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Tach zusammen,

aktuell sind die Um- bzw Neubauten der Haltepunkte Vettweiß und Elsig zur Offenlage bei der Bezirksregierung Köln online:

[www.bezreg-koeln.nrw.de] bis 19.06.19

[www.bezreg-koeln.nrw.de] bis 10.07.19

Es geht also voran!

Gruß,
Andre Joost
Und natürlich verschwinden wieder die ganzen mechanischen Schranken, die jahrzehntelang zuverlässig ihre Dienste versehen haben.
Speelwark schrieb:
Und natürlich verschwinden wieder die ganzen mechanischen Schranken, die jahrzehntelang zuverlässig ihre Dienste versehen haben.
An sich gäbe ich Dir ja Recht.
Aber man sieht, dass Du auf der RB 28 noch nie mitgefahren bist. Ansonsten würdest Du wissen, dass der jetzige Not-Betrieb dort selbst so mancher Museumseisenbahn die Scham ins Gesicht treiben würde.

Grüße
stellwerk_wf
Speelwark schrieb:
Und natürlich verschwinden wieder die ganzen mechanischen Schranken, die jahrzehntelang zuverlässig ihre Dienste versehen haben.
Bei einer Bahn, die gar nicht im Regelbetrieb genutzt wurde. Steinzeit muss halt nicht mehr sein, wenn man moderne Eisenbahn will.
Speelwark schrieb:
Und natürlich verschwinden wieder die ganzen mechanischen Schranken, die jahrzehntelang zuverlässig ihre Dienste versehen haben.
Solange die neuen Schranken nicht von Bombardier oder PESA kommen, werden die auch zuverlässig funktionieren ; -)

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg
Zitat
Und natürlich verschwinden wieder die ganzen mechanischen Schranken, die jahrzehntelang zuverlässig ihre Dienste versehen haben.
Was an der Strecke noch an mechanischer Sicherungstechnik rumsteht, ist nur noch ein Fall für den Verwerter.



Zitat
An sich gäbe ich Dir ja Recht.
Aber man sieht, dass Du auf der RB 28 noch nie mitgefahren bist. Ansonsten würdest Du wissen, dass der jetzige Not-Betrieb dort selbst so mancher Museumseisenbahn die Scham ins Gesicht treiben würde.
Die Zahl der BÜs die per Posten gesichert werden muss hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Um Düren wurden schon viele BÜs gesichert und bei anderen wird gelasert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.19 18:30.

mechanische Schranken

geschrieben von: Rudolf R

Datum: 11.06.19 21:47

Wer soll denn die Schranken bedienen? Wer soll das Personal bezahlen? Die Bahnlinie soll zur Beförderung von möglichst vielen Fahrgästen und nicht zur Beschäftigungstherapie von vielen Eisenenbahnern reaktiviert werden. Für mich ist diese Bahnlinie ein extremer Fall von Misswirtschaft der Bundesbahn. Wenig automatischen Bahnübergangssicherungsanlagen aber an jedem zweiten oder dritten Feldweg ein Schrankenwärter. Es war ja eine Hauptbahn, da müsste jeder kleine Bahnübergang gesichert werden. Bis 1975 gab es auch Bahnübergänge, die sonntags geschlossen waren.

Re: mechanische Schranken

geschrieben von: ingo st.

Datum: 12.06.19 09:53

War das eine strategische Bahn, die bis 1990 vom Bundesverteidigungsministerium Ausgleichszahlungen erhalten hat?

Mit Stand 1994 Gründung der AG fiel auch diese Strecke unter dem Modernisierungsstau der Bundesbahn. Stand der Technik war automatische Bü-Sicherung, Dr-Stellwerke und Lichtsignale.
Gab es für diesen Modernisierungsstau nicht auch Sonderinvestitionsvereinbarungen zwischen Bund und DB AG?

Spring, User, spring!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 12.06.19 10:18

"Aber man sieht, dass Du auf der RB 28 noch nie mitgefahren bist. Ansonsten würdest Du wissen, dass der jetzige Not-Betrieb dort selbst so mancher Museumseisenbahn die Scham ins Gesicht treiben würde."

Hallo stellwerk_wf,

das hast du schön geschrieben...

Erstmal das Runterbremsen vor jedem noch so winzigen und meilenweit einsehbaren Feldweg-BÜ und dann das Verfahren an den verrotteten Übergängen mit (wohl gar nicht mehr funktionierenden?) Schrankenanlagen. Das macht die Fahrt tatsächlich sehr zäh. Aber schön, dass sich aus diesem Betrieb nun doch ein Planverkehr als Vollreaktivierung entwickelte! Das können sich die Aktiven bei Verein, den beteiligten Bahnen und der lokalen Politik auf ihre Fahnen schreiben. Auch, wenn Thomas Lammpe Reaktivierungen und Netze für völlig überbewertet hält.

Und noch eine Bitte: springt doch nicht stets über jedes Stöckchen, dass euch User Speelwark beim Beklagen der Verluste alter Sicherungstechnik hinhält. Gerade hier bei der Bördebahn sieht man ja, wie weltfremd das mitunter (vielleicht nicht immer) ist.

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Rosinen.jpg

Schrankenanlagen?

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 12.06.19 11:40

Nun ja so viele Schrankenanlagen gibt es auf der Strecke dann ja auch nicht mehr .
Ich schaue mir die Streckenpläne und das Streckenband an.

MfG
eifelindianer

Re: mechanische Schranken

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 12.06.19 11:55

ingo st. schrieb:
War das eine strategische Bahn, die bis 1990 vom Bundesverteidigungsministerium Ausgleichszahlungen erhalten hat?

Mit Stand 1994 Gründung der AG fiel auch diese Strecke unter dem Modernisierungsstau der Bundesbahn. Stand der Technik war automatische Bü-Sicherung, Dr-Stellwerke und Lichtsignale.
Gab es für diesen Modernisierungsstau nicht auch Sonderinvestitionsvereinbarungen zwischen Bund und DB AG?
Modernisierungsstau der Bundesbahn? Nee der griff schon 1980. Vettweiß hatte, neben zwei Blilo's, schon früh ein modernes ein Dr S 2 Stellwerk, das wurde dort in den 1980-ern nur ausgebaut und in Meckenheim dann zweitverwendet. Das Meckenheimer Schlüsselwerk wurde der DB dann doch zu historisch, so das es zum Glück in W'tal eine Bleibe zu fand. Ebenso die ferngesteuerte Bü-Technik bei Rommelsheim war für die Bü's zwischen Rheinbach und Meckenheim hervorragend, nach Blitzeinschlag, noch zu gebrauchen, Mangels Ersatzteile und maroder Verkabelung.

MfG

Re: mechanische Schranken

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 12.06.19 12:17

Rudolf R schrieb:
Wer soll denn die Schranken bedienen? Wer soll das Personal bezahlen? Die Bahnlinie soll zur Beförderung von möglichst vielen Fahrgästen und nicht zur Beschäftigungstherapie von vielen Eisenenbahnern reaktiviert werden. Für mich ist diese Bahnlinie ein extremer Fall von Misswirtschaft der Bundesbahn. Wenig automatischen Bahnübergangssicherungsanlagen aber an jedem zweiten oder dritten Feldweg ein Schrankenwärter. Es war ja eine Hauptbahn, da müsste jeder kleine Bahnübergang gesichert werden. Bis 1975 gab es auch Bahnübergänge, die sonntags geschlossen waren.
Falsche Frage, ich würde hier anders fragen: Wer will das schon noch bezahlen? Heute schielen doch Alle auf Zuschüsse.

Die Maßnahmen auf der Strecke waren kein extremer Fall von Misswirtschaft, sie waren nur eine Folge des Beschlußes diese Strecke in absehbarer Zeit stillzulegen. Man muß dabei auch betrachten wie viele Züge denn da ab 1975 täglichüberhaupt noch fuhren. Es wurden von Fahrplan zu Fahrplan dann auch immer weniger Züge, bis das Jahr 1983 kam. Ein nicht unbedeutendes Datum für die Strecke war eigentlich der Bonn - Berlin Beschluß und die Gründung der DB AG würde ich sagen. Jahrelang hat es kaum Einen interessiert was dort passiert, bis dann der Verein Bördebahn sich dazu entschloß dort mit der Eisenbahn zu fahren und damit an die Öffentlichkeit gehen.

MfG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.19 12:18.

Re: mechanische Schranken

geschrieben von: Rudolf R

Datum: 12.06.19 12:36

Ich bin in Düren aufgewachsen und kannte damals diese und andere Bahnlinien dort. An anderen Bahnlinien hatte man bereits frühzeitig Schrankenposten durch Blinklichtanlagen ersetzt. Personell bediente Schranken gab es woanders meist nur noch an Stellwerken, so z. B. zwischen Düren und Jülich nur noch in Huchem-Stammeln. Zwischen Düren und Euskirchen ist im wesentlichen nur in Vettweiß investiert worden. Als der Schrankenposten an der Kölner Landstraße in Düren durch Blinklicht und Halbschranken ersetzt wurde, hat man sogar bei einem Bahnübergang in der Nähe eine Anrufschranke aufgestellt, anstatt mit Nägel mit Köpfen zu machen und voll zu automatisieren.

Speelwark-Fanclub ;-)

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 12.06.19 13:11

Der Zeuge Desiros schrieb:
"Aber man sieht, dass Du auf der RB 28 noch nie mitgefahren bist. Ansonsten würdest Du wissen, dass der jetzige Not-Betrieb dort selbst so mancher Museumseisenbahn die Scham ins Gesicht treiben würde."

Hallo stellwerk_wf,

das hast du schön geschrieben...

Erstmal das Runterbremsen vor jedem noch so winzigen und meilenweit einsehbaren Feldweg-BÜ und dann das Verfahren an den verrotteten Übergängen mit (wohl gar nicht mehr funktionierenden?) Schrankenanlagen. Das macht die Fahrt tatsächlich sehr zäh. Aber schön, dass sich aus diesem Betrieb nun doch ein Planverkehr als Vollreaktivierung entwickelte! Das können sich die Aktiven bei Verein, den beteiligten Bahnen und der lokalen Politik auf ihre Fahnen schreiben. Auch, wenn Thomas Lammpe Reaktivierungen und Netze für völlig überbewertet hält.

Und noch eine Bitte: springt doch nicht stets über jedes Stöckchen, dass euch User Speelwark beim Beklagen der Verluste alter Sicherungstechnik hinhält. Gerade hier bei der Bördebahn sieht man ja, wie weltfremd das mitunter (vielleicht nicht immer) ist.

Heiko
Hallo Heiko,

also ich finde die Beiträge von Speelwark amüsant. Ich warte bei jedem (absolut notwendigen und viel zu langsamen) Verschwinden von mechanischer Steinzeittechnik auf die Beiträge, denn auch wenn ich sie nicht teile, es ist ein vergnügen das zu lesen, weil es so herrlich weltfremd und schon wieder lustig ist.
Anders als andere mit ihren Dauerbeiträgen ist das bei Speelwark wenigstens amüsant. ;-)
Berichtigung: Das gilt nur für die mechanischen Beiträge. Dieser menschenverachtende Beitrag zum NWB-Thema Bremen ist wirklich schon blaubraunes Niveau.

Ansonsten gut dass die Strecke reaktiviert werden soll, aber natürlich kann man kritisieren dass das alles viel zu langsam geht und viel zu spät kommt. Aber im reaktivierungsfeindlichen NRW (wenn man mal den Raum Aachen ausklammert), wo selbst zweigleisige Hauptbahnen (deren Kapazität uns noch auf die Füße fallen wird) in Radschnellwege verbaut werden (statt diese auf rückgebauten Straßen oder verengten Fahrbahnen einzurichten).





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.19 13:20.

Reaktivierungen NRW

geschrieben von: rhein-ruhr

Datum: 12.06.19 14:09

Hallo,


Ansonsten gut dass die Strecke reaktiviert werden soll, aber natürlich kann man kritisieren dass das alles viel zu langsam geht und viel zu spät kommt. Aber im reaktivierungsfeindlichen NRW (wenn man mal den Raum Aachen ausklammert), wo selbst zweigleisige Hauptbahnen (deren Kapazität uns noch auf die Füße fallen wird) in Radschnellwege verbaut werden (statt diese auf rückgebauten Straßen oder verengten Fahrbahnen einzurichten).
Das mit dem reaktivierungsfeindlichen NRW sehe ich allerdings nicht so, da gibt es auch Strecken außerhalb von Aachen. Meinerzhagen-Brügge, Brilon Wald-Stadt, Lindern-Heinsberg, Heerlen-Herzogenrath (zumindest Elektrifizierung neu), Gronau-Enschede, Emmerich-Arnhem im Nahverkehr, dazu kommen demnächst Kamp-Lintfort, Gladbeck-Recklinghausen S9, Mettmann-Wuppertal plus Elektrifizierung der gesamten Linie, Düren-Euskirchen und evtl. weitere Reaktivierung(en) bei Münster. Und wahrscheinlich war meine Aufzählung nicht komplett.
Und das NRW eher pro Reaktivierung ist als z. B. Niedersachsen sieht man daran, das Brackwede-Osnabrück zuerst auf dem NRW Gebiet reaktiviert wurde, erst mehrere Jahre später folgte der Niedersachsen-Teil. Und die Linie Bünde-Rhaden endet schon seit vielen Jahren an der Landesgrenze.
Das mit der stillgelegten zweigleisigen elektrifzierten Hauptbahn und Umwandlung in einen Radweg sehe ich aber genauso kritisch. Außerdem fehlen am linken Niederrhein auch noch die Lückenschlüsse von Kleve nach Nijmwegen und am besten auch Xanten-Kleve. Linnich-Erkelenz ist ja immerhin schon in einer Tagesordnung des NVR aufgetaucht.
Schönen Tag
rhein-ruhr



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.19 14:10.

Re: Reaktivierungen NRW

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 12.06.19 14:58

rhein-ruhr schrieb:
Hallo,


Ansonsten gut dass die Strecke reaktiviert werden soll, aber natürlich kann man kritisieren dass das alles viel zu langsam geht und viel zu spät kommt. Aber im reaktivierungsfeindlichen NRW (wenn man mal den Raum Aachen ausklammert), wo selbst zweigleisige Hauptbahnen (deren Kapazität uns noch auf die Füße fallen wird) in Radschnellwege verbaut werden (statt diese auf rückgebauten Straßen oder verengten Fahrbahnen einzurichten).
Das mit dem reaktivierungsfeindlichen NRW sehe ich allerdings nicht so, da gibt es auch Strecken außerhalb von Aachen. Meinerzhagen-Brügge, Brilon Wald-Stadt, Lindern-Heinsberg, Heerlen-Herzogenrath (zumindest Elektrifizierung neu), Gronau-Enschede, Emmerich-Arnhem im Nahverkehr, dazu kommen demnächst Kamp-Lintfort, Gladbeck-Recklinghausen S9, Mettmann-Wuppertal plus Elektrifizierung der gesamten Linie, Düren-Euskirchen und evtl. weitere Reaktivierung(en) bei Münster. Und wahrscheinlich war meine Aufzählung nicht komplett.
Und das NRW eher pro Reaktivierung ist als z. B. Niedersachsen sieht man daran, das Brackwede-Osnabrück zuerst auf dem NRW Gebiet reaktiviert wurde, erst mehrere Jahre später folgte der Niedersachsen-Teil. Und die Linie Bünde-Rhaden endet schon seit vielen Jahren an der Landesgrenze.
Das mit der stillgelegten zweigleisigen elektrifzierten Hauptbahn und Umwandlung in einen Radweg sehe ich aber genauso kritisch. Außerdem fehlen am linken Niederrhein auch noch die Lückenschlüsse von Kleve nach Nijmwegen und am besten auch Xanten-Kleve. Linnich-Erkelenz ist ja immerhin schon in einer Tagesordnung des NVR aufgetaucht.
Schönen Tag
rhein-ruhr
NRW ist das bevölkerungsreichste Land Deutschlands und da gibt es viele Städte mit 5stelliger Einwohnerzahl die keinen Bahnanschluss haben und anderswo wäre auch eine Wuppertaler Nordbahn reaktiviert worden oder die Rheinische Güterbahn nicht kaputtgemacht worden (das Fehlen dieser Kapazitäten wird sich noch rächen).
Gut, du hast jetzt einiges aufgezählt, aber das ist verglichen mit z. B. Rheinland-Pfalz wenig, gerade wenn man die Potentiale vergleicht, die in NRW doch vielfach höher sind.

Re: Reaktivierungen NRW

geschrieben von: Anbeku

Datum: 12.06.19 15:27

rhein-ruhr schrieb:
Hallo,


Ansonsten gut dass die Strecke reaktiviert werden soll, aber natürlich kann man kritisieren dass das alles viel zu langsam geht und viel zu spät kommt. Aber im reaktivierungsfeindlichen NRW (wenn man mal den Raum Aachen ausklammert), wo selbst zweigleisige Hauptbahnen (deren Kapazität uns noch auf die Füße fallen wird) in Radschnellwege verbaut werden (statt diese auf rückgebauten Straßen oder verengten Fahrbahnen einzurichten).
Das mit dem reaktivierungsfeindlichen NRW sehe ich allerdings nicht so, da gibt es auch Strecken außerhalb von Aachen. Meinerzhagen-Brügge, Brilon Wald-Stadt, Lindern-Heinsberg, Heerlen-Herzogenrath (zumindest Elektrifizierung neu), Gronau-Enschede, Emmerich-Arnhem im Nahverkehr, dazu kommen demnächst Kamp-Lintfort, Gladbeck-Recklinghausen S9, Mettmann-Wuppertal plus Elektrifizierung der gesamten Linie, Düren-Euskirchen und evtl. weitere Reaktivierung(en) bei Münster. Und wahrscheinlich war meine Aufzählung nicht komplett.
Lindern-Heinsberg, Heerlen-Herzogenrath und Düren-Euskirchen liegen zumindest teilweise im Aachener Verkehrsverbund.

Reaktivierungsfreude Aachen....

geschrieben von: Acobono

Datum: 12.06.19 16:13

Zitat
Ansonsten gut dass die Strecke reaktiviert werden soll, aber natürlich kann man kritisieren dass das alles viel zu langsam geht und viel zu spät kommt. Aber im reaktivierungsfeindlichen NRW (wenn man mal den Raum Aachen ausklammert), wo selbst zweigleisige Hauptbahnen (deren Kapazität uns noch auf die Füße fallen wird) in Radschnellwege verbaut werden (statt diese auf rückgebauten Straßen oder verengten Fahrbahnen einzurichten).
Ja ja ja, der reaktivierungsfreundliche Raum Aachen. Hast du sonst noch solche Scherze?

Düren-Euskirchen: Wurde mit einer Unmenge an Eigenaufwand eines Bürgervereins betrieben und mit Händeringen vor dem Abbau gerettet. Erst nachdem der Bürgerverein leider sehr penetrant beweisen konnte dass die Strecke wirtschaftlich betreibbar ist und eine wichtige Verbindung darstellt wurde man in Politik und an größeren Stellen aktiv. Selbst als die Bürgerbahn schon zum Phänomen geworden war gaben einige Bürgermeister immer noch von sich was das denn solle, die SB98 reiche ja schließlich auch.

Heerlen-Herzogenrath: Wurde massivst von den Niederlanden vorangetrieben, die mit dem blöden Busverkehr so überhaupt gar nicht zufrieden waren (SB44). Den sie übrigens auch selber betreiben, von deutscher Seite kam da gar nichts. Auch die Verzögerungen in der Elektrifizierung waren rein auf deutscher Seite.

Stolberg-Herzogenrath: Die Ringbahn wurde nach vielen Querelen ENDLICH fertig. Elektrifizierung stockt immernoch am Flugplatz weil sich irgendwie keiner verantwortlich fühlt da mal signifikant Initiative zu ergreifen.

Stolberg-Altstadt - Stolberg-Breinig (-Eupen) immer noch nix außer Sonderfahrten nach Breinig, stockt auch hier weil sich keiner verantwortlich fühlt mal die Peitsche in die Hand zu nehmen.

Merzbrück - Würselen - Aachen-Nord: Am Widerstand der Bevölkerung erstickt und auf unbestimmte Zukunft verschoben.

Straßenbahn Aachen: Am Widerstand der Bevölkerung erstickt, zweiter Versuch jetzt ganz zart angedeutet.

Millionenlinie: Von den Niederlanden am Leben gehalten, Reaktivierung scheitert mal wieder an der deutschen Seite, diesmal Lustlosigkeit realistisch zu planen oder überhaupt mal voran zu kommen. Stattdessen lieber der Quark den die ASEAG-Linie 74 darstellt.

Linnich-Düren: Nur am Leben gehalten, weil eine Firma den Anschluss behalten wollte (SIG Combibloc)

Linnich-Hückelhoven(-Ratheim): Erst irgendwo bei Leuten angekommen die an den Hebeln sitzen, als die einzelnen Gemeinden angeboten haben ganz tief selbst in die Tasche zu greifen und die Vorplanungskosten zu stemmen.

Aachen-Nord - Jülich: Mittlerweile so überlastet dass man nunmehr gleich zwei Schnellbuslinien schickt, die beide in der HVZ viel zu voll sind. Um an eine Reaktivierung aber überhaupt denken zu können müsste man Aachen-Nord-Merzbrück reaktivieren, aber dafür müsste man wieder durch Würselen und hey, siehe oben. Außerdem, wer würde denn den schönen Radweg aufgeben wollen....

Alternativ dazu, Indetalbahn Eschweiler-Jülich: Trasse durchaus wieder machbar, aber wozu reaktivieren, Sardine in SB20/220/11 macht doch Spaß! Außerdem wollte man ja den Haltepunkt Eschweiler-Aue reaktivieren.... jaaa... also theoretisch schon seit 2004... aber irgendwie fühlt sich auch hier wieder mal kein Schwein verantwortlich.


Es gibt kaum einen geschröpfteren Raum in NRW was Schienenverkehr anbetrifft als Aachen. Aachen ist die kleinste Stadt die Doppelgelenkbusse benutzen muss weil sie kein Schienennetz hat, der Raum Aachen ist auf der Top 5 der größten Ballungsräume ohne Straßenbahn, und das wenige was gemacht wird geht nur mit ach und krach und meistens mit Druck von irgendwo anders.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.19 16:23.

Re: Reaktivierungsfreude Aachen....

geschrieben von: Anbeku

Datum: 12.06.19 16:47

Acobono schrieb:
Düren-Euskirchen: Wurde mit einer Unmenge an Eigenaufwand eines Bürgervereins betrieben und mit Händeringen vor dem Abbau gerettet. Erst nachdem der Bürgerverein leider sehr penetrant beweisen konnte dass die Strecke wirtschaftlich betreibbar ist und eine wichtige Verbindung darstellt wurde man in Politik und an größeren Stellen aktiv. Selbst als die Bürgerbahn schon zum Phänomen geworden war gaben einige Bürgermeister immer noch von sich was das denn solle, die SB98 reiche ja schließlich auch.

Wobei da der Gegenwind hauptsächlich aus Richtung Euskirchen bzw Kreis Euskirchen kam. Jetzt ist das aber politisch durch und nur ein paar Wutbürger aus Elsig haben das noch nicht begriffen.


Acobono schrieb:
Heerlen-Herzogenrath: Wurde massivst von den Niederlanden vorangetrieben, die mit dem blöden Busverkehr so überhaupt gar nicht zufrieden waren (SB44). Den sie übrigens auch selber betreiben, von deutscher Seite kam da gar nichts. Auch die Verzögerungen in der Elektrifizierung waren rein auf deutscher Seite.

Die Niederlande geben da sicherlich das bessere Bild ab und haben die Oberleitung auf ihrer Seite in Rekordzeit errichtet. Das kann man nicht anders sagen.

Acobono schrieb:
Stolberg-Herzogenrath: Die Ringbahn wurde nach vielen Querelen ENDLICH fertig. Elektrifizierung stockt immernoch am Flugplatz weil sich irgendwie keiner verantwortlich fühlt da mal signifikant Initiative zu ergreifen.

Es galt lange Zeit: Alle sind sich einig, nur nicht diejenigen, die es bezahlen sollen. Das ist aber jetzt durch. Planung läuft.

Acobono schrieb:
Stolberg-Altstadt - Stolberg-Breinig (-Eupen) immer noch nix außer Sonderfahrten nach Breinig, stockt auch hier weil sich keiner verantwortlich fühlt mal die Peitsche in die Hand zu nehmen.

Bis Breinig wird gerade reaktiviert. Dafür wurde bereits das Rüstbach-Viadukt gesprengt. Weiter nach Eupen ist leider noch offen, aber zumindest gilt die Trasse als gesichert.


Acobono schrieb:
Merzbrück - Würselen - Aachen-Nord: Am Widerstand der Bevölkerung erstickt und auf unbestimmte Zukunft verschoben.

Stimmt war doof, aber vielleicht jetzt mit der Regio-Tram mit leicht anderem Konzept eine neue Chance


Acobono schrieb:
Straßenbahn Aachen: Am Widerstand der Bevölkerung erstickt, zweiter Versuch jetzt ganz zart angedeutet.

Das ärgert mich auch extrem, aber vielleicht wird es ja jetzt was.

Acobono schrieb:
Millionenlinie: Von den Niederlanden am Leben gehalten, Reaktivierung scheitert mal wieder an der deutschen Seite, diesmal Lustlosigkeit realistisch zu planen oder überhaupt mal voran zu kommen. Stattdessen lieber der Quark den die ASEAG-Linie 74 darstellt.

Via-Avantis? Ist zumindest im neuen Bedarfsplan erhalten.

Acobono schrieb:
Linnich-Düren: Nur am Leben gehalten, weil eine Firma den Anschluss behalten wollte (SIG Combibloc)

Gilt für viele Strecken auf denen es zwischenzeitlich keinen Personenverkehr mehr gab. Das ist wohl umgekehrt auch der Grund warum es Aachen-Nord - Jülich nicht mehr gibt. Ironie des Schicksals, dass SIG Combibloc nach der Reaktivierung den Anschluss nicht mehr haben will.

Acobono schrieb:
Linnich-Hückelhoven(-Ratheim): Erst irgendwo bei Leuten angekommen die an den Hebeln sitzen, als die einzelnen Gemeinden angeboten haben ganz tief selbst in die Tasche zu greifen und die Vorplanungskosten zu stemmen.

Stimmt, aber da scheint der Trend generell zu mehr Eigenleistung zu gehen. Wer Fördermittel haben möchte muss ein fertiges Konzept in der Schublade haben, dass er dann aus der Tasche ziehen kann.


Acobono schrieb:
Aachen-Nord - Jülich: Mittlerweile so überlastet dass man nunmehr gleich zwei Schnellbuslinien schickt, die beide in der HVZ viel zu voll sind. Um an eine Reaktivierung aber überhaupt denken zu können müsste man Aachen-Nord-Merzbrück reaktivieren, aber dafür müsste man wieder durch Würselen und hey, siehe oben. Außerdem, wer würde denn den schönen Radweg aufgeben wollen....

Aachen-Nord - Jülich ist mittlerweile in großen Teilen Überbaut was extrem schade ist, da gerade eine schnelle verbindung Aachen-Jülich dringend benötigt würde. Für das erste Stück über Würselen wären Regio-Tram und Radweg parallel zu realisieren.

Acobono schrieb:
Alternativ dazu, Indetalbahn Eschweiler-Jülich: Vollständige Trasse erhalten (teilweise abgebaut), aber wozu reaktivieren, Sardine in SB20/220/11 macht doch Spaß! Außerdem wollte man ja den Haltepunkt Eschweiler-Aue reaktivieren.... jaaa... also theoretisch schon seit 2004... aber irgendwie fühlt sich auch hier wieder mal kein Schwein verantwortlich.

Wo ist denn da die Trasse erhalten? Die Strecke geht heute noch bis Frenz und dahinter kommt noch der Indemann wo noch einzelne Gleisreste im Gebüsch liegen und dann kommt das große Loch des Indetagebaus.

Würdigen sollte man aber die Neubaustrecke Weißweiler -Langerwehe. Meines wissens nach die einzige, echte Nebenbahn-Neubaustrecke die je für den Personenverkehr realisiert wurde.

Was Eschweiler-Aue angeht: Ist genau wie Merzbrück erst mit der Elektrifizierung fahrplantechnisch möglich


Acobono schrieb:
Es gibt kaum einen geschröpfteren Raum in NRW was Schienenverkehr anbetrifft als Aachen. Aachen ist die kleinste Stadt die Doppelgelenkbusse benutzen muss weil sie kein Schienennetz hat, der Raum Aachen ist auf der Top 5 der größten Ballungsräume ohne Straßenbahn, und das wenige was gemacht wird geht nur mit ach und krach und meistens mit Druck von irgendwo anders.

Das mit der fehlenden Straßenbahn stimmt leider.

Re: Reaktivierungsfreude Aachen....

geschrieben von: Acobono

Datum: 12.06.19 17:55

Zitat
Via-Avantis? Ist zumindest im neuen Bedarfsplan erhalten.
Im Bedarfsplan war das schonmal. Da kann das auch bis 2070 drin stehen bleiben, das heißt nicht dass sich da was tut. Ohne die Limburger wäre die Strecke überwuchert und vergessen.

Zitat
Stimmt, aber da scheint der Trend generell zu mehr Eigenleistung zu gehen. Wer Fördermittel haben möchte muss ein fertiges Konzept in der Schublade haben, dass er dann aus der Tasche ziehen kann.
Man bekommt keine Verkehrswende wenn die Drüberstehenden Behörden nichtmal die Kosten übernehmen die sie sollen sondern winzige Gemeinden das machen müssen.

Zitat
Wo ist denn da die Trasse erhalten? Die Strecke geht heute noch bis Frenz und dahinter kommt noch der Indemann wo noch einzelne Gleisreste im Gebüsch liegen und dann kommt das große Loch des Indetagebaus.
Ich habe das mit einer anderen Strecke von Jülich aus verwechselt. Dennoch: Der Tagebau Inden ist 2030 ausgekohlt und wird schon rekultiviert, da lässt sich auch ne Eisenbahn mitreinplanen. Vorher wird das mit Streckenbau eh nix.


Zitat
Würdigen sollte man aber die Neubaustrecke Weißweiler -Langerwehe. Meines wissens nach die einzige, echte Nebenbahn-Neubaustrecke die je für den Personenverkehr realisiert wurde.
Weisweiler-Langerwehe ist keine Neubaustrecke sondern wenns hochkommt eine Verbindungskurve. Wenn 1km unelektrifiziertes Anschlussgleis schon würdig großen Lobs sind dann gute Nacht Deutschland.

Zitat
Was Eschweiler-Aue angeht: Ist genau wie Merzbrück erst mit der Elektrifizierung fahrplantechnisch möglich
Pustekuchen, der Grund warum das September 2004 nicht in Betrieb ging ist weil der ach so Reaktivierungsfreundliche Raum Aachen soweit die Fördermittel gekürzt hat dass man das nicht umsetzen konnte und seitdem ist da Funkstille. Die Fahrplanpuffer kriegst du durch das Auslassen der Pinkelpause in Weisweiler.

Re: Spring, User, spring!

geschrieben von: Speelwark

Datum: 12.06.19 18:56

Ich weiß ja nicht, was einige so geraucht haben, wenn sie immer wieder zuverlässige und aktuelle mechanische Technik mit der Steinzeit vergleichen.
Ich kann immer wieder nur betonen: Ob an einer Bahnstrecke 1-2 oder 20 Leute ihren Dienst versehen, spielt absolut keine Rolle, da die Eisenbahnstrecken sich NIEMALS selbst tragen.
Eisenbahn ist eine Daseinsvorsorge und wird immer und ewig ein Zuschussgeschäft sein. Keine Eisenbahn fährt schwarze Zahlen ein.
Deshalb verstehe ich das Gejammer nicht von einigen Leuten, die sich völlig der NWO unterworfen haben und alles nachplappern ohne zu hinterfragen.
Ist genauso wie heute, wo ein Greenpeace Mitarbeiter an einen Infostand die ahnungslosen Bürger ködern wollte.
Er erzählte von der Verschmutzung der Weltmeere und dem Plastikmüll.
Was er aber nicht wusste: Das Europa daran kaum Schuld ist. Der Hauptanteil des Plastikmülls wird in ganz anderen Staaten ausßerhalb der EU ins Meer geleitet..

Re: Spring, User, spring!

geschrieben von: Stückgut-Schnellverkehr

Datum: 12.06.19 19:25

Stell du dich doch mal in die Fußgängerzone und er kläre an deinem Infostand:Zitat
Eisenbahn ist eine Daseinsvorsorge
Nicht, dass man dir mehrheitlich erwidert, dass der Staat mit dem Strassennetz bereits Verkehrsinfrastruktur vorhält, die a) 99,99% aller Bürger, Betriebe, öffentliche Einrichtungen erreicht und b) im Modal-Split bereits von überwältigender Mehrheit genutzt wird.

Aber das ist auch egal, weil die viel interessantere Frage ist doch:

Wer will anno 2019/2020 noch Schranken-/Weichenwärter werden?

Wer will im 3-Schichtbetrieb arbeiten verrichten, die eine Handvoll Endlagenschalter zuverlässiger erledigen?
Und wie willst du diese Tätigkeit vergüten? Da trägt ja jede Kassierin bei Aldi mehr Verantwortung und zeigt mehr Leistungsbereitschaft.
Da kann man ja sich schon direkt auf die Altersarmut einstellen...

Müll und dessen Entsorgung

geschrieben von: Fentapi

Datum: 12.06.19 20:15

Speelwark schrieb:
Ich weiß ja nicht, was einige so geraucht haben, wenn sie immer wieder zuverlässige und aktuelle mechanische Technik mit der Steinzeit vergleichen.
Ich kann immer wieder nur betonen: Ob an einer Bahnstrecke 1-2 oder 20 Leute ihren Dienst versehen, spielt absolut keine Rolle, da die Eisenbahnstrecken sich NIEMALS selbst tragen.
Eisenbahn ist eine Daseinsvorsorge und wird immer und ewig ein Zuschussgeschäft sein. Keine Eisenbahn fährt schwarze Zahlen ein.
Deshalb verstehe ich das Gejammer nicht von einigen Leuten, die sich völlig der NWO unterworfen haben und alles nachplappern ohne zu hinterfragen.
Ist genauso wie heute, wo ein Greenpeace Mitarbeiter an einen Infostand die ahnungslosen Bürger ködern wollte.
Er erzählte von der Verschmutzung der Weltmeere und dem Plastikmüll.
Was er aber nicht wusste: Das Europa daran kaum Schuld ist. Der Hauptanteil des Plastikmülls wird in ganz anderen Staaten ausßerhalb der EU ins Meer geleitet..
Sag mal,

kannst du deinen Geistesmüll nicht in irgend einem Alu-Hut-Forum posten, statt damit DSO zuzumüllen?

Solch ein realitätsferner Blödsinn tut ja schon körperlich weh!

Wenn die Eisenbahn-Szene so einer schlechten Ruf hat, dann wegen solchen "Beiträgen" wie diesem hier.

Die Plastikverschmutzung ist bittere Realität. Und die ständigen Versuche von Tätern, sich als Opfer umzulügen, ebenso peinlich wie entlarvend.

Die ganze ÖV-Branche braucht dringend qualifiziertes Personal. Aber nicht, um sich in der Pampa den Popo plattzusitzen, nur um 2- oder 4-mal die Stunde ein paar Hebel umzulegen.

Ich verabscheue dieses primitive Troll-Geschwätz!

Gruß
Fentapi

Re: Reaktivierungsfreude Aachen....

geschrieben von: Anbeku

Datum: 12.06.19 20:40

Acobono schrieb:
Zitat
Via-Avantis? Ist zumindest im neuen Bedarfsplan erhalten.
Im Bedarfsplan war das schonmal. Da kann das auch bis 2070 drin stehen bleiben, das heißt nicht dass sich da was tut. Ohne die Limburger wäre die Strecke überwuchert und vergessen.
Das stimmt, die Realisierung wurde damals aber in erster Linie vom durchschlagenden Misserfolg des Gewerbepark Avantis vereitelt. Ohne Avantis würde die weitläufige Streckenführung mit großem Neubauanteil wenig Sinn machen. Danach hat man sehr lange nichts mehr davon gehört, aber seit dem Avantis mit neuem Konzept besser läuft scheint es wieder ins Gespräch zu kommen

Acobono schrieb:
Zitat
Wo ist denn da die Trasse erhalten? Die Strecke geht heute noch bis Frenz und dahinter kommt noch der Indemann wo noch einzelne Gleisreste im Gebüsch liegen und dann kommt das große Loch des Indetagebaus.
Ich habe das mit einer anderen Strecke von Jülich aus verwechselt.
Vielleicht mit der Strecke Jülich - Puffendorf? Die ist in der Tat noch vorhanden und aktuell wieder im Gespräch. Könnte man gut mit der Strecke Alsdorf-Siersdorf verbinden, die gerade freigeschnitten wurde und wenn alles gut geht bis 2024 reaktiviert wird.


Acobono schrieb:
Dennoch: Der Tagebau Inden ist 2030 ausgekohlt und wird schon rekultiviert, da lässt sich auch ne Eisenbahn mitreinplanen. Vorher wird das mit Streckenbau eh nix.
Soweit ich weiß ist der aktuelle Plan, das Restloch zu fluten. Stichwort "Indescher See". da bleibt wenig Raum für eine sinnvolle Streckenführung.


Acobono schrieb:
Zitat
Würdigen sollte man aber die Neubaustrecke Weißweiler -Langerwehe. Meines wissens nach die einzige, echte Nebenbahn-Neubaustrecke die je für den Personenverkehr realisiert wurde.
Weisweiler-Langerwehe ist keine Neubaustrecke sondern wenns hochkommt eine Verbindungskurve. Wenn 1km unelektrifiziertes Anschlussgleis schon würdig großen Lobs sind dann gute Nacht Deutschland.
Naja es sind schon fast drei Kilometer, mit Tunnel und für spätere Elektrifizierung ausgelegt und eine eigene Streckennummer hat sie auch ;-)

Re: Reaktivierungsfreude Aachen....

geschrieben von: Acobono

Datum: 12.06.19 21:15

Zitat
Das stimmt, die Realisierung wurde damals aber in erster Linie vom durchschlagenden Misserfolg des Gewerbepark Avantis vereitelt. Ohne Avantis würde die weitläufige Streckenführung mit großem Neubauanteil wenig Sinn machen. Danach hat man sehr lange nichts mehr davon gehört, aber seit dem Avantis mit neuem Konzept besser läuft scheint es wieder ins Gespräch zu kommen
Im Gespräch, im Gespräch... Weck mich wenn Taten folgen. Ich sehe nicht, wo das irgendwie anders laufen wird als mit der SB44 wo man auch solange rumgeredet und nix gemacht hat bis der NVR mit dem Projekt euregiobahn Tatsachen geschaffen hat. Oder 50/350/Limburgliner und LIMAX. Aachen wird sich letzten Endes drauf berufen dass es ja die 74 gibt und gut ist. Wie immer. Der Halt in Richterich ist auch schon "im Gespräch" seit mindestens 20 Jahren, passiert ist 0 komma gar nischt.

Zitat
Vielleicht mit der Strecke Jülich - Puffendorf? Die ist in der Tat noch vorhanden und aktuell wieder im Gespräch. Könnte man gut mit der Strecke Alsdorf-Siersdorf verbinden, die gerade freigeschnitten wurde und wenn alles gut geht bis 2024 reaktiviert wird.


Ganz richtig, an die JKB hatte ich gedacht. Allerdings gehst du davon aus dass Alsdorf-Siersdorf innerhalb der nächsten 4 Jahrzehnte tatsächlich reaktiviert wird....Auch hier, ich glaube es, wenn ich es sehe. Die euregiobahn hat ja schon Erfahrung mit plötzlich auftauchenden Mooren, plötzlich kaputten Viadukten und so weiter.


Zitat
Soweit ich weiß ist der aktuelle Plan, das Restloch zu fluten. Stichwort "Indescher See". da bleibt wenig Raum für eine sinnvolle Streckenführung.
Die klassische RWE-Billiglösung also...Bleibt zu hoffen dass die Politik bis 2030 weit genug ist den Kohlebetreibern andere "Kultivierungen" aufzubürden anstatt einfach nur ihr Drainagewasser in die Anlage zu kippen wenn man alles rausgeholt hat und zu verschwinden. Unabhängig davon kann man dennoch davon ausgehen dass der Tagebau Inden nicht weiter wachsen wird, daher könnte sich auch eine Streckenführung drumherum lohnen, wenn für anständige Geschwindigkeiten trassiert wird. Altdorf anzuschließen ist ja jetzt eh überflüssig....


Zitat
Naja es sind schon fast drei Kilometer, mit Tunnel und für spätere Elektrifizierung ausgelegt und eine eigene Streckennummer hat sie auch ;-)
Es ist immernoch eine eingleisige Anschlussbahn mit 0 Zwangspunkten da quer durch Feld, einem Stahlbetonfertigtunnel und für Elektrifizierung mag sie ausgelegt sein, für Zweigleisigkeit aber nicht. Wenn man jetzt höhenfrei in Langerwehe eingefädelt hätte, ein Gleisdreieck Richtung Frenz geschaffen hätte oder dergleichen könnte man das vielleicht als NBS bezeichnen. Eigene Streckennummern haben auch jeweils zwei Gleise auf der Hohenzollernbrücke, Köln Hbf -> Köln Bbf und Abzw. Gallberg -> Hamm Rbf. Das hat lange nix zu heißen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.19 21:16.

Re: Reaktivierungsfreude Aachen....

geschrieben von: Anbeku

Datum: 12.06.19 21:59

Acobono schrieb:
Der Halt in Richterich ist auch schon "im Gespräch" seit mindestens 20 Jahren, passiert ist 0 komma gar nischt.
Die Vorplanung ist fertig, Fördergelder sind bewilligt, wird mit der Elektrifizierung realisiert. Ja geht trotzdem alles viel zu langsam und nervt mich auch.


Acobono schrieb:
Ganz richtig, an die JKB hatte ich gedacht. Allerdings gehst du davon aus dass Alsdorf-Siersdorf innerhalb der nächsten 4 Jahrzehnte tatsächlich reaktiviert wird....Auch hier, ich glaube es, wenn ich es sehe. Die euregiobahn hat ja schon Erfahrung mit plötzlich auftauchenden Mooren, plötzlich kaputten Viadukten und so weiter.
Puh! Wenn du mich drauf festnageln möchtest, bin ich da schon vorsichtig optimistisch, auch wenn ich die Ernüchterung verstehen kann. Die Strecke ist gerade völlig frei geschnitten und sieht fast aus wie gestern noch befahren. Ist ja auch eine sehr junge Strecke. Ich bin die mal abgelaufen und würde behaupten, die ist in besserem Zustand als die Bördebahn vor 10 Jahren. Ich denke auf "Museumsbahn-Niveau" wäre die heute schon befahrbar. Ganz ausschließen lassen sich böse Überraschungen natürlich nicht, bis das Gutachten durch ist.


Acobono schrieb:
Zitat
Soweit ich weiß ist der aktuelle Plan, das Restloch zu fluten. Stichwort "Indescher See". da bleibt wenig Raum für eine sinnvolle Streckenführung.
Die klassische RWE-Billiglösung also...Bleibt zu hoffen dass die Politik bis 2030 weit genug ist den Kohlebetreibern andere "Kultivierungen" aufzubürden anstatt einfach nur ihr Drainagewasser in die Anlage zu kippen wenn man alles rausgeholt hat und zu verschwinden. Unabhängig davon kann man dennoch davon ausgehen dass der Tagebau Inden nicht weiter wachsen wird, daher könnte sich auch eine Streckenführung drumherum lohnen, wenn für anständige Geschwindigkeiten trassiert wird. Altdorf anzuschließen ist ja jetzt eh überflüssig....
Ich halte von der See-Lösung auch eher wenig, aber das selbe ist auch schon bei Hambach und Garzweiler im Gespräch...

Acobono schrieb:
Zitat
Naja es sind schon fast drei Kilometer, mit Tunnel und für spätere Elektrifizierung ausgelegt und eine eigene Streckennummer hat sie auch ;-)
Es ist immernoch eine eingleisige Anschlussbahn mit 0 Zwangspunkten da quer durch Feld, einem Stahlbetonfertigtunnel und für Elektrifizierung mag sie ausgelegt sein, für Zweigleisigkeit aber nicht. Wenn man jetzt höhenfrei in Langerwehe eingefädelt hätte, ein Gleisdreieck Richtung Frenz geschaffen hätte oder dergleichen könnte man das vielleicht als NBS bezeichnen.
Höhenfreie Einfädelung in Langerwehe wird es wohl nicht geben, aber die Strecke ist so ausgelegt, dass man sie bei Bedarf parallel bis Düren weiter führen könnte. Das wird dann interessant, wenn man über einen 30-Minuten-Takt der RB20 bis Düren nachdenkt.

Re: Reaktivierungsfreude Aachen....

geschrieben von: Acobono

Datum: 12.06.19 22:35

Zitat
Die Vorplanung ist fertig, Fördergelder sind bewilligt, wird mit der Elektrifizierung realisiert. Ja geht trotzdem alles viel zu langsam und nervt mich auch.
Dein Wort in Gottes Ohr.


Zitat
Die Strecke ist gerade völlig frei geschnitten und sieht fast aus wie gestern noch befahren. Ist ja auch eine sehr junge Strecke. Ich bin die mal abgelaufen und würde behaupten, die ist in besserem Zustand als die Bördebahn vor 10 Jahren.
Die Bördebahn wurde aber auch, wie Eingangs geschrieben, per Bürgerinitiative praktisch mit Gewalt reaktiviert, während man hier schon direkt Anforderungen an Regelbetrieb stellt. Das gleiche Problem hatte besagte Bördebahn ja jetzt auch (Stichwort Sondereinfahrt Düren und inkompatible Stellwerkstechnik). Und nur weil die Strecke gut aussieht heißt das nicht dass nicht trotzdem aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen der Oberbau neu müsste, ne Brücke plötzlich marode ist, irgendwo irgendwer Lärmbeschwerden einklagt.... Außerdem soll ja lang(seeeeeeeeeeeehr lang...)fristig das ganze ins Regiotramnetz eingebunden werden, d.h. Elektrifizierung, d.h. irgendwo müssten Masten hin. Auch das kann für Schwierigkeiten sorgen. Wie gesagt. Ich glaubs wenn ichs sehe.

Zitat
Ich halte von der See-Lösung auch eher wenig, aber das selbe ist auch schon bei Hambach und Garzweiler im Gespräch...
Klar, wo man die nicht aufhält werden die das auch machen. Die brauchen immer Orte um ihr Abraumwasser loszuwerden und bei ausgedienten Tagebaulöchern lässt sich das auch immer schön als "total grün und kultiviert" verkaufen.

Zitat
Höhenfreie Einfädelung in Langerwehe wird es wohl nicht geben, aber die Strecke ist so ausgelegt, dass man sie bei Bedarf parallel bis Düren weiter führen könnte. Das wird dann interessant, wenn man über einen 30-Minuten-Takt der RB20 bis Düren nachdenkt.
Korrektur: Die Strecke WAR so ausgelegt, dass man sie bei Bedarf parallel weiter bis Düren führen könnte. Das hat man sich just die letzten zwei Jahre mit der Schallschutzgeschichte und der neuen Brücke kurz vor Düren ganz wunderherrlich verbastelt. Außerdem müsste dafür in Düren auf Gleis 21 eingefädelt werden, wo ja schon angedeutet wurde man könnte ja vielleicht die ICE über Gleis 21 überholen lassen. Der 30-Minuten-Takt ist also nur noch möglich wenn man in Langerwehe höhenfrei einfädelt, auch deswegen schon, weil ansonsten die Unterführung neumüsste (da das Stumpfgleis 5 in Langerwehe ja vor der Fußgängerquerung endet.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.19 22:36.
Speelwark schrieb:
Und natürlich verschwinden wieder die ganzen mechanischen Schranken, die jahrzehntelang zuverlässig ihre Dienste versehen haben.

Ich wüßte da vor Ort einen Ort, wo man eine solche Anlage museal erhalten könnte.