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Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Drewer

Datum: 09.08.19 18:49

Hallo,

ein Beitrag zur Reaktivierung der westfälischen Almetalbahn findet sich in der Westfalenpost vom 02.08., hier der Link dazu:


[www.wp.de]


MfG

Drewer

Klasse 😉 (o.w.T)

geschrieben von: Euregiobahner

Datum: 09.08.19 19:19

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 09.08.19 19:35

Es wäre in der Tat sehr erfreulich, wenn, wie hier gefordert, mit realistischen Annahmen gearbeitet wird - also mit den nun schon mehrfach eingetretenen Zuwächsen und unter Berücksichtigung der Klimaziele.
Die Almetalbahn könnte einiges an Autoverkehr einsparen, wenn sie vernünftig mit den und für die Leute geplant wird. Da ist die Forderung, gleich bis Brilon zu planen (und die Verbindung mit den Anschlüssen in Wald zu betrachten), nur folgerichtig.

Da drücke ich "sogar" als gebürtiger Marsberger die Daumen ;)

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: ulrich

Datum: 09.08.19 19:37

Ob wir in diesem Leben wohl noch die Wiederauferstehung der kompletten alten Heckeneilzugroute von Marburg nach Bremen über Brilon-Senne-Sulingen erleben werden. Es sieht zumindest viel besser aus als vor 20 Jahren. Im Pendlerzulauf auf Paderborn sehe ich den Bedarf für diesen Streckenabschnitt als gegeben.

Ulrich




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.19 19:40.

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: HPNuller

Datum: 09.08.19 21:48

ulrich schrieb:
Ob wir in diesem Leben wohl noch die Wiederauferstehung der kompletten alten Heckeneilzugroute von Marburg nach Bremen über Brilon-Senne-Sulingen erleben werden.
Das das kommt wohl auf deine persönliche Lebenserwartung an...
Einige Streckenabschnitte müssten ausgebaut werden. Zwischen Frankenberg und Korbach passt kaum noch etwas auf die Strecke, es müsste wohl noch Herzhausen als Kreuzungsbahnhof neugebaut werden.
Eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf 80km/h macht die Heckeneilzüge erst zu "Eil-"Zügen. Bei 60km/h bummeln sie Züge nur... Und wenn 80km/h, dann mindestens zwischen Sarnau und Korbach, besser noch gleich bis Brilon Wald!

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Neitecfreak

Datum: 09.08.19 22:22

Hallo.Geh ich recht in der Annahme,das die Gleise von Brilon bis Büren Weinberg noch liegen ?

Viele Grüße


der Neitecfreak aus dem geneigten Gera


Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 09.08.19 22:36

Zitat
Hallo.Geh ich recht in der Annahme,das die Gleise von Brilon bis Büren Weinberg noch liegen ?
Ja. Nur bei einer SPNV-Reaktivierung wird man die Gleisanlagen eh ersetzen müssen.

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Neitecfreak

Datum: 09.08.19 22:55

Hallo.Das ein zeitgemässer Oberbau dann von Nöten sein wird leuchtet ein.Danke für die Antwort.

Viele Grüße


der Neitecfreak aus dem geneigten Gera


Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Railchris

Datum: 10.08.19 00:18

HSB Tw 44 schrieb:
Es wäre in der Tat sehr erfreulich, wenn, wie hier gefordert, mit realistischen Annahmen gearbeitet wird - also mit den nun schon mehrfach eingetretenen Zuwächsen und unter Berücksichtigung der Klimaziele.
Die Almetalbahn könnte einiges an Autoverkehr einsparen, wenn sie vernünftig mit den und für die Leute geplant wird. Da ist die Forderung, gleich bis Brilon zu planen (und die Verbindung mit den Anschlüssen in Wald zu betrachten), nur folgerichtig.

Da drücke ich "sogar" als gebürtiger Marsberger die Daumen ;)
Damit das gut funktioniert, braucht es in Brilon Wald einen sauberen Taktknoten. Nur dann kann das volle Potenzial ausgeschöpft werden. Dazu müsste die Fahrzeit der RE 17 zwischen Schwerte und Brilon Wald nochmal um 5 Minuten gekürzt werden.

Die RB 42 kann stündlich bis nach Paderborn oder Bad Lippspringe verlängert werden, und die Sennebahn könnte stündlich bis Büren verlängert werden, so dass sich zwischen Büren und Paderborn Nord Überlagerungen ergeben. Ein Fülle von Möglichkeiten tut sich auf. Eine durchgehende RB-Linie Bielefeld - Marburg wäre auch denkbar, allerdings gehen solche Langläufe meist zu Lasten der Pünktlichkeit.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Re: Pünktlichkeit RB42

geschrieben von: HPNuller

Datum: 10.08.19 07:44

Railchris schrieb:
Die RB 42 kann stündlich bis nach Paderborn oder Bad Lippspringe verlängert werden, und die Sennebahn könnte stündlich bis Büren verlängert werden, so dass sich zwischen Büren und Paderborn Nord Überlagerungen ergeben. Ein Fülle von Möglichkeiten tut sich auf. Eine durchgehende RB-Linie Bielefeld - Marburg wäre auch denkbar, allerdings gehen solche Langläufe meist zu Lasten der Pünktlichkeit.
Dir RB42 ist schon jetzt nicht die Pünktlichste, da sie alle Anschlüsse mitnehmen muss. Daher halte ich solche Langläufer nicht für sinnvoll. Irgendwo sollte man die Linien brechen und hier bietet sich Brilon Wald doch wirklich an. Lieber Umsteigen mit Puffer als Anschlussverlust durch Verspätung!

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

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Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

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Dazu eine Frage

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 10.08.19 10:45

Zitat:Zitat:
Die Vertreter der CDU-Fraktionen aus Borchen, Büren und Salzkotten weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich ihre Gemeinden anlässlich der Übernahme der Bahnstrecke durch den Kreis Paderborn seit einigen Jahren an den Kosten der Verkehrssicherungspflicht beteiligen.
Wann hat der Kreis die Strecke übernommen, und zu welchen Konditionen? Hat der ehemalige Eigentümer seine symbolische Mark zurückbekommen?

Nach dem willkürlichen Abbau der Gleise 2007 ist die Entwicklung doch sehr beruhigend.

Re: Dazu eine Frage

geschrieben von: Der Warendorfer

Datum: 10.08.19 10:53

Moin,

meines Wissens hat der Kreis Paderborn die Trasse im Juni 2012 vom alten Eigentümer (Ludger Guttwein / WAB) für einen symbolischen Preis erworben. Die Sicherung der Trasse stand dabei immer im Vordergrund.

Viele Grüße

Andreas

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 10.08.19 21:06

Railchris schrieb:
Damit das gut funktioniert, braucht es in Brilon Wald einen sauberen Taktknoten. Nur dann kann das volle Potenzial ausgeschöpft werden. Dazu müsste die Fahrzeit der RE 17 zwischen Schwerte und Brilon Wald nochmal um 5 Minuten gekürzt werden.

Die RB 42 kann stündlich bis nach Paderborn oder Bad Lippspringe verlängert werden, und die Sennebahn könnte stündlich bis Büren verlängert werden, so dass sich zwischen Büren und Paderborn Nord Überlagerungen ergeben. Ein Fülle von Möglichkeiten tut sich auf. Eine durchgehende RB-Linie Bielefeld - Marburg wäre auch denkbar, allerdings gehen solche Langläufe meist zu Lasten der Pünktlichkeit.
Da können wir mal abwarten, was mit der Elektrifizierungsoffensive des Bundes so kommt.
Wenn es nicht nur heiße Luft ist, könnte die Obere Ruhrtalbahn ein aussichtsreicher Kandidat sein.
-2 gleisige Hauptbahn mit ~Halbstundentakt
-interessant für Durchgangs-Güterverkehr und als zukünftige Umleitstrecke
-gerade dann hätte der RE 17 eine echte Zukunft, wird er doch sonst vielleicht in Warburg eingestutzt.

Allerdings wäre auch ich gegen derartige Langläufer, verkompliziert die Betriebsabläufe, während man meistens mit Umsteigen in Kassel/Warburg oder Paderborn schneller unterwegs ist.

Re: Dazu eine Frage

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 11.08.19 10:33

Der Warendorfer schrieb:
meines Wissens hat der Kreis Paderborn die Trasse im Juni 2012 vom alten Eigentümer (Ludger Guttwein / WAB) für einen symbolischen Preis erworben. Die Sicherung der Trasse stand dabei immer im Vordergrund.
Besten Dank für die Antworrt, das ist damals an mir vorbeigegangen.

Gruß aus Osnabrück

Re: Dazu eine Frage

geschrieben von: Der Warendorfer

Datum: 11.08.19 11:26

Moin

hier auch die offizielle Pressemitteilung des Kreises: [www.kreis-paderborn.de]

Pressemeldung vom 20.06.2012
Paderborner Kreistag beschließt Kauf der Almetalbahn

Kreis Paderborn (krpb). Der Kreis Paderborn wird Eigentümer der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Paderborn und Büren (Almetalbahn) mit einer Länge von ca. 26 km und einer Fläche von 50 ha und zahlt dafür einen symbolischen Kaufpreis von einem Euro. Mit dem Kauf kann die Entwidmung der Strecke verhindert werden. Entwidmung würde bedeuten, dass die Trasse für den Eisenbahnverkehr unwiederbringlich verloren wäre.
Der Kreis Paderborn „geht davon aus, dass die beteiligten Kommunen Borchen, Salzkotten und Büren sich bereit erklären, dauerhaft mindestens 50 % aller Unterhaltungskosten für die Streckenabschnitte in ihrem Stadt/Gemeindegebiet zu übernehmen. Für Baudenkmäler werden die Kosten durch den Kreis getragen. Eine Kostenübernahme durch die Stadt Paderborn für den Streckenabschnitt in ihrem Stadtgebiet erfolgt zunächst nicht, soll aber im Zuge der Gespräche über die Nutzung der Trasse für städtische Zwecke angestrebt werden“, heißt es wörtlich im Beschlusstext. Die Stadt Paderborn habe großes Interesse, die Bahntrasse z.B. für eine Radwegeverbindung in Wewer anzukaufen bzw. anzupachten und habe das auch in ihrem Beschluss im Bau- und Planungsausschuss zum Ausdruck gebracht, heißt es weiter. Die Anrainerkommunen Paderborn, Borchen, Salzkotten und Büren würden diesen Schritt ausdrücklich „als Instrument der kommunalen Daseinsvorsorge“ befürworten.
Grünes Licht für den Ankauf hatten zuvor auch der Ausschuss für Wirtschaft, Bau und Verkehr sowie der Kreisausschuss signalisiert.
Die Nutzung einzelner Strecken kann zeitlich übertragen werden, sofern die jeweilige Stadt oder Gemeinde mindestens 50 Prozent der Unterhaltungskosten zahlt. Aber auch hier gilt: Die Sicherung der Gesamtrasse zwischen Paderborn und Büren hat Vorrang. Deshalb muss eine Rückübertragung an den Kreis innerhalb einer angemessenen Frist möglich sein.
Für die Verkehrssicherung der Strecke werden jährlich rund 55.000 Euro kalkuliert. Rund 23.000 Euro davon übernehmen die Gemeinde Borchen sowie die Städte Büren und Salzkotten. 32.000 Euro schultert der Kreis.


Viele Grüße

Andreas
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
http://www.desiro.net/Signatur-Wichtig2.jpg

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 12:03.

Realistisch?

geschrieben von: D-Takter

Datum: 12.08.19 09:29

Hallo,

die Reaktivierung würde voraussichtich 100 Mio. Euro kosten.
Elektrifizierung ist unrealistisch, da das Gesamtnetz nicht elektrifiziert ist. Es kämen nur Wasserstoffzüge in Betracht.
Die Fahrzeit Brilon - Paderborn würde ohne Zwischenhalte etwa 40 Minuten betragen, mit Zwischenhalten wäre Paderborn - Brilon Wald in 60 Minuten mglich. Da die Kurvenradien bei 300 Meter liegen, ist eine schnellere Fahrt als mit 80 km/h nur mit großen Investitionen möglich
Das eine Problem ist die Konkurrenzsituzation zur Straße. Die Straßenentfernung Brilon - Paderborn ist kürzer und mit der A 33 auch schneller. Die heute noch zeitraubende Ortsdurchfahrt Bad Wünnenberg wird demnä#chst durch eine Umgehung ersetzt.
Das zweite Problem ist die Durchbindung nach Bielefeld. Die Sennebahn ist trotz Ausbau auf 100 km/h langsam, für 44 km werden rund 50 Minuten gebraucht, es ist meines Wissens die langsamste Verbindung zwischen zwei Großstädten dieser Entfernung.. Eine Ausbauoption für einen zusätzichen Express sehe ich politisch gar niocht.
Bei allem Optimismus bleibe ich skieptisch.
Der D-Takter

Re: Dazu eine Frage

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 12.08.19 09:47

Besten Dank für das Heraussuchen der alten Pressemitteilung!

Re: Realistisch?

geschrieben von: Ruhrthaler

Datum: 12.08.19 20:09

Tach zusammen,

Bei einer Gesamtlänge von ca. 50 km wären das 2 Mio. Euro/km, das erscheint mir nicht sonderlich teuer. Elektrifizierung ist nur langfristig denkbar und auch nur, wenn die obere Ruhrtalbahn auch einen Fahrdraht hat (RE17 wird sich freuen).

Hab mir auch mal die derzeitige Fahrzeit angeschaut und bin ziemlich überrascht, alle 2h eine Schnellbus-Direktverbindung von Paderborn nach Brilon-Stadt in 1:09 h, bei 40(!) Zwischenhalten, das sollte der Zug doch wohl in ca. 45-50 min schaffen, natürlich mit deutlich weniger Halten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Strecke wieder belebt wird.

LG Ruhrthaler

Re: Realistisch?

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 12.08.19 20:45

Zitat
Hab mir auch mal die derzeitige Fahrzeit angeschaut und bin ziemlich überrascht, alle 2h eine Schnellbus-Direktverbindung von Paderborn nach Brilon-Stadt in 1:09 h, bei 40(!) Zwischenhalten, das sollte der Zug doch wohl in ca. 45-50 min schaffen, natürlich mit deutlich weniger Halten.
Der Schnellbus hat die Strecke früher in unter einer Stunde geschafft, als er ab Bad Wünnenberg noch ohne Zwischenhalt nach Paderborn und von der Autobahn direkt zum Hauptbahnhof gefahren ist. Mittlerweile muss er auch noch durch Haaren fahren und fährt erst dann auf die Autobahn und macht dann eine Stadtrundfahrt in Paderborn eh er am Hauptbahnhof ankommt. Wenn der Schnellbus im HSK nicht jedes Dorf anfahren müsste, dass irgendwie im Zick-Zack angefahren werden kann, könnte mit dem Schnellbus eine Fahrzeit zwischen den Bahnhöfen von 50 Minuten erreicht werden. Der Schnellbus hat allerdings südlich von Bad Wünnenberg mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. Daher wurde mittlerweile am Wochenende der Fahrplan ordentlich zusammengestrichen. Früher gab es einmal an allen Wochentagen einen Zweistundentakt.

Die Bahn wird vor dem selben Problemen stehen, zwischen Brilon und Büren gibt es keinen Ort der bahnwürdige Einwohnerzahlen erreicht. Die Strecke verläuft hier praktisch im Wald. Zwischen Büren und Brilon konnte sich die Buslinie nur im Schülerverkehr halten, weil die Nahfrage so gering ist. Zwischen Büren und Paderborn sieht die Situation gänzlich anders aus, hier liegen viele einwohnerreiche Städte entlang der Strecke.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 21:02.

Re: Realistisch?

geschrieben von: teq

Datum: 12.08.19 22:28

Signalschruber schrieb:

Zitat:
Der Schnellbus hat die Strecke früher in unter einer Stunde geschafft, als er ab Bad Wünnenberg noch ohne Zwischenhalt nach Paderborn und von der Autobahn direkt zum Hauptbahnhof gefahren ist. Mittlerweile muss er auch noch durch Haaren fahren und fährt erst dann auf die Autobahn und macht dann eine Stadtrundfahrt in Paderborn eh er am Hauptbahnhof ankommt. Wenn der Schnellbus im HSK nicht jedes Dorf anfahren müsste, dass irgendwie im Zick-Zack angefahren werden kann, könnte mit dem Schnellbus eine Fahrzeit zwischen den Bahnhöfen von 50 Minuten erreicht werden. Der Schnellbus hat allerdings südlich von Bad Wünnenberg mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. Daher wurde mittlerweile am Wochenende der Fahrplan ordentlich zusammengestrichen. Früher gab es einmal an allen Wochentagen einen Zweistundentakt.
Zitat:
Die Bahn wird vor dem selben Problemen stehen, zwischen Brilon und Büren gibt es keinen Ort der bahnwürdige Einwohnerzahlen erreicht. Die Strecke verläuft hier praktisch im Wald. Zwischen Büren und Brilon konnte sich die Buslinie nur im Schülerverkehr halten, weil die Nahfrage so gering ist. Zwischen Büren und Paderborn sieht die Situation gänzlich anders aus, hier liegen viele einwohnerreiche Städte entlang der Strecke.
...also das ist schon eine schräge Darstellung! mW hatte der Schnellbus (als S80) nie eine geringere Fahrtzeit von Ende zu Ende unter einer Stunde. Vor seiner Einführung war die Fahrtzeit mindestens 1:30, oft eher 1:45 mit Umstieg in Büren, dann kam man allerdings zeitweilig auf mehr Fahrten, aber das ist lange her. Und wer pendelt Brilon - Paderborn bei solchen Fahrtzeiten, wenn er oder sie nicht muss?

Der Schnellbus hatte zunächst gar keine Fahrten am Sonntag und auch später nicht mehr als vier Paare (jetzt noch drei). Auch Werk- samt Samstags sah es seit Schnellbuseinführung nie nennenswert besser aus als heute. Die Nachfrage wird in der Tat bescheiden sein, aber groß Beschleunigung wäre auch auf Briloner Stadtgebiet nicht drin. Thülen, Nehden und Alme werden schon recht direkt durchfahren, zugleich bedienen in Thülen (483) und Alme (481) andere Linien die Orte flächendeckender in einem Zweistundentakt mit Verdichtern, so dass der Ortsteilverkehr von Brilon den Braten auch nicht fett macht.

Für die Bahn wäre ich mit entsprechender Fahrtzeit (50 Minuten bis Brilon Stadt?) durchaus verhalten optimistisch, auch wenn sicher im kleinräumigen Verker zwischen Büren und Brilon wenig zu holen ist. Die Bahn dürfte da eher noch etwas von durchgehendem Verkehr Richtung Sauerland und Nordhessen profitieren (bei entsprechenden Anschlüssen oder Durchläufern), was jetzt viel zu umständlich ist.

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: teq

Datum: 12.08.19 22:54

HSB Tw 44 schrieb:
Zitat
Damit das gut funktioniert, braucht es in Brilon Wald einen sauberen Taktknoten. Nur dann kann das volle Potenzial ausgeschöpft werden. Dazu müsste die Fahrzeit der RE 17 zwischen Schwerte und Brilon Wald nochmal um 5 Minuten gekürzt werden.
wohl eher acht... Und ich bezweifle stark, dass das ohne einen Riesenaufwand möglich ist. Und auch die R42 bzw. deren Strecke dürfte einem sauberen Knoten im Wege stehen. Es gibt wohl keine Lösung, die sowohl Richtung Süden als auch Richtung Westen kurze Umsteigezeiten (deutlich unter 15 Minuten) in Brilon Wald ermöglichte, ohne massiv in das weitere Taktgefüge einzugreifen und die Infrastruktur auszubauen. Und demgegenüber gäbe es wohl höhere Prioritäten... Aber selbst in einem Taktgefüge Status quo wäre das eine deutliche Verbesserung der Anbindung zwischen Sauerland und Paderborn.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 22:56.

Taktknoten in Brilon Wald

geschrieben von: Railchris

Datum: 12.08.19 23:44

teq schrieb:
wohl eher acht... Und ich bezweifle stark, dass das ohne einen Riesenaufwand möglich ist. Und auch die R42 bzw. deren Strecke dürfte einem sauberen Knoten im Wege stehen. Es gibt wohl keine Lösung, die sowohl Richtung Süden als auch Richtung Westen kurze Umsteigezeiten (deutlich unter 15 Minuten) in Brilon Wald ermöglichte, ohne massiv in das weitere Taktgefüge einzugreifen und die Infrastruktur auszubauen. Und demgegenüber gäbe es wohl höhere Prioritäten... Aber selbst in einem Taktgefüge Status quo wäre das eine deutliche Verbesserung der Anbindung zwischen Sauerland und Paderborn.
Ja, hast Recht. Die Kreuzung muss ja außerhalb des Elleringhäuser Tunnels stattfinden. Das erfordert tatsächlich eine 8 Minuten frühere Ankunft aus Richtung Hagen, und eine 8 Minuten spätere Abfahrt in Richtung Hagen.

Mit den jetzigen Fahrzeugen und der bestehenden Infrastruktur ist leider nichts mehr zu kürzen. Sowohl 644 als auch 633 laufen am Limit. Seitdem in Schwerte der knappe Anschluss an die RE 7 hergestellt ist, und die RE 57 den Kreuzungsaufenthalt in Bigge hat, laufen beide Linien de facto ohne Fahrzeitreserven.

Um einen Taktknoten in Brilon Wald dennoch herstellen zu können, gäbe es verschiedene Möglichkeiten:

- geringfügige Optimierungen an der Trassierung in Schwerte Ost, Langschede und an der ehem. Bk Eversberg könnten insgesamt etwa 3 Minuten bringen.

- eine Verringerung der Fahrzeitreserven der RE 7 zwischen Hamm und Schwerte könnte etwa 2 Minuten bringen.

- mittelfristig ist mit anderen Fahrzeiten der heutigen ICE-Linie 10 zu rechnen, die günstigere Fahrlagen der RE 7 ermöglichen könnten. Ideale Abfahrt der RE 17 in Schwerte wäre um '23, Ankunft um '37, wenn man die durch geringfügige Ausbauten im Ruhrtal gewonnene Zeit nicht komplett verheizen will. Da müsste sich an der RE 7 einiges tun. Ein Verzicht auf den Anschluss RE 7 <-> RE 17 sollte besser gar nicht erst in Erwägung gezogen werden.

- ansonsten können nur leistungsstarke elektrische (egal ob aus der Oberleitung oder der Batterie oder Hybrid) Triebzüge die nötigen Fahrzeitverkürzungen zwischen den beiden Fixpunkten Schwerte und Brilon Wald erreichen.

- oder man positioniert die Zugbegegnung der RE 17 unmittelbar westlich des Elleringhäuser Tunnels. Dann käme man auf eine Abfahrt in Brilon Wald Richtung Hagen um '27 und eine Ankunft aus Richtung Hagen um '33. Die Zubringer aus Richtung Paderborn und Korbach müssten also um spätestens '23 ankommen und um frühestens '37 abfahren. Für die Relation Paderborn <-> Korbach / Marburg nicht sehr attraktiv. Aber immer noch besser als jetzt.

So oder so hätte die mehr oder weniger stark verschobene Fahrlage der RE 17 den Vorteil, dass die "kleinen" Halte zwischen Brilon Wald und Marsberg regelmäßiger bedient werden können.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Re: Realistisch?

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 13.08.19 00:03

Zitat
...also das ist schon eine schräge Darstellung! mW hatte der Schnellbus (als S80) nie eine geringere Fahrtzeit von Ende zu Ende unter einer Stunde.
Der S80 hat von der Einführung bis zur Umbenennung unter einer Stunde von Bahnhof zu Bahnhof benötigt.

Zitat
Der Schnellbus hatte zunächst gar keine Fahrten am Sonntag und auch später nicht mehr als vier Paare (jetzt noch drei).
Das der Schnellbus bei Einführung sonntags nicht fuhr ist ebenso falsch. [www.radiohochstift.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.19 00:10.

Re: Realistisch?

geschrieben von: teq

Datum: 13.08.19 09:01

Signalschruber schrieb:
Zitat
...also das ist schon eine schräge Darstellung! mW hatte der Schnellbus (als S80) nie eine geringere Fahrtzeit von Ende zu Ende unter einer Stunde.
Der S80 hat von der Einführung bis zur Umbenennung unter einer Stunde von Bahnhof zu Bahnhof benötigt.

Zitat
Der Schnellbus hatte zunächst gar keine Fahrten am Sonntag und auch später nicht mehr als vier Paare (jetzt noch drei).
Das der Schnellbus bei Einführung sonntags nicht fuhr ist ebenso falsch. [www.radiohochstift.de]
Nein, er fuhr anfangs nur montags bis samstags und machte samstags früher Schluss. Es steht sogar richtig in dieser Pressemeldung:

"Die „S 80" verkehrt ab sofort nahezu täglich..." ...also nicht täglich.

Den Fahrplan von 2010 habe ich noch. Dort gab es vier Sonntagspaare, fünf Samstagspaare. Die Bushaltestelle Bahnhof hieß noch Busbahnhof. Farhrzeit aus Paderborn 60 Minuten. In Gegenrichtung wurde die Haltestelle nicht bedient. Warum auch, da fuhr keine Bahn und alle Anschlüsse ab Markt.

Re: Taktknoten in Brilon Wald

geschrieben von: Ruhrthaler

Datum: 13.08.19 17:09

Hallo zusammen,

Am RE17 noch zu feilen, halte ich für wenig glaubwürdig. Zumal die Kreuzung in Olsberg dort eine perfekte Bus-Schiene-Verknüpfung ermöglicht. Bleiben RE57 und RB42, beide haben heute lange Standzeiten in Brilon-Stadt, heißt für gute Anschlüsse von/nach Paderborn ebenfalls lange Standzeiten. Dann lässt sich aber ein 2h-Takt nicht mehr mit nur einem Fahrzeug fahren, bringt also nur Kosten.
Ein Blick auf die RB42 zeigt aber, dass auch sie ca. 50min von Brilon-Stadt bis Korbach braucht. Für eine Relation Paderborn-Korbach sind also zwei Fahrzeuge nötig, von denen eines bereits heute benötigt wird.
Für die letztlich zu wählende Zeitlage sind die Anschlüsse in Paderborn und in Korbach zu betrachten und abzuwägen, oder auch in Brilon-Wald, alles wird nicht gehen oder irrsinnig teuer.

LG Ruhrthaler

Re: Taktknoten in Brilon Wald

geschrieben von: HPNuller

Datum: 13.08.19 21:20

Ruhrthaler schrieb:
Hallo zusammen,


Ein Blick auf die RB42 zeigt aber, dass auch sie ca. 50min von Brilon-Stadt bis Korbach braucht. Für eine Relation Paderborn-Korbach sind also zwei Fahrzeuge nötig, von denen eines bereits heute benötigt wird.
Für die letztlich zu wählende Zeitlage sind die Anschlüsse in Paderborn und in Korbach zu betrachten und abzuwägen, oder auch in Brilon-Wald, alles wird nicht gehen oder irrsinnig teuer.

LG Ruhrthaler
Für RB42 sind auch (oder gerade!) auch die Anschlüsse in Marburg (RE30/RE98) und RB41 zu betrachten...
Es klemmt also überall. Es bleibt wahrscheinlich nur der Linienbruch.
Die RB42 könnte man zwischen Frankenberg und Korbach beschleunigen , die 80km/h waren ja ursprünglich auch vorgesehen, hätten jedoch das Kosten-Nutzen-Verhältnis deutlich verschlechtert, daher kam nur die
Reaktivierung mit 60km/h Streckenhöchstgeschwindigkeit.
Aber selbst wenn man FFRK -FKOB in 45 Minuten schaffte, so sind die Anschlüsse in Korbach nicht mehr passend.
Und der Ausbau Korbach - Brilon Wald ist wohl kaum realisiert werden können ohne das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Ausbaus ins Negative zu drücken.

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

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Als ich den Titel las...

geschrieben von: W_R

Datum: 14.08.19 12:32

...dachte ich schon, es werden endlich wieder Züge von Bodenburg nach Almstedt fahren.

Schade.

;)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.19 12:33.