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Sehr interesant was Herr Buchholz so da vor hat entlang der Bäderbahn nach Neustadt.

[www.ln-online.de]

weitere interesante links:
Konzept für Timmendorfer Strand/Ratekau
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Bäderbus statt Bäderbahn
[www.ln-online.de]
Albi_HL schrieb:
Sehr interesant was Herr Buchholz so da vor hat entlang der Bäderbahn nach Neustadt.

[www.ln-online.de]
"Interessant" ist relativ. Man gibt eben die bekannten, für untauglich befundenen Konzepte wieder und garniert wie mit ein wenig Polemik („Ich verstehe nicht, warum in Timmendorf dieses Beharren auf alter Technik [gemeint ist der ortsnahe Bahnhof], die eine schlechte Situation schafft, so massiv ist“)

Da macht man den gleichen Fehler wie anderswo: der Fisch müffelt schon, also fragt dann den Fischverkäufer, ob der Fisch denn gut ist. Da bekommt man immer ein "selbstverständlich, ist alles in bester Ordnung", auch wenn der gerade den Fisch von letzter Woche über die Theke geschoben hat. Oder anders gesagt: wenn die Planungen nicht passen, soll man nicht die Planer um Kritik bitten.

Der dort gezeigte Bahnhof sieht aus wie eine Autobahnraststätte mit notdürftigem Gleisanschluss.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Da in diesem Artikel speziell auf das dortige BBW und dessen Nutzer abgestellt wird: Die reale Entfernung zwischen heutigem Bahnhof und BBW beträgt auch jetzt schon ungefähr 2,5 km. Ist also nur noch sehr bedingt fußläufig, gerade mit Gepäck.

Insofern dürfte es nur einen geringen Unterschied machen, ob man am heutigen Bahnhof oder an der neuen Station in Ratekau in einen Bus umsteigt. Für Reisen nach Norden wird besagter Bäderbus auch entweder den neuen Bahnhof in Scharbeutz oder den in Haffkrug oder beide bedienen, wo ebenfalls umgestiegen werden kann.

Eine zuverlässige, möglichst halbstündliche Busanbindung zu den Bahnhöfen ist für den Großteil dieses Nutzerkreises somit schon heute nötig.
Busse statt Bahnen, ja sicher doch. Vorallem kann ich mir sehr gut vorstellen wie das Angebot dann später aussehen wird: Ein Zug wird "vielleicht" von einem Bus abgeholt, und bei Verspätung bricht das ganze zusammen. Aber bloß nicht die Bäderbahn erhalten.
ICE 4 schrieb:
Da in diesem Artikel speziell auf das dortige BBW und dessen Nutzer abgestellt wird: Die reale Entfernung zwischen heutigem Bahnhof und BBW beträgt auch jetzt schon ungefähr 2,5 km. Ist also nur noch sehr bedingt fußläufig, gerade mit Gepäck.

Insofern dürfte es nur einen geringen Unterschied machen, ob man am heutigen Bahnhof oder an der neuen Station in Ratekau in einen Bus umsteigt. Für Reisen nach Norden wird besagter Bäderbus auch entweder den neuen Bahnhof in Scharbeutz oder den in Haffkrug oder beide bedienen, wo ebenfalls umgestiegen werden kann.

Eine zuverlässige, möglichst halbstündliche Busanbindung zu den Bahnhöfen ist für den Großteil dieses Nutzerkreises somit schon heute nötig.
Das stimmt zwar, aber für den Ferienverkehr ist der Bahnhof aktuell relativ ideal situiert. Alles ist fußläufig sehr gut erreichbar, die meisten Ferienwohnungen nur wenige 100m entfernt wenn überhaupt, 20 Minuten Fußweg zum Wasser. All das kann der Bahnhof Ratekau/Timmendorfer Strand nicht.

FDP keine Ahnung aber große Klappe

geschrieben von: smt-dd

Datum: 08.08.19 07:17

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Da will man einen zentrumsnahen Bahnhof durch einen simplen Haltepunkt ersetzen, der mit Bussen angebunden werden muss!
Aber so ein Schwachsinn kann nur von der FDP kommen. Ich wusste gar nicht, dass die noch irgendeinen Landtag sitzt.
Ich habe den Überblick verloren...

"Wenn ich ein Gott wär ...", so beginnt Bodo Wartke sein neuestes Lied, in dem er sich gegen radikale, menschenverachtende Auslegungen jedweder Religion wendet.

Bodo Wartke - Nicht in meinem Namen

Re: "simpler Haltepunkt"

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 08:13

Zitat
Da will man einen zentrumsnahen Bahnhof durch einen simplen Haltepunkt ersetzen
Moin,

ich bin auch kein Fan von dieser Busshuttle Thematik, aber: Der neue Haltepunkt an der Neubaustrecke bietet betrieblich die gleichen Voraussetzungen, wie der alte Bahnhof. Im Gegensatz zu diesem sind sogar beide Bahnsteige nutzbar, ohne die Gleise zu überschreiten. Und das der "zentrumsnahe" Bahnhof so ideal für den Tourismus ist, bezweifel ich immer noch. In den vergangenen drei Wochen bin ich stets mit dem Fehmarn-IC am Sonntag wieder zur Arbeit gefahren. Diejenigen, die dort mit Gepäck einstiegen, kamen mit dem Auto zum Bahnhof. Fußläufig sind höchstens Tagestouristen unterwegs, jeder mit mehr Gepäck geht nicht zu Fuß in Richtung Zentrum und Strand.
Der Fokus sollte aus diesem Grund eher auf einer besseren Lösung für die Pendler liegen, da diese deutlich öfter mit dem Zug fahren.

Gruß Sebastian
Es ist eine Beleidigung für Zuhörer einen 7km weiter entfernten Haltepunkt als Ersatzbahnhof zu bezeichnen.

Dann kann ich gleich von Lübeck Hbf mit einem Schnellbus nach Timmendorfer Strand fahren (wenn es ihn gäbe).

Kann es sein, das da Planer Timmendorf und Timmendorfer Strand in einen Topf geworfen haben?
Lz 86711 schrieb:
Re: Was war nochmal der Grund warum die Bäderbahn nicht erhalten werden kann?
Ich habe den Überblick verloren...
Man möchte offenbar einfach nicht mehr, dass da noch Züge fahren. Würde man mit Sinn und Verstand an die Sache heran gehen, würde man die Neubaustrecke für den internationalen Transitverkehr nutzen und zusätzlich die Bäderbahn elektrifizieren und mit Regional- und Touri-Fernzügen bedienen sowie als Güter-Ausweichstrecke erhalten.
Man bräuchte ja heute bereits eine Busverbindung zu den Bahnhöfen der Bäderbahn zeigt für mich die Ahnungslosigkeit der Schreiber.
Die Mehrzahl der Fahrgäste dürfte zu ihren Unterkünften oder an das Wasser wollen.
Dafür liegen die jetzigen Bahnhöfe im Gegensatz zu den Planungen für die Transitbahn nach Dänemark sehr günstig.
Abstand Luftlinie zur Ostsee: Timmendorfer Strand etwa 1300 Meter, Scharbeutz etwa 1150 Meter und Haffkrug etwa 750 Meter.
Der ganz große Teil der Reisenden, die mit der Bahn kommen, dürften diese Entfernungen ohne Busse oder Taxen bewältigen können.
Ich kann mich nicht dran erinnern, in den genannten Orten auf die Idee gekommen zu sein, mit dem Bus zur Bahn fahren zu wollen.
Das war immer ein schöner kurzer Spaziergang vom Wasser zum Bahnhof.
Da einen Haltepunkt, der zig Kilometer weit weg liegt, als gleichwertigen Ersatz verkaufen zu wollen,, ist für mich schlicht eine Unverschämtheit.
Bahn kommt zu spät, Bus fährt nach Fahrplan los (Schon oft erlebt): So etwas schreckt ab!
Die Kosten für die geplante Transitbahn mit Entsorgung der Bäderbahn liegen jetzt ganz offiziell bei 2,8 Milliarden Euro zuzüglich:

"Nicht enthalten sind in den 2,8 Milliarden die Kosten für die Querung des Fehmarnsundes zwischen der Insel Fehmarn und dem Festland sowie die Kosten für Schutzmaßnahmen etwa gegen Lärm oder Erschütterungen. Darüber entscheidet der Bundestag nach der Sommerpause."
[www.welt.de]
Die Einschätzung von MdB Bettina Hagedorn von 2018, dass es wohl 4 Milliarden Euro werden, war also nicht ganz falsch.
Gotthard-Basistunnel schrieb:
Lz 86711 schrieb:
Re: Was war nochmal der Grund warum die Bäderbahn nicht erhalten werden kann?
Ich habe den Überblick verloren...
Man möchte offenbar einfach nicht mehr, dass da noch Züge fahren. Würde man mit Sinn und Verstand an die Sache heran gehen, würde man die Neubaustrecke für den internationalen Transitverkehr nutzen und zusätzlich die Bäderbahn elektrifizieren und mit Regional- und Touri-Fernzügen bedienen sowie als Güter-Ausweichstrecke erhalten.
Moin,

ich habe mal markiert, was die Anlieger dort auf keinen Fall haben möchten. Und aus diesem Grund hat man dann gesagt, dass die Bäderbahn weg kommt, obwohl es für den SPNV durchaus Sinnvoll wäre, diesen bis Neustadt über die alte Strecke zu führen. In Neustadt bräuchte man dann aber eine Verknüpfung zur NBS.
Aber da die panische Angst vor Güterzügen auf der Altstrecke die ganzen Bürgerinitiativen aus dem Boden hat sprießen lassen (nennen sich mittlerweile Beltretter), wurde auf Grund der Güterzüge lange Zeit vehement gegen einen Ausbau oder eine Ertüchtigung der Bäderbahn gekämpft. Erst als das Aus der Bäderbahn bekannt gegeben wurde, realisierten diese Leute, dass diese Konsequenz auch nicht so toll ist.

Gruß Sebastian
Gotthard-Basistunnel schrieb:
Man möchte offenbar einfach nicht mehr, dass da noch Züge fahren. Würde man mit Sinn und Verstand an die Sache heran gehen, würde man die Neubaustrecke für den internationalen Transitverkehr nutzen und zusätzlich die Bäderbahn elektrifizieren und mit Regional- und Touri-Fernzügen bedienen sowie als Güter-Ausweichstrecke erhalten.
Hallo,
wenn da eine zweigleisige Neubaustecke neben der Bäderbahn entsteht, dürfte die für den Güterverkehr keine Rolle mehr spielen.
Selbst mit einem Gleis zwischen Bad Schwartau und Hasselburg würde man genug Kapazität haben, um die zweistündlichen ICE und geschätzte 50 bis 60 Güterzüge pro Tag durchzubekommen.
Allerdings dürfte so eine Neubaustrecke erst einmal Jahrzehnte von umfangreichen Bauarbeiten verschont bleiben.
Als Umleiter-und Ergänzungsstrecke für Güterzüge bliebe ja auch der Weg über Fünen und Padborg erhalten.
Wichtig wäre bei Erhalt der Bäderbahn, diese wieder in Neustadt auf die Neubaustrecke auszufädeln.
Nur so brächte die Transitstrecke keine Nachteile für den Personenverkehr der Bahn in SH.
Irgendwie unglaublich, dass sich die Politik in Kiel da so quer stellt.
Bei geschätzten 4 Milliarden Euro Kosten sind die Mehrkosten für den Erhalt der Bäderbahn doch nun wirklich marginal.
Ich kritisiere da auch speziell die Grünen in SH, die in der Regierung sitzen: Lippenbekenntnisse zur Bahn nützen nichts, wenn man das dann praktisch nicht umsetzt.
Ich erwarte da jetzt eine alternative Planung. Die würde die Akzeptanz bei den Anwohnern für die Transitstrecke auch deutlich erhöhen.
Zitat
Ich kann mich nicht dran erinnern, in den genannten Orten auf die Idee gekommen zu sein, mit dem Bus zur Bahn fahren zu wollen.
Du warst ja auch laut eigener Aussage schon lange nicht mehr da. Da kann man sowas vielleicht auch vergessen.
Wie schon geschrieben: Für die Tagestouristen ist es nicht optimal, wobei ein Bus, der die Menschen direkt im Zentrum ausspuckt, vielleicht von diesen sogar angenommen wird. Leute mit viel Gepäck gehen kaum zu Fuß zum Bahnhof.

Ich selbst kann übrigens die Male, die ich zu Fuß vom Bahnhof in Scharbeutz oder Timmendorfer Strand an die Ostsee gelaufen bin, an einer Hand abzählen. Mir war das immer zu weit bzw. hat zu lange gedauert, weshalb ich meistens mein Rad mitgenommen habe...

Gruß Sebastian

Re: 2,8 Milliarden

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 09:43

Oberdeichgraf schrieb:
Bei geschätzten 4 Milliarden Euro Kosten sind die Mehrkosten für den Erhalt der Bäderbahn doch nun wirklich marginal.
Ich kritisiere da auch speziell die Grünen in SH, die in der Regierung sitzen: Lippenbekenntnisse zur Bahn nützen nichts, wenn man das dann praktisch nicht umsetzt.
Ich erwarte da jetzt eine alternative Planung. Die würde die Akzeptanz bei den Anwohnern für die Transitstrecke auch deutlich erhöhen.
Es sind 2,8 Milliarden Euro. Der Kleiderbügel muss mittelfristig ersetzt werden. Mit FBQ, ohne FBQ, vermutlich sogar, wenn man die Fährlinie ersatzlos schließen würde. Deshalb werden diese Kosten nicht mit eingerechnet. Die alternative Planung kannst du ja gerne finanzieren. Ansonsten meckerst du wieder, dass diese auch noch Steuergeld kostet und bis wieder nicht zufrieden.

Gruß Sebastian
Sebastian Berlin schrieb:
Zitat
Ich kann mich nicht dran erinnern, in den genannten Orten auf die Idee gekommen zu sein, mit dem Bus zur Bahn fahren zu wollen.
Du warst ja auch laut eigener Aussage schon lange nicht mehr da. Da kann man sowas vielleicht auch vergessen.
Wie schon geschrieben: Für die Tagestouristen ist es nicht optimal, wobei ein Bus, der die Menschen direkt im Zentrum ausspuckt, vielleicht von diesen sogar angenommen wird. Leute mit viel Gepäck gehen kaum zu Fuß zum Bahnhof.

Ich selbst kann übrigens die Male, die ich zu Fuß vom Bahnhof in Scharbeutz oder Timmendorfer Strand an die Ostsee gelaufen bin, an einer Hand abzählen. Mir war das immer zu weit bzw. hat zu lange gedauert, weshalb ich meistens mein Rad mitgenommen habe...
Hallo,
da hast Du mich falsch verstanden. Nach Fehmarn fahre ich eher selten mit der Bahn: Der viele Wind und die ganzen Möwen sind nicht mein Ding.
Dann diese Brücke mit dem Notweg zum Schieben der Räder: Charme von Vorgestern.
Zudem zuckelt der Zug da nur alle zwei Stunden hin, suboptimal.
Dagegen ist alles bis Neustadt im Stundentakt angebunden und auch ohne Fahrrad hat man da von den Bahnhöfen bis zum Wasser kurze Wege.
Die Wahrnehmung, von der Ostsee bis zu den genannte Bahnhöfen wäre es zu Fuß "zu weit", mag für Dich ja zutreffen, aber sicher kaum für die große Mehrheit der Besucher.
Was die Gäste mit Gepäck angeht: Ein Taxi über eine kurze Strecke ist bedeutend günstiger, als über zig Kilometer.
Da schiebt auch niemand seine Rollkoffer mehr, im Gegensatz zu den jetzigen Entfernungen der Unterkünfte.
Ich warte noch auf die Vorteile der geplanten neuen Haltepunkte neben der Autobahn: die wären außer dem Bustransit?

Die GRÜNEN in SH

geschrieben von: Gumminase

Datum: 08.08.19 10:01

Oberdeichgraf schrieb:
Ich kritisiere da auch speziell die Grünen in SH, die in der Regierung sitzen: Lippenbekenntnisse zur Bahn nützen nichts, wenn man das dann praktisch nicht umsetzt.
Dafür wollen doch die Grünen, und seit neuestem auch der "ökologische" VCD [Kieler Nachrichten], unbedingt ganz schnell mit der Bahn aus Kiel zum Flughafen Hamburg kommen. Scheint da großen Bedarf bei dieser Partei zu geben, umweltfreundlich zum klimaschädlichen Flieger zu kommen.

Weiß der Geier, warum.
Oberdeichgraf schrieb:
Ich warte noch auf die Vorteile der geplanten neuen Haltepunkte neben der Autobahn: die wären außer dem Bustransit?
Die superkurze Fahrzeit nach Lensahn und Bad Oldesloe!
Oberdeichgraf schrieb:
Die Wahrnehmung, von der Ostsee bis zu den genannte Bahnhöfen wäre es zu Fuß "zu weit", mag für Dich ja zutreffen, aber sicher kaum für die große Mehrheit der Besucher.
...
Ich warte noch auf die Vorteile der geplanten neuen Haltepunkte neben der Autobahn: die wären außer dem Bustransit?
Komisch, dass ich die angeblichen Touristenmassen, die dann vom Bahnhof Timmendorf zum Strand pilgern, noch nie gesehen habe. Die große Mehrheit der Besucher in Timmendorfer Strand geht von den diversen Parkplätzen, die keine 500m vom Strand entfernt liegen, dorthin.

Die Vorteile für den Haltepunkt Ratekau/Timmendorf:
Halbstündliche Anbindung ohne Umstieg nach Hamburg für Pendler/Anwohner/Urlauber aus Ratekau, Sereetz, Techau, Hemmelsdorf. Diese müssen aktuell nämlich entweder nach Bad Schwartau fahren um von dort aus mit dem Zug zu fahren oder nach Timmendorf. Aufgrund der in Timmendorf kaum vorhandenen Parkplätze am Bahnhof (vielleicht 20?), fahren die meisten wohl eher nach Schwartau. Gleichzeitig bietet sich für Ratekauer/Techauer die Möglichkeit, mit dem Zug schnell in Lübeck und Bad Schwartau zu sein. Aktuell gibt es nur den langsamen Bus oder das eigene Auto. Auch im Schülerverkehr könnte das durchaus Auswirkungen haben. Für die direkten Einwohner von Timmendorfer Strand sehe ich auch eher einen Nachteil durch den neuen Bahnhalt. Für die umliegenden Gemeinden sehe ich aber sehr viele Vorteile.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 10:30.
Sebastian Berlin schrieb:
Aufgrund der in Timmendorf kaum vorhandenen Parkplätze am Bahnhof (vielleicht 20?), fahren die meisten wohl eher nach Schwartau.
In Bad Schwartau gibt es zwar mehr Parkplätze als am Bahnhof Timmendorfer Strand, aber einen freien Parkplatz zu finden, ist dort nicht leichter.

Daher fahren heute die meisten Pendler mit dem Fahrrad oder laufen zum Bahnhof Timmendorfer Strand.

Re: Pendlerparkplätze

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 11:06

Gumminase schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Aufgrund der in Timmendorf kaum vorhandenen Parkplätze am Bahnhof (vielleicht 20?), fahren die meisten wohl eher nach Schwartau.
In Bad Schwartau gibt es zwar mehr Parkplätze als am Bahnhof Timmendorfer Strand, aber einen freien Parkplatz zu finden, ist dort nicht leichter.

Daher fahren heute die meisten Pendler mit dem Fahrrad oder laufen zum Bahnhof Timmendorfer Strand.
Aus dem Grund radeln auch viele Schwartauer nach Lübeck, gerade weil es ja zusätzlich den Umstieg erspart, wenn man nach Hamburg möchte - abgesehen von den zwei Sprintern, die durchfahren.

Gruß Sebastian
Lz 86711 schrieb:
Ich habe den Überblick verloren...
Die Antwort gibt der Minister:
Kein Verständnis zeigte Buchholz für Initiativen wie die der Timmendorfer Aktivgruppe für Handel und Gewerbe, die eine Online-Petition für den Erhalt der Bäderbahn auf den Weg gebracht hat. „Ich verstehe nicht, warum in Timmendorf dieses Beharren auf alter Technik, die eine schlechte Situation schafft, so massiv ist“

Alte Technik, schlechte Situation. Aha...

Ist eigentlich nur der übliche Sprech, wenn man weiß, dass das Neue eigentlich murks ist, aber man trotzdem darauf beharrt, warum auch immer. Kennt man von einem Bahnhof aus dem Süden, aber leider auch von vielen anderen Projekten.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Oberdeichgraf schrieb:
Gotthard-Basistunnel schrieb:
Man möchte offenbar einfach nicht mehr, dass da noch Züge fahren. Würde man mit Sinn und Verstand an die Sache heran gehen, würde man die Neubaustrecke für den internationalen Transitverkehr nutzen und zusätzlich die Bäderbahn elektrifizieren und mit Regional- und Touri-Fernzügen bedienen sowie als Güter-Ausweichstrecke erhalten.
Hallo,
wenn da eine zweigleisige Neubaustecke neben der Bäderbahn entsteht, dürfte die für den Güterverkehr keine Rolle mehr spielen.
Selbst mit einem Gleis zwischen Bad Schwartau und Hasselburg würde man genug Kapazität haben, um die zweistündlichen ICE und geschätzte 50 bis 60 Güterzüge pro Tag durchzubekommen.
Allerdings dürfte so eine Neubaustrecke erst einmal Jahrzehnte von umfangreichen Bauarbeiten verschont bleiben.
Als Umleiter-und Ergänzungsstrecke für Güterzüge bliebe ja auch der Weg über Fünen und Padborg erhalten.
Wichtig wäre bei Erhalt der Bäderbahn, diese wieder in Neustadt auf die Neubaustrecke auszufädeln.
Nur so brächte die Transitstrecke keine Nachteile für den Personenverkehr der Bahn in SH.
Irgendwie unglaublich, dass sich die Politik in Kiel da so quer stellt.
Bei geschätzten 4 Milliarden Euro Kosten sind die Mehrkosten für den Erhalt der Bäderbahn doch nun wirklich marginal.
Ich kritisiere da auch speziell die Grünen in SH, die in der Regierung sitzen: Lippenbekenntnisse zur Bahn nützen nichts, wenn man das dann praktisch nicht umsetzt.
Ich erwarte da jetzt eine alternative Planung. Die würde die Akzeptanz bei den Anwohnern für die Transitstrecke auch deutlich erhöhen
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.

Gruß Sebastian
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Ja, das wäre in Hinblick auf die mittlerweile erhältlichen Akku-ETs eine Option, die es so vorher noch nicht gab.
Aber: Der DB reichen die 2 Neubaugleise, die will den Unterhalt des alten Gleises nicht am Bein haben. Da ist also Hilfe zur Selbsthilfe angesagt, mindestens das Land oder die Gemeinden sollten die Gleise kaufen. Immerhin würde man sich dann den Bau des neuen Bahnhofes sparen, das könnte dann zumindest die Kosten der nötigen Weichenverbindungen kompensieren.
Der Mehrpreis für nen Akku-ET bliebe dann auch beim Land / Gemeinden hängen.

Also wenn man wollte, ginge da vielleicht doch noch was, aber mit nem FDPler wird das nicht einfach^^
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Und du warst doch in dem anderen Faden der Meinung dass SH so gut im Reaktivieren ist. Man könnte ja z.B. Eutin-Neustadt zwischen A1 und Neustadt (Holst) reaktivieren und dort einen Verknüpfungsbahnhof erstellen. Aber das würde den Rahmen an Zugeständnissen leider sprengen dem man dem Nicht-Prestige-SV zukommen lässt.
Acobono schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Erstens das, zweitens könnte man in Haffkrug ne Umsteigemöglichkeit von Alt- zu Neubaustrecke einrichten, da alter und neuer Bahnhof nicht weit voneinander entfernt liegen. Idelaerweise würde man natürlich die Altstrecke die paar Meter verschwenken und 3gleisig neu bauen - kostet aber.
Acobono schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Und du warst doch in dem anderen Faden der Meinung dass SH so gut im Reaktivieren ist. Man könnte ja z.B. Eutin-Neustadt zwischen A1 und Neustadt (Holst) reaktivieren und dort einen Verknüpfungsbahnhof erstellen. Aber das würde den Rahmen an Zugeständnissen leider sprengen dem man dem Nicht-Prestige-SV zukommen lässt.
Du vergisst aber, dass es hier um zwei Zielgruppen geht:
Gruppe A, die aus Richtung Hamburg/Lübeck kommt und nach Timmerndorfer Strand bis Scharbeutz möchte und Gruppe B, die von dort in Richtung Fehmarn möchte. Gruppe A ist dabei definitiv in der Mehrheit, was sich heute schon am Fahrplan und der Kapazität des Zuges widerspiegelt. Von daher wäre ein kleiner Umweg für Gruppe B durchaus verkraftbar, wenn sich dafür für Gruppe A die Anreise nicht verschlechtert. Mit der jetzigen Planung verschlechtert sich das Angebot für beide Gruppen. Da mag das Busangebot noch so theoretisch passen, aber es ist einmal mehr Umsteigen und dann auch noch in den Bus (oh Gott, gilt da überhaupt mein Ticket??).

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 13:00.
Acobono schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Und du warst doch in dem anderen Faden der Meinung dass SH so gut im Reaktivieren ist. Man könnte ja z.B. Eutin-Neustadt zwischen A1 und Neustadt (Holst) reaktivieren und dort einen Verknüpfungsbahnhof erstellen. Aber das würde den Rahmen an Zugeständnissen leider sprengen dem man dem Nicht-Prestige-SV zukommen lässt.
Genau, weil man nach den 7 Minuten Fahrzeit bis Bad Schwartau auch ohne jegliche zeitliche Verzögerung wieder in Richtung Norden weiter fährt. Denn der Taktknoten in Lübeck Hbf gilt für solche Züge natürlich nicht. Für Sierksdorf hat die Hinterlandanbindung bezüglich der Anbindung in Richtung Süden übrigens keine Auswirkung. Der Halt bleibt bestehen wie gehabt. Lediglich die bestehende Infrastruktur wird zwischen Neustadt und Haffkrug erneuert.
Zudem habe ich in dem anderen Faden nicht geschrieben, dass SH so gut in Reaktivierungen wäre. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass seit 30 Jahren immerhin nicht mehr stillgelegt wurde. Die aktuellen Reaktivierungen gehen auch mir zu langsam.

Edit: Ich bin ja ebenfalls der Meinung, dass ein Weiterbetrieb der Bäderbahn für die Anwohner der Badeorte Scharbeutz und Timmendorferstrand die beste Alternative wäre. In Haffkrug und Sierksdorf verändert sich ja so gut wie nichts, abgesehen davon, dass es zukünftig alle 30 Minuten bis nach Hamburg geht. Für die Orte Ratekau etc. ist der neue Halt sogar eine deutliche Aufwertung.

Was ich aber nicht nachvollziehen kann, sind die Krokodilstränen der Anwohner bzw. Politiker in Scharbeutz und Timmendorfer Strand. Es hat sich ziemlich früh abgezeichnet, dass die vehemente Ablehnung von Mehrverkehr auf der Bestandstrecke dazu führen kann, dass diese ersetzt wird. Es wollte aber lange niemand wahrhaben, da ja die "lauten Güterzüge" drohten, die angeblich den Tourismus zum erliegen gebracht hätten*. Jetzt, wo für diese Züge eine Lösung gefunden ist, wacht man auf und denkt über die eigenen Bedürfnisse nach. Damit ist man aber einige Jahre zu spät.
* Man erinnere sich einmal an die Zeit vor 1997. Leere Strände in der Lübecker Bucht. Niemand wollte dorthin, weil es so unglaublich laut war.

Gruß Sebastian




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 13:05.
NBStrecke schrieb:
Da ist also Hilfe zur Selbsthilfe angesagt, mindestens das Land oder die Gemeinden sollten die Gleise kaufen. Immerhin würde man sich dann den Bau des neuen Bahnhofes sparen, das könnte dann zumindest die Kosten der nötigen Weichenverbindungen kompensieren.
Das Kaufen hängt sicher auch vom Preis ab. Die DB dürfte Null Interesse haben, die Bäderbahnstrecke zu verkaufen. Entsprechend destruktiv wird sie sich verhalten.

Außerdem ist zurzeit die für den Erhalt der Bäderbahn notwendige SPNV-Bestellgarantie des Landes nicht in Sicht. Eigenwirtschaftlichen SPNV werden die Kommunen nicht hinbekommen. Eine Verkehrswende, die das ermöglichen würde, scheint in Deutschland, nicht zuletzt wegen Verkehrsministern wie Buchholz und Scheuer, ganz weit weg zu sein.

Re: Übernahmeperspektive für die Bäderbahn

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 13:08

Die DB dürfte vermutlich sogar Interesse daran haben, die Strecke zu veräußern, könnte sie so doch sogar noch Einnahmen erzielen, die es sonst nicht gäbe. Eher dürfte es tatsächlich daran scheitern, dass sich ein EIU findet, welches diese Strecke ohne die Perspektive auf finanzierte Zugfahrten übernimmt. Viele bringen hier ja stets die AKN ins Spiel. Aber warum sollte das Land SH der AKN die Strecke ans Bein binden, wenn das Land dort keinen Verkehr bestellen will.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 13:09.
Oberdeichgraf schrieb:
Die Wahrnehmung, von der Ostsee bis zu den genannte Bahnhöfen wäre es zu Fuß "zu weit", mag für Dich ja zutreffen, aber sicher kaum für die große Mehrheit der Besucher.
Die große Mehrheit der Besucher wird nur selten Zug fahren, sondern eher mit dem Auot. Aber nehmen wir den Fall, meine Schwiegereltern überlegen mal den Zug zu nehmen.

Beispiel von Hamburg Hbf (ideale Lage für eine Zugfahrt...) nach Timmendorfer Strand, "Ziel Strand" (Strandallee), Konkurrenz ist das Auto (Fahrzeit laut google.maps 1 Stunde 4 Minuten):

DB
will mich nur zu einer Station lotsen, ZOB ist mit Umstieg in den Bus (Fahrzeit 4 Minuten) (bei der Auswahl der Station ohne Ortskenntnis bzw. Karte steigt sicher die Hälfte aus und fährt lieber mit dem Auto)

nah.sh
zeigt mir für ein Ziel in der Strandallee:
https://i.ibb.co/HXm4q1C/nah.jpg

Zweimal umsteigen, und dann noch fast 10 Minuten zu Fuß!?
1:39 statt 1:04? Und man muss erst zum Bahnhof kommen?

Ich behaupte mal, > 90 % der Erwachsenen die ich kenne, werden die Strecke lieber mit dem Auto fahren!
sonicus83 schrieb:
nah.sh
zeigt mir für ein Ziel in der Strandallee:
[i.ibb.co]

Zweimal umsteigen, und dann noch fast 10 Minuten zu Fuß!?
1:39 statt 1:04? Und man muss erst zum Bahnhof kommen?

Ich behaupte mal, > 90 % der Erwachsenen die ich kenne, werden die Strecke lieber mit dem Auto fahren!
Nicht zu verachten die 24 Minuten Wartezeit in Lübeck...

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Sebastian Berlin schrieb:
Acobono schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Und du warst doch in dem anderen Faden der Meinung dass SH so gut im Reaktivieren ist. Man könnte ja z.B. Eutin-Neustadt zwischen A1 und Neustadt (Holst) reaktivieren und dort einen Verknüpfungsbahnhof erstellen. Aber das würde den Rahmen an Zugeständnissen leider sprengen dem man dem Nicht-Prestige-SV zukommen lässt.
Genau, weil man nach den 7 Minuten Fahrzeit bis Bad Schwartau auch ohne jegliche zeitliche Verzögerung wieder in Richtung Norden weiter fährt. Denn der Taktknoten in Lübeck Hbf gilt für solche Züge natürlich nicht. Für Sierksdorf hat die Hinterlandanbindung bezüglich der Anbindung in Richtung Süden übrigens keine Auswirkung. Der Halt bleibt bestehen wie gehabt. Lediglich die bestehende Infrastruktur wird zwischen Neustadt und Haffkrug erneuert.
Zudem habe ich in dem anderen Faden nicht geschrieben, dass SH so gut in Reaktivierungen wäre. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass seit 30 Jahren immerhin nicht mehr stillgelegt wurde. Die aktuellen Reaktivierungen gehen auch mir zu langsam.

Die Verzögerung in Schwartau betrüge zwischen 6-8 Minuten. Das ist ein Fahrzeit"verlust" gegenüber dem Bus von 2 Minuten. Daten aus den projizierten BVWP und Deutschlandtaktfahrplänen.

Und was besserer Weg um zu zementieren dass man in SH immerhin nicht mehr stillegt als die Bäderbahn (teil)-Stillzulegen....
Gumminase schrieb:
NBStrecke schrieb:
Da ist also Hilfe zur Selbsthilfe angesagt, mindestens das Land oder die Gemeinden sollten die Gleise kaufen. Immerhin würde man sich dann den Bau des neuen Bahnhofes sparen, das könnte dann zumindest die Kosten der nötigen Weichenverbindungen kompensieren.
Das Kaufen hängt sicher auch vom Preis ab. Die DB dürfte Null Interesse haben, die Bäderbahnstrecke zu verkaufen. Entsprechend destruktiv wird sie sich verhalten.

Außerdem ist zurzeit die für den Erhalt der Bäderbahn notwendige SPNV-Bestellgarantie des Landes nicht in Sicht. Eigenwirtschaftlichen SPNV werden die Kommunen nicht hinbekommen. Eine Verkehrswende, die das ermöglichen würde, scheint in Deutschland, nicht zuletzt wegen Verkehrsministern wie Buchholz und Scheuer, ganz weit weg zu sein.
Kommt Zeit kommt Rat. Das eine ist die Infrastruktur, das andere die Bestellung von Nahverkehr.
Definitiv wird die DB kein Interesse am Erhalt der Bäderbahn haben (egal durch wen), denn auf der NBS kann man jahrelang fürstlich Gelder kassieren, ohne ernsthaft was in die Infrastruktur stecken zu müssen. Gehen die ÖPNV-Gelder verloren, bricht erstmal ein gewaltiger Teil Einnahmen weg. Zeitgleich müsste man die Sanierung der Altstrecke womöglich großteils aus der eigenen Tasche finanzieren. Ob jetzt 20% der Besucher der Badeorte wegfallen und mit dem Auto kommen, ist DB Netz erstmal egal. Letztlich wird wieder ein Gericht entscheiden müssen, ob die NBS eine Verlegung der Strecke ist und ob ein Stillegungsverfahren mit vorherigem Übernahmeangebot notwendig wird.

Anderes Thema ist die Bestellung von NV-Leistungen. Heute hat der FDP-VM kein Interesse, aber was ist schnellebiger als Posten in der Politik? In BW war bis vor wenigen Jahren an Angebotsausweitungen im zweistelligen Prozentbereich, Landestarif und systematische Reaktivierungspläne undenkbar, geschweige denn ergänzende Maßnahmen zu S21 im Sinne des Nahverkehrs. Bis die NBs in Betrieb ist sind in SH noch zwei Mal Wahlen. Mal sehen was bis dahin passiert. Noch können sich die Politiker hinter irgendwelchen Vereinbarungen von vor vielen Jahren verstecken. Wenn es aber an die Wahlurnen geht, wird man hören müssen, was vor Ort gewünscht ist.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Standzeit in Lübeck

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 13:38

Moin,

die 24 Minuten Wartezeit in Lübeck Hbf sind dem Taktknoten geschuldet, der jede volle Stunde dort herrscht. Das ist auf einigen Strecken dann der Preis dafür, dass man in jede Richtung weg kommt. Aus diesem Grund dürfte sich - unabhängig von der zukünftigen Strecke - daran nicht viel ändern.

Gruß Sebastian
Zitat
Und was besserer Weg um zu zementieren dass man in SH immerhin nicht mehr stillegt als die Bäderbahn (teil)-Stillzulegen....
Da kann man jetzt drüber streiten. Die Bahn und das Land sagen, es wird einen Ersatzbau = Neubaustrecke geben, die Orte behalten ja auch ihre Zugangsstellen in neuer Lage. Rein auf die alte Trasse bezogen ist es natürlich zwischen Haffkrug und Ratekau eine Stillegung.

Deine Zeitrechnung verstehe ich übrigens nicht.
Beim Umstieg in Bad Schwartau entfallen 7 Minuten Fahrzeit nach Bad Schwartau + 8 Minuten Wartezeit (im schlechteren Fall) + ca. 5 Minuten Fahrzeit, um wieder auf Höhe von Timmendorfer Strand zu sein. Das sind in etwa 20 Minuten. Dem Gegenüber steht eine Fahrzeit von ca. 12 Minuten zum neuen Bahnhof, was für mich eine Differenz von 8 Minuten macht, die man theoretisch früher in den Zug am neuen Bahnhof steigen könne oder später los müsste bei entsprechend getakteten Zubringern.

*Ich hoffe, dass ich den zitierten Satz richtig interpretiert habe. Ich konnte den Inhalt lediglich erahnen.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 13:52.
Murrtalbahner schrieb:
sonicus83 schrieb:
nah.sh
zeigt mir für ein Ziel in der Strandallee:
[i.ibb.co]

Zweimal umsteigen, und dann noch fast 10 Minuten zu Fuß!?
1:39 statt 1:04? Und man muss erst zum Bahnhof kommen?

Ich behaupte mal, > 90 % der Erwachsenen die ich kenne, werden die Strecke lieber mit dem Auto fahren!
Nicht zu verachten die 24 Minuten Wartezeit in Lübeck...
Wenn die Gesamtfahrzeit stimmt, sind die 24 Minuten ja nicht schlimm. Sind ja eher ein Puffer, wenn der zulaufende Zug einmal Verspätung hat.
Zitat
Da kann man jetzt drüber streiten. Die Bahn und das Land sagen, es wird einen Ersatzbau = Neubaustrecke geben, die Orte behalten ja auch ihre Zugangsstellen in neuer Lage. Rein auf die alte Trasse bezogen ist es natürlich zwischen Haffkrug und Ratekau eine Stillegung.

Deine Zeitrechnung verstehe ich übrigens nicht.
Beim Umstieg in Bad Schwartau entfallen 7 Minuten Fahrzeit nach Bad Schwartau + 8 Minuten Wartezeit (im schlechteren Fall) + ca. 5 Minuten Fahrzeit, um wieder auf Höhe von Timmendorfer Strand zu sein. Das sind in etwa 20 Minuten. Dem Gegenüber steht eine Fahrzeit von ca. 12 Minuten zum neuen Bahnhof, was für mich eine Differenz von 8 Minuten macht, die man theoretisch früher in den Zug am neuen Bahnhof steigen könne oder später los müsste bei entsprechend getakteten Zubringern.

*Ich hoffe, dass ich den zitierten Satz richtig interpretiert habe. Ich konnte den Inhalt lediglich erahnen.
Das ist halt ein Siegburg/Bonn Argument. Einen Bahnhof aus seiner ursprünglichen Lage zu entfernen um dann dem nächstgelegenen Halt den Namen zu addieren ist für mich kein Ersatzbau, ein 8km von der Ortsgrenze entfernter Bahnhof hat mit Timmendorfer Strand soviel zu tun wie Baal mit Hückelhoven-Ort, Siegburg mit Bonn oder Limburg-Süd mit Limburg. Entsprechend wird die Bäderbahn dort effektiv stillgelegt. Wäre der Bahnhof adäquat vom Ort erreichbar, bräuchte man den Bus nicht.

Du unterschlägst übrigens die Tatsache dass man ja nicht vom Bus in die Bahn gebeamt wird, die Umsteigezeit in Timmendorfer Strand + Kulanz aufgrund der potentiellen Busverspätung dürfte unter 5 Minuten nun auch nicht liegen. D.h. der effektive Fahrzeitunterschied sind 3 Minuten, von der Tatsache dass man sich Ratekau/Timmendorfer Strand als Halt dann sparen kann und Fahrzeit gewinnt mal ganz abgesehen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 14:28.

Re: Ortsgrenzen etc.

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 14:55

Wie schon geschrieben, darüber müssen die Fachleute entscheiden, ob es eine Stilllegung ist oder ein Ersatzbau. Unsere Einschätzung wird da niemanden interessieren. Die Ortsgrenze von Timmendorf liegt aber auch keine 8km vom neuen Halt entfernt, wenn selbst die Seebrücke lediglich 7km entfernt ist. Oder meintest du die seeseitige Grenze?
Vom jetzigen Bahnhof zum neuen Halt ist die Entfernung knapp 5,5km. Zum Strand sind es tatsächlich ca. 7km.

Zitat
... von der Tatsache dass man sich Ratekau/Timmendorfer Strand als Halt dann sparen kann und Fahrzeit gewinnt mal ganz abgesehen.
Was aber lediglich für diejenigen, die aus Timmendorfer Strand kommen, ein Gewinn ist. Da habe ich dir ja auch schon zugestimmt, dass für diejenigen der neue Halt nicht ideal ist. Gleichzeitig profitieren aber die Bewohner der Gemeinden um Ratekau und von Ratekau selbst davon, dass dort wieder Züge halten.
Als Beispiel: In Ratekau hat man selten mehr als 1km Weg zum neuen Bahnhof. Aus Techau sind es ca. 3km, was zwar weiter ist als nach Pandsdorf (2,5km), jedoch einen häufigeren Bahnanschluss bietet. Aus den Orten am Hemmelsdorfer See sind es jeweils rund 3km.

Für mich ganz persönlich als Urlaubsnutzer müsste ich sagen: Bitte baut einen Halt in Ratekau, denn das erspart mir in der Zeit in der ich schon wieder Arbeite, Frau und Kinder aber noch in der Heimat sind, mindestens eine Viertelstunde Fahrzeit.

Gruß Sebastian
Acobono schrieb:
Das stimmt zwar, aber für den Ferienverkehr ist der Bahnhof aktuell relativ ideal situiert. Alles ist fußläufig sehr gut erreichbar, die meisten Ferienwohnungen nur wenige 100m entfernt wenn überhaupt, 20 Minuten Fußweg zum Wasser. All das kann der Bahnhof Ratekau/Timmendorfer Strand nicht.
Bus statt Fußweg? Für mich ein Argument so ein Kaff sowohl für Urlaub als auch Tagesausflug tunlichst zu meiden!
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruß Sebastian

Re: Ortsgrenzen etc.

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 08.08.19 16:05

Hallo,
man sollte das zukünftige Betriebskonzept bei den Überlegungen mit einbeziehen.
Die Kiss nach Neustadt dürften kaum mehr Wartezeit in Lücke haben, als jetzt die durchgehenden Züge von Hamburg zum Travemünder Strand.
Da komme ich, mal spontan in die Fahrtzeiten geschaut, für nächsten Samstag auf 13 Minuten Halt in Lübeck.
Eine Reaktivierung bzw. Neubau von einem Bahnsteig in Ratekau ist auch mit Bäderbahn möglich.
So war es ja bereits geplant. Von den Einwohnern her lohnt sich das auch für diesen Ortsteil der Gemeinde.
Der zusätzliche Halt wäre bei beiden spurtstarken Elektrotriebwagen (Kiss und Akku Flirt) vom Zeitbedarf her kein Problem.
Da war doch auch mal was mit einer geplanten S-Bahn für Lübeck. Ohne die Bäderbahn wäre die auf diesem Zweig nicht mehr umsetzbar.
Die Verkehrsminister kommen und gehen in SH: Möge der nächste Minister pragmatischer sein und nicht mehr eine Verkehrspolitik von vorgestern betreiben.
Ich halte aber nach wie vor das ganze Projekt der Tansitstrecke nach Dänemark für kostenmäßig inzwischen völlig aus dem Ruder gelaufen.
2,8 Milliarden für 88 km Bahnstrecke, dazu hunderte von Millionen Euro für den Lärmschutz (Allein der geforderte Trog in Bad Schwartau soll 276 Millionen Euro kosten).
Die Kosten für die Sundquerung sind ungewiss, XXX Millionen Euro.
Das Argument, die Brücke müsste sowieso ersetzt werden, zieht nicht wirklich.
Bei dem verkehrlichen Istzustand würde ein Ersatzbauwerk (nur mit vernünftigem Fuß-und Radweg) unmittelbar neben der jetzigen Brücke völlig ausreichen.
Autobahn, Querung für Fahrzeuge, die nicht die Autobahn nutzen können und zwei Bahngleise für wesentlich mehr Verkehr bedeuten hier ausufernde Kosten.
Entweder geht man wegen dem Lärmschutz (teilweise) in die Tiefe oder man muss eine Brücke bauen, die mehr eine Art Trog auf Stelzen ist.
Meine Prognose ist, dass auch die 4 Milliarden Euro letztlich nicht ausreichen werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 16:11.

Re: Wartezeit und "S-Bahn Lübeck"

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 16:22

Zitat
Die Kiss nach Neustadt dürften kaum mehr Wartezeit in Lübeck haben, als jetzt die durchgehenden Züge von Hamburg zum Travemünder Strand.
Da komme ich, mal spontan in die Fahrtzeiten geschaut, für nächsten Samstag auf 13 Minuten Halt in Lübeck.
Eine Reaktivierung bzw. Neubau von einem Bahnsteig in Ratekau ist auch mit Bäderbahn möglich.
So war es ja bereits geplant. Von den Einwohnern her lohnt sich das auch für diesen Ortsteil der Gemeinde.
Der zusätzliche Halt wäre bei beiden spurtstarken Elektrotriebwagen (Kiss und Akku Flirt) vom Zeitbedarf her kein Problem.
Da war doch auch mal was mit einer geplanten S-Bahn für Lübeck. Ohne die Bäderbahn wäre die auf diesem Zweig nicht mehr umsetzbar.
Die Wartezeit wird zumindest 3-4 Minuten länger sein als die der Züge nach Travemünde. In Lübeck sollen die RE ja geflügelt werden und dann je zur Hälfte nach Travemünde und Neustadt fahren. Da der Ast nach Travemünde derjenige mit weniger Fahrzeitreserven ist, wird der führende ET aus Hamburg vermutlich dorthin fahren. Der Zugteil nach Neustadt muss also dem Zugteil nach Travemünde hinterher fahren, da im gleichen Zeitabschnitt auch noch nach Kiel gefahren wird. Somit bist du schon bei knapp 20 Minuten, die vermutlich nicht unterschritten werden können.

Diese "S-Bahn" für Lübeck wäre mit dem angedachten Zugkonzept ja quasi vorhanden. Alle 30 Minuten nach Hamburg (ggf. mit Halt in Moisling) Travemünde, Neustadt und Eutin. Zudem stündliche nach Bad Kleinen und Lüneburg. Es fehlt lediglich der Halbstundentakt nach Ratzeburg, der immer mal wieder zusätzlich gefordert wird.
Man nennt es nur nicht S-Bahn, da es eben Regionalzüge sind, die dort fahren. S-Bahn ist gefühlt auch lediglich ein Trendbegriff für Regionalzüge, die öfter fahren.

Gruß Sebastian

Re: Ortsgrenzen etc.

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.08.19 16:51

Zitat
Wie schon geschrieben, darüber müssen die Fachleute entscheiden, ob es eine Stilllegung ist oder ein Ersatzbau. Unsere Einschätzung wird da niemanden interessieren

...Welche Fachleute?

Die KBS 140 zwischen Haffkrug und Ratekau wird stillgelegt, daran gibt es nichts zu rütteln, sonst wäre das eine ABS und keine NBS. "Ersatzbau" heißt halt grundsätzlich erstmal überhaupt gar nichts. Wenn ich einen Aufzug in Gebäude 1 abreiße und dafür in Gebäude 2 eine Treppe neubaue kann ich das auch Ersatzbau nennen.
Zitat

Vom jetzigen Bahnhof zum neuen Halt ist die Entfernung knapp 5,5km. Zum Strand sind es tatsächlich ca. 7km.

Der jetztige Bahnhof liegt aber schon am westlichen Rand der Wohnbebauung. Und ob nun 5 oder 7km, das ist für einen Ort dessen Wohngebiet im Durchmesser etwa 2,5km groß ist eine lächerliche Distanz und steht in keinem Verhältnis. Hochskaliert wäre das so als würde ich Düsseldorf Hbf "Düsseldorf Hbf/Köln" nennen.

Zitat
Gleichzeitig profitieren aber die Bewohner der Gemeinden um Ratekau und von Ratekau selbst davon, dass dort wieder Züge halten.

Du kannst auch Ratekau reaktivieren ohne Timmendorfer Strand stillzulegen. Ich weiß nicht warum das ein Argument sein sollte.

Zukunft der Bäderbahn

geschrieben von: G 3/4 Rhätia

Datum: 08.08.19 16:57

Hallöle ,
Wichtig ist doch der Bau dieser europäischen Magistrale, mehr Güter auf die Schiene heißt eben Aus- oder Neubau von Strecken. In Bayern wird ausgebaut und elektrifiziert. Die Vogelfluglinie ist keine Museumsbahn mit Planbetrieb. Die ehemalige Bäderbahn wird geteert und zum Express Radwanderweg ausgebaut mit Ladestationen für E-Bikes und E-Scouter. Für den Deichgraf werden entlang der neuen Strecke Windschutzzäune gebaut mit Kleckerschutz von oben. Nicht das er mehr auf den Kopf hat als.......

Re: Zukunft der Bäderbahn

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.08.19 16:59

G 3/4 Rhätia schrieb:
Hallöle ,
Wichtig ist doch der Bau dieser europäischen Magistrale, mehr Güter auf die Schiene heißt eben Aus- oder Neubau von Strecken. In Bayern wird ausgebaut und elektrifiziert. Die Vogelfluglinie ist keine Museumsbahn mit Planbetrieb. Die ehemalige Bäderbahn wird geteert und zum Express Radwanderweg ausgebaut mit Ladestationen für E-Bikes und E-Scouter. Für den Deichgraf werden entlang der neuen Strecke Windschutzzäune gebaut mit Kleckerschutz von oben. Nicht das er mehr auf den Kopf hat als.......
Guck dir mal die SFS Köln-Aachen und die Eschweiler Talbahn an, und dann sag mir nochmal dass das so nicht geht.

Manche Leute....
Soweit okay. Aber bitte nicht vergessen, daß individuelles umweltbewusstes Verhalten nicht nur bedeuten kann, daß sich andere Institutionen um jede meiner lieb gewonnenen Bequemlichkeiten zu kümmern haben und mir gleichwertige Alternativen frei Haus (und möglichst kostenneutral) zu liefern haben. Änderungen im persönlichen Lebensstil müssen zwicken und zwacken und bedingen den (Mehr-)Aufwand wie auch den einen oder anderen Verzicht des Einzelnen. Das liegt in der Natur der Sache. Ein ÖPNV wird eine Autofahrt von der Haustür zum Ziel nicht in jedem Fall unterbieten können, schon gar nicht in der Flexibilität, nicht zu gleichen Bedingungen wie das Auto. Nicht nächsten Woche und auch nicht in 10 Jahren. Da gilt es bei allen berechtigten Forderungen nach dichteren Takten und mehr Linienauswahl zu bedenken, daß sich auch jeder selber mit einbringen muß.

Ich fahre auch mit Bus & Bahn 1:15 zur Abeit , obwohl das Auto mit 0:25 schneller, direkt und ohne zwei Umstiege wäre.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 17:13.

Re: Zukunft der Bäderbahn

geschrieben von: Traumflug

Datum: 08.08.19 17:37

G 3/4 Rhätia schrieb:
Wichtig ist doch der Bau dieser europäischen Magistrale, mehr Güter auf die Schiene heißt eben Aus- oder Neubau von Strecken.
Hier geht es nicht um Neu- oder Ausbau, sondern um den Abriss einer Strecke. Die Magistrale kann man man mit Bäderbahn oder ohne Bäderbahn bauen. Das macht noch nicht einmal bei den Kosten einen nennenswerten Unterschied.

Allerdings sieht man da ein Phänomen, das man auch bei anderen Milliardenprojekten beobachten kann: "Genau so wie von den Projektbetreibern geplant oder gar nicht". Das geht bei der 2. Stamm in München so weit, dass recht grundlegende Änderungen der Projektbetreiber willkommen sind und verteidigt werden, Änderungen anderer Interessengruppen dagegen des Teufels sein sollen. In Stuttgart ist es "Wohnungsbau oder Kopfbahnhof". "Wohnungsbau und Kopfbahnhof" wird vollständig ausgeblendet, obwohl problemlos möglich.

Woher dieses Phänomen kommt ist unklar. Bislang kann ich mir das nur durch gefühlten Machtverlust der Projektbetreiber erklären.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Alibizugpaar schrieb:
Änderungen im persönlichen Lebensstil müssen zwicken und zwacken und bedingen den (Mehr-)Aufwand wie auch den einen oder anderen Verzicht des Einzelnen. Das liegt in der Natur der Sache.
Bedauerlich, dass Du das so siehst. Nicht selten ist der ÖPNV einfach schneller, sonst wären S-Bahnen und Trams nicht so voll. Bequemer ist er sowieso, denn all das unvermeidliche Nebenbei-Theater von der Parkplatzsuche über regelmässigen Neukauf bis hin zu Werkstattbesuchen entfällt einfach. Letzteres merkt man aber erst, wenn man mal kein Auto mehr hat.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Zukunft der Bäderbahn

geschrieben von: pm

Datum: 08.08.19 17:54

55 T Einwohner vs. 9 T (und sehr am Rande von Timmendorfer Strand)- selbst wenn man noch zig Touris mit reinrechnet, mindtestens die Hälfte weniger als potentielle Bahnfahrer. Und im Winter dann auf der Altstrecke fast nur heiße Luft.
P.S. Übrigens- Züge brauchen Lokführer. Die sind auch in S-H extreme Mangelware.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 17:56.

Re: Zukunft der Bäderbahn

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.08.19 18:16

pm schrieb:
55 T Einwohner vs. 9 T (und sehr am Rande von Timmendorfer Strand)- selbst wenn man noch zig Touris mit reinrechnet, mindtestens die Hälfte weniger als potentielle Bahnfahrer. Und im Winter dann auf der Altstrecke fast nur heiße Luft.
P.S. Übrigens- Züge brauchen Lokführer. Die sind auch in S-H extreme Mangelware.
Wenn die Bahn so unbeliebt wäre würden die Anwohner nicht derart dafür kämpfen.

Und ob du jetzt in Ratekau nach Neustadt flügelst oder in Haffkrug macht Tf-mäßig nicht den gigantischsten Unterschied.
Genau! Alles, was einem nicht direkt nützt, soll weg bleiben, selbst wenn es das vor 25 Jahren schon gab. Aber trotzdem alle Vorteile abgreifen wollen.

Beides gibt es aber nicht, was schon sehr früh absehbar war. Das müssen die Einwohner von Timmendorfer Strand und Scharbeutz nun schmerzhaft lernen.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 18:45.
Sebastian Berlin schrieb:
Genau! Alles, was einem nicht direkt nützt, soll weg bleiben, selbst wenn es das vor 25 Jahren schon gab. Aber trotzdem alle Vorteile abgreifen wollen.

Beides geht aber nicht. Das müssen die Einwohner von Timmendorfer Strand und Scharbeutz nun schmerzhaft lernen.
Was?

Beides geht sehr wohl. Ohne FFBQ und NBS, that is. Die Schwartauer wehren sich gegen den durch die NBS projizierte Lärmverschmutzung, die Scharbeutzer gegen noch mehr GV. Gegen den Status Quo wehrt sich keiner.

Und wie jetzt hier auf drei Seiten und meheren Artikeln erörtert sind die Timmendorfer Strandbewohner absolut nicht scharf auf die "Vorteile" der NBS.
Zitat
Was?

Beides geht sehr wohl. Ohne FFBQ und NBS, that is. Die Schwartauer wehren sich gegen den durch die NBS projizierte Lärmverschmutzung, die Scharbeutzer gegen noch mehr GV. Gegen den Status Quo wehrt sich keiner.
Ja, Schwartau wehrt sich gegen Lärm. Der durch die Autobahn ganztags vorhandene Lärm wird akzeptiert.
Scharbeutz selbst hat aktuell keinen GV, die Autobahn läuft weit dran vorbei.
Wenn die FBQ nicht kommt, jammern wieder welche, dass keine EC mehr fahren.

Und den Status Quo finden alle toll, weil man vor 25 Jahren den GV an die Rendsburger, Schleswiger etc. loswerden konnte.
Dann darf man sich aber auch nicht beschweren, wenn die Dänen keine EC mehr trajektieren wollen und Ostholstein vom Fernverkehr abgehängt wird. Halbstündlich von Neustadt nach Hamburg? Gibt's dann auch nicht ohne Fahrdraht, braucht auch keiner. Lieber im überfüllten Lint nach Lübeck zuckeln.

Gruß Sebastian
Dieser ganz oder gar nicht Ansatz muss ja absolut nicht sein. Außerdem:

- Linte werden da auf absehbare Zukunft sowieso keine mehr fahren weil die Akku-Triebwagen kommen.

- Die Fahrzeit zwischen Festlandroute und Trajektroute der ECs tut sich herzlich wenig.

- Du kannst die aktuelle Strecke so ausbauen dass sie einen 30-Minuten-Takt bis Neustadt unterstützt ohne dass sie dabei zweigleisig oder unter Fahrdraht sein muss. Siehe auch Eschweiler Talbahn.

- Würde man diese Utopie aufgeben dass SGV und SPV aber vorallem SGV und SPNV auf Dauer auf den gleichen Gleisen bleiben können, ließe sich das zur Zufriedenheit der meisten sehr viel sinnvoller gestalten. Das haben unsere Nachbarn auch schon erkannt.

Ergo: Würde man eine NBS von Lübeck direkt ab der Teerhofinsel dem Verlauf der A1 folgend bauen, die dem Verlauf der 1 bis Altenkrempe punktgenau folgt, nur für SGV und SPFV, und für den SPNV die Bäderbahn erhalten, bräuchten sich die Schwartauer nicht über mehr Lärm und die ganzen Dörfer nicht über SGV durch den Ortskern aufzuregen. Nur eins ist das nicht: Die Billiglösung. Wenn es nur darum geht mit sowenig Mitteln wie möglich ein möglichst großes Prestigeprojekt zu pushen (in diesem Fall die FFBQ), dann ist sowas natürlich Gift.
Acobono schrieb:
- Linte werden da auf absehbare Zukunft sowieso keine mehr fahren weil die Akku-Triebwagen kommen.
Die aber kein Stück mehr Kapazität bieten - leider!

Zitat
- Die Fahrzeit zwischen Festlandroute und Trajektroute der ECs tut sich herzlich wenig.
Genau. Auf beiden Strecken gleich beschissen und indiskutabel. Und wenn man die Fahrzeit reduzieren möchte - baut man besser die direkte Route aus oder die mit fast 200 oder wieviel km Umweg?

Zitat
- Du kannst die aktuelle Strecke so ausbauen dass sie einen 30-Minuten-Takt bis Neustadt unterstützt ohne dass sie dabei zweigleisig oder unter Fahrdraht sein muss. Siehe auch Eschweiler Talbahn.
Solange es keinen Akku-Kiss oder eine vergleichbare Gefäßgröße gibt, aber weiter ohne Durchbindung nach Hamburg. Und ohne wesentlich kürzere Fahrzeiten nach "alles nördlich von Neustadt".

Zitat
- Würde man diese Utopie aufgeben dass SGV und SPV aber vorallem SGV und SPNV auf Dauer auf den gleichen Gleisen bleiben können, ließe sich das zur Zufriedenheit der meisten sehr viel sinnvoller gestalten. Das haben unsere Nachbarn auch schon erkannt.
Welche Nachbarn? Die Dänen, die für ihre Hinterlandanbindung überhaupt keine Neubaustrecke bauen?

Zitat
Ergo: Würde man eine NBS von Lübeck direkt ab der Teerhofinsel dem Verlauf der A1 folgend bauen, die dem Verlauf der 1 bis Altenkrempe punktgenau folgt, nur für SGV und SPFV, und für den SPNV die Bäderbahn erhalten, bräuchten sich die Schwartauer nicht über mehr Lärm und die ganzen Dörfer nicht über SGV durch den Ortskern aufzuregen.
Ortskenntnis? Aus Bad Schwartau und Sereetz käme kein Stück weniger Protest.

Zitat
Nur eins ist das nicht: Die Billiglösung. Wenn es nur darum geht mit sowenig Mitteln wie möglich ein möglichst großes Prestigeprojekt zu pushen (in diesem Fall die FFBQ), dann ist sowas natürlich Gift.
Jetzt wird die derzeitige Luxuslösung (fast komplette NBS) schon als Billigvariante bezeichnet.

Nein, die Wurzel allen Übels ist, dass man die verkehrlich sinnvollste und wirtschaftlichste Variante, nämlich die zweigleisig für 160 km/h ausgebaute Bestandsstrecke mit vollem Mischbetrieb und geringfügigen Neutrassierungen (Neustädter Binnenwasser, Oldenburg, Linienverbesserungen) nicht wählen durfte, aufgrund der Güterzugphobie einiger lobbystarker Ostseebäder. Den Dörfern nördlich Oldenburg oder Bad Schwartau konnte man die Führung der Hinterlandanbindung entlang der Bestandsstrecke ja auch zumuten, warum also nicht Tdf, Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf?

Ich habe es aber damals schon geahnt, dass irgendwann das Gequake losgeht, wenn klar wird, dass eine aus dem Ort verlegte Bahnstrecke eine aus dem Ort verlegte Bahnstrecke bedeutet und Bahnhöfe naturgemäß an Bahnstrecken liegen. Es ist ja nicht so, dass man in der Region von Anfang an mit der Forderung nach ZWEI parallelen Strecken in die Diskussion gegangen wäre. ;-)
Acobono schrieb:
Und wie jetzt hier auf drei Seiten und meheren Artikeln erörtert sind die Timmendorfer Strandbewohner absolut nicht scharf auf die "Vorteile" der NBS.
Naja. Wer da absolut nicht scharf drauf ist, sind einerseits einige Tourismusdirektoren, die auf einmal auf den Klops kommen, dass die Bahnanbindung mit dem bisherigen Bahnhof ja vielleicht doch gar nicht so unwichtig gewesen sein könne und jede Form von auch nur kleinsten Nachteilen für ihre Pfründe fürchten. Zum anderen die wirklich auf die Bahn/den ÖPNV angewiesenen Nutzer des Berufsbildungswerkes, die aber aufgrund dessen Randlage im Ort auch heute schon eine Busverbindung zum Bahnhof brauchen, es sei denn, sie nehmen 35...40 Minuten Fußweg in Kauf. Oder haben ein Fahrrad vor Ort.

Die allermeisten Bewohner dieser Küstenorte dürften 1 bis 3 Kraftfahrzeuge zur Auswahl haben und einen Zug seit Jahrzehnten nicht mehr von innen gesehen haben, höchsten irgendwo eine U- oder S-Bahn. Klar, es gibt auch "normale" Menschen dort und Berufspendler, aber ansonsten sind das dort eher FDP-Hochburgen, hilfsweise CDU. Sieht man ja auch schön daran, dass der örtliche Bürgermeister den Bäderbus nicht will, weil mehr Busse im Ort das Ortsbild stören würden. (Zwischen den vielen, vielen, vielen Autos.)

Re: Neubauoptionen

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 20:21

Zitat
Linte werden da auf absehbare Zukunft sowieso keine mehr fahren weil die Akku-Triebwagen kommen.
Und die BEMUs bringen genau wieviel mehr Kapazität gegenüber den Lint41? Und im Vergleich zu den ursprünglich bei Elektrifizierung geplanten Kiss?

Zitat
Die Fahrzeit zwischen Festlandroute und Trajektroute der ECs tut sich herzlich wenig.
Aber die Kapazität lässt sich, wenn die DSB die ausgeschriebenen Wagenzüge erstmal hat problemlos steigern.

Zitat
Du kannst die aktuelle Strecke so ausbauen dass sie einen 30-Minuten-Takt bis Neustadt unterstützt ohne dass sie dabei zweigleisig oder unter Fahrdraht sein muss. Siehe auch Eschweiler Talbahn.
Bei aktuell vier Kreuzungsbahnhöden ginge das auch ohne Ausbau. Der 30-Minutentakt ist aber in der Ausschreibung an die Durchbindung nach Hamburg und den Einsatz der Kiss gebunden. Sonst bleibt es wie gehabt.

Zitat
Würde man eine NBS von Lübeck direkt ab der Teerhofinsel dem Verlauf der A1 folgend bauen, die dem Verlauf der 1 bis Altenkrempe punktgenau folgt, nur für SGV und SPFV, und für den SPNV die Bäderbahn erhalten, bräuchten sich die Schwartauer nicht über mehr Lärm und die ganzen Dörfer nicht über SGV durch den Ortskern aufzuregen.
Und wie willst Du diese Neubaustrecke ausfädeln? Auf den 50 Metern zwischen dem Abzweig Waldhalle und der A1? Und dann durch die Schilfniederung der Schwartau, über die A226 und die Abschlussstelle Sereetz und dann durch die Wohnbebauung von Sereetz?

Oder lieber auf der anderen Seite der A1 unter Abriss Der Häuser im Grünen Weg in Bad Schwartau und an der Kaltenhöfer Straße?

Gruß Sebastian

Re: Zukunft der Bäderbahn

geschrieben von: ICE 4

Datum: 08.08.19 20:47

pm schrieb:
Und im Winter dann auf der Altstrecke fast nur heiße Luft.
Pronto! Das ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb die Entscheidung für die 2+1-Lösung schwer fällt, wenn man sie bezahlen soll. Und hier bei DSO wird leider immer nur die Spitzenlast an schönen Wochenenden in den Sommerferien o.ä. betrachtet, was einfach einseitig ist, zudem mit einer oft stark spürbaren Abneigung gegen den ach so bösen, blöden Busverkehr. Die Strecken und die Züge müssen aber auch von Oktober bis April gefüllt und bezahlt werden.

Wenn man mal überlegt, ausgehend vom jetzigen Projekt, was müsste baulich gemacht werden, um die Bäderbahn einzubinden?

Wir brauchen erstmal eine Abzweigstelle im Bereich zwischen nördlich Bad Schwartau und nördlich Ratekau. Nördlich Schwartau fädelt auch die Strecke nach Eutin-Kiel höhengleich und eingleisig aus der NBS aus, mit einem Halbstundentakt. Wird jetzt ein weiterer zukünftiger Halbstundentakt dort oder kurz dahinter höhengleich und eingleisig ausgefädelt (und südlich Schwartau noch ein weiterer v/n Travemünde), wird das langsam problematisch. Nördlich Ratekau nicht anders.

Für Ratekau dann die Frage: Bahnhof am Bestand, dahinter Verbindung zur NBS (diese muss den Ort umfahren), Bahnhof an der NBS, dann nördlich davon Ausfädelung, oder Bahnhof an der NBS und Bahnhof am Bestand? Okay, die RE Lübeck-Fehmarn würde man ja in jedem Fall so kurz vor Neustadt wie möglich erst auf die NBS schicken, also eher erst im Bereich Haffkrug. Aha, dort also braucht es dann auch nochmal eine zur heutigen Planung gegenläufige Verknüpfung. Nicht NBS->Neustadt, sondern Haffkrug->NBS. Die Verbindung von Neustadt Gbf durch das Binnenwasser zur NBS taugt eher nicht, da man die wegen Natur- und Landschaftsschutz usw. kaum wird elektrifizieren können und eine Fahrdrahtlücke von wenigen Kilometern für den Betrieb dieser Regionallinie Lübeck-Fehmarn ziemlich blödsinnig wäre.

Nördlich Ratekau müssen NBS und Bestand einmal höhenfrei kreuzen. Diese Brücke muss aber sowieso gebaut werden, um die Strecke nach Neustadt während der Bauzeit nicht abzuhängen, fällt also nicht ins Gewicht.

Knackpunkt blieben also die zwingende Elektrifizierung auch der Bäderbahn, die zusätzliche höhengleiche Abzweigstelle und die Tatsache, dass es damit theoretisch eine güterzugtaugliche Alternative zur NBS gäbe. Für uns hier ja kein Problem, für die Dorfschulzen dort wahrscheinlich schon. Und dann eben: Kosten. Angesichts des gesamten Projektvolumens vom Bau her zwar im überschaubaren Bereich, aber die DB wird und muss das ja auch mal auf 50...100 Jahre hochrechnen, was sie sich damit einbrocken würde, völlig zu Recht.

Und dann eben fragen - wofür? Denn letztlich geht es "nur" um die Ein- und Aussteiger von Scharbeutz und Timmendorfer Strand. Alle anderen Bahnhöfe bleiben (fast) an Ort und Stelle und die ansonsten ebenfalls gekniffenen Nutzer von Lensahn, Oldenburg und Großenbrode haben durch diese Zusatzausgaben immer noch keinerlei Vorteile. Dazu kommt dann noch, dass Tdf und Scharbeutz schon heute die "strandfernsten" Bahnhöfe der Lübecker Bucht sind. Wer mit dem Zug an den Strand möchte, hat bereits heute in Travemünde, Haffkrug und Sierksdorf die besseren Alternativen. Und für anreisende Urlaubsgäste stellt sich auch bereits heute die Frage des Gepäcktransports zwischen Bahnhof und Unterkunft, wodurch in den meisten Fällen ja auch jetzt schon ein "Fahrservice" mit dem PKW oder Taxi nötig wird.

Bei der DSO-Lektüre zu diesem Thema habe ich immer das Gefühl, dass hier sehr bahnaffine Menschen, die nirgendwo Urlaub machen, wo kein Bahnhof im Ort ist, die Sache sehr aus ihrer ganz persönlichen Sicht der Dinge beurteilen und möchten, dass ihr Lieblingsverkehrsmittel (der kleine Regionalzug) die größte Priorität erhält. Und das macht eine neutrale Abwägung zwischen langfristigem Aufwand und langfristigem Nutzen dann schwierig.

Wie es sich mit den neuen Bahnhöfen und dem Bäderbus entwickelt, das würde man so 5...10 Jahren nach dessen Einführung sehen. Erst. Leider. Aber ja, so lange braucht das. Ich erinnere nur an die damals hier verlachten und inzwischen längst etablierten Bahnhöfe in Siegburg, Montabaur und Limburg (Süd). Und mit irgendwo neu eingeführten Buslinien ist es nicht anders! Das braucht Jahre, bis die sich entwickelt und etabliert haben, genauso übrigens wie reaktivierte Nebenbahnen.
Acobono schrieb:
Du unterschlägst übrigens die Tatsache dass man ja nicht vom Bus in die Bahn gebeamt wird, die Umsteigezeit in Timmendorfer Strand + Kulanz aufgrund der potentiellen Busverspätung dürfte unter 5 Minuten nun auch nicht liegen. D.h. der effektive Fahrzeitunterschied sind 3 Minuten, von der Tatsache dass man sich Ratekau/Timmendorfer Strand als Halt dann sparen kann und Fahrzeit gewinnt mal ganz abgesehen.
Die potentielle Bahnverspätung beim Übereckumstieg in Bad Schwartau braucht natürlich nicht betrachtet zu werden, richtig?

Für Reisen von Timmendorfer Strand nach Norden, insbesondere vom am Nordende des Ortes gelegenen BBW ins im Artikel genannte Oldenburg, wird es möglicherweise auch interessant, mit dem Bus bis Scharbeutz oder Haffkrug zu fahren und dort den Zug zu erreichen. Es gibt ja keinen Zwang, erstmal gegen die Zielrichtung zum halbwegs gleichnamigen Bahnhof fahren zu müssen, um dort umzusteigen. Hängt aber am Ende vom Fahrplankonzept ab, wo der Anschluss für welche Richtung am besten gewährleistet werden kann. Ebenso wäre von dort (BBW) aus der neue Bahnhof Scharbeutz nur ungefähr 4 Fahrradkilometer entfernt, im Gegensatz zu 8 km bis Ratekau. Für den im verlinkten Zeitungsartikel betroffenen Nutzerkreis benötigt es also eine interkommunale Betrachtungsweise.
Zitat
Die aber kein Stück mehr Kapazität bieten - leider!
Weil der geplante Doppelflügler ja soviel mehr Kapazität brigen würde, vorallem ab Lübeck wo er sich das erste mal halbiert.

Zitat
Solange es keinen Akku-Kiss oder eine vergleichbare Gefäßgröße gibt, aber weiter ohne Durchbindung nach Hamburg. Und ohne wesentlich kürzere Fahrzeiten nach "alles nördlich von Neustadt".
Die Durchbindung - falls gut vertaktet - ist auch nicht zwingend notwendig, lediglich ein Luxus. Diese Doppelflüglung stell ich mir in der Praxis sowieso recht verspätungsanfällig vor.

[left][/left]Zitat:Zitat:
Welche Nachbarn? Die Dänen, die für ihre Hinterlandanbindung überhaupt keine Neubaustrecke bauen?
Niederlande, Schweiz, Österreich, Frankreich... Guck dir mal die ganzen TEN-Strecken an in Ländern wo kein Dobrindt vorgeherrscht hat.

Zitat
Ortskenntnis? Aus Bad Schwartau und Sereetz käme kein Stück weniger Protest.
Frage nach Ortskenntnis geht zurück. Sereetz und Schwartau würden signifikantest weniger tangiert, wenn man einfach die Travemünder Strecke bis Höhe Yachtclub nimmt und dann nach Norden wegschwenkt. Im Zweifel kann man westlich der L181 umfahren dann wird Sereetz sogar ganz weggelassen.

Zitat
Jetzt wird die derzeitige Luxuslösung (fast komplette NBS) schon als Billigvariante bezeichnet.
Luxusvariante ist eine mittelmäßige SFS jetzt nicht gerade, vorallem wenn dafür eine andere Strecke draufgeht...


Zitat
Den Dörfern nördlich Oldenburg oder Bad Schwartau konnte man die Führung der Hinterlandanbindung entlang der Bestandsstrecke ja auch zumuten, warum also nicht Tdf, Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf?
Weil diese Dörfer im Gegensatz zu den nördlicheren von Tourismus leben, der leider per lautstarkem GV leidet.
ICE 4 schrieb:
Acobono schrieb:
Du unterschlägst übrigens die Tatsache dass man ja nicht vom Bus in die Bahn gebeamt wird, die Umsteigezeit in Timmendorfer Strand + Kulanz aufgrund der potentiellen Busverspätung dürfte unter 5 Minuten nun auch nicht liegen. D.h. der effektive Fahrzeitunterschied sind 3 Minuten, von der Tatsache dass man sich Ratekau/Timmendorfer Strand als Halt dann sparen kann und Fahrzeit gewinnt mal ganz abgesehen.
Die potentielle Bahnverspätung beim Übereckumstieg in Bad Schwartau braucht natürlich nicht betrachtet zu werden, richtig?


mit "potentielle Busverspätung" ist gemeint dass man sicherlich nicht den Bus so takten würde, dass man genau 1 oder 2 Minuten zum Umstieg in Ratekau/TS hat. Das ist bei einer bereits feststehenden Umstiegszeit nicht zu berücksichtigen.
Acobono schrieb:
Frage nach Ortskenntnis geht zurück. Sereetz und Schwartau würden signifikantest weniger tangiert, wenn man einfach die Travemünder Strecke bis Höhe Yachtclub nimmt und dann nach Norden wegschwenkt. Im Zweifel kann man westlich der L181 umfahren dann wird Sereetz sogar ganz weggelassen.
"Einfach". Genau. Ich fürchte ja, das werden die Anlieger alles ein bisschen anders sehen...

Die Frage wäre dann noch, wie man den Abzweig Waldhalle Richtung Travemünde für mehr als 80 km/h aufgebohrt bekommt, ohne großartige Streckenverlegung, wie das mit dem zweiten Abzweig von Geometrie und Gleisachsen her hinkommt, ohne den Yachtclub oder dessen Zufahrt platt zu machen (okay, Stützwand zur Autobahn hin statt Böschung, wobei es dann einen Abkommensschutz für Kfz oben geben müsste), und noch viel mehr, wie du mit halbwegs brauchbaren Kurvenradien und naturschutzkonformer Planung auf die Westseite der L181 und dahinter wieder zurück zur Autobahnbündelung kommen möchtest. Und dort die Autobahn queren, bei Kaltenhof - in Hochlage? Über der eh schon hochliegenden A1? Darunter liegt die A226. Und unter der die Schwartau und deren Auwiesen.

Und: Durch/um Schwartau verliefen dann nicht eine, sondern ZWEI Bahnschneisen, beide mit nicht unerheblichem Verkehr. Zumal im Bereich der Bestandsstrecke dann möglicherweise nichtmal Anspruch auf Schallschutzsanierung bestünde.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 23:09.
"Nicht selten ist der ÖPNV einfach schneller, sonst wären S-Bahnen und Trams nicht so voll."

Du hast nicht gesehen, daß ich auf eine Reiseverbindung von Hamburg an den Ostseestrand geantwortet habe? Ein Wettrennen Ich setze mich um 12:00 Uhr in Hamburg ins Auto und fahre an den Timmendorfer Strand kann der ÖPNV mit ich gehe um 12:Uhr zum Bus und fahre erst mal zum Hauptbahnhof, dann weiter mit dem Zug nach Lübeck kann der ÖPNV nicht gewinnen, das ist aussichtslos. Lasse die RegionalExpress nach Lübeck Tempo 250 fahren, trotzdem wäre das direkte Auto schneller.

S-Bahnen und Trams sind voll, weil die Leute die gebotenen Umstände auf sich nehmen oder keine andere Wahl haben. Gut mögen die Verbindungen sein, wenn man ins Stadtzentrum muß oder von dort gut weiter kommt. Ich zum Beispiel muß aber so was von quer fahren, daß es nicht querer geht. Und da geht die tägliche Pendelzeit mit jedem weiteren Umstieg auf wie ein frischer Hefeteig. Auf meiner Strecke wird es auch garantiert nie eine direkte Buslinie geben, den Anspruch hätten dann 40.000 andere Pendler auf 1.872 anderen Destinationen auch. Allein rund um Köln...

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: noch einmal zur alternativen NBS

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 09.08.19 07:52

Moin!

Acobono schrieb:
Zitat:
Ortskenntnis? Aus Bad Schwartau und Sereetz käme kein Stück weniger Protest.
Frage nach Ortskenntnis geht zurück. Sereetz und Schwartau würden signifikantest weniger tangiert, wenn man einfach die Travemünder Strecke bis Höhe Yachtclub nimmt und dann nach Norden wegschwenkt. Im Zweifel kann man westlich der L181 umfahren dann wird Sereetz sogar ganz weggelassen.
Das Problem ist hier, dass zwischen der A1 bzw. A226 und der Bahnstrecke Travemünde sehr mooriges bzw. feuchtes Gebiet vorherrscht. Dort kannst du nicht mal eben einen Bahndamm durch die Auwiesen ziehen. Das zweite Gleis nach Travemünde wurde aus eben diesem Grund auch mit Pfahlgründungen als aufgeständerte Strecke gebaut. Anschließend wurde das ganze zu einem Damm aufgeschüttet.
Wenn du dann über die Schwartau hinweg bist hast du weiterhin dieses Problem, da der alte Lauf der Schwartau dort durch die Wiesen meandert. Spätestens an der Schwartauer Straße in Sereetz musst du dann durch mit Wohnblöcken dicht bebautes Gebiet.

Edit: Ich gehe davon aus, dass du diese Trassenführung meinst:
2019-08-09 08_02_25-Window.png

Zitat
Weil diese Dörfer im Gegensatz zu den nördlicheren von Tourismus leben, der leider per lautstarkem GV leidet.
Was wäre denn die Konsequenz, wenn der Güterverkehr wieder kommt? Noch einmal, bis Mitte der 1990er Jahre fuhren da die Güterzüge lang. Mit ausschließlich Graugussbremsen, regelmäßigen Halten zwecks Begegnungen und bespannt mit Baureihe 232. Der Nahverkehr fuhr damals übrigens in der Saison mit 218 + 4 n-Wagen, was auch nicht gerade leise war. Trotzdem fuhren die Touristen in die Lübecker Bucht.
Heute kämen dort E-Loks zum Einsatz, die Laufgeräusche der Güterzüge werden auf Grund von neuen Bremsen geringer und bei eine zweigleisigen Ausbau müsste auch nicht mehr so häufig angehalten und wieder angefahren werden.
Am Ende hätte man vielleicht wieder 2m² für sich am Strand und müsste sich nicht den letzten freien Zentimeter suchen.

Gruß Sebastian




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.19 08:06.

Re: noch einmal zur alternativen NBS

geschrieben von: pm

Datum: 09.08.19 09:31

Wenn der Güterverkehr zurückkäme -dann wäre die Konsequenz 6 Meter hohe Lärmschutzwände oä um die gültigen Vorschriften einzuhalten samtjahrelanger Klagen vor Gerichten. Hast Du eigentlich mitbekommen, was in Bad Schwartau gerade passiert ?

Re: Lärmschutz in der Rentnerstadt

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 09.08.19 09:44

pm schrieb:
Wenn der Güterverkehr zurückkäme -dann wäre die Konsequenz 6 Meter hohe Lärmschutzwände oä um die gültigen Vorschriften einzuhalten samtjahrelanger Klagen vor Gerichten. Hast Du eigentlich mitbekommen, was in Bad Schwartau gerade passiert ?
Wenn der Güterverkehr einfach so mit Dieselloks zurück käme und kein Ausbau stattfände, gäb es nicht einmal eine Lärmschutzwand.

Die Lärmschutzwände wären meiner Meinung nach lediglich für die Anwohner am Grünen Weg und teilweise in der Elisabethstraße und in der Peterstraße eine Beeinträchtigung. Das sind 10 Häuser, wobei in der Peterstraße die Wand am hinteren Ende des Gartens stünde. Dort ist der Blick auf die Bahn aktuell von Gebüsch verdeckt. In Kaltenhof steigt das Gelände neben der Bahn an, sodass dort die Lärmschutzwände aus Sicht der Häuser keine 6m Höhe haben werden. Die Schwartauer Werke, der Wald rechts und links der Bahn und die Parkplätze am Bahnhof werden durch die Lärmschutzwände eher wenig beeinträchtigt.

Und ja, ich habe mitbekommen, was dort passiert. Die Bahn hat ja auch eine bessere Variante angeboten, die Bad Schwartau jedoch nicht will. Pech gehabt.

Gruß Sebastian
[quote=Zitat]

[/quote]
[quote=ICE 4 schrieb:]
Nur eins ist das nicht: Die Billiglösung. Wenn es nur darum geht mit sowenig Mitteln wie möglich ein möglichst großes Prestigeprojekt zu pushen (in diesem Fall die FFBQ), dann ist sowas natürlich Gift.
[/quote] jetzt wird die derzeitige Luxuslösung (fast komplette NBS) schon als Billigvariante bezeichnet.[/quote]

Doch ist sie, es gab noch 2 weitere Vorschläge die teurer gewesen wären, dann aber auch Naturschutz bzw. betrieblichen Gründen verworfen wurden.

[quote]
Nein, die Wurzel allen Übels ist, dass man die verkehrlich sinnvollste und wirtschaftlichste Variante, nämlich die zweigleisig für 160 km/h ausgebaute Bestandsstrecke mit vollem Mischbetrieb und geringfügigen Neutrassierungen (Neustädter Binnenwasser, Oldenburg, Linienverbesserungen) nicht wählen durfte, aufgrund der Güterzugphobie einiger lobbystarker Ostseebäder. Den Dörfern nördlich Oldenburg oder Bad Schwartau konnte man die Führung der Hinterlandanbindung entlang der Bestandsstrecke ja auch zumuten, warum also nicht Tdf, Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf?
[/quote]

Die DB hat mit diesem Vorschlag genau das erreicht was sie erreichen wollte, eine NBS ;-)

[quote]
Ich habe es aber damals schon geahnt, dass irgendwann das Gequake losgeht, wenn klar wird, dass eine aus dem Ort verlegte Bahnstrecke eine aus dem Ort verlegte Bahnstrecke bedeutet und Bahnhöfe naturgemäß an Bahnstrecken liegen. Es ist ja nicht so, dass man in der Region von Anfang an mit der Forderung nach ZWEI parallelen Strecken in die Diskussion gegangen wäre. ;-)
[/quote]
Nun ja, es ist ja nicht so das man den Anrainern der Bäderbahn keine Unterstützung gibt und die Schließung die letzte verbliebende Alternative ist. Fakt ist, es wird keinen bestellten SPNV auf der Bäderbahn und der NBS geben, das hat das Land schon recht früh klar gemacht. Das man den SPNV auf der NBS bestellt hat eben u.a. mit der Durchbindung der Züge von Neustadt/H. zu tun. Das Land hat schon Ausschau nach eine EIU gehalten was diese Strecke betreiben könnte, leider hat sich keiner bereit erklärt, auch nicht die AKN, als es hieß eigenwirtschaftlich. Auch die ansässigen Gemeinden könnten die Strecke in Eigenverantwortung betreiben, wollen sie aber nicht. Denn wer sich einmal mit der Situation in Timmendorfer Strand auseinandersetzt wird sehr schnell feststellen das es dort eine große Gruppe Gewerbetreibender gibt die es fast zur Perfektion gebracht haben, ihrer Gewinne abzuschöpfen und die Aufwendungen zu sozialisieren. Das zeigt auch schon die Diskussion um den zukünftigen Bahnhof. Einen gemeinsamen Bahnhof mit Ratekau wollte man nicht, auf einen Bahnhof auf dem Gemeindegebiet Timmendorfer Strand konnte man sich nicht einigen und stellte dann die Forderung, der neue Bahnhof soll kurz hinter dem Bahnhof Ratekau auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Ratekau gebaut werden. Zum Glück ist dieser Schwachsinn beendet worden.

Freundlichen Gruss
Stefan Maack




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.19 14:30.
Murrtalbahner schrieb:
Ist eigentlich nur der übliche Sprech, wenn man weiß, dass das Neue eigentlich murks ist, aber man trotzdem darauf beharrt, warum auch immer.
Ist halt ein klassischer FDP Terrorist, ähhh Lobbyist: Bahn ist ein Feind des Autos/Busses und besetzt noch schöne Immobilien (verstößt also gegen alle Heiligtümer) und muss unbedingt weg.

Re: Zukunft der Bäderbahn

geschrieben von: Winterkind

Datum: 10.08.19 14:48

ICE 4 schrieb:
pm schrieb:
Und im Winter dann auf der Altstrecke fast nur heiße Luft.
Pronto! Das ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb die Entscheidung für die 2+1-Lösung schwer fällt, wenn man sie bezahlen soll. Und hier bei DSO wird leider immer nur die Spitzenlast an schönen Wochenenden in den Sommerferien o.ä. betrachtet, was einfach einseitig ist, zudem mit einer oft stark spürbaren Abneigung gegen den ach so bösen, blöden Busverkehr. Die Strecken und die Züge müssen aber auch von Oktober bis April gefüllt und bezahlt werden.

(...)

Okay, die RE Lübeck-Fehmarn würde man ja in jedem Fall so kurz vor Neustadt wie möglich erst auf die NBS schicken, also eher erst im Bereich Haffkrug. Aha, dort also braucht es dann auch nochmal eine zur heutigen Planung gegenläufige Verknüpfung. Nicht NBS->Neustadt, sondern Haffkrug->NBS. Die Verbindung von Neustadt Gbf durch das Binnenwasser zur NBS taugt eher nicht, da man die wegen Natur- und Landschaftsschutz usw. kaum wird elektrifizieren können und eine Fahrdrahtlücke von wenigen Kilometern für den Betrieb dieser Regionallinie Lübeck-Fehmarn ziemlich blödsinnig wäre.

(...)

Knackpunkt blieben also die zwingende Elektrifizierung auch der Bäderbahn, die zusätzliche höhengleiche Abzweigstelle und die Tatsache, dass es damit theoretisch eine güterzugtaugliche Alternative zur NBS gäbe. Für uns hier ja kein Problem, für die Dorfschulzen dort wahrscheinlich schon. Und dann eben: Kosten.

(...)

Und dann eben fragen - wofür? Denn letztlich geht es "nur" um die Ein- und Aussteiger von Scharbeutz und Timmendorfer Strand. Alle anderen Bahnhöfe bleiben (fast) an Ort und Stelle und die ansonsten ebenfalls gekniffenen Nutzer von Lensahn, Oldenburg und Großenbrode haben durch diese Zusatzausgaben immer noch keinerlei Vorteile. Dazu kommt dann noch, dass Tdf und Scharbeutz schon heute die "strandfernsten" Bahnhöfe der Lübecker Bucht sind. Wer mit dem Zug an den Strand möchte, hat bereits heute in Travemünde, Haffkrug und Sierksdorf die besseren Alternativen. Und für anreisende Urlaubsgäste stellt sich auch bereits heute die Frage des Gepäcktransports zwischen Bahnhof und Unterkunft, wodurch in den meisten Fällen ja auch jetzt schon ein "Fahrservice" mit dem PKW oder Taxi nötig wird.

Bei der DSO-Lektüre zu diesem Thema habe ich immer das Gefühl, dass hier sehr bahnaffine Menschen, die nirgendwo Urlaub machen, wo kein Bahnhof im Ort ist, die Sache sehr aus ihrer ganz persönlichen Sicht der Dinge beurteilen und möchten, dass ihr Lieblingsverkehrsmittel (der kleine Regionalzug) die größte Priorität erhält. Und das macht eine neutrale Abwägung zwischen langfristigem Aufwand und langfristigem Nutzen dann schwierig.
Hallo,

also ich sehe das ähnlich wie du. Timmendorferstrand und Scharbeutz sind jetzt schon die strandfernsten Bahnhöfe und eine kurze Busfahrt wäre kein Weltuntergang.

Aber ich sehe sehr regelmäßig, dass die meisten Fahrgäste das ganz anders beurteilen!

In Timmendorferstrand und Scharbeutz steigen die Massen aus! Ja, nur im Sommer, aber den Rest des Jahres sind die Züge zwar nicht so sehr überfüllt, aber auch sehr befriedigend frequentiert. Also diese beiden Bahnhöfe müssen sich um die Fahrgastzahlen auch aufs Jahr gerechnet keinerlei Sorgen machen. Ob man auch im Winter einen Halbstundentakt bräuchte, keine Ahnung.

Und dazu im Gegensatz Heiligenhafen, wo ich übrigens nicht zum Vergnügen regelmäßig hin fahre: Die Busse von und nach Großenbrode, Oldenburg oder Neustadt sind erschreckend leer, auch im Sommer. Ist man dann in Heiligenhafen angekommen, ist der Ort voll mit Urlaubern, viele Familien und auch viele ältere Leute. Wo kommen die jetzt alle her? Mit dem Auto natürlich, große Parkplätze voll mit Autonummern aus ganz Deutschland mit Schwerpunkt NRW. Als ich mal in der "Bretterbude" übernachtet habe, berechnete mir das Hotel ungefragt den Stellplatz. Äh, Moment mal, ich bin mit Zug und Bus gekommen! Entschuldigung, haben wir hier selten!

D. h. der Umstieg auf den Bus schreckt die Leute ab. Ich hab da kein Problem mit, so lange dauert die Busfahrt auch nicht, auch wenn die Fahrzeit ingesamt von Lübeck aus nicht gerade kurz ist. Aber man (nicht ich, okay) ist ja im Urlaub und nicht auf der Flucht.

Offenbar bin ich wohl nicht repräsentativ. Die Menschen, die nirgendwo Urlaub machen, wo kein Bahnhof im Ort ist bzw. die jedenfalls nicht den Zug nehmen dorthin wo kein Bahnhof im Ort ist, gibt es leider tatsächlich, und nicht nur in diesem Forum.

Selbstverständlich müsste die Bäderbahn elektrifiziert werden und selbstverständlich müssten die Züge bis Fehmarn durchgebunden werden. Regionalverkehr auf der Bäderbahn und der Neubaustrecke wäre kalter Kaffee, das ist klar.

Für das Problem Güterverkehr-Ausweichstrecke gäbe es auch Lösungen, siehe Studie des Kreises Ostholstein (ist die noch online?). Stillegung der Trasse durch das Binnenwasser und Verbindung Neustadt-Lensahn über die Trasse der früheren Strecke nach Eutin, dann Kurve sozusagen im spitzen Winkel in Richtung Norden, um wieder auf die Neubaustrecke zu kommen. Das zwangsweise Kopfmachen in Neustadt würde die Führung längerer Güterzüge erschweren bzw. verunmöglichen.