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Re: GoA 5 ?

geschrieben von: bjoern

Datum: 09.07.19 13:32

nozomi07 schrieb:
JoergAtDSO schrieb:
GoA 5 müsste man also erst daher mal definieren: Wie wär es, auch noch den Fahrdienstleiter entfallen zu lassen?

Gruß Jörg
Ich dachte, da entfallen dann die Fahrgäste...
Na gut, lasst OSI Schicht 8 entfallen, dann sind alle Bahnprobleme gelöst.

Keine Fahrgäste, keine Tf, keine Fdl, keine defekten, unvollständigen Züge, überhaupt kein Verkehr. Besser als stillgelegt geht nicht.

"HEY! HINTER DIR, EIN DREIKÖPFIGER AFFE!"

Seltsame Diskussion

geschrieben von: manuelberlin

Datum: 09.07.19 13:56

Hallo zusammen,

ich finde es sehr seltsam, aber auch wieder DSO-typisch, dass hier seitenweise über Autonomes Fahren, über Lokführerausbildung und alles mögliche diskutiert wird, nur nicht über das eigentliche Thema.

Das Thema Autonomes Fahren ist doch eine reine Nebelkerze.

Die eigentliche Aussage dahinter ist doch "wir wollen weiterhin den ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern nicht besser finanzieren und sehen keinen Bedarf, hier etwas zu ändern."

Umgekehrt verschleudert Mecklenburg-Vorpommern weiterhin Millionensummen, um sinnloserweise sechs Verkehrsflughäfen zu betreiben (man muss wissen, dass "Verkehrsflughafen" eine Kategorie ist, die sich auf die Ausstattung und den Servicegrad bezieht. Die nächst niedrigere Kategorie ist "Verkehrslandeplatz", was für den Geschäftsflugverkehr üblich und angemessen ist). Selbst wohlhabende Flächenländer wie Bayern oder Baden-Württemberg leisten sich nur je drei Plätze der Kategorie "Verkehrsflughafen".

Dafür ist aber offensichtlich in MV Geld vorhanden. Eine völlig fehlgeleitete Politik.

Viele Grüße
Manuel
Ruhrpottfahrer schrieb:
Moin,

statt soviel Unsinn von sich zu geben (und direkt ausgebremst zu werden durch offensichtliches Unwissen), sollte der Typ
vielleicht mal Sorge dafür tragen, daß sich die Bahnen nicht mehr den Luxus leisten können und Bewerber gar nicht erst annehmen, weil sie z.B. zu alt sind! Wer heute mit Ü50 eine Bewerbung an die zahlreichen Bahnunternehmen wendet, kann auch gleich die Wand damit tapezieren! Ich kenne mehrere Fälle, wo jemand mit knapp über 50 und gesundheitlichem Topzustand sich als TF-Quereinsteiger
beworben hat! Einmal sogar bei einer der sogenannten Jobbörsen direkt bei einem Personalverantwortlichen.
Dieser sagte unverblümt: "Die Chefetage will Bewerber Ü50 nicht berücksichtigen, die könnten dauerhaft krank werden oder ausfallen!", der Einwand, daß die Kinder erwachsen sind, man sozial gefestigt ist und gesundheitlich top fit ist, war dem Personaler offiziell egal (hinter vorgehaltener Hand wurde aber bestätigt, daß das Schwachsinn sei!).

Das gleiche bei anderen Personalbereichen bei Bahnens. Da wird einem Bewerber gesagt, daß sein BMI ein bisschen zu hoch sei, um
Zugbegleiter im FV zu werden. Hallo? Wenn ich sehe, was für teilweise extreme Körperformen im Eisenbahnwesen unterwegs sind,
dann frage ich mich, wie die jemals ihren Gesundheitscheck geschafft haben! Einmal schnell durch den Zug gehen und schon total aus der Puste! Nicht falsch verstehen, der ein oder andere kann nix für seine Leibesfülle, aber daß das ein Einstellungskriterium ist, ist ein Witz! Denn solange man durch den Zug kommt, ist das doch kein Problem oder?

Meines Erachtens ist das Jobbild bei der Eisenbahn durch die Politik massiv in Verruf geraten!
Lokführer sind nur Knöpfchendrücker, Zugbegleiter schaukeln nur ihre "Nüsse" durch die Gegend während sie im Dienstabteil rumlungern, Fahrdienstleiter haben nix zu tun, macht alles der Computer etc.... (ich weiß daß es völlig anders ist!)
Dazu noch eine schlechte Bezahlung und Schichtdienste die der Computer höchst effizient zurechtbastelt, als wäre der Mitarbeiter
eine Maschine die nie Pausen braucht!
DA muss eingegriffen werden, gerne seitens der Politik! Das aber kostet Geld, ist unpopulär und erzeugt kein großes
Wirtschaftswachstum, mit dem man angeben kann!

Erst wenn die Züge alle stehen bleiben und die nächste Wahl noch mehr nach Rechts geht, weil die Bürger die Schnauze
voll haben von den @#$%& in der Politik, erst dann wird man evtl. darüber nachdenken, daß es keinen Sinn macht nur
der Autolobby den Zucker in den Hintern zu blasen.

Aber da die Deutsche Bank ja nun 18.000 Stellen abbaut (Ankündigung gestern, heute schon erste Kündigungen!), kann man die hochmotivierten Banker ja mal zum arbeiten bekommen und bei den verschiedenen EVU einstellen um die Lücken zu füllen!
Aber das wird nicht klappen, ist ja uncool, den Schlips gegen Arbeitszeug zu tauschen! :):)

In diesem Sinne, jagt die Schwätzer in der Politik endlich zum Teufel und sorgt dafür daß Entscheider auf die richtigen Posten bei den Bahnunternehmen kommen, die Ahnung vom Tagesgeschäft haben und wissen wie man Mitarbeiter motiviert! (man darf doch wohl noch träumen oder? :)).


Gruß

Eric
Die Politiker quasseln halt das nach was ihnen die fähigen DB Manager so erzählen:
[www.zeit.de]
Hier der französische Fahrplan fürs "autonome Fahren":
Railwaygazette
SNCF expects to see ‘semi-autonomous’ trains running on the French rail network by 2020 and fully automatic trains within five years(...)
[www.railwaygazette.com]

Stadler und SBB testeten bereits autonome Funktionen.

Inselstrecken wie die LGV, VDE8, KRM oder einige S-Bahnnetze sind passende Beispiele fürs autonome Fahren. Auf diesen Strecken freigesetzte Lokführer können den Personalmangel in anderen Netzen kompensieren. Seit Jahren wird darüber gerätselt wie der Beruf attraktiver gestaltet werden kann. Mehr Geld löst das Problem nicht und die Arbeitszeiten hängen am Fahrplan. Weniger Arbeitsbelastung erhöht den Personalbedarf. Autonome Züge sind die sinnvollste Variante um Lokführer nicht komplett zu ersetzen, den Personalmangel (und damit Überstunden) dafür deutlich zu reduzieren und noch Taktverdichtungen zu ermöglichen. Zur Überwachung der Bordfunktionen bleibt das bereits vorhandene Zugpersonal.

Ob MV perfekte Startbedingungen für autonome Züge bietet?
Baleine rouge schrieb:
Hier der französische Fahrplan fürs "autonome Fahren":
Railwaygazette
SNCF expects to see ‘semi-autonomous’ trains running on the French rail network by 2020 and fully automatic trains within five years(...)
[www.railwaygazette.com]

Stadler und SBB testeten bereits autonome Funktionen.

Inselstrecken wie die LGV, VDE8, KRM oder einige S-Bahnnetze sind passende Beispiele fürs autonome Fahren. Auf diesen Strecken freigesetzte Lokführer können den Personalmangel in anderen Netzen kompensieren. Seit Jahren wird darüber gerätselt wie der Beruf attraktiver gestaltet werden kann. Mehr Geld löst das Problem nicht und die Arbeitszeiten hängen am Fahrplan. Weniger Arbeitsbelastung erhöht den Personalbedarf. Autonome Züge sind die sinnvollste Variante um Lokführer nicht komplett zu ersetzen, den Personalmangel (und damit Überstunden) dafür deutlich zu reduzieren und noch Taktverdichtungen zu ermöglichen. Zur Überwachung der Bordfunktionen bleibt das bereits vorhandene Zugpersonal.

Ob MV perfekte Startbedingungen für autonome Züge bietet?

Man bin ich blöd. Ich wusste bisher nicht das auf der KRM die Züge autonom fahren, ich @#$%& hab mich immer vorn hingesetzt und an den Hebeln gespielt, ok, bei meiner nächsten Fahrt bin ich dann zwischen Deutz und Frankfurt im Bordbistro beim Kaffeetrinken.
VT605 schrieb:
Man bin ich blöd. Ich wusste bisher nicht das auf der KRM die Züge autonom fahren, ich @#$%& hab mich immer vorn hingesetzt und an den Hebeln gespielt, ok, bei meiner nächsten Fahrt bin ich dann zwischen Deutz und Frankfurt im Bordbistro beim Kaffeetrinken.
Was genau muss man während der Fahrt an den Hebeln spielen? Mir ist unklar, was ein Lokführer da tun muss, was eine Elektronik nicht auch könnte.
Das Problem ist ja nicht mal mehr, daß nicht sein kann, was nicht sein darf, sondern mittlerweile, daß nicht zu sein hat, was man nicht haben will.

Was leider viele übersehen: Die Automatisierung wird weiter fortschreiten. Man kann sich jetzt hinsetzen, beleidigt am Daumen nuckeln oder sich die Ohren zuhalten und laut „LALALA“ singen, wird dann aber von der Entwicklung überrollt werden und jeglichen Einfluß verlieren.
Sinnvoller wäre es, wenn man bereits jetzt seitens der Bahner Gestaltungswillen zeigt, sich zeitig einbringt und eben auch sinnvolle Forderungen stellt, die die Vorteile eben auf beide Seiten verteilen.

M.E. sind Stichbahnen mit nur einer Linie und und Stärken/Schwächen an Unterwegsbahnhöfen gute Beispiele, wo man testweise anfangen könnte – sowohl die Möglichkeiten zu testen, als auf die Tf zu entlasten. Für die Tf ergäben sich damit Möglichkeiten, vom sturen Hin-und-her-pendeln auf einer Linie wegzukommen, durch die Unterstützung der Automatik andere Strecken leichter kennenzulernen und somit Abwechselung in den Alltag zu bringen. Wenn man nicht mehr 3mal am Tag rennt, um einen Tw von der S99 abzuziehen, ins Stumpfgleis zu fahren, zu warten und an die nächste S97 wieder anzuhängen, sondern gescheite Dienste fahren kann, wenn man in den verbliebenen 3 Minuten Wendzeit nicht mit dem Kasten in die Wendeanlage und wieder raus fahren muß, sondern wenigstens aufs Klo kann, weil der Bock von alleine wieder ans Abfahrgleis kommt, dann denke ich, daß auch den Bahnern damit geholfen werden könnte.
Gestalten ist das Stichwort!

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Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit
VT605
Man bin ich blöd. Ich wusste bisher nicht das auf der KRM die Züge autonom fahren, ich @#$%& hab mich immer vorn hingesetzt und an den Hebeln gespielt, ok, bei meiner nächsten Fahrt bin ich dann zwischen Deutz und Frankfurt im Bordbistro beim Kaffeetrinken.
TESTstrecken wäre die passende Wortwahl gewesen. Ich kann mich nicht in jeden Nutzer versetzen. Welche wichtigen Aufgaben übernimmst du noch bei LZB-geführten 300 km/h?
Baleine rouge schrieb:
VT605
Man bin ich blöd. Ich wusste bisher nicht das auf der KRM die Züge autonom fahren, ich @#$%& hab mich immer vorn hingesetzt und an den Hebeln gespielt, ok, bei meiner nächsten Fahrt bin ich dann zwischen Deutz und Frankfurt im Bordbistro beim Kaffeetrinken.
TESTstrecken wäre die passende Wortwahl gewesen. Ich kann mich nicht in jeden Nutzer versetzen. Welche wichtigen Aufgaben übernimmst du noch bei LZB-geführten 300 km/h?

Das Fahren, Bremsen, Anhalten passend am Bahnsteig, Türenfreigeben, Störungen beheben oder auch nach Erfahrung ignorieren,... Die LZB überwacht nur die Hg und zeigt mir die Geschw. an, die AFB begrenzt nur die Hg.
Und die einzige nicht anderswo schon automatisierte Aufgabe bleiben die Störungen.

Oder willst du behaupten, bloss weil die LZB keinen Halt übermittelt wäre das mit neuer Technik nicht zu lösen?

Das sind alles lösbare Probleme, offen ist nur noch wann, mit welcher Zuverlässigkeit und zu welchen Kosten.

"HEY! HINTER DIR, EIN DREIKÖPFIGER AFFE!"
bjoern schrieb:
offen ist nur noch wann, mit welcher Zuverlässigkeit und zu welchen Kosten.

eben, und deshalb wird es noch lange dauern.
In der LZB vermutlich gar nicht mehr, ist ein Auslaufmodell.....

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

VT605 schrieb:
Hbjoern schrieb:
offen ist nur noch wann, mit welcher Zuverlässigkeit und zu welchen Kosten.
eben, und deshalb wird es noch lange dauern.
vielleicht in Deutschland wegen Bedenken, over-engineering und "Not invented here"-Syndrom. Vor bald 15 Jahren anderswo:
[www.researchgate.net]

"HEY! HINTER DIR, EIN DREIKÖPFIGER AFFE!"
bjoern schrieb:
VT605 schrieb:
Hbjoern schrieb:
offen ist nur noch wann, mit welcher Zuverlässigkeit und zu welchen Kosten.
eben, und deshalb wird es noch lange dauern.
vielleicht in Deutschland wegen Bedenken, over-engineering und "Not invented here"-Syndrom. Vor bald 15 Jahren anderswo:
[www.researchgate.net]

Pofalla hat sich gestern zur "digitalen Schiene" in NRW geäußert, die KRM wurde als eines von drei Starterprojekt hervorgehoben, Fertigstellung bis 2027(!!!) und dazu zählt erstmal nur DSTW und ETCS. Andere Strecken irgendwann später. Allein wenn man hört was die deutschlandweite Ausrüstung mit ETCS und DSTW den Bund kosten wird, von GOA eins, zwei drei, viele noch gar nicht zu reden. Da wird noch sehr viel Wasser den Rhein hinabfliessen bis irgendwann mal flächendeckend auf Tf verzichtet werden kann.

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