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PM des NVR vom 7.6.2019


SPNV-Qualitätsbericht des NVR: 2018 gab es spürbare Verschlechterungen bei den Hauptkriterien
Hauptursachen sind die steigende Anzahl an Baustellen, eine überlastete Schieneninfrastruktur und Probleme bei der Fahrzeugverfügbarkeit

>>> Ausführliche Pressemitteilung zum Qualitätsbericht 2018
>>> Gesamter Qualitätsbericht 2019


Gruß,
Marko

Re: Selten so gelacht..

geschrieben von: M 262

Datum: 10.06.19 12:55

Zitat Seite 3:

"Dass Zugfahrten ganz ausfallen müssen, ist in erster Linie auf die ansteigende Bautätigkeit zurück zu führen."

@#$%& kann ich mich auch selber...

Re: Selten so gelacht..

geschrieben von: Plutone

Datum: 10.06.19 13:52

M 262 schrieb:
Zitat Seite 3:

"Dass Zugfahrten ganz ausfallen müssen, ist in erster Linie auf die ansteigende Bautätigkeit zurück zu führen."

@#$%& kann ich mich auch selber...
Was ist daran so witzig ??

Unklug formuliert

geschrieben von: Acobono

Datum: 10.06.19 14:10

M 262 schrieb:
Zitat Seite 3:

"Dass Zugfahrten ganz ausfallen müssen, ist in erster Linie auf die ansteigende Bautätigkeit zurück zu führen."

@#$%& kann ich mich auch selber...
Die Aussage bezieht sich vor allem auf die auf Seite 17ff. genannten vorhersehbaren Ausfälle.

Allerdings finde ich es auch erschreckend, dass vor allem im RE-Bereich immernoch über die Hälfte der Baustellenbedingten Ausfälle ersatzlos ausfallen. Und dazu sei gesagt, unter "Ausfall mit Ersatz" fallen hier auch Umlenkung auf einen bereits fahrenden Zug. D.h. wenn ich wie so häufig den RE8 in Troisdorf kappe und in Beuel wieder einsetze, den Fahrgästen sage "nehmt bitte den RB27" und damit die Durchsatzleistung auf der Strecke effektiv eben mal kurz halbiere, ist das immer noch "Ausfall mit Ersatz". Bei der Ausfallquote von 12% des RE8, eine Frechheit. Vom 18% ausgefallenen RE4 will ich gar nicht erst anfangen. Die RE-Linien sind das Rückgrat des SPNV in NRW und werden behandelt wie der letzte Dreck.
Entsprechend ist auch dieser Absatz

Zitat
Teilweise sind Ersatzkonzepte mit Bussen nicht zielführend, da Parallelleistungen auf der Schiene verkehren, beispielsweise bei einem Ausfall der RB 38 zwischen Horrem und Köln
ziemlich dreist. Denn ja, für das Beispiel Horrem-Köln wo nebst halbstündigem RE-Verkehr noch ein 10 Minütiger S-Bahn-Anschluss besteht und die RB38 jetzt nicht die Fahrgastmassen der Endzeit auf diese verteilt mag das stimmen. Aber wenn man Hauptadern wie Köln-Bonn oder Aachen-Köln oder Köln-Neuss ebenmal kappt und dann die bereits zu vollen Züge auf Züge mit zum Teil noch niedrigerer Kapazität umlenkt dann hat das mit zielführend rein gar nichts mehr zu tun. Das wird hier allerdings verschwiegen. Man erinnere sich an eine Baustelle Roisdorf-Sechtem wo dann alle Stunde eine Einfachtraktion Desiro ML verkehrte und die Fahrgastmassen auf dem Bahnsteig Negativschlagzeile nach Negativschlagzeile mit sich führen. Auch der permanente Ausfall der RB48 zwischen mindestens Brühl und Bonn wird mittlerweile nicht mal mehr mit Busersatzverkehr versehen auch wenn das hier dringend nötig wäre.

Aus Erfahrung kann ich allerdings auch sagen, dass die Busersatzverkehre ebenfalls an Qualität verloren haben. Hatte man z.B. noch vorletztes Jahr bei Bauarbeiten zwischen Düren und Aachen den RE1 mit drei verschiedenen SEV ersetzt (Düren-Langerwehe, Düren-Eschweiler-Stolberg und Düren-Aachen nonstop), so hat man letztes und dieses Jahr diese dringend nötige Trennung gestrichen und schickt jetzt einfach jedesmal wenn wieder gebaut wird drei Gelenkbusse im Korso die gesamte Strecke runter. Umstiegzeit 20 Minuten, Fahrzeit 1:10h, soll heißen die Fahrzeit Köln ->Aachen geht von 53 Minuten auf satte 2 Stunden. Kundenfreundlich geht anders.

Ich hoffe ja, dass man aus den stetig schlechter werdenden Gesamtstatistiken lernt, aber der Zyniker in mir sagt mir leider dass man sich auf die neuen RRX-Fahrzeuge berufen wird und nichts weiter macht.

Re: Unklug formuliert

geschrieben von: DB Regio NRW

Datum: 10.06.19 18:14

Acobono schrieb:
Bei der Ausfallquote von 12% des RE8, eine Frechheit. Vom 18% ausgefallenen RE4 will ich gar nicht erst anfangen.

Auch der permanente Ausfall der RB48 zwischen mindestens Brühl und Bonn wird mittlerweile nicht mal mehr mit Busersatzverkehr versehen auch wenn das hier dringend nötig wäre.

Hatte man z.B. noch vorletztes Jahr bei Bauarbeiten zwischen Düren und Aachen den RE1 mit drei verschiedenen SEV ersetzt (Düren-Langerwehe, Düren-Eschweiler-Stolberg und Düren-Aachen nonstop), so hat man letztes und dieses Jahr diese dringend nötige Trennung gestrichen
Du fährst nicht häufig Bahn oder Schienenersatzverkehr oder?

Zum ersten Absatz, auf diesen beiden Linien lagen letztes Jahr zwei Großbaustellen. Auf dem RE 8 kommt es seit ein paar Jahren und auch noch die nächsten Jahre aufgrund von Ausbauarbeiten für die S13 zu Ausfällen. Teilweise mit SEV bei Totalsperrungen und ohne SEV bei Teilsperrungen bei denen die RB 27 noch verkehren kann. Bei der RE 4 gab es letztes Jahr die Ausbauarbeiten für den RRX und eine 6 wöchige Sperrung Aachen - Rheydt.

Zum zweiten Absatz, ein Schienenersatzverkehr macht nur Sinn, wenn dieser auch genutzt werden kann. Und das ist auf dem von Dir genannten Abschnitt definitiv nicht der Fall, der Bus wird vom nachfolgenden Zug überholt. Die Straßen von und nach Bonn sind mehr als voll.

Zum dritten Absatz, Du vergleichst eine lange Sperrung (letztes Jahr) mit kurzen Sperrungen dieses Jahr. Insbesondere mit Wochenendsperrungen, an denen die drei genannten Busse nur sehr selten gemeinsam unterwegs waren.

Fazit aus deinem Beitrag, es soll gebaut werden, aber bitte ohne Auswirkungen. Sorry, das funktioniert leider so nicht.

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Re:Mehr Kapazitäten auf dem RE 7???

geschrieben von: Strizie

Datum: 10.06.19 18:21

Zitat
Auf dem RE 7 gilt seit 2016 ein neuer Verkehrsvertrag mit gegenüber vorher deutlich ausgeweiteten Kapazitäten.
Siehe Qaulitätsbericht Seite 25

Echt lächerlich was der NVR da schreibt. Man hat in etwa 30 Sitzplätze mehr wie früher, wenn wie bestellt gefahren wird. Das macht bei einer Vertragslaufzeit von 15 Jahren 2 Sitzplätze mehr pro Jahr.

Tolle Sache...

Re: Unklug formuliert

geschrieben von: Acobono

Datum: 10.06.19 19:05

Zitat
Du fährst nicht häufig Bahn oder Schienenersatzverkehr oder?
Täglich.

Zitat
Zum ersten Absatz, auf diesen beiden Linien lagen letztes Jahr zwei Großbaustellen. Auf dem RE 8 kommt es seit ein paar Jahren und auch noch die nächsten Jahre aufgrund von Ausbauarbeiten für die S13 zu Ausfällen. Teilweise mit SEV bei Totalsperrungen und ohne SEV bei Teilsperrungen bei denen die RB 27 noch verkehren kann. Bei der RE 4 gab es letztes Jahr die Ausbauarbeiten für den RRX und eine 6 wöchige Sperrung Aachen - Rheydt.

Weswegen es komplett kundenunfreundlich ist die Fahrgäste des gesamten RE8 auf den drei DoSto RB27 zu verteilen, anstatt dort wenigstens die Kapazitäten zu erhöhen, und dann das ganze als "Ausfall mit adäquatem Ersatz" zu kennzeichnen. Und die Sperrung Aachen-Rheydt habe ich täglich mitbekommen, genauso wie auch hier die inadäquaten Verfehlungen beim SEV.

Zitat
Zum zweiten Absatz, ein Schienenersatzverkehr macht nur Sinn, wenn dieser auch genutzt werden kann. Und das ist auf dem von Dir genannten Abschnitt definitiv nicht der Fall, der Bus wird vom nachfolgenden Zug überholt. Die Straßen von und nach Bonn sind mehr als voll.

Aber nur, wenn der Bus mit Zwischenhalten nach Brühl fährt und nicht ein Doppelverkehr wie NX ihn ja schonmal gemacht hat. Als NX sich profilieren wollte dass sie ein würdiges Unternehmen sind haben sie den SEV ja gefahren, von der Quantiusstraße oder teils auch von der Bahnhaltestelle der 61/62. Nur als sie dann etabliert waren gings damit plötzlich bergab.


Zitat
Zum dritten Absatz, Du vergleichst eine lange Sperrung (letztes Jahr) mit kurzen Sperrungen dieses Jahr. Insbesondere mit Wochenendsperrungen, an denen die drei genannten Busse nur sehr selten gemeinsam unterwegs waren.
Falsch. Die Sperrungen waren nur am Wochenende ganztägig, waren aber letztes und dieses Jahr Abends und Nachts z.T. wochenlang bzw über einen Langen Zeitraum unregelmäßig aber einen Großteil der Zeit präsent. Es gibt nichts schöneres als nach einem langen Arbeitstag Anderthalb Stunden durch die Wallachei bei Eschweiler zu gurken. Das Beste an der Aktion: Wenn man in Stolberg in die RB20 umgestiegen ist war man sogar schneller in Aachen. Und die Busse waren sehr oft gemeinsam unterwegs, aber nicht oft für den Personenverkehr geöffnet, wenn nicht genug Leute da waren ist der Konvoi zwar gefahren, aber der letzte Bus leer.



Zitat
Fazit aus deinem Beitrag, es soll gebaut werden, aber bitte ohne Auswirkungen. Sorry, das funktioniert leider so nicht
Nein, Fazit aus meinem Beitrag es darf gerne gebaut werden, wenn adäquat für Ersatz gesorgt wird und nicht nur das dringendst notwendige. Auch Ersatzverkehre die nicht auf den Zug warten auf den sie ausgelegt sind sind da eine kommunikative Meisterleistung. Erst recht auf den RE-Verkehren war der Zustand das letzte Jahr inakzeptabel. Und bei Bonn Köln war besonders toll dass man während der COP23 gesehen hat dass es trotz Baustelle ja geht wenn man will, aber sobald diese vorbei war ging es zurück zum absolut dürftigen Zustand.

Zusammenfassung

geschrieben von: Anbeku

Datum: 11.06.19 08:42

Die Essenz des Berichtes ist im wesentlichen die selbe wie letztes Jahr: die Schere zwischen Nachfrage und Kapazität läuft weiter auseinander. Die Personenkilometer wachsen schneller als die Zugkilometer und die Zugkilometer wachsen schneller als die Schieneninfrastruktur. Unter diesen Bedingungen kann die Qualität nur sinken und das ist auch allen Beteiligten klar. Ändern wird sich daran in absehbarer Zeit dennoch nichts.

Re: Unklug formuliert

geschrieben von: bollisee

Datum: 11.06.19 10:59

DB Regio NRW schrieb:
Fazit aus deinem Beitrag, es soll gebaut werden, aber bitte ohne Auswirkungen. Sorry, das funktioniert leider so nicht.
Auch sehr unklug. Genau das ist ja die Kritik seit Jahren, dass nirgendwo mehr unter rollendem Rad gebaut wird, weil man ein paar Euro einspart. Gerade in verkehrs-/bevölkerungsreichen Bereichen kann man nicht mal so eben auf die Bahn verzichten. Mag sein, dass an einigen Orten der Bus die Bahn ersetzen kann, aber mal eben eine vielbefahrene Strecke auf die ohnehin überlasteten Straßen verlagern geht halt nicht. Hier steht die Bahn durchaus in der Verantwortung. Genau die nimmt sie seit ca 20 Jahren nicht wahr!