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DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Georgi

Datum: 07.06.19 08:18

Das Platzangebot für die Kunden soll demnach "um bis zu 100 Prozent" gesteigert werden. Dazu will die Bahn zusätzlich zu den bereits beschlossenen Zugkäufen weitere 120 Züge für den Personenverkehr und 300 Loks für den Güterverkehr erwerben. "Längere Züge und bessere Platzausnutzung erhöhen darüber hinaus die Kapazität der Flotte", heißt es in der Unterrichtung für den Aufsichtsrat.

[www.spiegel.de]

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 07.06.19 08:48

"Längere Züge und bessere Platzausnutzung erhöhen darüber hinaus die Kapazität der Flotte", heißt es in der Unterrichtung für den Aufsichtsrat.

Dann sollte man sofort aufhören, Bahnsteige zurückzubauen.

Im Regionalverkehr sollen 1000 Bestandsfahrzeuge mit bis zu zwölf Prozent mehr Plätzen ausgestattet werden.

Wie das? Noch engerer Sitzabstand? Verzicht auf Fahrradstellplätze?

Auch soll die Wartung verbessert werden, damit Züge nicht mit defekten Klimaanlagen, Kaffeemaschinen oder Bremsen auf die Reise gehen.

Wie bitte? Ich hoffe, dass sich das der SPIEGEL nur als verbale Illustration ausgedacht hat. Kommen wirklich Züge mit defekten Bremsen zum Einsatz?

Unternehmensberater sollen im Zuge dessen weitgehend aus dem Unternehmen vertrieben werden.

Sowas lese ich gerne, ohne die Realzustände bei der Bahn zu kennen. Ich erinnere mich an "Berater" bei uns in der Industrie, deren Wirken zum Zusammenbruch der Teams und zur inneren Kündigung vieler Mitarbeiter führte.

Edit: alle kursiv geschriebenen Zitate stammen 1:1 aus dem einen Beitrag weiter oben verlinkten SPON-Artikel, abgerufen kurz vor dem Zeitpunkt meines Postings hier: [www.spiegel.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 15:53.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: DrSo

Datum: 07.06.19 08:53

Radiowaves schrieb:
Im Regionalverkehr sollen 1000 Bestandsfahrzeuge mit bis zu zwölf Prozent mehr Plätzen ausgestattet werden.

Wie das? Noch engerer Sitzabstand? Verzicht auf Fahrradstellplätze?


Ich glaube das ist ein Luftschloss. Die Bestuhlung ist vertraglich vorgegeben mit Sitzabständen, etc. Die kann man nicht mal so einfach aus Lust und Laune ändern.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: 143 828

Datum: 07.06.19 09:07

Radiowaves schrieb:
Im Regionalverkehr sollen 1000 Bestandsfahrzeuge mit bis zu zwölf Prozent mehr Plätzen ausgestattet werden.

Wie das? Noch engerer Sitzabstand? Verzicht auf Fahrradstellplätze?

Da interpretierst du zuviel rein. "bis zu" hieß schon immer nur "garantiert nicht mehr". Auch mit 0 Prozent ist dieses Ziel schon locker erreicht.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Kursbuchstrecke

Datum: 07.06.19 10:04

Ja, es kommt immer wieder vor, dass einzelne Wagen defekte Bremsen haben, im Güterverkehr vmtl. Öfter als im Personenverkehr.

Ich verstehe deine Reaktion dazu jetzt auch nicht, wenn du nen Zug mit 44 Wagen hast und eine Bremse funktioniert nicht, dann merkst diese eine Bremse beim bremsverhalten des Zuges auch nicht mehr und solange du auf deine notwendigen Bremshundertstel kommst und es nicht gerade der letzte Wagen ist ist das auch völlig irrelevant.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: autolos

Datum: 07.06.19 10:17

Radiowaves schrieb:
"Längere Züge und bessere Platzausnutzung erhöhen darüber hinaus die Kapazität der Flotte", heißt es in der Unterrichtung für den Aufsichtsrat.

Dann sollte man sofort aufhören, Bahnsteige zurückzubauen.

Im Regionalverkehr sollen 1000 Bestandsfahrzeuge mit bis zu zwölf Prozent mehr Plätzen ausgestattet werden.

Wie das? Noch engerer Sitzabstand? Verzicht auf Fahrradstellplätze?

Auch soll die Wartung verbessert werden, damit Züge nicht mit defekten Klimaanlagen, Kaffeemaschinen oder Bremsen auf die Reise gehen.

Wie bitte? Ich hoffe, dass sich das der SPIEGEL nur als verbale Illustration ausgedacht hat. Kommen wirklich Züge mit defekten Bremsen zum Einsatz?

Unternehmensberater sollen im Zuge dessen weitgehend aus dem Unternehmen vertrieben werden.

Sowas lese ich gerne, ohne die Realzustände bei der Bahn zu kennen. Ich erinnere mich an "Berater" bei uns in der Industrie, deren Wirken zum Zusammenbruch der Teams und zur inneren Kündigung vieler Mitarbeiter führte.
Du hast offenbar etwas zitiert. Kannst Du bitte in jedem Einzelfall die Quelle nennen? Die fehlt nämlich. Außerdem: Spricht die Quelle wirklich davon, Berater sollten VERTRIEBEN werden?

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 07.06.19 10:19

autolos schrieb:
Radiowaves schrieb:
"Längere Züge und bessere Platzausnutzung erhöhen darüber hinaus die Kapazität der Flotte", heißt es in der Unterrichtung für den Aufsichtsrat.

Dann sollte man sofort aufhören, Bahnsteige zurückzubauen.

Im Regionalverkehr sollen 1000 Bestandsfahrzeuge mit bis zu zwölf Prozent mehr Plätzen ausgestattet werden.

Wie das? Noch engerer Sitzabstand? Verzicht auf Fahrradstellplätze?

Auch soll die Wartung verbessert werden, damit Züge nicht mit defekten Klimaanlagen, Kaffeemaschinen oder Bremsen auf die Reise gehen.

Wie bitte? Ich hoffe, dass sich das der SPIEGEL nur als verbale Illustration ausgedacht hat. Kommen wirklich Züge mit defekten Bremsen zum Einsatz?

Unternehmensberater sollen im Zuge dessen weitgehend aus dem Unternehmen vertrieben werden.

Sowas lese ich gerne, ohne die Realzustände bei der Bahn zu kennen. Ich erinnere mich an "Berater" bei uns in der Industrie, deren Wirken zum Zusammenbruch der Teams und zur inneren Kündigung vieler Mitarbeiter führte.
Du hast offenbar etwas zitiert. Kannst Du bitte in jedem Einzelfall die Quelle nennen? Die fehlt nämlich. Außerdem: Spricht die Quelle wirklich davon, Berater sollten VERTRIEBEN werden?
Lies den Artikel und du wirst die Aussagen finden, z.B. wortwörtlich: "Unternehmensberater sollen im Zuge dessen weitgehend aus dem Unternehmen vertrieben werden."

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: DB Regio NRW

Datum: 07.06.19 10:19

Radiowaves schrieb:
Dann sollte man sofort aufhören, Bahnsteige zurückzubauen.


Gibt es tatsächlich Fernzug-Bahnsteige die gekürzt wurden?

Im Nahverkehr sicherlich, aber da wird gebaut was bestellt wird. Kann man gerade an den Bahnsteigverlängerungen für den Rhein-Ruhr-Express sehenn

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Welchen Artikel?

geschrieben von: autolos

Datum: 07.06.19 10:23

Murrtalbahner schrieb:
Lies den Artikel und du wirst die Aussagen finden, z.B. wortwörtlich: "Unternehmensberater sollen im Zuge dessen weitgehend aus dem Unternehmen vertrieben werden."
In dem Beitrag steht nicht, aus welcher Quelle zitiert wird, bei dir auch nicht. Deine Worte unterscheiden sich zudem von denen im anderen Beitrag, was die Frage nach der Quelle umso dringlicher macht.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 07.06.19 10:33

Radiowaves schrieb:
Kommen wirklich Züge mit defekten Bremsen zum Einsatz?
Moin,

ja! Hier und da ist zB. mal ne Mg-Bremse defekt.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Gitgut

Datum: 07.06.19 10:46

Hallo,

ist es nicht so, dass dann einfach eine geringere Geschwindigkeit gefahren wird?

Mfg Gitgut

Re: Welchen Artikel?

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 07.06.19 10:53

Das "vertrieben" steht im verlinkten Artikel, dort aber nicht in Anführungszeichen. Die Wortwahl dürfte also vom Gerald Traufetter, der den Artikel für den Spiegel schrieb, stammen.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 07.06.19 11:25

DB Regio NRW schrieb:
Gibt es tatsächlich Fernzug-Bahnsteige die gekürzt wurden?

In Andernach wird gekürzt.
Da die ICE 1 gekürzt werden sollen, und dann als einziger 400m-Zug der DB die Doppeltraktion von ICE3 / Velaro verbleibt, würde ich für die Zukunft weitere Kürzungen von Fernverkehrsbansteigen befürchten.

Wie wäre es verstärkt auf Halbzüge zu setzen?

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 07.06.19 11:43

"Längere Züge und bessere Platzausnutzung"

Wenn 1 Wagen im 14-Teiler defekt ist steht der komplette ICE mit allen 14 Wagen im Werk.

Wenn aber 1 Wagen im 7-Teiler defekt ist stehen nur 7 Wagen im Werk und die anderen 7 können mit einem Ersatzpark gekuppelt auf Reise gehen. Das sollte die DB mal ernsthaft ins Auge fassen, ich würde die komplette Flotte analog zum TGV InOui so aufstellen. Dürfte die Flotten-Einsatzverfügbarkeit spürbar erhöhen. Zumal sich Halbzüge auf Außenästen und in Tagesrandlagen besser rentieren. Die Zeiten großer sperriger Triebköpfe sind ja mittlerweile vorbei.

Und Platzausnutzung bedeutet ein weiteres engeres Zusammenrücken?

Gruß, Olaf

(,“)
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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Der Ruf nach den Quellen

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 07.06.19 11:45

Tach!

autolos schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Lies den Artikel und du wirst die Aussagen finden, z.B. wortwörtlich: "Unternehmensberater sollen im Zuge dessen weitgehend aus dem Unternehmen vertrieben werden."
In dem Beitrag steht nicht, aus welcher Quelle zitiert wird, bei dir auch nicht. Deine Worte unterscheiden sich zudem von denen im anderen Beitrag, was die Frage nach der Quelle umso dringlicher macht.

Nun, der SPIEGEL schreibt von einem Dokument das ihm - zumindest in Teilen - vorliegt. Das man Dir dieses Dokument nicht persönlich vorlegt, ist natürlich ärgerlich, aber Du kannst Dich ja entscheiden: Entweder glaubst Du den Aussagen in dem Artikel, oder nicht.

Was bei der Beurteilung von Pressearbeit gerne vergessen wird (heute mehr als noch früher), ist der Umstand das oftmals Quellen nicht offen gelegt werden können. Journalismus basiert auf Vertrauen. Der Informant vertraut dem Journalisten, das er ihn nicht verrät. Der Leser wiederum darauf, das der Journalist wahrheitsgemäß berichtet.

Das lässt natürlich Raum für Zweifel. Der SPIEGEL war ja erst kürzlich in den "Fall Relotius" verwickelt.
Hinzu kommt der Umstand, das manche augenblicklich in der Presse als Skandal hochgekochten Fälle sich im nachhinein als nichtig erweisen, wie z.B. der sog. "BAMF-Skandal", dessen weiteren Verlauf ein Großteil der Öffentlichkeit doch kaum noch mitbekommen hat:
[daserste.ndr.de]

Soweit der Punkt "Zweifel".

Kommen wir zum Punkt "Vertrauen" oder "Glaubwürdigkeit".

Auch wenn uns nicht die Quelle zu dem Dokument der Bahn AG hier vorgelegt wird, halte ich den SPIEGEL-Bericht für glaubwürdig.
Denn nach dem Fall Relotius wird sich wohl keiner mehr in der Redaktion ohne Gegenprüfung auf irgendeine Quelle berufen. Und zum zweiten gilt: "Wer einmal lügt..."
Sollten sich im Nachhinein alle genannten Punkte zu dem DB Dokument als falsch herausstellen, dann wird sich das nicht verbergen lassen. Die Rückschau ist da als Stütze sehr hilfreich: Wieviele Dokumente und Informationen zu Hintergrundgesprächen zur BAHN AG waren unwahr, die in den vergangen Jahren kolportiert wurden?
Selbst die "Stimmungsberichte" aus dem Aufsichtsrat, die in der Presse nur mit bedacht zitiert wurden ("es wird gesagt, dass..."), haben sich als Richtig erwiesen.

All diese Umstände lassen mich einstweilen darauf vertrauen, das die Ausführungen des SPIEGEL glaubhaft sind, auch wenn die konkrete Quelle nicht mit Namen und Anschrift bekanntgegeben wurde.

Ob es am Ende wirklich stimmt? Wir werden es erfahren.

Viele Grüße,
Dirk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 13:22.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: ingo st.

Datum: 07.06.19 11:45

In Andernach sollte aber immer noch ein RRX Desio HC in Traktion, also rd 220 Meter halten können, wenn der Rhein wieder in Flammen steht.

kürzere Fernbahnsteige

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 07.06.19 11:53

Gibt es denn wirklich Kürzungen von bestehenden Fernverkehrsbansteigen im Sinne von "keine 403-Doppel, also schneiden wir hinten was ab"? Ist damit nicht eher gemeint, daß bei fälligen Renovierungs- und Neubauten nur die aktuell erforderliche Länge neu aufgebaut wird und der Rest bröckelt weiter vor sich hin, vielleicht mit einer Sperre abgetrennt? Ich kann mir nicht vorstellen, daß man eines Tages z.B. nach Kassel-Wilhelmshöhe geht und vom Bahnsteig 40 Meter abbaut, weil zu dem Zukunftszeitpunkt nur noch etwas kürzere ICE geben wird.

Gruß, Olaf

(,“)
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Re: Der Ruf nach den Quellen

geschrieben von: autolos

Datum: 07.06.19 12:08

Dirk Mattner schrieb:
Tach!

autolos schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Lies den Artikel und du wirst die Aussagen finden, z.B. wortwörtlich: "Unternehmensberater sollen im Zuge dessen weitgehend aus dem Unternehmen vertrieben werden."
In dem Beitrag steht nicht, aus welcher Quelle zitiert wird, bei dir auch nicht. Deine Worte unterscheiden sich zudem von denen im anderen Beitrag, was die Frage nach der Quelle umso dringlicher macht.
Nun, der SPIEGEL schreibt von einem Dokument das ihm - zumindest in Teilen - vorliegt. Das man Dir dieses Dokument nicht persönlich vorlegt, ist natürlich ärgerlich, aber Du kannst Dich ja entscheiden: Entweder glaubst Du den Aussagen in dem Artikel, oder nicht.



Viele Grüße,
Dirk
Entschuldige, Dirk, aber der Forist Radiowaves hat nicht geschrieben, dass er aus einem Artikel bei SPON zitiert hat. Nicht die SPON.Quelle wollte ich wissen, sondern woher die
mutmaßlichen Zitate - die Texte waren nicht als Zitat gekennzeichnet, sondern nur kursiv geschrieben - des Foristen Radiowaves stammen. Der Forist hat, gelinde gesagt, schlampig zitiert.

Vollzitate nerven!

geschrieben von: Sauerlandexpress

Datum: 07.06.19 12:20

autolos schrieb:
Entschuldige, Dirk, aber der Forist Radiowaves hat nicht geschrieben, dass er aus einem Artikel bei SPON zitiert hat. Nicht die SPON.Quelle wollte ich wissen, sondern woher die
mutmaßlichen Zitate - die Texte waren nicht als Zitat gekennzeichnet, sondern nur kursiv geschrieben - des Foristen Radiowaves stammen. Der Forist hat, gelinde gesagt, schlampig zitiert.

Ich bin zwar nicht Dirk, aber permanentes quotteln (Vollzitate ohne Sinn) nervt erheblichb und machen deine Postings unlesbar. Also erstmal daran arbeiten, bevor du andere belehrst, okay?

Danke

Sauerlandexpress

Re: Der Ruf nach den Quellen

geschrieben von: Fahrkartenautomat

Datum: 07.06.19 12:21

autolos schrieb:
Entschuldige, Dirk, aber der Forist Radiowaves hat nicht geschrieben, dass er aus einem Artikel bei SPON zitiert hat. Nicht die SPON.Quelle wollte ich wissen, sondern woher die
mutmaßlichen Zitate - die Texte waren nicht als Zitat gekennzeichnet, sondern nur kursiv geschrieben - des Foristen Radiowaves stammen. Der Forist hat, gelinde gesagt, schlampig zitiert.
Wobei es im Kontext des Beitrags naheliegend war, dass die kursiven Textstellen Zitate markieren, die dann im Beitrag kommentiert wurden. Und da es sich um eine unmittelbare Antwort auf den vorhergehenden Beitrag handelt, der eben diesen Spiegel-Artikel verlinkt hat, und um den es daher ja eigentlich auch in diesem gesamten Thread gehen sollte, war es auch naheliegend, dass die Zitate aus diesem Artikel stammen. Ich sehe da keine Verständnisprobleme.

Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: glx

Datum: 07.06.19 12:58

Georgi schrieb:
Dazu will die Bahn zusätzlich zu den bereits beschlossenen Zugkäufen weitere 120 Züge für den Personenverkehr [...] erwerben.
Da damit vermutlich der Fernverkehr gemeint ist, wird das schon interessant:
- Nach den Verlautbarungen zum ECx sollen künftig nur noch ebenerdge Einstiege verbaut werden
- Nach den Deutschlandtakt werden zukünftig vor allem 300km/h schnelle Fahrzeuge benötigt.

Wenn man jetzt an eine Bahnpolitik glauben mag, die zu ihren Wort steht, dann kann das nur Beschaffung von ICE 5 heißen.

Aber im real live wird diese Erwartung wohl eher entteuscht werden. Auffüllung der Optionen des ECx usw. wird das Thema sein. Aber braucht man für die paar 200-230km/h Linien im D-Datkt wirklich 100 Züge, vor allem da die FR-Linien ja alles andere als gesetzt sind.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 12:59.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: VT605

Datum: 07.06.19 13:03

Elztalbahn schrieb:
DB Regio NRW schrieb:
Gibt es tatsächlich Fernzug-Bahnsteige die gekürzt wurden?

In Andernach wird gekürzt.
Da die ICE 1 gekürzt werden sollen, und dann als einziger 400m-Zug der DB die Doppeltraktion von ICE3 / Velaro verbleibt, würde ich für die Zukunft weitere Kürzungen von Fernverkehrsbansteigen befürchten.

Ausgerechnet derzeit hält aber ein Doppelzug ICE2 in Andernach weil in Hamm die Linie 10 nicht getrennt wird. Wenn sich solche Kürzungen nicht noch rächen...

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 07.06.19 13:10

glx schrieb:
Georgi schrieb:
Dazu will die Bahn zusätzlich zu den bereits beschlossenen Zugkäufen weitere 120 Züge für den Personenverkehr [...] erwerben.
Da damit vermutlich der Fernverkehr gemeint ist, wird das schon interessant:
- Nach den Verlautbarungen zum ECx sollen künftig nur noch ebenerdge Einstiege verbaut werden
- Nach den Deutschlandtakt werden zukünftig vor allem 300km/h schnelle Fahrzeuge benötigt.

Wenn man jetzt an eine Bahnpolitik glauben mag, die zu ihren Wort steht, dann kann das nur Beschaffung von ICE 5 heißen.

Aber im real live wird diese Erwartung wohl eher entteuscht werden. Auffüllung der Optionen des ECx usw. wird das Thema sein. Aber braucht man für die paar 200-230km/h Linien im D-Datkt wirklich 100 Züge, vor allem da die FR-Linien ja alles andere als gesetzt sind.
Problem daran dürfte werden dass es aktuell soweit ich weiß keine 300 bzw 320km/h 76cm Plattform gibt. Selbst der Velaro NOVO scheint nach den ersten Mockups einen Hocheinstieg zu haben. Und wie gut das ganze geht wenn man in Eigenregie versucht einen Fernzug zu entwickeln und dann den Hersteller nur noch bauen lässt sehen wir ja aktuell am ICE4 und IC2 Debakel.

Außerdem müsste man dann bis zur Auslieferung alle Konflikte die zur Notwendigkeit von 55cm Bahnsteigen führen beseitigen, und das ist ein Drama an sich. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Düren, das aufgrund des dort endenden RB21 eine Absenkung auf Gleis 4 hat, da dieser eine derart alte Strecke befährt dass hier größtenteils noch 32cm vorherrschen. Nun endet aber auch bald stündlich der RB28 in Düren bei dem das gleiche gilt, für den ist aber noch keine Absenkung da. Düren ist außerdem FV-Halt und die beiden RB-Strecken gehören nicht der DB. Diese Situation ist absolut nicht einzigartig und würde bei sowas ziemlich flott zu Gerichtskabbeleien führen.

Und bedenke dass die FR Linien stündlich verkehren sollen und sehr lange Umläufe haben. Da kommst du (vorallem mit Reserve) schneller auf 100 als du gucken kannst.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 07.06.19 13:16

VT605 schrieb:
Zitat:
Ausgerechnet derzeit hält aber ein Doppelzug ICE2 in Andernach weil in Hamm die Linie 10 nicht getrennt wird. Wenn sich solche Kürzungen nicht noch rächen...
Könnte das der Grund für die von der Lokalpolitik (zumindest FWG, SPD, von anderen habe ich noch nichts dazu gefunden) als "grundlos" beklagte Verschiebung der Bahnsteigverkürzung sein? Nach mehrmaliger Verschiebung soll die Kürzung nun 2020 abgeschlossen sein: [www.blick-aktuell.de]

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Lalu

Datum: 07.06.19 13:27

Hallo,

vielleicht sollte die offizielle Vorstellung des Programmes abgewartet werden. Wenn die bekannten Probleme im System des derzeitigen Bahnverkehrs ernsthaft angegangen werden sollen, sind neue Fahrzeuge und ESTW nicht die allumfassenden Problemlöser.

300 neue Loks für den Güterverkehr sind ganz nett. Die Probleme liegen aber auch hier nicht an mangelnden Tfz. Die wenigstens Züge fallen wegen Lokmangel aus. Den gleichen Spirit hat zur Zeit auch DHL. Man versucht mit neuen LKWs Fahrer zu rekrutieren. [www.verkehrsrundschau.de] Bei Branchenkennern sorgt das auch für ein Lächeln. Die Arbeitsbedingungen für die Fahrer sind aus anderen Gründen nicht optimal.

Auch die wahnsinnigen Ausgaben für ETCS und ESTW sind für die Pünktlichkeit nachrangig. Die Infrastruktur ist ein großer Problembereich. Kapazitätsengpässe in den Knotenpunkten sind für den Betriebsablauf sehr hinderlich.

Neue ICE sind prima. Wenn die Wartung und Instandhaltung weiter nicht im erforderlichen Maße erfolgt, fallen sie genauso ungeplant aus.

Vielleicht hört man irgendwann auch mal wieder auf die Stimmen im eigenen Haus.

Grüße,
Lalu

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: glx

Datum: 07.06.19 13:29

Acobono schrieb:
Problem daran dürfte werden dass es aktuell soweit ich weiß keine 300 bzw 320km/h 76cm Plattform gibt.
Wenn man den Angaben auf Wikipedia trauen will, dann fährt sowas bereits in Spanien: 330 km/h schnell und Fußbodenhöhe 760mm. Und das war schon ab 1998.

Acobono schrieb:
Zitat:
Und bedenke dass die FR Linien stündlich verkehren sollen und sehr lange Umläufe haben. Da kommst du (vorallem mit Reserve) schneller auf 100 als du gucken kannst.
Die meisten 200 km/h FR-Linien sind gestrichelt was 2h Takt bedeutet. Und wie gesagt, keiner weiß ob und wie sie kommen. Wenn Scheuer meint, die Länder sollen die ausschreiben, dann ist nicht gesagt, dass die DB zum Zuge kommt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 13:31.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 07.06.19 13:35

Acobono schrieb:
Problem daran dürfte werden dass es aktuell soweit ich weiß keine 300 bzw 320km/h 76cm Plattform gibt.
Der Talgo 350 hat eine Bodenhöhe von 760 mm über Schienenoberkante; als RENFE-Baureihe 102 hat er eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 07.06.19 14:25

glx schrieb:
Acobono schrieb:
Problem daran dürfte werden dass es aktuell soweit ich weiß keine 300 bzw 320km/h 76cm Plattform gibt.
Wenn man den Angaben auf Wikipedia trauen will, dann fährt sowas bereits in Spanien: 330 km/h schnell und Fußbodenhöhe 760mm. Und das war schon ab 1998.

Acobono schrieb:
Zitat:
Und bedenke dass die FR Linien stündlich verkehren sollen und sehr lange Umläufe haben. Da kommst du (vorallem mit Reserve) schneller auf 100 als du gucken kannst.
Die meisten 200 km/h FR-Linien sind gestrichelt was 2h Takt bedeutet. Und wie gesagt, keiner weiß ob und wie sie kommen. Wenn Scheuer meint, die Länder sollen die ausschreiben, dann ist nicht gesagt, dass die DB zum Zuge kommt.
Wird der Talgo denn noch produziert? Und ist dieses ICE1-System zulässig auf deutschen HGV Rennbahnen wie z.B. der KRM (auch bezüglich Steigungen von 40 Promille)? Ansonsten wäre das doch mal ein Ansatz, auch wenn ich absolut kein Fan des Entendesigns bin.

Und gucken wir auf das gleiche Dokument? Die meisten FR-Linien flügeln sich irgendwo je Stunde woandershin, aber ansonsten verkehren sie stündlich.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Olaf Behr

Datum: 07.06.19 15:01

DrSo schrieb:
Radiowaves schrieb:
Im Regionalverkehr sollen 1000 Bestandsfahrzeuge mit bis zu zwölf Prozent mehr Plätzen ausgestattet werden.
Wie das? Noch engerer Sitzabstand? Verzicht auf Fahrradstellplätze?
Die Bestuhlung ist vertraglich vorgegeben mit Sitzabständen, etc. Die kann man nicht mal so einfach aus Lust und Laune ändern.

Da gibt es noch mehr Möglichkeiten. Man kann die Tiefe der Sitzfläche und die Dicke der Sitzlehne verringern und vor allem: den Neigungswinkel der Sitzlehne erhöhen. Das sind dann diese gefühlten 90°-Sitze, auf denen man sich nicht mehr zurücklehnen kann und wo man sitzt, als hätte man einen Stock verschluckt. Ich glaube nicht, dass es schon Verkehrsverträge gibt, die dazu Vorgaben enthalten.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: pm

Datum: 07.06.19 15:30

Da soll mal richtig Geld investiert werden- auch da wird nur gemeckerkt. Zum Ausbau der Kapazitätsengpässe an den Knoten ist Platz und Jahrzehnte an Planungsvorlauf nötig- gibt es zB rund um Köln nicht. Da hilft wie in der Schweiz moderne Signaltechnik wenigstens ein klein wenig.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 07.06.19 15:30

glx
Wenn man den Angaben auf Wikipedia trauen will, dann fährt sowas bereits in Spanien: 330 km/h schnell und Fußbodenhöhe 760mm. Und das war schon ab 1998.
Im neuen Duplex gibt es zumindest einen barrierefreien Einstieg für Rollstuhlfahrer. Ob das für die Neuanforderung der DB reicht? Neue FV-Züge sollen auch einen barrierefreien Durchgang erlauben, welchen es beim Duplex nur im Obergeschoss gibt.

Acobono
Wird der Talgo denn noch produziert?
Als weiterentwickelter Avril ohne Entenschnabel wird er noch produziert.

Zitat:
Und ist dieses ICE1-System zulässig auf deutschen HGV Rennbahnen wie z.B. der KRM (auch bezüglich Steigungen von 40 Promille)?
In der Betrachtung geht es allein um die KRM, weil diese von europäischen Normen abweicht. 40 Promille könnten ein Ausschlusskriterium werden (Avril: 150 kN Anfahrzukgraft bei Ausfall einer Traktionseinheit). Dies könnte vllt. mit einer achsgenauen Antriebsregelung umgangen werden.
Bei den Bremsen wird es wie beim ICE4 auf eine geringere zul. Geschwindigkeit hinauslaufen.
Für die KRM müssen sich die Hersteller etwas einfallen lassen. Sofern die DB bei ihrem Vorhaben bleibt...

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: bollisee

Datum: 07.06.19 17:22

Radiowaves schrieb:
Auch soll die Wartung verbessert werden, damit Züge nicht mit defekten Klimaanlagen, Kaffeemaschinen oder Bremsen auf die Reise gehen.

Wie bitte? Ich hoffe, dass sich das der SPIEGEL nur als verbale Illustration ausgedacht hat. Kommen wirklich Züge mit defekten Bremsen zum Einsatz?
Also ich erinnere mich an 425er mit gedrosselter Geschwindigkeit, weil die nicht am Bahnsteig oder vor dem Signal zu Stehen kamen... Sicherlich nicht der einzige Grund, warum man Geschwindigkeit drosselt, aber höchstwahrscheinlich auch nicht der einzige Fall... Bei allem, was nicht in irgendeine Vorschrift gegossen ist, da ist unsere Bahn ja höchst einfallsreich, wenn es um die Vermeidung von Werkstattkosten geht...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 17:23.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 07.06.19 19:26

glx schrieb:
Georgi schrieb:
Dazu will die Bahn zusätzlich zu den bereits beschlossenen Zugkäufen weitere 120 Züge für den Personenverkehr [...] erwerben.
Da damit vermutlich der Fernverkehr gemeint ist, wird das schon interessant:
- Nach den Verlautbarungen zum ECx sollen künftig nur noch ebenerdge Einstiege verbaut werden
- Nach den Deutschlandtakt werden zukünftig vor allem 300km/h schnelle Fahrzeuge benötigt.

Wenn man jetzt an eine Bahnpolitik glauben mag, die zu ihren Wort steht, dann kann das nur Beschaffung von ICE 5 heißen.

Aber im real live wird diese Erwartung wohl eher entteuscht werden. Auffüllung der Optionen des ECx usw. wird das Thema sein. Aber braucht man für die paar 200-230km/h Linien im D-Datkt wirklich 100 Züge, vor allem da die FR-Linien ja alles andere als gesetzt sind.
Ja, wobei die ECx durch den bahnsteiggleichen Einstieg und Türen alle ~15m wenigstens auch schon mal ein Fortschritt wären, da dadurch auch Verspätungen abgebaut werden können, weil sich die Fahrgastmenge besser und schneller verteilt.
Der BR407 ist in der Hinsicht ein Alptraum. Das macht überhaupt keinen Sinn mit 300 km/h durch die Gegend zu brettern, um dann an jedem größeren Hauptbahnhof 5 Min herumzustehen.

Also die ECx wären - abgesehen von der Vmax - schon mal brauchbar, vermutlich wird man aber nochmal weitere ICE4 bestellen, denn wenn man nicht 200 von den Dingern abnimmt, muss die DB Entwicklungskosten nachzahlen, da die aktuell eben auf 200 Stück umgelegt sind.

Immerhin ist die Wagenkonfig aber flexibel, es wäre vermutlich nicht unmöglich auch noch einen passenden ICE4-Niederflurwagen mit 76cm Boden zu konstruieren - das wäre aber natürlich wieder neuer Entwicklungsaufwand, der bezahlt werden müsste. Talgo liefert den Einstieg dagegen billig von der Stange.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 07.06.19 19:31

Baleine rouge schrieb:
Für die KRM müssen sich die Hersteller etwas einfallen lassen. Sofern die DB bei ihrem Vorhaben bleibt...
Ja, da wären wir wieder beim Thema sechsachsiger Triebkopf. Stadlers Eurodual hat einen Umrichter pro Motor, wenn da einer ausfällt, hätte man noch 11 Reserve ;)

Blöd nur, dass die Eurodual laut Deinen Angaben im anderen Thread schon zu schwer ist und die 17t-Grenze reißt :(
Aber gut - mittelgroße Anpassungen müsste man so oder so an ner Güterlok vornehmen, wenn sie plötzlich HGV fahren sollte.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 07.06.19 23:56

NBStrecke schrieb:
Baleine rouge schrieb:
Für die KRM müssen sich die Hersteller etwas einfallen lassen. Sofern die DB bei ihrem Vorhaben bleibt...
Ja, da wären wir wieder beim Thema sechsachsiger Triebkopf. Stadlers Eurodual hat einen Umrichter pro Motor, wenn da einer ausfällt, hätte man noch 11 Reserve ;)

Blöd nur, dass die Eurodual laut Deinen Angaben im anderen Thread schon zu schwer ist und die 17t-Grenze reißt :(
Aber gut - mittelgroße Anpassungen müsste man so oder so an ner Güterlok vornehmen, wenn sie plötzlich HGV fahren sollte.
Da musst du mehr als nur mittelgroße "Anpassungen" vornehmen - der Anfordernungskatalog an PV und GV-Loks, am schlimmsten noch HGV-Loks ist so gigantisch unterschiedlich dass man das Allrounderkonzept schon vor 20 Jahren mehr oder weniger aufgegeben hat. Ich möchte außerdem den Lokwagenzug sehen, der ne Zulassung für 320km/h kriegt (Fest verbundene de-facto-Triebzüge zählen nicht!). Nur nen Taurus III vor (p)-Wagen spannen reicht da nämlich nicht.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 00:00

Baleine rouge schrieb:

Acobono
Wird der Talgo denn noch produziert?
Als weiterentwickelter Avril ohne Entenschnabel wird er noch produziert.

Zitat:
Und ist dieses ICE1-System zulässig auf deutschen HGV Rennbahnen wie z.B. der KRM (auch bezüglich Steigungen von 40 Promille)?
In der Betrachtung geht es allein um die KRM, weil diese von europäischen Normen abweicht. 40 Promille könnten ein Ausschlusskriterium werden (Avril: 150 kN Anfahrzukgraft bei Ausfall einer Traktionseinheit). Dies könnte vllt. mit einer achsgenauen Antriebsregelung umgangen werden.
Bei den Bremsen wird es wie beim ICE4 auf eine geringere zul. Geschwindigkeit hinauslaufen.
Für die KRM müssen sich die Hersteller etwas einfallen lassen. Sofern die DB bei ihrem Vorhaben bleibt...
Der Avril ist aber im Gegensatz zum Talgo 350 für Deutschland zu breit. Da ist eine Wiederholung der französischen Peinlichkeit vorprogrammiert.

Außerdem gibt es in Deutschland mehrere von ICE befahrene Abschnitte mit >30 Promille, die KRM-Achterbahn ist da nur das prominenteste Beispiel. Und wenn man dort mit verringerter Geschwindigkeit dank mangelnder Wirbelstrombremse fahren muss dann hat man keinen würdigen Nachfolger für den ICE3 gefunden.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 08.06.19 01:06

NBStrecke
Immerhin ist die Wagenkonfig aber flexibel, es wäre vermutlich nicht unmöglich auch noch einen passenden ICE4-Niederflurwagen mit 76cm Boden zu konstruieren - das wäre aber natürlich wieder neuer Entwicklungsaufwand, der bezahlt werden müsste. Talgo liefert den Einstieg dagegen billig von der Stange.
Einige spanische und schwedische EMU besitzen einen Mittelwagen mit barrierefreiem Einstieg. Der ICE4 oder Novo in der langsamen Version lässt sich wegen der geringeren Antriebstechnik vllt. einfacher umrüsten, aber Siemens stieg auch bei der SBB-Ausschreibung aus. Aus München können wir keinen Niederflurzug erwarten.

Zitat:
Blöd nur, dass die Eurodual laut Deinen Angaben im anderen Thread schon zu schwer ist und die 17t-Grenze reißt :(
Aber gut - mittelgroße Anpassungen müsste man so oder so an ner Güterlok vornehmen, wenn sie plötzlich HGV fahren sollte.
Talgo und TGV kommen beide auf eine relativ geringe Anfahrzugkraft. Durch die leichteren Wagen und max. 35 Promille war das kein Problem. Alstom erweitert den Duplex um einen Wagen mit zusätzlichem DG, als Folge müssten die Fahrmotoren etwas kräftiger werden. Bleibt die Bremse.

Acobono
Der Avril ist aber im Gegensatz zum Talgo 350 für Deutschland zu breit.
Der Avril ist freizügig auf dem Festland einsetzbar, kommt zukünftig bspw. auch nach Frankreich.

Zitat:
Außerdem gibt es in Deutschland mehrere von ICE befahrene Abschnitte mit >30 Promille,
35 Promille sind der zulässige Höchstwert und wurden von französischen LGV übernommen.

Zitat:
die KRM-Achterbahn ist da nur das prominenteste Beispiel
Rund 4 % werden auch auf anderen Strecken erreicht, bspw. Steilstrecken oder von Mittenwald nach Innsbruck. Auf letzterer Strecke verkehr(t)en u.a. lokbespannte Züge und ICE-T.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 02:01

Baleine rouge schrieb:
Acobono
Der Avril ist aber im Gegensatz zum Talgo 350 für Deutschland zu breit.
Der Avril ist freizügig auf dem Festland einsetzbar, kommt zukünftig bspw. auch nach Frankreich.

Zitat:
Lesen ist von Vorteil. Frankreich hat 2 verschiedene Bahnsteigbreiten und hat sich schonmal damit blamiert, die beiden durcheinandergeworfen zu haben. Das ist die französische Peinlichkeit, als sie gemerkt haben "ups, für diese ganzen Bahnsteige sind unsere Züge leider zu breit". Die Avril haben 3,2m Breite, in DE ist bis zu 3m Standard. Der Avril würde in Deutschland reihenweise Bahnsteige abschrammen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 02:02.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Tausendfüßler

Datum: 08.06.19 08:25

Olaf Behr schrieb:
DrSo schrieb:
Radiowaves schrieb:
Im Regionalverkehr sollen 1000 Bestandsfahrzeuge mit bis zu zwölf Prozent mehr Plätzen ausgestattet werden.
Wie das? Noch engerer Sitzabstand? Verzicht auf Fahrradstellplätze?
Die Bestuhlung ist vertraglich vorgegeben mit Sitzabständen, etc. Die kann man nicht mal so einfach aus Lust und Laune ändern.
Da gibt es noch mehr Möglichkeiten. Man kann die Tiefe der Sitzfläche und die Dicke der Sitzlehne verringern und vor allem: den Neigungswinkel der Sitzlehne erhöhen. Das sind dann diese gefühlten 90°-Sitze, auf denen man sich nicht mehr zurücklehnen kann und wo man sitzt, als hätte man einen Stock verschluckt. Ich glaube nicht, dass es schon Verkehrsverträge gibt, die dazu Vorgaben enthalten.
Mittelrheinbahn - enge Sitzabstände

Abellio Thüringen - Stock im Kreuz

Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 08.06.19 09:48

Acobono schrieb:
Baleine rouge schrieb:
Acobono
Der Avril ist aber im Gegensatz zum Talgo 350 für Deutschland zu breit.
Der Avril ist freizügig auf dem Festland einsetzbar, kommt zukünftig bspw. auch nach Frankreich.

Zitat:
Lesen ist von Vorteil. Frankreich hat 2 verschiedene Bahnsteigbreiten und hat sich schonmal damit blamiert, die beiden durcheinandergeworfen zu haben. Das ist die französische Peinlichkeit, als sie gemerkt haben "ups, für diese ganzen Bahnsteige sind unsere Züge leider zu breit". Die Avril haben 3,2m Breite, in DE ist bis zu 3m Standard. Der Avril würde in Deutschland reihenweise Bahnsteige abschrammen.
Schau Dir mal den Wagenkasten des Avril an, auf Einstiegshöhe hat der nicht die volle Breite, der ICE1 übrigens auch nicht, da wirde ergo nix schrammen.
Davon ab hat man wegen den vorherigen Breitenproblemen in F erstens ~1300 Bahnhöfe passend geschliffen, zweitens hielte ein HGV-Zug wie der Avril sicher nicht an nem über 50 Jahre alten Dorfbahnsteig.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: RBD-S

Datum: 08.06.19 10:07

Naja, weniger Berater, weniger Wasserkopf, mehr Eisenbahner - dann wird es was.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: kmueller

Datum: 08.06.19 11:01

Olaf Behr schrieb:
DrSo schrieb:
Die Bestuhlung ist vertraglich vorgegeben mit Sitzabständen, etc. Die kann man nicht mal so einfach aus Lust und Laune ändern.

Da gibt es noch mehr Möglichkeiten. Man kann die Tiefe der Sitzfläche und die Dicke der Sitzlehne verringern
Hat denn noch niemand Sitze aus 2mm-Stahlblech ausprobiert?

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: kmueller

Datum: 08.06.19 11:11

Baleine rouge schrieb:
Rund 4 % werden auch auf anderen Strecken erreicht, bspw. Steilstrecken oder von Mittenwald nach Innsbruck. Auf letzterer Strecke verkehr(t)en u.a. lokbespannte Züge und ICE-T.
Auch am Arlberg gibts fast 4% und es fahren dort alle Typen Züge.

Das Problem auf steilen Schnellstrecken ist die Kombination von Gefälle und hoher Geschwindigkeit. Ein Lok/Wagen-Zug hat zu wenig rekuperativ bremsbare Achsen. Ohne WB geht die fehlende Bremsleistung auf mechanische Bremsen und bringt diese um.

Klassische Gebirgsstrecken sind deshalb typischerweise für Geschwindigkeiten um 70km/h trassiert, weil die Kombination dieses Tempos mit 2%-2.5% Gefälle das Maximum ist, was die (rein mechanischen) Bremsen der Dampflokzeit aushielten. Mehr hätte sie ausgeglüht. Wenn man schon aus diesem Grund nicht schneller fahren kann, dann kann man auch die Kurven für dieses Tempo auslegen.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 14:15

NBStrecke schrieb:
Acobono schrieb:
Baleine rouge schrieb:
Acobono
Der Avril ist aber im Gegensatz zum Talgo 350 für Deutschland zu breit.
Der Avril ist freizügig auf dem Festland einsetzbar, kommt zukünftig bspw. auch nach Frankreich.

Zitat:
Lesen ist von Vorteil. Frankreich hat 2 verschiedene Bahnsteigbreiten und hat sich schonmal damit blamiert, die beiden durcheinandergeworfen zu haben. Das ist die französische Peinlichkeit, als sie gemerkt haben "ups, für diese ganzen Bahnsteige sind unsere Züge leider zu breit". Die Avril haben 3,2m Breite, in DE ist bis zu 3m Standard. Der Avril würde in Deutschland reihenweise Bahnsteige abschrammen.
Schau Dir mal den Wagenkasten des Avril an, auf Einstiegshöhe hat der nicht die volle Breite, der ICE1 übrigens auch nicht, da wirde ergo nix schrammen.
Davon ab hat man wegen den vorherigen Breitenproblemen in F erstens ~1300 Bahnhöfe passend geschliffen, zweitens hielte ein HGV-Zug wie der Avril sicher nicht an nem über 50 Jahre alten Dorfbahnsteig.
Der ICE1 hat dennoch schon LÜ und für ihn mussten bereits Bahnsteigkanten abgeschrägt werden. Der Avril ist jetzt nochmal 20 cm breiter und wenn ich das richtig im Kopf habe damit auf vielen Strecken sogar eine LÜ Cäsar, was mit den ICE1/2 sowieso problematisch wird.

Im übrigen haben die meisten der Bilder die ich von dem Avril gesehen habe zwar bei den Mittelwagen keine 3,20 Breite unter der Bahnsteigkante, die Loks allerdings schon. Kurvenbahnsteige sind da das nächste Problem.

Und ein zu breiter Zug muss nicht an einem 50 Jahre alten Bahnsteig halten um ihn nicht trotzdem beim vorbeifahren mitzunehmen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 14:33.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 08.06.19 15:01

Acobono
Der ICE1 hat dennoch schon LÜ und für ihn mussten bereits Bahnsteigkanten abgeschrägt werden. Der Avril ist jetzt nochmal 20 cm breiter und wenn ich das richtig im Kopf habe damit auf vielen Strecken sogar eine LÜ Cäsar, was mit den ICE1/2 sowieso problematisch wird.
3,2 m liegen innerhalb des deutschen Lichtraumprofils. ICE1 und 2 sind LÜ, weil deren lange Wagenkästen (doppelt so lang wie bei Talgo) in Gleisbögen aus dem Lichtraumprofil ragen.

Zitat:
Und ein zu breiter Zug muss nicht an einem 50 Jahre alten Bahnsteig halten um ihn nicht trotzdem beim vorbeifahren mitzunehmen.
Was haben ins Lichtraumprofil ragende Bahnsteige mit angeblich zu breiten Zügen zu tun? Man munkelt das gleiche Problem wurde dem Pesa Link in Regensburg zum Verhängnis.

Zitat:
Im übrigen haben die meisten der Bilder die ich von dem Avril gesehen habe zwar bei den Mittelwagen keine 3,20 Breite unter der Bahnsteigkante, die Loks allerdings schon. Kurvenbahnsteige sind da das nächste Problem.
Die Tk sind schmaler als die Wagenkästen.
4. Vortrag Folie 14 [www.schienenfahrzeugtagung.at]

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 08.06.19 15:19

kmueller schrieb:
Hat denn noch niemand Sitze aus 2mm-Stahlblech ausprobiert?
DBuz?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/59/04_048a_DBuz%2C_Oberstock.jpg/1280px-04_048a_DBuz%2C_Oberstock.jpg
CC BY 3.0, Bildautor "Falk2"

Die saßen/sitzen sich doch so. Ein abgrundtiefer Absturz hinsichtlich Sitzkomfort verglichen mit der Originalversion der Senftöpfe.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 15:23

Zitat
3,2 m liegen innerhalb des deutschen Lichtraumprofils. ICE1 und 2 sind LÜ, weil deren lange Wagenkästen (doppelt so lang wie bei Talgo) in Gleisbögen aus dem Lichtraumprofil ragen.
3,2m liegen nur an der oberen Fensterkante im deutschen Lichtraumprofil. Je weiter du runtergehst desto schmaler wird es. Der Avril wird aber erst sehr viel weiter unten schmaler, und damit sehr viel breiter. Ansonsten würde auch die 3+2 Bestuhlung nicht vernünftig funktionieren. Entsprechend wackelt der Avril ebenso in Kurven aus dem Lichtraumprofil.



Zitat
Was haben ins Lichtraumprofil ragende Bahnsteige mit angeblich zu breiten Zügen zu tun?
Rampen/Lochloser Einstieg zu den 90% der Zügen die nicht so breit sind oder 3,20m (oder leicht weniger) breite Züge. Such dir eins aus.
Zitat

Die Tk sind schmaler als die Wagenkästen.
Fair enough. Allerdings wird aus der gleichen Grafik auch ersichtlich dass die Wagen mitnichten unter der Bahnsteigkante so signifikant schmaler sind, weil da diese breitmaulfroschartige Ausbuchtung besteht (sieht ein bisschen aus wie die Front der Düsseldorfer NF8/10). Insofern bleibt das Originalproblem, vorallem bei Kurvenbahnsteigen durchaus bestehen.

Re: Wie wäre es verstärkt auf Halbzüge zu setzen?

geschrieben von: Pio

Datum: 08.06.19 16:49

Aua, wenn ein Wagen von 14............

Hu, ich bekomme einen Lachkrampf.
In welchem Land lebst Du ???

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 08.06.19 17:05

Acobono schrieb:
Zitat
3,2 m liegen innerhalb des deutschen Lichtraumprofils. ICE1 und 2 sind LÜ, weil deren lange Wagenkästen (doppelt so lang wie bei Talgo) in Gleisbögen aus dem Lichtraumprofil ragen.
3,2m liegen nur an der oberen Fensterkante im deutschen Lichtraumprofil. Je weiter du runtergehst desto schmaler wird es. Der Avril wird aber erst sehr viel weiter unten schmaler, und damit sehr viel breiter. Ansonsten würde auch die 3+2 Bestuhlung nicht vernünftig funktionieren. Entsprechend wackelt der Avril ebenso in Kurven aus dem Lichtraumprofil.

Nö, da wackelt eben nix, dafür sorgt ein Liebherr Aktuator. Deshalb kann Talgo die kinematischen Grenzlinien bis zum Ende ausreizen und verletzt dadurch nicht den Lichtraum.
Du kannst Dich hier gerne präsentieren und vorgeben, Du hättest mehr Ahnung vom Avril und Lichträumen als die Talgo-Ingenieure, aber ich glaube da wird Dir keiner folgen ;)



Zitat
Fair enough. Allerdings wird aus der gleichen Grafik auch ersichtlich dass die Wagen mitnichten unter der Bahnsteigkante so signifikant schmaler sind, weil da diese breitmaulfroschartige Ausbuchtung besteht (sieht ein bisschen aus wie die Front der Düsseldorfer NF8/10). Insofern bleibt das Originalproblem, vorallem bei Kurvenbahnsteigen durchaus bestehen.
Das ist die Verkleidung der TK-Drehgestelle, die Wagen haben das nicht. Das täuscht dann halt bei der Frontalansicht, da es die Wagen überdeckt.
So oder so Talgo garantiert den Kunden die Einhaltung nach UIC 505-1 / G1, siehe PDF Seite 6. Da gibts nichts zu diskutieren, solange alle Bahnsteige an der Strecke eben dieses einhalten.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Pio

Datum: 08.06.19 17:13

Gehen wir mal davon aus, das Option ECx ausgeschöpft wird.
Gehen wir mal davon aus, das die Entscheidung über Verbleib/Ersatz ICE2 getroffen wurde (44 +/-x)
Gehen wir mal davon aus, das die Verhandlungen mit der Westbahn positiv abgeschlossen werden.
Gehen wir mal davon aus, das wir die oberen 3 Zeilen zusammenrechnen und die Differenz zu 120 feststellen.
Was bleibt da? Vorausgesetzt ECx ist nicht vollständig in die PM mit eingeflossen.

Also diskutiert Euch doch nicht die Köpfe so heiß.
Da wird es schon beizeiten entsprechende PM geben.
Und für 300 km/h gibt es einiges. Da wurde doch gerade die Firma Siemens mit einem Auftrag aus dem Ausland beglückt.
Könnten sich daraus Synergien ergeben???

Abwarten TEE (oder was anderes erhellendes) trinken.

1. kommt es anders, und zweiten als man denkt, hat meine Oma immer gesagt. 😇😎😉

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Wo genau hast Du aua?

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 17:49

Zitat
Nö, da wackelt eben nix, dafür sorgt ein Liebherr Aktuator. Deshalb kann Talgo die kinematischen Grenzlinien bis zum Ende ausreizen und verletzt dadurch nicht den Lichtraum.
DB und hydraulische Wagenkasten-Systeme, aus Erfahrung ein wunderbares Duo...

Zitat
Du kannst Dich hier gerne präsentieren und vorgeben, Du hättest mehr Ahnung vom Avril und Lichträumen als die Talgo-Ingenieure, aber ich glaube da wird Dir keiner folgen ;)
Du kannst hier gerne vorgeben das würde ich tun, und nicht die ganze Zeit bewusst Formulierungen wie "Ich meine" "wenn ich das richtig im Kopf habe" etc benutzen, aber dann müsstest du bewusst Sachen ignorieren ";)". Warum mache ich mir die Mühe eigentlich...

Zitat
Das ist die Verkleidung der TK-Drehgestelle, die Wagen haben das nicht
Dann sind die TK aber trotzdem breiter unter der Bahnsteigkante. Egal wo das da dranhängt, es ist nunmal da.
Zitat

solange alle Bahnsteige an der Strecke eben dieses einhalten.


[left][/left]Tun sie aber aus gegebenem Grund nicht, weil das in DE bis dato nicht notwendig war.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 08.06.19 18:00

Acobono
3,2m liegen nur an der oberen Fensterkante im deutschen Lichtraumprofil. Je weiter du runtergehst desto schmaler wird es. Der Avril wird aber erst sehr viel weiter unten schmaler, und damit sehr viel breiter. Ansonsten würde auch die 3+2 Bestuhlung nicht vernünftig funktionieren. Entsprechend wackelt der Avril ebenso in Kurven aus dem Lichtraumprofil.
Ab 400 mm aufwärts gilt die fast volle Breite des Lichtraumprofils G1.

Zitat:
Rampen/Lochloser Einstieg zu den 90% der Zügen die nicht so breit sind oder 3,20m (oder leicht weniger) breite Züge. Such dir eins aus.
Dafür ist jedes aktuelle Fahrzeug mit einem Schiebetritt ausgestattet.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 18:16

Zitat
Ab 400 mm aufwärts gilt die fast volle Breite des Lichtraumprofils G1.
Nein.:
https://www.gesetze-im-internet.de/normengrafiken/bgbl1_1991/j0002_ab_0010.jpg

Quelle: [www.gesetze-im-internet.de]


Zitat
Dafür ist jedes aktuelle Fahrzeug mit einem Schiebetritt ausgestattet.
"Großteil der NV Triebzüge Baudatum 2005 ff." ist nicht "jedes aktuelle Fahrzeug". jede Menge Fahrzeuge haben eben keinen Schiebetritt wie z.B. Alle FV-Züge die aktuell unterwegs sind, Bombardier DoStos aller Baureihen exklusive TWINDEXX, Grinzekatzen, die meisten Quietschies und Abwandlungen, FLIRT III, Diverse S-Bahn Varianten, Haie, RS1, und so ziemlich alle Lokwagenzüge. Außerdem gibt es Stationen an denen diese Schiebetritte nicht ausgefahren werden können.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 08.06.19 18:28

Acobono
Nein.:
Ich verlasse mich auf die EN 15273 Teil 1.
Auch in deinem Link werden ab 380 mm bereits mehr als 1556 mm freigehalten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 18:29.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 18:34

Baleine rouge schrieb:
Acobono
Nein.:
Ich verlasse mich auf die EN 15273 Teil 1.
Auch in deinem Link werden ab 380 mm bereits mehr als 1556 mm freigehalten.
Mein Link beinhaltet aber auch soweit ich weiß das Kippverhalten in Kurven und nicht nur das Standmaß, sonst hätten wie oben erwähnt die ICE1&2 auch keine Lademaßüberschreitung in DE.

Wie genau das in der EN aussieht ist mir aktuell nicht vorliegend, und verzeih mir wenn ich das 200? 300? 350?€ Teure Dokument jetzt nicht gleich beim Verlag um die Ecke kaufe, aber grundsätzlich wird man sich in DE eher nach der EBO als nach einer Europarichtlinie richten, wenn die EBO strenger ist.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 18:36.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 08.06.19 18:47

Acobono
aber grundsätzlich wird man sich in DE eher nach der EBO als nach einer Europarichtlinie richten, wenn die EBO strenger ist.
Nein, europäische Normen sind nationalen Vorgaben übergeordnet. Sinn und Zweck der TSI ist die möglichst weitgehend Angleichung nationaler Bestimmungen um die Interoperabilität zu erreichen. Das EBA wird zukünftig auch keine Zulassungsentscheidungen mehr treffen. Dies übernimmt die ERA.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 19:02

Baleine rouge schrieb:
Acobono
aber grundsätzlich wird man sich in DE eher nach der EBO als nach einer Europarichtlinie richten, wenn die EBO strenger ist.
Nein, europäische Normen sind nationalen Vorgaben übergeordnet. Sinn und Zweck der TSI ist die möglichst weitgehend Angleichung nationaler Bestimmungen um die Interoperabilität zu erreichen. Das EBA wird zukünftig auch keine Zulassungsentscheidungen mehr treffen. Dies übernimmt die ERA.
Zukünftig ist allerdings das Stichwort. Denn ICE1-3 sowie sehr viele Bahnsteige in DE dürften noch nach EBO-Vorschriften gebaut worden sein, und das EBA hat noch jede Menge Sachen zugelassen.

Der Punkt ist: Einen Zug in DE als Ersatz für den Allrounder die der ICE3 ist einzusetzen, wenn dieser Vorgaben erfordert die vielerorts in DE noch nicht machbar sind wird nicht wirtschaftlich sein. Außerdem ist der Avril eh schon raus mit dem Totschlagkriterium KRM, dafür braucht man einen Wirbelstrombremsenfähigen Triebzug der 40 Promille kann. Und um auf meine Ausgangsfrage/behauptung/annahme zurückzukommen und diese zu verbessern; Soweit ich weiß gibt es aktuell keine Plattformen für wirbelstrombremsenfähigen Triebzüge mit 76cm und Vmax 320km/h.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 08.06.19 19:15

Acobono
Außerdem ist der Avril eh schon raus mit dem Totschlagkriterium KRM, dafür braucht man einen Wirbelstrombremsenfähigen Triebzug der 40 Promille kann.
Der ICE4 fährt ohne Wirbelstrombremse auf der KRM.

Zitat:
Soweit ich weiß gibt es aktuell keine Plattformen für wirbelstrombremsenfähigen Triebzüge mit 76cm und Vmax 320km/h.
Es wird eine weniger mit Wirbelstrombremse, ohne 76 cm: Der Nachfolger des Velaro soll nicht mehr mit einer Wirbelstrombremse ausgerüstet werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 19:22.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: cs

Datum: 08.06.19 19:28

Radiowaves schrieb:
Im Regionalverkehr sollen 1000 Bestandsfahrzeuge mit bis zu zwölf Prozent mehr Plätzen ausgestattet werden.

Wie das? Noch engerer Sitzabstand? Verzicht auf Fahrradstellplätze?
Steht da was von mehr Sitzplätzen?
Am einfachsten geht die Platzvermehrung doch durch den Ausbau von Sitzen, da auf dieser Fläche dann mehr Stehplätze ausgewiesen werden können als Sitzplätze wegfallen.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 19:56

Zitat
Der ICE4 fährt ohne Wirbelstrombremse auf der KRM.
Und kann deswegen die ICE3 Fahrpläne (nebst niedrigerer Vmax) nicht halten und lässt deswegen Halte aus. Das muss ein ICE3-Nachfolger aber können.

Zitat
Es wird eine weniger mit Wirbelstrombremse, ohne 76 cm: Der Nachfolger des Velaro soll nicht mehr mit einer Wirbelstrombremse ausgerüstet werden.
Der Velaro NOVO ist dafür ja denke ich sowieso aus dem Spiel da zu früh. Bis die ICE3 wegmüssen und die neuen 300km/h Strecken gebaut sind ist ja noch ein bisschen hin.

Re: Wie wäre es verstärkt auf Halbzüge zu setzen?

geschrieben von: Pio

Datum: 08.06.19 20:41

Bei den Werkstattträumen habe ich Aua.
Weil die Realität eine andere ist.
Außerdem geht eher der 7 Teiler in die Werkstatt, weil der Ausfall der Bremse bei einem von 8 Wagen erheblich mehr BRH kostet, wie der Ausfall von einem Wagen von 14,
um mal nur ICE 2 Halbzug mit ICE 1 zu vergleichen.
Der1 fährt da meist bis zum nächsten planmäßigen Werkstatttermin.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.19 21:03.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 08.06.19 21:37

Acobono
Und kann deswegen die ICE3 Fahrpläne (nebst niedrigerer Vmax) nicht halten und lässt deswegen Halte aus. Das muss ein ICE3-Nachfolger aber können.
Eine schnelle, ohne Haltezeiten beeinflusste Verbindung zwischen Köln und Frankfurt ist die Hauptfunktion der KRM. Die ICE3 schaffen es schon nicht die magischen 60 min zwischen den beiden Hbf zu knacken. Im Deutschlandtakt sind sogar noch längere Fahrzeiten vorgesehen. 1:09 h und länger wird mW die Zielfahrzeit der durchfahrenden Züge sein. 300 km/h auf der KRM sind kein Kriterium für den ICE3-Nachfolger.

Zitat:
Der Velaro NOVO ist dafür ja denke ich sowieso aus dem Spiel da zu früh. Bis die ICE3 wegmüssen und die neuen 300km/h Strecken gebaut sind ist ja noch ein bisschen hin.
Der Novo ist der in Frage kommende Zug. Nur erfüllt er die neuen DB-Kriterien nicht.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 21:43

Zitat
> Die ICE3 schaffen es schon nicht die magischen 60 min zwischen den beiden Hbf zu knacken. Im Deutschlandtakt sind sogar noch längere Fahrzeiten vorgesehen. 1:09 h und länger wird mW die Zielfahrzeit der durchfahrenden Züge sein. 300 km/h auf der KRM sind kein Kriterium für den ICE3-Nachfolger.
Die magischen 60 Minuten kriegst du aber mit den geplanten Ausbauten der KRM hin. Und die Version ohne die Ausbauten für die der Deutschlandtakt geschrieben wurde sind immer noch mit Halten in Unterwegsbahnhöfen, die der ICE4 nicht auf die Reihe kriegt. Mit 250km/h gewinnst du da keinen Blumentopf.

Zitat
Der Novo ist der in Frage kommende Zug. Nur erfüllt er die neuen DB-Kriterien nicht.
Der NOVO wird zwar in DE getestet, ist aber nur als Nachfolger für die bestehenden Velaro (Russland, China, Spanien) und zukünftige neue Velaro Splitter (USA zum Beispiel) gedacht, und wird nicht für die DB entwickelt. Schon beim jetztigen Velaro gab es ja massive Schwierigkeiten mit der Mehrsystemfähigkeit. Das ist garantiert nicht das einzig in Frage kommende Fahrzeug, und wenn ich mir angucke wie lang die DB die Laufzeit von ICE1 und ICE2 strecken will dann haben die ICE3 noch ganz schön was vor sich.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 08.06.19 22:07

Acobono
Und die Version ohne die Ausbauten für die der Deutschlandtakt geschrieben wurde sind immer noch mit Halten in Unterwegsbahnhöfen, die der ICE4 nicht auf die Reihe kriegt. Mit 250km/h gewinnst du da keinen Blumentopf.
1:09 h sind die Fahrzeiten der Linie 20 ohne Unterwegshalte. Mit Unterwegshalten (bspw. Linie 18) werden 1:23 h angesetzt.

Zitat:
Der NOVO wird zwar in DE getestet, ist aber nur als Nachfolger für die bestehenden Velaro (Russland, China, Spanien) und zukünftige neue Velaro Splitter (USA zum Beispiel) gedacht, und wird nicht für die DB entwickelt.
Nein, der velaro novo ist natürlich als neues Modell für den kontinentaleuropäischen Markt vorgesehen. Siemens will ihn auch als Exportvariante u.a. für UK und Thailand anbieten.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 08.06.19 23:36

Zitat
1:09 h sind die Fahrzeiten der Linie 20 ohne Unterwegshalte. Mit Unterwegshalten (bspw. Linie 18) werden 1:23 h angesetzt.
Nein? [www.bmvi.de] Nach diesem Dokument haben weder die Linie 18 noch 20 Zwischenhalte (sondern nur die Linie 30) und fahren 17->21 bzw 40->42, was einer Fahrzeit von 1:04 bzw 1:02 Minuten entspricht. Die Linie 30 mit allen Zwischenhalten auf 1:32. ~1:03 ist exakt die aktuelle Sprinterzeit der ICE3. ergo sind die 300km/h notwendig.

Zitat
Nein, der velaro novo ist natürlich als neues Modell für den kontinentaleuropäischen Markt vorgesehen. Siemens will ihn auch als Exportvariante u.a. für UK und Thailand anbieten.
https://www.welt.de/wirtschaft/article177502358/Velaro-Novo-Siemens-stellt-den-Nachfolger-des-ICE-vor.html

"Seit Jahrzehnten baut Siemens für die Deutsche Bahn die ICE-Flotte. Doch jetzt hat der Konzern einen Zug vorgestellt, der wohl nie unter dem Kürzel fahren wird. "

Quellen für deine Aussagen bitte.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 09.06.19 00:06

Acobono
Nein?
Auf der offiziellen Seite des BMVI ist ein anderer Zielfahrplan FV hinterlegt:
[www.bmvi.de]

Zitat:
Quellen für deine Aussagen bitte.
Du lieferst die Quelle gleich mit, musst diese nur lesen.
welt
Siemens ist bereits mit ersten Bahnen über Bestellungen für den Velaro Novo im Gespräch, darunter angeblich auch mit der Deutschen Bahn. Dass die DB aber tatsächlich in absehbarer Zeit Interesse an dem Superschnellzug hat, wäre eine Überraschung. Der Konzern hatte zuletzt 119 ICE-4-Züge bestellt,[...]
Zweifel an der Beschaffung ergeben sich nicht aus dem Zug sondern aus der Bestellung der ICE4.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 09.06.19 00:14

Zitat
Auf der offiziellen Seite des BMVI ist ein anderer Zielfahrplan FV hinterlegt:
[www.bmvi.de]
Das ist der Zielfahrplan 2030 für den FV wenn alle im BVWP gesetzten Maßnahmen umgesetzt werden, und NICHT der von den Gutachtern erarbeitete Deutschlandtakt. Sieht man wenn man in den entsprechenden Dokumenten oben links in die Ecke guckt. Ergo geht dein Plan noch von ICE4 aus und dann ist es klar dass das mit den 1:03 nichts wird.

Zitat
Zweifel an der Beschaffung ergeben sich nicht aus dem Zug sondern aus der Bestellung der ICE4.
Die Zweifel ergaben sich bei mir auch nicht aus dem Zug sondern hauptsächlich aus dem Zeitpunkt, es ist nämlich viel zu früh für eine Bestellung des ICE3 Nachfolgers. Und nichts anderes steht auch in dem Artikel, dass man sich jetzt erstmal mit ICE4 eindeckt und dann auf die vorhersehbare Zeit damit klarkommen will.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 09.06.19 22:40

Acobono
Das ist der Zielfahrplan 2030 für den FV wenn alle im BVWP gesetzten Maßnahmen umgesetzt werden, und NICHT der von den Gutachtern erarbeitete Deutschlandtakt. Sieht man wenn man in den entsprechenden Dokumenten oben links in die Ecke guckt. Ergo geht dein Plan noch von ICE4 aus und dann ist es klar dass das mit den 1:03 nichts wird.
Der Widerspruch fällt dir auf?
Im 2. Entwurf werden die Fahrzeiten des ICE4 gestreckt. Der ICE4 fährt heute schon schneller als im Entwurf vorgesehen (FFM Flughafen-Köln). Der ICE3 wird dafür langsamer.
ICE4 heute: Köln Hbf-Frankfurt Flughafen: 55 min + 11 min aus dem Zielfahrplan zum Hbf= 1:06 h zzgl. Haltezeit, abzgl. unbekannter Reserve
ICE3 im Zielfahrplan Richtung Frankfurt= 1:04 h

Vllt. kann er die 265 km/h und mehr Antriebsleistung (13Teiler) zukünftig auch auf der KRM nutzen. Der Avril kommt auf ein vergleichbares Leistungsgewicht wie der ICEx12, eher etwas besser.


Zitat:
Die Zweifel ergaben sich bei mir auch nicht aus dem Zug sondern hauptsächlich aus dem Zeitpunkt, es ist nämlich viel zu früh für eine Bestellung des ICE3 Nachfolgers.
2023 soll er starten und wird min. 10 Jahre lang angeboten (Vergleich: 407 von 2008 bis jetzt). 2033 sind die ersten ICE3 älter als 30 Jahre.

Zitat:
Zweifel an der Beschaffung ergeben sich nicht aus dem Zug sondern aus der Bestellung der ICE4.(...)Und nichts anderes steht auch in dem Artikel, dass man sich jetzt erstmal mit ICE4 eindeckt und dann auf die vorhersehbare Zeit damit klarkommen will.
Vorher schriebst du noch der velaro novo sei nicht für Europa geplant.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.06.19 22:49.

Re: Anspruch und Wirklichkeit?

geschrieben von: Acobono

Datum: 11.06.19 03:07

Zitat
Der Widerspruch fällt dir auf?
Im 2. Entwurf werden die Fahrzeiten des ICE4 gestreckt. Der ICE4 fährt heute schon schneller als im Entwurf vorgesehen (FFM Flughafen-Köln). Der ICE3 wird dafür langsamer.
ICE4 heute: Köln Hbf-Frankfurt Flughafen: 55 min + 11 min aus dem Zielfahrplan zum Hbf= 1:06 h zzgl. Haltezeit, abzgl. unbekannter Reserve
ICE3 im Zielfahrplan Richtung Frankfurt= 1:04 h

Was möchtest du mir hier sagen? Der zweite Gutachterentwurf (also Deutschlandtakt) nimmt genau die Kalkulationen des aktuellen ICE3 Plans und versetzt sie je nach Richtung für die Trassen um eine Minute, nämlich 1:04h in die eine, und 1:02h in die andere Richtung.
Der BMVI-Plan (also NICHT Deutschlandtakt) tut das nicht, denn er geht von der aktuellen Linienführung aus plus alle umgesetzten Maßnahmen im vordringlichen Bedarf. Daher sind dort die Fahrzeiten anders. Wo du daraus liest dass der Deutschlandtakt mit ICE4-ähnlichen Zeiten und damit ICE4-ähnlichen potentiellen Fahrzeugen arbeitest ist mir ehrlich gesagt relativ unbegreiflich.

Zitat
Vllt. kann er die 265 km/h und mehr Antriebsleistung (13Teiler) zukünftig auch auf der KRM nutzen. Der Avril kommt auf ein vergleichbares Leistungsgewicht wie der ICEx12, eher etwas besser.
Das Problem beim Avril ist nicht die Antriebs-, sondern die Bremsleistung sowie die Frage nach dem "was passiert wenn eine Lok wegfällt". Der ICE4 hat Powercars, der Avril Triebköpfe. Und, persönliche Meinung, aber so """"""ruhig"""""" wie die ICE4 auf ihrer erhöhten Geschwindigkeit fahren fährst du die damit so auf Verschleiß dass du die Teile 2030 entweder generalüberholen darfst oder verbenderst.


Zitat
2023 soll er starten und wird min. 10 Jahre lang angeboten (Vergleich: 407 von 2008 bis jetzt). 2033 sind die ersten ICE3 älter als 30 Jahre.

Deswegen verwies ich mehrfach auf ICE2 und vorallem 1. Dessen älteste Einheiten wurden 1988 gebaut und sollen laut DB nicht vor 2030 ausgemustert werden. Das ist eine Laufzeit von Mindestens 42 Jahren. Auf die ICE3 übertragen würde das heißen 2039+. Merkste selbst.

Zitat
Vorher schriebst du noch der velaro novo sei nicht für Europa geplant.
Nein, vorher schrieb ich dass der Velaro NOVO vordringlich für die großen Abnehmer der Originalreihe geplant ist. Das ist neben China und Russland eben auch Spanien, siehe mein Satz hier:"als Nachfolger für die bestehenden Velaro (Russland, China, Spanien)" .Solange du Spanien nicht die Gegebenheit absprichst in Europa zu sein, habe ich nichts dergleichen gesagt. Ich sprach auch davon dass er auch für neue Splittermärkte entwickelt würde:"zukünftige neue Velaro Splitter (USA zum Beispiel)" . Was ich hingegen recht deutlich sage ist dass der Velaro NOVO weder für Deutschland entwickelt wird, noch ein Transkontinentalprojekt sein wird wie z.B. die Eurofima-Wagen.




5-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.19 03:10.

Re: DB! Mehr Züge und weniger Berater

geschrieben von: Lok35

Datum: 16.06.19 22:58

Und das Denken soll man den Pferden überlassen, die haben einen größeren Kopf !