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Re: Diesel-Hybrid für DB Cargo

geschrieben von: Conrail-Bahner

Datum: 09.06.19 10:56

Also doch keine Fakten sondern nur jede zweite Antwort die mit "Gerüchte sagen ...." beginnt.
Das EMD bzw. dessen Nachfolger keine zuverlässige Tier4 kann, ist keine Neuheit. EMD hat den Anschluß schon vor Jahren verpasst und wurde nicht grundlos von GE im Schnellzugtempo überholt.

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BILD-keiner liest sie aber auf jedem Dienstposten der Bahn in Ost und West liegt sie




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.06.19 11:01.
De David schrieb:
Ich kann mir schon vorstellen daß von den ~60 Mio Kfz in Deutschland auch mal Mio gleichzeitig tanken, am späten Nachmittag nach Feierabend z.b.. Nur stört das überhaupt nicht, weil jede Tankstelle tausende Liter Kraftstoff vor Ort vorrätig hat, und nicht direkt aus einem Deutschlandweiten Pipelinenetz getankt wird, was dann Probleme bekommen würde bei so starker gleichzeitiger Entnahme.
Tanken und laden ist also was grundlegend verschiedenes, und das Argument daher keine Polemik.
Lesch spricht von Ladevorgängen mit 350 kW, also Schnellladungen. Dann ist der Akku (typisch 50 kWh) in weniger als 10 Minuten gefüllt, ähnlich schnell wie beim tanken von Benzin/Diesel.

Das Tankstellennetz in Deutschland gilt als ausreichend, das sind rund 14.000 Tankstellen: [www.adac.de] Nimmt man mal durchschnittlich 6 Zapfsäulen bei jeder Tankstelle an, sind das 84.000 Zapfsäulen. Es ist also völlig unmöglich, dass eine Million Autos gleichzeitig tanken.

Mehr als 84.000 gleichzeitige Tankvorgänge sind also bei Verbrennerautos einfach nicht drin und selbst das dürfte kaum je tatsächlich stattfinden. Deswegen ist das Beispiel mit mehr als 10 Mal so viel, also einer Million gleichzeitig schnellladender Elektroautos fern jeder erwartbaren Praxis und damit Polemik.

Davon abgesehen werden die allermeisten Ladevorgänge ganz normale Ladungen mit 3 oder 10 kW sein. Reicht für den täglichen Bedarf völlig aus und schont den Akku. "Tanken fahren" und damit auch die Schnellladungen fallen dann einfach weg. Schnellladungen braucht's nur für Fernreisen oder ähnlich hohen Bedarf.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
Lesch spricht von Ladevorgängen mit 350 kW, also Schnellladungen. Dann ist der Akku (typisch 50 kWh) in weniger als 10 Minuten gefüllt, ähnlich schnell wie beim tanken von Benzin/Diesel.

Das Tankstellennetz in Deutschland gilt als ausreichend, das sind rund 14.000 Tankstellen: [www.adac.de] Nimmt man mal durchschnittlich 6 Zapfsäulen bei jeder Tankstelle an, sind das 84.000 Zapfsäulen. Es ist also völlig unmöglich, dass eine Million Autos gleichzeitig tanken.

Mehr als 84.000 gleichzeitige Tankvorgänge sind also bei Verbrennerautos einfach nicht drin und selbst das dürfte kaum je tatsächlich stattfinden. Deswegen ist das Beispiel mit mehr als 10 Mal so viel, also einer Million gleichzeitig schnellladender Elektroautos fern jeder erwartbaren Praxis und damit Polemik.

Davon abgesehen werden die allermeisten Ladevorgänge ganz normale Ladungen mit 3 oder 10 kW sein. Reicht für den täglichen Bedarf völlig aus und schont den Akku. "Tanken fahren" und damit auch die Schnellladungen fallen dann einfach weg.
50kWh mit 5kW nachzuladen, dauert 10h. Das ist etwa 200mal so lang wie die drei Minuten, die ein typischer Tankvorgang mit Flüssigtreibstoff dauert. Statt 85000 Zapfstellen bräuchte man dann also 8.5 Mio. Stromanschlüsse, um periodisch dieselbe Menge Energie nachzuladen (die Tatsache, daß man die Tankstelle nicht täglich anfährt, sondern erst bei Leerwerden des Tanks, wird rechnerisch dadurch kompensiert, daß die Batterie an einem typischen Tag nur teilweise ent- und wieder geladen wird).

Zitat:
Schnellladungen braucht's nur für Fernreisen oder ähnlich hohen Bedarf.
Für eine quantitative Abschätzung müßte man wissen, wieviel Prozent der Auto-Fahrleistung auf Langstrecken erbracht wird. 'Lang' ist dabei so zu verstehen, daß auf der Strecke mindestens einmal schnell nachgeladen werden muß. Auch wenn das nur für 5% der insgesamt gefahrenen Kilometer zutrifft, und gar keine Reserve für das Bewältigen kurzzeitiger saisonaler Spitzen berücksichtigt wird, bräuchten die Ladestationen an den Fernstraßen dafür Hoch- bzw. Mittelspannungsanschlüsse. Anschaulich: 10 Fahrzeuge mit 350kW an einer Autobahnraststätte ziehen zusammen 3.5MW, d.h. die Maximalleistung einer ausgewachsenen Nachkriegslok.

Re: Diesel-Hybrid für DB Cargo

geschrieben von: De David

Datum: 09.06.19 16:27

Es heißt doch aber daß EMD seinen 710er Motor auf bis Tier 3.5 gebracht hat, nur der Aufwand war dann zu groß. Für Europa könnte es aber anders aussehen, hier hat kaum eine Bahn eine solch eine Allergie gegen AdBlue wie in den USA, so daß mans damit schaffen könnte. Nur extra für Europa eine Sonderlösung zu entwicklen bringts wohl nicht, vorallem da man jezt zu Caterpillar gehört und massig Motoren zur Auswahl im Programm hat.
Den Anschluß knnte man ja jezt wieder gewinnen, wo man nicht mehr alleine vor sich hin dümpelt, sondern die Resourcen des Caterpillar Konzerns nutzen kann, um den 1010 Motor zu was gescheitem zu entwickeln.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Diesel-Hybrid für DB Cargo

geschrieben von: Henra

Datum: 10.06.19 12:20

Dieselpower schrieb:
In den USA/Kanada werden die sauberen, nagelneuen Tier 4-Diesel aus diesen Gründen als erstes auf den Rand gestellt, wenn bei den Güterbahnen mal ne temporäre Transportflaute herrscht. Sowas wäre früher undenkbar gewesen! Da haben die neuen Loks ganzjährig die Grundlast des Betriebs betragen, die älteren Diesel dienten zum auffangen der Lastspitzen. Die Dinger sind bisher ein einziger Krampf, egal wohin man schaut!
Ja, der Schuss mit Tier 4 ist wohl kräftig nach hinten los gegangen. Die Bahnen modernisieren gerade die ganzen alten Kübel, um bloß keine neuen Tier 4 kaufen zu müssen.
GE hat am Anfang einige davon verkauft, bis die Bahnen gemerkt haben, dass die Dinger viel mehr Sprit saufen. EMD kam zu spät. Als deren Produkt fertig war, hatten die Bahnen schon verstanden, was Tier 4 in der Praxis heißt (neben der Tatsache, dass EMD irgendwie keine auf Anhieb zuverlässige Lokomotive mehr hinbekommt -auch ein Laden, der wohl einmal zu oft gemolken, aufgehübscht, und verkauft worden ist). Bin mal gespannt, wie man es in den USA in den nächsten 20 Jahren schafft, das irgendwann mal wieder neue Lokomotiven verkauft werden, bevor beide Hersteller gekentert sind?!

Re: Diesel-Hybrid für DB Cargo

geschrieben von: Conrail-Bahner

Datum: 10.06.19 12:41

Henra schrieb:
Ja, der Schuss mit Tier 4 ist wohl kräftig nach hinten los gegangen. Die Bahnen modernisieren gerade die ganzen alten Kübel, um bloß keine neuen Tier 4 kaufen zu müssen.
GE hat am Anfang einige davon verkauft, bis die Bahnen gemerkt haben, dass die Dinger viel mehr Sprit saufen. EMD kam zu spät. Als deren Produkt fertig war, hatten die Bahnen schon verstanden, was Tier 4 in der Praxis heißt (neben der Tatsache, dass EMD irgendwie keine auf Anhieb zuverlässige Lokomotive mehr hinbekommt -auch ein Laden, der wohl einmal zu oft gemolken, aufgehübscht, und verkauft worden ist). Bin mal gespannt, wie man es in den USA in den nächsten 20 Jahren schafft, das irgendwann mal wieder neue Lokomotiven verkauft werden, bevor beide Hersteller gekentert sind?!

Kernaufgabe der Bahnen ist der Transport von Waren und Gütern und nicht die Existenz von EMD und GE sichern. Wenn diese Hersteller, neben den Kleinen, nichts anbieten was die Bahnen interessiert, dann bauen sich die Bahnen eben selber was sie benötigen.
Bestes Beispiel sind die neuen Loks von Amtrak, statt Siemens und Bombardier hätten sich auch GE und EMD drum kümmern können.
Ökologisch ist es für die Bahnen sinnvoller 10-30 Jahre alte Grundsubstanz zu erneuern statt für den drei- bis vierfachen Preis neu zu kaufen. Bis auf wenigen Einzelstücke und Kleinserien sind die Roster der Class 1 Bahnen freo von 1st Generation Diesel und anderen Altlasten. Das bei einem allgemeinen Verkehrsrückgang auch moderne Loks auf den Rand gehen ist nachvollziehbar, denn eine 4400hp Lok für den Streckendienst kann keine 3000hp Lok für den Nahgüter oder Rangierdienst ersetzen.

Edit

Nebenbei ist GE an den Umbauprogrammen der NS und BNSF der Dash-9 Reihe nicht unbeteiligt und liefert Komponenten, also ein klein wenig verdient man schon noch an den Bahnen.

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.19 13:13.
kmueller schrieb:
50kWh mit 5kW nachzuladen, dauert 10h. Das ist etwa 200mal so lang wie die drei Minuten, die ein typischer Tankvorgang mit Flüssigtreibstoff dauert. Statt 85000 Zapfstellen bräuchte man dann also 8.5 Mio. Stromanschlüsse, um periodisch dieselbe Menge Energie nachzuladen (die Tatsache, daß man die Tankstelle nicht täglich anfährt, sondern erst bei Leerwerden des Tanks, wird rechnerisch dadurch kompensiert, daß die Batterie an einem typischen Tag nur teilweise ent- und wieder geladen wird).
Ja, richtig. 8,5 Millionen Ladestellen sind auch kein Problem, da schon heute jeder Haushalt mehr oder weniger eine Ladestelle und jedes Auto einen Stellplatz hat. Einzig verbliebene Aufgabe ist, diese Beiden auch zusammen zu bringen. Also das Auto an die Steckdose oder die Steckdose ans Auto.

Zur Abschätzung des Gesamtverbrauchs kann man den bisherigen Verbrauch der Verbrennerautos umrechnen. Hier gibt's Zahlen: [www.umweltbundesamt.de]. Gesamtverbrauch Pkw und Kombi rund 47 Milliarden Liter, geteilt durch 7 Liter / 100 km (Durchschnittsverbrauch Verbrenner) mal 20 kWh / 100 km (Durchschnittsverbrauch Stromer) macht etwa 135 Milliarden kWh pro Jahr oder 15 Millionen kW bzw. 15 GW durchschnittliche Leistung. Das braucht natürlich diverse zusätzliche Windräder und PV-Paneele, ist aber in Reichweite.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:

Zur Abschätzung des Gesamtverbrauchs kann man den bisherigen Verbrauch der Verbrennerautos umrechnen. Hier gibt's Zahlen: [www.umweltbundesamt.de]. Gesamtverbrauch Pkw und Kombi rund 47 Milliarden Liter, geteilt durch 7 Liter / 100 km (Durchschnittsverbrauch Verbrenner) mal 20 kWh / 100 km (Durchschnittsverbrauch Stromer) macht etwa 135 Milliarden kWh pro Jahr oder 15 Millionen kW bzw. 15 GW durchschnittliche Leistung. Das braucht natürlich diverse zusätzliche Windräder und PV-Paneele, ist aber in Reichweite.
Dafür hat man auch mindestens 10 Jahre zur Umsetzung Zeit um vielleicht 50% -70% davon umzusetzen. Und jedes 1-2 Familienhaus dürfte ausreichend Dachfläche haben um im Schnitt den Eigenbedarf an "Bewegungsenergie" der Bewohner zu decken.
Tunnel36 schrieb:
jedes 1-2 Familienhaus dürfte ausreichend Dachfläche haben um im Schnitt den Eigenbedarf an "Bewegungsenergie" der Bewohner zu decken.
Das ließe sich stark fördern, indem man die niederländische Praxis übernimmt, daß für selbsterzeugten Solarstrom weder Steuern noch Abgaben an den Netzbetreiber anfallen, und daß bei Einspeisen desselben einfach der Zählrer rückwärts läuft.

Der Pöbel in den Mietskasernen schaut dabei natürlich in die Röhre, aber für den kann man ja so umweltfreundliche wie rentable Elektro-Stehplatzbusse zu VRS-Fahrpreisen einsetzen.

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