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Hallo,
unter
[www.merkur.de]
wird über die neuen Lint-Züge berichtet, die bei der BOB ab Ende 2020 fahren sollen.

Dazu habe ich folgende Fragen:

1.
"Sie appellierten an Reichhart, bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) schnellstmöglich die Bestellung von sechs weiteren LINT-Zügen voranzutreiben – zusätzlich zu den 25, die die gesamte bestehende Fahrzeugflotte austauschen sollen. Reichhart sicherte seine Unterstützung zu: „Aufgrund der Kapazitätsengpässe besteht hier dringender Handlungsbedarf. Wir stellen so sicher, dass der Bahnverkehr im Oberland noch mehr stabilisiert wird. Damit können wir für das Oberlandnetz ein bedarfsgerechtes Angebot bereitstellen.“

Wie kommt man plötzlich auf sechs weitere Züge? Wurden diese bereits bestellt?

2.
"Ein weiterer Vorteil dieser Maßnahme wäre, dass damit eine Ausweitung des Halbstundentakts am Wochenende möglich wird. Die Ausnahme ist der Abschnitt Schliersee – Bayrischzell, da hier die Infrastruktur nur einen Stundentakt erlaubt."

Was fehlt auf der Strecke Schliersee – Bayrischzell für einen Halbstundentakt?

3.
Warum wird in dem Artikel nicht auf eine mögliche Elektrifzierung der BOB-Strecken eingegangen?

Danke.
Bekommen die Züge dann auch die schrecklichen Längsbänke plus Dreierbestuhlung? Oder geht man gleich zum japanischen Modell über, Längsbänke plus Deckenhaltegriffe, um die Fahrgastmengen zu bewältigen?

Wenn ich mir die Lint im Allgäu anschaue, trauere ich den Integralen schon jetzt nach.
Rudolf schrieb:
2.
"Ein weiterer Vorteil dieser Maßnahme wäre, dass damit eine Ausweitung des Halbstundentakts am Wochenende möglich wird. Die Ausnahme ist der Abschnitt Schliersee – Bayrischzell, da hier die Infrastruktur nur einen Stundentakt erlaubt."

Was fehlt auf der Strecke Schliersee – Bayrischzell für einen Halbstundentakt?

3.
Warum wird in dem Artikel nicht auf eine mögliche Elektrifzierung der BOB-Strecken eingegangen?

Danke.
Hallo,

2. zwischen Schliersee und Bayrischzell ist kein 30-Min.-Takt möglich, da die dazwischenliegenden Halte mittlerweile alle nurmehr Haltepunkte sind (früher Fischhausen-Neuhaus und Fischbachau Bf). Fischhausen-Neuhaus war der letzte Bahnhof, welcher zum Hp zurückgebaut wurde (erst vor ca. 20 Jahren!).

Dies führt dazu, dass "unter der Woche" (also werktags außer samstags) mittags ab Bayrischzell sogar ein 120-Min.-Loch ist. Bayrischzell ab 12:32, 14:34.

Man bräuchte also ein zweites Gleis in Fischbachau (Fahrzeiten Fischbachau - Bayrischzell 10-12 Min. und Fischbachau - Schliersee 12-13 Min) um auch hier einen 30-Min.-Takt anbieten zu können.


3. die LINT-Züge sind für die Zeit bis zur Elektrifizierung der beiden Strecken der DB und der Tegernsee-Bahn-Strecke gedacht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.19 17:20.
Sollen die gebraucht gekauft werden, oder wo bekommt man in anderthalb Jahren 25 (bzw. 31) neue Dieseltriebwagen her?

Wenn ja, wo sollen die Fahrzeuge her genommen werden? Welches Netz gibt bis Ende 2020 25 LINT frei?

Grüße
Hallo,

das sind Neubau LINT da der Transdev Konzern für die BRB eh neue LINT bestellt hat, hat man für die BOB die auch zum Transdev Konzern gehört auch gleich Fahrzeuge mit bestellt.
Zitat
Sollen die gebraucht gekauft werden, oder wo bekommt man in anderthalb Jahren 25 (bzw. 31) neue Dieseltriebwagen her?
Alstom hat in der Vergangenheit schon gezeigt, dass es möglich ist LINT ein Jahr nach der Bestellung auszuliefern.
nozomi07 schrieb:
Bekommen die Züge dann auch die schrecklichen Längsbänke plus Dreierbestuhlung? Oder geht man gleich zum japanischen Modell über, Längsbänke plus Deckenhaltegriffe, um die Fahrgastmengen zu bewältigen?

Wenn ich mir die Lint im Allgäu anschaue, trauere ich den Integralen schon jetzt nach.
Haben die 54er LINT im Allgäu eigentlich diese Dreierbestuhlung?
stellwerk_wf schrieb:
Haben die 54er LINT im Allgäu eigentlich diese Dreierbestuhlung?
Ja, aber fast unmöglich, dass man auch zu fünft dort sitzt.
Ebenfalls unglücklich, man schaut statt aus dem Fenster auf eine graue Wand.
stellwerk_wf schrieb:
Haben die 54er LINT im Allgäu eigentlich diese Dreierbestuhlung?
Viele ja, aber nicht alle. Kann es sein, dass nur die Dreiteiler diese Unbestuhlung haben?

Ein typisches Beispiel, wie man auf dem Papier mehr Sitze nachweist, ohne dass auch wirklich mehr Leute reinpassen. Ich habe auch nie erlebt, dass da alle Sitzplätze belegt sind. Einen Vorteil hat das Ganze nur für die 1. Klasse: Die bietet eine echte Komfortsteigerung, einfach durch normal angeordnete 2.-Klasse-Sitze. Wow.
nozomi07 schrieb:
Viele ja, aber nicht alle. Kann es sein, dass nur die Dreiteiler diese Unbestuhlung haben?
Nur der LINT 81
nozomi07 schrieb:
stellwerk_wf schrieb:
Haben die 54er LINT im Allgäu eigentlich diese Dreierbestuhlung?
Viele ja, aber nicht alle. Kann es sein, dass nur die Dreiteiler diese Unbestuhlung haben?

Sag mal, hattest Du die Frage nicht richtig gelesen? :-)) -> Seine Frage bezog sich nur auf die 54er LINT.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 22:16.
Was hat sich eigentlich seit September 2018 geändert, dass jetzt ein akuter Mehrbedarf von sechs Zügen entstanden ist.

Im Seütember 2018 pressemitteilte die scheidende Verkehrsministerin und vor der Wiederwahl stehende (Stimmkreis Miesbach) Landtagsabgeordnete Aigner

[www.stmb.bayern.de]

Zitat
Neue Züge für das Bayerische Oberland

Holzkirchen, 20. September 2018 (stmb).
Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) tauscht ihre Fahrzeugflotte aus. Ab 2020 werden moderne, emissionsarme Züge im Bayerischen Oberland verkehren und für einen Qualitätssprung sorgen. Die neuen Fahrzeuge werden in den Verkehrsdurchführungsvertrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) mit der BOB integriert, der noch bis Ende 2024 läuft.

Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner und Dr. Tobias Heinemann, Sprecher der Geschäftsführung des BOB-Mutterunternehmens Transdev Deutschland, haben eine entsprechende Ergänzungsvereinbarung heute gemeinsam mit Thomas Prechtl, Geschäftsführer der BEG und Dr. Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der BOB, in Holzkirchen unterschrieben.

"25 neue Züge für die BOB sind eine gute Nachricht für das Bayerische Oberland“, sagte Ilse Aigner. "Zeitgemäße Fahrzeuge bedeuten weniger Lärm, bessere Luft, höhere Zuverlässigkeit und mehr Fahrkomfort. Die Verbindung von moderner Technik und höherer Qualität wird das Zugangebot im Oberland auf ein neues Niveau heben. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern es macht das Bahnfahren für Pendler, Ausflügler und für alle Bewohner der Region attraktiver.“ Die Transdev investiert rund 100 Millionen Euro in die neue Flotte. Und auch die Bayerische Staatsregierung hat Förderprogramme aufgelegt, die den öffentlichen Nahverkehr in Bayern stärken. "Das ist eine gute Investition in die Zukunft des Regionalverkehrs im Bayerischen Oberland. Wenn sich künftig noch mehr Menschen für das Bahnfahren entscheiden, wird das auch den Straßenverkehr weiter entlasten“, so die Verkehrsministerin.

Neue Fahrzeugflotte schon im Jahr 2020
"Der Austausch der kompletten Fahrzeugflotte ist aus unserer Sicht eine fahrgastorientierte Lösung, die schnelle Qualitätssteigerungen im Oberland möglich macht", erklärt Transdev-Geschäftsführer Heinemann. Und Bernd Rosenbusch von der BOB ergänzt: "Die Züge vom Typ Alstom Coradia Lint 54 sind moderne, verlässliche Dieselfahrzeuge. Sie sind deutlich weniger störanfällig als die heute eingesetzten Integral-Züge. Weniger Fahrzeugstörungen bedeuten im Ergebnis auch weniger Zugausfälle und mehr Pünktlichkeit." Die umweltfreundlichen Lint-Züge versprechen außerdem weniger Lärm und eine maximale Reduktion von Stickstoffausstoß und Feinstaubemission. Stärkere Klimaanlagen sollen zudem mehr Komfort für die Fahrgäste bringen.
Zeitgemäße Fahrzeuge verbessern Qualität und Zuverlässigkeit der Bayerischen Oberlandbahn
Thomas Prechtl erwartet von der Lösung einen deutlichen Fortschritt für die Fahrgäste: „Die Betriebslage der BOB war in der Vergangenheit nicht immer überzeugend“, so Prechtl, Geschäftsführer der BEG, die den Regional- und S-Bahnverkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert. "Es ist mit vereinten Kräften gelungen, bereits während der Laufzeit des bestehenden Vertrages den Austausch der Flotte unter Dach und Fach zu bringen. Das schafft gute Voraussetzungen für mehr Qualität und Betriebsstabilität auf den Oberlandstrecken. Für die Fahrgäste ist das eine erfreuliche Nachricht.“ Die Oberlandstrecken sind stark nachgefragt. Im Durchschnitt nutzen derzeit rund 17.500 Menschen täglich das attraktive Nahverkehrsangebot. Die Züge sind nicht nur unter der Woche zu den Hauptverkehrszeiten im Pendler- und Schülerverkehr stark ausgelastet, sondern auch am Wochenende, wenn es viele Ausflügler in die oberbayerischen Wander- und Skigebiete zieht.
Der Flottenwechsel bei der BOB ist als Übergangskonzept angelegt. Die Lint-Züge sollen bis zur durchgängigen Elektrifizierung der Oberlandstrecken zum Einsatz kommen. Ab dann können elektrisch angetriebene Züge eingesetzt werden, die nicht nur unter Umweltaspekten ein weiterer Fortschritt wären, sondern auch betriebliche Vorteile bringen würden.
Und jetzt, nur 9 Monate später taucht ein Mehrbedarf von 24% an Zugmaterial auf. Das erscheint mir höchst klärungsbedürftig!

Liebe Grüße
eure kleine bahntechnik