunschweig):
ab Ffm Süd 8:20; Berlin Hbf an 12:26, Fahrzeit 4:06

FLX32622, Vmax 200km/h, via Fulda - Kassel - Göttingen - Hannover Laatzen - Güterumfahrung - Wofsburg (das ist der schnellere Weg ggü. Hildesheim-Braunschweig!)
ab Ffm Süd 8:28; Berlin Hbf an 13:04, Fahrzeit 4:36

Selbst der antriebslahme ICE-T mit einer Vmax von "nur" 230 km/h nimmt dem 200km/h schnellen Flixtrain mal eben 30 Minuten ab. Und wo macht er das? Genau, auf den SFS... Wir reden von einem ICE-T.. 30 Minuten schneller.
Und das nennst Du "gut mithalten"? Die L12 (ICE4) ist übrigens noch schneller, hat dafür zusätzlichen Halt in Spandau, damit die L12 und L13 zwischen Fulda und Berlin Hbf einen exakten Stundentakt (Taktsymetrie) ergeben.
Jetzt wird es ziemlich dünn...

Der Fahrzeitunterschied zwischen ICE 1590 und FLX 32622 beträgt zwischen Frankfurt (Main) Süd und Göttingen satte 6 Minuten dabei hält der FLX mit Hanau ein mal mehr. Zieht man Hanau ab würde der Fahrzeitunterschied bei ca. 3 Minuten liegen.

Beim restlichen Laufweg scheint die FLX-Trasse eben nicht so glatt zu sein, wie das beim ICE der Fall ist. Ebenso könntest Du den FLX Köln-Berlin mit der ICE-Linie 10 vergleichen.


Der ICE 4 ist für die DB AG ein finanzielles Fiasko. Man hat zu Mehdornszeiten mit 4,5 Milliarden € kalkuliert bzw. wollte den ICE 4 zum Preis von Regionaltriebwagen bei der Industrie produzieren lassen. Was die Planung bzw. Entwicklung gekostet hat ist nirgendwo vermerkt. Die Industrie bzw. Siemens hat den Zug produziert und wollte allein dafür schon über 1 Milliarde € mehr haben.

Durch die ganzen Umbestellungen und auch Erhöhung der Vmax. dürfte man mittlerweile locker die 6 Milliarden € geknackt haben. Rechnet man noch die Planungs- und Entwicklungskosten obendrauf dürfte man fast an die 7 Milliarden € rankommen.


Zitat
Als wegen dem ICE1 Mangel 2015/2016 mal mehrere Züge der L22 zwischen Stuttgart und Hamburg auf ICmod Garnituren (mit 101 an beiden Zugenden) umgestellt wurden, gab es ein einziges Streichkonzert. Zwischen Stuttgart und Ffm wurde der Halt am Flughafen gestrichen, zwischen Frankfurt und Hannover der Halt in Göttingen. Und trotzdem waren die Züge zwischen Ffm und Hannover mindestens 10 Minuten verspätet. Sprich, eine Wagengarnitur mit Vmax 200km/h ist ggü. dem ICE1/ICE4 zwischen Fulda und Hannover mindestens 15 Minuten langsamer...trotz 2 x BR 101 im Sandwichbetrieb. Und das auch nur bei "grüner Welle". Passt sehr gut zum Vergleich ICE1590 vs FLX32622.

Du kannst Dir deine Fantasiewelt schön reden. Sie hält keinem Faktencheck stand. Und ein Blick in den Deutschlandtakt genügt um zu sehen, dass die ITF Kantenfahrzeit von 75 Minuten zwischen Mannheim und Ulm eine 200km/h schnelle IC Garnitur dies schlicht nicht schafft. Du zerschiesst damit schlicht einen ITF Knoten, entweder in Mannheim, oder in Ulm.

Und genau deswegen werden 200km/h schnelle Wagengarituren im Deutschlandtakt nur noch auf "FR" Linien verkehren...
Es ist ja bekannt, dass die DB Fernverkehr ihre Züge immer mit 100%-Leistung auf die Strecke schickt. Der ICE 4 welcher letztens durchs Rheintal gefahren ist statt über die KRM hat das sicherlich nur gemacht, damit die Fahrgäste die schöne Fahrt durchs Rheintal genießen konnten.

Ja ich habe die tollen Kantenzeiten zwischen Stuttgart Hbf und Ulm Hbf schon gesehen. Statt 28 Minuten kalkuliert man jetzt mit 31 Minuten.

75 Minuten Kantenzeit schafft man mit 200 km/h in der Tat nicht aber 80 Minuten wäre kein Problem. Als für 5 Minuten Fahrzeitgewinn nimmt man richtig viel Geld in die Hand und schafft es dennoch nicht sichere Anschlüsse herzustellen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 13:43.
ufen

flexi_swift schrieb:
Ich gehe sogar noch weiter und fordere, dass das Netz zurück zum Bund gehört und die Ausgaben sind zwischen Straße und Schiene besser zu verteilen.
Das Netz ist beim Bund. Und was ist schon eine "bessere" Verteilung der Ausgaben? Angesichts der marginalen Verkehrsleistung der Schiene gegenueber der Strasse koennte liegt bereits jetzt eine massive Subventionierung der Bahn vor. Wenn man also eine (sach-)gerechtere Verteilung der Ausgaben wollte, muesste man weniger fuer die Schiene und mehr fuer die Strasse ausgeben. Da Du das sicher nicht willst, solltest Du vorsichtig mit dem undifferenziert breiten Pinselstrich "besser" sein.

Re: Waere gar kein Problem...

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 12.08.19 14:38

warakorn schrieb:
Bundeswehr-Soldaten sind jetzt was Besseres - als der Rest von uns?
Die Bundesregierung zahlt jedes Jahr Milliarden an den DB Konzern für das Schienennetz.
Und?
Ein Bundeswehr-Soldat ist Teil unseres Staates.
Aber auch ich als Staatsbürger bin Teil des Staates.
Dann will ich doch auch bitte Freifahrten haben.
Dann such Dir doch einen Job bei dem man Dir das bietet. Nennt sich Marktwirtschaft.

Ich habe in meinem Job eine Bahncard 100. Selbst bezahlt, dafür bekomme ich das Geld zur Hälfte über die Pendlerpauschale wieder.
jsbach schrieb:
Welche Lasten denn ?

Beispiele ?
Das schwerste Stück Last im Rucksack der neugegründeten DB AG anno 1994 war zweifellos die (wie es Heinz Dürr nannte) "Innere Bahnreform".
Gemeint ist damit die Zusammenführung der Eisenbahnen West und Ost sowie die Umstruktuerierung von zwei Behörden zu einem Wirtschaftsunternehmen, und dies unter zwei Nebenbedingungen:
1. Der Umbau musste unter Aufrechterhaltung des Betriebs stattfinden (dies schloss einen "Grüne-Wiese-Ansatz" aus, der allen neu in den Markt eintretenden oder sich erweiternden Konkurrenten der DB AG möglich war).
2. Auf betriebsbedingte Kündigungen von nicht mehr benötigtem Personal sollte verzichtet werden.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin