DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Achtung: Werbung und Updatemeldungen für Websites werden gelöscht, bzw. ins Allgemeine Forum verschoben!
Links bitte mit kurzer Erklärung zum verlinkten Inhalt versehen, andernfalls werden diese entfernt.
EBA vom 3.7.2019


In diesem Zusammenhang sollen folgende Infrastrukturen zurückgebaut werden:
- Strecke 6125: Berlin-Schöneberg – Berlin-Steglitz, km 3,40 bis km 6,72 (die Abschnitte km 3,40 – km 3,73 und km 4,685 – km 5,732 wurden bereits zurückgebaut)
- Strecke 6176, Berlin-Tempelhof – Berlin Schöneberg, km 23,977 bis km 25,498 (die Abschnitte km 23,977 – km 24,027 und km 25,448 – km 25,498 wurden bereits zurückgebaut)
- Rückbau der Weichen 30 (in km 6,7), W 40, W 5, W 30 (in km 4,68), W 32, W 31, W 27, W14, W 13, W 29, Bauweiche 2 mit Lückenschluss, W 12, W 11, W 8, W 6, W 7, W 5 (in km24,67), W 15, W 5 (in km 1,72), W 4, W 3, W 2, W 212
- Strecke 6177, Berlin Potsdam Gbf – Berlin Griebnitzsee, km 0,00 bis km 6,72 (der Ab-schnitt km 0,00 – km 1,588 wurde bereits zurückgebaut)

>>> Unterlage mit Gleisplänen (PDF)


Gruß,
Marko
Da schwatzen die Politiker in den Sonntagsreden was von "Bahn stärken" und "Güter auf die Schiene". Und alle zwei Tage kommt wieder so eine Meldung rein.

Scheinheiliger Haufen.

"Sicherheit ist nichts, das man nachrüstet. Auch nicht in einem Prozess, der das Nachrüsten möglichst einfach macht. Sicherheit ist etwas, über das man vorher nachdenkt."
Sind die eigentlich noch zu retten? Da wird über RBs auf der Stammbahn diskutiert und die bauen die Fortsetzung ab? Natürlich kann man die Gleisanlagen so nicht für den Personenverkehr nutzen, aber es ist einfacher eine bestehende Strecke umzubauen als komplett neue Gleise zu legen wo schon nichts mehr war. Ganz tolle Idee.
Wenn man die Stammbahn da wieder aufbauen will, kommt man wahrscheinlich auch nicht drum herum, alle Schienen herauszureißen, die Trasse neu zu befestigen und dann wieder neue Gleise zu verlegen.
Ersteres wird halt jetzt schon gemacht, solange die Trasse nicht umgewidmet wird, find ich das nicht schlimm.
gleislatscher schrieb:
EBA vom 3.7.2019


In diesem Zusammenhang sollen folgende Infrastrukturen zurückgebaut werden:
- Strecke 6125: Berlin-Schöneberg – Berlin-Steglitz, km 3,40 bis km 6,72 (die Abschnitte km 3,40 – km 3,73 und km 4,685 – km 5,732 wurden bereits zurückgebaut)
- Strecke 6176, Berlin-Tempelhof – Berlin Schöneberg, km 23,977 bis km 25,498 (die Abschnitte km 23,977 – km 24,027 und km 25,448 – km 25,498 wurden bereits zurückgebaut)
- Rückbau der Weichen 30 (in km 6,7), W 40, W 5, W 30 (in km 4,68), W 32, W 31, W 27, W14, W 13, W 29, Bauweiche 2 mit Lückenschluss, W 12, W 11, W 8, W 6, W 7, W 5 (in km24,67), W 15, W 5 (in km 1,72), W 4, W 3, W 2, W 212
- Strecke 6177, Berlin Potsdam Gbf – Berlin Griebnitzsee, km 0,00 bis km 6,72 (der Ab-schnitt km 0,00 – km 1,588 wurde bereits zurückgebaut)

>>> Unterlage mit Gleisplänen (PDF)


Gruß,
Marko
Hallo,

was regt ihr euch auf? Jeder weiß doch, das das alles nur Sonntagsreden sind und es keinen interessiert, was DB Netz macht!! Hier im Forum kriegt man doch auch ständig zu hören was das ganze verrottende Zeug angeblich alles an Unterhalt kostet, auch wenn man da 20 Jahre überhaupt nichts daran macht und man auf den Strecken, wo dann tatsächlich noch ab und zu ein Zug fährt ein Haufen Geld verlangt um damit dann sinnlose HGV Strecken zu bauen, statt bestehende Strecken auszubauen und zu modernisieren, Bestand verrotten lassen und sich für sinnlose Neubaustrecken feiern zu lassen ist doch der Trend seit der Bahnreform und da das von der Politik so vorgesehen ist, da die DB Netz bei Neubau Geld vom Staat bekommt, während bei Ausbau eher wenig fließt, hat das auch System! Also alles wie immer. Und wenn die tatsächlich die Fortsetzung der Stammstrecke irgendwann planen, dann gibt es wieder viel von unserem Steuergeld, da ja Neubau! So läuft es doch schon die ganze Zeit, erst sinnloser Rückbau am besten noch mit anschließenden Aufbau eines Radweges und dann oh welche Überraschung, man bräuchte da doch Gleise, weil urplötzlich doch Bedarf und schon wird " neu gebaut" obwohl das überhaupt nicht notwendig ist, mit entsprechenden ewigen behördlichen Verfahren, die man sich alle bei einer Modernisierung hätte sparen können, damit entsprechend lange Planungs-und Genehmigungsverfahren, was alles noch mal verteuert, wie wir alle täglich erfahren.
Hallo,

Unsinn, der hier wieder von einigen Herrschaften abgelassen wird. Schaut Euch erst einmal an, um welche Streckenabschnitte es geht, bevor Ihr etwas schreibt. Gerade der Abschnitt von Schöneberg nach Steglitz in Berlin ist seit Jahrzehnten ohne Verkehr und müsste komplett neu errichtet werden, samt Planfeststellungsverfahren. Von dem Abschnitt zwischen Wannsee und Steglitz, auf dem ein Regionalverkehr angedacht wird ist doch nicht die Rede.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 15:01.
Interessanter ist doch die Frage, warum das EBA fast 8 Jahre gebraucht hat, um den Antrag auf Stilllegung zu veröffentlichen. Dass Beamte ihre Entscheidungen sehr gewissenhaft und in Ruhe tätigen ist ja bekannt, aber 8 Jahre, um ein PDF Dokument mit verpixelten Grafiken zu erstellen?
samt Planfeststellungsverfahren.

Warum wäre für die Herrichtung der Strecke ein Planfeststellungsverfahren erforderlich?
wäre es aber nicht wünschenswert von Steglitz weiter auf den Innenring zu kommen, bis quer zum Südkreuz?

Gute Vorsätze

geschrieben von: Thomas79

Datum: 08.07.19 16:39

Da sind die guten Vorsätze von vor einem Monat, als man dick auftrug und von Kapazitätserweiterungen, Investitionen, mehr Neben- und Überholgleisen und vor allem 70% (!!!) mehr Gütern auf der Schiene sprach, schon wieder hinfällig!
Kunde schrieb:
samt Planfeststellungsverfahren.

Warum wäre für die Herrichtung der Strecke ein Planfeststellungsverfahren erforderlich?
Das frage ich mich auch. Interessant ist für mich allerdings vorallem die Frage, ob man in dieser Hinsicht am Status der Strecke etwas ändert, falls man die Gleise rausreißt. Für einen Regionalverkehr müssten die Gleise sowieso neu gebaut werden, ist halt nur die Frage wieviel Einspruchsrechte man den Anwohnern so geben möchte.

Evtl. wacht man ja beim Senat auf und setzt das Thema nun beschleunigt um. Wir erinnern uns, die Stammbahn ist wegen der vorgeschlagenen Radwegplanung wieder auf die Tagesordnung gesetzt worden.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.

Re: Gute Vorsätze

geschrieben von: Streckenstillleger

Datum: 08.07.19 17:30

Einige Brücken sind abgebaut, zudem kommt die Sanierung einem Neubau gleich.
Hier wird um heiße Luft ,sich ereifert.

Re: Gute Vorsätze

geschrieben von: Giovanni

Datum: 08.07.19 18:08

Streckenstillleger schrieb:
Einige Brücken sind abgebaut, zudem kommt die Sanierung einem Neubau gleich.
Hier wird um heiße Luft ,sich ereifert.
Praktisch ja - aber rechtlich?
Was passiert durch den Abbau der Gleise mit dem Bestandsschutz? Immerhin war dies eine mehrgleisige Hauptbahn mit Geschwindigkeiten von 120(?) km/h.
Wenn aus der "Sanierung" ein Neubau wird, verursachen die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen erhebliche Mehrkosten.

Und das nur um den Unterhalt einzusparen? Welche Kosten hat der real verursacht - da wurde doch im Prinzip nichts gemacht?

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!

Re: Gute Vorsätze

geschrieben von: LoneStarr27

Datum: 08.07.19 18:47

Giovanni schrieb:
Praktisch ja - aber rechtlich?
Was passiert durch den Abbau der Gleise mit dem Bestandsschutz? Immerhin war dies eine mehrgleisige Hauptbahn mit Geschwindigkeiten von 120(?) km/h.
Hallo,

da kann ich eine diesbezüglich interessante Passage aus einem jüngst veröffentlichten Planfeststellungsbeschluss zitieren:
Zitat
Einen allgemeinen Entschädigungsanspruch für Wert- oder Mietminderungen kennt das Fachplanungsrecht aufgrund der Sozialbindung des Eigentums nicht.
Ein Grundeigentümer darf nicht auf einen unveränderten Fortbestand des von ihm zu einem bestimmten Zeitpunkt vorgefundenen Wohnmilieus vertrauen. Baut er auf die Lagegunst, so nutzt er eine Chance, die nicht die Qualität einer Rechtsposition im Sinne des Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG hat. Aus dem Gewährleistungsgehalt der Eigentumsgarantie lässt sich kein Recht auf bestmögliche Nutzung des Eigentums ableiten. Eine Minderung der Wirtschaftlichkeit ist grundsätzlich ebenso hinzunehmen wie eine Verschlechterung der Verwertungsaussichten (BVerwG, Urteil vom 16.03.2006, 4 A 1075/04, Rn. 402, zitiert nach juris).
Ungeachtet dessen ist die gewidmete Eisenbahnstrecke mit dem zweigleisigen Planum bereits seit weit vor dem Erwerb des Grundstückes durch den Einwender (gemäß Aussage im Erörterungstermin wurde das Haus und Grundstück vor 20 bis 30 Jahren erworben) vorhanden. Die Bahnanlage ist grundsätzlich als zweigleisige Bahnstrecke ausgelegt. Deutlich sichtbar sind die beiden vorhandenen Brückenüberbauten. Die vorhandene Zweigleisigkeit war zeitweise nicht in Betrieb und wird jetzt wieder hergestellt.
Im konkreten Fall war das zweite Gleis nach 1945 als Reparationsleistung zurückgebaut worden.

Gruß Thomas

Re: Gute Vorsätze

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 08.07.19 18:59

Hallo,

In welchen prähistorischen Zeiten bist Du denn unterwegs ? Nach 1945 war da nichts mehr mit einer zweigleisigen Hauptbahn mit 120 km/h. Noch zumal ja schon im Eingangsbeitrag zu lesen ist, das bereits einige Abschnitte zurück gebaut wurden.
Ein Tip für einige Herrschaften hier, fährt einmal mit der S1 von Anhalter Bahnhof nach Steglitz und schaut Euch erst einmal an, was dort fernbahnseitig noch vorhanden ist - fast Nichts. Da geht doch der Hinweis auf den Bestandsschutz und Recht voll ins LEERE.

edit - im Schweers & Wall steht die Stammbahn als nicht befahrbar und teilweise abgebaut drin und das auch seit Jahren.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 19:26.
Hallo,

Lies meinen Beitrag einmal vollständig, die Antwort ist in dem Satz vor dem von Dir zitierten Teilsatz enthalten.

Re: Gute Vorsätze

geschrieben von: ET 403

Datum: 08.07.19 19:49

Thomas79 schrieb:
Da sind die guten Vorsätze von vor einem Monat, als man dick auftrug und von Kapazitätserweiterungen, Investitionen, mehr Neben- und Überholgleisen und vor allem 70% (!!!) mehr Gütern auf der Schiene sprach, schon wieder hinfällig!
Das ist jetzt aber schon etwas starker Tobak.

Sicherlich wird es auch dann Strecken geben, die man nicht mehr zwingend braucht! Und wenn doch wird man meistens wohl nicht drumherum kommen die Strecken zu sanieren.
Diese EBA-Bekanntgabe sieht Maßnahmen vor, die teilweise schon längst umgesetzt sind. Grundsätzlich ist der ehemalige Bahnhof Schöneberg nur noch über die S-Bahn zu erreichen wenn ich das richtig sehe. Die Brücke über die Rubenstraße ist eh schon längst weg. Genauso die Weiche oben auf dem Innenring. Die letzten Verkehre die da gelaufen sein dürften waren Züge für die Baulogistik des Potsdamer Platzes. Ab Rathaus Steglitz, ungefähr ab Südendstraße, kommt nun der Rest weg bis auf ein Stumpfgleis mit Anbindung zur S-Bahn. Von Entwidmung ist noch keine Rede.

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteressen des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -
Hallo,
Lies meinen Beitrag einmal vollständig, die Antwort ist in dem Satz vor dem von Dir zitierten Teilsatz enthalten.


Der Satz, der als Begründung für die Notwendigkeit eines Planfeststellungsverfahrens dienen soll lautet:
"Schaut Euch erst einmal an, um welche Streckenabschnitte es geht, bevor Ihr etwas schreibt."

Ich kann darin wirklich keine Begründung erkennen. Deine Bemerkungen zur Rechtslage waren wohl doch - ich drücke mich bewusst zurückhaltend aus - etwas voreilig.

Ausbau? / i2030

geschrieben von: SVT_137

Datum: 08.07.19 21:24

Es gibt doch das Projekt i2030, dass den Ausbau diverser Eisenbahnstrecken in Berlin und Brandenburg vorsieht. Hier eine Grafik dazu.

Neben Nord- und Kremmener Bahn ist auch die Potsdamer Bahn enthalten. Gibt es schon konkretere Pläne dazu? Was genau müsste man wieder aufbauen, von dem, was man gerade abreisst? Dass man die jetzigen Reste für schnelles Fahren nicht mehr verwenden kann, sollte klar sein. Ich denke, es würde mindestens eine 2-gleisige Strecke von Potsdam bis südlicher Tunnelmund (Vorbereitung) kommen. Das wäre dann die "Stammbahn", nutztbar für Regional- und Fernverkehr. An Bahnhöfen mindestens Zehlendorf und Steglitz sowie Dreilinden. Wäre als Vorstufe auf derzeitiger Infrastruktur schon eine Diesel-RB bis Steglitz denkbar?
Da der Südring wieder aufgebaut wurde (Fern-, Regional- und Gütergleise) würde doch auch die Verbindungskurve im Bereich Schöneberg wieder sinnvoll sein.
Kann man die jetzigen Rückbaumaßnahmen schon als Vorbereitung sehen oder läuft das völlig konträr zu einander, nach dem Motto "die linke Hand weiß nicht was die rechte tut"?

Fragen über Fragen.

Re: Gute Vorsätze

geschrieben von: Node

Datum: 08.07.19 22:10

Giovanni schrieb:
Streckenstillleger schrieb:
Einige Brücken sind abgebaut, zudem kommt die Sanierung einem Neubau gleich.
Hier wird um heiße Luft ,sich ereifert.
Praktisch ja - aber rechtlich?
Was passiert durch den Abbau der Gleise mit dem Bestandsschutz? Immerhin war dies eine mehrgleisige Hauptbahn mit Geschwindigkeiten von 120(?) km/h.
Wenn aus der "Sanierung" ein Neubau wird, verursachen die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen erhebliche Mehrkosten.

Und das nur um den Unterhalt einzusparen? Welche Kosten hat der real verursacht - da wurde doch im Prinzip nichts gemacht?
Insbesondere der Gleismittenabstabd wäre hier ein Thema. So ewig Platz ist innerstädtisch ja nicht.
Hallo,

Du hast meinen Beitrag wieder nicht richtig gelesen, es geht um den Satz vor dem von Dir zitierten Teilsatz bezüglich des notwendigen Planfeststellungsverfahrens. Lesen und Verstehen von geschriebenen Beiträgen ist wohl nicht Deine Stärke.
Was die Rechtslage angeht war ich nicht voreilig und jetzt ganz deutlich: bei der Strecke ist es nicht mit einer Wiederinbetriebnahme und Wiederaufnahme des Betriebes getan. Die Strecke muss nach heutigen Baugrundsätzen komplett neu geplant und gebaut werden, was eben nach heutiger Rechtslage das Planfeststellungsverfahren, sowie eine Ausschreibung der erforderlichen Bauleistungen notwendig macht.





5-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 23:26.
Tf a.D. schrieb:
wäre es aber nicht wünschenswert von Steglitz weiter auf den Innenring zu kommen, bis quer zum Südkreuz?
Mahlzeit!

Welchen Sinn hätte diese Strecke? S-Bahn im 10 Minuten-Takt reicht doch wohl. ....und diese Stichstrecke Wansee - Steglitz halte ich für ein politisches und kaum effizentes Leuchtturmprojekt. Da sollte man doch eher über die Wiedererrichtung der Friedhofsbahn nachdenken (auch wenn das, dank Überbauung der Trasse in Kleinmachnow) nur teilweise möglich ist.

Deutsche Bahn - jeder Tag ein Abenteuer!

Ein statistisch signifikanter Anteil der Gesamtbevölkerung beweist jeden Tag auf´s Neue, daß fehlende Hirnmasse nicht zwangsläufig zum Tod führen muß!

BAHN 4.0 ... Erfunden von analogen Vollpfosten..., denen Typen helfen, deren Röhre durchgebrannt ist!
BLOaner schrieb:Tf a.D. schrieb:
Tf a.D. schrieb:
wäre es aber nicht wünschenswert von Steglitz weiter auf den Innenring zu kommen, bis quer zum Südkreuz?
Mahlzeit!

Welchen Sinn hätte diese Strecke? S-Bahn im 10 Minuten-Takt reicht doch wohl. ....und diese Stichstrecke Wansee - Steglitz halte ich für ein politisches und kaum effizentes Leuchtturmprojekt. Da sollte man doch eher über die Wiedererrichtung der Friedhofsbahn nachdenken (auch wenn das, dank Überbauung der Trasse in Kleinmachnow) nur teilweise möglich ist.
Mit Blick auf die kürzlich publizierte Feststellung, dass der Hauptbahnhof überlastet ist erhält der auch der Fernbahn-Südring eine neue Reservefunktion und -Bedeutung.
Dazu gehören Auf- und Abfahrten, um ein möglichst flexibles und umsteigefreies System zu erhalten. Ziel ist auch eine minimale Auswirkung bei einem Single Point of Failure.
Güterverladestellen können die Distributionswege per LKW reduzieren helfen: Nicht als 1:1 Wiederbelebung von Stückgut-Verladestellen sondern als Zielpunkt der in Großbeeren umsortierten Container-Züge.
Die notwendigen Rahmenbedingen fehlen heute. Aber heute ist nicht alle Tage!

Dann bleiben da noch zwei Fragen:

#1 Was heißt es, wenn das EBA formuliert:
"Die Gleisabschnitte und Weichen werden zur Minimierung des Unterhaltungsaufwandes der Strecke entfernt. Hierbei erfolgt lediglich ein Abtrag der Schiene. Ein Rückbau des Gleisschotters und der Schwellen erfolgt nicht."
Bleiben dann die Flächen für eine spätere Bahnnutzung geschützt?
Auf jeden Fall hat der Bahn-BWLer sein Altmetall-Gewinn realisiert. Darum geht es auch! Gleichzeitig fahndet die Bundespolizei nach den illegalen Metalldieben. Legal? Illegal? Ganz Egal!

#2 Warum wird die 4 Wochen-Einspruchsfrist mitten in die Urlaubs-Saison gelegt? Was ist doch wie immer: Schwupp und durch ist es!


Dieser gravierende Unterschied zwischen Anspruch "Klimaschutz", Bahn21, Verkehr auf die Schiene usw. usf. und dem völlig konträren Handeln - völlig ohne zwingende Notwendigkeit - ist entsetzlich. Und es geht immer noch schlechter...
Hallo,

Auch Du solltest den Eingangsbeitrag noch einmal in Bezug darauf lesen, um welche Streckenabschnitte im Berliner Stadtgebiet es hier geht. Hier ist Dein letzter Satz nun definitiv nicht zutreffend, da es hier um Streckenabschnitte geht, die seit etlichen Jahren ohne Verkehr bzw. Betrieb und schon teilweise zurück gebaut sind.

Zitat - Bleiben dann die Flächen für eine spätere Bahnnutzung geschützt ? - Zitatende

Es geht in dem Bescheid des EBA nur um den Rückbau von nicht mehr benutzbaren Anlagen, nicht um eine Entwidmung der Bahnflächen (!) Die Entwidmung der Strecke ist ein ganz anderes Kapitel, um das es hier im Bescheid des EBA nicht geht.

Zitat - Warum wird die 4 Wochen-Einspruchsfrist mitten in die Urlaubs-Saison gelegt? Was ist doch wie immer: Schwupp und durch ist es ! - Zitatende

Was soll dieser Unsinn von Dir an dieser Stelle ? Wer sollte denn gegen den Rückbau von nicht mehr benutzten Anlagen der Bahn einen Einspruch erheben ? Für eine Wiederinbetriebnahme müssen die nicht mehr benutzbaren Altanlagen doch sowieso zurück gebaut werden, um die Baufreiheit für den Neubau zu gewährleisten.

Leibe Freunde, bevor Ihr hier irgendwelche Antworten verfasst, schaut Euch doch erst einmal an, um welche Strecke es hier geht (!) Ich hatte es gestern schon einmal geschrieben, das die Strecke zwischen Schöneberg und Steglitz in Berlin seit Jahren ohne Verkehr und in den Infrastrukturregistern bis hin zum Streckenatlas von Schweers & Wall als nicht befahrbar und teilweise zurück gebaut verzeichnet ist. Es geht doch nicht um den Rückbau einer betriebsfähigen Strecke auf der aktuell ein Verkehr bzw. Betrieb stattfindet oder möglich wäre.
Da hat Dein Vorschreiber erst einmal Recht, das die angedachte Regionalbahn zwischen Wannsee und Steglitz nicht unbedingt den Verkehrswert hat, da es eine parallel verlaufende S-Bahn-Strecke gibt, auf der in der Spitzenzeit ein 5-Minuten-Verkehr stattfindet.





6-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 15:04.

Re: Berlin+ Potsdam: Antwort @ gerdboehmer

geschrieben von: InterRailer26+

Datum: 09.07.19 16:55

@ Gerdboehmer

Erstmal Danke für die Antwort samt Kritik und Info, dass es keine Endwidmung ist!
Zitat
Auch Du solltest den Eingangsbeitrag noch einmal in Bezug darauf lesen, um welche Streckenabschnitte im Berliner Stadtgebiet es hier geht. Hier ist Dein letzter Satz nun definitiv nicht zutreffend, da es hier um Streckenabschnitte geht, die seit etlichen Jahren ohne Verkehr bzw. Betrieb und schon teilweise zurück gebaut sind.
Bgzl. bereits rückgebauter Abschnitte ergibt die Kritik an diesem formalen Vorgang natürlich keinen Sinn - da möchte ich gern zustimmen.

...und weiterZitat
eine Entwidmung der Bahnflächen (!) Die Entwidmung der Strecke ist ein ganz anderes Kapitel, um das es hier im Bescheid des EBA nicht geht.
wenn sich das so schön trennen lässt und eine Trassenfreihaltung gewährleistet bleibt - wunderbar. Manchmal befürchtet man da aber einen kausalen Zusammenhang. Unberechtigt? Umso besser...

Zitat
Zitat - Warum wird die 4 Wochen-Einspruchsfrist mitten in die Urlaubs-Saison gelegt? Was ist doch wie immer: Schwupp und durch ist es ! - Zitatende

Was soll dieser Unsinn von Dir an dieser Stelle ? Wer sollte denn gegen den Rückbau von nicht mehr benutzten Anlagen der Bahn einen Einspruch erheben ?
...das ist "nur" eine Beobachtung aus anderen Beteiligungsverfahren: Kritische Abstimmungen werden gern in anderweitig belegte Zeiträume gelegt. Welche Gesetze wurden parallel zu Fußballmeisterschaft lanciert?... Stimmt, diese Meisterschaft fehlt 2019. Aber sicher ist der Rückbau auch kein sooo heißes Eisen.

Zitat
Leibe Freunde, bevor Ihr hier irgendwelche Antworten verfasst...
die Strecke zwischen Schöneberg und Steglitz in Berlin seit Jahren ohne Verkehr und in den Infrastrukturregistern bis hin zum Streckenatlas von Schweers & Wall als nicht befahrbar und teilweise zurück gebaut verzeichnet ist.
...gründlicher recherchieren! Ja, stimmt, das kann und sollte man immer! Aber auch die Anmerkung: Der Status-Quo der Deutschen Teilung und seine Folgen, der in diesem Teil des Gleisnetzes so schön konserviert wurde, ist als Maßstab eines ambitionierten Bahnverkehrs nicht immer der am besten geeignete. So trostlos die momentane Situation unbestritten auch ist. Wenn die Trassen vor einem Verhökern (z.B. für den Immobilien-Hype) sicher sind - soll's halt bis auf weiteres so sein.

Besten Gruß vom InterRailer26+

P.S. [EDIT3]: Aus meiner Sicht wäre es ein Zugewinn, wenn bei Bedarf RB/RE Züge über den Südring Richtung Zehlendorf fahren könnten. Für unsere Bau- und SEV-Profis würden sich damit ganz neue Möglichkeiten ergeben !



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 17:03.

Re: Berlin+ Potsdam: Antwort @ gerdboehmer

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 09.07.19 17:38

Hallo,

Dabei will ich es dann auch belassen, da ich meine Kenntnisse, die ja auf Recherchen und auch beruflich bedingter Ortskenntnis beruhen in dieser Diskussion mehrfach dargelegt habe. Wobei ich Deinen letzten Beitrag auch akzeptiere und was sich auf der Berlin-Potsdamer-Eisenbahn zukünftig ergeben wird, steht doch in den Sternen. Optional ist die Strecke im Berliner Flächennutzungsplan ja immer noch vorhanden und nicht offiziell entwidmet.

gerdboehmer schrieb:
Es geht in dem Bescheid des EBA nur um den Rückbau von nicht mehr benutzbaren Anlagen, nicht um eine Entwidmung der Bahnflächen (!) Die Entwidmung der Strecke ist ein ganz anderes Kapitel, um das es hier im Bescheid des EBA nicht geht.
Diese Taktik ist doch beinahe so alt wie der §11 AEG. Erst baut man eine Weiche oder 10 Meter Gleis aus: "Alles kein Problem, kann man jederzeit wieder in Betrieb nehmen!".

Dann baut man die Gleise ab: "Alles kein Problem, das hat mit einer Entwidmung überhaupt nichts zu tun!".

Und nach einer gewissen Schonfrist kommt dann diese Entwidmung: "Alles kein Problem, wir habe ausgeschrieben, aber keinen Interessenten gefunden, der dort umgehend Betrieb aufnehmen will!". Wobei ein Betrieb mit Schritt 1 und 2 längst unmöglich gemacht wurde.

Eigentlich sollten die Eisenbahner in diesem Forum in der Lage sein, eine solch einfache Strategie zu durchschauen. Selbstverständlich hat ein Rückbau der Anlagen was mit der Entwidmung zu tun.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Hallo,

Bezüglich Deiner Ausführungen will ich Dir an der Stelle bezüglich des taktischen Vorgehens nicht einmal widersprechen. Nur ist eben die Strecke seit Jahren doch ohne Verkehr und es ist nicht klar, was sich einige Herrschaften von dieser Strecke versprechen. Die Streckenabschnitte vom Potsdamer Bahnhof am Potsdamer Platz in Berlin bis nach Schöneberg und zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee sind abgebaut und entwidmet. Welchen Verkehrswert sollte den das restliche Teilstück zwischen Zehlendorf und Schöneberg haben ? Die Strecke kann nicht einmal ausgeschrieben werden, da die Anlagen seit Jahren nicht betriebsfähig sind. Es sind ja auch nicht nur die Gleisanlagen, sondern da sind auch die Nebenanlagen zurückgebaut worden. Entlang der Strecke ist für die Fernbahn keine Energieversorgung, sowie keine Leit- und Sicherungstechnik, bis hin zu den notwendigen Hochbauten mehr vorhanden.
Vorn daher sehe ich eben als Eisenbahner mit Ortskenntnis die Tatsache, das der Streckenabschnitt zwischen Schöneberg und Zehlendorf komplett nach heutigen Baugrundsätzen neu geplant, planfestgestellt und errichtet werden muss. Da geht Deine Anmerkung "Alles kein Problem, kann man jederzeit wieder in Betrieb nehmen" dann doch an den Tatsachen und Gegebenheiten vorbei (!) Der EBA-Bescheid hat nun wirklich Nichts mit der Entwidmung zu tun, das geht am Thema vorbei. Da unterscheide auch ich als Baueisenbahner zwischen der verschiedenen Genehmigungsverfahren des EBA:
- Baugenhemigung, bzw. Rückbaugenehmigung, - Betriebsgenmigungen, - Stillegungsgehmigung und - Entwidmungsverfahren.
Wobei über eine Entwidmung einer Bahnanlage nicht die Bahn und das EBA alleine entscheiden können, hier sind die entsprechenden örtlichen Behörden grundsätzlich mit dabei. Geht es doch bei einer Entwidmung auch darum, das die nicht mehr benötigten Bahnflächen an die Gemeinden bzw. Anrainer oder Alteigentümer zurück gegeben werden.
Ich hatte es auch in einer der Antworten schon geschrieben, das ich kritische Anmerkung von Dir und auch einigen anderen Herrschaften hier ja eventuell noch nachvollziehen könnte, wenn es um eine betriebsfähige Strecke gehen würde, was ja im Fall des Streckenabschnittes zwischen Schöneberg und Steglitz um den es in dem im Eingangsbeitrag verlinkten Bescheid des EBA geht ja nicht der Fall ist (!) Was soll also die Kritik von einigen Herrschaften hier bezüglich des Rückbaues von nicht mehr betriebsfähigen Anlagen ?

edit - Hauptsache ohne Sinn und Verstand auf die Bahn eingedroschen ...





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 16:39.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Streckenabschnitte zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee sind abgebaut und entwidmet.
Ist das so? Wann hat man denn das gemacht? Der S-Bahnbetrieb wurde ja immerhin bis 1980 bis Düppel betrieben und danach sollte die Strecke so wie die Siemensbahn doch eigentlich nicht entwidmet worden sein. Die Sowjets haben ja die Gleise einfach abgebaut und sicher die Strecke nicht vorher entwidmet. Hat man das danach oder nach der Wende nachgeholt?

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 17:06.
Hallo,

Die Entwidmung im Bereich Potsdamer Platz ist Anfang der 2000-er Jahre geschehen, als der gesamte Bereich Potsdamer Platz neu gestaltet wurde. Hier ist lediglich die Option offen, die Potsdamer Stammbahn irgendwann einmal in den Nord-Süd-Fernbahntunnel anzuschliessen. Zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee im Bereich Dreilinden, als die Brücke über den Teltowkanal vor einigen Jahren entfernt wurde. Hier bitte zwischen der Stammbahn und der Wannseebahn unterscheiden. Die Wannseebahn ist ja bis Lichterfelde West immer noch befahrbar. Der Sinn Deiner beiden letzten Sätze erschliesst sich mir nicht ganz.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 17:08.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Die Entwidmung im Bereich Potsdamer Platz ist Anfang der 2000-er Jahre geschehen, als der gesamte Bereich Potsdamer Platz neu gestaltet wurde. Hier ist lediglich die Option offen, die Potsdamer Stammbahn irgendwann einmal in den Nord-Süd-Fernbahntunnel anzuschliessen. Zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee im Bereich Dreilinden, als die Brücke über den Teltowkanal vor einigen Jahren entfernt wurde. Der Sinn Deiner beiden letzten Sätze erschliesst sich mir nicht ganz.

Nun, wichtig ist, ob es irgendein Verfahren gab, was man heute mit der Entwidmung gleichsetzen könnte. Die Sowjets haben die Gleise zwischen Düppel und Steinstücken als Reparation abgebaut - sicherlich ohne irgendwelche Formalitäten. Die Strecke verläuft ja zum großen Teil durch ehemaliges Grenzgebiet, wo man in der DDR auch eher wenig bis keine Formalitäten eingehalten hat. In West-Berlin war das Entwidmen von Bahnstrecken auch eher schwierig, da die Reichsbahn sich als Eigentümer der Grundstücke sah, beim Senat war man da jedoch anderer Meinung. Stillgelegte Bahnstrecken an solchen Orten sind halt häufig abgebaute Bahnstrecken, die aber noch als Bahnstrecken gewidmet sind. Du hast geschrieben, man hat das in den 2000er Jahren nachgeholt. Damit wäre diese Strecke durch den Wald vermutlich zugunsten der Führung über Wannsee gestorben, weil man da eine noch bestehende Bahnstrecke hätte. Allerdings auch mehr Anwohner.


Gruß Nemo

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 17:23.
Hallo,

In Ordnung, einverstanden. Nur bringe hier einmal etwas nicht durcheinander, bzw. wirf hier einige Vorgänge der letzten Jahrzehnte nicht in einen Topf. Der Rückbau von nicht mehr befahrbaren Anlagen setzt erst einmal kein Stillegungs- und Entwidumgsverfahren voraus. Was da im Rahmen der Reparationen durch die Sowjets und danach durch die DDR bzw. der Reichsbahn bis 1990 geschehen ist, hat hier nichts zu suchen und darf definitiv nicht mit den aktuellen Masstäben gemessen werden. Aber auch dafür gab es die entsprechenden Unterlagen, ohne die entsprechenden Unterlagen lief auch damals nichts. Nur soviel, als eben nach 1990 der Bereich Griebnitzsee bis Düppel umgestaltet wurde, war eben auch klar, das damit auch die Stammbahn zwischen Zehlendorf und Potsdam gestorben ist.
Der Rückbau von Altanlagen und nachfolgenden Neubau hat erst einmal nichts mit einem Stillegungs- oder Entwidmungsverfahren zu tun. Wobei auch hier die entsprechenden Genehmigungen des EBA aktuell notwendig sind. Es ging ja im Eingangsbeitrag um eine offizielle Genehmigung für den Rückbau nicht mehr betriebsfähiger Altanlagen.
Hier bringst Du den gleichen fehlerhaften Gedankenansatz, wie einige Zeitgenossen, die für in Betrieb befindliche Strecken der Bahn die Unterlagen nach heutigen Masstäben einfordern wollen (Planfeststellung, Bau- und Betriebsgenehmigung, etc). So darf nun definitiv nicht heran gegangen werden. Also bitte Vorsicht an der Stelle, das geht nach hinten los ...





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.07.19 10:57.
gerdboehmer schrieb:
Bezüglich Deiner Ausführungen will ich Dir an der Stelle bezüglich des taktischen Vorgehens nicht einmal widersprechen. Nur ist eben die Strecke seit Jahren doch ohne Verkehr und es ist nicht klar, was sich einige Herrschaften von dieser Strecke versprechen.
Achso. Jetzt windest Du Dich heraus. Erst behaupten, dass Infrastrukturabbau nichts mit Entwidmung zu tun habe und jetzt das.

Die Sache ist ganz einfach: bei allen Strecken, bei denen man die Infrastruktur abbaut, verspricht man sich nichts mehr. Und nicht selten sieht man das 10 oder 20 Jahre später anders. Jetzt, da man sich die Verdoppelung der Fahrgäste zum Ziel gesetzt hat, sowieso. Deswegen ist jeder Abbau ein Verlust.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Hallo,

Dann erkläre mir einmal auf welcher rechtlichen Grundlage der Rückbau von nicht betriebsfähigen Altanlagen etwas mit einem Entwidmungsverfahren zu tun hat ? Wieso jeder Abbau von nicht betriebsfähigen Altanlagen der Bahn ein Verlust sein soll ist hier auch nicht klar.
Das es bei der Bahn auch ein strategisches und taktisches Vorgehen gibt ist doch unbestritten, nur macht das jedes andere Unternehmen auch, ist ja nun einmal auch unserer heutigen Wirtschaftsform geschuldet. Allerdings hat das Alles nichts mit dem Bescheid des EBA zu tun, um das es ja im Ursprung der Diskussion geht.
Lies einfach einmal meinen gesamten Beitrag und nicht nur die ersten zwei Sätze. denn hier besteht ein Zusammenhang. Noch ist die Strecke zwischen Schöneberg und Zehlendorf als nicht befahrbar in den Infrastrukturverzeichnissen vorhanden und das für diesen Streckenabschnitt ein Entwidmungsverfahren im Gange wäre ist mir nicht bekannt.
Beantworte doch einmal meine Frage, was Du Dir von dieser Strecke versprichst. Die Strecke ist doch ohne Verkehrswert für den Regional- und Fernverkehr, da die Verkehrsströme auf anderen Wegen verlaufen.





5-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 19:17.
gerdboehmer schrieb:
Dann erkläre mir einmal auf welcher rechtlichen Grundlage der Rückbau von nicht betriebsfähigen Altanlagen etwas mit einem Entwidmungsverfahren zu tun hat ?
Gerade im Posting davor passiert. So sorgfältig liest Du also die Beiträge Deiner Mit-Diskutanten, dass das nach 2 Beiträgen schon wieder vergessen ist. Tse tse.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Hallo,

Wo hast Du etwas von den rechtlichen Grundlagen geschrieben, der von Dir genannte Paragraph 11 AEG ist hier erst einmal nicht zutreffend und reicht mir als rechtliche Grundlage und für Deine Aussage, das der Rückbau von nicht betriebsfähigen Altanlagen der Bahn gleichbedeutend mit einer Entwidmung ist erst einmal auch nicht aus. Beschäftige Dich doch eventuell einmal mit den Hierarchien im Aufbau von Gesetzes- und Regelwerken. Eine Entwidmung von Bahnanlagen bedarf immer noch eines entsprechenden Antrages und kann eben nicht von der Bahn und dem EBA alleine durchgeführt werden, so wie ich das Heute auch schon geschrieben hatte.





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 19:49.
gerdboehmer schrieb:
Beantworte doch einmal meine Frage, was Du Dir von dieser Strecke versprichst. Die Strecke ist doch ohne Verkehrswert für den Regional- und Fernverkehr, da die Verkehrsströme auf anderen Wegen verlaufen.
Es wäre ja auch seltsam, wenn Regionalverkehrsströme dort fließen würden, wo keine Regionalzüge langfahren. Richtig interessant wäre die Strecke natürlich erst, wenn sie in den Fernbahntunnel eingebunden wird und/oder wenn man einen Regionalbahnsteig auf der Ringbahnebene des Bahnhofs Südkreuz erreichen würde. Dann könnte man damit die Stadtbahn entlasten und der Verkehrswert wäre sicherlich nicht 0.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 00:26.
Morjens,

Dein erster Satz hat mich etwas erheitert. Ich hatte es ja vorgestern schon in einem Beitrag geschrieben was aus der Strecke wird muss die Zukunft zeigen.
Historisch gab es an der Strecke auf Berliner Stadtgebiet ja nur zwei Bahnhöfe für den Regionalverkehr, den Potsdamer Bahnhof und eben Zehlendorf. Wannsee als Endpunkt der Wannseebahn lasse ich an der Stelle einmal aussen vor. Damit hält sich doch der Verkehrswert in Grenzen.

gerdboehmer schrieb:
Zitat:
Dein erster Satz hat mich etwas erheitert. Ich hatte es ja vorgestern schon in einem Beitrag geschrieben was aus der Strecke wird muss die Zukunft zeigen.
Historisch gab es an der Strecke auf Berliner Stadtgebiet ja nur zwei Bahnhöfe für den Regionalverkehr, den Potsdamer Bahnhof und eben Zehlendorf. Wannsee als Endpunkt der Wannseebahn lasse ich an der Stelle einmal aussen vor. Damit hält sich doch der Verkehrswert in Grenzen.
Naja, was es historisch gab, ist unerheblich. Wenn da wieder etwas kommt, dann wird auch Steglitz einen Halt kriegen.
Hallo,

Da stimme ich Dir sogar zu. Nur wird das was dort geschehen wird nicht ohne komplette Neuplanung, Planfeststellung und Ausschreibung der Bauleistung ablaufen, somit sehe ich einen Wiederaufbau und eine Wiederinbetriebnahme in den nächsten Jahrzehnten erst einmal nicht. Alles Andere wäre unrealistisches Wunschdenken.





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 13:44.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Da stimme ich Dir sogar zu. Nur wird das was dort geschehen wird nicht ohne komplette Neuplanung, Planfeststellung und Ausschreibung der Bauleistung ablaufen, somit sehe ich einen Wiederaufbau und eine Wiederinbetriebnahme in den nächsten Jahrzehnten erst einmal nicht. Alles Andere wäre unrealistisches Wunschdenken.
Vor einem Jahr war auch der Gedanke die Siemensbahn zu reaktivieren unrealistisches Wunschdenken, vor 5 Jahren sogar Phantasterei. Auch wenn da bisher noch kein Stahlträger bewegt wurde scheint es ja durchaus realistisch, dass da in 10 Jahren eine S-Bahn fährt oder zumindest die Bauarbeiten laufen.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.
Hallo,

Nur soviel, die SIEMENSBAHN ist ganz anderes Thema und spielt auch schon seit einigen Jahren in den Gedanken der Verkehrsplaner eine Rolle. Momentan streiten sich die Planungsgötter bezüglich der rechtlichen und planerischen Verfahren für den Wiederaufbau.
Da ist die Potsdamer Stammbahn schon wegen der Länge ein ganz anderes Thema. Bedenke dabei einmal, das eben hier eine komplette Neuplanung, Planfeststellung und Ausschreibung der Bauleistungen erforderlich ist. Wenn Du schon Vergleiche anstellen willst dann bitte mit der Dresdener Bahn, bei der Strecke hat es auf Berliner Seite vom ersten Gedanken über die Planungsphase bis zum Baubeginn im letzten Jahr auch etwa 25 Jahre gedauert. Von daher ist eben der Wiederaufbau und die Wiederinbetriebnahme der Potsdamer Stammbahn (ohne die Abschnitte vom Potsdamer Platz nach Schöneberg und Zehlendorf über Düppel nach Potsdam) eben momentan ein unrealistisches Wunschdenken für die nächsten Jahrzehnte, so wie auch der Wiederaufbau der Nordbahn von Schönholz über Frohnau nach Hohen-Neuendorf, um eine weitere mit der Potsdamer Stammbahn vergleichbare Strecke zu nennen.
Warum treten eigentlich einige Herrschaften hier so vehement für die Potsdamer Stammbahn ein ? Ein Wiederaufbau auf der bis 1945 vorhandenen Strecke ist doch sowieso schon nicht mehr möglich, da teilweise verbaut. Mir ist auch nach wie vor nicht klar, welchen Nutzen die Strecke haben soll, da sich die Verkehrsströme des Regionalverkehres in den letzten Jahrzehnten andere Wege gesucht haben und es auch eine gut ausgebaute S-Bahn-Strecke parallel gibt.

edit - bedenkt doch einmal auch bei Euren Antworten, das die Strecken eben nicht wir vor über 175 Jahren auf der grünen Wiese gebaut werden können und auch nicht mit den Gesetzen und Regelwerken aus der Vergangenheit.





5-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 16:40.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,


Warum treten eigentlich einige Herrschaften hier so vehement für die Potsdamer Stammbahn ein ? Ein Wiederaufbau auf der bis 1945 vorhandenen Strecke ist doch sowieso schon nicht mehr möglich, da teilweise verbaut. Mir ist auch nach wie vor nicht klar, welchen Nutzen die Strecke haben soll, da sich die Verkehrsströme in den letzten Jahrzehnten andere Wege gesucht haben.
Nach gegenwärtiger Planung enden zukünftig, ab Dezember 2022 mehrere Züge in der Stunde in Wannsee: die RB37 und die RE7-Verstärker. Die Fahrgäste beider Züge würden dann natürlich in die RE1-Züge nach Berlin drängen und diese Züge weiter überfüllen. Auch die optional vorgesehene Verlängerung der RE1-Züge auf 200m wird diese Fahrgäste bald nichtmehr aufnehmen können.

Die Stadtbahn ist zudem dicht. Also bleibt eigentlich nur eine alternative Strecke Richtung Berlin.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.
Hallo,

Einverstanden, aber eben nicht wie von mir mehrfach geschrieben in den nächsten Jahren. Wobei es in Wannsee auch sehr viele Umsteiger zur S-Bahn gibt und sich nicht alle Fahrgäste auf den RE 1 konzentrieren. Klar die Stadtbahn ist ausgelastet und wenn es nach Deinen Vorstellungen geht, wird das Problem dann von der Stadtbahn auf den Nord-Süd-Fernbahntunnel verlagert und was ist dann gekonnt ?

Nemo schrieb:
Die Fahrgäste beider Züge würden dann natürlich in die RE1-Züge nach Berlin drängen und diese Züge weiter überfüllen.
Nicht unbedingt. Die Züge sind schon bei Abfahrt in Potsdam so voll, dass man die Fahrgäste der in Wannsee endenden Züge da sowieso nicht mehr mit reinkriegen würde.

Alternative für den Kunden: Rehbrücke in die Tram, hoch zum Hbf und versuchen sich schon da reinzudrücken. Umfahrungsalternativen Michendorf - Potsdam Pirschheide - (Wustermark-) Spandau bzw. Michendorf - Südkreuz - Gesundbrunnen könnten da durchaus für Entlastung sorgen, nicht jeder, der nach Berlin will, hat sein direktes Ziel an der Stadtbahn.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 17:29.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Einverstanden, aber eben nicht wie von mir mehrfach geschrieben in den nächsten Jahren. Wobei es in Wannsee auch sehr viele Umsteiger zur S-Bahn gibt und sich nicht alle Fahrgäste auf den RE 1 konzentrieren. Klar die Stadtbahn ist ausgelastet und wenn es nach Deinen Vorstellungen geht, wird das Problem dann von der Stadtbahn auf den Nord-Süd-Fernbahntunnel verlagert und was ist dann gekonnt ?
Nein, das Problem wird zwischen Stadtbahn und Tunnel aufgeteilt.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.
Hallo,

Dafür ist aber die Potsdamer Stammbahn dann nicht notwendig, das ist auch mit der vorhandenen Infrastruktur schon möglich, siehe den Beitrag vom Kollegen tomx3.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 19:00.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Dafür ist aber die Potsdamer Stammbahn dann nicht notwendig, das ist auch mit der vorhandenen Infrastruktur schon möglich, siehe den Beitrag vom Kollegen tomx3.
Und wie?
Sowohl der Knoten Genshagener Heide als auch der Bahnhof Spandau verkraften gegenwärtig keine weiteren Züge. Es bliebe nur die Version von Wannsee über Witzleben und Beusselstraße in den Tunnel zu fahren, was an so ziemlich allen Verkehrsbedürfnissen vorbei führt...

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!
Hallo,

Schon in Ordnung, das trifft allerdings dann auch auf den Abschnitt zwischen dem Abzweig Griebnitzsee und Wannsee zu, der ja auch schon ausgelastet ist. Zu Deinem letzten Satz, die Verkehrsbedürfnisse in Berlin sind nicht nur auf die Stadtbahn oder den Fernbahntunnel ausgerichtet. Da wäre die Führung des Regionalverkehrs über den Innenring schon sinnvoll, was ja auch in den Verkehrsplanungen der nächsten Jahre berücksichtigt wurde.

Inzwischen hat Berlins Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek u.a. dieses Thema in seiner gewohnt humorvollen Art auf DB Planet kommentiert. Einfach mal im Planeten #sommerloch und #zombie als Suchbegriffe eingeben. Wie immer sehr schön geschrieben 😁.

https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Schon in Ordnung, das trifft allerdings dann auch auf den Abschnitt zwischen dem Abzweig Griebnitzsee und Wannsee zu, der ja auch schon ausgelastet ist. Zu Deinem letzten Satz, die Verkehrsbedürfnisse in Berlin sind nicht nur auf die Stadtbahn oder den Fernbahntunnel ausgerichtet. Da wäre die Führung des Regionalverkehrs über den Innenring schon sinnvoll, was ja auch in den Verkehrsplanungen der nächsten Jahre berücksichtigt wurde.

Aus ersterem Grund taucht in entsprechenden Planungen immer wieder die Streckenführung über Düppel auf - etwa [www.bmvi.de]

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!
Hallo,

Wobei ich auf den Inhalt Deines Linkes erst einmal nichts gebe, das sind doch auch nur unrealistische Gedankenspiele, fern einer Realisierung. Das wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, gerade den bereits teilweise entwidmeten Abschnitt zwischen Griebnitzsee und Zehlendorf über Düppel wieder neu zu planen, planfestzustellen, die Bauleistungen auszuschreiben und durchzuführen, bis da eventuell wieder einmal ein Zug fahren kann.
Von daher ist und bleibt eben die Potsdamer Stammbahn, genauso wie die Nordbahn für die nächsten Jahre ein unrealistisches Wunschdenken.

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Wobei ich auf den Inhalt Deines Linkes erst einmal nichts gebe, das sind doch auch nur unrealistische Gedankenspiele, fern einer Realisierung. Das wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, gerade den bereits teilweise entwidmeten Abschnitt zwischen Griebnitzsee und Zehlendorf über Düppel wieder neu zu planen, planfestzustellen, die Bauleistungen auszuschreiben und durchzuführen, bis da eventuell wieder einmal ein Zug fahren kann.
Von daher ist und bleibt eben die Potsdamer Stammbahn, genauso wie die Nordbahn für die nächsten Jahre ein unrealistisches Wunschdenken.
Bist du in der Lage, für die behauptete Entwidmung einen Beleg zu erbringen?
Der aktuelle Berliner Flächennutzungsplan ist nämlich anderer Meinung: [fbinter.stadt-berlin.de]

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!
Hallo,

Der Berliner Flächennutzungsplan ist hier nicht relevant und Makulatur, es geht um den Bereich im Bereich Dreilinden um die vor einigen Jahren entfernte Brücke über den Teltowkanal in Richtung auf Brandenburger Gebiet. Dieser Bereich wurde mit der Entfernung der genannten Brücke entwidmet.





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 21:17.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Der Berliner Flächennutzungsplan ist hier nicht relevant und Makulatur, es geht um den Bereich im Bereich Dreilinden um die vor einigen Jahren entfernte Brücke über den Teltowkanal in Richtung auf Brandenburger Gebiet. Dieser Bereich wurde mit der Entfernung der genannten Brücke entwidmet.
Die Potsdamer Stammbahn überquert den Teltowkanal auf Berliner Stadtgebiet und ist auch in diesem Bereich laut FNP noch gewidmet.
Verwechselst du das womöglich mit der Friedhofsbahn, die den Teltowkanal an der Grenze zwischen Stahnsdorf und Kleinmachnow kreuzt?

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!
Hallo,

Nein das habe ich nicht verwechselt, hier ist eben der Berliner Flächennutzungsplan nicht aktuell und somit schon Makulatur. Ist doch die Friedhofsbahn, wie auch die Stammbahn in vielen Unterlagen immer noch vorhanden und lediglich als nicht befahrbar enthalten. Ich hatte auch nicht geschrieben, das sich der Bereich um die entfernte Brücke über den Teltowkanal auf Brandenburger Gebiet befindet, sondern in RICHTUNG Brandenburger Gebiet. Die Brücke ist samt den zuführenden Bahndämmen nicht mehr vorhanden.
Auch wird es im Bereich des Abzweiges Griebnitzsee in absehbarer Zeit keine Änderungen geben.

Erlebe ich es doch tagtäglich, das viele Unterlagen nicht auf einem aktuellen Stand sind.





5-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 21:48.
Warum entwidmet man eine Bahnstrecke und trägt dann an gleicher Stelle eine Trassenfreihaltung für eine Bahnstrecke in den Flächennutzungsplan ein?
[www.kleinmachnow.de]

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.
Hallo,

Gute Frage, nächste Frage. Vielleicht, weil wieder einmal die linke Hand nicht weiss, was die rechte Hand macht.
Wobei ich hier auf die Flachennutzungspläne erst einmal wie geschrieben nichts gebe. Die Flächennutzungspläne haben ja mit der Realisierung erst einmal nichts zu tun.
Aber der Bereich an der entfernten Brücke gilt eben als entwidmet, nicht die gesamte Strecke zwischen Zehlendorf und dem Abzweig Griebnitzsee.

Soviel noch, wie geschrieben sehe ich den Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn, wie auch der Nordbahn in den nächsten Jahren nicht. Das ist und bleibt erst einmal Wunschdenken.





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 22:09.
gerdboehmer schrieb:
Wobei ich hier auf die Flachennutzungspläne erst einmal wie geschrieben nichts gebe.
Aber der Bereich an der entfernten Brücke gilt eben als entwidmet, nicht die gesamte Strecke zwischen Zehlendorf und dem Abzweig Griebnitzsee.
Natürlich steht es dir frei, die offiziellen Unterlagen anzuzweifeln.
Allerdings muss ich auch deine Aussagen anzweifeln, da du bislang nicht in der Lage warst irgendeinen Beleg zu erbringen, der deine Aussagen stützt.

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!
Hallo,

Dann schau Dir die aktuelle Situation vor Ort an, wenn Du Zweifel an meinen Ausführungen hast. Der von Dir angefragte Beleg wurde doch erbracht, als die Brücke über den Teltowkanal vor einigen Jahren entfernt wurde. Das mit der Entwidmung des Bereiches um die genannte Brücke geisterte auch durch die Medien.
Leute verabschiedet Euch doch vom Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn, egal was da irgendwelche bahnexternen Quellen auch aussagen.
Der Flächennutzungsplan ist eine Seite, was letztendlich auf der Grundlage des Flächennutzungsplanes realisiert wird eine ganz andere Seite. Somit ist doch der Flächennutzungsplan auch nur eine Wünsch-Dir-etwas-Unterlage.
Den Wiederaufbau der Stammbahn nehme ich erst für voll, wenn bei DB-Projektbau der entsprechende Arbeitskreis seine Tätigkeit aufgenommen hat und die bauvorbereitenden Massnahmen eingeleitet wurden. Genau Dies sehe ich in den nächsten Jahren nicht.





5-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.07.19 15:15.
gleislatscher schrieb:
EBA vom 3.7.2019

In diesem Zusammenhang sollen folgende Infrastrukturen zurückgebaut werden:
- Strecke 6125: Berlin-Schöneberg – Berlin-Steglitz, km 3,40 bis km 6,72 (die Abschnitte km 3,40 – km 3,73 und km 4,685 – km 5,732 wurden bereits zurückgebaut)
- Strecke 6176, Berlin-Tempelhof – Berlin Schöneberg, km 23,977 bis km 25,498 (die Abschnitte km 23,977 – km 24,027 und km 25,448 – km 25,498 wurden bereits zurückgebaut)
- Rückbau der Weichen 30 (in km 6,7), W 40, W 5, W 30 (in km 4,68), W 32, W 31, W 27, W14, W 13, W 29, Bauweiche 2 mit Lückenschluss, W 12, W 11, W 8, W 6, W 7, W 5 (in km24,67), W 15, W 5 (in km 1,72), W 4, W 3, W 2, W 212
- Strecke 6177, Berlin Potsdam Gbf – Berlin Griebnitzsee, km 0,00 bis km 6,72 (der Ab-schnitt km 0,00 – km 1,588 wurde bereits zurückgebaut)

>>> Unterlage mit Gleisplänen (PDF)

Gruß,
Marko
Leider habe ich diesen Beitrag erst gestern gesehen. Nach einem "Überflug" der bisherigen Debatte verstehe ich nach wie vor nicht, warum die DB Netz AG diesen Antrag vom 27.10.2011 (!) ausgerechnet jetzt vorantreibt.

Der Wiederaufbau der Stammbahn nebst Aufnahme des SPNV (SPFV) zwischen Potsdam, Zehlendorf und dem Fernbahntunnel in absehbarer Zeit ist inzwischen doch recht wahrscheinlich geworden.

Warum kann man denn nicht einfach abwarten, bis ein Konzept für die Strecke erarbeitet wurde? Dann könnte der Ausbau der Strecke nebst evtl. Rückbaumaßnahmen doch "in einem Rutsch" erfolgen?
Marienfelde schrieb:
gleislatscher schrieb:
EBA vom 3.7.2019

In diesem Zusammenhang sollen folgende Infrastrukturen zurückgebaut werden:
- Strecke 6125: Berlin-Schöneberg – Berlin-Steglitz, km 3,40 bis km 6,72 (die Abschnitte km 3,40 – km 3,73 und km 4,685 – km 5,732 wurden bereits zurückgebaut)
- Strecke 6176, Berlin-Tempelhof – Berlin Schöneberg, km 23,977 bis km 25,498 (die Abschnitte km 23,977 – km 24,027 und km 25,448 – km 25,498 wurden bereits zurückgebaut)
- Rückbau der Weichen 30 (in km 6,7), W 40, W 5, W 30 (in km 4,68), W 32, W 31, W 27, W14, W 13, W 29, Bauweiche 2 mit Lückenschluss, W 12, W 11, W 8, W 6, W 7, W 5 (in km24,67), W 15, W 5 (in km 1,72), W 4, W 3, W 2, W 212
- Strecke 6177, Berlin Potsdam Gbf – Berlin Griebnitzsee, km 0,00 bis km 6,72 (der Ab-schnitt km 0,00 – km 1,588 wurde bereits zurückgebaut)

>>> Unterlage mit Gleisplänen (PDF)

Gruß,
Marko
Leider habe ich diesen Beitrag erst gestern gesehen. Nach einem "Überflug" der bisherigen Debatte verstehe ich nach wie vor nicht, warum die DB Netz AG diesen Antrag vom 27.10.2011 (!) ausgerechnet jetzt vorantreibt.

Der Wiederaufbau der Stammbahn nebst Aufnahme des SPNV (SPFV) zwischen Potsdam, Zehlendorf und dem Fernbahntunnel in absehbarer Zeit ist inzwischen doch recht wahrscheinlich geworden.

Warum kann man denn nicht einfach abwarten, bis ein Konzept für die Strecke erarbeitet wurde? Dann könnte der Ausbau der Strecke nebst evtl. Rückbaumaßnahmen doch "in einem Rutsch" erfolgen?
Vielleicht ist der Stahlpreis gerade hoch, der Mitarbeiter hat gerade Zeit, er hat den Stapel der unwichtigen Projekte gerade soweit abgearbeitet dass dieses Projekt nun oben lag, ein dort wohnender Mitarbeiter will noch schnell die Bahn dort verhindern wegen Lärm oder jemand will das Thema nach oben bringen. Ich halte aber die These vom abgearbeiteten Stapel für am wahrscheinlichsten.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.
... möchte Berlin alle Bahnbrachen für den Wohnungsbau kaufen, wie im TS anderen Tags berichtet wird [Tagesspiegel, 13. Juli 2019].
Natürlich hat das nichts miteinander zu tun, weil die hier im Forum diskutierten Flächen nicht entwidmet werden sollen.

Wer's glaubt wird selig! ...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.07.19 18:15.
InterRailer26+ schrieb:
... möchte Berlin alle Bahnbrachen für den Wohnungsbau kaufen, wie im TS anderen Tags berichtet wird [Tagesspiegel, 13. Juli 2019].
Natürlich hat das nichts miteinander zu tun, weil die im hier diskutierten Flächen nicht entwidmet werden sollen.

Wer's glaubt wird selig! ...
Die Streifen, um die es in diesem Thread hier geht, sind für Wohnungsbau nicht geeignet, da zu schmal, im Wald oder zu dicht an den Bahngleisen. Könnte ja laut werden.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.07.19 18:40.
Nemo schrieb:
InterRailer26+ schrieb:
... möchte Berlin alle Bahnbrachen für den Wohnungsbau kaufen, wie im TS anderen Tags berichtet wird [Tagesspiegel, 13. Juli 2019].
Natürlich hat das nichts miteinander zu tun, weil die im hier diskutierten Flächen nicht entwidmet werden sollen.

Wer's glaubt wird selig! ...
Die Streifen, um die es hier geht, sind für Wohnungsbau nicht geeignet, da zu schmal, im Wald oder zu dicht an den Bahngleisen. Könnte ja laut werden.
Auch die Güterbahnhof-Fläche nicht? Das sollte doch etwas breiter sein!? 4 Meter Mauer und schon ist's eine paradiesische Insel. Westberlin - Retro.
InterRailer26+ schrieb:
Nemo schrieb:
InterRailer26+ schrieb:
... möchte Berlin alle Bahnbrachen für den Wohnungsbau kaufen, wie im TS anderen Tags berichtet wird [Tagesspiegel, 13. Juli 2019].
Natürlich hat das nichts miteinander zu tun, weil die im hier diskutierten Flächen nicht entwidmet werden sollen.

Wer's glaubt wird selig! ...
Die Streifen, um die es hier geht, sind für Wohnungsbau nicht geeignet, da zu schmal, im Wald oder zu dicht an den Bahngleisen. Könnte ja laut werden.
Auch die Güterbahnhof-Fläche nicht? Das sollte doch etwas breiter sein!? 4 Meter Mauer und schon ist's eine paradiesische Insel. Westberlin - Retro.
Welche? In Lichterfelde West? Ja, da könnte man wohl ein bis drei Mietshäuser draufsetzen und die Strecke endgültig zubauen. Bin mal gespannt, ob man das auch tun wird.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.