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Warum Lokführer so viel Taxi fahren

geschrieben von: willim

Datum: 07.08.19 07:28

Link:Warum Lokführer so viel Taxi fahren

...dies ist heute ein Artikel in der Wirtschaftswoche wo der Einzelwagenverkehr und die häufigen Taxifahrten der DB Cargo Triebfahrzeugführer thematisiert werden...



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.08.19 14:59.

Re: Warum Lokführer so viel Taxi fahren

geschrieben von: diesel218

Datum: 07.08.19 08:22

nicht nur bei Cargo,auch im Fernverkehr sind Taxi-und Gastfahrten seit Einführung der Computergeführten Personalplanung(KasCarmen) erheblich gestiegen

Einzelwagenverkehr

geschrieben von: Lz 86711

Datum: 07.08.19 08:45

Viel spannender sind die Gedankenspiele um die Einstellung des Einzelwagenverkehres. Die Einstellung wäre die logische Folge der Kastration der letzten Jahrzehnte.

"Wenn ich ein Gott wär ...", so beginnt Bodo Wartke sein neuestes Lied, in dem er sich gegen radikale, menschenverachtende Auslegungen jedweder Religion wendet.

Bodo Wartke - Nicht in meinem Namen

#kopfschüttel#...und keiner macht was dagegen :-(

geschrieben von: blubb88

Datum: 07.08.19 08:55

Entweder ... es wird besser oder " ....den seit Jahren defizitären Einzelwagenverkehr komplett einstellen und noch mehr Mitarbeiter entlassen...." (sinngemäß zitiert aus dem Artikel)

Dann mal los.
Alle Autobahnen 5-spurig ausbauen und schon mal mind. 2 Fahrspuren für den "Einzelwagenverkehr" reservieren ;-)

Blöd nur, dass es immer so lange dauert ... mind. seit 10 Jahren wird z.B. die A3 zw. Ffm und Würzburg 3-spurig ausgebaut - und ist immer noch nicht fertig.
Dann können die gleich mit der nächsten Spur-Erweiterung weitermachen. ;-)

Wurde nicht vor gar nicht all zu langer Zeit der Suez-Kanal auf die doppelte Breite ausgebaut? Und das bei vollem Betrieb? Und das hat nur 10 Monate(!) gedauert?!?
...Aber das hatte ja - glaube ich - mit Deutschland nix zu tun ;-)

Wie gesagt ... - #kopfschüttel#

Re: Warum Lokführer so viel Taxi fahren

geschrieben von: Railwalker

Datum: 07.08.19 09:07

Dann gilt Cargo als saniert, wenn man ihnen den EV vom Halse geschafft hat? Das Missmanagement bei Cargo trifft ja auch die Ganzzugsparte.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.08.19 09:58.

Re: #kopfschüttel#...und keiner macht was dagegen :-(

geschrieben von: MarvWe

Datum: 07.08.19 09:30

blubb88 schrieb:
Wurde nicht vor gar nicht all zu langer Zeit der Suez-Kanal auf die doppelte Breite ausgebaut? Und das bei vollem Betrieb? Und das hat nur 10 Monate(!) gedauert?!?
...Aber das hatte ja - glaube ich - mit Deutschland nix zu tun ;-)

Wie gesagt ... - #kopfschüttel#
Der Kanal wurde auf einem langen Abschnitt "zweigleisig" ausgebaut, d.h. es wurde ein zweiter Kanal danebengesetzt und beides verbunden.
Eine beeindruckende Leistung nichtsdestotrotz

Klares Politikversagen an oberster Stelle

geschrieben von: Railpeter

Datum: 07.08.19 09:45

Moin,

den Grundstein für das heutige Problem hat doch die Kohl-Regierung gelegt und alle weiteren Regierungen haben es bis heute fortgeführt. Aus Profitgier sollte die Bahn privatisiert werden und viele kleine EVU konnten gegründet werden, welche sich seitdem sämtliche Rosinen aus dem Güterverkehr rausgepickt haben. Das was Cargo heute noch fahren „darf“, ist alles das, was kaum noch Gewinn einbringt. Das Ergebnis sind kaum noch Leistungen und unzählige Gast-/Taxifahrten.

Eine Güterverkehrssparte, welche sich an die geltenden Vorschriften hält (!), ist heute einfach nicht mehr überlebensfähig. Eine große Masse der privaten EVU tritt Arbeitszeitregelungen, Baureihen- und Streckenkunden, etc. doch mit Füßen. Denn nur so lässt sich Geld verdienen. Und das EBA ist in keinsterweise in der Lage, das auch nur ansatzweise zu kontrollieren/sanktionieren. Aber auch das ist politisch gewollt - denn sonst würde man es ändern.

Und der alte Konzern mit seiner Gv-Sparte? Bei dem wird tunlichst auf jede Vorschrift geachtet, was sicherlich richtig ist - aber so ist er unter der gegenwärtigen politischen Lage in der Gv-Sparte dem Untergang geweiht.

Sicherlich ist im Konzern auch selbst vieles im Argen und schlecht organisiert ... aber der Fisch stinkt vom Kopf aus ... danke zu den Bundesregierungen nach Berlin.

Oder glaubt jemand ernsthaft, auch der nächste oder übernächste Personalaustausch an der Spitze von Cargo wird irgendetwas bringen, solange sich die Regierung nicht entscheidend bewegt? Aber warum sollte sie ... Cargo gehört ja dem Staat, da ist es ja egal. Die Kohle verdienen ja die Privaten ... also das gewünschte Ergebnis. Und das EBA wird bewusst klein gehalten ...!

Mafiataktik seitens der Regierung!

Peter
blubb88 schrieb:
Wurde nicht vor gar nicht all zu langer Zeit der Suez-Kanal auf die doppelte Breite ausgebaut? Und das bei vollem Betrieb? Und das hat nur 10 Monate(!) gedauert?!?
...Aber das hatte ja - glaube ich - mit Deutschland nix zu tun ;-)

Wie gesagt ... - #kopfschüttel#
Nein, der Suezkanal wurde nicht auf doppelter Breite ausgebaut. Auf einem Teilstück wurde ein zweiter Kanal gebaut, der östlich des eigentlichen Kanals liegt. Das begründet auch den Ausbau bei vollem Betrieb. :-) Zudem brauchen wir glaube ich nicht ägyptische Arbeitsbedingungen mit deutschen vergleichen. Die möchte nun wirklich keiner hier haben.

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Re: Klares Politikversagen an oberster Stelle

geschrieben von: Edi427

Datum: 07.08.19 10:09

Railpeter schrieb:
Eine Güterverkehrssparte, welche sich an die geltenden Vorschriften hält (!), ist heute einfach nicht mehr überlebensfähig. Eine große Masse der privaten EVU tritt Arbeitszeitregelungen, Baureihen- und Streckenkunden, etc. doch mit Füßen. Denn nur so lässt sich Geld verdienen. Und das EBA ist in keinsterweise in der Lage, das auch nur ansatzweise zu kontrollieren/sanktionieren. Aber auch das ist politisch gewollt - denn sonst würde man es ändern.

Moin Peter,

da Deine Vorwürfe doch ziemlich harter Tobak sind, einige wirklich ernst gemeinte Fragen. Hast Du Beweise dafür? Welche EVU halten sich denn nicht an die Regeln? Was verstehst Du unter "großer Masse"?

Danke und Gruß
Oliver

Re: Klares Politikversagen an oberster Stelle

geschrieben von: 219 003-1

Datum: 07.08.19 11:05

verehrte Grünenpolitiker, liebe "Rettet Alles" Möchtegern Ökospinner, ihr Einsatz Bitte! Jetzt könnt ihr euch mal beweisen, das ihr wirklich was bewegt! Aber, es wird sich nichts ändern. Außer holen Phrasen von Lügenpolitikern, wie immer. Es wird weiter bergab gehen, wie die Entscheidung ausfallen wird, dürfte klar sein. Es werden weitere Kunden abspringen, noch mehr Lastwagen fahren, DB Cargo, Adios!

Gruß, 219 003-1

Re: Klares Politikversagen an oberster Stelle

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 07.08.19 11:18

219 003-1 schrieb:
verehrte Grünenpolitiker, liebe "Rettet Alles" Möchtegern Ökospinner, ihr Einsatz Bitte! Jetzt könnt ihr euch mal beweisen, das ihr wirklich was bewegt! Aber, es wird sich nichts ändern. Außer holen Phrasen von Lügenpolitikern, wie immer. Es wird weiter bergab gehen, wie die Entscheidung ausfallen wird, dürfte klar sein. Es werden weitere Kunden abspringen, noch mehr Lastwagen fahren, DB Cargo, Adios!

Gruß, 219 003-1
Dann erzähl uns doch mal, an welcher Stelle die Grünen Einfluss haben, damit sich die Situation bei DB Cargo verbessert?

Blinde Hasstiraden bringen uns nicht weiter.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Warum Lokführer so viel Taxi fahren

geschrieben von: VT605

Datum: 07.08.19 11:23

diesel218 schrieb:
auch im Fernverkehr sind Taxi-und Gastfahrten seit Einführung der Computergeführten Personalplanung(KasCarmen) erheblich gestiegen

Das muß wirtschaftlich sein, die Schichten werden schließlich von einem digitalen System erstellt, schon deshalb muß es ganz toll sein. Gut, einen Menschen der solche Schichten baut hätte man wegen Unfähigkeit entlassen, aber wenn ein Computer das macht muß es einfach wirtschaftlich sein, basta.

Früher ...

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 07.08.19 11:29

.. durfte ein Cargo-Tf halt auch noch bei Regio oder gar Fernverkehr Züge steuern. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich da ein passender Tf für einen Zug findet, ist dann "etwas" größer.

Jede halbwegs passenden Aktiengesellschaften fusionieren, um die berühmten Synergieeffekte einzukassieren, die DB AG zerlegt(e) sich dagegen selbst in autarke Teilgesellschaften mit Doppelt- und Dreifachparallelstrukturen. Muss man nicht verstehen ...

Re: Klares Politikversagen an oberster Stelle

geschrieben von: ec paganini

Datum: 07.08.19 11:36

219 003-1 schrieb:
verehrte Grünenpolitiker, liebe "Rettet Alles" Möchtegern Ökospinner, ihr Einsatz Bitte! Jetzt könnt ihr euch mal beweisen, das ihr wirklich was bewegt! Aber, es wird sich nichts ändern. Außer holen Phrasen von Lügenpolitikern, wie immer. Es wird weiter bergab gehen, wie die Entscheidung ausfallen wird, dürfte klar sein. Es werden weitere Kunden abspringen, noch mehr Lastwagen fahren, DB Cargo, Adios!

Gruß, 219 003-1
Servus, deine blindwütigen Sinnloskommentare sind ja schon legendär, diesmal enttäuschst du unsere
Erwartungshaltung ebenfalls nicht.

Fall du dich in einem längeren Auslandsaufenthalt
befindest, hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:
die ganzen "Ökospinner" haben keine Entscheidungsgewalt und unser Bundesverkehrsminister arbeitet eher der nächsten
lukrativen Arbeitsstelle entgegen.

Da gibts ein Bundesland, wo man versucht,
die bekannten Fehler der letzten Jahre zu beseitigen. Ein steiniger Weg, aber grob die richtige Richtung.

Und nun, da du ja offensichtlich nicht ins Lager der ganzen Spinner gehörst, sag "deinem" Lager mal,
dass sie sich mal um Verkehrspolitik kümmern sollen.

Ich hoffe diese ganzen unbequemen Fakten, über die
man nachdenken muss, überfordern dich nicht allzu
sehr...


Schönen Tag noch, hier mein Tuch zum Abwischen
des Schaumes vor dem Mund
LG Torsten



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.08.19 12:17.

Re: Klares Politikversagen an oberster Stelle

geschrieben von: KHM

Datum: 07.08.19 11:40

219 003-1 schrieb:
verehrte Grünenpolitiker, liebe "Rettet Alles" Möchtegern Ökospinner, ihr Einsatz Bitte! Jetzt könnt ihr euch mal beweisen, das ihr wirklich was bewegt! Aber, es wird sich nichts ändern. Außer holen Phrasen von Lügenpolitikern, wie immer. Es wird weiter bergab gehen, wie die Entscheidung ausfallen wird, dürfte klar sein. Es werden weitere Kunden abspringen, noch mehr Lastwagen fahren, DB Cargo, Adios!

Gruß, 219 003-1
Logik: Andere Parteien "verbocken" es (jedenfalls, wenn man die Bahnreform als schlecht ansieht) => andere Parteien stellen auch aktuell die Regierung => Grüne werden als Ökospinner beschimpft und aber gleichzeitig kritisiert, weil sie den Zustand nicht in die gewünschte Richtung verbessern => da die Grünen nicht in der Regierung sind, können sie den "Wunsch" logischerweise nicht erfüllen => Grüne sind böse, Spinner, daran (und an allem anderen) schuld und "Lügenpolitiker".

Nochmal Logik: Leute wie 219 003-1 wundern sich, warum sie nicht ernst genommen werden.

Re: Warum Lokführer so viel Taxi fahren

geschrieben von: Brennersee

Datum: 07.08.19 11:40

Möglichst kurze Pausen, das wollen sie. Mit etwas längeren Pausen ließe sich so manche außerplan oder unpaarige Leistung noch decken. Natürlich nicht alle, das ist klar. Wenn man etwas in die Schichten investiert, dann werden sie sehr produktiv.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: #kopfschüttel#...und keiner macht was dagegen :-(

geschrieben von: blubb88

Datum: 07.08.19 11:42

DB Regio NRW schrieb:
... ägyptische Arbeitsbedingungen ... möchte nun wirklich keiner hier haben.

Volle Zustimmung


Ich hätte auch einen anderen Vergleich bemühen können....

Vor gar nicht allzu langer Zeit lief mal eine Doku im TV (vllt. gibt's die sogar noch im Netz).
Da wurde die Asphalt-Decke der großen Start-/Landebahn (4km x 60m) hier bei uns am Flughafen Frankfurt (Rhein-Main) innerhalb von 2 Nacht-Ruhepausen (also 2x 23:00 bis 04:59) komplett erneuert.
Das ist bei einer Asphalt-Dicke von >48cm zusätzlich schwierig, weil der Asphalt aushärten muß, bevor er belastet werden kann. Das wurde wohl in mehreren dünneren Schichten nach einem ausgeklügelten Prinzip aufgebracht.
Es war so, dass die Baumaschinen direkt nach dem letzten Flieger losgelegt haben und die erste Landung sofort mit dem Verlassen des letzten Baufahrzeuges am nächsten Morgen 5:00 erfolgte. Und das 2x hintereinander.

Das zeigt zumindest, dass es geht. Und zum Vergleich eine schlichte Fahrbahnerneuerung auf der A(xy) keine Monate in Anspruch nehmen müsste.

Aber egal ....
Es geht ja um die Bahn und nicht um Lande- oder Auto- ... sondern nur um "Bahn" :-)

Re: Früher ...

geschrieben von: Handrad- u. Hebelbediener

Datum: 07.08.19 12:06

NBStrecke schrieb:
.. durfte ein Cargo-Tf halt auch noch bei Regio oder gar Fernverkehr Züge steuern. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich da ein passender Tf für einen Zug findet, ist dann "etwas" größer.

Jede halbwegs passenden Aktiengesellschaften fusionieren, um die berühmten Synergieeffekte einzukassieren, die DB AG zerlegt(e) sich dagegen selbst in autarke Teilgesellschaften mit Doppelt- und Dreifachparallelstrukturen. Muss man nicht verstehen ...
Danke, das ist einer der großen Fehler, an denen wir schon seit Jahren knabbern und noch weiter zu knabbern haben.

Die Neuerfindung des Rades

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 07.08.19 12:11

Ich habe es schon mal in einem Beitrag versucht, auf humoristische Weise darzustellen. Also:

Das alte, runde Rad hat ausgedient! Es war einfach "oldschool", nicht mehr "zeitgemäß", nicht mehr "in". Seit Jahrtausenden dieselbe Form - nee, das geht nun gar nicht mehr, da muß auch mal was neues her!

Man präsentiert - tadaa! - das viereckige Rad!
"Quadratisch, praktisch, gut!", lautet der Slogan, und "chic" und "hip" sieht's außerdem aus. Man gewinnt einen Design-Preis, klopft sich ob der grandiosen Idee gegenseitig auf die Schultern, lobhudelt einander ob des tollen Managements, fällt auf der Karriereleiter nach oben, kassiert Prämien und macht eine riesige Party.

Nur - so richtig rollen will das Rad noch nicht; es holpert ein wenig.
Die Erfinder des viereckigen Rades verlassen mit einer erklecklichen Abfindung das Unternehmen.

Der nächste Schlauberger wittert neben Verbesserungs- auch gleich noch Einsparpotenzial und präsentiert - tadaa! - das dreieckige Rad! Eine Ecke eingespart, eine Kante eingespart, ein Dreieck ist selbststabilisierend und sieht gut aus.
Man gewinnt den nächsten Designpreis, klopft sich wieder gegenseitig auf die Schultern, lobhudelt erneut einander ob des tollen Managements, fällt erneut auf der Karriereleiter nach oben, kassiert wieder Prämien und - na klar - 'ne riesen Party muß auch wieder sein.

Nur - so richtig rollen will das Rad jetzt erst recht nicht; es holpert deutlich.
Die Erfinder des dreieckigen Rades verlassen klammheimlich mit einer erklecklichen Abfindung das Unternehmen.

Da unbedingt die Produktivität gesteigert werden muß, wird erneut Einspar- und Verbesserungspotenzial gesucht und - wie könnte es auch anders sein - an der Basis gefunden. Ein ganz Schlauer kommt nämlich auf die Idee, daß das Rad gar keine gleichseitig dreieckige und damit aufwendige Form haben muß, sondern daß es eigentlich egal ist, wie lang jede Seite des Dreiecks ist. Tadaa-Hurraaa - das Neue dreieckige Rad ist da! Natürlich only in english: "The brandnew triangular special wheel" (TBTSW). Erneut ist man ob seiner grandiosen Idee begeistert, klopft sich auf die Schultern, lobhudelt und feiert sich als geniale Manager, fällt nach oben, kassiert Prämien, Party, trallala, usw.

Nur - das neue Rad rollt noch schlechter, als das vorherige. Natürlich sind Mahner und Warner aus der Praxis schuld, weil sie total zu unflexibel und nicht offen genug für neues sind.
Dennoch verlassen auch die Schöpfer des ach so genialen TBTSW mit einer schönen Abfindung das Unternehmen.

Man probiert es dann noch nacheinander mit dem zweieckigen und sogar eineckigen Rad - immer jeweils mit dem entsprechenden Tamtam, Lobhudeleien, Schulterklopforgien, Selbstbeweihräucherungen, Hurrarufen auf das ach so tolle Management, Karrieresprüngen, Prämien und - ganz klar! - Partys.
Indes - es läuft nicht!
Vorsichtigen Vorschlägen aus der Praxis, es doch mal (wieder) mit dem runden Rad zu probieren, erteilt man brüsk eine Abfuhr. Erstens hat man die Lizenz zum Herstellen runder Räder irgendwie verbummelt, verdaddelt oder anderweitig verschlampt. Zweitens wurden alle alten runden Räder längst verschrottet (geile Prämie für kassiert!) oder an die Konkurrenz verkauft. Es folgt: Der Ruf nach "dem Staat", verbunden mit dem Angebot, das Unternehmen schwersten Herzens gegen eine gebührende Abfindung zu verlassen...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.08.19 12:12.
...das ist doch die Frage!

In diesem Punkt ist es doch erst mal egal, ob andere EVU Vorteile haben oder ob die legal oder illegal zustande kommen.....
Auch egal ist doch erst mal, ob grüne, gelbe, rote oder sonst wie gefärbte Vorgaben oder Entscheidungsträger es besser oder schlechter machen oder auch nicht....

Hier geht es wieder einmal um den Punkt (diesmal halt aus dem Blickwinkel auf DB-Cargo)
--> "Was läuft schief, beim Verkehrsträger Bahn?"
und
--> "Was ist notwendig, um das zu verbessern/abzustellen?"

Gegenseitiges Zerfleischen auf absoluten Nebenschauplätzen bringt da gar nix!
Eher lachen sich die ins Fäustchen, die die ganze Misere (vielleicht sogar bewußt) herbeigeführt haben oder weiter davon profitieren. (ich meine jetzt nicht andere EVU :-) )

Es besteht kein Zweifel, dass der gesamte Verkehrsträger Bahn riesengroße Probleme hat.
Wenn sich alle nur darauf beschränken, den oder einen Schuldigen zu suchen, um dann schön mit dem Finger auf ihn deuten zu können, hilft das ja echt super weiter....

Wie also bringt man den Schienengüterverkehr wieder auf die Beine??? Das wäre doch diskussionswürdig - oder?

Gruß
Rainer

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