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Probleme bei Berlin Night Express

geschrieben von: Heiko Müller

Datum: 01.06.19 14:28

Moin,

Nach dem plötzlichen Tot des Inhabers und Geschäftsführers der Georg Verkehrsorganisation GVG, Rolf Georg, Anfang Mai, steht der BNE vor einer ungewissen Zukunft. Am jetzigen verlängerten Wochenende muss der Zug als Ersatzzug zwischen Saanitz und Berlin geführt werden. Es dürfen die schwedischen Liegewagen nicht eingesetzt werden.
Der schwedische Betreiber arbeitet an einer Lösung damit der aus schwedischen Waggons gebildete Zug ab Ende Juni wieder auf der gesamten Strecke verkehren kann.
Siehe auch:
[www.drehscheibe-online.de]

Wieso fährt man nicht wie in den letzten Jahren mit den ex DSB Liegewagen Typ Bc-t ?


LG

Heiko

Re: Probleme bei Berlin Night Express

geschrieben von: JumpUp

Datum: 01.06.19 15:16

Oh danke - aber weshalb ist der Tot des Geschäftsführers mit dem Betrieb des Zugs verknüpft? was sind hier die Hintergründe?

Re: Probleme bei Berlin Night Express

geschrieben von: X73900

Datum: 01.06.19 15:41

JumpUp schrieb:
Oh danke - aber weshalb ist der Tot des Geschäftsführers mit dem Betrieb des Zugs verknüpft? was sind hier die Hintergründe?
Bei einer GmbH kann der plötzliche Tod des Geschäftsführers und wohl auch Eigentümers schon zur Handlungsunfähigkeit führen.

Idealerweise hat man natürlich für alle Eventualitäten vorgesorgt bzw. vorsorgen können, aber im Leben ist nicht immer alles ideal.

Fall es mehrere Erben gibt, sind diese sich über die Fortführung des Betriebs möglicherweise nicht einig oder nicht daran interessiert. Sollte es Schulden geben, kann es auch sein, dass die Erben das Erbe ausschlagen, das kann dann sogar das Ende eines Unternehmens bedeuten.

Wie dem verlinkten Diskussionsfaden zu entnehmen ist, kann wohl auch nicht ohne weiteres ein anderes Unternehmen vollumfänglich einspringen, da dort dann erforderliche Ausnahmegenehmigungen fehlen.

Gruß
X73900



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:06:01:15:41:52.

Flixtrain?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 01.06.19 18:48

Heiko Müller schrieb:
Nach dem plötzlichen Tot des Inhabers und Geschäftsführers der Georg Verkehrsorganisation GVG, Rolf Georg, Anfang Mai, steht der BNE vor einer ungewissen Zukunft. Am jetzigen verlängerten Wochenende muss der Zug als Ersatzzug zwischen Saanitz und Berlin geführt werden. Es dürfen die schwedischen Liegewagen nicht eingesetzt werden.
Der schwedische Betreiber arbeitet an einer Lösung damit der aus schwedischen Waggons gebildete Zug ab Ende Juni wieder auf der gesamten Strecke verkehren kann.
Zwar nicht beim Einsatz der schwedischen Waggons, aber vielleicht bei der Bewältigung der 'ungewissen Zukunft' könnten vielleicht Flixbus/Flixtrain einen Beitrag leisten: Verkauf von Fahrkarten über die Flix-Plattform, Zubringerdienste per Bus und Zug(?) von und nach Berlin sowie per Bus von und nach Stockholm. Die Vorteile einer derartigen Kooperation scheinen mir so offensichtlich, dass es einen triftigen Grund geben muss, warum es bisher nicht dazu gekommen ist.

Re: Flixtrain?

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 01.06.19 19:08

Snalltaget braucht keinen Flixbus als Anschluss nach Stockholm - die fahren selbst Züge.
Und keiner der Fahrgäste braucht, außer jetzt als Notbehelf, einen Umstieg in Sassnitz (und auch das nicht per Bus) sondern eine durchgehende Nachtzugfahrt.

Hauptsache wieder als Flixbus-Hofnarr was geschrieben...

Re: Probleme bei Berlin Night Express

geschrieben von: lkf

Datum: 01.06.19 19:55

Heiko Müller schrieb:
Zitat:
Wieso fährt man nicht wie in den letzten Jahren mit den ex DSB Liegewagen Typ Bc-t ?
Zumindest ist man in Malmö mit Bc-t losgefahren: [www.instagram.com]
Das die Wagen nicht nach Berlin fahren durften hängt wohl damit zusammen das es nach dem Tod von Herr Georg keinen Eisenbahnbetriebsleiter mehr bei der GVG gibt und laut den WFL eigenen Vorschriften müssen wohl alle Fahrzeuge die bei der WFL eingesetzt werden von eigenem Personal untersucht werden.

Zuletzt schwedische Liegewagen

geschrieben von: Railpeter

Datum: 01.06.19 20:14

Moin,

bereits seit dem vergangenen Jahr fuhr man wieder mit schwedischen Liegewagen ... also diejenigen mit schwedischem Lichtraumprofil. Die dänischen Liegewagen werden hingegen kaum noch genutzt - sind auch arg runtergewirtschaftet.

Schade um Herrn Georg. Er hat einen großen Anteil daran, dass es diesen EN überhaupt noch gibt. Meinen allerherzlichsten Dank dafür!

Peter

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
- Alexander von Humboldt -

Der unbekannte Bahnpionier (+ ? zum General)

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 01.06.19 21:03

Guten Abend!

Rolf Georg ist gestorben. Und mit ihm ein Pionier des Schienenverkehrs jenseits der Staatsbahnen. Einer, der ohne groß Aufhebens einfach nur gute Eisenbahn machen wollte auf einer Verbindung, die die Staatsbahnen für nicht mehr schienen- (oder schiffs-)würdig erachtete.

Zwar fuhr er nur ein einziges Zugpaar, und das auch nicht einmal täglich. Doch was ihn von all den erst mit viel Bohei hochgejubelten und dann doch früher oder später eingeschlafenen Interconnexen, HKXen, Locomoren oder Nacht-im-Zug (kennt die noch jemand?) unterschied: Sein Zug fuhr! Jahr für Jahr. Beständig, verlässlich. Und ohne Bohei. Sogar Tarifkooperationen mit der Staatsbahn gab es bei Herrn Georg, so dass zum Beispiel Interrail-Fahrkarten anerkannt oder zumindest angerechnet wurden. Was Herr Georg besser gemacht hat als andere weiß ich nicht. Zumal bei einem Zug, der ja nun deutlich aufwändiger zu produzieren ist als ein Schnellzug zwischen Berlin und Köln: ein Nachtzug mit Fährabschnitt. Nicht einmal die Staatsbahnen wollen ja künftig mehr Züge trajektieren und schicken ihre Fahrgäste lieber auf einen 150 km langen Umweg oder in einen Bus. Einen Bus! Über Nacht! Georg nicht, der fuhr direkt. Mit dem Zug, mit Wagen für die Nachtreise. Jahr für Jahr.

Persönlich hatte ich nur einmal vor etwa 6 Jahren mit Herrn Georg zu tun. Da ging es um die Nutzung seines Eierkopfes "General" für ein Streckenjubiläum. Fast eine halbe Stunde haben wir telefoniert, und ich sprach mit einem Mann, der die Berufsehre und die "Denke" eines Eisenbahners mehr zu leben schien als manch ein Krawattenträger in Unternehmen, welche das Wort "Bahn" im Namen tragen. Schlussendlich kam das nicht zustande, weil ein Salontriebzug, welcher zudem als "Eingreifreserve" für die Spitzen des EU-Parlaments stets abrufbereit zu sein hatte, nicht zu öffentlichen Pendelfahrten passte.

Was sich mir nun für eine Frage stellt ist jene, wo der "General" heute steht. Im Karlsruher Lokschuppen, unweit von Straßburg, offenbar nicht mehr. Aber wo dann?

Traurige Grüße - schade, dass es nicht mehr Georgs auch bei den "großen" Eisenbahnen gibt

Heiko

http://www.desiro.net/Wal.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:06:01:21:05:59.

Re: Der unbekannte Bahnpionier (+ ? zum General)

geschrieben von: RailServ

Datum: 01.06.19 21:34

Lieber Heiko,

herzlichen Dank für Deine Würdigung.

Viele Grüße
Rüdiger

Re: Flixtrain?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 01.06.19 22:04

Carsten Frank schrieb:
Snalltaget braucht keinen Flixbus als Anschluss nach Stockholm - die fahren selbst Züge.
Und keiner der Fahrgäste braucht, außer jetzt als Notbehelf, einen Umstieg in Sassnitz (und auch das nicht per Bus) sondern eine durchgehende Nachtzugfahrt.

Hauptsache wieder als Flixbus-Hofnarr was geschrieben...
Dieser Beitrag ist in etwa vergleichbar mit den Reaktionen, die ich erhalten hatte, als ich geschrieben hatte, dass Flixbus ein geeigneter Partner für den gescheiterten Locomore-Zug sein könnte...

Um es klar zu stellen: Ich will hier keine Zusammenarbeit zwischen Flixtrain die und BNE voraussagen, sondern nur darauf hinweisen, dass sich daraus Vorteile für beide Seiten ergeben würden. Auch wenn in Stockholm keine Anschlüsse benötigt werden, sind sie doch in Berlin sinnvoll, genauso wie eine Vermittlung von Fahrten über das Flixbus-Buchungsportal.

Re: Probleme bei Berlin Night Express

geschrieben von: V.L.

Datum: 01.06.19 22:41

Hallo!

AFAIR verkehrte der BNE beim ersten Fahrttermin dieses Jahres zu Ostern mit den schwedischen Grossprofilwagen. Im Zusammenhang mit dem Einlegen des Ersatzzuges zu Himmelfahrt war von der jetzt fehlenden Ausnahmegenehmigung für diese Wagen zu lesen. Offenbar sind dieses Mal aber wieder die RIC-fähigen Bc-t eingesetzt worden, für deren Einsatz auf der deutschen Strecke aber das betriebsführende EVU "abhanden" gekommen ist.

Hoffentlich konnten die Gäste die Nachtruhe möglichst lange im Bett verbringen und mussten erst einige Zeit nach dem Entladen der Fähre in den Ersatzzug umsteigen! Andersherum warten die Liegewagen hoffentlich am Bahnsteig in Mukran auf die Rückkehrer.

L.G.
M.

Re: Probleme bei Berlin Night Express

geschrieben von: Heiko Müller

Datum: 02.06.19 01:45

Moin Heiko,

Deiner Würdigung des Herrn Georg kann man sich nur anschliessen.

Könnte es seien das der VT 608 in der letzten Wochen mal wieder zu einer HU in ein Ausbesserungswerk
gefahren wurde? Die letzte HU war am 27.06.2007 .

Bitte bleibe am Ball.

LG

Heiko

Re: Flixtrain?

geschrieben von: linie7484

Datum: 02.06.19 08:46

Thomas_Lammpe schrieb:
Um es klar zu stellen: Ich will hier keine Zusammenarbeit zwischen Flixtrain die und BNE voraussagen, sondern nur darauf hinweisen, dass sich daraus Vorteile für beide Seiten ergeben würden. Auch wenn in Stockholm keine Anschlüsse benötigt werden, sind sie doch in Berlin sinnvoll, genauso wie eine Vermittlung von Fahrten über das Flixbus-Buchungsportal.
Und eine Ausweitung der zusammenarbeit mit der DB wäre für beide Seiten nicht sinnvoll, oder wie darf man deinen Beitrag verstehen?

Dass eine Zusammenarbeit mit anderen Anbietern sinnvoll sein kann (d. h. dass auch das Gegenteil der Fall sein kann) ist eigentlich selbstverständlich.

So zu tun als sei eine Zusammenarbeit mit irgendjemandem auf jeden Fall sinnvoll, ohne jedoch einblicke in die Geschäfszahlen beider Unternehmen zu haben, halte ich nach wie vor für unseriös, vor allem dann wenn sie sich einseitig auf ein Unternehmen gerichtet ist.

Re: Flixtrain?

geschrieben von: DrSo

Datum: 02.06.19 09:05

Thomas_Lammpe schrieb:
Carsten Frank schrieb:
Snalltaget braucht keinen Flixbus als Anschluss nach Stockholm - die fahren selbst Züge.
Und keiner der Fahrgäste braucht, außer jetzt als Notbehelf, einen Umstieg in Sassnitz (und auch das nicht per Bus) sondern eine durchgehende Nachtzugfahrt.

Hauptsache wieder als Flixbus-Hofnarr was geschrieben...
Dieser Beitrag ist in etwa vergleichbar mit den Reaktionen, die ich erhalten hatte, als ich geschrieben hatte, dass Flixbus ein geeigneter Partner für den gescheiterten Locomore-Zug sein könnte...

Um es klar zu stellen: Ich will hier keine Zusammenarbeit zwischen Flixtrain die und BNE voraussagen, sondern nur darauf hinweisen, dass sich daraus Vorteile für beide Seiten ergeben würden. Auch wenn in Stockholm keine Anschlüsse benötigt werden, sind sie doch in Berlin sinnvoll, genauso wie eine Vermittlung von Fahrten über das Flixbus-Buchungsportal.
Der arme Mann war doch das, was den Laden noch am Leben erhalten hat. Jetzt wird vermutlich noch das Jahr mit seinen Buchungen abgewickelt und dann wirds das (leider) gewesen sein.

Re: Der unbekannte Bahnpionier (+ ? zum General)

geschrieben von: Falk12

Datum: 02.06.19 10:49

Der Zeuge Desiros schrieb:
Guten Abend!

Rolf Georg ist gestorben. Und mit ihm ein Pionier des Schienenverkehrs jenseits der Staatsbahnen. Einer, der ohne groß Aufhebens einfach nur gute Eisenbahn machen wollte auf einer Verbindung, die die Staatsbahnen für nicht mehr schienen- (oder schiffs-)würdig erachtete.

Zwar fuhr er nur ein einziges Zugpaar, und das auch nicht einmal täglich. Doch was ihn von all den erst mit viel Bohei hochgejubelten und dann doch früher oder später eingeschlafenen Interconnexen, HKXen, Locomoren oder Nacht-im-Zug (kennt die noch jemand?) unterschied: Sein Zug fuhr! Jahr für Jahr. Beständig, verlässlich. Und ohne Bohei. Sogar Tarifkooperationen mit der Staatsbahn gab es bei Herrn Georg, so dass zum Beispiel Interrail-Fahrkarten anerkannt oder zumindest angerechnet wurden. Was Herr Georg besser gemacht hat als andere weiß ich nicht. Zumal bei einem Zug, der ja nun deutlich aufwändiger zu produzieren ist als ein Schnellzug zwischen Berlin und Köln: ein Nachtzug mit Fährabschnitt. Nicht einmal die Staatsbahnen wollen ja künftig mehr Züge trajektieren und schicken ihre Fahrgäste lieber auf einen 150 km langen Umweg oder in einen Bus. Einen Bus! Über Nacht! Georg nicht, der fuhr direkt. Mit dem Zug, mit Wagen für die Nachtreise. Jahr für Jahr.

Persönlich hatte ich nur einmal vor etwa 6 Jahren mit Herrn Georg zu tun. Da ging es um die Nutzung seines Eierkopfes "General" für ein Streckenjubiläum. Fast eine halbe Stunde haben wir telefoniert, und ich sprach mit einem Mann, der die Berufsehre und die "Denke" eines Eisenbahners mehr zu leben schien als manch ein Krawattenträger in Unternehmen, welche das Wort "Bahn" im Namen tragen. Schlussendlich kam das nicht zustande, weil ein Salontriebzug, welcher zudem als "Eingreifreserve" für die Spitzen des EU-Parlaments stets abrufbereit zu sein hatte, nicht zu öffentlichen Pendelfahrten passte.

Was sich mir nun für eine Frage stellt ist jene, wo der "General" heute steht. Im Karlsruher Lokschuppen, unweit von Straßburg, offenbar nicht mehr. Aber wo dann?

Traurige Grüße - schade, dass es nicht mehr Georgs auch bei den "großen" Eisenbahnen gibt

Heiko
Diesem Beitrag kann man sich nur anschließen!!
Falk12

Re: Der unbekannte Bahnpionier (+ ? zum General)

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 02.06.19 10:57

"weil ein Salontriebzug, welcher zudem als "Eingreifreserve" für die Spitzen des EU-Parlaments stets abrufbereit zu sein hatte, nicht zu öffentlichen Pendelfahrten passte"

Moin Heiko. Was meinst Du mit Eingreifreserve und EU-Parlament? Was haben die Politiker mit so einem ollen Triebwägelchen zu tun?

Gruß, Olaf

(,“)
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Re: Probleme bei Berlin Night Express

geschrieben von: 232 520

Datum: 02.06.19 11:04

Hallo,

Nicht nur der BNE steht vor einer ungewissen Zukunft, sondern auch die vier Holzroller der GVG nach dem plötzlichen Tod des Inhabers.

MfG Br.155

Re: Flixtrain?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 02.06.19 11:47

linie7484 schrieb:
Und eine Ausweitung der zusammenarbeit mit der DB wäre für beide Seiten nicht sinnvoll, oder wie darf man deinen Beitrag verstehen?
Ich denke, dass BNE Vorteile aus eine Kooperation mit der DB ziehen würde. Ob das aber auch für die DB gilt, kann man anzweifeln.


linie7484 schrieb:
So zu tun als sei eine Zusammenarbeit mit irgendjemandem auf jeden Fall sinnvoll, ohne jedoch einblicke in die Geschäftszahlen beider Unternehmen zu haben, halte ich nach wie vor für unseriös, vor allem dann wenn sie sich einseitig auf ein Unternehmen gerichtet ist.
Bisher hatten alle keinen Anbieter von eigenwirtschaftlichem Bahnverkehr in Deutschland zwei Grundprobleme:

1. Bekanntheit des Angebots
2. Zubringer von Städten, die nicht direkt angefahren wurden

Es würde mich auch ohne Kenntnis der Geschäftszahlen wundern, wenn das beim Berlin Night Express anders wäre, und bei beidem würde eine Partnerschaft mit Flixbus helfen.


DrSo schrieb:
Der arme Mann war doch das, was den Laden noch am Leben erhalten hat. Jetzt wird vermutlich noch das Jahr mit seinen Buchungen abgewickelt und dann wirds das (leider) gewesen sein.
Das wäre (wie bei Locomore!) schon ein gewichtiges Argument für eine Zusammenarbeit mit Flixtrain, wenn man so den Zug weiter kann. Wir werden sehen, wie die Erben das beurteilen.

Re: Flixtrain?

geschrieben von: MD 612

Datum: 02.06.19 11:52

Thomas_Lammpe schrieb:
Ich denke, dass BNE Vorteile aus eine Kooperation mit der DB ziehen würde. Ob das aber auch für die DB gilt, kann man anzweifeln.
Warum sollte man das anzweifeln müssen?? Weil es nicht in Deinen Werbefeldzug passt??

Thomas_Lammpe schrieb:
Bisher hatten alle keinen Anbieter von eigenwirtschaftlichem Bahnverkehr in Deutschland zwei Grundprobleme:

1. Bekanntheit des Angebots
2. Zubringer von Städten, die nicht direkt angefahren wurden

Es würde mich auch ohne Kenntnis der Geschäftszahlen wundern, wenn das beim Berlin Night Express anders wäre, und bei beidem würde eine Partnerschaft mit Flixbus helfen.
Das zweite Grundproblem wäre aber mit einer Kooperation mit der DB besser gelöst, und zwar für beide Seiten. Und bekannt war der Nachtzug insoweit, als dass er offensichtlich mindestens derart ausgelastet war, dass er über die Jahre gewinnbringend fahren konnte.

Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:06:02:11:55:46.

Re: Flixtrain?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 02.06.19 12:22

MD 612 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Ich denke, dass BNE Vorteile aus eine Kooperation mit der DB ziehen würde. Ob das aber auch für die DB gilt, kann man anzweifeln.
Warum sollte man das anzweifeln müssen?? Weil es nicht in Deinen Werbefeldzug passt??
Die DB ist sehr groß und ihre Bereitschaft, mit Nachtzuganbietern zu kooperieren, war schon beim ÖBB-Nightjet ein wenig - sagen wir mal - holprig, auch wenn sie letztendlich zustande kam. Bei Flixtrain schätze ich das anders ein. Die verkaufen Tickets für alles und jedes, solange sie daran mitverdienen und einem Ausbau ihres Flixtrain-Angebots steht man bei Flixmobility sicher auch nicht unbedingt ablehnend gegenüber.


MD 612 schrieb:

Thomas_Lammpe schrieb:
Bisher hatten alle keinen Anbieter von eigenwirtschaftlichem Bahnverkehr in Deutschland zwei Grundprobleme:

1. Bekanntheit des Angebots
2. Zubringer von Städten, die nicht direkt angefahren wurden

Es würde mich auch ohne Kenntnis der Geschäftszahlen wundern, wenn das beim Berlin Night Express anders wäre, und bei beidem würde eine Partnerschaft mit Flixbus helfen.
Das zweite Grundproblem wäre aber mit einer Kooperation mit der DB besser gelöst, und zwar für beide Seiten. Und bekannt war der Nachtzug insoweit, als dass er offensichtlich mindestens derart ausgelastet war, dass er über die Jahre gewinnbringend fahren konnte.
Natürlich wäre eine Zusammenarbeit mit der DB lukrativer als eine mit Flixbus. Man kann nur darüber spekulieren, warum sie genauso wenig zustande kam, wie eine Kooperation mit Flixbus. Wollte man das bei der DB oder bei Flixbus nicht? Hat man bei BNE keine Notwendigkeit dafür gesehen, weil man auch alleine wirtschaftlich fahren konnte und eine Ausweitung des Geschäfts nicht angestrebt wurde? Waren die Bedingungen der einen für die andere Seite nicht akzeptabel? Man weiß es nicht, aber durch den Tod des Mannes, der den Laden über die Jahre hinweg am Laufen gehalten hat, könnte sich einiges ändern und neu bewertet werden. Es ist für mich schwer vorstellbar, dass man die Frage einer Kooperation mit DB oder Flixbus nicht stellt. Wie man sie beantwortet, wird man sehen.
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