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Re: Gute Vorsätze

geschrieben von: Node

Datum: 08.07.19 22:10

Giovanni schrieb:
Streckenstillleger schrieb:
Einige Brücken sind abgebaut, zudem kommt die Sanierung einem Neubau gleich.
Hier wird um heiße Luft ,sich ereifert.
Praktisch ja - aber rechtlich?
Was passiert durch den Abbau der Gleise mit dem Bestandsschutz? Immerhin war dies eine mehrgleisige Hauptbahn mit Geschwindigkeiten von 120(?) km/h.
Wenn aus der "Sanierung" ein Neubau wird, verursachen die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen erhebliche Mehrkosten.

Und das nur um den Unterhalt einzusparen? Welche Kosten hat der real verursacht - da wurde doch im Prinzip nichts gemacht?
Insbesondere der Gleismittenabstabd wäre hier ein Thema. So ewig Platz ist innerstädtisch ja nicht.
Hallo,

Du hast meinen Beitrag wieder nicht richtig gelesen, es geht um den Satz vor dem von Dir zitierten Teilsatz bezüglich des notwendigen Planfeststellungsverfahrens. Lesen und Verstehen von geschriebenen Beiträgen ist wohl nicht Deine Stärke.
Was die Rechtslage angeht war ich nicht voreilig und jetzt ganz deutlich: bei der Strecke ist es nicht mit einer Wiederinbetriebnahme und Wiederaufnahme des Betriebes getan. Die Strecke muss nach heutigen Baugrundsätzen komplett neu geplant und gebaut werden, was eben nach heutiger Rechtslage das Planfeststellungsverfahren, sowie eine Ausschreibung der erforderlichen Bauleistungen notwendig macht.





5-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.19 23:26.
Tf a.D. schrieb:
wäre es aber nicht wünschenswert von Steglitz weiter auf den Innenring zu kommen, bis quer zum Südkreuz?
Mahlzeit!

Welchen Sinn hätte diese Strecke? S-Bahn im 10 Minuten-Takt reicht doch wohl. ....und diese Stichstrecke Wansee - Steglitz halte ich für ein politisches und kaum effizentes Leuchtturmprojekt. Da sollte man doch eher über die Wiedererrichtung der Friedhofsbahn nachdenken (auch wenn das, dank Überbauung der Trasse in Kleinmachnow) nur teilweise möglich ist.

Deutsche Bahn - jeder Tag ein Abenteuer!

Ein statistisch signifikanter Anteil der Gesamtbevölkerung beweist jeden Tag auf´s Neue, daß fehlende Hirnmasse nicht zwangsläufig zum Tod führen muß!

BAHN 4.0 ... Erfunden von analogen Vollpfosten..., denen Typen helfen, deren Röhre durchgebrannt ist!
BLOaner schrieb:Tf a.D. schrieb:
Tf a.D. schrieb:
wäre es aber nicht wünschenswert von Steglitz weiter auf den Innenring zu kommen, bis quer zum Südkreuz?
Mahlzeit!

Welchen Sinn hätte diese Strecke? S-Bahn im 10 Minuten-Takt reicht doch wohl. ....und diese Stichstrecke Wansee - Steglitz halte ich für ein politisches und kaum effizentes Leuchtturmprojekt. Da sollte man doch eher über die Wiedererrichtung der Friedhofsbahn nachdenken (auch wenn das, dank Überbauung der Trasse in Kleinmachnow) nur teilweise möglich ist.
Mit Blick auf die kürzlich publizierte Feststellung, dass der Hauptbahnhof überlastet ist erhält der auch der Fernbahn-Südring eine neue Reservefunktion und -Bedeutung.
Dazu gehören Auf- und Abfahrten, um ein möglichst flexibles und umsteigefreies System zu erhalten. Ziel ist auch eine minimale Auswirkung bei einem Single Point of Failure.
Güterverladestellen können die Distributionswege per LKW reduzieren helfen: Nicht als 1:1 Wiederbelebung von Stückgut-Verladestellen sondern als Zielpunkt der in Großbeeren umsortierten Container-Züge.
Die notwendigen Rahmenbedingen fehlen heute. Aber heute ist nicht alle Tage!

Dann bleiben da noch zwei Fragen:

#1 Was heißt es, wenn das EBA formuliert:
"Die Gleisabschnitte und Weichen werden zur Minimierung des Unterhaltungsaufwandes der Strecke entfernt. Hierbei erfolgt lediglich ein Abtrag der Schiene. Ein Rückbau des Gleisschotters und der Schwellen erfolgt nicht."
Bleiben dann die Flächen für eine spätere Bahnnutzung geschützt?
Auf jeden Fall hat der Bahn-BWLer sein Altmetall-Gewinn realisiert. Darum geht es auch! Gleichzeitig fahndet die Bundespolizei nach den illegalen Metalldieben. Legal? Illegal? Ganz Egal!

#2 Warum wird die 4 Wochen-Einspruchsfrist mitten in die Urlaubs-Saison gelegt? Was ist doch wie immer: Schwupp und durch ist es!


Dieser gravierende Unterschied zwischen Anspruch "Klimaschutz", Bahn21, Verkehr auf die Schiene usw. usf. und dem völlig konträren Handeln - völlig ohne zwingende Notwendigkeit - ist entsetzlich. Und es geht immer noch schlechter...
Hallo,

Auch Du solltest den Eingangsbeitrag noch einmal in Bezug darauf lesen, um welche Streckenabschnitte im Berliner Stadtgebiet es hier geht. Hier ist Dein letzter Satz nun definitiv nicht zutreffend, da es hier um Streckenabschnitte geht, die seit etlichen Jahren ohne Verkehr bzw. Betrieb und schon teilweise zurück gebaut sind.

Zitat - Bleiben dann die Flächen für eine spätere Bahnnutzung geschützt ? - Zitatende

Es geht in dem Bescheid des EBA nur um den Rückbau von nicht mehr benutzbaren Anlagen, nicht um eine Entwidmung der Bahnflächen (!) Die Entwidmung der Strecke ist ein ganz anderes Kapitel, um das es hier im Bescheid des EBA nicht geht.

Zitat - Warum wird die 4 Wochen-Einspruchsfrist mitten in die Urlaubs-Saison gelegt? Was ist doch wie immer: Schwupp und durch ist es ! - Zitatende

Was soll dieser Unsinn von Dir an dieser Stelle ? Wer sollte denn gegen den Rückbau von nicht mehr benutzten Anlagen der Bahn einen Einspruch erheben ? Für eine Wiederinbetriebnahme müssen die nicht mehr benutzbaren Altanlagen doch sowieso zurück gebaut werden, um die Baufreiheit für den Neubau zu gewährleisten.

Leibe Freunde, bevor Ihr hier irgendwelche Antworten verfasst, schaut Euch doch erst einmal an, um welche Strecke es hier geht (!) Ich hatte es gestern schon einmal geschrieben, das die Strecke zwischen Schöneberg und Steglitz in Berlin seit Jahren ohne Verkehr und in den Infrastrukturregistern bis hin zum Streckenatlas von Schweers & Wall als nicht befahrbar und teilweise zurück gebaut verzeichnet ist. Es geht doch nicht um den Rückbau einer betriebsfähigen Strecke auf der aktuell ein Verkehr bzw. Betrieb stattfindet oder möglich wäre.
Da hat Dein Vorschreiber erst einmal Recht, das die angedachte Regionalbahn zwischen Wannsee und Steglitz nicht unbedingt den Verkehrswert hat, da es eine parallel verlaufende S-Bahn-Strecke gibt, auf der in der Spitzenzeit ein 5-Minuten-Verkehr stattfindet.





6-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 15:04.

Re: Berlin+ Potsdam: Antwort @ gerdboehmer

geschrieben von: InterRailer26+

Datum: 09.07.19 16:55

@ Gerdboehmer

Erstmal Danke für die Antwort samt Kritik und Info, dass es keine Endwidmung ist!
Zitat
Auch Du solltest den Eingangsbeitrag noch einmal in Bezug darauf lesen, um welche Streckenabschnitte im Berliner Stadtgebiet es hier geht. Hier ist Dein letzter Satz nun definitiv nicht zutreffend, da es hier um Streckenabschnitte geht, die seit etlichen Jahren ohne Verkehr bzw. Betrieb und schon teilweise zurück gebaut sind.
Bgzl. bereits rückgebauter Abschnitte ergibt die Kritik an diesem formalen Vorgang natürlich keinen Sinn - da möchte ich gern zustimmen.

...und weiterZitat
eine Entwidmung der Bahnflächen (!) Die Entwidmung der Strecke ist ein ganz anderes Kapitel, um das es hier im Bescheid des EBA nicht geht.
wenn sich das so schön trennen lässt und eine Trassenfreihaltung gewährleistet bleibt - wunderbar. Manchmal befürchtet man da aber einen kausalen Zusammenhang. Unberechtigt? Umso besser...

Zitat
Zitat - Warum wird die 4 Wochen-Einspruchsfrist mitten in die Urlaubs-Saison gelegt? Was ist doch wie immer: Schwupp und durch ist es ! - Zitatende

Was soll dieser Unsinn von Dir an dieser Stelle ? Wer sollte denn gegen den Rückbau von nicht mehr benutzten Anlagen der Bahn einen Einspruch erheben ?
...das ist "nur" eine Beobachtung aus anderen Beteiligungsverfahren: Kritische Abstimmungen werden gern in anderweitig belegte Zeiträume gelegt. Welche Gesetze wurden parallel zu Fußballmeisterschaft lanciert?... Stimmt, diese Meisterschaft fehlt 2019. Aber sicher ist der Rückbau auch kein sooo heißes Eisen.

Zitat
Leibe Freunde, bevor Ihr hier irgendwelche Antworten verfasst...
die Strecke zwischen Schöneberg und Steglitz in Berlin seit Jahren ohne Verkehr und in den Infrastrukturregistern bis hin zum Streckenatlas von Schweers & Wall als nicht befahrbar und teilweise zurück gebaut verzeichnet ist.
...gründlicher recherchieren! Ja, stimmt, das kann und sollte man immer! Aber auch die Anmerkung: Der Status-Quo der Deutschen Teilung und seine Folgen, der in diesem Teil des Gleisnetzes so schön konserviert wurde, ist als Maßstab eines ambitionierten Bahnverkehrs nicht immer der am besten geeignete. So trostlos die momentane Situation unbestritten auch ist. Wenn die Trassen vor einem Verhökern (z.B. für den Immobilien-Hype) sicher sind - soll's halt bis auf weiteres so sein.

Besten Gruß vom InterRailer26+

P.S. [EDIT3]: Aus meiner Sicht wäre es ein Zugewinn, wenn bei Bedarf RB/RE Züge über den Südring Richtung Zehlendorf fahren könnten. Für unsere Bau- und SEV-Profis würden sich damit ganz neue Möglichkeiten ergeben !



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.19 17:03.

Re: Berlin+ Potsdam: Antwort @ gerdboehmer

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 09.07.19 17:38

Hallo,

Dabei will ich es dann auch belassen, da ich meine Kenntnisse, die ja auf Recherchen und auch beruflich bedingter Ortskenntnis beruhen in dieser Diskussion mehrfach dargelegt habe. Wobei ich Deinen letzten Beitrag auch akzeptiere und was sich auf der Berlin-Potsdamer-Eisenbahn zukünftig ergeben wird, steht doch in den Sternen. Optional ist die Strecke im Berliner Flächennutzungsplan ja immer noch vorhanden und nicht offiziell entwidmet.

gerdboehmer schrieb:
Es geht in dem Bescheid des EBA nur um den Rückbau von nicht mehr benutzbaren Anlagen, nicht um eine Entwidmung der Bahnflächen (!) Die Entwidmung der Strecke ist ein ganz anderes Kapitel, um das es hier im Bescheid des EBA nicht geht.
Diese Taktik ist doch beinahe so alt wie der §11 AEG. Erst baut man eine Weiche oder 10 Meter Gleis aus: "Alles kein Problem, kann man jederzeit wieder in Betrieb nehmen!".

Dann baut man die Gleise ab: "Alles kein Problem, das hat mit einer Entwidmung überhaupt nichts zu tun!".

Und nach einer gewissen Schonfrist kommt dann diese Entwidmung: "Alles kein Problem, wir habe ausgeschrieben, aber keinen Interessenten gefunden, der dort umgehend Betrieb aufnehmen will!". Wobei ein Betrieb mit Schritt 1 und 2 längst unmöglich gemacht wurde.

Eigentlich sollten die Eisenbahner in diesem Forum in der Lage sein, eine solch einfache Strategie zu durchschauen. Selbstverständlich hat ein Rückbau der Anlagen was mit der Entwidmung zu tun.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Hallo,

Bezüglich Deiner Ausführungen will ich Dir an der Stelle bezüglich des taktischen Vorgehens nicht einmal widersprechen. Nur ist eben die Strecke seit Jahren doch ohne Verkehr und es ist nicht klar, was sich einige Herrschaften von dieser Strecke versprechen. Die Streckenabschnitte vom Potsdamer Bahnhof am Potsdamer Platz in Berlin bis nach Schöneberg und zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee sind abgebaut und entwidmet. Welchen Verkehrswert sollte den das restliche Teilstück zwischen Zehlendorf und Schöneberg haben ? Die Strecke kann nicht einmal ausgeschrieben werden, da die Anlagen seit Jahren nicht betriebsfähig sind. Es sind ja auch nicht nur die Gleisanlagen, sondern da sind auch die Nebenanlagen zurückgebaut worden. Entlang der Strecke ist für die Fernbahn keine Energieversorgung, sowie keine Leit- und Sicherungstechnik, bis hin zu den notwendigen Hochbauten mehr vorhanden.
Vorn daher sehe ich eben als Eisenbahner mit Ortskenntnis die Tatsache, das der Streckenabschnitt zwischen Schöneberg und Zehlendorf komplett nach heutigen Baugrundsätzen neu geplant, planfestgestellt und errichtet werden muss. Da geht Deine Anmerkung "Alles kein Problem, kann man jederzeit wieder in Betrieb nehmen" dann doch an den Tatsachen und Gegebenheiten vorbei (!) Der EBA-Bescheid hat nun wirklich Nichts mit der Entwidmung zu tun, das geht am Thema vorbei. Da unterscheide auch ich als Baueisenbahner zwischen der verschiedenen Genehmigungsverfahren des EBA:
- Baugenhemigung, bzw. Rückbaugenehmigung, - Betriebsgenmigungen, - Stillegungsgehmigung und - Entwidmungsverfahren.
Wobei über eine Entwidmung einer Bahnanlage nicht die Bahn und das EBA alleine entscheiden können, hier sind die entsprechenden örtlichen Behörden grundsätzlich mit dabei. Geht es doch bei einer Entwidmung auch darum, das die nicht mehr benötigten Bahnflächen an die Gemeinden bzw. Anrainer oder Alteigentümer zurück gegeben werden.
Ich hatte es auch in einer der Antworten schon geschrieben, das ich kritische Anmerkung von Dir und auch einigen anderen Herrschaften hier ja eventuell noch nachvollziehen könnte, wenn es um eine betriebsfähige Strecke gehen würde, was ja im Fall des Streckenabschnittes zwischen Schöneberg und Steglitz um den es in dem im Eingangsbeitrag verlinkten Bescheid des EBA geht ja nicht der Fall ist (!) Was soll also die Kritik von einigen Herrschaften hier bezüglich des Rückbaues von nicht mehr betriebsfähigen Anlagen ?

edit - Hauptsache ohne Sinn und Verstand auf die Bahn eingedroschen ...





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 16:39.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Streckenabschnitte zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee sind abgebaut und entwidmet.
Ist das so? Wann hat man denn das gemacht? Der S-Bahnbetrieb wurde ja immerhin bis 1980 bis Düppel betrieben und danach sollte die Strecke so wie die Siemensbahn doch eigentlich nicht entwidmet worden sein. Die Sowjets haben ja die Gleise einfach abgebaut und sicher die Strecke nicht vorher entwidmet. Hat man das danach oder nach der Wende nachgeholt?

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 17:06.
Hallo,

Die Entwidmung im Bereich Potsdamer Platz ist Anfang der 2000-er Jahre geschehen, als der gesamte Bereich Potsdamer Platz neu gestaltet wurde. Hier ist lediglich die Option offen, die Potsdamer Stammbahn irgendwann einmal in den Nord-Süd-Fernbahntunnel anzuschliessen. Zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee im Bereich Dreilinden, als die Brücke über den Teltowkanal vor einigen Jahren entfernt wurde. Hier bitte zwischen der Stammbahn und der Wannseebahn unterscheiden. Die Wannseebahn ist ja bis Lichterfelde West immer noch befahrbar. Der Sinn Deiner beiden letzten Sätze erschliesst sich mir nicht ganz.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 17:08.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Die Entwidmung im Bereich Potsdamer Platz ist Anfang der 2000-er Jahre geschehen, als der gesamte Bereich Potsdamer Platz neu gestaltet wurde. Hier ist lediglich die Option offen, die Potsdamer Stammbahn irgendwann einmal in den Nord-Süd-Fernbahntunnel anzuschliessen. Zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee im Bereich Dreilinden, als die Brücke über den Teltowkanal vor einigen Jahren entfernt wurde. Der Sinn Deiner beiden letzten Sätze erschliesst sich mir nicht ganz.

Nun, wichtig ist, ob es irgendein Verfahren gab, was man heute mit der Entwidmung gleichsetzen könnte. Die Sowjets haben die Gleise zwischen Düppel und Steinstücken als Reparation abgebaut - sicherlich ohne irgendwelche Formalitäten. Die Strecke verläuft ja zum großen Teil durch ehemaliges Grenzgebiet, wo man in der DDR auch eher wenig bis keine Formalitäten eingehalten hat. In West-Berlin war das Entwidmen von Bahnstrecken auch eher schwierig, da die Reichsbahn sich als Eigentümer der Grundstücke sah, beim Senat war man da jedoch anderer Meinung. Stillgelegte Bahnstrecken an solchen Orten sind halt häufig abgebaute Bahnstrecken, die aber noch als Bahnstrecken gewidmet sind. Du hast geschrieben, man hat das in den 2000er Jahren nachgeholt. Damit wäre diese Strecke durch den Wald vermutlich zugunsten der Führung über Wannsee gestorben, weil man da eine noch bestehende Bahnstrecke hätte. Allerdings auch mehr Anwohner.


Gruß Nemo

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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 17:23.
Hallo,

In Ordnung, einverstanden. Nur bringe hier einmal etwas nicht durcheinander, bzw. wirf hier einige Vorgänge der letzten Jahrzehnte nicht in einen Topf. Der Rückbau von nicht mehr befahrbaren Anlagen setzt erst einmal kein Stillegungs- und Entwidumgsverfahren voraus. Was da im Rahmen der Reparationen durch die Sowjets und danach durch die DDR bzw. der Reichsbahn bis 1990 geschehen ist, hat hier nichts zu suchen und darf definitiv nicht mit den aktuellen Masstäben gemessen werden. Aber auch dafür gab es die entsprechenden Unterlagen, ohne die entsprechenden Unterlagen lief auch damals nichts. Nur soviel, als eben nach 1990 der Bereich Griebnitzsee bis Düppel umgestaltet wurde, war eben auch klar, das damit auch die Stammbahn zwischen Zehlendorf und Potsdam gestorben ist.
Der Rückbau von Altanlagen und nachfolgenden Neubau hat erst einmal nichts mit einem Stillegungs- oder Entwidmungsverfahren zu tun. Wobei auch hier die entsprechenden Genehmigungen des EBA aktuell notwendig sind. Es ging ja im Eingangsbeitrag um eine offizielle Genehmigung für den Rückbau nicht mehr betriebsfähiger Altanlagen.
Hier bringst Du den gleichen fehlerhaften Gedankenansatz, wie einige Zeitgenossen, die für in Betrieb befindliche Strecken der Bahn die Unterlagen nach heutigen Masstäben einfordern wollen (Planfeststellung, Bau- und Betriebsgenehmigung, etc). So darf nun definitiv nicht heran gegangen werden. Also bitte Vorsicht an der Stelle, das geht nach hinten los ...





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.07.19 10:57.
gerdboehmer schrieb:
Bezüglich Deiner Ausführungen will ich Dir an der Stelle bezüglich des taktischen Vorgehens nicht einmal widersprechen. Nur ist eben die Strecke seit Jahren doch ohne Verkehr und es ist nicht klar, was sich einige Herrschaften von dieser Strecke versprechen.
Achso. Jetzt windest Du Dich heraus. Erst behaupten, dass Infrastrukturabbau nichts mit Entwidmung zu tun habe und jetzt das.

Die Sache ist ganz einfach: bei allen Strecken, bei denen man die Infrastruktur abbaut, verspricht man sich nichts mehr. Und nicht selten sieht man das 10 oder 20 Jahre später anders. Jetzt, da man sich die Verdoppelung der Fahrgäste zum Ziel gesetzt hat, sowieso. Deswegen ist jeder Abbau ein Verlust.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Hallo,

Dann erkläre mir einmal auf welcher rechtlichen Grundlage der Rückbau von nicht betriebsfähigen Altanlagen etwas mit einem Entwidmungsverfahren zu tun hat ? Wieso jeder Abbau von nicht betriebsfähigen Altanlagen der Bahn ein Verlust sein soll ist hier auch nicht klar.
Das es bei der Bahn auch ein strategisches und taktisches Vorgehen gibt ist doch unbestritten, nur macht das jedes andere Unternehmen auch, ist ja nun einmal auch unserer heutigen Wirtschaftsform geschuldet. Allerdings hat das Alles nichts mit dem Bescheid des EBA zu tun, um das es ja im Ursprung der Diskussion geht.
Lies einfach einmal meinen gesamten Beitrag und nicht nur die ersten zwei Sätze. denn hier besteht ein Zusammenhang. Noch ist die Strecke zwischen Schöneberg und Zehlendorf als nicht befahrbar in den Infrastrukturverzeichnissen vorhanden und das für diesen Streckenabschnitt ein Entwidmungsverfahren im Gange wäre ist mir nicht bekannt.
Beantworte doch einmal meine Frage, was Du Dir von dieser Strecke versprichst. Die Strecke ist doch ohne Verkehrswert für den Regional- und Fernverkehr, da die Verkehrsströme auf anderen Wegen verlaufen.





5-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 19:17.
gerdboehmer schrieb:
Dann erkläre mir einmal auf welcher rechtlichen Grundlage der Rückbau von nicht betriebsfähigen Altanlagen etwas mit einem Entwidmungsverfahren zu tun hat ?
Gerade im Posting davor passiert. So sorgfältig liest Du also die Beiträge Deiner Mit-Diskutanten, dass das nach 2 Beiträgen schon wieder vergessen ist. Tse tse.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Hallo,

Wo hast Du etwas von den rechtlichen Grundlagen geschrieben, der von Dir genannte Paragraph 11 AEG ist hier erst einmal nicht zutreffend und reicht mir als rechtliche Grundlage und für Deine Aussage, das der Rückbau von nicht betriebsfähigen Altanlagen der Bahn gleichbedeutend mit einer Entwidmung ist erst einmal auch nicht aus. Beschäftige Dich doch eventuell einmal mit den Hierarchien im Aufbau von Gesetzes- und Regelwerken. Eine Entwidmung von Bahnanlagen bedarf immer noch eines entsprechenden Antrages und kann eben nicht von der Bahn und dem EBA alleine durchgeführt werden, so wie ich das Heute auch schon geschrieben hatte.





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.19 19:49.
gerdboehmer schrieb:
Beantworte doch einmal meine Frage, was Du Dir von dieser Strecke versprichst. Die Strecke ist doch ohne Verkehrswert für den Regional- und Fernverkehr, da die Verkehrsströme auf anderen Wegen verlaufen.
Es wäre ja auch seltsam, wenn Regionalverkehrsströme dort fließen würden, wo keine Regionalzüge langfahren. Richtig interessant wäre die Strecke natürlich erst, wenn sie in den Fernbahntunnel eingebunden wird und/oder wenn man einen Regionalbahnsteig auf der Ringbahnebene des Bahnhofs Südkreuz erreichen würde. Dann könnte man damit die Stadtbahn entlasten und der Verkehrswert wäre sicherlich nicht 0.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.19 00:26.
Morjens,

Dein erster Satz hat mich etwas erheitert. Ich hatte es ja vorgestern schon in einem Beitrag geschrieben was aus der Strecke wird muss die Zukunft zeigen.
Historisch gab es an der Strecke auf Berliner Stadtgebiet ja nur zwei Bahnhöfe für den Regionalverkehr, den Potsdamer Bahnhof und eben Zehlendorf. Wannsee als Endpunkt der Wannseebahn lasse ich an der Stelle einmal aussen vor. Damit hält sich doch der Verkehrswert in Grenzen.

gerdboehmer schrieb:
Zitat:
Dein erster Satz hat mich etwas erheitert. Ich hatte es ja vorgestern schon in einem Beitrag geschrieben was aus der Strecke wird muss die Zukunft zeigen.
Historisch gab es an der Strecke auf Berliner Stadtgebiet ja nur zwei Bahnhöfe für den Regionalverkehr, den Potsdamer Bahnhof und eben Zehlendorf. Wannsee als Endpunkt der Wannseebahn lasse ich an der Stelle einmal aussen vor. Damit hält sich doch der Verkehrswert in Grenzen.
Naja, was es historisch gab, ist unerheblich. Wenn da wieder etwas kommt, dann wird auch Steglitz einen Halt kriegen.

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