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Re: Pendlerparkplätze

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 11:06

Gumminase schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Aufgrund der in Timmendorf kaum vorhandenen Parkplätze am Bahnhof (vielleicht 20?), fahren die meisten wohl eher nach Schwartau.
In Bad Schwartau gibt es zwar mehr Parkplätze als am Bahnhof Timmendorfer Strand, aber einen freien Parkplatz zu finden, ist dort nicht leichter.

Daher fahren heute die meisten Pendler mit dem Fahrrad oder laufen zum Bahnhof Timmendorfer Strand.
Aus dem Grund radeln auch viele Schwartauer nach Lübeck, gerade weil es ja zusätzlich den Umstieg erspart, wenn man nach Hamburg möchte - abgesehen von den zwei Sprintern, die durchfahren.

Gruß Sebastian
Lz 86711 schrieb:
Ich habe den Überblick verloren...
Die Antwort gibt der Minister:
Kein Verständnis zeigte Buchholz für Initiativen wie die der Timmendorfer Aktivgruppe für Handel und Gewerbe, die eine Online-Petition für den Erhalt der Bäderbahn auf den Weg gebracht hat. „Ich verstehe nicht, warum in Timmendorf dieses Beharren auf alter Technik, die eine schlechte Situation schafft, so massiv ist“

Alte Technik, schlechte Situation. Aha...

Ist eigentlich nur der übliche Sprech, wenn man weiß, dass das Neue eigentlich murks ist, aber man trotzdem darauf beharrt, warum auch immer. Kennt man von einem Bahnhof aus dem Süden, aber leider auch von vielen anderen Projekten.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Oberdeichgraf schrieb:
Gotthard-Basistunnel schrieb:
Man möchte offenbar einfach nicht mehr, dass da noch Züge fahren. Würde man mit Sinn und Verstand an die Sache heran gehen, würde man die Neubaustrecke für den internationalen Transitverkehr nutzen und zusätzlich die Bäderbahn elektrifizieren und mit Regional- und Touri-Fernzügen bedienen sowie als Güter-Ausweichstrecke erhalten.
Hallo,
wenn da eine zweigleisige Neubaustecke neben der Bäderbahn entsteht, dürfte die für den Güterverkehr keine Rolle mehr spielen.
Selbst mit einem Gleis zwischen Bad Schwartau und Hasselburg würde man genug Kapazität haben, um die zweistündlichen ICE und geschätzte 50 bis 60 Güterzüge pro Tag durchzubekommen.
Allerdings dürfte so eine Neubaustrecke erst einmal Jahrzehnte von umfangreichen Bauarbeiten verschont bleiben.
Als Umleiter-und Ergänzungsstrecke für Güterzüge bliebe ja auch der Weg über Fünen und Padborg erhalten.
Wichtig wäre bei Erhalt der Bäderbahn, diese wieder in Neustadt auf die Neubaustrecke auszufädeln.
Nur so brächte die Transitstrecke keine Nachteile für den Personenverkehr der Bahn in SH.
Irgendwie unglaublich, dass sich die Politik in Kiel da so quer stellt.
Bei geschätzten 4 Milliarden Euro Kosten sind die Mehrkosten für den Erhalt der Bäderbahn doch nun wirklich marginal.
Ich kritisiere da auch speziell die Grünen in SH, die in der Regierung sitzen: Lippenbekenntnisse zur Bahn nützen nichts, wenn man das dann praktisch nicht umsetzt.
Ich erwarte da jetzt eine alternative Planung. Die würde die Akzeptanz bei den Anwohnern für die Transitstrecke auch deutlich erhöhen
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.

Gruß Sebastian
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Ja, das wäre in Hinblick auf die mittlerweile erhältlichen Akku-ETs eine Option, die es so vorher noch nicht gab.
Aber: Der DB reichen die 2 Neubaugleise, die will den Unterhalt des alten Gleises nicht am Bein haben. Da ist also Hilfe zur Selbsthilfe angesagt, mindestens das Land oder die Gemeinden sollten die Gleise kaufen. Immerhin würde man sich dann den Bau des neuen Bahnhofes sparen, das könnte dann zumindest die Kosten der nötigen Weichenverbindungen kompensieren.
Der Mehrpreis für nen Akku-ET bliebe dann auch beim Land / Gemeinden hängen.

Also wenn man wollte, ginge da vielleicht doch noch was, aber mit nem FDPler wird das nicht einfach^^
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Und du warst doch in dem anderen Faden der Meinung dass SH so gut im Reaktivieren ist. Man könnte ja z.B. Eutin-Neustadt zwischen A1 und Neustadt (Holst) reaktivieren und dort einen Verknüpfungsbahnhof erstellen. Aber das würde den Rahmen an Zugeständnissen leider sprengen dem man dem Nicht-Prestige-SV zukommen lässt.
Acobono schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Erstens das, zweitens könnte man in Haffkrug ne Umsteigemöglichkeit von Alt- zu Neubaustrecke einrichten, da alter und neuer Bahnhof nicht weit voneinander entfernt liegen. Idelaerweise würde man natürlich die Altstrecke die paar Meter verschwenken und 3gleisig neu bauen - kostet aber.
Acobono schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Und du warst doch in dem anderen Faden der Meinung dass SH so gut im Reaktivieren ist. Man könnte ja z.B. Eutin-Neustadt zwischen A1 und Neustadt (Holst) reaktivieren und dort einen Verknüpfungsbahnhof erstellen. Aber das würde den Rahmen an Zugeständnissen leider sprengen dem man dem Nicht-Prestige-SV zukommen lässt.
Du vergisst aber, dass es hier um zwei Zielgruppen geht:
Gruppe A, die aus Richtung Hamburg/Lübeck kommt und nach Timmerndorfer Strand bis Scharbeutz möchte und Gruppe B, die von dort in Richtung Fehmarn möchte. Gruppe A ist dabei definitiv in der Mehrheit, was sich heute schon am Fahrplan und der Kapazität des Zuges widerspiegelt. Von daher wäre ein kleiner Umweg für Gruppe B durchaus verkraftbar, wenn sich dafür für Gruppe A die Anreise nicht verschlechtert. Mit der jetzigen Planung verschlechtert sich das Angebot für beide Gruppen. Da mag das Busangebot noch so theoretisch passen, aber es ist einmal mehr Umsteigen und dann auch noch in den Bus (oh Gott, gilt da überhaupt mein Ticket??).

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 13:00.
Acobono schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Und du warst doch in dem anderen Faden der Meinung dass SH so gut im Reaktivieren ist. Man könnte ja z.B. Eutin-Neustadt zwischen A1 und Neustadt (Holst) reaktivieren und dort einen Verknüpfungsbahnhof erstellen. Aber das würde den Rahmen an Zugeständnissen leider sprengen dem man dem Nicht-Prestige-SV zukommen lässt.
Genau, weil man nach den 7 Minuten Fahrzeit bis Bad Schwartau auch ohne jegliche zeitliche Verzögerung wieder in Richtung Norden weiter fährt. Denn der Taktknoten in Lübeck Hbf gilt für solche Züge natürlich nicht. Für Sierksdorf hat die Hinterlandanbindung bezüglich der Anbindung in Richtung Süden übrigens keine Auswirkung. Der Halt bleibt bestehen wie gehabt. Lediglich die bestehende Infrastruktur wird zwischen Neustadt und Haffkrug erneuert.
Zudem habe ich in dem anderen Faden nicht geschrieben, dass SH so gut in Reaktivierungen wäre. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass seit 30 Jahren immerhin nicht mehr stillgelegt wurde. Die aktuellen Reaktivierungen gehen auch mir zu langsam.

Edit: Ich bin ja ebenfalls der Meinung, dass ein Weiterbetrieb der Bäderbahn für die Anwohner der Badeorte Scharbeutz und Timmendorferstrand die beste Alternative wäre. In Haffkrug und Sierksdorf verändert sich ja so gut wie nichts, abgesehen davon, dass es zukünftig alle 30 Minuten bis nach Hamburg geht. Für die Orte Ratekau etc. ist der neue Halt sogar eine deutliche Aufwertung.

Was ich aber nicht nachvollziehen kann, sind die Krokodilstränen der Anwohner bzw. Politiker in Scharbeutz und Timmendorfer Strand. Es hat sich ziemlich früh abgezeichnet, dass die vehemente Ablehnung von Mehrverkehr auf der Bestandstrecke dazu führen kann, dass diese ersetzt wird. Es wollte aber lange niemand wahrhaben, da ja die "lauten Güterzüge" drohten, die angeblich den Tourismus zum erliegen gebracht hätten*. Jetzt, wo für diese Züge eine Lösung gefunden ist, wacht man auf und denkt über die eigenen Bedürfnisse nach. Damit ist man aber einige Jahre zu spät.
* Man erinnere sich einmal an die Zeit vor 1997. Leere Strände in der Lübecker Bucht. Niemand wollte dorthin, weil es so unglaublich laut war.

Gruß Sebastian




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 13:05.
NBStrecke schrieb:
Da ist also Hilfe zur Selbsthilfe angesagt, mindestens das Land oder die Gemeinden sollten die Gleise kaufen. Immerhin würde man sich dann den Bau des neuen Bahnhofes sparen, das könnte dann zumindest die Kosten der nötigen Weichenverbindungen kompensieren.
Das Kaufen hängt sicher auch vom Preis ab. Die DB dürfte Null Interesse haben, die Bäderbahnstrecke zu verkaufen. Entsprechend destruktiv wird sie sich verhalten.

Außerdem ist zurzeit die für den Erhalt der Bäderbahn notwendige SPNV-Bestellgarantie des Landes nicht in Sicht. Eigenwirtschaftlichen SPNV werden die Kommunen nicht hinbekommen. Eine Verkehrswende, die das ermöglichen würde, scheint in Deutschland, nicht zuletzt wegen Verkehrsministern wie Buchholz und Scheuer, ganz weit weg zu sein.

Re: Übernahmeperspektive für die Bäderbahn

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 13:08

Die DB dürfte vermutlich sogar Interesse daran haben, die Strecke zu veräußern, könnte sie so doch sogar noch Einnahmen erzielen, die es sonst nicht gäbe. Eher dürfte es tatsächlich daran scheitern, dass sich ein EIU findet, welches diese Strecke ohne die Perspektive auf finanzierte Zugfahrten übernimmt. Viele bringen hier ja stets die AKN ins Spiel. Aber warum sollte das Land SH der AKN die Strecke ans Bein binden, wenn das Land dort keinen Verkehr bestellen will.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 13:09.
Oberdeichgraf schrieb:
Die Wahrnehmung, von der Ostsee bis zu den genannte Bahnhöfen wäre es zu Fuß "zu weit", mag für Dich ja zutreffen, aber sicher kaum für die große Mehrheit der Besucher.
Die große Mehrheit der Besucher wird nur selten Zug fahren, sondern eher mit dem Auot. Aber nehmen wir den Fall, meine Schwiegereltern überlegen mal den Zug zu nehmen.

Beispiel von Hamburg Hbf (ideale Lage für eine Zugfahrt...) nach Timmendorfer Strand, "Ziel Strand" (Strandallee), Konkurrenz ist das Auto (Fahrzeit laut google.maps 1 Stunde 4 Minuten):

DB
will mich nur zu einer Station lotsen, ZOB ist mit Umstieg in den Bus (Fahrzeit 4 Minuten) (bei der Auswahl der Station ohne Ortskenntnis bzw. Karte steigt sicher die Hälfte aus und fährt lieber mit dem Auto)

nah.sh
zeigt mir für ein Ziel in der Strandallee:
https://i.ibb.co/HXm4q1C/nah.jpg

Zweimal umsteigen, und dann noch fast 10 Minuten zu Fuß!?
1:39 statt 1:04? Und man muss erst zum Bahnhof kommen?

Ich behaupte mal, > 90 % der Erwachsenen die ich kenne, werden die Strecke lieber mit dem Auto fahren!
sonicus83 schrieb:
nah.sh
zeigt mir für ein Ziel in der Strandallee:
[i.ibb.co]

Zweimal umsteigen, und dann noch fast 10 Minuten zu Fuß!?
1:39 statt 1:04? Und man muss erst zum Bahnhof kommen?

Ich behaupte mal, > 90 % der Erwachsenen die ich kenne, werden die Strecke lieber mit dem Auto fahren!
Nicht zu verachten die 24 Minuten Wartezeit in Lübeck...

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Sebastian Berlin schrieb:
Acobono schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, z.B. mit zwei Triebwagen bis Bad Schwartau zu fahren, dort zu flügeln, ein Teil fährt die Bäderbahn bis Neustadt und der andere via NBS nach Fehmarn. Dann könnte man die Bäderbahn als Sackgasse einrichten und man bräuchte keine Befürchtungen wegen Güterverkehr haben.
Genau! Und die Leute, die dann vielleicht doch mal von Timmendorfer Strand oder Sierksdorf nach Fehmarn wollen, fahren dann eben mit dem Auto oder über Bad Schwartau. Diejenigen, die das Ziel Oldenburg haben, was durchaus vorkommen kann, da dort das Finanzamt für den gesamten Kreis Ostholstein steht, fahren dann auch Umwege.
Und man müsste dann nicht einmal die Bäderbahn modernisieren. Da kann das Stellwerk in Puttgarden einfach weiter die Arbeit verrichten.
Ich geb dir mal nen Tipp: Ob du von Timmendorfer Strand erst 7 Minuten mit der Bahn nach Bad Schwartau fährst und dann nach Oldenburg oder erst 12 Minuten mit dem Bus nach Ratekau/Timmendorfer Strand tut sich überhaupt GAR NICHTS. Fast selbiges gilt für Sierksdorf.
Und du warst doch in dem anderen Faden der Meinung dass SH so gut im Reaktivieren ist. Man könnte ja z.B. Eutin-Neustadt zwischen A1 und Neustadt (Holst) reaktivieren und dort einen Verknüpfungsbahnhof erstellen. Aber das würde den Rahmen an Zugeständnissen leider sprengen dem man dem Nicht-Prestige-SV zukommen lässt.
Genau, weil man nach den 7 Minuten Fahrzeit bis Bad Schwartau auch ohne jegliche zeitliche Verzögerung wieder in Richtung Norden weiter fährt. Denn der Taktknoten in Lübeck Hbf gilt für solche Züge natürlich nicht. Für Sierksdorf hat die Hinterlandanbindung bezüglich der Anbindung in Richtung Süden übrigens keine Auswirkung. Der Halt bleibt bestehen wie gehabt. Lediglich die bestehende Infrastruktur wird zwischen Neustadt und Haffkrug erneuert.
Zudem habe ich in dem anderen Faden nicht geschrieben, dass SH so gut in Reaktivierungen wäre. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass seit 30 Jahren immerhin nicht mehr stillgelegt wurde. Die aktuellen Reaktivierungen gehen auch mir zu langsam.

Die Verzögerung in Schwartau betrüge zwischen 6-8 Minuten. Das ist ein Fahrzeit"verlust" gegenüber dem Bus von 2 Minuten. Daten aus den projizierten BVWP und Deutschlandtaktfahrplänen.

Und was besserer Weg um zu zementieren dass man in SH immerhin nicht mehr stillegt als die Bäderbahn (teil)-Stillzulegen....
Gumminase schrieb:
NBStrecke schrieb:
Da ist also Hilfe zur Selbsthilfe angesagt, mindestens das Land oder die Gemeinden sollten die Gleise kaufen. Immerhin würde man sich dann den Bau des neuen Bahnhofes sparen, das könnte dann zumindest die Kosten der nötigen Weichenverbindungen kompensieren.
Das Kaufen hängt sicher auch vom Preis ab. Die DB dürfte Null Interesse haben, die Bäderbahnstrecke zu verkaufen. Entsprechend destruktiv wird sie sich verhalten.

Außerdem ist zurzeit die für den Erhalt der Bäderbahn notwendige SPNV-Bestellgarantie des Landes nicht in Sicht. Eigenwirtschaftlichen SPNV werden die Kommunen nicht hinbekommen. Eine Verkehrswende, die das ermöglichen würde, scheint in Deutschland, nicht zuletzt wegen Verkehrsministern wie Buchholz und Scheuer, ganz weit weg zu sein.
Kommt Zeit kommt Rat. Das eine ist die Infrastruktur, das andere die Bestellung von Nahverkehr.
Definitiv wird die DB kein Interesse am Erhalt der Bäderbahn haben (egal durch wen), denn auf der NBS kann man jahrelang fürstlich Gelder kassieren, ohne ernsthaft was in die Infrastruktur stecken zu müssen. Gehen die ÖPNV-Gelder verloren, bricht erstmal ein gewaltiger Teil Einnahmen weg. Zeitgleich müsste man die Sanierung der Altstrecke womöglich großteils aus der eigenen Tasche finanzieren. Ob jetzt 20% der Besucher der Badeorte wegfallen und mit dem Auto kommen, ist DB Netz erstmal egal. Letztlich wird wieder ein Gericht entscheiden müssen, ob die NBS eine Verlegung der Strecke ist und ob ein Stillegungsverfahren mit vorherigem Übernahmeangebot notwendig wird.

Anderes Thema ist die Bestellung von NV-Leistungen. Heute hat der FDP-VM kein Interesse, aber was ist schnellebiger als Posten in der Politik? In BW war bis vor wenigen Jahren an Angebotsausweitungen im zweistelligen Prozentbereich, Landestarif und systematische Reaktivierungspläne undenkbar, geschweige denn ergänzende Maßnahmen zu S21 im Sinne des Nahverkehrs. Bis die NBs in Betrieb ist sind in SH noch zwei Mal Wahlen. Mal sehen was bis dahin passiert. Noch können sich die Politiker hinter irgendwelchen Vereinbarungen von vor vielen Jahren verstecken. Wenn es aber an die Wahlurnen geht, wird man hören müssen, was vor Ort gewünscht ist.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Standzeit in Lübeck

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 13:38

Moin,

die 24 Minuten Wartezeit in Lübeck Hbf sind dem Taktknoten geschuldet, der jede volle Stunde dort herrscht. Das ist auf einigen Strecken dann der Preis dafür, dass man in jede Richtung weg kommt. Aus diesem Grund dürfte sich - unabhängig von der zukünftigen Strecke - daran nicht viel ändern.

Gruß Sebastian
Zitat
Und was besserer Weg um zu zementieren dass man in SH immerhin nicht mehr stillegt als die Bäderbahn (teil)-Stillzulegen....
Da kann man jetzt drüber streiten. Die Bahn und das Land sagen, es wird einen Ersatzbau = Neubaustrecke geben, die Orte behalten ja auch ihre Zugangsstellen in neuer Lage. Rein auf die alte Trasse bezogen ist es natürlich zwischen Haffkrug und Ratekau eine Stillegung.

Deine Zeitrechnung verstehe ich übrigens nicht.
Beim Umstieg in Bad Schwartau entfallen 7 Minuten Fahrzeit nach Bad Schwartau + 8 Minuten Wartezeit (im schlechteren Fall) + ca. 5 Minuten Fahrzeit, um wieder auf Höhe von Timmendorfer Strand zu sein. Das sind in etwa 20 Minuten. Dem Gegenüber steht eine Fahrzeit von ca. 12 Minuten zum neuen Bahnhof, was für mich eine Differenz von 8 Minuten macht, die man theoretisch früher in den Zug am neuen Bahnhof steigen könne oder später los müsste bei entsprechend getakteten Zubringern.

*Ich hoffe, dass ich den zitierten Satz richtig interpretiert habe. Ich konnte den Inhalt lediglich erahnen.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 13:52.
Murrtalbahner schrieb:
sonicus83 schrieb:
nah.sh
zeigt mir für ein Ziel in der Strandallee:
[i.ibb.co]

Zweimal umsteigen, und dann noch fast 10 Minuten zu Fuß!?
1:39 statt 1:04? Und man muss erst zum Bahnhof kommen?

Ich behaupte mal, > 90 % der Erwachsenen die ich kenne, werden die Strecke lieber mit dem Auto fahren!
Nicht zu verachten die 24 Minuten Wartezeit in Lübeck...
Wenn die Gesamtfahrzeit stimmt, sind die 24 Minuten ja nicht schlimm. Sind ja eher ein Puffer, wenn der zulaufende Zug einmal Verspätung hat.
Zitat
Da kann man jetzt drüber streiten. Die Bahn und das Land sagen, es wird einen Ersatzbau = Neubaustrecke geben, die Orte behalten ja auch ihre Zugangsstellen in neuer Lage. Rein auf die alte Trasse bezogen ist es natürlich zwischen Haffkrug und Ratekau eine Stillegung.

Deine Zeitrechnung verstehe ich übrigens nicht.
Beim Umstieg in Bad Schwartau entfallen 7 Minuten Fahrzeit nach Bad Schwartau + 8 Minuten Wartezeit (im schlechteren Fall) + ca. 5 Minuten Fahrzeit, um wieder auf Höhe von Timmendorfer Strand zu sein. Das sind in etwa 20 Minuten. Dem Gegenüber steht eine Fahrzeit von ca. 12 Minuten zum neuen Bahnhof, was für mich eine Differenz von 8 Minuten macht, die man theoretisch früher in den Zug am neuen Bahnhof steigen könne oder später los müsste bei entsprechend getakteten Zubringern.

*Ich hoffe, dass ich den zitierten Satz richtig interpretiert habe. Ich konnte den Inhalt lediglich erahnen.
Das ist halt ein Siegburg/Bonn Argument. Einen Bahnhof aus seiner ursprünglichen Lage zu entfernen um dann dem nächstgelegenen Halt den Namen zu addieren ist für mich kein Ersatzbau, ein 8km von der Ortsgrenze entfernter Bahnhof hat mit Timmendorfer Strand soviel zu tun wie Baal mit Hückelhoven-Ort, Siegburg mit Bonn oder Limburg-Süd mit Limburg. Entsprechend wird die Bäderbahn dort effektiv stillgelegt. Wäre der Bahnhof adäquat vom Ort erreichbar, bräuchte man den Bus nicht.

Du unterschlägst übrigens die Tatsache dass man ja nicht vom Bus in die Bahn gebeamt wird, die Umsteigezeit in Timmendorfer Strand + Kulanz aufgrund der potentiellen Busverspätung dürfte unter 5 Minuten nun auch nicht liegen. D.h. der effektive Fahrzeitunterschied sind 3 Minuten, von der Tatsache dass man sich Ratekau/Timmendorfer Strand als Halt dann sparen kann und Fahrzeit gewinnt mal ganz abgesehen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.19 14:28.

Re: Ortsgrenzen etc.

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.08.19 14:55

Wie schon geschrieben, darüber müssen die Fachleute entscheiden, ob es eine Stilllegung ist oder ein Ersatzbau. Unsere Einschätzung wird da niemanden interessieren. Die Ortsgrenze von Timmendorf liegt aber auch keine 8km vom neuen Halt entfernt, wenn selbst die Seebrücke lediglich 7km entfernt ist. Oder meintest du die seeseitige Grenze?
Vom jetzigen Bahnhof zum neuen Halt ist die Entfernung knapp 5,5km. Zum Strand sind es tatsächlich ca. 7km.

Zitat
... von der Tatsache dass man sich Ratekau/Timmendorfer Strand als Halt dann sparen kann und Fahrzeit gewinnt mal ganz abgesehen.
Was aber lediglich für diejenigen, die aus Timmendorfer Strand kommen, ein Gewinn ist. Da habe ich dir ja auch schon zugestimmt, dass für diejenigen der neue Halt nicht ideal ist. Gleichzeitig profitieren aber die Bewohner der Gemeinden um Ratekau und von Ratekau selbst davon, dass dort wieder Züge halten.
Als Beispiel: In Ratekau hat man selten mehr als 1km Weg zum neuen Bahnhof. Aus Techau sind es ca. 3km, was zwar weiter ist als nach Pandsdorf (2,5km), jedoch einen häufigeren Bahnanschluss bietet. Aus den Orten am Hemmelsdorfer See sind es jeweils rund 3km.

Für mich ganz persönlich als Urlaubsnutzer müsste ich sagen: Bitte baut einen Halt in Ratekau, denn das erspart mir in der Zeit in der ich schon wieder Arbeite, Frau und Kinder aber noch in der Heimat sind, mindestens eine Viertelstunde Fahrzeit.

Gruß Sebastian

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