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[BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 08.07.19 20:01

Ist ja nicht so, dass es das alles schon gab/gibt. "Bereitschaft" heisst das doch oder hiess das mal; aber bitte, nun kann er sich wieder feiern, der Winni Hermann:

[www.baden-wuerttemberg.de]

Besonders gut gefällt mir dieser Pasus:

„Es ist eigentlich die Aufgabe der Verkehrsunternehmen, genügend Personal und eine Reserve bereitzustellen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass es daran oft mangelt. Im Interesse der Fahrgäste gehen wir diesen bundesweit einmaligen und ungewöhnlichen Weg unternehmensübergreifend. Wer zu knapp kalkuliert hat, kann Personal kostenpflichtig ausleihen“, erklärt Hermann.

Wie war das? Es wird gefahren/bereitgestellt was bezahlt und/oder bestellt wird? Oder habe ich da was verpasst?

Wer schreibt, der bleibt - wer es lesen muss, bleibt länger!

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 20:02.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Mr. 146247

Datum: 08.07.19 20:15

Die Idee von Bereitschaften ist gut....warum das nicht gleich der Bestandteil der Ausschreibung war und wie er sich das vorstellt, wo die Tf für die Bereitschaft herkommen...Das weiß er glaube ich selbst nicht.
Wenn die EVU für ihren normal betrieb nicht genügend Tf finden, für die Bereitschaft dann schon oder wie ?!? Und natürlich nochmal Ausschreibung in mehreren Losen....😂😂😂
Wer soll sich da drauf bewerben (Abellio, Regio,etc.) ? Und die leihen sich dann im Idealfall ihre eigenen Tf aus, wenn die normalen für das gewonnene Netz nicht da sind ?!?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 20:31.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Bruno Schötz

Datum: 08.07.19 20:37

Das ist eine gute Idee.Was es dabei wieder an Herrn Herrmann zu mäkeln gibt,erschliesst sich mir nicht. BAWÜ kann sich glücklich schätzen,den wohl einzigen Verkehrsminister zu haben ,der etwas von Bahn versteht(kenne ihn von Verkehrsiniativen der 80er,als die Bundesbahn noch im Stillegungswahn war)Als Minister ist man an das unselige Ausschreibungsverfahren gebunden,aber er hat wenigstens eine Idee,wie man die sache mit dem Personalmangel entschärft,weitere Ideen sind sicher willkommen.

wie qualifiziert müssen die Bereitschaften sein?

geschrieben von: olek

Datum: 08.07.19 20:42

- Streckenkenntnis?
- Fahrzeugkenntnis?

abhängig von der Region?

Und, wenn das ausgeschrieben wird...und der "billigste" gewinnt....meint das Land - das das gut geht?

???

Olek

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 08.07.19 20:43

Bruno Schötz schrieb:
Das ist eine gute Idee.Was es dabei wieder an Herrn Herrmann zu mäkeln gibt,erschliesst sich mir nicht. BAWÜ kann sich glücklich schätzen,den wohl einzigen Verkehrsminister zu haben ,der etwas von Bahn versteht(kenne ihn von Verkehrsiniativen der 80er,als die Bundesbahn noch im Stillegungswahn war)Als Minister ist man an das unselige Ausschreibungsverfahren gebunden,aber er hat wenigstens eine Idee,wie man die sache mit dem Personalmangel entschärft,weitere Ideen sind sicher willkommen.
Das war jetzt aber Satire von dir? Denn "früher in den 1980ern" gab es so etwas auf dem Hof! Es wurden immer irgendwelche Bereitschaften verteilt, welche nötigensfalls zum Fahren verwendet wurden. Und eine Idee, woher das Personal dafür kommen soll, hast du sicher auch, sollte es keine Satire sein?

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Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.07.19 20:48

Moin,

mal so am Rande, Reserve Tf sind eigentlich Bestandteil jeder Vergabe, sprich mal plant mit x Tf für den Regelbedarf und legt on Top noch einmal bis zu 30% an Personal drauf. Das ist die normale Bedarfsplanung bei einer Vergabe.

Vergibt man jetzt hier, diesen Pool für diese 30%, die jedes Unternehmen für sich planen müsste?

Was dieser weitere Pool jetzt soll, verstehe wer will, besonders, welche Qualifikationen diese bekommen, denn es muss ja jedes Fahrzeug für die entsprechenden Regionen vorhanden sein, inklusive der Strecken, wird richtig teuer diese Sache.

Was anderes ist es jetzt, wenn dieser Pool on Top kommt, das wird aber nicht so richtig klar im Text. Dann tut er wirklich mal etwas gutes, für den Zugverkehr in Land und es ist zu begrüßen, denn außergewöhnliche Vorkommnisse können immer mal vorkommen, ohne Frage.

gruß carsten

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Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 08.07.19 20:51

Fazit: Es fehlt Personal, um Züge zu fahren. Nun soll Personal eingestellt/bereitgestellt werden, das dafür eingesetzt wird, um ausfallende Züge wegen Personalmangel auszugleichen? Irgendwie verquer ... Der Jung hats drauf ...

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Re: wie qualifiziert müssen die Bereitschaften sein?

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.07.19 20:51

Moin,

nehmen wir mal Stuttgart, auf die Schnelle, wohl nur einen Teil dessen:

S-Bahn, Flirt, Talent, BR 111, 146, 147, usw.. Streckenkunde, eben alles was von Stuttgart aus gefahren wird.

gruß carsten

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Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.07.19 20:57

Moin,

sicherlich, entscheidend eben, kommt dieser Pool on Top, oder geht es eigentlich um die Reserve, die eh vom EVU kommen sollte.

gruß carsten

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Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 08.07.19 20:59

BR146106 schrieb:
Moin,

sicherlich, entscheidend eben, kommt dieser Pool on Top, oder geht es eigentlich um die Reserve, die eh vom EVU kommen sollte.

gruß carsten
Egal wie, es wäre die Quadratur des Kreises. Die einzelnen EVU haben zu wenig Personal. Ok. Dadurch fallen Züge aus. Nicht schön, aber eine logische Schlussfolgerung. Soweit können wir alle noch mitdenken. Jetzt sollen die EVU, welche zu wenig Personal haben, Personal abstellen, dafür, dass Züge mit Personalen besetzt werden können, dass diese eben nicht mehr ausfallen? Ich kann es drehen und wenden wie ich will; ich komme dabei auf keinen grünen Personal-Stand-Zweig ...


*Edit: Meine zarten Finger waren mal wieder zu schnell ...

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 21:04.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: De David

Datum: 08.07.19 21:04

Vielleicht finden ja manche Bereitschafts-Tf zu mache so viel attraktiver wie regulärer, daß sie sich deswegen bewerben und ansonsten eine andere Arbeit machen und eben nicht "normaler" Tf werden? So daß es insgesamt eben doch mehr werden.
Stelle mir das jedenfalls ganz nett vor, nicht besonders viel Arbeit wenn alles läuft, flexibel auf allen möglichen Baureihen und strecken einsetzbar, und für "normale Arbeit" immer ein Haufen steuerfreie Spesen kassieren.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Die Decke ist zu klein

geschrieben von: autolos

Datum: 08.07.19 21:05

Es gibt zu wenig Triebfahrzeugpersonal und nun tritt das Land als zusätzlicher Nachfrager auf. Was ist gelöst?

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.07.19 21:11

Moin,

ja und nein, es gibt immer mal Situationen, die einen erhöhten Bedarf erfordern und das kann man hiermit abfangen, denn für diese Fälle kann man nicht unbedingt planen, wenn man bei den 30% Reserve verbleibt und mehr Reserve berechnen würde zwar auch mehr Personal bedeuten, aber dann nur bei dem entsprechenden Betreiber, diese Mitarbeiter wären nicht so flexibel wie hier gefordert.

Auch wenn diese Idee, Irrwitzig klingen mag, Sie hat auch etwas für sich. Siehe dir doch einfach die Sache mit Go Ahead an, die, die haben von Anfang so gespielt und den Altbetreiber mit ins Boot genommen und gesagt, wir werden bis zum Tag x nicht das Personal haben, welches wir brauchen, bitte helfe uns dabei, den Vertrag zu erfüllen, und man hat geholfen.

gruß carsten

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Crispin

Datum: 08.07.19 21:17

Vielleicht kann das ja bitte jemand mal aufklären, was Bereitschaftstriebfahrzeugführer konkret bedeutet!? Sitzt man dann die ganze Zeit in einem Raum oder Gebäude und wartet auf einen Einsatz? Und wenn keiner kommt an einem Tag, wie wird man dann vergütet? Mit welchem Grundgehalt kann man wohl rechnen, wenn es über das Land geht (ggf. TV-L 6)? Alles berechtigte Fragen!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 21:18.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 08.07.19 21:21

Christian Snizek schrieb:
Fazit: Es fehlt Personal, um Züge zu fahren. Nun soll Personal eingestellt/bereitgestellt werden, das dafür eingesetzt wird, um ausfallende Züge wegen Personalmangel auszugleichen? Irgendwie verquer ... Der Jung hats drauf ...
Das war auch mein Gedanke. Fehlen nur noch "Stand by Züge" weil die überschlagenden Wenden nun doch nicht so klappen wie auf den schönen Powerpointfolien suggeriert.

Oder anders ausgedrückt. Erst bekommt der billigste Anbieter mit der knappsten (auf Kante genähten) Kalkulation den Zuschlag. Und nun justiert man nach. Was wohl die unterlegenen Bieter dazu sagen, sofern diese teuer waren, weil sie den Betrieb ggf. "stressfester" kalkuliert haben?

Damit man mich nicht falsch versteht. Mir geht es nicht um eine Scheindiskussion a la "gute" DB Regio und "schlechte" private Mitbewerber. Mir ist es wurscht wer fährt. Mir geht es nur darum, dass das Land BW die Ergebnisse der Ausschreibungen damals laut bejubelt hat, weil man ja soooooo viel einsparen würde. Und kaum gehen die ausgeschriebenen Netze "live", ist man nur noch am nachsteuern, nachjustieren usw. Für mich schlicht ein Offenbarungseid an die in der seinerzeitigen Ausschreibung gestellten betrieblichen Anforderungen...

Bereitschaften

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.07.19 21:24

Moin,

Bezahlt wird das Gehalt eines Tf in seiner entsprechenden Eingruppierung. Einzig ein Teil der Nebengelder fehlt, wie Fahrentschädigung, sofern man keine Leistung erbringt. Ansonsten, die Bereitschaftszeit ist aAbeitszeit inklusive der Pause und gut ist.

Die Aufgaben sehen vor: Einzuspringen wenn es der Betrieb erfordert, also Krankmeldungen, Streckensperrungen usw. Eine weitere Aufgabe von Bereitschaften ist es, auch Dinge zu erledigen, die nicht geplant werden können, wie Fahrzeuge überführen zu einer anderen Werkstatt, oder defekte wieder einzusammeln, zwecks Reparatur. All das kann eine Bereitschaft erledigen.

gruß carsten

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Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 08.07.19 21:32

Das habe ich anders in Erinnerung. Mir wurde von einem hier im Forum sich tummelnden User (Namen lasse ich aussen vor) im Dez/Jan noch bestätigt, dass angeblich genügend Personale und Fahrzeuge vorhanden wären. Und was ist das Ergebnis? Wir sehen es alle: Die "verhasste DB Regio" darf wieder einspringen. Klar, für die Fahrgäste eine gute Sache; ohne wenn und aber. Hätte ich jedoch so nicht gemacht - ganz ehrlich. Ich möchte nicht wissen, was BW + Go-Ahead dafür auf den Tisch legen und in die Kassen spülen. Es kann doch nicht sein, dass - ich bleibe bei diesem Beispiel - ein Firmenchef zu einem anderen Unternehmen wechselt, um dann die fehlende Personale und Züge für seinen neue Firma über Land BW bei seinem alten Arbeitgeber "einkauft". Und jetzt sollen allesamt in BW (DB Regio, HZL, AVG, Go Ahead, theoretisch auch die SBB GmbH, BSB/OSB/SWEG, Stadtwerke Heilbronn, etc.) einen Personalpool bilden, mit Personalen, die sie nicht haben? Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Dieser verkorkste Ausschreibungswahn erreicht damit (für mich) eine völlig neue Dimension und ist völlig fernab dessen, was damit erreicht werden solllte.

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Was wollt ihr denn?

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 08.07.19 21:39

Bronnbach Bhf schrieb:
Mir geht es nur darum, dass das Land BW die Ergebnisse der Ausschreibungen damals laut bejubelt hat, weil man ja soooooo viel einsparen würde. Und kaum gehen die ausgeschriebenen Netze "live", ist man nur noch am nachsteuern, nachjustieren usw. Für mich schlicht ein Offenbarungseid an die in der seinerzeitigen Ausschreibung gestellten betrieblichen Anforderungen...

Hallo,

erstens hat ein Auftraggeber - Land oder nicht - bei der Bezuschlagung kaum eine Wahl, als den "billigsten" zu nehmen. Auch, wenn er dabei bereits Bauchweh hat.

Zweitens wird in Ba-Wü wenigstens versucht, die Kollateralschäden der Vergabe zu heilen! Was es daran nun wieder zu meckern gibt ist mir schleierhaft. Was wäre denn die Alternative? Die nächsten 10 Jahre so weitermachen? Und es gibt aus den Ausschreibungsgewinnen offenbar noch Spielräume, um hier im Sinne der Fahrgäste heilend zu wirken. Was ist daran verkehrt? Wer weiß, wofür andere Länder ihre Regionalisierungsmittel so alles ausgeben. Hier bleibt das Geld sinnstiftend im System. Ist doch gut!

Dass man die betrieblichen Anforderungen heute anders formulierten würde ist durchaus möglich. Nur hätte man damals eben kein Geld. Die Gründe dafür dürfen ja bekannt sein...

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-von-der-Leyen.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 22:31.

Ich teile deine Bedenken durchaus

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.07.19 21:45

Moin,

und in diesem Fall sehe ich es genauso Kritisch, wenn man hier versucht diese Fehler zu beheben, wäre es der Falsche weg, denn es war ja der Wunsch das es billiger wird. Das einer der "alten Betreiber" aushelfen ist aber schon fast normal, denn es gibt Geld dafür, und bestimmt nicht wenig. In NRW droht wohl ähnliches, auch hier wird die böse Bahn dann wohl Feuerwehr spielen müssen, aber warten wir es ab, denn da ist offiziell noch nicht bekannt.

gruß carsten

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Re: Was wollt ihr denn?

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.07.19 22:03

Moin,

mir Verlaub, wenn es wirklich nur ein Ausschreibungsproblem ist, wo Dinge, wie Billig vs. Wirtschaftlich Günstig nur entsprechend neu definiert werden müssten, wozu hat man dann den ehemaligen MP Öttinger in Brüssel, das als Machtzentrum bekannt ist überhaupt sitzen? Warum verändert man nicht die Vergabebedingungen entsprechend ist diese Richtung, damit so etwas eben nicht passieren kann, das es Gewinner gibt, wo von Anfang an klar ist, das deren Konzept nicht klappen kann?

Natürlich sind diese Worte jetzt schneller geschrieben worden, als es eigentlich von statten geht, aber gerade Deutschland sollte doch entsprechende Dinge anschieben können, um die Bedingungen zu verändern, oder etwa doch nicht?

Eigentlich sollte diese Vergaben im Sinne der Kunden sein, sprich auch wenn es für den Aufgabenträger günstiger wird, sollte der Erfolg sein, mehr Verkehr und genauso zuverlässig wie bisher, sollte es jetzt Bauchschmerzen geben, weil der Gewinner gemogelt hat, dann sollte dieser eben die Kündigung erhalten, wegen Täuschung der Vertragspartner, aber das ist wohl wieder Rechtlich auf sehr schmalen Eis.

Also kann man nur Nachbessern, und zwar so schnell wie es geht, in allen Bereichen, damit das nicht wieder vorkommt. In NRW, will der NWL dieses jetzt Rechtlich prüfen lassen und bei erneuten Vergaben sich eine Kündigungsklausel einarbeiten, damit permanente Schlechtleister auch abgeschossen werden können. Hier noch einmal der Link dazu, was der NWL in den nächsten Jahren so vorhat: [www.drehscheibe-online.de]

gruß carsten

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Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 08.07.19 22:06

das ist eine völlig bescheuerte Idee! Er hat den Betrieb an x EVU verkauft und sucht y EVU, die den x EVU helfen. Auch die y Lokführer brauchen aber dann für die X EVU die entsprechenden Betriebsvorschriften und eine Zusatzbescheinigung! Das Problem ist, dass die ganzen Politiker ihre eigenen Regeln seit der Bahnreform bis heute nicht verstanden haben!

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Guten Abend Heiko & Forum,

ich verstehe es auch nicht wirklich - sicherlich gibt es bei allem Gestaltungswillen "pro Eisenbahn" immer Dinge, die "man" hätte - vor allem im Nachhinein - besser machen können, aber prinzipiell ist Baden-Württemberg was die Zu(g)kunft der Eisenbahn im Regionalverkehr angeht, sicherlich auf einem verdammt guten Weg. Eigentlich sollte sich, wenn man sich anderswo die Pegelstände oder das gepflegte Desinteresse anschaut, so manch einer sofort von seinem heimischen Bahnsteig in den Südwesten wünschen - oder besser: bwegen.

Was ist es also? Hat unser Landesverkehrsminister "Feinde" unter den Eisenbahnfreunden? Ich würde es nicht so hart ausdrücken. Denn alles Neue bricht nun mal die Gewohnheiten von Individuen auf, es reizt zu Widerspruch, reisst aus Illusionen, macht unsicher. Der eine hält Ausschreibungen ohnehin mal grundsätzlich für Teufelszeug, der andere versinkt in Tränen, weil die Eisenbahn seiner Kindertage nun endgültig in die Geschichtsbücher wandert, der nächste hätte sowieso alles ganz anders gemacht, wenn man ihn denn nur mal gefragt hätte. Hat aber keiner, böse Welt! Und so gibt es vermutlich Tausende mal mehr, mal weniger rationale und nachvollziehbare Gründe, warum es immer jemand geben wird, ja geben muss, der Widerspruch, Kritik, ... was auch immer, anbringen muss. Auch hier stellt sich manches Mal die Sinnfrage, aber die Leute dürfen das. In der Demokratie muss man nicht immer 100% Zustimmung haben - 51% reichen im Zweifel auch mal aus, auch wenn jedes "+x" natürlich eine schöne Bestätigung der geleisteten Arbeit ist.

Und mal ehrlich: Gegenüber den noch gar nicht so lange vergangenen Zuständen unter Mappusconi & Co. die Eisenbahn in Baden-Württemberg um 51% besser machen, das traue ich Winnie Hermann aber so was von zu! Da bwegt sich was - erst mal nachmachen.

Und jetzt hört auf, DSO über Gebühr als Endlagerstätte für aufgeregte Bits zu missbrauchen - gönnt euch mal ein Kaubonbon! ;)

Bwegte Grüße
Tobias

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: M 262

Datum: 08.07.19 22:28

Und die Leute, die beim Land anfangen, fehlen dann dem EVU. Oder einfacher: als EVU brauche ich dann die gleiche Anzahl Leute erst gar nicht einzustellen, weil ich mir die ja morgends kurzfristig bei Honigbiene-Rail ausleihen kann. Tolles WinWinWin-Geschäft für alle...

Ziel ist ínsgeheim die Landesbahn BW

geschrieben von: 146 227

Datum: 08.07.19 22:37

Hallo
Christian Snizek schrieb:
Und jetzt sollen allesamt in BW (DB Regio, HZL, AVG, Go Ahead, theoretisch auch die SBB GmbH, BSB/OSB/SWEG, Stadtwerke Heilbronn, etc.) einen Personalpool bilden, mit Personalen, die sie nicht haben? Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Dieser verkorkste Ausschreibungswahn erreicht damit (für mich) eine völlig neue Dimension und ist völlig fernab dessen, was damit erreicht werden solllte.
Ich sehe irgendwo wieder einen Schritt der in die Richtung Landeseisenbahn geht. Man versucht ja irgendwann auch mit Reservefahrzeugen dann Probleme aufzufangen wie sie aktuell wieder im Neckar-Alb Raum (Ammertal, Ermstal) auftreten zu minimieren wo vllt. mal ne Handvoll Züge ausfällt aber nicht der ganze Betriebstag.
Ich denke gerade die SWEG (HzL) wird versuchen gewisse Vergabenetze zu gewinnen um sich entsprechend auszubreiten (RSB Neckar-Alb, E-Netz Karlsruhe). Wer sagt nicht das mal die Württembergische Eisenbahn Gesellschaft WEG in Stuttgart mal von Transedev verscherbelt wird?
Auch das Thema Reaktivierungen = Netzbetreiber = SWEG Schienenwege?

Gruß

Vollwertige Wandfensterplätze - im ICE4 - auch in der 1. Klasse!

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: TGV4402

Datum: 08.07.19 23:03

Bruno Schötz schrieb:
Das ist eine gute Idee.Was es dabei wieder an Herrn Herrmann zu mäkeln gibt,erschliesst sich mir nicht. BAWÜ kann sich glücklich schätzen,den wohl einzigen Verkehrsminister zu haben ,der etwas von Bahn versteht
Ja sicher, der Mann versteht etwas von der Bahn:

[twitter.com]

<<Wettbewerb bringt deutliche Verbesserung für #SPNV, Fahrgäste und Steuerzahler>>

Der Wettbewerb ist scheinbar so "gut", dass er wieder mal korrigierend eingreifen will.

Richtig machen

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 08.07.19 23:19

Der Zeuge Desiros schrieb:
Hallo,

erstens hat ein Auftraggeber - Land oder nicht - bei der Bezuschlagung kaum eine Wahl, als den "billigsten" zu nehmen. Auch, wenn er dabei bereits Bauchweh hat.

Zweitens wird in Ba-Wü wenigstens versucht, die Kollateralschäden der Vergabe zu heilen! Was es daran nun wieder zu meckern gibt ist mir schleierhaft. Was wäre denn die Alternative? Die nächsten 10 Jahre so weitermachen? Und es gibt aus den Ausschreibungsgewinnen offenbar noch Spielräume, um hier im Sinne der Fahrgäste heilend zu wirken. Was ist daran verkehrt? Wer weiß, wofür andere Länder ihre Regionalisierungsmittel so alles ausgeben. Hier bleibt das Geld sinnstiftend im System. Ist doch gut!

Dass man die betrieblichen Anforderungen heute anders formulierten würde ist durchaus möglich. Nur hätte man damals eben kein Geld. Die Gründe dafür dürfen ja bekannt sein...

Hallo Heiko.

Ich würde wollen dass man es gleich richtig macht.
Warum stellt man denn nicht alle Fahrpersonale gleich direkt beim Land an? Das senkt auch den Personalbedarf, weil man erstens attraktivere Dienste machen kann (nicht 1-3 Strecken auf und abnudeln) und zweitens effektivere Dienste und nicht Tf von EVU A 2 Stunden Pause hat, während in der Zeit Zug von EVU B einen weiteren eigenen Tf für einen einstündigen Umlauf braucht etc.

Genau mit den bundesweiten Ausschreibungsmodellen von viel zu kleinen Netzen mit wenig Abwechslung und der dutzenden EVU, die, da ja tariflich das Niveau angeglichen ist, z. B. bei der Dienstplanung sparen, fördert man den Personalmangel.
Man nimmt den EVU alle wirtschaftlichen Risiken ab, aber die Personale sind egal. Was würde denn dagegen sprechen wenn das Land das Personal stellt und die EVU sich nur um Marketing und solche Dinge kümmern? Oder man macht eben gleich eine Eisenbahn in öffentlicher Hand wie in der Schweiz. So schlecht funktioniert das doch nicht oder?

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 08.07.19 23:22

M 262 schrieb:
Und die Leute, die beim Land anfangen, fehlen dann dem EVU. Oder einfacher: als EVU brauche ich dann die gleiche Anzahl Leute erst gar nicht einzustellen, weil ich mir die ja morgends kurzfristig bei Honigbiene-Rail ausleihen kann. Tolles WinWinWin-Geschäft für alle...
Wie gesagt, am besten alle Personale beim Land anstellen und die fahren dann übergreifend für alle EVU. Das wäre Win-Win.

Aber man nimmt den EVU alles ab. Finanziert Fahrzeuge mit, Werkstätten, hilft ihnen wo es nur geht, aber um das Personal kümmert sich keiner. Die sind dem Wettbewerbsdruck ausgesetzt und das halte ich für unmenschlich, da der Ton leider rauh ist und die Bedingungen oftmals unwürdig.

Re: Was wollt ihr denn?

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 09.07.19 00:07

Hallo Heiko,

Der Zeuge Desiros schrieb:
Zitat:
Hallo,

erstens hat ein Auftraggeber - Land oder nicht - bei der Bezuschlagung kaum eine Wahl, als den "billigsten" zu nehmen. Auch, wenn er dabei bereits Bauchweh hat.
Wenn die betrieblichen Anforderungen in den Ausschreibungen "betriebsfest" gestaltet sind (z.B. keine Kurzwenden an beiden Linienenden, Reserveeinheiten an beiden Endpunkten, Tf Reserve von XY%, usw.) dann ist auch der Zuschlag an den Billigsten mit weniger Bauchweh verbunden.

Der Zeuge Desiros schrieb:
Zitat:
Zweitens wird in Ba-Wü wenigstens versucht, die Kollateralschäden der Vergabe zu heilen! Was es daran nun wieder zu meckern gibt ist mir schleierhaft.
Das der vermeidbare Kollateralschaden nun mal eingetreten ist. Die Kunden sind die Gelackmeierten, denn der Tf Mangel ist eben heute akut, und wird nicht bis morgen abgestellt sein. Bis wirksame Linderung eintritt, werden doch mindestens 18 Monate ins Land gehen. Wieviele Pendler hat man bis dahin wieder ins Auto vergrault und vorallem dem Ruf des SPNV (wieder mal, bundesweit betrachtet) einen nachhaltigen Schaden zugefügt?

Der Zeuge Desiros schrieb:
Zitat:
Was wäre denn die Alternative? Die nächsten 10 Jahre so weitermachen? Und es gibt aus den Ausschreibungsgewinnen offenbar noch Spielräume, um hier im Sinne der Fahrgäste heilend zu wirken. Was ist daran verkehrt?
Das Verhalten ist in der Tat löblich wie bemerkenswert. Hier unterscheidet sich das Land BW sehr positiv von den allermeisten anderen Bundesländern. Dennoch musst Du zugeben, dass der Schaden (für die Pendler) erst mal da ist.

Der Zeuge Desiros schrieb:
Zitat:
Nur hatte man damals eben kein Geld. Die Gründe dafür dürfen ja bekannt sein...
Ja, die Gründe sind bekannt. Die elendig überteuerten und langlaufenden Übergangsverträge aus der unsäglichen Oettinger/Mappus/Gönner Zeit hatten eigentlich nur einen Vorteil. Das Land BW hätte sich all die großen und noch größeren Fehler bei den Auschreibungen von großen Netzen in anderen Bundesländern anschauen können, und es dann richtig machen können. Das war ehrlich gesagt meine große Hoffnung bei der Neuvergabe der Stuttgarter Netze. Leider wurde diese Hoffnung (zumindest bei den Stuttgarter Netzen) bisher nicht erfüllt.

Das Verkehrsministerium hat hier leider einen Bock geschossen. Nichts destotrotz genießt Winfried Hermann meine absolute Wertschätzung. Das zur Klarstellung. Er treibt den Ausbau des Schienenverkehrs massiv voran. Dass er nun auch noch die Diskussion um eine (sinnvolle) Kombilösung für Stuttgart21 gegen alle Widerstände (Stadt Stuttgart, Hardliner pro/contra S21) unter größtmöglicher Wahrung der (Immobilien-) Interessen der Stadt Stuttgart vorantreibt, um für die Region Stuttgart doch noch eine verkehrliche nachhaltige Lösung zu erreichen nötigt mir allerhöchsten Respekt ab.

VG Dirk

Zuschlag erging nicht an billigsten Bieter

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.07.19 00:28

Bronnbach Bhf schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Fazit: Es fehlt Personal, um Züge zu fahren. Nun soll Personal eingestellt/bereitgestellt werden, das dafür eingesetzt wird, um ausfallende Züge wegen Personalmangel auszugleichen? Irgendwie verquer ... Der Jung hats drauf ...
Das war auch mein Gedanke. Fehlen nur noch "Stand by Züge" weil die überschlagenden Wenden nun doch nicht so klappen wie auf den schönen Powerpointfolien suggeriert.

Oder anders ausgedrückt. Erst bekommt der billigste Anbieter mit der knappsten (auf Kante genähten) Kalkulation den Zuschlag. Und nun justiert man nach. Was wohl die unterlegenen Bieter dazu sagen, sofern diese teuer waren, weil sie den Betrieb ggf. "stressfester" kalkuliert haben?

Damit man mich nicht falsch versteht. Mir geht es nicht um eine Scheindiskussion a la "gute" DB Regio und "schlechte" private Mitbewerber. Mir ist es wurscht wer fährt. Mir geht es nur darum, dass das Land BW die Ergebnisse der Ausschreibungen damals laut bejubelt hat, weil man ja soooooo viel einsparen würde. Und kaum gehen die ausgeschriebenen Netze "live", ist man nur noch am nachsteuern, nachjustieren usw. Für mich schlicht ein Offenbarungseid an die in der seinerzeitigen Ausschreibung gestellten betrieblichen Anforderungen...
Jetzt merke es dir endlich mal. Der billigste Bieter wurde aus der Vergabe rechtmäßig ausgeschlossen. Es kamen der Zweit- und Drittplatzierte zum Zuschlag. Hast du das endlich mal verinnerlicht?

Und selbst wenn, wenn das Land nicht belastbare Anhaltspunkte hat, dass der billigste Bieter seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann, muss dem der Zuschlag erteilt werden. Die einzige Firma im SPNV Baden-Württemberg, die abgemahnt wurde wegen Schlechtleistung ist DB Regio. Also sprich nur bei dieser Firma hätte der Auftraggeber ggf einen Hinweis auf mangelnde Zuverlässigkeit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 00:31.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.07.19 01:27

Christian Snizek schrieb:
[bgcolor= rgb(255, 254, 249)][/bgcolor]Wie war das? Es wird gefahren/bereitgestellt was bezahlt und/oder bestellt wird? Oder habe ich da was verpasst?
Dir wäre natürlich ein Betonkopf-Minister, der ausser Freunde mit Posten versorgen, Dienst nach Vorschrift und Sonntagsreden nichts auf dem Kasten hat, lieber. Schon klar.

Der Rest der Welt dürfte recht zufrieden damit sein, dass sich der Minister kümmert, wenn es nicht so toll läuft wie geplant.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Richtig machen

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.07.19 01:48

Staatsbahn schrieb:
Warum stellt man denn nicht alle Fahrpersonale gleich direkt beim Land an?
Weil dann der Wettbewerb weg fällt. Ohne Wettbewerb haben die Menschen keinen Ehrgeiz. Ohne Ehrgeiz werden Menschen faul. Faule Menschen sind teuer und unzuverlässig.

Ein Preis-Wettbewerb ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit, Ehrgeiz auszulösen. Aber eine, die in unserem aktuellen Gesellschafts-Selbstverständnis relativ gut funktioniert.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Richtig machen

geschrieben von: Herr O.

Datum: 09.07.19 03:19

Weil dann der Wettbewerb weg fällt. Ohne Wettbewerb haben die Menschen keinen Ehrgeiz. Ohne Ehrgeiz werden Menschen faul. Faule Menschen sind teuer und unzuverlässig.

Ein Preis-Wettbewerb ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit, Ehrgeiz auszulösen. Aber eine, die in unserem aktuellen Gesellschafts-Selbstverständnis relativ gut funktioniert.
[/quote]


Moin

Was für eine gequirlte Sch....

Durch den Wettbewerb haben viele die Schnauze voll.Da ist nichts mit Ehrgeiz.Den Leute geht das gesülze der ganzen "wichtigen" Manager und Politiker am Allerwertesten vorbei.

Mfg

Volle Zustimmung!

geschrieben von: D 895

Datum: 09.07.19 03:24

Traumflug sollte endlich mal in der Realität landen. Aber das wird vermutlich erst in seinem nächsten Leben passieren ;-).

Alternativ empfehle ich eine Bewerbung als Sklavenverkäufer in Libyen oder als Berater bei Black Rock.

Gute Nacht!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 04:08.

Re: Richtig machen

geschrieben von: Spurkranzschmierung

Datum: 09.07.19 06:52

Traumflug schrieb:
Staatsbahn schrieb:
Warum stellt man denn nicht alle Fahrpersonale gleich direkt beim Land an?
Weil dann der Wettbewerb weg fällt. Ohne Wettbewerb haben die Menschen keinen Ehrgeiz. Ohne Ehrgeiz werden Menschen faul. Faule Menschen sind teuer und unzuverlässig.

Ein Preis-Wettbewerb ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit, Ehrgeiz auszulösen. Aber eine, die in unserem aktuellen Gesellschafts-Selbstverständnis relativ gut funktioniert.
Was für ein Bullshit. Die Leistung eines einzelnen Tf in einem SPNV EVU zählt absolut nicht. Er kann sicher, pünktlich, wirtschaftlich fahren, wenn am Ende sein EVU einfach die Ausschreibung versemmelt, verliert oder keinen Bock mehr hat, verliert auch er seine Arbeit ohne zutun. Er ist ein Prozessteilnehmer in einem System, was er nicht wirklich verändern kann.


Wenn ihr wüsstet wieviele Tf in den letzten Jahren, gerade in Baden-Württemberg, den Nahverkehr gerade wegen diesen Ausschreibungsgedöns verlassen haben, würdet ihr alle darüber anders denken. Die Gründe warum, wieso, weshalb wurden alle schon x mal hier durchgekaut. Ich frage mich sowieso, warum keiner mal analysiert wo denn die ganzen Tf die in den letzten Jahren ausgebildet wurden, geblieben sind.
Traumflug schrieb:
Christian Snizek schrieb:
[bgcolor= rgb(255, 254, 249)][/bgcolor]Wie war das? Es wird gefahren/bereitgestellt was bezahlt und/oder bestellt wird? Oder habe ich da was verpasst?
Dir wäre natürlich ein Betonkopf-Minister, der ausser Freunde mit Posten versorgen, Dienst nach Vorschrift und Sonntagsreden nichts auf dem Kasten hat, lieber. Schon klar.

Der Rest der Welt dürfte recht zufrieden damit sein, dass sich der Minister kümmert, wenn es nicht so toll läuft wie geplant.
Guten Tag Traumflug,

mit etwas Nachdenken wäre Herrmann schon früher drauf gekommen. Das Problem bestand schon vor seiner Amtszeit.
Zudem er sich selbst ad absurdum führt weil er hat ja mal groß getönt daß der Markt auch solche Personalprobleme richtet. So ist es jedoch wenn ihm die eigenen Großtön-Brocken langsam aber sicher vor die Füße fallen. Das jetzt als Großtat einer Kümmerers darstellen ist einfach nur erbärmlich.


märchenerzähler

Re: Richtig machen

geschrieben von: D 2027

Datum: 09.07.19 07:10

Traumflug schrieb:

Weil dann der Wettbewerb weg fällt. Ohne Wettbewerb haben die Menschen keinen Ehrgeiz. Ohne Ehrgeiz werden Menschen faul. Faule Menschen sind teuer und unzuverlässig.

Sieht man tagtäglich südlich der bewgt-Grenze bei den SBB...

Traumflieg weiter

Erik

"Der Bierzeltfrosch hört gern Ernst Mosch und sagt zu seiner Fröschin: Wenn Du Durst hast, lösch ihn!"

Wiglaf Droste (1961 - 2019)

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: TGV4402

Datum: 09.07.19 07:20

märchenerzähler schrieb:

mit etwas Nachdenken wäre Herrmann schon früher drauf gekommen. Das Problem bestand schon vor seiner Amtszeit.
Zudem er sich selbst ad absurdum führt weil er hat ja mal groß getönt daß der Markt auch solche Personalprobleme richtet. So ist es jedoch wenn ihm die eigenen Großtön-Brocken langsam aber sicher vor die Füße fallen. Das jetzt als Großtat einer Kümmerers darstellen ist einfach nur erbärmlich.

Genau so sehe ich das auch. Erst rausposaunen, dass man viel Geld gespart hat und gleichzeitig große Verbesserungen für SPNV und Fahrgäste erreicht hat.

Und jetzt den "Retter in der Not" spielen für Zustände, die schon vorher absehbar waren, da in anderen Bundesländern schon akut. Das ist mehr als erbärmlich!
Er soll sich endlich mal hinstellen und die Wahrheit sagen, nämlich dass er die aktuellen Zustände durch den von ihm propagierten Wettbewerb ohne Korrekturmaßnahmen zu verantworten hat.
Jetzt - wo es schon zu spät ist - will er Korrekturmaßnahmen ergreifen.

Re: Wenn sie wenigstens Maoam wollen würden...

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 09.07.19 08:29

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Hat unser Landesverkehrsminister "Feinde" unter den Eisenbahnfreunden? Ich würde es nicht so hart ausdrücken.
Hallo Tobias,

kann man leider so ausdrücken. Er hat Feinde, weil er erstens grün ist und zweitens dem roten Riesen auf die Füße getreten ist, der bisher +/- 15 Jahre lang in BW schalten und walten drufte wie er wollte.
Traurig, aber selbst wenn der VM die beste Eisenbahn der Welt in BW schaffen würde, würde man noch was finden, worüber man herziehen könnte.

Grüße

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Was wollt ihr denn?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 09.07.19 08:31

BR146106 schrieb:
Warum verändert man nicht die Vergabebedingungen entsprechend ist diese Richtung, damit so etwas eben nicht passieren kann, das es Gewinner gibt, wo von Anfang an klar ist, das deren Konzept nicht klappen kann?
Moin Carsten,

die Anwälte dürften sich die Händereiben über die Auslegungsstreitigkeiten von Konzepten, die nicht klappen können oder eben doch. Siehe die DB, die bei der Ausschreibung gegen klar definierte Kriterien verstoßen hat und trotzdem noch gegen den Ausschluss geklagt hat.

Grüße

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Achsstellkeil

Datum: 09.07.19 08:39

Crispin schrieb:
Vielleicht kann das ja bitte jemand mal aufklären, was Bereitschaftstriebfahrzeugführer konkret bedeutet!? Sitzt man dann die ganze Zeit in einem Raum oder Gebäude und wartet auf einen Einsatz? Und wenn keiner kommt an einem Tag, wie wird man dann vergütet? Mit welchem Grundgehalt kann man wohl rechnen, wenn es über das Land geht (ggf. TV-L 6)? Alles berechtigte Fragen!

In einem Raum sitzen und warten . Nur ist eben dieses warten auch schon Arbeitszeit ! Und wohin , wie lange jemanden noch schicken , wenn er schon fünf bis sechs Stunden gewartet hat ?

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 09.07.19 08:40

TGV4402 schrieb:
märchenerzähler schrieb:
mit etwas Nachdenken wäre Herrmann schon früher drauf gekommen. Das Problem bestand schon vor seiner Amtszeit.
Zudem er sich selbst ad absurdum führt weil er hat ja mal groß getönt daß der Markt auch solche Personalprobleme richtet. So ist es jedoch wenn ihm die eigenen Großtön-Brocken langsam aber sicher vor die Füße fallen. Das jetzt als Großtat einer Kümmerers darstellen ist einfach nur erbärmlich.

Genau so sehe ich das auch. Erst rausposaunen, dass man viel Geld gespart hat und gleichzeitig große Verbesserungen für SPNV und Fahrgäste erreicht hat.

Und jetzt den "Retter in der Not" spielen für Zustände, die schon vorher absehbar waren, da in anderen Bundesländern schon akut. Das ist mehr als erbärmlich!
Er soll sich endlich mal hinstellen und die Wahrheit sagen, nämlich dass er die aktuellen Zustände durch den von ihm propagierten Wettbewerb ohne Korrekturmaßnahmen zu verantworten hat.
Jetzt - wo es schon zu spät ist - will er Korrekturmaßnahmen ergreifen.
Erbärmlich ist nur dein hasserfülltes Getrolle.
Wettbewerb ist eine Vorgabe der EU, Wettbewerb war in BW nötig, da sonst weitere Abbestellungen anstünden, Korrekturen wurden immer wieder vorgenommen, für die mangelhaften (der gar nicht erfolgten) Lieferungen der Bahnindustrie können weder der VM noch Abellio/GoAhead etwas. Mit den selben Problemen hätten alle anderen EVU auch gekämpft, deutliche Verbesserungen wurden bereits erreicht, siehe Netz 3b, wenn sich die anderen eingespielt haben, wird das neue Konzept auch dort Erfolg haben (auch wenn ich insbesondere beim Fahrplan auf der Residenzbahn deutlichen Nachjustierungsbedarf sehe), die Schaffung einer Einsatzreserve ist unabhängig von irgendwelchen Betreiberwechseln eine sehr sinnvolle Sache um die Kosten für den ÖPNV nicht unnötig nach oben zu treiben. Aber das geht in dein Gehirn alles nicht rein.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Achsstellkeil

Datum: 09.07.19 08:52

Und auf welche Ideen kommen die dann wohl erst , wenn sie feststellen , das Bereitschaftspersonal Geld kostetund auch dessen Ausbilgung und Schulung teuer ist ? Wie kange wird es dann dauern , bis man solch ein personal auch am den Fern - und Güterverkehr ausleiht , was natürlich voraussetzt , das es dessen teure Schulungen wie z.B. Gefahrgutausbildung nachweisen kann ?

Re: Richtig machen

geschrieben von: Bw-Ansbach

Datum: 09.07.19 09:43

Spurkranzschmierung schrieb:
Ich frage mich sowieso, warum keiner mal analysiert wo denn die ganzen Tf die in den letzten Jahren ausgebildet wurden, geblieben sind.

Das wäre in der Tat sehr interessant. Dann aber konsequenter Weise auch analysieren, warum die ganzen Tf die man ausgebildet hat das Unternehmen wieder verlassen haben.

Umgekehrt wird ein Schuh draus:

geschrieben von: autolos

Datum: 09.07.19 09:59

Staatsbahn schrieb:
M 262 schrieb:
Und die Leute, die beim Land anfangen, fehlen dann dem EVU. Oder einfacher: als EVU brauche ich dann die gleiche Anzahl Leute erst gar nicht einzustellen, weil ich mir die ja morgends kurzfristig bei Honigbiene-Rail ausleihen kann. Tolles WinWinWin-Geschäft für alle...
Wie gesagt, am besten alle Personale beim Land anstellen und die fahren dann übergreifend für alle EVU. Das wäre Win-Win.

Aber man nimmt den EVU alles ab. Finanziert Fahrzeuge mit, Werkstätten, hilft ihnen wo es nur geht, aber um das Personal kümmert sich keiner. Die sind dem Wettbewerbsdruck ausgesetzt und das halte ich für unmenschlich, da der Ton leider rauh ist und die Bedingungen oftmals unwürdig.
Immer mehr Elemente werden dem Wettbewerb entzogen, dass am Ende nur noch das Personal übrig bleibt. Alles wird vom Land vorgeschrieben und Kreativität der Bieter ist nicht mehr gefragt - außer im Sparen beim Personal. Die Länder sollten die Vorgaben allgemeiner formulieren und den Unternehmen wieder die Verantwortung für die Verkehre geben, die sie betreiben, auch im Hinblick auf die Fahrgelderlöse. Dann geht auch der Druck auf die Personale zurück.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 09.07.19 10:00

Dad wirkliche Problem ist doch, dass es am ganzen System krankt und das ganze einen Verwaltungsaufwand hoch zehn herbeiführt! Jedes EVU mit eigener Leitung, Disposition und eigenen Vorschriften, jetzt nochmal max. vier Firmen die natürlich die Vorschriften der vier anderen haben müssen und deren Leute in den Systemen der vier anderen eingepflegt werden müssen, da die ja alle eine Zusatzbescheinigung brauchen! Außerdem müssen die vier die anderen vier ja auch regelmäßig überwachen, die müssen ihre Streckenkenntnis (für alle anderen vier!) erhalten usw. Merkst du was?

MfG

(Ich habe für temporäre Fahrten in D inzwischen auch sieben Zusatzbescheinigungen, könnte theoretisch sieben verschiedene RFU haben (zum Glück haben sich welche zusammengetan) usw...

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

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Re: [BW] - Land finanziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: bollisee

Datum: 09.07.19 10:28

Christian Snizek schrieb:
Bruno Schötz schrieb:
Das ist eine gute Idee.Was es dabei wieder an Herrn Herrmann zu mäkeln gibt,erschliesst sich mir nicht. BAWÜ kann sich glücklich schätzen,den wohl einzigen Verkehrsminister zu haben ,der etwas von Bahn versteht(kenne ihn von Verkehrsiniativen der 80er,als die Bundesbahn noch im Stillegungswahn war)Als Minister ist man an das unselige Ausschreibungsverfahren gebunden,aber er hat wenigstens eine Idee,wie man die sache mit dem Personalmangel entschärft,weitere Ideen sind sicher willkommen.
Das war jetzt aber Satire von dir? Denn "früher in den 1980ern" gab es so etwas auf dem Hof! Es wurden immer irgendwelche Bereitschaften verteilt, welche nötigensfalls zum Fahren verwendet wurden. Und eine Idee, woher das Personal dafür kommen soll, hast du sicher auch, sollte es keine Satire sein?
Also soll es Deiner Meinung nach weitergehen wie bisher? Läuft ja, wie der geneigte Betrachter überall sehen kann... Oder darf es doch mal eine Änderung sein?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 10:40.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Achsstellkeil

Datum: 09.07.19 10:33

Was nur vier ? Darüber lächeln manche nur müde , die klappen die Zusatzbescheinigungen so runter , wie früher das Maßband oder andere vor Jahren noch ihre Telefonkartensammlung ...( auch schon wieder lange her ... )



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 10:33.

Re: [BW] - Land finanziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: bollisee

Datum: 09.07.19 10:49

Achsstellkeil schrieb:
Und auf welche Ideen kommen die dann wohl erst , wenn sie feststellen , das Bereitschaftspersonal Geld kostetund auch dessen Ausbilgung und Schulung teuer ist ? Wie kange wird es dann dauern , bis man solch ein personal auch am den Fern - und Güterverkehr ausleiht , was natürlich voraussetzt , das es dessen teure Schulungen wie z.B. Gefahrgutausbildung nachweisen kann ?
Moment mal, Fernverkehr und Güterverkehr fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Landes Baden-Württemberg. Es geht hier um Nahverkehr. Also bitte mal beim Thema bleiben.

Und dass die Vorhaltung einer Reserve Geld kostet, dürfte auch klar sein, wie der Blick über die Grenzsteine mit D-CH hinweg zeigt. Diesen Blick wagt man wohl nur in BW, was wohl auch an der geographischen Lage liegen könnte, verboten wäre der für die anderen Verkehrsminister allerdings nicht. Das Geld für einen Bereitschaftsdienst wurde aber bereits durch den von der EU (nicht durch das Land) vorgeschriebenen Wettbewerb eingespart. In BW wird halt das Geld, das für den Nahverkehr vorgesehen ist, auch dort ausgegeben und nicht zur Sanierung des Haushalts zweckentfremdet.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 09.07.19 11:44

Achsstellkeil schrieb:
Was nur vier ? Darüber lächeln manche nur müde , die klappen die Zusatzbescheinigungen so runter , wie früher das Maßband oder andere vor Jahren noch ihre Telefonkartensammlung ...( auch schon wieder lange her ... )
Die Bereitschaftsdienste werden in vier Lösen vergeben, je max. zwei. Ich weiß das es Leute mit mehr gibt. Ich bin aber der Meinung das dieser Schwachsinn in die völlig falsche Richtung geht und die, die es erfunden haben, begreifen es schlicht nicht (hat man erst jüngst wieder im Artikel zur Münstertalbahn lesen können, wo SPD und Fahrgastbeirat Sachen kritisiert haben, die der Besteller zu verantworten hat)...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 11:47.

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: De David

Datum: 09.07.19 12:08

Naja das wäre doch auch Schwachsinn, seine ganze mögliche Arbeitszeit zu vergeuden, und dann bei Bedarf nicht eingesetzt werden zu können...
Ich würde das eher so regeln, daß die Leute Zuhause bleiben und 12h Bereitschaft haben. Von morgens um 4 bis nachmittags um 4 z.B. und in dieser Zeit aktiviert werden können. Kommt in der Zeit kein Anruf, werden im Nachhinein 7:40h Arbeitszeit angerechnet. So umgeht man das Problem komplett, und kann auch um 15:59 Uhr noch jemanden zu einer 10 Stunden Schicht einteilen, ohne daß er durch die Bereitschaft seine ganze mögliche Arbeitszeit schon sinnlos verblödelt hätte.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: [BW] - Land finanziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: De David

Datum: 09.07.19 12:15

Sicher, aber hätte ich so ein Los gewonnen, würde ich auch ganz schnell auf die Idee kommen mein Personal, wenns im Nahverkehr gerade nicht benötigt wird, an andere EVU auszuleihen und damit nich nebenher etwas extra Geld zu verdienen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Brennersee

Datum: 09.07.19 12:27

Das bedeutet Du stehst um 3 Uhr ausgeschlafen auf, duschen, frühstücken und gammelst dann den ganzen Tag herum und fängst dann um 16 Uhr bis zwei Uhr früh an? Danke, abe danke NEIN!

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Mambazo

Datum: 09.07.19 12:30

Der Verkehrsminister sollte die Lokführer für seinen Lokführer-Pool verbeamten. Dann wird er recht schnell seinen Poll voll bekommen.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 09.07.19 12:35

Matthias Muschke schrieb:
Dad wirkliche Problem ist doch, dass es am ganzen System krankt und das ganze einen Verwaltungsaufwand hoch zehn herbeiführt! Jedes EVU mit eigener Leitung, Disposition und eigenen Vorschriften, jetzt nochmal max. vier Firmen die natürlich die Vorschriften der vier anderen haben müssen und deren Leute in den Systemen der vier anderen eingepflegt werden müssen, da die ja alle eine Zusatzbescheinigung brauchen! Außerdem müssen die vier die anderen vier ja auch regelmäßig überwachen, die müssen ihre Streckenkenntnis (für alle anderen vier!) erhalten usw. Merkst du was?
Und trotzdem hat das Unternehmen, das bisher die meiste Verkehrsleistung vereint hat, den größten Wasserkopf, was bei nahezu jeder Ausschreibung zum Problem wurde. Das Ergebnis ist die Start GmbH.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Umgekehrt wird ein Schuh draus:

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 09.07.19 12:37

autolos schrieb:Zitat:
Immer mehr Elemente werden dem Wettbewerb entzogen, dass am Ende nur noch das Personal übrig bleibt. Alles wird vom Land vorgeschrieben und Kreativität der Bieter ist nicht mehr gefragt - außer im Sparen beim Personal. Die Länder sollten die Vorgaben allgemeiner formulieren und den Unternehmen wieder die Verantwortung für die Verkehre geben, die sie betreiben, auch im Hinblick auf die Fahrgelderlöse. Dann geht auch der Druck auf die Personale zurück.
Dass immer mehr Elemente dem Wettbewerb entzogen werden ist eine Konsequenz daraus, dass die Kreativität der Bieter überwiegend nur zum Vorteil des Unternehmens genutzt wurde und nur selten zum Vorteil der Fahrgäste und des ÖPNV.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: TGV4402

Datum: 09.07.19 12:42

Murrtalbahner schrieb:

<<Mit den selben Problemen hätten alle anderen EVU auch gekämpft, deutliche Verbesserungen wurden bereits erreicht, siehe Netz 3b, wenn sich die anderen eingespielt haben, wird das neue Konzept auch dort Erfolg haben (auch wenn ich insbesondere beim Fahrplan auf der Residenzbahn deutlichen Nachjustierungsbedarf sehe)>>

Da haben wir eine andere Sichtweise. Ein massiver Fehlstart ist bereits ein Misserfolg, der durch nichts mehr gutzumachen ist.

Aus meiner Sicht war die Vergabe damit keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung. Oder soll man nach jeder Vergabe in der Übergangsphase vorsichtshalber mit dem Auto fahren?

Der SPNV muss zuverlässig sein, auch in der Übergangsphase. Entsprechende Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden.

Wer letztendlich dafür verantworlich ist, kann dem Fahrgast egal sein. Es ist aber m. E. ein Hohn, hierbei von Verbesserungen zu sprechen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 12:43.

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 12:47

De David schrieb:
Naja das wäre doch auch Schwachsinn, seine ganze mögliche Arbeitszeit zu vergeuden, und dann bei Bedarf nicht eingesetzt werden zu können...
Ich würde das eher so regeln, daß die Leute Zuhause bleiben und 12h Bereitschaft haben. Von morgens um 4 bis nachmittags um 4 z.B. und in dieser Zeit aktiviert werden können. Kommt in der Zeit kein Anruf, werden im Nachhinein 7:40h Arbeitszeit angerechnet. So umgeht man das Problem komplett, und kann auch um 15:59 Uhr noch jemanden zu einer 10 Stunden Schicht einteilen, ohne daß er durch die Bereitschaft seine ganze mögliche Arbeitszeit schon sinnlos verblödelt hätte.
Und wie stellst du dir das vor? Ich fange meinetwegen um 04.00 zu Hause an, mit meiner Bereitschaft. Ok soweit. Und dann um 15.00 fällt irgendjemand aus und ich darf - obwohl Dienstantritt um 04.00 h(!) - dann noch für weitere 10 Std bis 01.00 h in der Nacht malochen? *Kann es sein, dass dir das Arbeitszeitgesetz mal völlig egal ist? Wie willst du dann Personal gewinnen, wenn Freizeit überhaupt nicht mehr planbar ist? Ferner kommst dann summasummarum auf 21 Std Zeit (04.00 h - 01.00 h) - wem willst du das denn verkaufen? Von den eigenen Folgeschichten, die auf den ursprünglichen Dienstschluss mit 16.00 geplant wurden, ganz abgesehen. Und schon drehen wir uns im Kreis. Genau dann muss irgendein Personal das ersetzende Personal ersetzen …

Ach - und du wunderst dich, dass deine Ü-Stunden nicht abnehmen ... merkst jetzt selber, nee?

*Edit: Aussage umgebaut, könnte falsch verstanden werden. War nicht böse gemeint - David, entschuldige bitte.

Wer schreibt, der bleibt - wer es lesen muss, bleibt länger!

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 13:31.

Re: Umgekehrt wird ein Schuh draus:

geschrieben von: autolos

Datum: 09.07.19 12:53

Murrtalbahner schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Immer mehr Elemente werden dem Wettbewerb entzogen, dass am Ende nur noch das Personal übrig bleibt. Alles wird vom Land vorgeschrieben und Kreativität der Bieter ist nicht mehr gefragt - außer im Sparen beim Personal. Die Länder sollten die Vorgaben allgemeiner formulieren und den Unternehmen wieder die Verantwortung für die Verkehre geben, die sie betreiben, auch im Hinblick auf die Fahrgelderlöse. Dann geht auch der Druck auf die Personale zurück.
Dass immer mehr Elemente dem Wettbewerb entzogen werden ist eine Konsequenz daraus, dass die Kreativität der Bieter überwiegend nur zum Vorteil des Unternehmens genutzt wurde und nur selten zum Vorteil der Fahrgäste und des ÖPNV.
Und kannst du hierfür auch ein paar Belege anführen? Wo kam es nach Ausschreibungen mit viel Freiraum für die Bieter zu den den von dir genannten Effekten?

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.07.19 13:29

Matthias Muschke schrieb:
Dad wirkliche Problem ist doch, dass es am ganzen System krankt und das ganze einen Verwaltungsaufwand hoch zehn herbeiführt! Jedes EVU mit eigener Leitung, Disposition und eigenen Vorschriften, jetzt nochmal max. vier Firmen die natürlich die Vorschriften der vier anderen haben müssen und deren Leute in den Systemen der vier anderen eingepflegt werden müssen, da die ja alle eine Zusatzbescheinigung brauchen! Außerdem müssen die vier die anderen vier ja auch regelmäßig überwachen, die müssen ihre Streckenkenntnis (für alle anderen vier!) erhalten usw. Merkst du was?
Diese Erkenntnisse scheinen in der realen Welt noch nicht angekommen zu sein, denn der Güterverkehr floriert, seit es zahlreiche kleine Unternehmen gibt. Die Qualität des Nahverkehrs hat sich auch deutlich gegenüber dem Grossen Verkehrsvertrag mit Altwagensenke verbessert.

Es ist ja nicht so, dass der Rote Riese alles perfekt im Griff gehabt hätte. Man muss nur gut ein halbes Jahr in diesem Forum zurück blättern um zahlreiche Berichte über massive Zugausfälle mit diesem Unternehmen zu finden.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Was wollt ihr denn?

geschrieben von: BR146106

Datum: 09.07.19 13:32

Moin,

das es rechtlich schwer ist, wage ich nicht zu bezweifeln, Das Thema gibt es ja auch anderswo, siehe Teutonetz und die eurobahn, auch hier gab es bereits zwei entsprechende Abmahnungen für die schlechten Leistunge und trotzdem ist der Vertrag nicht gekündigt worden, und da sollte man etwas ändern

Die Sache mit der Klage, gegen die Vergabe ist in meinen Augen wieder eine andere, da hat man Versucht, den Auftrag trotzdem zu bekommen, weil man einige Punkte, aus Sicht der Bahn, falsch bewertet haben soll, das wurde zu Recht von Seiten des Gerichtes, als unzulässig dargestellt und die Klage abgelehnt bzw. klar gestellt, das der Aufgabenträger, hier richtig entschieden hat, und diese Punkte zu recht bemängelt hat. Das ist aber eh ein normaler Gang, der immer wieder beschritten wird.

Den Weg den ich beschreiten will, der Aufgabenträger gibt ja einen gewissen Rahmen vor und sollte der im Angebot nicht haltbar sein, sollte man auch entscheiden dürfen, diesen Anbieter nicht zu nehmen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Umgekehrt wird ein Schuh draus:

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 09.07.19 13:33

autolos schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Immer mehr Elemente werden dem Wettbewerb entzogen, dass am Ende nur noch das Personal übrig bleibt. Alles wird vom Land vorgeschrieben und Kreativität der Bieter ist nicht mehr gefragt - außer im Sparen beim Personal. Die Länder sollten die Vorgaben allgemeiner formulieren und den Unternehmen wieder die Verantwortung für die Verkehre geben, die sie betreiben, auch im Hinblick auf die Fahrgelderlöse. Dann geht auch der Druck auf die Personale zurück.
Dass immer mehr Elemente dem Wettbewerb entzogen werden ist eine Konsequenz daraus, dass die Kreativität der Bieter überwiegend nur zum Vorteil des Unternehmens genutzt wurde und nur selten zum Vorteil der Fahrgäste und des ÖPNV.
Und kannst du hierfür auch ein paar Belege anführen? Wo kam es nach Ausschreibungen mit viel Freiraum für die Bieter zu den den von dir genannten Effekten?
Beispielsweise die Quote der Zugbegleitung. Beim großen Verkehrsvertrag war sowas nicht oder nur im geringen Umfang vorgeschrieben. Mir liegt es heute noch in den Ohren: Damals wurde im Zug durchgesagt, dass ab Fahrplanwechsel kein Verkauf von Fahrkarten mehr erfolgt, damit die Zugbegleiter (Sorry, KiN) sich mehr um die BElange der Fahrgäste kümmern können. Tags drauf war kein KiN, Zub oder was auch immer mehr am Zug.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: De David

Datum: 09.07.19 13:40

Du hast kein Dienstantritt 4 Uhr, sondern nur Beginn der Bereitschaftszeit.

Ich weiß ja nicht was ihr macht, ich würde mir da jedenfalls keine extra Umstände machen. Die Arbeitsklamotten und der Rucksack und alles am Abend bereit legen, und dann ins Nest. Wenn ich das Telefon nur laut genug stelle, ist das mein Wecker, da brauche ich nicht extra um 4 auf zu stehen oder so, sondern kann normal ausschlafen wenn nichts ist. Und wenn doch, Order entgegen nehmen, Klamotten an, Energy Drink rein geschüttet, und los geht's.

Und wenn ich dann bis 1 Uhr arbeite, kann die nächste Bereitschaft am Folgetag eben erst um 11 Uhr beginnen, da muss der Dispo dann eben disponieren, dafür ist er da. Und es ist ja auch sehr unwahscheinlich daß am nächsten Tag alle Bereitschaften früh morgens gebraucht werden und es dann direkt klemmt.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Ziel ist ínsgeheim die Landesbahn BW

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 13:41

146 227 schrieb:
Hallo
Christian Snizek schrieb:
Und jetzt sollen allesamt in BW (DB Regio, HZL, AVG, Go Ahead, theoretisch auch die SBB GmbH, BSB/OSB/SWEG, Stadtwerke Heilbronn, etc.) einen Personalpool bilden, mit Personalen, die sie nicht haben? Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Dieser verkorkste Ausschreibungswahn erreicht damit (für mich) eine völlig neue Dimension und ist völlig fernab dessen, was damit erreicht werden solllte.
Ich sehe irgendwo wieder einen Schritt der in die Richtung Landeseisenbahn geht. Man versucht ja irgendwann auch mit Reservefahrzeugen dann Probleme aufzufangen wie sie aktuell wieder im Neckar-Alb Raum (Ammertal, Ermstal) auftreten zu minimieren wo vllt. mal ne Handvoll Züge ausfällt aber nicht der ganze Betriebstag.
Ich denke gerade die SWEG (HzL) wird versuchen gewisse Vergabenetze zu gewinnen um sich entsprechend auszubreiten (RSB Neckar-Alb, E-Netz Karlsruhe). Wer sagt nicht das mal die Württembergische Eisenbahn Gesellschaft WEG in Stuttgart mal von Transedev verscherbelt wird?
Auch das Thema Reaktivierungen = Netzbetreiber = SWEG Schienenwege?

Gruß
Howdie ..

Hmm - und wie soll sich das dann gestalten? Was passiert an den "Grenzübergängen"? Beispiel: Die Dienststelle von Regio in Ka'he fährt mehr oder weniger im Halbkreis: Ka'he - Bruchsal - Heidelberg - Mannh'm - Lu'hafen - Schifferstadt - Speyer - Graben-Neudorf (- Bruchsal); sie passieren also zwei mal den Rhein und schon haben wir einfallen und ausfallenden Grenzverkehr. Gleiches passiert mit der gelben Bimml im Umland von Ka'he. Sicher gibt es auch in Richtung Bayern solche Verkehre oder auch in Richtung Hessen. Was soll dann deiner Meinung an den Grenzen passieren? Personalwechsel? Zug endet und fährt zurück? Wo und wie sollen dann die Schnittstellen gezogen werden? Kann es ja auch irgendwie nicht sein. Vom Süden in die Schweiz fange ich jetzt gar nicht erst an, denn das wäre ein ganz anderes Problem, zu dem da noch EU <-> Nicht-EU mit eine Rolle spielt.

Wer schreibt, der bleibt - wer es lesen muss, bleibt länger!

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 13:46

De David schrieb:
Du hast kein Dienstantritt 4 Uhr, sondern nur Beginn der Bereitschaftszeit.

Ich weiß ja nicht was ihr macht, ich würde mir da jedenfalls keine extra Umstände machen. Die Arbeitsklamotten und der Rucksack und alles am Abend bereit legen, und dann ins Nest. Wenn ich das Telefon nur laut genug stelle, ist das mein Wecker, da brauche ich nicht extra um 4 auf zu stehen oder so, sondern kann normal ausschlafen wenn nichts ist. Und wenn doch, Order entgegen nehmen, Klamotten an, Energy Drink rein geschüttet, und los geht's.

Und wenn ich dann bis 1 Uhr arbeite, kann die nächste Bereitschaft am Folgetag eben erst um 11 Uhr beginnen, da muss der Dispo dann eben disponieren, dafür ist er da. Und es ist ja auch sehr unwahscheinlich daß am nächsten Tag alle Bereitschaften früh morgens gebraucht werden und es dann direkt klemmt.
Wenn ich um 04.00 h zur Bereitschaft gehe, dann läuft ab 04.00 h meine Arbeitszeit, da gibt es eigentlich keine Diskussion. Oder stehst du für nix um 03.00 h auf (User Brennersee hat es ja schon erwähnt)? Es gibt entweder Arbeitszeit, dann bin ich für den Arbeitgeber greifbar, oder es gibt eben nix, dann habe ich Freizeit. Punkt, aus, fertig. Das ganze hat unter ja anderem auch versicherungstechnische Gründe und ist daher nicht sooo einfach, wie du dir das vorstellst.

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 09.07.19 14:09

De David schrieb:
Naja das wäre doch auch Schwachsinn, seine ganze mögliche Arbeitszeit zu vergeuden, und dann bei Bedarf nicht eingesetzt werden zu können...
Ich würde das eher so regeln, daß die Leute Zuhause bleiben und 12h Bereitschaft haben. Von morgens um 4 bis nachmittags um 4 z.B. und in dieser Zeit aktiviert werden können. Kommt in der Zeit kein Anruf, werden im Nachhinein 7:40h Arbeitszeit angerechnet. So umgeht man das Problem komplett, und kann auch um 15:59 Uhr noch jemanden zu einer 10 Stunden Schicht einteilen, ohne daß er durch die Bereitschaft seine ganze mögliche Arbeitszeit schon sinnlos verblödelt hätte.
Du solltest besser nicht an Tarifverhandlungen teilnehmen oder Betriebsrat werden... 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
Und bezüglich "zu Hause" - bewerben werden sich ganz sicher Personaldienstleister deren MA in der Niederlausitz oder Vorpommern wohnen...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 09.07.19 14:14

Christian Snizek schrieb:
De David schrieb:
Du hast kein Dienstantritt 4 Uhr, sondern nur Beginn der Bereitschaftszeit.

Ich weiß ja nicht was ihr macht, ich würde mir da jedenfalls keine extra Umstände machen. Die Arbeitsklamotten und der Rucksack und alles am Abend bereit legen, und dann ins Nest. Wenn ich das Telefon nur laut genug stelle, ist das mein Wecker, da brauche ich nicht extra um 4 auf zu stehen oder so, sondern kann normal ausschlafen wenn nichts ist. Und wenn doch, Order entgegen nehmen, Klamotten an, Energy Drink rein geschüttet, und los geht's.

Und wenn ich dann bis 1 Uhr arbeite, kann die nächste Bereitschaft am Folgetag eben erst um 11 Uhr beginnen, da muss der Dispo dann eben disponieren, dafür ist er da. Und es ist ja auch sehr unwahscheinlich daß am nächsten Tag alle Bereitschaften früh morgens gebraucht werden und es dann direkt klemmt.
Wenn ich um 04.00 h zur Bereitschaft gehe, dann läuft ab 04.00 h meine Arbeitszeit, da gibt es eigentlich keine Diskussion. Oder stehst du für nix um 03.00 h auf (User Brennersee hat es ja schon erwähnt)? Es gibt entweder Arbeitszeit, dann bin ich für den Arbeitgeber greifbar, oder es gibt eben nix, dann habe ich Freizeit. Punkt, aus, fertig. Das ganze hat unter ja anderem auch versicherungstechnische Gründe und ist daher nicht sooo einfach, wie du dir das vorstellst.

Ja klar steht er für Nüsse auf. 12h Bereitschaftsdienst für Az-Anrechnung 7.48h, die er sich selbst noch anrechnen würde.... da kann der Chef nur gewinnen. Personalgewinnung geht anders.

Wenn das Telefon klingelt, geh ich erstmal duschen und Zähneputzen, soviel Körperhygiene ( bei manchen anscheinend Hyäne ) sollte noch sein. Sind die ersten 30 Minuten vorbei. Dann müsste ich noch zur Arbeitsstätte, je nach Entfernung und Uhrzeit, locker halbe Stunde oben drauf. Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass die Bereitschaft meist relativ kurzfristig einspringen muss. Wenn ich dann aber 1h+ x brauche, um zu erscheinen, bringt das ganze nichts.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Bruno Schötz

Datum: 09.07.19 14:54

Lange Diskussion....wenig Inhalt.Aber typisch für die heutige Zeit...jeder,der mal unkonventionell was neues denkt und handelt,wird mit einem Kübel von Ablehnung überschüttet,der alles besser weiss...hätte man damals...gleich gewusst.....richtig machen..und überhaupt der Wichtigtuer und Spinner.Dann noch die Fakten..Baureihen,Arbeitszeiten,Mangel überall etc.Hat alles seine Berechtigung,darf aber das Denken nicht blockieren(natürlich wird keiner ALLE Baureihen fahren oder ÜBERALL einzusetzen sein).
Ein Landesverkehrsminister kann keine Vergaberichtlinien ändern und Finanzmittel hat er auch nur begrenzt.Hier haben einige eine doch irreale Vorstellung,wie solche Politik funktioniert und entsprechende Erwartungen,die nach Nicht-Eintreten entsprechend aggressiv und vorwurfsvoll vorgetragen werden.Ist aber unkonstruktive Rechthaberei,führt zu nichts.Dass manche ihre Grünen-Phobie nicht unter Kontrolle haben,ist für andere auch uninteressant,sonst könnten wir ja die andersfarbigen Verkehrsminister,von denen ich keine Aktivität zu diesem Thema sehe,auch abarbeiten.

Hier hat jemand erkannt,dass es in Zukunft ohne Korrekturen nicht so weitergeht;die gedachte Ausschreibung-Wettbewerb-Praxis allein reicht nicht.Es gibt aber auch neue Einflüsse...auch eine Gesamt-Bundesbahn hätte heute auch Personalmangel.Das Requirieren neuen Personals muss auf neue unkonventionelle Art ermöglicht werden,sonst gibt es keine Mehrverkehre oder Attraktivität,umzusteigen.
Der Verwaltung,Politik- und Wirtschaftsapparat ist träge,vieles wird blockiert und manche profitieren auch von den heutigen Zuständen.Deshalb wird eine grundlegende Reform dauern.Es spricht nichts dagegen,im Kleinen etwas zu versuchen,die schlimmsten Löcher zu stopfen.
Ich nehme an,dass das hier die meisten auch so wollen .ein wenig mehr Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber wäre aber hilfreich...

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: E44

Datum: 09.07.19 15:05

Was ist eigentlich au den Plänen des Herrn Grube geworden ?
Link: [www.zeit.de]

Wieviel Fachwissen bringst du denn mit?

geschrieben von: BR146106

Datum: 09.07.19 15:08

Moin,

denn auch bei dir merkt man, das es nicht so dolle ist, natürlich muss vieles Bedacht werden, denn Herr Minister schreibt es ja sogar so vor. Wenn man einen Landesweiten Pool mit 4 Einsatzstellen plant, müssen, entsprechend der Einsatzstellen, die Personale all das bewegen können, was dort kreucht und fleucht, sonst bringt dieser Pool nichts. Einen Mittelweg gibt es nicht, dafür hat man ja schon die Vergabe Netze, die genau das vernichten, flexible Einsatzmöglichkeiten, getreu dem Motto: Ein Fahrzeug, eine Strecke. Es wird langweilig und das ist die Gefahr, wo die Fehler passieren.

Und einen weiteren Aspekt, der immer noch offen ist. Kommt dieser Pool on Top, oder dient er dafür, das man hier die vergessenen Reserven der Unternehmen auffangen will? All diese Aspekte, wurden angesprochen und nun kommt einer daher und will Denkverbote verteilen? Sorry, aber eine Modellbahn ist das nicht, was dort betrieben wird. Es geht ums Reale Leben und die Probleme, die man hat.

Ja, auch eine Bundesbahn könnte Personalsorgen haben in der heutigen Zeit, aber als Beamter und mit Sicherem Arbeitsplatz lebt es sich entspannter, als alle 10-15 Jahre um selbigen zu fürchten, nur weil mal wieder die Vertragslaufzeit abgelaufen ist und Kosten gespart werden müssen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Wettbewerb ja, aber ohne Personal

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 09.07.19 15:32

Traumflug schrieb:
Staatsbahn schrieb:
Warum stellt man denn nicht alle Fahrpersonale gleich direkt beim Land an?
Weil dann der Wettbewerb weg fällt. Ohne Wettbewerb haben die Menschen keinen Ehrgeiz. Ohne Ehrgeiz werden Menschen faul. Faule Menschen sind teuer und unzuverlässig.

Ein Preis-Wettbewerb ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit, Ehrgeiz auszulösen. Aber eine, die in unserem aktuellen Gesellschafts-Selbstverständnis relativ gut funktioniert.
Das ist einfach nur dummer Unsinn und das müsstest du wissen. Der Personalmangel zeugt davon. Deine Äußerungen sind außerdem eine pure Frechheit, das ist nicht nur menschenverachtend, das ist rechtsbraune Sch..., denn aus dieser Ecke kommt so menschenverachtender Mist! Ja und das meine ich so, weil dann geht es wenigstens in die gleiche Richtung wie dein marktradikal-rechter Kommentar.

Außerdem fällt doch der Wettbewerb nicht weg oder warum muss das Personal Teil des Wettbewerbs sein?
Es gäbe ja weiterhin einen Wettbewerb zwischen den EVU.
Durch das Flächentarifsniveau sind die Kalkulationen bei den Personalkosten eh identisch. Die Unterschiede entstehen eben durch andere Dinge und um die wird es weiterhin Wettbewerb geben, auch wenn man das Personal rausnimmt (bei Fahrzeugen und Werkstätten war das komischerweise kein Problem).

Und bezüglich Fahrpersonale beim Land würde ich gerne mal die Meinung vom Zeugen oder Honigbiene hören und sagen wieso man das nicht will, denn davon ist ja auszugehen und ich sage: Es gibt keinen Grund.
Wenn Arbeitnehmer wichtig sind und man etwas gegen die heutigen Zustände machen will, dann müssen die Fahrpersonale zum Land.
Wenn man das nicht will, dann hat man kein Interesse an den Arbeitnehmern. Ich sehe wie die EVU (egal ob DB oder NE) trotz Mangel mit den Personalen umspringen und welcher Druck oftmals ausgeübt wird. Dann aber wundern wenn die Branche zusammenbricht.
Mir tun die Fahrgäste wirklich leid, aber ich freue mich richtig auf den Zusammenbruch, weil keiner etwas macht, nichts passiert und der Mangel ist oft der Menschenführung, Menschlichkeit und abartigen Dienstplänen geschuldet, die die Menschen nicht mitnimmt.

Man könnte also meinen Fahrzeuge und Werkstätten sind mehr wert als Menschen und das finde ich bedenklich.

Naiv

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 09.07.19 15:39

autolos schrieb:
Staatsbahn schrieb:
Wie gesagt, am besten alle Personale beim Land anstellen und die fahren dann übergreifend für alle EVU. Das wäre Win-Win.

Aber man nimmt den EVU alles ab. Finanziert Fahrzeuge mit, Werkstätten, hilft ihnen wo es nur geht, aber um das Personal kümmert sich keiner. Die sind dem Wettbewerbsdruck ausgesetzt und das halte ich für unmenschlich, da der Ton leider rauh ist und die Bedingungen oftmals unwürdig.
Immer mehr Elemente werden dem Wettbewerb entzogen, dass am Ende nur noch das Personal übrig bleibt. Alles wird vom Land vorgeschrieben und Kreativität der Bieter ist nicht mehr gefragt - außer im Sparen beim Personal. Die Länder sollten die Vorgaben allgemeiner formulieren und den Unternehmen wieder die Verantwortung für die Verkehre geben, die sie betreiben, auch im Hinblick auf die Fahrgelderlöse. Dann geht auch der Druck auf die Personale zurück.
Das ist total naiv, also ehrlich. Ich kenne alle Phasen der letzten 20 Jahre und ich kann dir sagen dass da nichts zurückgeht.
Der Druck aufs Personal war hoch, ist hoch und bleibt hoch. Die Gehälter sind durch das Flächenniveau ja weitestgehend gleich, aber dann geht es in Richtung Dienstplanung, Druck auf Personale bei Sonderdiensten etc., so dass man sich nicht wundern braucht dass immer mehr die Schnauze voll haben. Ich kann es verstehen, der Umgang mit den Arbeitnehmern ist unterste Kanone und das egal ob das nun das rote EVU oder die vielen anderen NE-EVU sind, die sind weitestgehend alle gleich. Das machen eben immer weniger mit, aber die Reaktionen sind dann meist die Daumenschrauben noch weiter anzuziehen bzw. alles so abzuändern dass noch mehr die Schnauze voll haben. Der Umgang wurde durch den Personalmangel keineswegs besser. Die Zustände sind eine katastrophe.

Daher wäre eine Anstellung der Personale beim Land einfach menschenwürdiger und besser. Da könnte dann mal wieder etwas Druck rausgenommen werden, der oft 1:1 auf die Personale losgelassen wird, denn es zählen ja nur die Prämien ganz oben, unten muss man weiter schauen wo man nochmal 1 Minute Arbeitszeit einsparen kann. Mangel? Ist doch egal, geh doch wenn dir was nicht passt. Oje, Kündigungen? Wir wissen gar nicht warum uns immer wieder Leute verlassen. An uns als EVU kann das niemals nie liegen.

Honigbiene sag doch mal was dazu. Wieso kann das Personal nicht beim Land angestellt werden? Das Land hat auch eine soziale Verantwortung.
Irgend ein Land muss doch mal den Vorreiter machen. Das ist Win-Win für alle. Ich würde gerne wissen welchen Grund (Ausrede) man hat das nicht zu machen.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Haslacher

Datum: 09.07.19 15:47

Guten Tag,

ich habe mich bei der DB als lokführer beworben. Meine Bewerbung wurde ohne Begründung abgelehnt, nur ein "Ich passe doch nicht ins Profil". Den Test und eine Einladung zum Amtsarzt habe ich aber bekommen und bestanden.

Zwei Tage nach der Absage stand im Offenburger Tageblatt, dass die DB am heulen, sei, weil Sie keine Bewerber finden würden. So wat. Was wollen Sie? Eine rder für 1000 netto, nachtschichten schiebt, durch ganz Deutschland dafür gondelt und in keiner Gewerkschaft ist?

Ich schaffe im Werkschutz, 12 Stunden, nur Nachtschicht. Bei uns ist auch ein starker Personalmangel bzw. große Flukuation im Personal, weil keiner für 13,84 € mehr schaffen will und ich bin GSSK-Kraft.

Gruss

Haslacher

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: De David

Datum: 09.07.19 16:07

Wenn du eine gültige Tauglichkeit und alles hast, probiers doch bei der SWEG, die haben in Offenburg auch einen Verkehrsbetrieb.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Ziel ist ínsgeheim die Landesbahn BW

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.07.19 16:19

Christian Snizek schrieb:
146 227 schrieb:
Hallo
Christian Snizek schrieb:
Und jetzt sollen allesamt in BW (DB Regio, HZL, AVG, Go Ahead, theoretisch auch die SBB GmbH, BSB/OSB/SWEG, Stadtwerke Heilbronn, etc.) einen Personalpool bilden, mit Personalen, die sie nicht haben? Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Dieser verkorkste Ausschreibungswahn erreicht damit (für mich) eine völlig neue Dimension und ist völlig fernab dessen, was damit erreicht werden solllte.
Ich sehe irgendwo wieder einen Schritt der in die Richtung Landeseisenbahn geht. Man versucht ja irgendwann auch mit Reservefahrzeugen dann Probleme aufzufangen wie sie aktuell wieder im Neckar-Alb Raum (Ammertal, Ermstal) auftreten zu minimieren wo vllt. mal ne Handvoll Züge ausfällt aber nicht der ganze Betriebstag.
Ich denke gerade die SWEG (HzL) wird versuchen gewisse Vergabenetze zu gewinnen um sich entsprechend auszubreiten (RSB Neckar-Alb, E-Netz Karlsruhe). Wer sagt nicht das mal die Württembergische Eisenbahn Gesellschaft WEG in Stuttgart mal von Transedev verscherbelt wird?
Auch das Thema Reaktivierungen = Netzbetreiber = SWEG Schienenwege?

Gruß
Howdie ..

Hmm - und wie soll sich das dann gestalten? Was passiert an den "Grenzübergängen"? Beispiel: Die Dienststelle von Regio in Ka'he fährt mehr oder weniger im Halbkreis: Ka'he - Bruchsal - Heidelberg - Mannh'm - Lu'hafen - Schifferstadt - Speyer - Graben-Neudorf (- Bruchsal); sie passieren also zwei mal den Rhein und schon haben wir einfallen und ausfallenden Grenzverkehr. Gleiches passiert mit der gelben Bimml im Umland von Ka'he. Sicher gibt es auch in Richtung Bayern solche Verkehre oder auch in Richtung Hessen. Was soll dann deiner Meinung an den Grenzen passieren? Personalwechsel? Zug endet und fährt zurück? Wo und wie sollen dann die Schnittstellen gezogen werden? Kann es ja auch irgendwie nicht sein. Vom Süden in die Schweiz fange ich jetzt gar nicht erst an, denn das wäre ein ganz anderes Problem, zu dem da noch EU <-> Nicht-EU mit eine Rolle spielt.
selbst wenn das Land auf Eigenerbringung geht, ist ein- und ausbrechender Verkehr in die Nachbarschaft möglich. Also Würzburg, Nürnberg, Frankfurt am Main oder den Bereich in Rheinland-Pfalz ist da unkritisch. Und natürlich werden einbrechende Verkehre von Unternehmen, die von Nachbarbereichen im Zusammenwirken mit dem Land bestellt werden, von dem Unternehmen, das von dem Auftraggeber damit beauftragt wurde, durchgeführt. Also der Süwex fährt natürlich mit seinem Lokführer von DB Regio bis Karlsruhe und der von München kommende Zug endet ganz normal wie bisher in Ulm oder Aalen.

Das Gerede vom Umsteigen des Lokführers oder der Fahrgäste an der Landesgrenze ist dummes Gebabbel, aus welchen Gründen auch immer gesagt. Der Lokführer hat eine Fahrerlaubnis für Deutschland, eine Baureihenberechtigung und Streckenkenntnis. Damit darf er fahren.

Re: Ziel ist ínsgeheim die Landesbahn BW

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 16:29

Ich habe es lediglich mal „weitergesponnen“, was passieren könnte. Nicht mehr - nicht weniger.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 16:46.

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: De David

Datum: 09.07.19 16:29

Wie gesagt es ist nur BEREITSCHAFTszeit keine ARBEITszeit...
Anderswo gibt's für nicht eingesetzte Bereitschaft nur eine pauschale Zulage, mit dem Ergebnis daß man bezüglich der Arbeitszeit eher schlecht da steht.

Und mal ehrlich, wenns läuft, kann ich so eine ganze Woche daheim hocken, keinen einzigen Finger krumm machen, und bekomme trotzdem die vollen Wochensollstunden angerechnet.
Aber da das Bestandspersonal so herum spinnt, würde ich eher neue Leute für den Bereitschaftsdienst einstellen...

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Naiv

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 16:40

Du willst also unbedingt zu deiner Staatsbahn zurück. Auch dieser Gedanke ist naiv. Das Personal müsste - ähnlich wie bei den Dienstleistern heute - für jedes EVU separat eine Betriebsdienstprüfung ablegen, dass es für das jeweilige EVU seine Fahrberechtigung bekommen würde. Die entsprechenden Zusatzbescheinigungen gibt es somit nicht gratis. Wenn du das alles kennst, so wie du schreibst, dann müsstest du auch wissen, welche Hürden als Dienstleister (was anderes wäre das Lande BW dann ja nicht mehr) zu überwinden sind, um für Firma a zu fahren. Das ganze kommt dann auch für Firma b, Firma c, Firma d, usw. zum Tragen.

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Murrtalbahner schrieb:
Erbärmlich ist nur dein hasserfülltes Getrolle.
Wettbewerb ist eine Vorgabe der EU, ....
Murrttalbahner,

das war ja abzusehen das von dir nur so ein Geblubber kommt.

Wer ist die EU?

Siehst du, der ganze Wettbewerb ist eine rein politische Entscheidung und wer hat hier seit ein paar Jahren permanent einen großen Buhei veranstaltet das doch alles viel billiger und alles viel besser wird?
Das war Herrmann, hauptberuflich Politiker, der sich in den letzten Jahren permant in der Presse bejubeln ließ wie toll er doch ist, nur jetzt wenn es darum geht auch zum eigenen Murks zu stehen geht Herrmann auf Tauchstation und dann kommen noch solle Laien wie du und feiern solche Taten die schon längst hätten getan werden müßen.

Murrtalbahner das ist, wie schon weiter oben geschrieben, nicht mal nur erbärmlich, das zeigt daß du von der Materiel nicht mal die Spur von Sachkenntnis hast.
Was von dir kommt ist reines Getrolle.

märchenerzähler

PS: Murrtalbahner nochmals zum mitschreiben es geht nich um DB AG-Töchter vs andere EVU.
Es geht rein darum das der Wettbewerb das ganze Bahnsystem pervertiert und für deren Niedergang verantwortlich ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 16:58.

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: bauigel

Datum: 09.07.19 17:07

Brennersee schrieb:
Das bedeutet Du stehst um 3 Uhr ausgeschlafen auf, duschen, frühstücken und gammelst dann den ganzen Tag herum und fängst dann um 16 Uhr bis zwei Uhr früh an? Danke, abe danke NEIN!
Das bedeutet, du hast von 8:00 bis 8:00 24 Stunden Rufbereitschaft (wie andere Eisenbahner - z. B. in der Instandhaltung oder als Notfallmanager - heute schon haben), und wenn um 7:30 auf dem Bereitschaftshandy eine Störung gemeldet wird, hast du eben die A-Karte gezogen. OK - dort ist der Personalmangel noch größer, was dazu führt, dass die Bereitschaftsdienste immer häufiger werden. Teufelskreis...

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Womenzel2005

Datum: 09.07.19 17:15

Ich weiß ja nicht was du gegen Herrn Herrmann hast... Aber das hervorgehobene stimmt schon. Aber überleg mal wie oft bestellte Leistungen ausfallen, auch bei der roten Bahn.

---------------------------------------------------
"Verspätung ist ja auch das Kerngeschäft der Bahn"
Urban Priol
----------------------------------------------------
Im Doppelstockwagen sieht man mehr von der Welt.

Re: Wettbewerb ja, aber ohne Personal

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.07.19 17:18

Staatsbahn schrieb:
Traumflug schrieb:
Staatsbahn schrieb:
Warum stellt man denn nicht alle Fahrpersonale gleich direkt beim Land an?
Weil dann der Wettbewerb weg fällt. Ohne Wettbewerb haben die Menschen keinen Ehrgeiz. Ohne Ehrgeiz werden Menschen faul. Faule Menschen sind teuer und unzuverlässig.

Ein Preis-Wettbewerb ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit, Ehrgeiz auszulösen. Aber eine, die in unserem aktuellen Gesellschafts-Selbstverständnis relativ gut funktioniert.
Das ist einfach nur dummer Unsinn und das müsstest du wissen. Der Personalmangel zeugt davon. Deine Äußerungen sind außerdem eine pure Frechheit, das ist nicht nur menschenverachtend, das ist rechtsbraune Sch..., denn aus dieser Ecke kommt so menschenverachtender Mist! Ja und das meine ich so, weil dann geht es wenigstens in die gleiche Richtung wie dein marktradikal-rechter Kommentar.
Immer locker bleiben. Das Obige war vielleicht ungeschickt formuliert, schon weil es hier in diesem Faden weniger um die Menschen im Fahrbetrieb, sondern mehr um die planenden und einen Betrieb organisierenden Menschen und auf der Ebene auch eher um deren Betriebe als einzelne Menschen geht, aber ansonsten ist das mehr oder weniger gesellschaftlicher Konsens. Nur eben ohne Blümchen und Beschönigungen darum herum formuliert.

Wirtschaft ohne Wettbewerb ist Kommunismus. Das hätte "man" auch nicht so gerne.

Eine weitere Quelle für Ehrgeiz ist z.B. gesellschaftliche Anerkennung. Die Bevölkerung sieht in den Fahrbetrieben etwas Wichtiges, Etwas, worauf man stolz ist. Entsprechend gibt man sich sowohl im Management als auch im direkten Betrieb Mühe, diese Anerkennung nicht zu vermasseln. Diese Quelle des Ehrgeizes ist jedoch eher am schwinden. Auf Management-Ebene deswegen, weil man mit dieser Form der Motivation keine Einnahmen erzielen kann und die Anerkennung nicht zum wirtschaftlichen Betriebsvermögen zählt, mit denen man den Erfolg des Unternehmens misst.

P.S.: übrigens war das von mir weiter oben nicht "braun", sondern neoliberal. "Braun" wäre in etwa: "Der hat die falsche Hautfarbe, also ist er faul", was sich natürlich wissenschaftlich nicht ansatzweise halten lässt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 17:39.

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Brennersee

Datum: 09.07.19 17:43

Was es bedeutet ist mir auch klar. Aber überleg Mal logisch. Wenn Du um 3 Uhr aufstehst sollst Du ausgeruht sein, also mit acht Stunden Schlaf um 19 Uhr ins Bett. Wenn dann nichts ist gammelst so herum, an erholsamen Schlaf ist da nicht mehr zu denken. Dann darfst am Nachmittag auf den Bock und kommst da mehrere Stunden nicht mehr runter. Viel Vergnügen kann ich da nur wünschen. Ich mache die Arbeit lange genug um zu wissen was das bedeutet, ich würd's nicht mehr aushalten. 12 Stunden Bereitschaft auf der Dienstelle ja, aber dann ist es genug. Und das bedeutet aber nicht, bei Dienstbeginn 4 Uhr ist um 16 - 17 Uhr Schicht im Schacht. Es hat alles seine Grenzen. Wer es mit sich machen lässt gerne, ich nicht.
Und das eventuelle Argument mit längeren Schichten die es gibt. Hab ich eine definierte Pause kann ich mich ganz anders erholen, als bei Schlaf bei dem ich nicht weiß wann das Handy von Nachtkästchen hüpft.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 17:44

De David schrieb:
Wie gesagt es ist nur BEREITSCHAFTszeit keine ARBEITszeit...
Anderswo gibt's für nicht eingesetzte Bereitschaft nur eine pauschale Zulage, mit dem Ergebnis daß man bezüglich der Arbeitszeit eher schlecht da steht.

Und mal ehrlich, wenns läuft, kann ich so eine ganze Woche daheim hocken, keinen einzigen Finger krumm machen, und bekomme trotzdem die vollen Wochensollstunden angerechnet.
Aber da das Bestandspersonal so herum spinnt, würde ich eher neue Leute für den Bereitschaftsdienst einstellen...
Fall-Beispiel:

Also, wenn ich das richtig zusammenrechne, dann möchtest du im ungünstigsten aller Fälle dem Personal von Täglich (5 mal/Woche) von 12 Std Bereitschaft dann gerade 5 mal 7.40 Std anrechnen? Und du denkst wirklich, dass dafür jmd. eine Woche lang morgens um 03.00 h aufsteht, auf die Gefahr hin, dass von 60 Std Rufbereitschaft gerade mal 38.20 Std angerechnet werden? Tut mir Leid, aber das tut sich keiner an; da, so denke ich, wirst keinen finden, der das wiederum mitmacht. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre das genial. Man hält sich Personal vor und muss gerade mal 2/3 dafür bezahlen.

Außerdem wären dann noch Dinge zu klären, in welcher Zeit sich das Personal X an der Dienststelle oder auch an einem sonstigen Ort zum Ablösen einzufinden hat; je nach Aufenthaltsort (wo soll der überhaupt sein, definiert?) ist das ja auch nicht ohne (-> Gedanke an Feierabendverkehr, Stau, Wocheneinkauf, etc.). Muss ein PKW Führerschein vorhanden sein ja/nein (auch da gab es schon recht seltsame Situationen -> zwei Personale sollte mit dem Dienstauto von a nach b fahren, um dort zwei Fahrzeuge einzusetzen, es hatte aber keiner eine PKW-Lizenz). In deinem größten anzunehmenden Fall ist das sicher auch eine versicherungstechnische Sache bei einem (Wege-)Unfall. Wie kann man Nachfolgendes im Fall X den beteiligten Stellen klarmachen; im absoluten Extremfall:

- aufstehen morgens um 03.00 h/Rufbereitschaft ab 04.00 h
- es passiert den ganzen Tag nix, um 15.00 h kommt dein Einsatz
- Dienst bis 01.00 h
- Wegeunfall um 01.35 h in Folge Übermüdung (klar, denn einen 22 Std(!) Tag steckst so nicht weg)

Was da wohl die entsprechende Versicherung sagt, wenn der Fall für Schichtpersonale im Fahrdienst(!) bis auf 03.00 h des Vortages aufgesplittet wird?

Gegenfrage:

Was würde dann den Personaleinteiler davon abhalten, die Personaldecke weiterhin recht dünn zu halten und weiterhin mit einem Minimum zu fahren, wenn man in der Hinterhand Personal hat, welches man nicht verbrauchen möchte, um es nicht bezahlen zu müssen?

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Re: Zuschlag erging nicht an billigsten Bieter

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 09.07.19 17:47

ThomasR schrieb:
Bronnbach Bhf schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Fazit: Es fehlt Personal, um Züge zu fahren. Nun soll Personal eingestellt/bereitgestellt werden, das dafür eingesetzt wird, um ausfallende Züge wegen Personalmangel auszugleichen? Irgendwie verquer ... Der Jung hats drauf ...
Das war auch mein Gedanke. Fehlen nur noch "Stand by Züge" weil die überschlagenden Wenden nun doch nicht so klappen wie auf den schönen Powerpointfolien suggeriert.

Oder anders ausgedrückt. Erst bekommt der billigste Anbieter mit der knappsten (auf Kante genähten) Kalkulation den Zuschlag. Und nun justiert man nach. Was wohl die unterlegenen Bieter dazu sagen, sofern diese teuer waren, weil sie den Betrieb ggf. "stressfester" kalkuliert haben?

Damit man mich nicht falsch versteht. Mir geht es nicht um eine Scheindiskussion a la "gute" DB Regio und "schlechte" private Mitbewerber. Mir ist es wurscht wer fährt. Mir geht es nur darum, dass das Land BW die Ergebnisse der Ausschreibungen damals laut bejubelt hat, weil man ja soooooo viel einsparen würde. Und kaum gehen die ausgeschriebenen Netze "live", ist man nur noch am nachsteuern, nachjustieren usw. Für mich schlicht ein Offenbarungseid an die in der seinerzeitigen Ausschreibung gestellten betrieblichen Anforderungen...
Jetzt merke es dir endlich mal. Der billigste Bieter wurde aus der Vergabe rechtmäßig ausgeschlossen. Es kamen der Zweit- und Drittplatzierte zum Zuschlag. Hast du das endlich mal verinnerlicht?

Und selbst wenn, wenn das Land nicht belastbare Anhaltspunkte hat, dass der billigste Bieter seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann, muss dem der Zuschlag erteilt werden. Die einzige Firma im SPNV Baden-Württemberg, die abgemahnt wurde wegen Schlechtleistung ist DB Regio. Also sprich nur bei dieser Firma hätte
der Auftraggeber ggf einen Hinweis auf mangelnde Zuverlässigkeit.
Guten Tag Thomas,

schon mal überlegt weshalb das DB-Regio-Angebot das billigste war?
Waren da nicht viele Nullen in irgendwelchen Ecxelzellen in die etwas höhere Zahlen gehörten?

Ergo ist es doch völliger Blödsinn vom billigsten Angebot zu reden.
Auch von Herrmann, der ja dies als erster Verbreitete, hätte ich doch etwas mehr "Vorher Nachdenken" erwartet.

Das DB Schlechtleistung liefert kann man so sehen, aber vielleicht siehst du die Probleme vor dem Hintergrund das damals Herrmann groß tönte "Der Personalmarkt wird es schon richten", als es um Übernahmeverträge und dgl. ging. Erst dann lief das Personal weg.

Dazu hat Herrmann mehrmals lautstark gejubelt das doch alles so viel billiger wäre. Nur muß er jetzt eben wieder massig Geld in die Hand nehmen damit das ganze System nicht zusammen bricht. Das heißt man hatte die rosarote Wettberwerbbrille vor den Augen und sah eben nicht das man nur Murks produzierte, weil es ist ja nicht nur in Baden-Würtemmberg so das EVU große Personalprobleme haben.

Zwei Paar Schuhe

geschrieben von: BR146106

Datum: 09.07.19 17:51

Moin,

Bereitschaft und Rufbereitschaft sind aber zwei Paar Schuhe, in diesem Fall. Bei Rufbereitschaft, steht man zwar auf Abruf bereit und das wird entsprechend vergütet, aber man kann seine normale Arbeit nachgehen, sprich man sitzt im Büro und macht sein Tagwerk und in der Nacht, steht man ebenso zur Verfügung, wenn etwas passiert.

Die Bereitschaft an sich, sitzt eben vor Ort und wartet auf die Dinge, die kommen oder nicht. Und, Arbeitsrechtlich ist Bereitschaft = Arbeitszeit; Rufbereitschaft ist keine Arbeitszeit.

Mehr zu den Unterschieden: [www.arbeit-fachanwalt.de]

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 17:51

Womenzel2005 schrieb:
Ich weiß ja nicht was du gegen Herrn Herrmann hast... Aber das hervorgehobene stimmt schon. Aber überleg mal wie oft bestellte Leistungen ausfallen, auch bei der roten Bahn.
Richtig, da sind wir uns einig. Ist nicht schön, kommt auch beim roten Verkehrsträger vor. Nur, - und dann drehen wir uns eben wieder in genau dieser absurden Personalspirale - wenn ich den eigenen Verkehr schon personalbedingt nicht stemmen kann, soll ich zusätzlich Personal für eben diese unschönen Vorkommnisse bereitstellen? Deswegen habe ich als Firma ja nicht mehr Personale zur Verfügung …

Wer schreibt, der bleibt - wer es lesen muss, bleibt länger!

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]
BR146106 schrieb:
Moin,

nehmen wir mal Stuttgart, auf die Schnelle, wohl nur einen Teil dessen:

S-Bahn, Flirt, Talent, BR 111, 146, 147, usw.. Streckenkunde, eben alles was von Stuttgart aus gefahren wird.
Guten Tag Carsten,

zusätzlich dann noch die ganzen Bescheinigungen der EVU die Leih-Tf einsetzen wollen.
Mir schwant das die Tf dann mit dem großen Rollkoffer ankommen damit sie die ganzen Unterlagen zur Hand haben.


märchenerzähler

Kein Rollkoffer

geschrieben von: BR146106

Datum: 09.07.19 17:55

Moin,

Tablett PC reicht, nur der muss genug Speicherkapazität haben und die EVU das ganze entsprechend zur Verfügung stellen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: cs

Datum: 09.07.19 18:45

Christian Snizek schrieb:
Nur, - und dann drehen wir uns eben wieder in genau dieser absurden Personalspirale - wenn ich den eigenen Verkehr schon personalbedingt nicht stemmen kann, soll ich zusätzlich Personal für eben diese unschönen Vorkommnisse bereitstellen? Deswegen habe ich als Firma ja nicht mehr Personale zur Verfügung …
Irgendwie verstehe ich Dich nicht. Wenn ich die Pressemeldung richtig verstanden habe, sollen doch vom Land bzw. von damit beauftragten Dienstleistern extra zusätzliche Lokführer eingestellt werden, die dann bei Personalausfällen bei den betroffenen EVU (gegen eine entsprechende Bezahlung durch das EVU, die aber m. E. unter der Pönale für einen Zugausfall liegen müsste) eingesetzt werden können.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 18:52

cs schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Nur, - und dann drehen wir uns eben wieder in genau dieser absurden Personalspirale - wenn ich den eigenen Verkehr schon personalbedingt nicht stemmen kann, soll ich zusätzlich Personal für eben diese unschönen Vorkommnisse bereitstellen? Deswegen habe ich als Firma ja nicht mehr Personale zur Verfügung …
Irgendwie verstehe ich Dich nicht. Wenn ich die Pressemeldung richtig verstanden habe, sollen doch vom Land bzw. von damit beauftragten Dienstleistern extra zusätzliche Lokführer eingestellt werden, die dann bei Personalausfällen bei den betroffenen EVU (gegen eine entsprechende Bezahlung durch das EVU, die aber m. E. unter der Pönale für einen Zugausfall liegen müsste) eingesetzt werden können.
Und eben diese Dienstleister bekommen die zusätzlichen Personale dafür woher? Auch dort wachsen die nicht auf Bäumen …

Wer schreibt, der bleibt - wer es lesen muss, bleibt länger!

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: De David

Datum: 09.07.19 19:35

Wenn du um 3 aufsteht ist das doch dein Problem, nicht das des Arbeitgebers, es steht ja nirgends daß man während einer Bereitschaft wachsen muss, du musst nur erreichbar sein und in der lage binnen "x-Minuten" am Dienstort auf zu schlagen.

Und was heißt gerade mal? Mit 38:20 Stunden hast dein Wochensoll erfüllt und kommst nicht ins Minus, was willst denn mehr? Dafür daß du überhaupt nichts "richtig" gearbeitet hast, ist das doch tip top.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 09.07.19 19:42

Dafür, dass ich 60 Std Abrufbar sein sollte? Nein Danke.

Wer schreibt, der bleibt - wer es lesen muss, bleibt länger!

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Brennersee

Datum: 09.07.19 19:43

Du mußt aber auch die ganzen 12 Stunden dienstfähig sein, und das ab Dienstbeginn schon, also ab 4 Uhr. Sprich, schon ausgeschlafen. Wie Du dann über den Tag fit bleiben sollst weil Du damit rechnen mußt ab 16 Uhr noch 10 Stunden Dienst schieben zu müssen. An wirklich erholsamen Schlaf ist da nicht mehr zu denken.
Mache den den Dienst mal ein paar Monate, dann reden wir weiter.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Das Problem stellt sich doch gar nicht

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 09.07.19 19:58

Sobald die Tf verfügbar sind werden die entsprechend in den knappen Dienstplänen eingesetzt oder meint ihr der Tf-Mangel ist bis dahin behoben?

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 09.07.19 20:22

Brennersee schrieb:
Du mußt aber auch die ganzen 12 Stunden dienstfähig sein, und das ab Dienstbeginn schon, also ab 4 Uhr. Sprich, schon ausgeschlafen. Wie Du dann über den Tag fit bleiben sollst weil Du damit rechnen mußt ab 16 Uhr noch 10 Stunden Dienst schieben zu müssen. An wirklich erholsamen Schlaf ist da nicht mehr zu denken.
Mache den den Dienst mal ein paar Monate, dann reden wir weiter.


Deswegen will er sich ja direkt morgens die Bullenpisse reinziehen.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 09.07.19 20:26

De David schrieb:
Und was heißt gerade mal? Mit 38:20 Stunden hast dein Wochensoll erfüllt und kommst nicht ins Minus, was willst denn mehr? Dafür daß du überhaupt nichts "richtig" gearbeitet hast, ist das doch tip top.


Aber hey, dafür, dass ich nichts gemacht habe, 39 Stunden gebucht bekommen, ist schon Klasse. Muss man schon sagen. Wen interessieren denn da die 60 Stunden + X, die ich dann zu hause hocke und nicht wirklich was unternehmen kann, weil ja ständig der AG klingeln könnte.

Weißt Du was? Bewerbe dich auf den Posten. Bitte!! Mach es. Und berichte dann bitte nach 6 Monaten Dauerdruck, wie es denn so ist. Der Druck ist nämlich da, weil man immer den Anruf im Kopf hat.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


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Urban Priol

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 09.07.19 20:31

De David schrieb:
Wenn du um 3 aufsteht ist das doch dein Problem, nicht das des Arbeitgebers, es steht ja nirgends daß man während einer Bereitschaft wachsen muss, du musst nur erreichbar sein und in der lage binnen "x-Minuten" am Dienstort auf zu schlagen.


Tja, und was ist, wenn man es nicht schafft, innerhalb von x Minuten gepflegt und ausgeruht am Einsatzort zu sein? Soll ich sofort um 3 los stürmen und dort im Catweazle-Style auftauchen? Wenn man 5 Minuten entfernt wohnt, mag das gehen. Aber nicht wenn man außerhalb wohnt. Nicht umsonst hat man bei der Bahn die Bereitschaft am Einsatzort. Vergiss nochmals bitte nicht, dass eine Bereitschaft oft auch recht kurzfristig eingesetzt werden muss. Da bringt esnichts, wenn Su erst noch angefahren kommst.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


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Urban Priol

Re: Was wollt ihr denn?

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 09.07.19 20:36

Murrtalbahner schrieb:
BR146106 schrieb:
Warum verändert man nicht die Vergabebedingungen entsprechend ist diese Richtung, damit so etwas eben nicht passieren kann, das es Gewinner gibt, wo von Anfang an klar ist, das deren Konzept nicht klappen kann?
Moin Carsten,

die Anwälte dürften sich die Händereiben über die Auslegungsstreitigkeiten von Konzepten, die nicht klappen können oder eben doch. Siehe die DB, die bei der Ausschreibung gegen klar definierte Kriterien verstoßen hat und trotzdem noch gegen den Ausschluss geklagt hat.
Ja und? Das ist ein Grundrecht in einem Rechtsstaat, eine solche Entscheidung durch ein Gericht auf ihre Rechtmäßigkeit überprüfen zu lassen. Und das Gericht hat die Entscheidung von Baden-Württenberg, die DB bei der Vergabe auszuschließen bestätigt. Das OLG hat mit seinem Urteil die Wirksamkeit von Bedingungen, Reglementierungen etc. in den Auschreibungsunterlagen bestätigt. Man kann also sehr wohl betriebliche Anforderungen (keine Kurzwenden, Personalpuffer XY%) in der Ausschreibung als harte wirksame Bedingung festschreiben. Genau darum ging es mir in meiner Kritik.

Re: Ziel ist ínsgeheim die Landesbahn BW

geschrieben von: M 262

Datum: 09.07.19 22:03

ThomasR schrieb:
(...) Das Gerede vom Umsteigen des Lokführers oder der Fahrgäste an der Landesgrenze ist dummes Gebabbel, aus welchen Gründen auch immer gesagt. Der Lokführer hat eine Fahrerlaubnis für Deutschland, eine Baureihenberechtigung und Streckenkenntnis. Damit darf er fahren.
Junge, du hast überhaupt keine Ahnung, nach welchen Regeln hierzulande heutzutage Eisenbahn funktioniert.

Re: [BW] - Land finaziert "Stand by Lokführer"

geschrieben von: Sangerhsn

Datum: 09.07.19 22:15

Das gefällt mir. Ordentlich Kohle kassieren, und nicht arbeiten. Und kein Ärger mit BFällen. Und wenn dann mal was kommt, wird man sich schon rausreden können wegen Alk - Landrücken lässt grüßen

Re: Richtig machen

geschrieben von: Tf a.D.

Datum: 09.07.19 22:24

Traumflug schrieb:
Staatsbahn schrieb:
Warum stellt man denn nicht alle Fahrpersonale gleich direkt beim Land an?
Weil dann der Wettbewerb weg fällt. Ohne Wettbewerb haben die Menschen keinen Ehrgeiz. Ohne Ehrgeiz werden Menschen faul. Faule Menschen sind teuer und unzuverlässig.

Ein Preis-Wettbewerb ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit, Ehrgeiz auszulösen. Aber eine, die in unserem aktuellen Gesellschafts-Selbstverständnis relativ gut funktioniert.
Wettbewerb bitte auch bei Polizei und Feuerwehr, Finanzamt und so weiter. Alles faule Menschen ohne Ehrgeiz.

Re: Richtig machen

geschrieben von: Tf a.D.

Datum: 09.07.19 22:49

Es gab einmal eine Zeit, da haben Arbeitgeber Beschäftigte als ihr hohes Gut angesehen. Es wurden extra Wohnsiedlungen errichtet, Erholungsheime gegründet, Pensionskassen eingeführt, Betriebskindergärten vorgehalten und vieles mehr. Selbst für deren Angehörige wurde gesorgt. Selbst gegenüber pensionierte Senioren verspürten die Unternehmen eine gewisse Fürsorgepflicht. Man war stolz auf Tradition. Und heute? Personal ist nur noch ein unliebsamer Kostenfaktor mit dem bei Ausschreibungen gepokert wird. Ich sehe es mit Freuden, wenn diese "Geiz ist Geil Methoden", andere sagen "Wettbewerb", langsam scheitern.

Oha... falscher Minister.

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 09.07.19 23:33

märchenerzähler schrieb:
Auch von Herrmann, der ja dies als erster Verbreitete...
...vor dem Hintergrund das damals Herrmann groß tönte...
Dazu hat Herrmann mehrmals lautstark gejubelt...

Hallo,

Herrmann war aber der bayerische Verkehrsminister. Falls der in Baden-Württemberg gemeint ist: der heißt seit immerhin 8 Jahren Hermann.

Viele Grüße

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-von-der-Leyen.jpg

Re: Was wollt ihr denn?

geschrieben von: dt8.de

Datum: 10.07.19 00:26

Bronnbach Bhf schrieb:
Ja und? Das ist ein Grundrecht in einem Rechtsstaat, eine solche Entscheidung durch ein Gericht auf ihre Rechtmäßigkeit überprüfen zu lassen. Und das Gericht hat die Entscheidung von Baden-Württenberg, die DB bei der Vergabe auszuschließen bestätigt. Das OLG hat mit seinem Urteil die Wirksamkeit von Bedingungen, Reglementierungen etc. in den Auschreibungsunterlagen bestätigt. Man kann also sehr wohl betriebliche Anforderungen (keine Kurzwenden, Personalpuffer XY%) in der Ausschreibung als harte wirksame Bedingung festschreiben. Genau darum ging es mir in meiner Kritik.
Nicht ganz richtig, Gerichte entscheiden nur Einzelfälle.
Hier hat das Gericht entschieden, dass die Kriterien in diesen Ausschreibungen so zulässig waren. Daraus kann man nicht schließen, dass jede Anforderung als Bedingung zulässig ist. Es gibt nämlich auch genug Bedingungen, aufgrund derer Ausschreibungen schon als unzulässig erklärt wurden.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: Oha... falscher Minister.

geschrieben von: dt8.de

Datum: 10.07.19 00:29

Hallo,

Der Zeuge Desiros schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Auch von Herrmann, der ja dies als erster Verbreitete...
...vor dem Hintergrund das damals Herrmann groß tönte...
Dazu hat Herrmann mehrmals lautstark gejubelt..
Herrmann war aber der bayerische Verkehrsminister. Falls der in Baden-Württemberg gemeint ist: der heißt seit immerhin 8 Jahren Hermann.

Herrmann war in Bayern Innenminister, nicht Verkehrsminister. Allerdings ist in Bayern der Innenminister für den Verkehr zuständig, insofern nicht ganz falsch.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)


Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: De David

Datum: 10.07.19 01:24

Um 4 Uhr bin ich so gut wie nie wirklich dienstfähig... das könnte ich in den lezten Jahren an 2 Händen abzählen. Aber wenn es sein muss muss es halt sein, das muss man als Lokführer halt können, zu jeder noch so unmöglichen Zeit die geforderte Leistung bringen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Ziel ist ínsgeheim die Landesbahn BW

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 10.07.19 08:29

ThomasR schrieb:
Der Lokführer hat eine Fahrerlaubnis für Deutschland, eine Baureihenberechtigung und Streckenkenntnis. Damit darf er fahren.
Darf ich dich bei der nächsten EBA-Kontrolle zitieren? Lockert die Stimmung bestimmt ungemein auf...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Brennersee

Datum: 10.07.19 09:45

Da gebe ich dir vollkommen Recht. Du musst um 4 Uhr genauso dienstfähig sein, wie 22 Stunden später um 2 Uhr in der Nacht.

Denkst Du drüber nach was Du schreibst?

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: E44

Datum: 10.07.19 12:43

Der Bahnbetrieb wird ausgeschrieben , Dazu gehört dass der Anbieter das nötige Personal stellt. Oder will das Land in Zukunft auch Ersatzpiloten einstellen wenn die Lufthansa Personalprobleme hat?

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: D 2027

Datum: 10.07.19 13:32

Brennersee schrieb:
An wirklich erholsamen Schlaf ist da nicht mehr zu denken. Mache den den Dienst mal ein paar Monate, dann reden wir weiter.
Seltsam, es gibt Menschen bei der Eisenbahn die machen solche Dienste schon Jahrzehnte. Deren Dienstbezeichnung ist u.a. Notfallmanager oder Signaltechniker. Und auch außerhalb der Eisenbahn sind solche Arbeitsbedingungen durchaus nicht selten anzutreffen; was glaubst Du wohl wie der ärztliche Notdienst auf dem Land oder der städtische Bauhof organisiert ist? Alles Arbeitnehmer wie Du und ich, die - vorsicht jetzt wird es ganz doll - solche Rufbereitschaftsdienste normalerweise sage und schreibe eine Woche am Stück - in der man auch noch nüchtern bleiben muss; das ist wirklich Sch.... - machen.

Nur einige wenige Mitarbeiter einer ganz besonders vermeintlich privilegierten Berufsgruppe hier in unserem Forum sind angeblich nicht dazu in der Lage weil sie ständigen "Druck vor dem Anruf" im Kopf haben... wirklich seltsam! Wobei das mit dem Druck im Kopf glaube ich bei denen gern...

Erik

P.S. Ach ja, die Bestatter die morgens um drei zum PU kommen arbeiten auch so und haben vorher ganz normal im Bett gelegen! Ohne Druck im Kopf...

"Der Bierzeltfrosch hört gern Ernst Mosch und sagt zu seiner Fröschin: Wenn Du Durst hast, lösch ihn!"

Wiglaf Droste (1961 - 2019)

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 10.07.19 13:38

D 2027 schrieb:
Brennersee schrieb:
An wirklich erholsamen Schlaf ist da nicht mehr zu denken. Mache den den Dienst mal ein paar Monate, dann reden wir weiter.
Seltsam, es gibt Menschen bei der Eisenbahn die machen solche Dienste schon Jahrzehnte. Deren Dienstbezeichnung ist u.a. Notfallmanager oder Signaltechniker. Und auch außerhalb der Eisenbahn sind solche Arbeitsbedingungen durchaus nicht selten anzutreffen; was glaubst Du wohl wie der ärztliche Notdienst auf dem Land oder der städtische Bauhof organisiert ist? Alles Arbeitnehmer wie Du und ich, die - vorsicht jetzt wird es ganz doll - solche Rufbereitschaftsdienste normalerweise sage und schreibe eine Woche am Stück - in der man auch noch nüchtern bleiben muss; das ist wirklich Sch.... - machen.

Nur einige wenige Mitarbeiter einer ganz besonders vermeintlich privilegierten Berufsgruppe hier in unserem Forum sind angeblich nicht dazu in der Lage weil sie ständigen "Druck vor dem Anruf" im Kopf haben... wirklich seltsam! Wobei das mit dem Druck im Kopf glaube ich bei denen gern...

Erik

P.S. Ach ja, die Bestatter die morgens um drei zum PU kommen arbeiten auch so und haben vorher ganz normal im Bett gelegen! Ohne Druck im Kopf...
Wofür gibt es gleich noch mal Tarifverträge und Arbeitszeitgesetze für Fahrpersonale?

Wer schreibt, der bleibt - wer es lesen muss, bleibt länger!

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: D 2027

Datum: 10.07.19 13:46

Christian Snizek schrieb:
Wofür gibt es gleich noch mal Tarifverträge und Arbeitszeitgesetze für Fahrpersonale?
Weiss ich nicht, alle anderen angeführten Berufe haben garantiert (die haben mit Sicherheit noch nicht einmal Arbeitsverträge) auch keine und können damit gut leben. Das ist halt so in unserem Land, dass solch tolle Erungenschaften nur ganz besondere Personen genießen.

Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

Erik

P.S. Kleiner Tip: Tarifverträge kann man entsprechend aushandeln, an Rufbereitschaftsdienste anpassen und es gibt viele Möglichkeiten diese arbeitszeitgesetzkonform zu formulieren. Aber in unserem Fall dürfte das eher mal wieder wie jedes Mal eine Sache des Wollens sein...

"Der Bierzeltfrosch hört gern Ernst Mosch und sagt zu seiner Fröschin: Wenn Du Durst hast, lösch ihn!"

Wiglaf Droste (1961 - 2019)
Moin,

kann man doch durchaus machen, auch ohne Anstoß vom Land. Aber auf diese Idee kommt ja nicht, weil Sie Geld kostet. Auf der anderen Seite, hat man gerade in NRW, auch selber eine gewisse Schuld zu tragen, da es so gewollt war, das die Mitarbeiter unflexibler werden.

gruß carsten

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: De David

Datum: 10.07.19 14:28

Ja und? Wo ist das problem? Man kann sich ja auch mittags nochmal hinlegen, wenn bis 12 kein Anruf gekommen ist.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 10.07.19 14:29

D 2027 schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Wofür gibt es gleich noch mal Tarifverträge und Arbeitszeitgesetze für Fahrpersonale?
Weiss ich nicht, alle anderen angeführten Berufe haben garantiert (die haben mit Sicherheit noch nicht einmal Arbeitsverträge) auch keine und können damit gut leben. Das ist halt so in unserem Land, dass solch tolle Erungenschaften nur ganz besondere Personen genießen.

Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

Erik

P.S. Kleiner Tip: Tarifverträge kann man entsprechend aushandeln, an Rufbereitschaftsdienste anpassen und es gibt viele Möglichkeiten diese arbeitszeitgesetzkonform zu formulieren. Aber in unserem Fall dürfte das eher mal wieder wie jedes Mal eine Sache des Wollens sein...
Was andere haben und was nicht, interessiert hier erst mal niemand. Mach dich mal bitte schlau über so Kleinigkeiten wie "max. Dienstlänge/Schichtlänge" oder "Lenk- und Ruhezeiten" um nur mal zwei Beispiele aufzuführen. Das was du verlangst ist im Prinzip nichts anderes als personalseitige Ausbeute oder moderne Sklaverei, da kannst dich mit "User David" zusammentun und ihm die Hände schütteln. Es gibt schlicht (Bundes-)Gesetze, die unumgänglich einzuhalten sind und mit einer (Telefon-)Bereitschaft ab 04.00 h am Morgen und einem anschl. Fahrdienstauftrag ab 15.00 h bis 01.00 h sprengst alles bisher Dagewesene. Ich möchte nicht in der Haut des Kollegen stecken, wenn es da zu einem Signalfall kommt oder muss ich jetzt die Erinnerung von Mannheim von vor ein paar Jahren zurückholen (auch wenn da noch andere Umstände eine Rolle spielten)?

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: De David

Datum: 10.07.19 14:40

Wenn in den Bedingungen zum Job steht daß man binnen einer festgelegten Zeit am Dienstort sein muss, dann ist das so. Wenn mans nicht auf die Reihe bekommt, gibt's halt beim wiederholten male vom Chef eine ins Genick, wie überall auch sonst wenn man dauernd zu spät zur Arbeit kommt.

Es geht ja drum daß der Zug nicht ausfällt, mehr nicht, ob du da voll verpennt mit falschrum anlegtem Hemd und offenem Hosenstall aufschlägst, ist doch egal, du sollst so schnell es geht auf den Karren hocken und fahren, mehr verlangt niemand.

Und wenn man nicht eingesetzt wird, ist die Zeit ja nicht verloren, man kann daheim alles mögliche machen und hat dann am freien Tag nichts mehr zu tun und mehr Zeit. Ich weiß ja nicht wie unkreativ andere leite sind, aber ich kann mich daheim ewig beschäftigen (auch weil ich vor lauter normaler Arbeit kaum zu was komme und überall angefangene Sachen rum liegen), wenn dir zeit dann auch noch bezahlt wird, umso besser.

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Brennersee

Datum: 10.07.19 14:58

Nach fast dreißig Jahren im Wechseldienst mit unzähligen Bereitschaften, bei denen oft genug das einzige was mit der Ursprungsschicht übereinstimmte das Datum war, hab ich solche Kommentare nicht mehr nötig.

D 2027 schrieb:

Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!


Danke, das war's für mich in der Diskussion.

P.S.: Nein ich ich hab keine dünne Haut, und ja, ich mache meine Arbeit trotz aller Unwägbarkeiten immer noch gerne.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: De David

Datum: 10.07.19 15:01

@D 2070, manche stellen sich halt einfach an... arbeiten bei der Eisenbahn und hätten am liebsten jeden Tag Büroarbeitszeiten...

Anderswo gibt's volle 24h Bereitschaften, d.h. sobald das Telefon klingelt geht's los mit der Arbeit, ohne wenn und aber. Klappt auch.

Und das Gesetz interessiert in dem Fall nicht, da es nur Arbeitszeit begrenzt in der auch richtig gearbeitet wird, weswegen die Eisenbahnen ja die Künststückchen mit "Schutzwürdiger Arbeitszeit" und AU / TU (Arbeits- / Tätigkeits-unterbrechung) macht, um Schichten weit über den Grenzen des Arbeitszeitgesetztes basteln zu können, wo man zwar 13h Dienst hat aber nur 8 davon arbeitet.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Schliesse mich an - habe fertig.

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 10.07.19 15:14

Brennersee schrieb:
Nach fast dreißig Jahren im Wechseldienst mit unzähligen Bereitschaften, bei denen oft genug das einzige was mit der Ursprungsschicht übereinstimmte das Datum war, hab ich solche Kommentare nicht mehr nötig.

D 2027 schrieb:
Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!


Danke, das war's für mich in der Diskussion.

P.S.: Nein ich ich hab keine dünne Haut, und ja, ich mache meine Arbeit trotz aller Unwägbarkeiten immer noch gerne.
No further Text.

Wer schreibt, der bleibt - wer es lesen muss, bleibt länger!

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 10.07.19 15:40

De David schrieb:
@D 2070, manche stellen sich halt einfach an... arbeiten bei der Eisenbahn und hätten am liebsten jeden Tag Büroarbeitszeiten...

Anderswo gibt's volle 24h Bereitschaften, d.h. sobald das Telefon klingelt geht's los mit der Arbeit, ohne wenn und aber. Klappt auch.

Und das Gesetz interessiert in dem Fall nicht, da es nur Arbeitszeit begrenzt in der auch richtig gearbeitet wird, weswegen die Eisenbahnen ja die Künststückchen mit "Schutzwürdiger Arbeitszeit" und AU / TU (Arbeits- / Tätigkeits-unterbrechung) macht, um Schichten weit über den Grenzen des Arbeitszeitgesetztes basteln zu können, wo man zwar 13h Dienst hat aber nur 8 davon arbeitet.


Ich hab es schon einmal geschrieben: bewirb dich bitte bitte bitte, anstatt hier nur zu schreiben. Leute wie dich wünscht sich jeder AG.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 10.07.19 15:50

D 2027 schrieb:
[
Nur einige wenige Mitarbeiter einer ganz besonders vermeintlich privilegierten Berufsgruppe hier in unserem Forum sind angeblich nicht dazu in der Lage weil sie ständigen "Druck vor dem Anruf" im Kopf haben... wirklich seltsam! Wobei das mit dem Druck im Kopf glaube ich bei denen gern...

Erik



Ich glaube eher den Druck im Kopf hast Du! Oder ist es doch die zu dünne Luft auf deinem Deich?

Ein Nmg geht am Tage seiner gewöhnlichen Az nach. Abends lümmelt er auf der Couch und geht schlafen. Im Falle eines Einsatzes bleibt die Büroarbeit liegen, oder er muss für ein paar Stunden raus. Er muss dann bei Einsatz am Abend auch keine 10 oder 12 Stunden weiter fahren. Ich war ja nun schon bei einigen Einsätzen mit Hilfszug/Gerätewagen, wo auch ein Nmg im Einsatz war. Die haben sich dann bei länger dauernden Einsätzen auch abgelöst.
Wenn ich jetzt vergleiche, 12 Stunden Fahrdienst nach bereits 10 Stunden Rufbereitschaft hellwach abzuleisten, oder 6 Stunden als Nmg bei einem Einsatz daneben zu stehen und ggf. Anweisungen zu geben, da ist letzterer Job schon angenehmer.
Zudem, Du hast es bereits erwähnt, wechseln die Rufbereitschaften jede Woche. Bei den Tf reden wir von Dauerzustand.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.19 15:51.

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Tf a.D.

Datum: 10.07.19 16:33

Volle Zustimmung Kabelcontainer,

wie dumpf diese gewünschte Vorgabe ist, mag man sich vor Augen führen, indem man sich vorstellt, ein Pilot hätte 24 h Rufbereitschaft um dann gegen Ende einen zehnstündigen Transatlantikflug zu starten. Selbst bei der Vorstellung mit einem Busfahrer würde ich ungern als Passagier Platz nehmen.

Zudem muss man zwischen Rufbereitschaft und Dienstbereitschaft unterscheiden. Wie oft dauerte es Stunden, bis Fahrgäste aus einem liegengebliebenen Zug auf elektrifizierter Strecke evakuiert werden konnten, weil der Notfallmanager erst nach x Stunden eintraf? Rufbereitschaft bringt bei den angesprochenen Problemen gar nichts. Nur Dienstbereitschaft.

Ich hatte früher gelegentlich Dienstbereitschaft. 30 Jahre her...
Wenn die sich ereignislos dem Ende näherte, fragte man ein, zwei Stunden vor geplanten Dienstende den Lokleiter, ob man gehen kann, wenn sich keine Schicht mehr im Zeitrahmen anbieten konnte. Überstunden hatten wir auch damals zu Genüge.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.19 16:36.

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 10.07.19 18:30

Tf a.D. schrieb:
Volle Zustimmung Kabelcontainer,

wie dumpf diese gewünschte Vorgabe ist, mag man sich vor Augen führen, indem man sich vorstellt, ein Pilot hätte 24 h Rufbereitschaft um dann gegen Ende einen zehnstündigen Transatlantikflug zu starten. Selbst bei der Vorstellung mit einem Busfahrer würde ich ungern als Passagier Platz nehmen.
Aber bei Unfallchirurgen bzw. Ärzten allgemein war/ist genau das Realität...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 10.07.19 18:36

Matthias Muschke schrieb:
Tf a.D. schrieb:
Volle Zustimmung Kabelcontainer,

wie dumpf diese gewünschte Vorgabe ist, mag man sich vor Augen führen, indem man sich vorstellt, ein Pilot hätte 24 h Rufbereitschaft um dann gegen Ende einen zehnstündigen Transatlantikflug zu starten. Selbst bei der Vorstellung mit einem Busfahrer würde ich ungern als Passagier Platz nehmen.
Aber bei Unfallchirurgen bzw. Ärzten allgemein war/ist genau das Realität...

MfG

Was bei diesen Berufsgruppen nicht weniger Riskant ist.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Stimmt,

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 10.07.19 20:13

Der Zeuge Desiros schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Auch von Herrmann, der ja dies als erster Verbreitete...
...vor dem Hintergrund das damals Herrmann groß tönte...
Dazu hat Herrmann mehrmals lautstark gejubelt...
Hallo,

Herrmann war aber der bayerische Verkehrsminister. Falls der in Baden-Württemberg gemeint ist: der heißt seit immerhin 8 Jahren Hermann.
Guten Tag Heiko,

stimmt ich hab den Namen leider falsch geschrieben aber zum einen geht es in dem Beitragsfaden um Baden-Württemberg, zum zweiten gibt es in Bayern ähnliche Probleme beim Tf-Mangel.

Noch etwas für die Wettbewerbsjünger.
Schaut mal in Länder wo der Ragional- und Nahverkehr funktioniert.
Dort gibt es keinen Wettbewerb. Dort fahren die Staatsbahnen diese Leistungen und es läuft trotzdem nicht nur auf dem Papier sondern auch in der Realität. Gut der Betrieb wird wahrscheinlich etwas teurer sein aber dort haben die Leute vielleicht ein Gespür für preiswert und müßen nicht auf Teufel komm raus nur mit Geiz ist Geil aggieren. Bisher gibt es dort auch keine so gravierenden Personalnöte wie hierzulande.

märchenerzähler

Tja,

geschrieben von: D 2027

Datum: 10.07.19 23:32

dann muss ich mich wohl doch noch mal bei dem Verkehrsunternehmen der nächstgrösseren Stadt erkundigen ob solche Zustände da wirklich vorherrschen. Also ob man da tatsächlich Rufbereitschaften einsetzt und trotzdem Arbeitszeitgesetze und Tarifverträge einhält? Oder ob es sein kann, dass diese Rufbereitschaften daheim auch während ihres "Dienstes" schlafen dürfen, bezahlt werden und beim wirklichen Einsatz dann den vollen Stundenlohn erhalten? Irgendwie glaube ich nach den vielen Wortmeldungen hier auch nicht, dass es möglich ist bis zum Eintreffen der Rufbereitschaft die Dienstpläne bereits anwesender Fahrer anzupassen, durchzuschieben und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Rufbereitschaft nur die gesetzlich zulässige Zeit fährt, bei Erreichen derer die Tätigkeit beendet und erst nach Ablauf der Ruhezeit - auch wenn es dann evtl. ein paar Stunden mal keine Rufbereitschaft mehr gibt - wieder eingesetzt werden darf.

Man sollte auch mal nachfragen ob es Mitarbeiter gibt, denen dieses Arbeitszeitmodell recht gut zu ihrer Lebensgestaltung passt, und ob es zur Zufriedenheit der Mitarbeiter beiträgt, dass Chef und Werkstattleiter auch solche Dienst übernehmen. Fühlen sich die Fahrer tatsächlich als 365/24 Rufbereitschaftssklaven oder machen sie dass gemischt mit "normalen" Diensten nur ein paar Tage im Jahr um danach Freizeit und (unwahrscheinlich) Urlaub zu geniessen? Ja, das werde ich umgehend tun.

Nein besser nicht. Nach Ansicht nicht unerheblicher Teile der hier schreibenden Funktionselite, kann es gar nicht sein, dass die Möglichkeit solch einer Dienstgestaltung existiert. Dass man mit engagierten Mitarbeitern und Flexibilität durchgehend gute Leistungen bringen kann ohne gleichzeitig unwirtschaftlich zu sein und sich dieses Modell auch - wenn vielleicht auch nicht ganz zu 100% - auf die Eisenbahn übertragen lässt. Also lasse ich die Nachfragerei lieber und wundere mich darüber, dass die Busse eigentlich sehr zuverlässig fahren und man sogar, wenn DB Regio mal wieder versagt hat, in der Lage ist innerhalb von relativ kurzer Zeit einen Busnotverkehr bereitzustellen. Da werden sicher überirdische Kräfte am Werk sein...

Ach was bin ich froh via DSO wieder gelernt zu haben was alles nicht geht wenn man nur nicht will. Da muss man wenigstens nicht die Realität bemühen...

Erik

P.S: Noch was grundsätzliches: mir persönlich geht die ganze Personalknappheit mittlerweile völlig am A.... vorbei. Bei Terminen bei denen ich pünktlich oder zuverlässig irgendwo sein muss, nehme ich in D schon seit langem nicht mehr die Dienste der Eisenbahn in Anspruch. Bei meinen Spassfahrten hingegen habe ich Zeit und bekomme bei Nichterscheinen eines Gesellen der fahrenden Zunft 25, 50 oder sogar 100% (Reise ist sinnlos geworden) des Fahrpreises zurück. Ggf. zusätzlich gerne noch ein nettes Hotel, gut es ist nicht immer der europäische Hof, aber der Standard ist normalerweise sehr ordentlich. Also liebe frustiert, kleingeistigen DSO-Lokführer: macht weiter so! Mir gefällts und es ist ja auch nicht mein Arbeitsplatz, der dann vielleicht doch mal irgendwann gefährdet wird wenn sich die Zeiten ändern. Den anderen hingegen, die sich tagtäglich um die Kundschaft bemühen und mit noch vorhandener Berufsehre gute Arbeit leisten und auch mal etwas mehr tun als unbedingt vorgeschrieben sei an dieser Stelle einmal herzlich gedankt. Sie sind nämlich nach wie vor die Mehrheit!

P.P.S. Bei genauer Betrachtung leidet eben dem Fahrgast sonst eigentlich nur das EVU am bestehenden Personalmangel. Man muss nicht nur a) Pönalen zahlen sondern kann b) die ganzen nölenden Minderleister nicht einfach rauschmeissen, wie das in jedem normalen Betrieb der Fall wäre.

"Der Bierzeltfrosch hört gern Ernst Mosch und sagt zu seiner Fröschin: Wenn Du Durst hast, lösch ihn!"

Wiglaf Droste (1961 - 2019)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.19 23:59.

Re: Tja,

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 11.07.19 08:39

Weiß man nicht mehr weiter, wird man dann halt gehässig, vielleicht noch beleidigend, stimmts? Nochmals, es gibt Gesetze und Tarifverträge, an die sich alle halten müssen. Es gibt Berufe, für die gelten dann wieder andere Regelungen.

Deine dreckige Unterstellung, den Lokführern würde die Kundschaft am Allerwertesten vorbeigehen, ist einfach nur Boshaftigkeit, Verbitterung, oder einfach nur Dummheit. Nicht alle, aber sicher die meisten, zeigen schon genug Einsatz und Flexibilität, ohne dass Du es mitbekommst. Dienste auf Ruhetagen, Ruhewochenende verschieben, oder freiwillige Dienstverlängerungen von 2, 3 oder 4 Stunden sind kleingeistig? Keine gute Arbeit? Du hast echt Ahnung. Hier im Forum kann man sich mal richtig auskotzen, richtig?

Natürlich gibt es auch eine Flexibilität, ähnlich dieser Rufbereitschaften. Und zwar wenn Personale, egal ob nun DB Cargo oder Privat, in Hotels übernachten und der abzulösende Zug kommt 2, oder 3 h später. Dann kann man ggf. nochmal 3h weiterschlafen, ggf. in Ruhe frühstücken oder in die Stadt. Wir reden da aber von einem überschaubaren Rahmen, die Zeitspanne und Ende ist vorhersehbar. Anders bei der Rufbereitschaft.
Deine genannten Busfahrer werden auch nicht ihre 8h fahren und dann plötzlich im Falle eines SEV nochmals 5h fahren.

Deine eigene Kleingeistigkeit lässt dich anscheinend denken, dass man nur gute Arbeit leistet und Berufsehre hat, wenn man stets rund um die Uhr für alle zur Verfügung steht.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: Tja,

geschrieben von: D 2027

Datum: 11.07.19 12:08

Kabelcontainer schrieb:
Nochmals, es gibt Gesetze und Tarifverträge, an die sich alle halten müssen. Es gibt Berufe, für die gelten dann wieder andere Regelungen.

Und Jahwe sagte zu Claus: "Steig nun zu mir auf den Berg herauf und bleib dort, damit ich dir die Steintafeln geben kann, auf die ich das Gesetz und die Gebote für die Unterweisung Deiner getreuen Herde geschrieben habe." Steht so oder so ähnlich im 2. Buch Mose, 31. Kapitel, 18. Vers. Seit diesen Tagen sind sämtliche Gesetze und Tarifverträge in Stein gemeisselt...

Ach, vergiß es einfach. Die Eisenbahn ist so anders und so besonders, dass unmöglich irgend etwas aus anderen Bereichen der Wirtschaft bewährtes adaptiert werden kann. Ich hab es jetzt eingesehen und der Erfolg gibt ihr ja auch tagtäglich Recht...

Gruss nach vorgestern

Erik

"Der Bierzeltfrosch hört gern Ernst Mosch und sagt zu seiner Fröschin: Wenn Du Durst hast, lösch ihn!"

Wiglaf Droste (1961 - 2019)

Re: Tja,

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 11.07.19 12:48

Ich als Heide kann dann nur sagen, dass Gott Dir dabei verhelfen mag, von deinem Arroganten Ross herunterzukommen.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: Die Decke ist zu klein

geschrieben von: Tf a.D.

Datum: 11.07.19 15:55

Kabelcontainer schrieb:
Matthias Muschke schrieb:
Tf a.D. schrieb:
Volle Zustimmung Kabelcontainer,

wie dumpf diese gewünschte Vorgabe ist, mag man sich vor Augen führen, indem man sich vorstellt, ein Pilot hätte 24 h Rufbereitschaft um dann gegen Ende einen zehnstündigen Transatlantikflug zu starten. Selbst bei der Vorstellung mit einem Busfahrer würde ich ungern als Passagier Platz nehmen.
Aber bei Unfallchirurgen bzw. Ärzten allgemein war/ist genau das Realität...

MfG
Was bei diesen Berufsgruppen nicht weniger Riskant ist.
24 h Dienstbereitschaft am Arbeitsplatz mit Ruhezimmer und Bett. (Meine Frau arbeitet zufällig im Krankenhaus). Das ist was anderes als 24 Rufbereitschaft zu Hause. Und er kann OP's ablehnen. Da geht es dann nur um Entscheidungen, nicht groß handwerkliche Tätigkeit. Also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ihr verwechselt immer Dienstbereitschaft mit Rufbereitschaft.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 15:57.

Re: Richtig machen

geschrieben von: Michael Meyer

Datum: 13.07.19 11:23

Traumflug schrieb:
Weil dann der Wettbewerb weg fällt. Ohne Wettbewerb haben die Menschen keinen Ehrgeiz. Ohne Ehrgeiz werden Menschen faul. Faule Menschen sind teuer und unzuverlässig.

wer hat dir denn diesen Stuss erzählt? Bei der Bundesbahn haben wir uns ein Bein ausgerissen, Tausende von Überstunden gemacht und sind vom Mittagstisch zur Arbeit gefahren, wenn die Lokleitung um Hilfe gerufen hat. Alles im Bewusstsein, dass die nächste Beförderung Ewigkeiten entfernt war und ganz ohne Wettbewerb.
Mitarbeiter werden faul, wenn die Wertschätzung des Arbeitgebers fehlt.