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[Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Thomas79

Datum: 05.07.19 14:09

Ich habe es schon vor Jahren (!!!) gesagt, kommt in die Pötte, Leute, und besorgt Euch schnellstens eine Betriebsgenehmigung! Die Strecke ist in Ordnung, und die ein / zwei Bahnübergänge, die untebrochen wurden, lassen sich bestimmt ohne riesigen Aufwand mit lokaler oder regionaler Hilfe wiederherstellen. Dann freischneiden mit ein paar Leuten an den Wochenenden und die Trasse ist als Bahnstrecke gerettet. Aber nein, jetzt hat man Ewigkeiten gewartet und es passiert das hier:


Marklohe
Entwidmung als Kaufargument
Deutsche Bahn will ehemalige Bahnstrecke in Samtgemeinde Marklohe endgültig stilllegen / AEBB ist besorgt

https://www.dieharke.de/FotosD/Lokales/369707/Ein_Blick_auf_die_Gleise_in_der_Samtgemeinde_Markl....jpg

Quelle: [www.dieharke.de] (Bezahlartikel)

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: BOS

Datum: 05.07.19 14:16

Mal eine Verständnisfrage:

Die RSE hatte doch in Sulingen sogar einen "eigenen" Bahnsteig.

Die waren dort also schon aktiv, auch mit Zugfahrten.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun oder eben auch nicht?

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Der Warendorfer

Datum: 05.07.19 15:47

Moin,

wobei die Strecke Sulingen - Nienburg der Ast des "Sulinger Kreuzes" ist, der das geringste Potenzial hat. Die Strecke ist zwar noch komplett dem Bahnbetrieb gewidmet, aber m. W. fehlt bei Siedenburg bereits eine die Strecke überquerende Brücke, weswegen die Trasse in dem Abschnitt verfüllt wurde.

Eigentlich müsste es vom Bund ein Moratorium geben, keinen Meter gewidmete Bahnstrecke mehr zu entwidmen.

Viele Grüße

Andreas

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Thomas79

Datum: 05.07.19 15:55

BOS schrieb:
Was hat das eine mit dem anderen zu tun ...?

Leider offensichtlich nichts!
Deshalb hätte man damals weiter handeln müssen. Denn was nützt es einem, die Betriebserlaubnis für einen Bahnsteig zu haben, wenn die weiterführende(n) Strecke(n) nicht dabei ist(sind) und Freistellungen möglich sind?

Ich weiß auch nicht, warum die RSE hier nicht weiter Druck gemacht und die Initiative übernommen hat. Es geht hier ja um eine Entwicklung, die sich über Jahre hingezogen bzw. angedeutet hatte. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass die RSE in den vergangenen Jahren finanzielle Probleme hatte - das verdeutlichen jedenfalls die Jahresabschlüsse -, und man deshalb auf solche Projekte verzichtete.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Acobono

Datum: 05.07.19 16:06

Thomas79 schrieb:
BOS schrieb:
Was hat das eine mit dem anderen zu tun ...?

Leider offensichtlich nichts!
Deshalb hätte man damals weiter handeln müssen. Denn was nützt es einem, die Betriebserlaubnis für einen Bahnsteig zu haben, wenn die weiterführende(n) Strecke(n) nicht dabei ist(sind) und Freistellungen möglich sind?

Ich weiß auch nicht, warum die RSE hier nicht weiter Druck gemacht und die Initiative übernommen hat. Es geht hier ja um eine Entwicklung, die sich über Jahre hingezogen bzw. angedeutet hatte. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass die RSE in den vergangenen Jahren finanzielle Probleme hatte - das verdeutlichen jedenfalls die Jahresabschlüsse -, und man deshalb auf solche Projekte verzichtete.
Eher weil die RSE damit beschäftigt war sich mit allen verfügbaren Mitteln um die Westeifelbahn mit dem Bürgermeister von Gerolstein zu schlagen. Ist halt leider problematisch wenn nur eine einzige Firma in DE wirklich deutschlandweit für die Reaktivierung von Bahnstrecken kämpft.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Kursbuchstrecke

Datum: 05.07.19 17:57

Warum sind BIs gegen die Bahn eigentlich ständig so mächtig, BIs pro Bahn aber völlig machtlos?

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: 215 082-9

Datum: 05.07.19 18:08

Der Warendorfer schrieb:
Moin,

wobei die Strecke Sulingen - Nienburg der Ast des "Sulinger Kreuzes" ist, der das geringste Potenzial hat. Die Strecke ist zwar noch komplett dem Bahnbetrieb gewidmet, aber m. W. fehlt bei Siedenburg bereits eine die Strecke überquerende Brücke, weswegen die Trasse in dem Abschnitt verfüllt wurde.
Moin,

die Strecke ist diverse Male unterbrochen, in Mehlbergen wurde die Brücke auch zugeschüttet und etliche BÜ wurden aufgehoben. Mit etwas Freischnitt wäre es da nicht getan.
Schade ist es trotzdem, wobei ich an eine Reaktivierung nie geglaubt hatte.

VG aus Nienburg

Pau

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Thomas79

Datum: 05.07.19 18:36

215 082-9 schrieb:
die Strecke ist diverse Male unterbrochen, in Mehlbergen wurde die Brücke auch zugeschüttet und etliche BÜ wurden aufgehoben. Mit etwas Freischnitt wäre es da nicht getan.
Schade ist es trotzdem, wobei ich an eine Reaktivierung nie geglaubt hatte.
Dann holt man sich eben eine Betriebsgenehmigung für den längstmöglichen Streckenabschnitt und reaktiviert dann schrittweise weiter. Solange die Weiche in Sulingen noch drin ist.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Signal

Datum: 05.07.19 18:56

Acobono schrieb:
Eher weil die RSE damit beschäftigt war sich mit allen verfügbaren Mitteln um die Westeifelbahn mit dem Bürgermeister von Gerolstein zu schlagen. Ist halt leider problematisch wenn nur eine einzige Firma in DE wirklich deutschlandweit für die Reaktivierung von Bahnstrecken kämpft.
Leider nein. Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat: Auch in der Westeifel hat sich die RSE LEIDER nicht mehr blicken lassen. Die Betriebsgenehmigung, für die man erst noch vor Gericht gezogen war, blieb ungenutzt. Man akzeptierte, dass man die Strecke nicht betreten durfte und war nicht bereit die Pacht zu zahlen oder gegen den geforderten Pachtpreis vorzugehen. Das Ende der Geschichte ist bekannt, inzwischen die Strecke durch eine demontierte Brücke wohl für alle Zeit vom Netz getrennt. Die Presse berichtete am Ende nur noch, dass die RSE für keine Stellungnahme zu erreichen gewesen sei...

Gruß vom Signal



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.19 18:57.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Georg h

Datum: 05.07.19 19:26

Thomas79 schrieb:
Dann holt man sich eben eine Betriebsgenehmigung für den längstmöglichen Streckenabschnitt und reaktiviert dann schrittweise weiter. Solange die Weiche in Sulingen noch drin ist.
Dann kommt man aber keine 2 km weit, weil dort die östliche Umgehungsstaße von Sulingen die Bahnstrecke kreuzt. Die dort in einem Einschnitt geführte Bahnstecke wurde zugeschüttet und so eine Brücke erspart.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Georg h

Datum: 05.07.19 19:37

Dem folgend verlinkten Zeitungsartikel (vom August 2018) nach war die Versteigerung eines 13 km langen Abschnitts der Strecke Sulingen - Nienburg für den 21. September 2018 bei dem Auktionshaus Karhausen, Berlin geplant. Da sollte der 13 km lang Streckenabschnitt als Ganzes versteigert werden. Mindestgebot 49.000€. Die Anliegergemeinden bekundeten vor der Versteigerung nur Interesse an den auf ihrem Gebiet liegende Abschnitten und bedauerten, daß die Strecke als Ganzes versteigert werden sollte.
[www.kreiszeitung.de]

Über das Ergebnis der Versteigerung wird im folgenden Zeitungsartikel vom 21.9.2018 berichtet.
[www.kreiszeitung.de]

Demnach ging die Strecke an einen unbekannten Bieter für 150.000€.

Aktueller ist dieser Zeitungsbericht vom Mai 2019 , der aber im Widerspruch zu dem Bericht über den erfolgreichen Verkauf der Strecke steht.
[www.kreiszeitung.de]

Daraus geht hervor, daß sich das Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde (AEBB) Sorgen um den Verkauf der Strecke macht. Zitat aus dem Artikel: An zwei Streckenabschnitten sollen Teile an private Investoren verkauft werden.
Ist sie denn nun verkauft oder nicht?

Vg Georg

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: NWK

Datum: 05.07.19 21:58

Thomas79 schrieb:
BOS schrieb:
Was hat das eine mit dem anderen zu tun ...?

Leider offensichtlich nichts!
Deshalb hätte man damals weiter handeln müssen. Denn was nützt es einem, die Betriebserlaubnis für einen Bahnsteig zu haben, wenn die weiterführende(n) Strecke(n) nicht dabei ist(sind) und Freistellungen möglich sind?
...
Hallo,

die Betriebserlaubnis für den Bahnsteig war der Grund, warum es heute überhaupt noch möglich ist, über eine Reaktivierung zu sprechen. Ansonsten wäre der Bahnhof Sulingen bereits jetzt schon nicht mehr per Schiene erreichbar.

Wie vielen sicher bekannt ist, plante DB Netz eine Südschleife in Sulingen als Verbindungskurve, um ohne Kopfmachen von Diepholz nach Barenburg zu fahren. Der Bahnhof Sulingen sollte dann vom Streckennetz abgeklemmt werden. Dagegen klagte das AEBB erfolgreich, denn besagter Bahnsteig wäre dann nicht mehr erreichbar und Personenverkehr unmöglich gewesen.

Insofern hat der Bahnsteig eine essentielle Funktion.

Nun geht es im nächsten Schritt darum, die Weichen für eine schrittweise Wiederinbetriebnahme zu stellen. Noch ist nichts entwidmet! Auch in der Politik setzt sich langsam das Bewusstsein durch, dass man Schieneninfrastruktur nicht leichtfertig aufgeben darf - nur weil einige Jahre kein Zug gefahren ist.

Klar ist natürlich, dass der Streckenabschnitt Sulingen - Nienburg nicht der erste Reaktivierungskandidat wäre - da verspricht der Abschnitt nach Bassum (und weiter nach Bremen) deutlich mehr Potential. Ich halte es aber für nicht ausgeschlossen, dass wir irgendwann wieder vollen Betrieb auf dem Sulinger Kreuz sehen werden - man muss es politisch nur wollen!

Ob dabei aktuell der eine oder andere Bahnübergang zugeteert ist oder eine Brücke (wie über die B 61 in Bassum) erneuert werden muss, ist dabei zweitrangig. Mit einfachem Freischneiden der Strecke ist es ohnehin nicht getan.

Wer sich engagieren möchte ist herzlich willkommen:

AEBB

Gruß

NWK

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: ThomasR

Datum: 05.07.19 22:54

da gibt es aber bestimmt einen Passus in der Planfeststellung, dass die Brücke herzustellen ist, wenn der Bahnbetrieb aufgenommen wird. Das ist doch bei der Hermann-Hesse-Bahn in Weil der Stadt das gleiche Problem.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Acobono

Datum: 06.07.19 09:34

Signal schrieb:
Acobono schrieb:
Eher weil die RSE damit beschäftigt war sich mit allen verfügbaren Mitteln um die Westeifelbahn mit dem Bürgermeister von Gerolstein zu schlagen. Ist halt leider problematisch wenn nur eine einzige Firma in DE wirklich deutschlandweit für die Reaktivierung von Bahnstrecken kämpft.
Leider nein. Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat: Auch in der Westeifel hat sich die RSE LEIDER nicht mehr blicken lassen. Die Betriebsgenehmigung, für die man erst noch vor Gericht gezogen war, blieb ungenutzt. Man akzeptierte, dass man die Strecke nicht betreten durfte und war nicht bereit die Pacht zu zahlen oder gegen den geforderten Pachtpreis vorzugehen. Das Ende der Geschichte ist bekannt, inzwischen die Strecke durch eine demontierte Brücke wohl für alle Zeit vom Netz getrennt. Die Presse berichtete am Ende nur noch, dass die RSE für keine Stellungnahme zu erreichen gewesen sei...

Gruß vom Signal
1. Es ging um die vergangengen Jahre, nicht um die aktuelle Situation. Und eben wegen jenes Gerichtskampfes konnte sich die RSE nicht auch noch um diese Strecke kümmern

2. Wir sind schon weiter als die Nicht-Stellungnahme der RSE, da mittlerweile die Vulkaneifelbahn das ganze übernommen hat. Das letzte Wort ist für die Westeifelbahn noch nicht gesprochen.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 06.07.19 10:22

Acobono schrieb:
Ist halt leider problematisch wenn nur eine einzige Firma in DE wirklich deutschlandweit für die Reaktivierung von Bahnstrecken kämpft.

Das stimmt natürlich nicht. Die Lappwaldbahn reaktiviert z. B. gerade den Nordabschnitt der Teutoburger Wald Eisenbahn und investiert dabei Millionenbeträge aus eigener Tasche.

Außerdem wurden aktuell die VEE und die HKB reaktiviert.

Man kann nicht alles auf einmal haben, nachdem für ein paar Jahre gewählte Regierungen das Schienennetz absichtlich haben verrotten lassen. Gerade in Niedersachen mit seinem VW-Aktienpaket.

Wenn die regionalen Volksvertreter nicht aufwachen dann sieht es halt schlecht aus. Aber vielleicht wachen sie ja auf.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Acobono

Datum: 06.07.19 10:35

Markus Heesch schrieb:
Acobono schrieb:
Ist halt leider problematisch wenn nur eine einzige Firma in DE wirklich deutschlandweit für die Reaktivierung von Bahnstrecken kämpft.

Das stimmt natürlich nicht. Die Lappwaldbahn reaktiviert z. B. gerade den Nordabschnitt der Teutoburger Wald Eisenbahn und investiert dabei Millionenbeträge aus eigener Tasche.

Außerdem wurden aktuell die VEE und die HKB reaktiviert.

Man kann nicht alles auf einmal haben, nachdem für ein paar Jahre gewählte Regierungen das Schienennetz absichtlich haben verrotten lassen. Gerade in Niedersachen mit seinem VW-Aktienpaket.

Wenn die regionalen Volksvertreter nicht aufwachen dann sieht es halt schlecht aus. Aber vielleicht wachen sie ja auf.
Die Lappwaldbahn betreibt den Großteil ihrer Strecken als Netz. Die VEE ist eine einzelne Strecke und reaktiviert worden durch das Kieswerk. Die einzige Strecke die ich unter dem Namen HKB kenne ist zu fast 100% zurückgebaut und wird nicht befahren.

Du hast mich missverstanden, ich sage nicht dass die RSE die einzige Firma ist die reaktiviert, aber sie ist die einzige Firma die sich nicht nur auf ihrem eigenen kleinen Fleck dafür engagiert sondern wirklich deutschlandweit. Alle deine Beispiele sind komplett lokal. Und genau sowas braucht man wenn man eben nicht immer lokale Kräfte dafür organisieren kann.

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: bbf

Datum: 07.07.19 21:02

Guten Abend,

gegen Ende des Jahres sollen auch Teile des Abschnitts Bassum - Sulingen verkauft werden, habe ich letztens gelesen.

So wie es aussieht, gehts jetzt wohl endgültig dem Ende des Sulinger Kreuzes entgegen. Sehr schade!

VG,

Ingo

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Thomas79

Datum: 07.07.19 21:12

bbf schrieb:
Guten Abend,

gegen Ende des Jahres sollen auch Teile des Abschnitts Bassum - Sulingen verkauft werden, habe ich letztens gelesen.

So wie es aussieht, gehts jetzt wohl endgültig dem Ende des Sulinger Kreuzes entgegen. Sehr schade!

VG,

Ingo
Es ist eben auch leider Gottes jahrelang nichts passiert! Worauf hat man denn gewartet? Bis die Strecken wirklich abgebaut werden? :-(

Re: [Sulinger Kreuz] Entwidmung als Kaufargument

geschrieben von: Henra

Datum: 07.07.19 22:07

Kursbuchstrecke schrieb:
Warum sind BIs gegen die Bahn eigentlich ständig so mächtig, BIs pro Bahn aber völlig machtlos?
Weil ersteres der Politik i.d.R. sehr gut in den Kram passt, letzteres dagegen absolut nicht....

Aktuelle Entwicklung (PM)

geschrieben von: Thomas79

Datum: Heute, 06:31:56

Es tut sich etwas! Aber leider nichts gutes... denn offensichtlich ist die Entwidmung der zu verkaufenden Streckenabschnitte schon im Bundesanzeiger ausgelegt! :-(

Schön aber zu sehen, dass man sich über Parteigrenzen hinweg einig ist, dass die Strecke erhalten beiben muss. Sonst sind ja normalerweise Bürgerlich-Liberale sowie grüne Linkssozis völlig gegensätzlicher Meinung!

Rahden
Rahden Sulinger Kreuz: Nach Espelkamp spricht sich auch Rahden für Bahnstrecke aus
Rahdener Politiker sind für den Erhalt der Linie nach Bremen. FDP kritisiert Verhalten des bundeseigenen Konzerns.

https://www.nw.de/_em_daten/_cache/image/1xaFl7nZy3rTO4SRKrzEmJYXZHxAHLsAXqBZVsOM-up7K-5PQQpirsygk0BayvLSZGE825QBuJEM1f33shbVeXyQ/190712-1700-226948078.jpg
Railion 294 590 führt einen Güterzug von Barenburg auf der Strecke des Sulinger Kreuzes nach Sulingen. | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Nach den Nachbarn in Espelkamp hat sich auch der Rat der Stadt Rahden für den Erhalt der Bahnstrecken des Sulinger Kreuzes ausgesprochen – und damit auch für den Erhalt der zurzeit stillgelegten Strecke von Rahden in Richtung Bremen. Eine entsprechende Resolution brachte die Politik einmütig auf den Weg.

Wie berichtet will die Deutsche Bahn AG den Abschnitt von Sulingen nach Nienburg als Verkehrsweg für die Bahn entwidmen und die Trasse zwischen Ströhen und Barenburg verkaufen – beides würde eine Wiederbelebung der Bahnstrecken unmöglich machen, im letzteren Fall auch die Verbindung von Rahden nach Bremen endgültig kappen. Gegen dieses Vorhaben gibt es erheblichen Protest.

Bürgermeister verweist auf Klimaschutz

Es gehe bei diesem Thema auch ums Klima, hatte Rahdens Bürgermeister Bert Honsel ein wichtiges ökologisches Thema im Blick. Wäre die Strecke nach Barenburg weg, „dann wäre es das auch gewesen mit der Bahnstrecke nach Bremen".

Eine Entwidmung der Strecke wäre aus Sicht von Friedrich Schepsmeier (SPD) ein „starkes Stück – im negativen Sinn und würde die Strecke töten". Unabhängig davon, wie man über eine mögliche Nutzung der Bahnstrecken denke, müsse man gegen eine Entwidmung stimmen. Schepsmeier möchte auch darüber sprechen, wie die Strecken wieder genutzt werden könnte. Er schlug vor, einen Vertreter des Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe einzuladen, um Ideen zum Personenverkehr zu besprechen. Auch über Güterverkehr müsse man reden.

FDP kritisiert Verhalten des bundeseigenen Konzerns

Hans-Eckhard Meyer (FDP) würdigte die gute Stellungnahme, die die Stadtverwaltung ausgearbeitet hatte. In Ostwestfalen-Lippe spreche man über die „Regionale" und die habe einen Schwerpunkt bei der Mobilität. „Dann verstehe ich nicht, warum so eine Verbindung gekappt werden soll, die zwei immer stärker zusammenwachsende Wirtschaftsräume verbindet." 80 Kilometer seien heute nichts mehr, hatte der FDP-Ratsherr Meyer die Oberzentren Bielefeld und Bremen im Blick.

Anders als vom Kirchdorfer CDU-Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig behauptet wird Exxon Mobil als Güterkunde auf dem Sulinger Kreuzes am Gütertransport per Bahn festhalten. Einen Grund für seine gegenteilige und unzutreffende Behauptung hatte Knoerig trotz wiederholter Nachfrage nicht genannt.

Achim Post schaltet Konzernbevollmächtigte ein

Das Vorgehen der Deutschen Bahn AG in Sachen Sulinger Kreuz hatte wie berichtet auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Achim Post auf den Plan gerufen; er hat die Konzernbevollmächtigte für Niedersachsen eingeschaltet und engagiert sich für den Erhalt der Bahnstrecken.

Kritik an der bundeseigenen Bahn AG wegen ihres Umgangs mit Strecken gibt es auch andernorts – bei der in Rheinland-Pfalz und im Saarland befindlichen Hochwaldbahn etwa. Auch hier engagiert sich wie beim Sulinger Kreuz ein Aktionsbündnis mit Unternehmen der Eisenbahninfrastruktur und des Eisenbahnverkehrs für die Wiederbelebung – und schaltete im März die Polizei ein: Laut einem Bericht der Saarbrücker Zeitung und des Fachmagazins Der Schienenbus hatte die Bahn AG mehrere Kilometer Gleise abgebaut, ohne dass es dafür eine Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt oder die Landeseisenbahnaufsicht Rheinland-Pfalz gab.

Quelle: [www.nw.de]