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Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Drewer

Datum: 09.08.19 18:49

Hallo,

ein Beitrag zur Reaktivierung der westfälischen Almetalbahn findet sich in der Westfalenpost vom 02.08., hier der Link dazu:


[www.wp.de]


MfG

Drewer

Klasse 😉 (o.w.T)

geschrieben von: Euregiobahner

Datum: 09.08.19 19:19

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 09.08.19 19:35

Es wäre in der Tat sehr erfreulich, wenn, wie hier gefordert, mit realistischen Annahmen gearbeitet wird - also mit den nun schon mehrfach eingetretenen Zuwächsen und unter Berücksichtigung der Klimaziele.
Die Almetalbahn könnte einiges an Autoverkehr einsparen, wenn sie vernünftig mit den und für die Leute geplant wird. Da ist die Forderung, gleich bis Brilon zu planen (und die Verbindung mit den Anschlüssen in Wald zu betrachten), nur folgerichtig.

Da drücke ich "sogar" als gebürtiger Marsberger die Daumen ;)

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: ulrich

Datum: 09.08.19 19:37

Ob wir in diesem Leben wohl noch die Wiederauferstehung der kompletten alten Heckeneilzugroute von Marburg nach Bremen über Brilon-Senne-Sulingen erleben werden. Es sieht zumindest viel besser aus als vor 20 Jahren. Im Pendlerzulauf auf Paderborn sehe ich den Bedarf für diesen Streckenabschnitt als gegeben.

Ulrich




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.19 19:40.

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: HPNuller

Datum: 09.08.19 21:48

ulrich schrieb:
Ob wir in diesem Leben wohl noch die Wiederauferstehung der kompletten alten Heckeneilzugroute von Marburg nach Bremen über Brilon-Senne-Sulingen erleben werden.
Das das kommt wohl auf deine persönliche Lebenserwartung an...
Einige Streckenabschnitte müssten ausgebaut werden. Zwischen Frankenberg und Korbach passt kaum noch etwas auf die Strecke, es müsste wohl noch Herzhausen als Kreuzungsbahnhof neugebaut werden.
Eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf 80km/h macht die Heckeneilzüge erst zu "Eil-"Zügen. Bei 60km/h bummeln sie Züge nur... Und wenn 80km/h, dann mindestens zwischen Sarnau und Korbach, besser noch gleich bis Brilon Wald!

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Neitecfreak

Datum: 09.08.19 22:22

Hallo.Geh ich recht in der Annahme,das die Gleise von Brilon bis Büren Weinberg noch liegen ?

Viele Grüße


der Neitecfreak aus dem geneigten Gera


Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 09.08.19 22:36

Zitat
Hallo.Geh ich recht in der Annahme,das die Gleise von Brilon bis Büren Weinberg noch liegen ?
Ja. Nur bei einer SPNV-Reaktivierung wird man die Gleisanlagen eh ersetzen müssen.

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Neitecfreak

Datum: 09.08.19 22:55

Hallo.Das ein zeitgemässer Oberbau dann von Nöten sein wird leuchtet ein.Danke für die Antwort.

Viele Grüße


der Neitecfreak aus dem geneigten Gera


Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Railchris

Datum: 10.08.19 00:18

HSB Tw 44 schrieb:
Es wäre in der Tat sehr erfreulich, wenn, wie hier gefordert, mit realistischen Annahmen gearbeitet wird - also mit den nun schon mehrfach eingetretenen Zuwächsen und unter Berücksichtigung der Klimaziele.
Die Almetalbahn könnte einiges an Autoverkehr einsparen, wenn sie vernünftig mit den und für die Leute geplant wird. Da ist die Forderung, gleich bis Brilon zu planen (und die Verbindung mit den Anschlüssen in Wald zu betrachten), nur folgerichtig.

Da drücke ich "sogar" als gebürtiger Marsberger die Daumen ;)
Damit das gut funktioniert, braucht es in Brilon Wald einen sauberen Taktknoten. Nur dann kann das volle Potenzial ausgeschöpft werden. Dazu müsste die Fahrzeit der RE 17 zwischen Schwerte und Brilon Wald nochmal um 5 Minuten gekürzt werden.

Die RB 42 kann stündlich bis nach Paderborn oder Bad Lippspringe verlängert werden, und die Sennebahn könnte stündlich bis Büren verlängert werden, so dass sich zwischen Büren und Paderborn Nord Überlagerungen ergeben. Ein Fülle von Möglichkeiten tut sich auf. Eine durchgehende RB-Linie Bielefeld - Marburg wäre auch denkbar, allerdings gehen solche Langläufe meist zu Lasten der Pünktlichkeit.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Re: Pünktlichkeit RB42

geschrieben von: HPNuller

Datum: 10.08.19 07:44

Railchris schrieb:
Die RB 42 kann stündlich bis nach Paderborn oder Bad Lippspringe verlängert werden, und die Sennebahn könnte stündlich bis Büren verlängert werden, so dass sich zwischen Büren und Paderborn Nord Überlagerungen ergeben. Ein Fülle von Möglichkeiten tut sich auf. Eine durchgehende RB-Linie Bielefeld - Marburg wäre auch denkbar, allerdings gehen solche Langläufe meist zu Lasten der Pünktlichkeit.
Dir RB42 ist schon jetzt nicht die Pünktlichste, da sie alle Anschlüsse mitnehmen muss. Daher halte ich solche Langläufer nicht für sinnvoll. Irgendwo sollte man die Linien brechen und hier bietet sich Brilon Wald doch wirklich an. Lieber Umsteigen mit Puffer als Anschlussverlust durch Verspätung!

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Dazu eine Frage

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 10.08.19 10:45

Zitat:Zitat:
Die Vertreter der CDU-Fraktionen aus Borchen, Büren und Salzkotten weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich ihre Gemeinden anlässlich der Übernahme der Bahnstrecke durch den Kreis Paderborn seit einigen Jahren an den Kosten der Verkehrssicherungspflicht beteiligen.
Wann hat der Kreis die Strecke übernommen, und zu welchen Konditionen? Hat der ehemalige Eigentümer seine symbolische Mark zurückbekommen?

Nach dem willkürlichen Abbau der Gleise 2007 ist die Entwicklung doch sehr beruhigend.

Re: Dazu eine Frage

geschrieben von: Der Warendorfer

Datum: 10.08.19 10:53

Moin,

meines Wissens hat der Kreis Paderborn die Trasse im Juni 2012 vom alten Eigentümer (Ludger Guttwein / WAB) für einen symbolischen Preis erworben. Die Sicherung der Trasse stand dabei immer im Vordergrund.

Viele Grüße

Andreas

Re: Reaktivierung der Almetalbahn (ZM)

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 10.08.19 21:06

Railchris schrieb:
Damit das gut funktioniert, braucht es in Brilon Wald einen sauberen Taktknoten. Nur dann kann das volle Potenzial ausgeschöpft werden. Dazu müsste die Fahrzeit der RE 17 zwischen Schwerte und Brilon Wald nochmal um 5 Minuten gekürzt werden.

Die RB 42 kann stündlich bis nach Paderborn oder Bad Lippspringe verlängert werden, und die Sennebahn könnte stündlich bis Büren verlängert werden, so dass sich zwischen Büren und Paderborn Nord Überlagerungen ergeben. Ein Fülle von Möglichkeiten tut sich auf. Eine durchgehende RB-Linie Bielefeld - Marburg wäre auch denkbar, allerdings gehen solche Langläufe meist zu Lasten der Pünktlichkeit.
Da können wir mal abwarten, was mit der Elektrifizierungsoffensive des Bundes so kommt.
Wenn es nicht nur heiße Luft ist, könnte die Obere Ruhrtalbahn ein aussichtsreicher Kandidat sein.
-2 gleisige Hauptbahn mit ~Halbstundentakt
-interessant für Durchgangs-Güterverkehr und als zukünftige Umleitstrecke
-gerade dann hätte der RE 17 eine echte Zukunft, wird er doch sonst vielleicht in Warburg eingestutzt.

Allerdings wäre auch ich gegen derartige Langläufer, verkompliziert die Betriebsabläufe, während man meistens mit Umsteigen in Kassel/Warburg oder Paderborn schneller unterwegs ist.

Re: Dazu eine Frage

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 11.08.19 10:33

Der Warendorfer schrieb:
meines Wissens hat der Kreis Paderborn die Trasse im Juni 2012 vom alten Eigentümer (Ludger Guttwein / WAB) für einen symbolischen Preis erworben. Die Sicherung der Trasse stand dabei immer im Vordergrund.
Besten Dank für die Antworrt, das ist damals an mir vorbeigegangen.

Gruß aus Osnabrück

Re: Dazu eine Frage

geschrieben von: Der Warendorfer

Datum: 11.08.19 11:26

Moin

hier auch die offizielle Pressemitteilung des Kreises: [www.kreis-paderborn.de]

Pressemeldung vom 20.06.2012
Paderborner Kreistag beschließt Kauf der Almetalbahn

Kreis Paderborn (krpb). Der Kreis Paderborn wird Eigentümer der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Paderborn und Büren (Almetalbahn) mit einer Länge von ca. 26 km und einer Fläche von 50 ha und zahlt dafür einen symbolischen Kaufpreis von einem Euro. Mit dem Kauf kann die Entwidmung der Strecke verhindert werden. Entwidmung würde bedeuten, dass die Trasse für den Eisenbahnverkehr unwiederbringlich verloren wäre.
Der Kreis Paderborn „geht davon aus, dass die beteiligten Kommunen Borchen, Salzkotten und Büren sich bereit erklären, dauerhaft mindestens 50 % aller Unterhaltungskosten für die Streckenabschnitte in ihrem Stadt/Gemeindegebiet zu übernehmen. Für Baudenkmäler werden die Kosten durch den Kreis getragen. Eine Kostenübernahme durch die Stadt Paderborn für den Streckenabschnitt in ihrem Stadtgebiet erfolgt zunächst nicht, soll aber im Zuge der Gespräche über die Nutzung der Trasse für städtische Zwecke angestrebt werden“, heißt es wörtlich im Beschlusstext. Die Stadt Paderborn habe großes Interesse, die Bahntrasse z.B. für eine Radwegeverbindung in Wewer anzukaufen bzw. anzupachten und habe das auch in ihrem Beschluss im Bau- und Planungsausschuss zum Ausdruck gebracht, heißt es weiter. Die Anrainerkommunen Paderborn, Borchen, Salzkotten und Büren würden diesen Schritt ausdrücklich „als Instrument der kommunalen Daseinsvorsorge“ befürworten.
Grünes Licht für den Ankauf hatten zuvor auch der Ausschuss für Wirtschaft, Bau und Verkehr sowie der Kreisausschuss signalisiert.
Die Nutzung einzelner Strecken kann zeitlich übertragen werden, sofern die jeweilige Stadt oder Gemeinde mindestens 50 Prozent der Unterhaltungskosten zahlt. Aber auch hier gilt: Die Sicherung der Gesamtrasse zwischen Paderborn und Büren hat Vorrang. Deshalb muss eine Rückübertragung an den Kreis innerhalb einer angemessenen Frist möglich sein.
Für die Verkehrssicherung der Strecke werden jährlich rund 55.000 Euro kalkuliert. Rund 23.000 Euro davon übernehmen die Gemeinde Borchen sowie die Städte Büren und Salzkotten. 32.000 Euro schultert der Kreis.


Viele Grüße

Andreas
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
http://www.desiro.net/Signatur-Wichtig2.jpg

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 12:03.

Realistisch?

geschrieben von: D-Takter

Datum: 12.08.19 09:29

Hallo,

die Reaktivierung würde voraussichtich 100 Mio. Euro kosten.
Elektrifizierung ist unrealistisch, da das Gesamtnetz nicht elektrifiziert ist. Es kämen nur Wasserstoffzüge in Betracht.
Die Fahrzeit Brilon - Paderborn würde ohne Zwischenhalte etwa 40 Minuten betragen, mit Zwischenhalten wäre Paderborn - Brilon Wald in 60 Minuten mglich. Da die Kurvenradien bei 300 Meter liegen, ist eine schnellere Fahrt als mit 80 km/h nur mit großen Investitionen möglich
Das eine Problem ist die Konkurrenzsituzation zur Straße. Die Straßenentfernung Brilon - Paderborn ist kürzer und mit der A 33 auch schneller. Die heute noch zeitraubende Ortsdurchfahrt Bad Wünnenberg wird demnä#chst durch eine Umgehung ersetzt.
Das zweite Problem ist die Durchbindung nach Bielefeld. Die Sennebahn ist trotz Ausbau auf 100 km/h langsam, für 44 km werden rund 50 Minuten gebraucht, es ist meines Wissens die langsamste Verbindung zwischen zwei Großstädten dieser Entfernung.. Eine Ausbauoption für einen zusätzichen Express sehe ich politisch gar niocht.
Bei allem Optimismus bleibe ich skieptisch.
Der D-Takter

Re: Dazu eine Frage

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 12.08.19 09:47

Besten Dank für das Heraussuchen der alten Pressemitteilung!

Re: Realistisch?

geschrieben von: Ruhrthaler

Datum: 12.08.19 20:09

Tach zusammen,

Bei einer Gesamtlänge von ca. 50 km wären das 2 Mio. Euro/km, das erscheint mir nicht sonderlich teuer. Elektrifizierung ist nur langfristig denkbar und auch nur, wenn die obere Ruhrtalbahn auch einen Fahrdraht hat (RE17 wird sich freuen).

Hab mir auch mal die derzeitige Fahrzeit angeschaut und bin ziemlich überrascht, alle 2h eine Schnellbus-Direktverbindung von Paderborn nach Brilon-Stadt in 1:09 h, bei 40(!) Zwischenhalten, das sollte der Zug doch wohl in ca. 45-50 min schaffen, natürlich mit deutlich weniger Halten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Strecke wieder belebt wird.

LG Ruhrthaler

Re: Realistisch?

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 12.08.19 20:45

Zitat
Hab mir auch mal die derzeitige Fahrzeit angeschaut und bin ziemlich überrascht, alle 2h eine Schnellbus-Direktverbindung von Paderborn nach Brilon-Stadt in 1:09 h, bei 40(!) Zwischenhalten, das sollte der Zug doch wohl in ca. 45-50 min schaffen, natürlich mit deutlich weniger Halten.
Der Schnellbus hat die Strecke früher in unter einer Stunde geschafft, als er ab Bad Wünnenberg noch ohne Zwischenhalt nach Paderborn und von der Autobahn direkt zum Hauptbahnhof gefahren ist. Mittlerweile muss er auch noch durch Haaren fahren und fährt erst dann auf die Autobahn und macht dann eine Stadtrundfahrt in Paderborn eh er am Hauptbahnhof ankommt. Wenn der Schnellbus im HSK nicht jedes Dorf anfahren müsste, dass irgendwie im Zick-Zack angefahren werden kann, könnte mit dem Schnellbus eine Fahrzeit zwischen den Bahnhöfen von 50 Minuten erreicht werden. Der Schnellbus hat allerdings südlich von Bad Wünnenberg mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. Daher wurde mittlerweile am Wochenende der Fahrplan ordentlich zusammengestrichen. Früher gab es einmal an allen Wochentagen einen Zweistundentakt.

Die Bahn wird vor dem selben Problemen stehen, zwischen Brilon und Büren gibt es keinen Ort der bahnwürdige Einwohnerzahlen erreicht. Die Strecke verläuft hier praktisch im Wald. Zwischen Büren und Brilon konnte sich die Buslinie nur im Schülerverkehr halten, weil die Nahfrage so gering ist. Zwischen Büren und Paderborn sieht die Situation gänzlich anders aus, hier liegen viele einwohnerreiche Städte entlang der Strecke.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 21:02.

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