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[RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Bm235

Datum: 07.06.19 14:44

Der NWL möchte den RE 11 Düsseldorf - Paderborn/Kassel, der zwischen Paderborn und Kassel bisher nur im Zweistundentakt fährt, gerne baldmöglichst stündlich bis Kassel durchbinden. Dafür soll nur ein zusätzlicher RRX-Triebzug benötigt werden.

Quelle: Pro Bahn Ruhrschiene 1/2019 (oben auf Seite 3).

Stellt sich die Frage, ob der NVV überhaupt bereit ist, zusätzliche Fahrten auf dem hessischen Abschnitt zu finanzieren? Die Züge fahren zwischen der Landesgrenze kurz hinter Warburg und Kassel-Wilhelmshöhe auf rund 50 km Länge durch Hessen, haben dabei aber nur einen einzigen Zwischenhalt in Hofgeismar, der Nutzen für den NVV ist also ziemlich gering.

Für die Netzwirkung wäre der Stundentakt natürlich eine feine Sache, nachdem sich der Fernverkehr ja leider weitgehend von der Strecke zurückgezogen hat.
Noch wird gelacht, bald fährt der RE11 wirklich bis Leipzig...
Käfermicha schrieb:
Noch wird gelacht, bald fährt der RE11 wirklich bis Leipzig...

Und damit wird aus dem RE (Regional-Express) ein Langläufee der eigentlich ein IC oder ICE sein könnte.
Siemens hat sicherlich nix dagegen, braucht man dann doch zusätzliche Fahrzeuge. Nebenbei wird der RRX immer mehr zur Lachnummer. Denn die Fahrgäste im VRR zahlen den Löwenanteil und der Rest freut sich über "billige" Züge.

Sauerlandexpress

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Bm235

Datum: 07.06.19 15:00

Käfermicha schrieb:
Noch wird gelacht, bald fährt der RE11 wirklich bis Leipzig...
Bis der Bund mit seinem Deutschlandtakt so weit ist, wird Siemens keine kompatiblen Desiro HC mehr nachliefern können. Dann sind wir doch längst wieder zwei Fahrzeuggenerationen weiter...
Zitat
Quelle: Pro Bahn Ruhrschiene 1/2019 (oben auf Seite 3).
Mehr als die NWL-Vorlage umzuformulieren haben die jetzt auch nicht gemacht. Dort steht übrigens nur drin, dass der NWL die Möglichkeit prüfen möchte. Die Vorlage war hier schon mehrfach Thema.


Zitat
Stellt sich die Frage, ob der NVV überhaupt bereit ist, zusätzliche Fahrten auf dem hessischen Abschnitt zu finanzieren? Die Züge fahren zwischen der Landesgrenze kurz hinter Warburg und Kassel-Wilhelmshöhe auf rund 50 km Länge durch Hessen, haben dabei aber nur einen einzigen Zwischenhalt in Hofgeismar, der Nutzen für den NVV ist also ziemlich gering.
Dem NVV ist es ziemlich egal, ob auf einigen Zügen weiter RE17 steht oder auf allen RE11. Es muss nur geprüft werden ob der NVV zu vertretbarem Aufwand aus dem Sauerland-Netz rauskommt.
Zitat
Und damit wird aus dem RE (Regional-Express) ein Langläufee der eigentlich ein IC oder ICE sein könnte.
Siemens hat sicherlich nix dagegen, braucht man dann doch zusätzliche Fahrzeuge. Nebenbei wird der RRX immer mehr zur Lachnummer. Denn die Fahrgäste im VRR zahlen den Löwenanteil und der Rest freut sich über "billige" Züge.

Die Aufgabenträger finanzieren die Fahrzeuge alle anteilig mit, daher ist die Antwort Blödsinn.
"Die Züge fahren zwischen der Landesgrenze kurz hinter Warburg und Kassel-Wilhelmshöhe auf rund 50 km Länge durch Hessen, haben dabei aber nur einen einzigen Zwischenhalt in Hofgeismar, der Nutzen für den NVV ist also ziemlich gering."

Kann man denn allein daran ein Interesse ableiten? Am Kilometeranteil? Oder sollte nicht die generelle Erreichbarkeit im Vordergrund stehen, wie aus Kasseler Sicht z.B. Paderborn, Bielefeld, Hamm, Münster, Dortmund. Die Kundschaft überlegt doch nicht, wieviele Zwischenhalte es auf dem eigenen Landesterritorium gibt, sondern allein wie gut man da im Vergleich zum Pkw hin kommt.

Gruß, Olaf

(,“)
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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Ich wünsche mir, dass die Inneneinrichtung

geschrieben von: ASa

Datum: 07.06.19 15:36

Hallo,

ich wünsche mir, dass die Inneneinrichtung vom schwarz-gelben Schwesterfahrzeug übernommen wird.

Vor allem vermisse ich da im RRX die Tische, auf denen man sein Laptop ablegen kann. Und "Ruhrgebiet" - Kassel ist ja schon mal eine Hausnummer von der Fahrzeit her gesehen.

VG - Asa

PS: will damit sagen, dass eine "Nahverkehreinrichtung" ein wenig mau ist für die lange Fahrzeit.

----------------------------------
Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

-----------------------------------




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 15:37.
Tatsächlich keine neuen News.
Dass der Stundentakt bis Kassel geplant war, ist schon seit den frühen Planungen bekannt.
Bei der Auslastung eigentlich kein Wunder, ist es doch zusätzlich auch deutlich angenehmer durchzufahren, als alle zwei Stunden in Paderborn und Warburg umzusteigen.
Nur muss da ein tragbares Konzept entstehen, dass voraussichtlich dann keine 10 Jahre Bestand (bis ~2030) hat. Ob der FR 36, wie im "Deutschlandtakt" angedeutet, kommt steht ja noch in den Sternen und wurde bisher von den Trägern immer als unhaltbar dargestellt.
Davon ab ist es eh noch unbedeutend.
Interessanter ist für mich eher die Ausrichtung auf den FV, der ja unter vorgehaltener Hand sogar ausgebaut werden könnte.
Erstmal wäre eh ein sauberer Takt aller Linien zu priorisieren... Noch fährt man da ja mit allerhand unterschiedlichem Material von Stunde zu Stunde.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 15:45.
In Anbetracht dessen, dass der Fernverkehr auf der Relation Düsseldorf - Kassel gerade einmal 9 Minuten schneller fährt, bietet ein stündlicher Nahverkehrstakt doch deutliche Vorteile, solang man an der strikten Trennung zwischen IC und RE weiterhin festhalten möchte. Gerade wenn eine Strecke schon nicht durch eine übermäßig hohe Reisegeschwindigkeit punkten kann, muss die Zugänglichkeit umso mehr gegeben sein. ICs, die zwar lauter 19,90€-Einzelfahrten über mehrere 100km bieten, dafür aber mit kaum einem Monatsticket nutzbar sind, müssen nicht wirklich sein.

Gleiches gilt für andere IC-Linien, die aufgrund zunehmenden Nahverkehrs an Bedeutung verlieren. Die IC-Linie 35 zum Beispiel, die außer Oberhausen-Münster umsteigefrei eigentlich keine wirklich interessante Relation mehr anbieten kann, die es nicht schon durch Nahverkehrsprodukte gibt (insbesondere da der RE 5 kaum langsamer ist). Als "Premium"-Nahverkehrsprodukt hätte man da auf jeden Fall einen deutlich höheren Kundenzuspruch als mit Pseudo-Intercityverkehr.
Genau und wer ist im Llwenateil dabei? Richtig, der VRR! Und damit zahlreiche Kunden. Und da der VRR nun mal Besteller und Hauptfahrgastlieferant ist, wird dort das meiste bezahlt. Das was Hessen dazusteuern wird, dürften anteilig kleinere Beträge sein.
Sauerlandexpress schrieb:
Genau und wer ist im Llwenateil dabei? Richtig, der VRR! Und damit zahlreiche Kunden. Und da der VRR nun mal Besteller und Hauptfahrgastlieferant ist, wird dort das meiste bezahlt. Das was Hessen dazusteuern wird, dürften anteilig kleinere Beträge sein.
Im gesamten VRR wird schon Stundentakt gefahren. Teurer kann es für den VRR von daher nicht werden, da jegliche Mehrkosten außerhalb des VRR-Gebiets anfallen.

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: cinéma

Datum: 07.06.19 16:21

Bm235 schrieb:
Der NWL möchte den RE 11 Düsseldorf - Paderborn/Kassel, der zwischen Paderborn und Kassel bisher nur im Zweistundentakt fährt, gerne baldmöglichst stündlich bis Kassel durchbinden. Dafür soll nur ein zusätzlicher RRX-Triebzug benötigt werden.

Quelle: Pro Bahn Ruhrschiene 1/2019 (oben auf Seite 3).

Stellt sich die Frage, ob der NVV überhaupt bereit ist, zusätzliche Fahrten auf dem hessischen Abschnitt zu finanzieren? Die Züge fahren zwischen der Landesgrenze kurz hinter Warburg und Kassel-Wilhelmshöhe auf rund 50 km Länge durch Hessen, haben dabei aber nur einen einzigen Zwischenhalt in Hofgeismar, der Nutzen für den NVV ist also ziemlich gering.

Für die Netzwirkung wäre der Stundentakt natürlich eine feine Sache, nachdem sich der Fernverkehr ja leider weitgehend von der Strecke zurückgezogen hat.
Und so wird die Verspätungsanfälligkeit immer größer…
Die ursprüngliche Idee wird bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Re: Ich wünsche mir, dass die Inneneinrichtung

geschrieben von: Plutone

Datum: 07.06.19 17:24

ASa schrieb:
Hallo,

ich wünsche mir, dass die Inneneinrichtung vom schwarz-gelben Schwesterfahrzeug übernommen wird.

Vor allem vermisse ich da im RRX die Tische, auf denen man sein Laptop ablegen kann. Und "Ruhrgebiet" - Kassel ist ja schon mal eine Hausnummer von der Fahrzeit her gesehen.

VG - Asa

PS: will damit sagen, dass eine "Nahverkehreinrichtung" ein wenig mau ist für die lange Fahrzeit.
Und die Alternative, stattdessen eben garkein Angebot zu haben in den Stunden, soll besser sein ?

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Plutone

Datum: 07.06.19 17:27

cinéma schrieb:
Bm235 schrieb:
Der NWL möchte den RE 11 Düsseldorf - Paderborn/Kassel, der zwischen Paderborn und Kassel bisher nur im Zweistundentakt fährt, gerne baldmöglichst stündlich bis Kassel durchbinden. Dafür soll nur ein zusätzlicher RRX-Triebzug benötigt werden.

Quelle: Pro Bahn Ruhrschiene 1/2019 (oben auf Seite 3).

Stellt sich die Frage, ob der NVV überhaupt bereit ist, zusätzliche Fahrten auf dem hessischen Abschnitt zu finanzieren? Die Züge fahren zwischen der Landesgrenze kurz hinter Warburg und Kassel-Wilhelmshöhe auf rund 50 km Länge durch Hessen, haben dabei aber nur einen einzigen Zwischenhalt in Hofgeismar, der Nutzen für den NVV ist also ziemlich gering.

Für die Netzwirkung wäre der Stundentakt natürlich eine feine Sache, nachdem sich der Fernverkehr ja leider weitgehend von der Strecke zurückgezogen hat.
Und so wird die Verspätungsanfälligkeit immer größer…
Die ursprüngliche Idee wird bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.
Ich persönlich schätze den RE11 deutlich pünktlicher ein, als den Rest-Fernverkehr, der da drüber geschickt wird. Vmtl. etwa 90-95% vs. 75-80% Pünktlichkeit bei der 5:59-Min-Pünktlichkeit...
Bm235 schrieb:
Der NWL möchte den RE 11 Düsseldorf - Paderborn/Kassel, der zwischen Paderborn und Kassel bisher nur im Zweistundentakt fährt, gerne baldmöglichst stündlich bis Kassel durchbinden. Dafür soll nur ein zusätzlicher RRX-Triebzug benötigt werden.

Das kommt hin, wobei ja derzeit nicht mal alle zwei Stunden ein Zug nach Kassel fährt, und auch nicht stündlich bis Paderborn.
Aktuell braucht man 7 Tfz für den Langlauf und 4 für die Verstärkung zwischen Düsseldorf und Hamm. Die Standzeiten in Kassel und Hamm sind reichlich bemessen.

Im lupenreinen Stundentakt braucht man 8+4 Tfz mit langer Wende in Kassel. Mit Kurzwende in Kassel käme man sogar mit den vorhandenen 7 Tfz aus, aber so blöd ist man beim NWL auch wieder nicht.

Wenn der RRX 2 im Endausbau in Aachen startet, braucht man 11+7 Tfz mit langer Wende.

Gruß,
Andre Joost



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 18:07.
Zitat
Genau und wer ist im Llwenateil dabei? Richtig, der VRR! Und damit zahlreiche Kunden. Und da der VRR nun mal Besteller und Hauptfahrgastlieferant ist, wird dort das meiste bezahlt. Das was Hessen dazusteuern wird, dürften anteilig kleinere Beträge sein.
Im VRR werden auch die meisten Zugkilometer gefahren und die meisten Züge gebunden, daher ist es logisch, dass der VRR den Löwenanteil trägt. In den NVV fährt alle zwei Stunden nur ein Fahrzeug ein, daher sollte auch einleuchten, dass der NVV weniger als der VRR trägt. Wenn es zum Kauf des zusätzlichen Fahrzeuges kommen sollte wird sich der VRR daran finanziell nicht beteiligen. Dieses müssen NWL und NVV alleine finanzieren. Der Vorwurf, dass VRR-Fahrgäste die Fahrzeuge für den NVV finanzieren ist falsch.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 18:43.
Sauerlandexpress schrieb:
Käfermicha schrieb:
Noch wird gelacht, bald fährt der RE11 wirklich bis Leipzig...
Und damit wird aus dem RE (Regional-Express) ein Langläufee der eigentlich ein IC oder ICE sein könnte.
Siemens hat sicherlich nix dagegen, braucht man dann doch zusätzliche Fahrzeuge. Nebenbei wird der RRX immer mehr zur Lachnummer. Denn die Fahrgäste im VRR zahlen den Löwenanteil und der Rest freut sich über "billige" Züge.

Sauerlandexpress
Bevor du dich weiter verrenntst guck mal hier: [www.rrx.de]

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: ulrich

Datum: 07.06.19 21:56

Vielleicht ist man auch darauf aus, den Abschnitt Warburg-Kassel unter Fahrdraht auch mit einem adäquaten Tfz zu fahren statt mit den unzuverlässigen Link auf dem RE17. Leider würde dadurch allerdings die Ruhr-Diemel-Strecke endgültig ihr letztes bischen Rest an Durchgangslinie verlieren.

Ulrich

NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 07.06.19 22:25

Übertrieben?

Bei aller Freude über stündliches billiges Nahverkehrs-Fahren würde genau das eintreten. Denn wenn ein Regionalzug den Rest-Fernverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Kassel verdrängt glaubt doch wohl niemand, dass dann noch ein Rumpf-Intercity von Kassel nach Gera fährt. Dieses zarte, erst 2018 gesetzte Pflänzchen würde sofort wieder eingehen.

Das ist mal ganz ohne Wertung geschrieben. Aber die Komplexität solcher Ideen ist im System Eisenbahn manchmal etwas größer. Und man muss sich überlegen, ob man das insgesamt möchte.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Rosinen.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 22:36.

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: ulrich

Datum: 07.06.19 22:43

Ja, wenn dieser Fernverkehr aus NV-ähnlichem Wagenmaterial besteht und sich bezüglich der Anzahl der Halte und der Gesamtfahrzeit nicht wesentlich vom NV unterscheidet - Nein, wenn es ein qualitativ hochwertigerer Fernreisezug mit viel schnellerer Fahrzeit und längerem Laufweg wäre. Letzterer hätte nämlich auch noch zwischen den stündlichen RRX genug Platz und würde sein Publikum finden.

Ulrich




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 22:45.
ulrich schrieb:
Vielleicht ist man auch darauf aus, den Abschnitt Warburg-Kassel unter Fahrdraht auch mit einem adäquaten Tfz zu fahren statt mit den unzuverlässigen Link auf dem RE17. Leider würde dadurch allerdings die Ruhr-Diemel-Strecke endgültig ihr letztes bischen Rest an Durchgangslinie verlieren.
Nebenbei wird dadurch ein Umlauf der Link frei (5 statt 6), und das Platzangebot erhöht sich merklich. Wenn die Anschlüsse an den RE11 dann stündlich funktionieren, ist das besser als der bestehende Hinketakt mit 4-Stunden-Lücke und Kurzwende in Kassel.

Gruß,
Andre Joost
Zitat
Nebenbei wird dadurch ein Umlauf der Link frei (5 statt 6)
Du glaubst also wirklich, dass man den RE 17 mit 4 Minuten Wendezeit in Kassel-Wilhelmshöhe in einer angemessenen Betriebsqualität betreiben könnte? Ich muss dich enttäuschen DB Regio betreibt die Linie heute mit 7 Umläufen. Die Fahrt aus Hagen fährt nach der Ankunft leer zum Hauptbahnhof und steht dort fast zwei Stunden rum bevor es wieder nach Hagen geht. Durch eine Reduzierung auf Warburg würden 2 Fahrzeuge frei.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 11:32.

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Tw666

Datum: 08.06.19 11:25

Du lachst. Der RRX soll bis Dresden und zwar via Chemnitz verkehren - also Quer durch Deutschland (Aachen - Dresden). Mit einer Elektrifizierung im Osten vielleicht sogar bis Görlitz? :D ich fände es schon irgendwie geil, zumal die Fahrzeuge gar nicht so unbequem sind...
Zitat
Du lachst. Der RRX soll bis Dresden und zwar via Chemnitz verkehren - also Quer durch Deutschland (Aachen - Dresden).
Das wird nicht passieren. NVV und NVS planen ab Dezember 2020 einen zweistündlichen RE Kassel - Eisenach mit kurzem Anschluss an den RE 11. Eine Verlängerung des RE 11 wurde von den Aufgabenträgern abgelehnt.

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Tw666

Datum: 08.06.19 11:44

Es stellt sich die Frage, ob das auch im D-Takt irgendwann mal Sinn ergibt. Bedenken wir, dass eine generelle Pünktlichkeit über 95% und Anschlüsse genauso eine gute Qualität wie eine durchgehende Linie ergeben würde.

Im Jetzt bzw. mittelfristig wird es wohl Umstiegsverbindungen geben. Langfristig könnte ich mir hier den RRX als IR-Ersatzzug auch vorstellen.

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Tw666

Datum: 08.06.19 11:46

Würde man einen zusätzlichen Halt in Vellmar-Obervellmar und eventuell Immenhausen oder Grebenstein einrichten, wäre der Landkreis Kassel auch an den Westlichen Teil der Stadt Kassel und den Fernbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe angebunden statt "nur" mit der S-Bahn in die Innenstadt und zum Regionalbahnhof Kassel-Hauptbahnhof.

Dies würde diese Linie und auch die Strecke massiv aufwerten und sicherlich für zusätzliche Fahrgäste bei minimalem Aufwand (lange Wendezeit ist eh vorhanden) sorgen.

BG

666
Signalschruber schrieb:
Zitat
Nebenbei wird dadurch ein Umlauf der Link frei (5 statt 6)
Du glaubst also wirklich, dass man den RE 17 mit 4 Minuten Wendezeit in Kassel-Wilhelmshöhe in einer angemessenen Betriebsqualität betreiben könnte? Ich muss dich enttäuschen DB Regio betreibt die Linie heute mit 7 Umläufen. Die Fahrt aus Hagen fährt nach der Ankunft leer zum Hauptbahnhof und steht dort fast zwei Stunden rum bevor es wieder nach Hagen geht. Durch eine Reduzierung auf Warburg würden 2 Fahrzeuge frei.
Ich war davon ausgegangen, weil Ankunft und Abfahrt auf dem gleichen Gleis vorgesehen sind. Nun gut, dann hätte man noch mehr Reserven bei den Links. Und bei der Eurobahn könnte man sich die Verlängerung einzelner Umläufe bis Warburg auch sparen.

Gruß,
Andre Joost

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 08.06.19 15:22

Wobei DB-Fernverkehr auch kein großartig emotionales Interesse gezeigt hat, als es noch deutlich weniger Regionalverkehr zwischen Thüringen - Kassel - Westfalen gab. Das waren uninspirierte Veranstaltungen mit eingeschränkten Verkehrstagen, die IC hatten immer weniger Wagen und wurden bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Laufweg eingekürzt, wenn sie nicht gleich komplett ausfielen - auf irgend einen zwingenden Umstand konnte die DB immer verweisen. Der angeblich so nachfragestarke ICE nach München scheint auch ein Einzelstück zu bleiben.

Irgendwann ist natürlich ein Grad erreicht, wo die Länder sagen 'Wir ziehen jetzt unser eigenes Ding durch'. Und ganz ehrlich: Der Unterschied RRX zu IC2 (oder was da noch in Zukunft kommen mag) dürfte marginal sein. Wenn die Regios Platzreservierungen anbieten, sehe ich keinen nennenswerten Unterschied mehr.

Gruß, Olaf

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 15:24.

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: 162 005

Datum: 08.06.19 15:27

Tw666 schrieb:
Du lachst. Der RRX soll bis Dresden und zwar via Chemnitz verkehren - also Quer durch Deutschland (Aachen - Dresden). Mit einer Elektrifizierung im Osten vielleicht sogar bis Görlitz? :D ich fände es schon irgendwie geil, zumal die Fahrzeuge gar nicht so unbequem sind...


Der RRX wird nicht bis Dresden verkehren oder Görlitz, es war mal Erfurt geplant, aber auch das wird nicht passieren.

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Viadukt

Datum: 08.06.19 15:38

Gleiches gilt für andere IC-Linien, die aufgrund zunehmenden Nahverkehrs an Bedeutung verlieren. Die IC-Linie 35 zum Beispiel, die außer Oberhausen-Münster umsteigefrei eigentlich keine wirklich interessante Relation mehr anbieten kann, die es nicht schon durch Nahverkehrsprodukte gibt (insbesondere da der RE 5 kaum langsamer ist). Als "Premium"-Nahverkehrsprodukt hätte man da auf jeden Fall einen deutlich höheren Kundenzuspruch als mit Pseudo-Intercityverkehr.

Der IC benötigt für Oberhausen - Koblenz 109 Minuten, der RE 5 129 Minuten, das sind 20 Minuten Unterschied!

Für diese Fahrtzeitersparnis werden woanders Milliarden verbuddelt.

Hinzu kommt, der IC ist meistens pünktlich, der RE 5 chronisch verspätet und muss dann in Weißenthurm wenden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 15:40.

So kann man auch Steuergelder verpulvern

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.06.19 15:39

Moin,

und wo bleiben denn Flix und Co? Wenn es doch angeblich einen Riesen Bedarf für FV gibt. Alternativ könnte man ja mal die Politiker fragen, wieso man diese Achse so vernachlässigt hat, auch zu Staatsbahnzeiten noch.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Tw666

Datum: 08.06.19 18:00

Im Entwurf zum D-Takt sieht das etwas anders aus.
162 005 schrieb:
Tw666 schrieb:
Du lachst. Der RRX soll bis Dresden und zwar via Chemnitz verkehren - also Quer durch Deutschland (Aachen - Dresden). Mit einer Elektrifizierung im Osten vielleicht sogar bis Görlitz? :D ich fände es schon irgendwie geil, zumal die Fahrzeuge gar nicht so unbequem sind...

Der RRX wird nicht bis Dresden verkehren oder Görlitz, es war mal Erfurt geplant, aber auch das wird nicht passieren.
Der RRX nicht, aber der alimentierte eigenwirtschaftliche Fernverkehr, der nach den Wünschen der DB den RRX2 aus dem Konzept werfen soll. Denn über Ausschreibungen kommt DB Regio auf keinen grünen Zweig mehr. Besonders wenn der Besteller eigene Fahrzeuge vorhält.

Gruß,
Andre Joost

Kann man so nicht sagen

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.06.19 21:21

Moin,

die Unterelbebahn Cuxhaven - Hamburg, dort das DB Regio gewonnen, obwohl es einen Fahrezugpool gab. Die Situation in NRW ist ein wenig anders, da hat man sich vorher schon einmal mit dem VRR etwas überworfen und die Quittung beim RRX bekommen. Aber man wird sehen, wie oft man noch den gehassten Unternehmen nachtrauern wird, es beginnt wohl bereits heute Nacht. Aber auf der anderen Seite, der VRR verdient Geld, mit all den EVUs die ihre Sorgen haben. Egal wie der Kunde dabei abschneidet.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Ausschreibungen mit bestellereigenen Fahrzeugen

geschrieben von: MD 612

Datum: 08.06.19 21:29

Andre Joost schrieb:
Denn über Ausschreibungen kommt DB Regio auf keinen grünen Zweig mehr. Besonders wenn der Besteller eigene Fahrzeuge vorhält.
Unterelbebahn und Marschbahn zählen bei Dir nicht??

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Plutone

Datum: 08.06.19 23:24

Viadukt schrieb:
Gleiches gilt für andere IC-Linien, die aufgrund zunehmenden Nahverkehrs an Bedeutung verlieren. Die IC-Linie 35 zum Beispiel, die außer Oberhausen-Münster umsteigefrei eigentlich keine wirklich interessante Relation mehr anbieten kann, die es nicht schon durch Nahverkehrsprodukte gibt (insbesondere da der RE 5 kaum langsamer ist). Als "Premium"-Nahverkehrsprodukt hätte man da auf jeden Fall einen deutlich höheren Kundenzuspruch als mit Pseudo-Intercityverkehr.

Der IC benötigt für Oberhausen - Koblenz 109 Minuten, der RE 5 129 Minuten, das sind 20 Minuten Unterschied!

Für diese Fahrtzeitersparnis werden woanders Milliarden verbuddelt.

Hinzu kommt, der IC ist meistens pünktlich, der RE 5 chronisch verspätet und muss dann in Weißenthurm wenden.
Haha, ich lach mich kaputt :D
Warum ist denn der RE5 dauernd zu spät ?
Nicht zufällig, weil er auf seinem Laufweg dauernd für 3-5 verspätete IC/ICE oder wegen anderer Fehldispositionen zur Seite genommen wird?

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: bahamas

Datum: 09.06.19 00:06

Der Zeuge Desiros schrieb:
glaubt doch wohl niemand, dass dann noch ein Rumpf-Intercity von Kassel nach Gera fährt. Dieses zarte, erst 2018 gesetzte Pflänzchen würde sofort wieder eingehen.

Es gäbe im Fernverkehr ja auch andere Möglichkeiten, wie z. B. Kassel - Gera - Chemnitz/Dresden/Görlitz/Breslau. Oder man fährt künftig bereits ab Hagen mit Diesel über die Obere Ruhrtalbahn. Mit längeren Relationen bekäme auch die Diesellok etwas mehr zu tun. Ein Einstellen wäre zwar typisch, aber auch ein Beweis für Ideenlosigkeit bei DB FV.

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 09.06.19 10:42

Andre Joost schrieb:
Der RRX nicht, aber der alimentierte eigenwirtschaftliche Fernverkehr, der nach den Wünschen der DB den RRX2 aus dem Konzept werfen soll. Denn über Ausschreibungen kommt DB Regio auf keinen grünen Zweig mehr. Besonders wenn der Besteller eigene Fahrzeuge vorhält.
Natürlich kommt die DB noch auf grüne Zweige. Was ist denn mit dem Netz Stadtbahn in Berlin oder dem Netz Linienstern Mühldorf? Diese beiden Netze gingen teilweise bzw. ganz an die DB.

Viele Grüße
Moritz

Re: So kann man auch Steuergelder verpulvern

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 09.06.19 10:45

BR146106 schrieb:
Zitat:
und wo bleiben denn Flix und Co?
Das frage ich mich auch. Ich könnte mir vorstellen, dass Flixtrain in dieser Verbindung enormes Potential sieht und versucht, dort Trassen zu bekommen.

Viele Grüße
Moritz

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Strizie

Datum: 09.06.19 11:19

Das wird sich bald denke ich wieder ändern. Der RE 5 gleicht mittlerweile immer mehr einem SE/RB.

Seitdem der RE 5 zwischen Koblenz Hbf und Köln Hbf beschleunigt wurde hat man mittlerweile in die gleiche Trasse mit Koblenz-Stadtmitte und Bonn UN-Campus zwei Zusatzhalte reingebastelt und demnächst soll dann auch wieder Oberwinter angefahren werden. Früher hatte der RE 5 noch entsprechende Pufferzeiten heute dagegen nicht mehr und auch die hochgelobten Desiro HC mit spurstärke werden das nicht auffangen können.

Zwischen Bonn Hbf und Bonn-Bad Godesberg herrscht seitdem UN-Campus in Betrieb ist praktisch Dauerstau. Man schaue sich einfach mal diverse FST-Mitfahren von der linken Rheinstrecke an seitdem dieser Haltepunkt in Betrieb ist.

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: VT605

Datum: 09.06.19 11:22

bahamas schrieb:
Oder man fährt künftig bereits ab Hagen mit Diesel über die Obere Ruhrtalbahn. Mit längeren Relationen bekäme auch die Diesellok etwas mehr zu tun.

Das ist Unfug, denn diese Relation hat von einigen Sauf- und Wintersportzügen saisonal abgesehen, kein Fv-Potenzial. Aber die Fahrgäste auf der Strecke werden sich dann bedanken wenn sie den direkten Anschluß an Kassel verlieren zugunsten der RE11, der ist ja jetzt schon wesentlich schlechter geworden. Die Fahrgäste auf der Strecke zu den nächsten Knotenbahnhöfen zu befördern, das ist die eigentliche Aufgabe eines Nv-Zuges und nicht Fahrgäste von NRW nach Sachsen zu befördern.

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: bahamas

Datum: 09.06.19 11:56

VT605 schrieb:
bahamas schrieb:
Oder man fährt künftig bereits ab Hagen mit Diesel über die Obere Ruhrtalbahn.
denn diese Relation hat von einigen Sauf- und Wintersportzügen saisonal abgesehen, kein Fv-Potenzial. Aber die Fahrgäste auf der Strecke werden sich dann bedanken wenn sie den direkten Anschluß an Kassel verlieren zugunsten der RE11, der ist ja jetzt schon wesentlich schlechter geworden. Die Fahrgäste auf der Strecke zu den nächsten Knotenbahnhöfen zu befördern, das ist die eigentliche Aufgabe eines Nv-Zuges und nicht Fahrgäste von NRW nach Sachsen zu befördern.

Woran machst du "kein FV-Potenzial" fest? Viele der heutigen IC-Fahrgäste kommen komischerweise aus dem Sauerland. Der Logik deines letzten Satzes nach würde es dann ja ausreichen, den Hagener Zug in Warburg enden zu lassen.

Re: So kann man auch Steuergelder verpulvern

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 09.06.19 13:15

Wenn es denn zu einer Fernverkehrslinie Westfalen - Thüringen kommt, dann sehe ich den IC der DB aus meiner persönlichen Kundensicht gegenüber Flix & Co im Vorteil, kann ich dort doch meine vorhandene BahnCard einsetzen und im Vor-/Nachlauf auch Regionalzüge hinzu buchen.

(Und natürlich auch Umsteigebeziehungen zu anderen IC/ICE. Netzgedanke statt Einzellinien.)

Gruß, Olaf

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Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Strizie

Datum: 09.06.19 13:22

Dann frage dich mal selber wie der SPNV im Ruhrgebiet aussieht, wenn ab Dezember 2019 keine DB Regio-Tf. mehr fahren würden auf den Netzen welche Eurobahn und Abellio gewonnen haben.

Nur mit Eurobahn Tf. auf der S 1 und S 4 würde es dort katastrophal werden. Leider lässt sich DB Regio anscheinend wieder auf ein Kuhhandel ein. Wäre letzteres nicht der Fall könnten beim VRR einige Stühle wackeln, denn Dauerausfälle auf der S 1 wären im Ruhrgebiet eine Katastrophe und hier kann man auch keine Busersatzverkehre bestellen.

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: kmueller

Datum: 09.06.19 13:52

VT605 schrieb:
Die Fahrgäste auf der Strecke zu den nächsten Knotenbahnhöfen zu befördern, das ist die eigentliche Aufgabe eines Nv-Zuges und nicht Fahrgäste von NRW nach Sachsen zu befördern.
Aufgabe eines NV-Zuges ist, Fahrgäste aus Provinzregionen ins nächstgelegene Unter/Mittel/Oberzentrum zu befördern sowie ggf. zwischen nahe gelegenen Zentren. Das sind entlang der RE11-Strecke die Großstädte von Düsseldorf bis Hamm, Paderborn und Kassel, sowie die Kreisstädte Soest, Lippstadt und Warburg.

Reiseketten bis Berlin, Hamburg, München, Dresden oder ins Ausland zu organisieren, ist Aufgabe der FV-Anbieter. Sie könnten z.B. dem NV-Anbieter etwas dafür zahlen, daß er sein Angebot auch an ihre Bedürfnisse anpaßt.
Tw666 schrieb:Zitat:
Im Entwurf zum D-Takt sieht das etwas anders aus.
Der D-Takt ist ein theoretischer Plan auf den die Infrastruktur ausgelegt wird, kein Betriebskonzept.
Betriebskonzepte weichen davon deutlich ab. Beispielsweise wenn man an Streckenreaktivierungen denkt, die im D-Takt (noch) nicht enthalten sind und die zu veränderten Linienläufen führen können.
Die RRX-Linie ist nichts anderes als der Gedanke, wie man eine Fernverkehrstrasse mit Regionalschnellverkehr mischen kann, um keine zweite Trasse zu bekommen. Vielleicht klappt ja eine Korrespondenz und damit eine Brechung, oder man fährt in einer anderen Trasse oder man fährt gar nicht...

Der D-Takt ist weder eine Verpflichtung notwendige Infrastrukturen zu bauen, noch die entsprechenden Verkehrsleistungen zu finanzieren!

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Val

Datum: 09.06.19 15:32

Strizie schrieb:
Früher hatte der RE 5 noch entsprechende Pufferzeiten heute dagegen nicht mehr und auch die hochgelobten Desiro HC mit spurstärke werden das nicht auffangen können.

Abwarten

Strizie schrieb:
Zwischen Bonn Hbf und Bonn-Bad Godesberg herrscht seitdem UN-Campus in Betrieb ist praktisch Dauerstau. Man schaue sich einfach mal diverse FST-Mitfahren von der linken Rheinstrecke an seitdem dieser Haltepunkt in Betrieb ist.

Unfug. Der Stau rührte vor allem daher, dass in Bonn Hbf Gleis 1 nicht zur Verfügung stand. Oder wie erklärst Du mit dem Halt am UN-Campus, dass sich Züge Richtung Köln vom UN-Campus bis Hauptbahnhof oft genug von Hp0 zu Hp0 hangeln müssen?

Gruß,

Val

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: IC 2213

Datum: 09.06.19 16:39

Strizie schrieb:
Dann frage dich mal selber wie der SPNV im Ruhrgebiet aussieht, wenn ab Dezember 2019 keine DB Regio-Tf. mehr fahren würden auf den Netzen welche Eurobahn und Abellio gewonnen haben.

Nur mit Eurobahn Tf. auf der S 1 und S 4 würde es dort katastrophal werden. Leider lässt sich DB Regio anscheinend wieder auf ein Kuhhandel ein. Wäre letzteres nicht der Fall könnten beim VRR einige Stühle wackeln, denn Dauerausfälle auf der S 1 wären im Ruhrgebiet eine Katastrophe und hier kann man auch keine Busersatzverkehre bestellen.

DB Regio schiebt sich den schwarzen Peter mit der S1 im Dezember selbst zu. Wenn dann bei Regio die Tf knapp werden, weil sich das Personal wegbeworben hat und auf einmal die S1 doch weiter gefahren werden muss.

Dann hat der VRR seinen Dummen und die Eurobahn glänzt mit der S4.

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: wostei

Datum: 09.06.19 17:03

Diese Aufgabenbeschreibung trifft den Nagel auf den Kopf, nur sollten dire Anschlüsse von/auf NV/FV dann auch so konzipiert sein dass sie auch eingehalten werden können. Inklusive Verspätungsreserven. Kontraproduktiv sind hier NV-Langläufer mit kurzen Wenden und NV-Durchverbindungen in den Knotenpunkten, z. B. Köln, ebenso Wenden kurz vor den Wendebahnhöfen im Verspätungsfall und das manchmal mehrfach hintereinander z. B. Weissenthurm. Daran krankt das System und daran wird sich ohne entsprechende Einsatzbereitschaften auch nix ändern.
Wolfgang

Es ist noch gar nichts Fix bei der Sache

geschrieben von: BR146106

Datum: 09.06.19 17:20

Moin,

der VRR steht wie immer gut da, egal wer fährt. Es wird verhandelt ob DB Regio Leistungen übernehmen kann, weil der neue Betreiber zu wenig Personal hat, mehr nicht. Was am Ende dabei raus kommt ist noch offen. Zumal es unterschiedliche Ansichten gibt über die Vertragslänge. Und wenn die Personale knapp werden, fallen die Züge eben aus.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: [RRX] RE 11 soll stündlich bis Kassel durchfahren

geschrieben von: Strizie

Datum: 09.06.19 17:47

Val schrieb:
Strizie schrieb:
Früher hatte der RE 5 noch entsprechende Pufferzeiten heute dagegen nicht mehr und auch die hochgelobten Desiro HC mit spurstärke werden das nicht auffangen können.
Abwarten

Strizie schrieb:
Zwischen Bonn Hbf und Bonn-Bad Godesberg herrscht seitdem UN-Campus in Betrieb ist praktisch Dauerstau. Man schaue sich einfach mal diverse FST-Mitfahren von der linken Rheinstrecke an seitdem dieser Haltepunkt in Betrieb ist.
Unfug. Der Stau rührte vor allem daher, dass in Bonn Hbf Gleis 1 nicht zur Verfügung stand. Oder wie erklärst Du mit dem Halt am UN-Campus, dass sich Züge Richtung Köln vom UN-Campus bis Hauptbahnhof oft genug von Hp0 zu Hp0 hangeln müssen?
Natürlich steht Gleis 1 in Bonn Hbf für durchfahrende Güterzüge zur Verfügung.

Das Problem des Haltes UN-Campus ist einfach, dass dieser in einem 160 km/h-Abschnitt liegt und dies so ungünstig, dass man von Bonn Bad Godesberg aus mit beim RE 5 mit maximal 100 km/h dorthin schleicht. Der Halt kostet dann auch eben 2 Minuten extra.

Stau südliche Zufahrt Bonn Hbf

geschrieben von: Val

Datum: 09.06.19 18:56

Strizie schrieb:
Natürlich steht Gleis 1 in Bonn Hbf für durchfahrende Güterzüge zur Verfügung.

Das stimmt so allgemein nicht. Gerade in den letzten Wochen, als am der Nutzbarmachung des Südteils von Bahnsteig 1 gearbeitet wurde, stand das Gleis nicht zur Verfügung. Und du kam halt noch das Problem, dass die Fahrgastwechsel am Gleis 2 sehr lange gedauert haben, weil sich einerseits die Einsteiger durch den schmalen Bahnsteig schlecht verteilen und andererseits die Aussteiger durch die Menschentraube schlecht abfließen konnten.
Im Ergebnis stand fast jeder Zug Richtung Norden vor der Einfahrt an Hp0, teilweise mehrfach. Signalhalte südlich vom UN-Campus kamen dagegen nur vor, wenn der Rückstau entsprechend lang war. Aus diesem Stau lässt sich jedenfalls kein Beweis für negative Auswirkungen des neuen Haltepunkts konstruieren.

Gruß,

Val

Pseudo-Fernverkehr ist eine große Fehlentwicklung

geschrieben von: Anbeku

Datum: 11.06.19 09:12

Fluorineer schrieb:
In Anbetracht dessen, dass der Fernverkehr auf der Relation Düsseldorf - Kassel gerade einmal 9 Minuten schneller fährt, bietet ein stündlicher Nahverkehrstakt doch deutliche Vorteile, solang man an der strikten Trennung zwischen IC und RE weiterhin festhalten möchte. Gerade wenn eine Strecke schon nicht durch eine übermäßig hohe Reisegeschwindigkeit punkten kann, muss die Zugänglichkeit umso mehr gegeben sein. ICs, die zwar lauter 19,90€-Einzelfahrten über mehrere 100km bieten, dafür aber mit kaum einem Monatsticket nutzbar sind, müssen nicht wirklich sein.

Gleiches gilt für andere IC-Linien, die aufgrund zunehmenden Nahverkehrs an Bedeutung verlieren. Die IC-Linie 35 zum Beispiel, die außer Oberhausen-Münster umsteigefrei eigentlich keine wirklich interessante Relation mehr anbieten kann, die es nicht schon durch Nahverkehrsprodukte gibt (insbesondere da der RE 5 kaum langsamer ist). Als "Premium"-Nahverkehrsprodukt hätte man da auf jeden Fall einen deutlich höheren Kundenzuspruch als mit Pseudo-Intercityverkehr.
Aber genau da liegt doch das Problem in dieser unsinnigen Trennung von Fern- und Nahverkehr. Ich denke viele würden den IC nutzen und dafür sogar einen kleinen Aufpreis zahlen, wenn man den flexibel nutzen könnte und es keinen Bruch mit den bestehenden Tarifen geben würde. Der Einzige Grund, warum ich für Strecken wie Aachen-Bielefeld immer den RE nehme ist, dass man sich per Schöner-Tag-Ticket nicht vorher de fakto für eine Rückfahrt festlegen muss. Hier hilft auch kein flexpreis, wenn man damit ggf zwei Stunden auf den nächsten Zug warten müsste.

Es kann doch nicht Sinn der Sache sein, dass immer mehr öffentlich bestellter, langlaufender Regionalverkehr in die Bresche springen muss, weil der Fernverkehr nicht funktioniert. Da kann man doch direkt den Fernverkehr ausschreiben und vielleicht wäre das gar keine schlechte Lösung.

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: Anbeku

Datum: 11.06.19 09:40

Alibizugpaar schrieb:
Irgendwann ist natürlich ein Grad erreicht, wo die Länder sagen 'Wir ziehen jetzt unser eigenes Ding durch'. Und ganz ehrlich: Der Unterschied RRX zu IC2 (oder was da noch in Zukunft kommen mag) dürfte marginal sein. Wenn die Regios Platzreservierungen anbieten, sehe ich keinen nennenswerten Unterschied mehr.
Der Unterschied ist: Der RRX fährt öfter, lässt sich flexibler nutzen und hat ein breiteres Ticketsortiment. Der Fernverkehr schafft sich selber ab, weil es auf mittlere Distanz kaum jemand die Fexibilität des Nahverkehrs gegen den immer geringer werdenden Geschwindigkeits- und Komfortvorteil eintauschen will.

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: Anbeku

Datum: 11.06.19 09:49

kmueller schrieb:
Aufgabe eines NV-Zuges ist, Fahrgäste aus Provinzregionen ins nächstgelegene Unter/Mittel/Oberzentrum zu befördern sowie ggf. zwischen nahe gelegenen Zentren. Das sind entlang der RE11-Strecke die Großstädte von Düsseldorf bis Hamm, Paderborn und Kassel, sowie die Kreisstädte Soest, Lippstadt und Warburg.
Hört sich ja nicht verkehr an, aber geht doch an der Realität völlig vorbei. Solange ich
den Fernverkehr nicht flexibel und bezahlbar nutzen kann, werde ich auch weiterhin ins übernächste Oberzentrum mit den NV fahren, auch wenn ich durchaus bereit wäre für den FV einen Aufschlag zu zahlen.

Re: NRW killt Fernverkehr in Thüringen

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.06.19 10:34

Anbeku schrieb:
kmueller schrieb:
Aufgabe eines NV-Zuges ist, Fahrgäste aus Provinzregionen ins nächstgelegene Unter/Mittel/Oberzentrum zu befördern sowie ggf. zwischen nahe gelegenen Zentren. Das sind entlang der RE11-Strecke die Großstädte von Düsseldorf bis Hamm, Paderborn und Kassel, sowie die Kreisstädte Soest, Lippstadt und Warburg.
Hört sich ja nicht verkehr an, aber geht doch an der Realität völlig vorbei. Solange ich
den Fernverkehr nicht flexibel und bezahlbar nutzen kann, werde ich auch weiterhin ins übernächste Oberzentrum mit den NV fahren
Das will dir ja auch keiner verbieten; mir ging es darum, daß die Abstimmung auf irgendeinen Anschluß in Kassel nicht die oben beschriebenen Aufgaben entlang der Strecke unterläuft.

Wie andere völlig richtig schreiben, ist auf den meisten deutschen Strecken eine Unterscheidung von Zügen 'für Nahverkehr' und 'für Fernverkehr' ohnehin unsinnig.