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Das Bahn-WLAN ist oft miserabel – wegen der Funklöcher. Die Deutsche Bahn überlegt nun, selbst Funkmasten aufzustellen. Aber ist das eine Lösung?

Link: [www.zeit.de]
Fänd ich gut, es ist wirklich traurig, wie man in jedem Zug in NL bestes WLAN ohne Volumengrenze hat und in Deutschland nichtmal ICEs eine verlässliche Verbindungen aufbauen können...
Bevor man sich Gedanken über schnelles (freies) WLAN in allen Zügen macht, sollten die Basics vorhanden sein - nämlich überhaupt erst mal ein flächendeckendes Handynetz.
Allein auf meiner Hausstrecke zwischen Lüdenscheid und Gummersbach gibt es vier Streckenabschnitte, auf denen ich nicht mal mobil telefonieren kann.

Gleiches gilt natürlich nicht nur bei der Bahn, sondern auch auf Straßen. Wenn die Politik schon elektronische Notfallassistenten für PKWs vorschreiben will, die zwangsläufig auf ein funktionierendes Mobilfunknetz angewiesen sind, sollte man erstmal seine Hausaufgaben machen und für ein vorhandenes lückenloses Mobilfunknetz sorgen. Wenn das geschafft ist, kann man sich Gedanken über mobiles Internet machen.

Aber die bekommen es ja selbst im Ruhrgebiet nicht mal hin, dass man in Autobahntunneln (z.B. auf der A 40 oder der A 448) Radioempfang hat...

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg
ICE-TD-Fan schrieb:
Das Bahn-WLAN ist oft miserabel – wegen der Funklöcher. Die Deutsche Bahn überlegt nun, selbst Funkmasten aufzustellen. Aber ist das eine Lösung?

Link: [www.zeit.de]
Masten hat man doch schon überall stehen? Da reicht doch eigentlich nur die Installtion von Sendern/Empfängern für zusätzliche Frequenzen.

Außerdem, wenn wir schon kein besseres Funknetz als Albanien haben, ein besseres Eisenbahnnetz haben wir trotz des Stilllegungswahns seit den 50ern... mmmuuuuuaaaahhhh
>Masten hat man doch schon überall stehen?

Hallo,

mit 800 Mhz LTE kommst du bei idealen Bedingungen maximal 20 km, d.h. im ebenen Land ohne Bäume, ohne störende elektromagnetische Felder usw., kurz, mit freier gerader Linie zwischen Sender und Empfänger. Bei den ersten 5G-Frequenzen ( m. W. 2,1 und 3,6 Ghz), die versteigert werden, kommst du auf maximal 1km. Das brauchte z.B zwischen Berlin und Dresden ca 100 Maste. Ob die Übergabe von Mast zu Mast bei 200km/h und mehr dann noch funktioniert, ist ein ganz anderes Ding.
Und das reichtweitenstärkere 700MHz-Band steht wohl aktuell nicht zur Debatte, auch weil die 5G-Bandbreite dort zu gering ist.

Viele Grüße
Uwe Busch schrieb:
Bevor man sich Gedanken über schnelles (freies) WLAN in allen Zügen macht, sollten die Basics vorhanden sein - nämlich überhaupt erst mal ein flächendeckendes Handynetz.
Allein auf meiner Hausstrecke zwischen Lüdenscheid und Gummersbach gibt es vier Streckenabschnitte, auf denen ich nicht mal mobil telefonieren kann.
Genau darum geht es doch. Ob die Mobilfunkmasten für das interne WLAN genutzt werden oder ob man selber drüber telefoniert, kann man sich dann ja selber aussuchen. Das Problem ist, das diese Masten fehlen und die Mobilfunkbetreiber offenbar auch kein großes Interesse haben, die aufzustellen.
bollisee schrieb:
Zitat:
Masten hat man doch schon überall stehen? Da reicht doch eigentlich nur die Installtion von Sendern/Empfängern für zusätzliche Frequenzen.
Welche Masten meinst? Die GSM-R Installation?
Zitat
Hallo,

mit 800 Mhz LTE kommst du bei idealen Bedingungen maximal 20 km, d.h. im ebenen Land ohne Bäume, ohne störende elektromagnetische Felder usw., kurz, mit freier gerader Linie zwischen Sender und Empfänger. Bei den ersten 5G-Frequenzen ( m. W. 2,1 und 3,6 Ghz), die versteigert werden, kommst du auf maximal 1km. Das brauchte z.B zwischen Berlin und Dresden ca 100 Maste.
Korrekt.

Zitat
Und das reichtweitenstärkere 700MHz-Band steht wohl aktuell nicht zur Debatte, auch weil die 5G-Bandbreite dort zu gering ist.

Viele Grüße

Welche Bandbreite soll dort zu gering sein? Die MoFu Anbieter haben in Deutschland alle 2x 10 Mhz im Band 20 sowie auch im Band 28 zur Verfügung. Wenn die Topolgie es zulässt lassen sich mit den Bändern einfach große Flächen abdecken. Kommen Wälder oder gar Tallagen dazu bedarf es massiv mehr Nodes im stabil 2x20 Mhz an die Züge zu bekommen.
Das Thema Mobilfunk und Eisenbahn ist eines für sich - man schafft es ja nicht mal bei der BNetz das Thema GSM-R Störung durch den Spektrumsnachbar o2 auf die Tagesordnung zu bringen, da meint ihr sie lässt jetzt plötzlich öffentliche Carrier auf ihre Funkmasten? Vodafone wurden bisher Anfragen (Beispiel: Bahnhof Kreuzstraße) abgelehnt - ein Sinneswandel ist also zu begrüssen. Übrigens sind für die Versorgung fahrender Züge weniger die tiefen Frequenzen zu benutzen (die Zellgröße wäre zu groß, da ist die Luftschnittstelle am Limit), für eine durchgehende 4G Bahnversorgung sind nach Ende von UMTS Stationen nahe der Gleise in CA auf Band 1+3 ideal, an Bahnhöfen dazu noch Band 7, dann reicht die Bandbreite für die Endgeräte und die Umsetzung auf WLAN im Zug. Dann sind wir technisch überhaupt mal bei 4G - für 5G Anwendungen muss die Stationsanzahl drastisch erhöht werden, da wird man sich noch Anschauen...
Die Bahn sollte sich um das reibungslose betreiben der Eisenbahn kümmern.
Die Funknetzbetreiber sollten sich um eine Flächendeckende Versorgung ihres lizensierten Gebietes kümmern.
Und das Bundesamt sollte dafür sorgen das das alles genau so reibungslos und Flächendeckend funktioniert.
Und nicht nur irgendwo in der Pampa, sondern auch in unserer Bundeshauptstadt, gibt es Funklöcher.

So eine Lizens ist keine rein Gelddruckmaschiene sonder auch ein Versorgungsauftrag.
Und auch konkurierenden Unternehmen ist es nicht verboten worden, zum gegenseitigen Vorteil ( Kosteneinsparung) miteinander zu kooperieren.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.19 16:10.
Die Telekom alleine wartet bei über 1000 Funkmasten seit mehr als zwei Jahren auf eine Genehmigung. Oft gibt es BIs die die Funkmasten überall nicht haben wollen. Es dauert auch so einfach viel zu lange. Da gehört der Hebel angesetzt.

Wenn die Bahn nun Standorte bereitstellt, umso besser, denn ohne Standort kein Mast.

Nein, ich bin kein MA bei der Bahn oder eines Telekom Unternehmens.
Genau, man braucht viel Band 3 oder höhere Frequenzen, schon wegen der Kapazität. Wenn 800 Leute alle am Handy rumspielen und im Zug fahren bleibt nicht viel übrig von 800 Mhz. Das sieht man selbst in Frankreich, dort habe ich auch schon erhebliche Probleme im vollbesetzten TGV gesehen. In der Schweiz besser, aber ein vollbesetzter IC Doppelstock auf der SFS Bern Zürich macht den Masten dort auch zu schaffen.
Wie weiter oben geschrieben, es hilft schon wenn die Bahn Grundstücke und Masten bereitstellen würde. Es gibt immer wieder Probleme Standorte zu finden. Ohne Standort kein Mast.
br403 schrieb:
Die Telekom alleine wartet bei über 1000 Funkmasten seit mehr als zwei Jahren auf eine Genehmigung. Oft gibt es BIs die die Funkmasten überall nicht haben wollen. Es dauert auch so einfach viel zu lange. Da gehört der Hebel angesetzt.

Bevor man über neue Masten nachdenkt (da kann ich die BI´s durchaus verstehen), sollte man in diesem Land endlich das National Roaming politisch durchsetzen. Das sollte schon mal einige (nicht alle !) Löcher, gerade im ländlichen Raum, stopfen.

Deutsche Bahn - jeder Tag ein Abenteuer!

Ein statistisch signifikanter Anteil der Gesamtbevölkerung beweist jeden Tag auf´s Neue, daß fehlende Hirnmasse nicht zwangsläufig zum Tod führen muß!

BAHN 4.0 ... Erfunden von analogen Vollpfosten..., denen Typen helfen, deren Röhre durchgebrannt ist!
br403 schrieb:
Genau, man braucht viel Band 3 oder höhere Frequenzen, schon wegen der Kapazität. Wenn 800 Leute alle am Handy rumspielen und im Zug fahren bleibt nicht viel übrig von 800 Mhz. Das sieht man selbst in Frankreich, dort habe ich auch schon erhebliche Probleme im vollbesetzten TGV gesehen. In der Schweiz besser, aber ein vollbesetzter IC Doppelstock auf der SFS Bern Zürich macht den Masten dort auch zu schaffen.
ein Problem ist auch das Handover so vieler gleichzeitiger Nutzer. In den Autos werden vielleicht fünf Geräte zugleich umgestellt, in einem Zug gleich ein paar Hundert.
maxbahn schrieb:
Fänd ich gut, es ist wirklich traurig, wie man in jedem Zug in NL bestes WLAN ohne Volumengrenze hat und in Deutschland nichtmal ICEs eine verlässliche Verbindungen aufbauen können...

Wie hoch ist die höchste Erhebung in den NL? Gibt dort sehr wenig natürliche Hindernisse.. Schwer mit den deutschen Mittelgebirgen vergleichbar.
userCman schrieb:
maxbahn schrieb:
Fänd ich gut, es ist wirklich traurig, wie man in jedem Zug in NL bestes WLAN ohne Volumengrenze hat und in Deutschland nichtmal ICEs eine verlässliche Verbindungen aufbauen können...

Wie hoch ist die höchste Erhebung in den NL? Gibt dort sehr wenig natürliche Hindernisse.. Schwer mit den deutschen Mittelgebirgen vergleichbar.
Erstmal besteht nicht ganz Deutschland aus Mittelgebirgen, neulich in Sierksdorf in Ostholstein hatte ich jedenfalls auch beschissenen Empfang und die höchste Erhebung dort sind die hässlichen 70er-Jahre Türme.

Und dass Erhebungen beim Mobilempfang kein Hindernis sein müssen weiß jeder, der mal in den Karpaten im Hochtechnologieland Rumänien unterwegs war. Da hat man nämlich eine deutlich bessere LTE-Abdeckung als im RE zwischen Köln und Düsseldorf.

Wer das schlechte deutsche Netz auf topologische Gegebenheiten oder Bürgerinitiativen-Klein-Klein schiebt lügt sich selbst in die Tasche. Hier liegt einzig und allein massives Versagen aller beteiligten Institutionen vor. Das schlechte aus beiden Welten. Der Staat hält mit seinen Frequenzversteigerungen das Oligopol an der kurzen Leine, und der "freie Markt", der doch sonst immer alles richten soll, richtet überhaupt nichts.

Bahn will selbst Funkmasten aufstellen

geschrieben von: Saxobav

Datum: 12.06.19 00:43

ICE-TD-Fan schrieb:
Das Bahn-WLAN ist oft miserabel – wegen der Funklöcher. Die Deutsche Bahn überlegt nun, selbst Funkmasten aufzustellen. Aber ist das eine Lösung?
Ja, nicht mal die schlechteste. Bei späterem Interesse können andere Anbieter gegen Pacht die Standorte nutzen. Wesentlich wichtiger ist aber die damit einher gehende Störarmut für den digitalen Bahnfunk (GSM-R). Der wird nachhaltig gestört, wenn die Nicht-Bahn-Netzbetreiber ihre Funkmasten in schwachen Funkbereichen des Bahnnetzes aufstellen. Dann wird dort das Bahnnetz "überbrüllt". Erfolgt die Abstrahlung von gleichen Standorten, ist die Feldschwächung gleichlaufend. Und ob man dann die zusätzlichen Dienste per Richtfunk oder Kabel anbindet, entscheidet die Ökonomie. Die dichteren Bahnfunknetze benötigt man für die ETCS-Ausrüstung ohnehin, dann hat man sie vermutlich schon abbezahlt bei späterer dienstlicher Benutzung.
Es waren solche Erörterungen z.B. über die aktuelle Situation auf der Strecke Chemnitz-Leipzig zu hören. Unfaßbar, das wäre auf Fingerschnipsen aus den Pönalen zu stemmen; mitten im Jahr.
WLAN ist ja auch so eine Entschuldigung für die Käfigabschirmung im Wagen. Eine Untersuchung wert ist das Vorgehen von Siemens für die funktransparenten Scheiben beim RRX. Die Fensterscheiben sind ja üblicherweise metallbedampft, weshalb sie so gut abschirmen. Man kann aber offensichtlich unsichtbare Muster in diese Bedampfung schneiden. Damit werden diese transparent für Funkwellen und reflektieren trotzdem die Wärmestrahlung. Fall sich das nachträglich (am besten im eingebauten Zustand) machen läßt, könnte man sich das WLAN ggf. ersparen.

Viele Grüße, saxobav
Das überlegen sie schon lange. „überlegen“ heißt aber, dass das noch ein paar Jährchen dauern würde.

Warst du schon mal in CH ?

geschrieben von: 146 116-9

Datum: 12.06.19 08:05

Hallo
Du must mal in die Schweiz, hohe
Berge und hohe 4G Abdeckung schliessen
sich nicht aus.
Grüsse Uwe.
BLOaner schrieb:
Bevor man über neue Masten nachdenkt (da kann ich die BI´s durchaus verstehen), sollte man in diesem Land endlich das National Roaming politisch durchsetzen. Das sollte schon mal einige (nicht alle !) Löcher, gerade im ländlichen Raum, stopfen.

Speziell für dieses Problem bringt das gar nichts, da die Bahn für ihr WLAN ja schon alle Netze nutzt.

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