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Der Beitrag wurde umfassend überarbeitet

Guten Tag zusammen,

am 15. Mai 2019 fand um 19 Uhr eine Pressekonferenz mit dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann sowie mit Abellio und Go-Ahead statt, nachdem DB Regio bereits am Vortag eine Pressekonferenz gab.

Abellio benötigt für den Betrieb des Loses 1 (Neckartal) insgesamt 52 Triebzüge, die vom Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation geliefert werden sollen. Bereits im Februar 2019 wurde bekannt, dass die Bombardier größere Schwierigkeiten bei der Herstellung und der Zulassung der Talent-3-Triebzüge hat. Derzeit wird davon ausgegangen, dass zur ersten Inbetriebnahmestufe am 9. Juni 2019 keine Zulassung vorliegt, so dass Abellio vollständig auf den Einsatz von Ersatzfahrzeugen angewiesen ist. Diese werden von Agilis, der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) und von DB Regio gestellt.
Der Lieferverzug von Bombardier hat auch Auswirkungen auf die zweite Inbetriebnahmestufe am 15. Dezember 2019: Da bis dahin nicht genügend Talent-3-Triebzüge zur Verfügung stehen werden (18 von 25 vereinbarten Fahrzeugen), wird die Linie RE 10 (Stuttgart–Mannheim) im Teilabschnitt zwischen Stuttgart und Heilbronn bis voraussichtlich März 2020 weiterhin durch DB Regio bedient. Die dritte Inbetriebnahmestufe am 14. Juni 2020 ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gefährdet, dies hängt allerdings davon ab, ob Bombardier im Gegensatz zu den bisherigen Vereinbarungen seinen Verpflichten nachkommt und bis dahin den Lieferverzug kompensiert hat. Die dreiteiligen Fahrzeuge bereiten Bombardier besondere Schwierigkeiten. Für die Instandhaltung seiner 52 Triebzüge errichtet Abellio in Pforzheim eine Werkstatt, die aufgrund von Verzögerungen im Planfeststellungsverfahren nicht zur ersten Inbetriebnahmestufe zur Verfügung steht. Hier ist Abellio in Gesprächen mit DB Regio über die Nutzung der Fahrzeug-Instandhaltungs-, Behandlungs- und Abstellanlage (FIBA) in Ulm.

Go-Ahead benötigt für die erste Inbetriebnahmestufe insgesamt 28 Triebzüge, die von Stadler Pankow geliefert werden. Die Fahrzeuge werden von Stadler rechtzeitig geliefert, allerdings steht eine Zulassung der Fahrzeuge durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) noch aus. Die Verzögerungen im Zulassungsprozess resultieren auch aus dem Umstand, dass die Fahrzeuge für Go-Ahead von den bisher ausgelieferten und zugelassenen Modellvarianten des Flirt 3 deutlich abweichen. Go-Ahead äußerte sich zuversichtlich, dass die Zulassung aller Fahrzeugvarianten rechtzeitig vor Betriebsstart erteilt wird. Auch das EBA teilte mit, dass eine Zulassung noch im Mai 2019 erfolgen soll. Deshalb ist davon auszugehen, dass Go-Ahead ohne ein Ersatzkonzept auskommt und das bestellte Fahrplanangebot vollumfänglich anbieten kann.

https://abload.de/img/dsc07416nfkxt.jpg

Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg

Grüße
die Honigbiene



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 19:13.
Honigbiene schrieb:
... Hier ist Abellio in Gesprächen mit DB Regio über die Nutzung der Fahrzeug-Instandhaltungs-, Behandlungs- und Abstellanlage (FIBA) in Ulm.

Wenn die in Ulm noch mehr Arbeit bekommen, dann bricht ja die Unterhaltung aller anderen bisherigen Fahrzeuge völlig zusammen. Da können wir uns mal schon wieder auf andauernd ausfallende Neigetechnik und Zugausfälle bei den 650ern einstellen. Keine guten Aussichten...
Danke wie immer der fleißigen Honigbiene.

Gibt es neben dem (vermutlich ersatzlosen) Ausfall der IRE1-Züge zwischen Gmünd und Aalen weitere Fahrplanänderungen gegenüber dem ab 09.06. geplanten Fahrplan?
bollisee schrieb:
Wenn die in Ulm noch mehr Arbeit bekommen...
Das auch mein erster Gedanke. Wie war das noch gleich mit dem Bock und dem Gärtner?

Erik

"Der Bierzeltfrosch hört gern Ernst Mosch und sagt zu seiner Fröschin: Wenn Du Durst hast, lösch ihn!"

Wiglaf Droste (1961 - 2019)
Ist das ernst gemeint, dass man mit der BR 147 im Sandwich-Betrieb nicht innerhalb von 6 Minuten wenden kann? Wo liegt denn da das Problem? Bei älteren Loks, wie der BR 185 kann man in Doppeltraktion innerhalb von Sekunden die Richtung wechseln, das zur anderen Lok gehen nimmt dabei die längste Zeit in Anspruch.
Honigbiene schrieb:
Sehr wahrscheinlich ist zumindest der Einsatz von zwei Doppelstockwagen-Garnituren auf der Linie IRE 1 (Karlsruhe–Aalen), die von jeweils zwei Maschinen der Baureihe 147 („Sandwich“) bespannt werden. Aus technischen Gründen können diese Garnituren nur bis Schwäbisch Gmünd verkehren, da mit der Baureihe 147 im Sandwich-Betrieb kein Wenden innerhalb der in Aalen zur Verfügung stehenden Wendezeit von sechs Minuten möglich ist.
Guten Tag,

meines Erachtens ergibt dieser Einsatz in dieser Weise wenig Sinn; mir stellen sich da einige Fragen: Warum benötigen diese beiden Ersatzzüge, sofern sie tatsächlich zum Einsatz kommen, jeweils zwei Loks, also eine Sandwich-Bespannung? Würde man nur mit einer Lokomotive und Steuerwagen fahren, würde die 6-minütige Wendezeit in Aalen ausreichen (der IC 2 der IC-Linie 61 schafft diese Wendezeit im Stuttgarter Hbf mit derselben Lokomotive schließlich auch), und man könnte die Züge wie geplant bis Aalen durchbinden. Zwar würde es mit nur einer Lokomotive wegen der geringeren Beschleunigung auf dem Abschnitt Karlsruhe-Stuttgart fahrzeittechnisch sehr knapp, meines Erachtens wäre dies jedoch temporär möglich; ebenso könnte man notfalls zeitweise den nicht ganz so wichtigen Halt in Wilferdingen-Singen ausfallen lassen, um mehr Fahrzeitreserven zu haben.

Etwas verständnislose Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 12:47.
Wann werden nun endlich die DDR Doppelstockwagen von der Linie Stuttgart - Heilbronn endgültig verbannt?

Woher kommt denn immer dieser Zulassungs-Krampf?

geschrieben von: Jörn

Datum: 16.05.19 13:28

Da die Honigbiene ja ganz offenkundig sehr sachkundig ist:

Zitat:
Die Verzögerungen im Zulassungsprozess resultieren auch aus dem Umstand, dass die Fahrzeuge für Go-Ahead von den bisher ausgelieferten und zugelassenen Modellvarianten des Flirt 3 deutlich abweichen.

Warum weichen diese Fahrzeuge schon wieder "deutlich" von den Hunderten oder gar Tausenden von FLIRTs ab, die in Europa (auch in Deutschland) bereits im Einsatz sind? Ist es so schwierig, Züge "von der Stange" zu kaufen? Muss jeder Besteller immer irgendwelche Sonderwünsche einbauen?

Der Vergleich hinkt zwar, aber: Wenn ich heute einen Golf bestelle, dann kann es bis zur Lieferung schon sein, dass da andere Kleinteile verbaut werden - aber muss das Auto dann individuell zugelassen werden?

Irritierte Grüße
Jörn.

Wenn in Indien ein Zug um 16 Uhr 31 abfahren soll, dann fährt er um 16 Uhr 31.

In Deutschland fährt er wegen einer Weichenstörung um 18 Uhr 4 und zwar in umgekehrter Wagenreihung und nicht nach Hannover, sondern nach Luckenwalde.

(Dieter Nuhr)

DieMurgtalbahn schrieb:
Guten Tag,

meines Erachtens ergibt dieser Einsatz in dieser Weise wenig Sinn; mir stellen sich da einige Fragen: Warum benötigen diese beiden Ersatzzüge, sofern sie tatsächlich zum Einsatz kommen, jeweils zwei Loks, also eine Sandwich-Bespannung? Würde man nur mit einer Lokomotive und Steuerwagen fahren, würde die 6-minütige Wendezeit in Aalen ausreichen (der IC 2 der IC-Linie 61 schafft diese Wendezeit im Stuttgarter Hbf mit derselben Lokomotive schließlich auch), und man könnte die Züge wie geplant bis Aalen durchbinden. Zwar würde es mit nur einer Lokomotive wegen der geringeren Beschleunigung auf dem Abschnitt Karlsruhe-Stuttgart fahrzeittechnisch sehr knapp, meines Erachtens wäre dies jedoch temporär möglich; ebenso könnte man notfalls zeitweise den nicht ganz so wichtigen Halt in Wilferdingen-Singen ausfallen lassen, um mehr Fahrzeitreserven zu haben.

Etwas verständnislose Grüße
Hallo,

der Sandwich-Einsatz der 147er hat Fahrzeit-Gründe. Der IRE 1 hält ab 9.6. auch in Wilferdingen-Singen(Remchingen) als Ersatz für den ab diesem Zeitpunkt entfallenden RE Stuttgart-Karlsruhe. Wenn man den Halt entfallen lässt bei den IRE hat Wilferdingen-Singen(Remchingen) dann am Wochenende nur noch eine Anbindung an die S5 der AVG. Der nächste Grund ist, dass die Fahrzeiten zwischen Stuttgart Hbf und Aalen auf einen FLIRT ausgelegt sind, die Fahrzeiten sind eh schon sehr eng, weil der IRE auch zwischen Aalen Hbf und Stuttgart Hbf die gleichen Fahrzeiten wie der IC hat, aber zusätzlich in Schorndorf hält. Hat der IRE in Schorndorf zum 15 Min Takt der S2 mehr wie 3 Minuten Verspätung fährt er bis Fellbach der S2 hinter her, dann hat der IRE 1 bis Stuttgart Hbf gleich 10-15 Minuten Verspätung. Dann platzt schon die Wende in Karlsruhe Hbf und der Fahrplan für den Tag ist völlig durcheinander.
Der IC 2 schafft die 6 Minuten Wende in Stuttgart Hbf, wenn er nicht wegen einer technischen Störung eh länger steht, nur weil der Tf in Stuttgart hbf in aller Regel wechselt, sprich der ankommende Tf aus Karlsruhe fährt nicht mit dem gleichen Zug weiter nach Nürnberg, sondern er wird abgelöst, sonst wären die 6 Minuten auch extrem sportlich.
Hallo,

ganz einfach, die FLIRT für den IRE 1 von Go Ahead haben eine ETCS Level 2 Ausrüstung, da absehbar ist, dass die LZB auf der SFS Mannheim-Stuttgart von ETCS Level 2 abgelöst wird, die ETCS Ausrüstung erfordert aber eine erneute Zulassung, weil sich damit auch die LZB und PZB mit verändert durch das geänderte Fahrzeuggerät.

Re: Woher kommt denn immer dieser Zulassungs-Krampf?

geschrieben von: pm

Datum: 16.05.19 13:57

Ich würde nicht voreilig Sonderwünsche des Bestellers äussern- es könnten schlicht und ergreifend die nötigen Anforderungen der zu bedienenden Strecken sein (Brandschutzkategorie+ LZB/ETCS Level2). Schliesslich soll ja irgendwann dieses Ding S21 fertig sein. Wenn übrigens nicht ein Mitbewerber trotz völliger Aussichtslosigkeit Beschwerde eingelegt hätte- dann wären die Fahrzeuge pünklich fertig.
Jörn
Der Vergleich hinkt zwar, aber: Wenn ich heute einen Golf bestelle, dann kann es bis zur Lieferung schon sein, dass da andere Kleinteile verbaut werden - aber muss das Auto dann individuell zugelassen werden?

Kfz-betrieb Vogel
VW hatte im vergangenen Jahr viele Modelle zeitweise nicht anbieten können, weil die Zertifizierung nach dem seit September geltenden neuen Abgas- und Verbrauchstest fehlte.
800.000 betroffene Fahrzeuge seien zwar ausgeliefert worden, aber entweder verspätet oder durch Lieferung anderer Fahrzeuge mit kräftigen Rabatten. 200.000 Autos hätten gar nicht an Kunden geliefert werden können. Die Wirrungen rund um den Stichtag 1. September hatten weite Teile des Automarkts in der EU durcheinandergewirbelt und die gesamte Autoproduktion spürbar belastet.
[www.kfz-betrieb.vogel.de]

Wessex Trains
ganz einfach, die FLIRT für den IRE 1 von Go Ahead haben eine ETCS Level 2 Ausrüstung, da absehbar ist, dass die LZB auf der SFS Mannheim-Stuttgart von ETCS Level 2 abgelöst wird, die ETCS Ausrüstung erfordert aber eine erneute Zulassung, weil sich damit auch die LZB und PZB mit verändert durch das geänderte Fahrzeuggerät.
ETCS2 wird erst nachgerüstet, wenn benötigt.
Frankenbahn
Die Fahrzeuge im Los 3 verfügen zudem über eine zusätzliche Zugsicherungseinrichtung (LZB) und werden für den späteren Einbau des Zugsicherungssystem ETCS Level 2 vorgerüstet.
[frankenbahn.org]

GoAhead erhält extralange Dreiteiler für das Netz 3a.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 14:06.
Sebastian2 schrieb:
Danke wie immer der fleißigen Honigbiene.

Gibt es neben dem (vermutlich ersatzlosen) Ausfall der IRE1-Züge zwischen Gmünd und Aalen weitere Fahrplanänderungen gegenüber dem ab 09.06. geplanten Fahrplan?
Man könnte ja mal die Quintessenz der ganzen Pressemeldungen mit Bullshitfaktor 98 in Tabbellenform darstellen, um eine Übersicht über den bisherigen Erfolg der anstehenden Betreiberwechsel zu bekommen.

Bei DB Regio dürften sie sich den Bauch halten, so viel wie jetzt hätten sie mit gewonnenen Auschreibungen nicht verdient...
Wessex Trains schrieb:
Hallo,

ganz einfach, die FLIRT für den IRE 1 von Go Ahead haben eine ETCS Level 2 Ausrüstung, da absehbar ist, dass die LZB auf der SFS Mannheim-Stuttgart von ETCS Level 2 abgelöst wird, die ETCS Ausrüstung erfordert aber eine erneute Zulassung, weil sich damit auch die LZB und PZB mit verändert durch das geänderte Fahrzeuggerät.
PZB/LZB per STM an ETCS EVC und keine eigenständige PZB-Anlage ??

Wenn ja konnte man die ganzen Probleme ja vorhersehen. ICE 4 hat ja noch getrennte Rechner für PZB/LZB. Damit dürften die Flirts die ersten Personenzüge in Deutschland mit PZB über STM sein?

Gibt es eigentlich einen triftigen Grund keine gesonderte PZB 90 einzubauen als die Kostenfrage?
bollisee schrieb:
Honigbiene schrieb:
... Hier ist Abellio in Gesprächen mit DB Regio über die Nutzung der Fahrzeug-Instandhaltungs-, Behandlungs- und Abstellanlage (FIBA) in Ulm.

Wenn die in Ulm noch mehr Arbeit bekommen, dann bricht ja die Unterhaltung aller anderen bisherigen Fahrzeuge völlig zusammen. Da können wir uns mal schon wieder auf andauernd ausfallende Neigetechnik und Zugausfälle bei den 650ern einstellen. Keine guten Aussichten...
Da helfen dann doch dann sicherlich auch die bereits eingestellten neuen Werkstattmitarbeiter von Abellio mit!?

Wer findet die Ironie?

Bitte keine Falschinformationen verbreiten!

geschrieben von: Honigbiene

Datum: 16.05.19 15:02

Wessex Trains schrieb:
die FLIRT für den IRE 1 von Go Ahead haben eine ETCS Level 2 Ausrüstung,
Guten Tag Wessex Trains,

ich würde dich bitten, keine Falschinformationen zu verbreiten.
Die vier- und sechsteiligen Triebzüge des Typs Stadler Flirt 3, die im Los 3 (Franken-Enz) eingesetzt werden, besitzen keine ETCS-Fahrzeugausrüstung. Die Triebzüge sind lediglich mit den Zugsicherungssystemen PZB und LZB ausgestattet.
Die Fahrzeuge sind lediglich für eine spätere ETCS-Nachrüstung technisch vorbereitet.

Grüße
die Honigbiene

Re: Woher kommt denn immer dieser Zulassungs-Krampf?

geschrieben von: jsbach

Datum: 16.05.19 15:50

Die Autoindustrie hat das Kraftfahrtbundesamt (KFB) im Griff.

Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hat die EVUen im Griff.

Re: Woher kommt denn immer dieser Zulassungs-Krampf?

geschrieben von: jsbach

Datum: 16.05.19 15:52

Zitat
[...] da absehbar ist, dass die LZB auf der SFS Mannheim-Stuttgart von ETCS Level 2 abgelöst wird, [..]
Bist du sicher?

In einem Thread über die Instandsetzung der SFS in 2020 habe ich gelesen, das würde nicht gemacht,
weil sondt eine neue Planfeststellung notwendig wäre.
Guten Tag,

147 und Doppeltraktion ( Sandwich) wird wohl eher nicht passieren, denn die BR 147 ist doch gar nicht zugelassen für Doppeltraktion. So jedenfalls die Aussage von mehreren Lokführern und Zugbegleitern.

Ich denke das die bisherigen Fahrzeugeinsätze so fortgeführt werden, wie sie bisher auf der Relation Stuttgart- Karlsruhe über die Schnellfahrstrecke fahren, halt nur verlängert bis Schwäbisch Gmünd.

Lassen wir uns überraschen was so fahren wird, wichtig ist für den zahlenden Kunden das überhaupt ein Zug fährt. Nur die Reisenden aus Aalen schauen wohl in die Röhre.
jsbach schrieb:
Die Autoindustrie hat das Kraftfahrtbundesamt (KFB) im Griff.
Moin,

die korrekte Abkürzung wäre KBA.

Re: Bitte keine Falschinformationen verbreiten!

geschrieben von: Val

Datum: 16.05.19 16:21

Honigbiene schrieb:
Wessex Trains schrieb:
die FLIRT für den IRE 1 von Go Ahead haben eine ETCS Level 2 Ausrüstung,
Die Fahrzeuge sind lediglich für eine spätere ETCS-Nachrüstung technisch vorbereitet.
Die Fahrzeuge oder die Geräte für die Zugsicherung? Will sagen: Wenn für die Zugsicherung neue Geräte oder alte Geräte mit einer neuen Softwareversion eingesetzt werden, dann wäre es ziemlich egal, ob sie heute schon ETCS können oder nicht, und die Notwendigkeit einer Neuzulassung wäre nachvollziehbar

Gruß,

Val

Re: Wendezeit

geschrieben von: MD 612

Datum: 16.05.19 16:31

GP4Flo schrieb:
Ist das ernst gemeint, dass man mit der BR 147 im Sandwich-Betrieb nicht innerhalb von 6 Minuten wenden kann? Wo liegt denn da das Problem? Bei älteren Loks, wie der BR 185 kann man in Doppeltraktion innerhalb von Sekunden die Richtung wechseln, das zur anderen Lok gehen nimmt dabei die längste Zeit in Anspruch.
Es ist nicht alleine der Weg, der zurückzulegen ist. Das Abrüsten der ankommenden Lok geht sicher schnell, auf der bei der Abfahrt vorderen Lok muss die durchgehende Bremse aufgefüllt und mit einer Führerraumbremsprobe geprüft werden, dazu kommt die Dateneingabe an PZB, FIS und Zugfunk sowie das Aufrufen der Fahrplandaten am EBuLa-Bordgerät. Außer dem Weg und der FIS ist das alles auch bei einer Doppeltraktion 185 nötig, von daher dürfte Dein "innerhalb von Sekunden" auch etwas untertrieben sein.

DieMurgtalbahn schrieb:
Würde man nur mit einer Lokomotive und Steuerwagen fahren, würde die 6-minütige Wendezeit in Aalen ausreichen (der IC 2 der IC-Linie 61 schafft diese Wendezeit im Stuttgarter Hbf mit derselben Lokomotive schließlich auch)
Kommt drauf an, wie viele Wagen dran hängen. Die benötigte Wendezeit ist bei DB Regio mit einem elektrisch bespannten 3-Wagen-Zug und einem Lokführer auf 6 Minuten festgelegt, für jeden weiteren Wagen gibt es eine halbe Minute drauf. Dass die IC2 in Stuttgart und anderen Wendebahnhöfen schneller wenden liegt schlicht und ergreifend daran, dass dort mit zwei Lokführern gewendet wird, einer steigt vorne ab, der andere hinten (dem neuen "Vorne") auf, damit spart man die Wegezeit am Zug entlang. Aber für eine solche Wende mit zwei Lokführern in Aalen fehlt sicher das Personal, weil das verständlicherweise gar nicht geplant wurde.

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Re: Wendezeit

geschrieben von: GP4Flo

Datum: 16.05.19 17:04

MD 612 schrieb:.
Es ist nicht alleine der Weg, der zurückzulegen ist. Das Abrüsten der ankommenden Lok geht sicher schnell, auf der bei der Abfahrt vorderen Lok muss die durchgehende Bremse aufgefüllt und mit einer Führerraumbremsprobe geprüft werden, dazu kommt die Dateneingabe an PZB, FIS und Zugfunk sowie das Aufrufen der Fahrplandaten am EBuLa-Bordgerät. Außer dem Weg und der FIS ist das alles auch bei einer Doppeltraktion 185 nötig, von daher dürfte Dein "innerhalb von Sekunden" auch etwas untertrieben sein.
Diese Dinge fallen bei anderen Loks ja auch an. Es ging mir eher um die Frage, warum es bei modernsten Loks länger dauern soll, als bei etwas älteren.

In Freiburg schaffen die BSB Lokführer beim RS1 übrigens eine 3-Minuten Wende ohne Personalwechsel. Ok, die Bremsprobe wird wahrscheinlich automatisch vomTriebwagen erledigt, aber PZB, FIS, Zugfunk und EBuLa dürften die wohl auch haben.

Noch besser ist es bei der Straßenbahn in Freiburg. Bei der letzten baubedingten Sperrung der Innenstadtstrecke haben die Fahrer der VAG am Stadttheater eine Wende in gefühlten 30 Sekunden geschafft. Die sind aber oft auch zum anderen Ende gejoggt. Etwas, was man bei DB Lokführern selbst bei Verspätung wohl nie sehen dürfte. ;-)



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 17:08.
m-a-i-n-f-l-o-o-r schrieb:
Guten Tag,

147 und Doppeltraktion ( Sandwich) wird wohl eher nicht passieren, denn die BR 147 ist doch gar nicht zugelassen für Doppeltraktion. So jedenfalls die Aussage von mehreren Lokführern und Zugbegleitern.

Ich denke das die bisherigen Fahrzeugeinsätze so fortgeführt werden, wie sie bisher auf der Relation Stuttgart- Karlsruhe über die Schnellfahrstrecke fahren, halt nur verlängert bis Schwäbisch Gmünd.

Lassen wir uns überraschen was so fahren wird, wichtig ist für den zahlenden Kunden das überhaupt ein Zug fährt. Nur die Reisenden aus Aalen schauen wohl in die Röhre.
Da hast du recht, für Doppeltraktion sind die 147 nicht zugelassen.D.h. ,beim Betrieb mit 2 Tfz ,darf nur eins arbeiten. Das erreicht man durch das Ausgruppieren der Fahrmotoren am nichtarbeitenden Tfz. Nachteil dieser Methode : Erhöhter Bremsscheibenverschleiß , da logischerweise die dynamische Bremse auch nicht arbeitet. Deshalb wird dieser Betrieb nur bedingt angewandt, z.Bsp. bei fehlendem oder schadhaftem Steuerwagen.
Was das Wenden anbetrifft: : 6 Minuten sind bei einem 160 m-Zug etwas sportlich. Der ankommende Führerstand muß abgerüstet , der abgehende aufgerüstet werden, inklusive Eingabe der Daten für Zugfunk , Zugsicherung und FIS. Dazu kommt der Weg von hinten nach vorn und die Führerraumbremsprobe. Ankunftsverspätungen übertragen sich auf die Abfahrt. Ausweg wäre Wende mit 2 Tf oder überschlagen Wende.

Re: Wendezeit

geschrieben von: Reval 13

Datum: 16.05.19 17:13

GP4Flo schrieb:
MD 612 schrieb:.
Es ist nicht alleine der Weg, der zurückzulegen ist. Das Abrüsten der ankommenden Lok geht sicher schnell, auf der bei der Abfahrt vorderen Lok muss die durchgehende Bremse aufgefüllt und mit einer Führerraumbremsprobe geprüft werden, dazu kommt die Dateneingabe an PZB, FIS und Zugfunk sowie das Aufrufen der Fahrplandaten am EBuLa-Bordgerät. Außer dem Weg und der FIS ist das alles auch bei einer Doppeltraktion 185 nötig, von daher dürfte Dein "innerhalb von Sekunden" auch etwas untertrieben sein.
Diese Dinge fallen bei anderen Loks ja auch an. Es ging mir eher um die Frage, warum es bei modernsten Loks länger dauern soll, als bei etwas älteren.

In Freiburg schaffen die BSB Lokführer beim RS1 übrigens eine 3-Minuten Wende ohne Personalwechsel. Ok, die Bremsprobe wird wahrscheinlich automatisch vomTriebwagen erledigt, aber PZB, FIS, Zugfunk und EBuLa dürften die wohl auch haben.

Noch besser ist es bei der Straßenbahn in Freiburg. Bei der letzten baubedingten Sperrung der Innenstadtstrecke haben die Fahrer der VAG am Stadttheater eine Wende in gefühlten 30 Sekunden geschafft. Die sind aber oft auch zum anderen Ende gejoggt. Etwas, was man bei DB Lokführern selbst bei Verspätung wohl nie sehen dürfte. ;-)
Den RS 1 , der eine Führerraumbremsprobe alleine ausführt , mußt du mir echt mal zeigen.

Falsche Information

geschrieben von: Honigbiene

Datum: 16.05.19 17:38

Wessex Trains schrieb:
der Sandwich-Einsatz der 147er hat Fahrzeit-Gründe.
Guten Tag Wessex Trains,

das ist falsch, auch wenn die Fahrzeiten der IRE-Züge, die zwischen Karlsruhe und Aalen verkehren, recht knapp bemessen sind.
Im TAV-Betrieb darf im Sandwich-Betrieb der Baureihe 147 nur das führende Triebfahrzeug arbeiten. Aus diesem Grund ist das Wenden in einer solchen Zugkonfiguration recht aufwändig, da ein Wechsel des arbeitenden Triebfahrzeugs erforderlich wird (unter anderem Ein-/Ausgruppieren der Fahrmotoren).
In dieser Hinsicht ist eine solche Zugkonfiguration sogar nachteilig für die Fahrzeiten und damit auch für die Fahrplanstabilität.

Grüße
die Honigbiene

Re: Wendezeit

geschrieben von: MD 612

Datum: 16.05.19 17:54

GP4Flo schrieb:
Diese Dinge fallen bei anderen Loks ja auch an. Es ging mir eher um die Frage, warum es bei modernsten Loks länger dauern soll, als bei etwas älteren.
Die angegebenen Zeiten gelten schon seit langem und auch für die klassischen Loks wie bspw. der BR'en 111 bzw. 143.

GP4Flo schrieb:
In Freiburg schaffen die BSB Lokführer beim RS1 übrigens eine 3-Minuten Wende ohne Personalwechsel.
Ich kenne weder deren innerbetrieblichen Regelungen noch die Technik des RS1. Auf alle Fälle sind 25 Meter Fußweg etwas schneller zu bewältigen als 150 Meter beim 5-Wagen-Wendezug, der RS1 dürfte um einiges schneller beim Auffüllen der Hauptluftleitung sein als eine E-Lok am 5-Wagen-Zug. Und möglicherweise gelten für die BSB-Kollegen innerbetriebliche Sonderregelungen bei der Dateneingabe der PZB, beim Aufrufen der Fahrplandaten (oder haben die gar klassische Buchfahrpläne?), die die Wendezeit verkürzen helfen.

GP4Flo schrieb:
Bei der letzten baubedingten Sperrung der Innenstadtstrecke haben die Fahrer der VAG am Stadttheater eine Wende in gefühlten 30 Sekunden geschafft.
Ja, klar. Schlüssel raus am ankommenden Führerpult, 30 Meter Fußweg, Schlüssel rein am abfahrenden Führerpult. Was kommt da noch Zeitressendes hinzu??

Du kennst das mit den Äpfeln und den Birnen??

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

6 Minuten und geklonte Menschen

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 16.05.19 18:04

"Ist das ernst gemeint, dass man mit der BR 147 im Sandwich-Betrieb nicht innerhalb von 6 Minuten wenden kann? Wo liegt denn da das Problem?"

Hallo,

Überlegung: vielleicht geht es ja gar nicht um das Können, sondern um das Wollen?

Wenn ich einen Zug nach mehreren Stunden Fahrt durch zwei große und mehrere mittelgroße Knoten (von denen einer gerade mit vielen Baustellen in einem Loch vergaben wird), auf wechselnden Strecken mit Mischverkehr mit Güterzügen, S-Bahnen und auf der Schnellfahrstrecke irgendwo ankommen lasse, dann würde ich ihm schon aus Gründen der Qualität mehr als 6 min Wendezeit einräumen.

Bei ehrlicher Fahrplanung ist es genauso wie Gen-Manipulation, autonomes Fahren oder Hering mit Vanillesoße zum Frühstück: nicht alles, was möglich ist, muss auch gut und sinnvoll sein.

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wahl.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 23:29.

Re: 6 Minuten und geklonte Menschen

geschrieben von: M 262

Datum: 16.05.19 19:15

Der Zeuge Desiros schrieb:
(...) Wenn ich einen Zug nach mehreren Stunden Fahrt durch zwei große und mehrere mittelgroße Knoten (von denen einer gerade mit vielen Baustellen in einem Loch vergaben wird), auf wechselnden Strecken mit Mischverkehr mit Güterzügen, S-Bahnen und auf der Schnellfahrstrecke irgendwo ankommen lasse, dann würde ich ihm schon aus Gründen der Qualität mehr als 6 min Wendezeit einräumen. (...)
Solche Details zum Fahrzeugeinsatz werden für gewöhnlich in der Ausschreibung vom Aufgabenträger vorgegeben. Wenn ich dagegen eine überschlagene Wende einplane, laufe ich doch als EVU Gefahr, gar nicht zum Zuge zu kommen...

Re: Wendezeit

geschrieben von: dt8.de

Datum: 16.05.19 19:56

MD 612 schrieb:
GP4Flo schrieb:
Bei der letzten baubedingten Sperrung der Innenstadtstrecke haben die Fahrer der VAG am Stadttheater eine Wende in gefühlten 30 Sekunden geschafft.
Ja, klar. Schlüssel raus am ankommenden Führerpult, 30 Meter Fußweg, Schlüssel rein am abfahrenden Führerpult. Was kommt da noch Zeitressendes hinzu??

Du kennst das mit den Äpfeln und den Birnen??
Eben: die Dateneingabe und der Fahrplan muss der Fahrer nicht machen, weil das schon von der vorherigen Fahrt im Gerät ist bzw. der Fahrplan mit einem Tastendruck ("Folgeziel") aufgerufen ist, weil der Umlaufplan schon gespeichert ist. Warum nicht auch bei der DB?
Das initiale Aufrüsten vor dem Ausrücken (Daten- und Umlaufeingabe usw.) braucht auch länger, aber danach muss es eben nicht mehr bei jedem Richtungswechsel gemacht werden.
Daher vielleicht gerade mal noch Boskop und Granny Smith.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Guten Abend sehr geehrte Honigbiene,

Es ist schön zu lesen, dass sich die Zulassung der Stadler Flirt 3 doch noch auf den letzten Metern bewerkstelligt.


Die Züge sind jedenfalls gut gemacht, die Sitze einigermaßen bequem.

Ich freue mich jedenfalls drauf.

Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

http://abload.de/img/bildwbs3t.jpg

(Und es wird noch schöner werden...)

Gibt es schon zugelassene Flirt3 ? Jedenfalls habe ich an den vergangenen zwei Freitagen jeweils einen 3-teiligen Elektrotriebwagen im BW-Design bei Wilferdingen -Singen gesehen. Und angenommen das wären Schulungsfahrten.
Guten Abend,

Noch (!) nicht. Sind Schulungsfahrten.

Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

http://abload.de/img/bildwbs3t.jpg

(Und es wird noch schöner werden...)

Re: Wendezeit

geschrieben von: De David

Datum: 16.05.19 22:14

BSB Freiburg ist sehr speziell, und kann nicht als allgemeine Referenz für Wendezeiten erhalten.

Es gibt da zu viele Punkte die zu stark abweichen.
Unter andrem:
- keine Hauptluftleitung, d.h. es muss nichts langwierig gefüllt werden da der HBL Druck immer da ist und die ganze Bremssteuerung elektronisch geht
- PZB Dateneingabe entfällt idr. Einmal pro Schicht Schichtnummer und Tf-PIN reicht, ansonsten wird immer nur mit Ersatzdaten herum gefahren
- EBuLa gibt's auch nicht, Fahrpläne aus Papier oder .pdf im Tablet, die schnell umgeblättert sind
- Führerraumbremsprobe geht beim RS1 technisch bedingt extrem schnell

Und das ist keine Bimmelbähnchen mit 25m Zügen, 100m waren die Regel, 125m und 150m auch planmäßig.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

6 Minuten

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 16.05.19 23:32

M 262 schrieb:
Solche Details zum Fahrzeugeinsatz werden für gewöhnlich in der Ausschreibung vom Aufgabenträger vorgegeben. Wenn ich dagegen eine überschlagene Wende einplane, laufe ich doch als EVU Gefahr, gar nicht zum Zuge zu kommen...

Ja,

nur geht es hier ja um ein Ersatzprogramm. Ob der Ausschreibungsfahrplan auch mit 6 min angeboten wurde weiß ich nicht. Aber hier waren sie offenbar - ob aus technischen oder Qualitätsgründen - nicht ausreichend.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wahl.jpg
Pinkelpausen sind sowieso nicht vorgesehen, oder? Gehören eigentlich Erwachsenen-Windeln jetzt zur Tf-Grundausstattung?

Ulrich

PM des VM BW zum kleinen Fahrplanwechsel im Volltext

geschrieben von: bahntechnik

Datum: 17.05.19 05:12

Danke für deine Meldung,

dennoch möchte ich die von dir verlinkte Pressemitteilung hier zum schnellen Lesen ablegen
[vm.baden-wuerttemberg.de]

da sie ja auch weitere Informationen enthält, die mir würdig erscheinen dieses Thema zu bereichern.

SCHIENE

Ab Juni 2019 deutlich besseres Regionalzug- Angebot durch Stuttgart

Minister Hermann informiert über Betreiberwechsel
Auf den durch Stuttgart führenden Schienenstrecken wird das Angebot mit den vom Land bestellten Regionalzügen vom 9. Juni 2019 an deutlich ausgeweitet. Verkehrsminister Winfried Hermann informierte am Donnerstag in Stuttgart gemeinsam mit den neuen Bahnunternehmen Abellio und Go-Ahead sowie dem bisherigen Betreiber DB Regio über den bevorstehenden Betreiberwechsel im Stuttgarter Netz.

Der Wechsel wird schrittweise viele Verbesserungen bei den Takten und den Zugkapazitäten mit sich bringen. Insbesondere sind hier zu nennen:
  • Werktags Halbstundentakt mit Metropolexpress-Zügen (MEX) von Stuttgart nach Aalen und von Stuttgart bzw. Bietigheim-Bissingen nach Pforzheim
  • Verdichtung der IRE-Verbindungen zwischen Stuttgart und Karlsruhe auf wochentags 3 durchgängige Züge in 2 Stunden (mit dem IC ergibt sich daraus ein Halbstundentakt); am Wochenende verkehren zwei IRE-Züge in 2 Stunden
  • Neue IRE-Verbindung Stuttgart – Aalen im Zweistundentakt (zusammen mit dem IC ergibt sich ein Stundentakt) mit Durchbindung der Züge nach Karlsruhe
  • Neues Flügelzugkonzept: stündliche MEX-Direktverbindung Stuttgart – Mühlacker – Pforzheim. In Mühlacker Flügelung des Zuges; der zweite Zugteil verkehrt stündlich abwechselnd als Regionalbahn (RB) Richtung Bretten – Bruchsal (bedient alle Halte) und Regionalexpress (RE) Richtung Bruchsal – Heidelberg (bedient nur die Zwischenhalte Bretten, Bruchsal, Bad Schönborn-Kronau, Wiesloch-Walldorf)
  • An Sonntagen im Sommer: vier statt zwei Zugpaare „Enztäler Radexpress“: Verlängerung der Züge von Stuttgart über Pforzheim hinaus nach Bad Wildbad
  • Neue Nachtverbindungen an den Wochenenden (jeweils zwei Zugpaare)

  • Die vom Zughersteller Stadler für Go-Ahead produzierten FLIRT-3-Fahrzeuge werden in vollem Umfang zum Betreiberwechsel geliefert. Derzeit noch ausstehende Zulassungen des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) für den Fahrgastbetrieb werden von Go-Ahead rechtzeitig bis zum 09.06.2019 erwartet.

    Minister Hermann sagte: „Bei Go-Ahead werden die Fahrgäste nicht nur von den Angebotsausweitungen, sondern voraussichtlich auch gleich auf allen Strecken von neuen Zügen profitieren. Wegen der Zulassungen sind wir mit dem EBA in einem guten und intensiven Kontakt. Für den Fall, dass sie wider Erwarten doch nicht rechtzeitig vorliegen, haben Go-Ahead und DB-Regio ein Konzept für die Einführungsphase erarbeitet. Damit würden die vorgesehenen Angebotsausweitungen ebenfalls weitgehend umgesetzt.“

    Anders sieht es beim Bahnunternehmen Abellio aus. Leider kann der Hersteller Bombardier Transportation die benötigten Talent-2-Fahrzeuge nicht rechtzeitig liefern. Abellio hat deshalb ein Konzept für die Einführungsphase bis Ende August 2019 organisiert. Dabei kommen vorübergehend Fahrzeuge der Baureihen 425 und 426 (DB Regio), 440 (agilis) und 450 (Stadtbahnfahrzeuge der AVG) zum Einsatz. Dadurch kann der neue Fahrplan fast vollumfänglich angeboten werden. Wegen der anderen Fahrzeugtypen werden in einigen Zügen allerdings geringere Sitzplatzkapazitäten als vorgesehen angeboten; außerdem kann beim „Fliegenden Heidelberger“ der Halt in Bad Schönborn-Kronau nicht bedient werden.

    Minister Hermann kritisierte: „Die Lieferverzögerung durch Bombardier ist sehr ärgerlich. Für diesen Fall hat Abellio aber schon frühzeitig ein Konzept für die Einführungsphase aufgestellt. Damit können die im Interesse der Fahrgäste vom Land bestellten zusätzlichen Angebote weitestgehend verwirklicht werden. Ich danke den Bahnunternehmen DB Regio, AVG und agilis, dass sie Abellio Züge zur Verfügung stellen.“

    Dr. Roman Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH „Trotz des Verzugs bei der Fahrzeuglieferung durch Bombardier, sehen wir unserem Start in Baden-Württemberg mit großer Freude entgegen. Wir haben einen guten Weg gefunden, unseren künftigen Fahrgästen von Anfang an einen stabilen Schienenpersonennahverkehr anzubieten und den neuen verbesserten Fahrplan umzusetzen. Wir freuen uns darauf, nach drei Jahren der Vorbereitung unseren Betrieb aufnehmen und nun unseren Fahrgästen unseren Abellio-Service anbieten zu können. Wir danken DB Regio, AVG und agilis für die zeitweise Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen. Großen Dank möchte ich auch an unsere engagierten Mitarbeiter richten, die wohl den größten Anteil daran haben, dass wir am 9. Juni 2019 als neuer Betreiber im Neckartal auf der Schiene fahren.“
    Der Geschäftsleiter und Prokurist von Go-Ahead Baden-Württemberg, Dr. Hans-Peter Sienknecht sagte: „Wir freuen uns sehr auf den Betriebsstart und unsere neuen Fahrgäste ab Sommer. Wir sind sehr zuversichtlich, dass alle bestellten Leistungen vom ersten Tag an zuverlässig erbracht werden. Der Geist eines partnerschaftlichen Miteinanders mit anderen Verkehrsunternehmen ist seit Jahren unser Credo. Wir freuen uns, wenn es in der Branche im Sinne des Fahrgastes zur Normalität wird, dass Wettbewerb untereinander mit der Ausschreibung endet und wir danach alle gemeinsam versuchen mehr Menschen von der Straße auf die Schiene zu bewegen.“
    Martin Selig, Produktionsleiter DB Regio Baden-Württemberg, erklärte: „Im Sinne der Fahrgäste unterstützt DB Regio als größter Betreiber im baden-württembergischen Nahverkehr selbstverständlich und gerne den Betriebsübergang. Zugleich bedeutet eine solche Übergabe auch für uns eine große organisatorische Herausforderung. Deshalb an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an unsere Mitarbeiter, die sich trotz bevorstehendem Arbeitsplatzwechsel für einen möglichst reibungslosen Übergang stark machen und die Unterstützung mit Fahrzeugen und Personal ermöglichen.



    [web.archive.org]

    Es kommen in der Endstufe 6 verschiedene Fahrzeugtypen zum Einsatz

    Stadler Flirt 3 (3-Teiler) Plätze gesamt: 164
    Stadler Flirt 3 (4-Teiler) Plätze gesamt: 216
    Stadler Flirt 3 (5-Teiler) Plätze gesamt: 272
    Stadler Flirt 3 (6-Teiler) Plätze gesamt: 328
    alle bei Go-Ahead

    BombardierTalent 2 (3-Teiler) Plätze gesamt: 163
    BombardierTalent 2 (5-Teiler) Plätze gesamt: 273
    alle bei abellio

    (Plätze= Sitzplätze)

    Liebe Grüße
    eure kleine bahntechnik

    Re: Wendezeit

    geschrieben von: Sonderkorrespondent

    Datum: 17.05.19 22:39

    MD 612:
    Auf alle Fälle sind 25 Meter Fußweg etwas schneller zu bewältigen als 150 Meter beim 5-Wagen-Wendezug
    Ab-/Aufsteigen bei der Lok nicht zu vergessen. Bei den hier diskutierten Geschieben ja gleich zweimal, was die sechs Minuten, in denen das mit Steuerwagen zu schaffen ist, wohl mit vereiteln dürfte.

    Re: 6 Minuten

    geschrieben von: Sonderkorrespondent

    Datum: 17.05.19 22:46

    Der Zeuge Desiros:
    Ob der Ausschreibungsfahrplan auch mit 6 min angeboten wurde weiß ich nicht.
    Falls ja: Wer solche Kartenhäuser bestellt, braucht sich dann auch nicht zu beschweren, wenn sie laufend einstürzen. Denn wenn irgendwo Zwangspunkte (wie Kreuzung auf eingleisiger Strecke, voraus-/nachfahrende Züge, Fahrstraßenausschlüsse) mit im Spiel sind, dann hat es sich, wenn es einmal zur Verspätung kam, mit der Pünktlichkeit für den Rest des Tages erledigt.

    Nutzung der FIBA ist wohl nötig

    geschrieben von: ThomasR

    Datum: 17.05.19 23:09

    Also wie ich heute bei der Inaugenscheinnahme der Instandhaltungsanlage in Pforzheim sah, ist da mit einer Inetriebnahme noch länger nicht zu rechnen. Fotos kommen noch.

    Aber ganz ehrlich, mich wundert das nicht. Als GoAhead in Essingen schon das Dach drauf hatte, war da noch nicht mal das Fundament betoniert. Der Bau wurde viel zu spät begonnen. AUch in Pforzheim sind die Baufirmen ausgelastet. Wie es aber geht, das sieht man auf der anderen Seite der Gleise, wo die Belfort-Suiten entstehen. [www.mygodel.de]

    Ausschreibungsfahrplan

    geschrieben von: Honigbiene

    Datum: 18.05.19 14:01

    Der Zeuge Desiros schrieb:
    Ob der Ausschreibungsfahrplan auch mit 6 min angeboten wurde weiß ich nicht.
    Guten Tag Heiko,

    der Fahrplan und der Umlaufplan, die dem Vergabeverfahren zugrunde lag, sehen tatsächlich eine Wendezeit von sechs Minuten in Aalen vor. In der unten stehenden Tabelle habe ich den Ausschreibungsfahrplan (IRE 14115/14120) dem tatsächlichen Fahrplan (IRE 19673/19674) gegenübergestellt.

    Karlsruhe–Aalen
    IRE 14115IRE 19673
    ab Karlsruhe Hbf08:0608:05
    ab Karlsruhe-Durlach08:1108:09
    ab Wilferdingen-Singen08:1808:17
    ab Pforzheim Hbf08:2808:26
    ab Mühlacker08:3608:35
    ab Vaihingen (Enz)08:4208:41
    an Stuttgart Hbf09:00
    08:59
    ab Stuttgart Hbf09:0809:08
    ab Schorndorf09:2809:29
    ab Schwäbisch Gmünd09:4009:41
    an Aalen Hbf09:5709:56

    Aalen–Karlsruhe
    IRE 14120IRE 19674
    ab Aalen Hbf10:0310:02
    ab Schwäbisch Gmünd10:1810:17
    ab Schorndorf10:3010:29
    an Stuttgart Hbf10:5210:49
    ab Stuttgart Hbf11:0010:59
    ab Vaihingen (Enz)11:1611:16
    ab Mühlacker11:2211:22
    ab Pforzheim11:3011:31
    ab Wilferdingen-Singen11:4011:40
    ab Karlsruhe-Durlach11:4811:49
    an Karlsruhe Hbf11:5311:53

    Der Fahrzeiten der durchgehenden IRE-Züge zwischen Karlsruhe und Aalen sind äußerst knapp bemessen, da diese Züge zusätzlich in Remchingen (Bahnhof Wilferdingen-Singen) halten. Um eine überschlagende Wende in Karlsruhe oder in Aalen durchführen zu können, müssen entweder weitere Fahrzeuge beschafft werden oder es muss die planmäßige Fahrzeugreserve reduziert werden. Das Wenden mit zwei Triebfahrzeugführern würde die Fahrplanstabilität ebenfalls erhöhen.

    Grüße
    die Honigbiene

    Re: Woher kommt denn immer dieser Zulassungs-Krampf?

    geschrieben von: ThomasR

    Datum: 19.05.19 08:56

    pm schrieb:
    Ich würde nicht voreilig Sonderwünsche des Bestellers äussern- es könnten schlicht und ergreifend die nötigen Anforderungen der zu bedienenden Strecken sein (Brandschutzkategorie+ LZB/ETCS Level2). Schliesslich soll ja irgendwann dieses Ding S21 fertig sein. Wenn übrigens nicht ein Mitbewerber trotz völliger Aussichtslosigkeit Beschwerde eingelegt hätte- dann wären die Fahrzeuge pünklich fertig.
    Diese aussichtslose Beschwerde hatte den Mitbewerber mindestens 1,8 Millionen Euro gekostet. Aber man hat es ja übrig.

    Re: Ausschreibungsfahrplan

    geschrieben von: S-DT8

    Datum: 19.05.19 13:25

    Honigbiene schrieb:
    Der Fahrzeiten der durchgehenden IRE-Züge zwischen Karlsruhe und Aalen sind äußerst knapp bemessen, da diese Züge zusätzlich in Remchingen (Bahnhof Wilferdingen-Singen) halten. Um eine überschlagende Wende in Karlsruhe oder in Aalen durchführen zu können, müssen entweder weitere Fahrzeuge beschafft werden oder es muss die planmäßige Fahrzeugreserve reduziert werden. Das Wenden mit zwei Triebfahrzeugführern würde die Fahrplanstabilität ebenfalls erhöhen.
    Bei allem Lob für den neuen dichteren Takt muss man deutlich sagen, dass das Konzept eine Verschlechterung gegenüber dem Status Quo ist (Bahnsteigwende in Karlsruhe Hbf, überschlagende Wende in Stuttgart Hbf). Sehe ich das richtig, dass den ganzen Tag über nur zwei Garnituren zwischen Karlsruhe und Aalen hin und her fahren, ohne Möglichkeit zum zwischenzeitlichen Verspätungsabbau? Wie sieht das Wendekonzept bei den neuen stündlichen IRE zwischen Karlsruhe und Stuttgart (Abfahrt jeweils ca. zur halben Stunde) aus?

    Zum Vergleich: Vor einigen Jahren wurde der IRE KA-S an den Volksfest-Samstagen mit einer Doppelgarnitur (10 Dostos) gefahren. In Karlsruhe und Stuttgart gab es jeweils eine Kurzwende, dafür entfiel der Halt in Durlach. Da war am Ende des Tages auch nicht mehr viel vom Fahrplan übrig, und sinnvolle Möglichkeiten, den wieder einzurenken, gab's auch nicht.

    Re: Ausschreibungsfahrplan

    geschrieben von: ThomasR

    Datum: 19.05.19 13:37

    Da sind aber noch Aufholminuten drin. Von Gmünd nach Aalen sind 17 Minuten veranschlagt, in umgekehrter Richtung nur 15.

    Fahrzeugumläufe

    geschrieben von: Honigbiene

    Datum: 19.05.19 20:19

    Guten Tag S-DT8,

    S-DT8 schrieb:
    Bei allem Lob für den neuen dichteren Takt muss man deutlich sagen, dass das Konzept eine Verschlechterung gegenüber dem Status Quo ist (Bahnsteigwende in Karlsruhe Hbf, überschlagende Wende in Stuttgart Hbf). Sehe ich das richtig, dass den ganzen Tag über nur zwei Garnituren zwischen Karlsruhe und Aalen hin und her fahren, ohne Möglichkeit zum zwischenzeitlichen Verspätungsabbau? Wie sieht das Wendekonzept bei den neuen stündlichen IRE zwischen Karlsruhe und Stuttgart (Abfahrt jeweils ca. zur halben Stunde) aus?
    Es ist grundsätzlich schwierig, von einer Verschlechterung gegenüber dem Status Quo zu sprechen, wenn die genauen Fahrzeugumläufe nicht bekannt sind: Das neue Fahrplankonzept sieht auch bei der durchgehenden IRE-Linie Karlsruhe–Aalen teilweise überschlagende Wenden vor. Bei IRE-Zügen, die lediglich zwischen Karlsruhe und Stuttgart verkehren, wird der Status Quo beibehalten (lediglich an einem Linienendpunkt findet eine Kurzwende statt), teilweise steht sogar an beiden Linienendpunkten eine Wendezeit von etwa 60 Minuten zur Verfügung. Darüber hinaus sieht der Status Quo entgegen deiner Annahme an Samstagen, Sonn- und Feiertagen an beiden Linienendpunkten Kurzwenden vor.

    S-DT8 schrieb:
    Vor einigen Jahren wurde der IRE KA-S an den Volksfest-Samstagen mit einer Doppelgarnitur (10 Dostos) gefahren. In Karlsruhe und Stuttgart gab es jeweils eine Kurzwende, dafür entfiel der Halt in Durlach. Da war am Ende des Tages auch nicht mehr viel vom Fahrplan übrig, und sinnvolle Möglichkeiten, den wieder einzurenken, gab's auch nicht.
    An Samstagen, Sonn- und Feiertagen besteht zwischen Karlsruhe und Stuttgart lediglich ein stündliches IRE-Angebot; dadurch fällt der Fahrzeugbedarf deutlich geringer aus. Im Gegensatz zum Status Quo stehen somit Fahrzeuge zur Verfügung, um bei solchen Großveranstaltungen überschlagende Wenden durchzuführen oder um die angebotenen Züge mit größtmöglichster Kapazität bereitzustellen. Es können dadurch bis zu 656 Sitzplätze pro Zug angeboten werden.

    Zusätzlich werden die vier zusätzlich bestellten sechsteiligen Triebzüge, die im Laufe des Jahres 2020 ausgeliefert werden, die Fahrzeugsituation verbessern.

    Grüße
    die Honigbiene

    Re: Fahrzeugumläufe

    geschrieben von: S-DT8

    Datum: 19.05.19 20:51

    Honigbiene schrieb:
    Das neue Fahrplankonzept sieht auch bei der durchgehenden IRE-Linie Karlsruhe–Aalen teilweise überschlagende Wenden vor. Bei IRE-Zügen, die lediglich zwischen Karlsruhe und Stuttgart verkehren, wird der Status Quo beibehalten (lediglich an einem Linienendpunkt findet eine Kurzwende statt), teilweise steht sogar an beiden Linienendpunkten eine Wendezeit von etwa 60 Minuten zur Verfügung.
    Das klingt weitaus erfreulicher, als mich dein Beitrag mit dem beispielhaften Fahrzeugumlauf vermuten ließ. Da nehme ich die "erhebliche Verschlechterung" natürlich zurück.

    Honigbiene schrieb:
    Darüber hinaus sieht der Status Quo entgegen deiner Annahme an Samstagen, Sonn- und Feiertagen an beiden Linienendpunkten Kurzwenden vor.
    An Sa/So sind die Umläufe von IRE und RE verknüpft, da beide mit den IRE-Doppelstockgarnituren gefahren werden. Ein Umlauf sieht dann so aus: Karlsruhe :05 - :58 Stuttgart (~20 min Wendezeit) :19 - :42 Karlsruhe (~35 min Wendezeit) :19 - :39 Stuttgart (~20 min Wendezeit) :59 - :53 Karlsruhe (12 min Wendezeit). Es sind zwar Kurzwenden, aber jeweils mit viel Puffer. Der von dir gezeigte Beispielumlauf mit 6 bzw. 12 Minuten Wendezeit ließ mich da schon Schlimmeres befürchten. Gut, wenn im Laufe des Tages dort die eine oder andere überschlagende Wende hinzukommt. Von einer solchen war in deinem vorigen Beitrag eben nur im Konjunktiv die Rede :)
    bahntechnik schrieb:
  • Neues Flügelzugkonzept: stündliche MEX-Direktverbindung Stuttgart – Mühlacker – Pforzheim. In Mühlacker Flügelung des Zuges; der zweite Zugteil verkehrt stündlich abwechselnd als Regionalbahn (RB) Richtung Bretten – Bruchsal (bedient alle Halte) und Regionalexpress (RE) Richtung Bruchsal – Heidelberg (bedient nur die Zwischenhalte Bretten, Bruchsal, Bad Schönborn-Kronau, Wiesloch-Walldorf)

  • Liebe Grüße
    eure kleine bahntechnik

    Zunächst kein Halt in Bad Schönborn-Kronau. Fahrplanhinweis: Anderes Fahrzeug.
    Dürfte daran liegen, dass in Bad Schönborn-Kronau die Bahnsteige (noch) nur 140 n lang sind.

    http://www.abload.de/img/linie8nw3if1.jpg
    Aus der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar
    Veröffentlichungen und Forenbeiträge

    Re: Zunächst kein Halt in Bad Schönborn-Kronau

    geschrieben von: gt670dn

    Datum: 21.05.19 10:56

    Linie 8 muss wieder her schrieb:
    bahntechnik schrieb:
  • Neues Flügelzugkonzept: stündliche MEX-Direktverbindung Stuttgart – Mühlacker – Pforzheim. In Mühlacker Flügelung des Zuges; der zweite Zugteil verkehrt stündlich abwechselnd als Regionalbahn (RB) Richtung Bretten – Bruchsal (bedient alle Halte) und Regionalexpress (RE) Richtung Bruchsal – Heidelberg (bedient nur die Zwischenhalte Bretten, Bruchsal, Bad Schönborn-Kronau, Wiesloch-Walldorf)

  • Liebe Grüße
    eure kleine bahntechnik
    Zunächst kein Halt in Bad Schönborn-Kronau. Fahrplanhinweis: Anderes Fahrzeug.
    Dürfte daran liegen, dass in Bad Schönborn-Kronau die Bahnsteige (noch) nur 140 n lang sind.
    Das hieße ja dann man würde bei einem Flügelteil ab Mühlacker bis Heidelberg mit einem Zug fahren der länger als 2 BR425 ist - und dann noch den Pforzheimer Zugteil von Stuttgart bis Mühlacker dranhängen haben. Das kann ich mir nicht vorstellen. Viel mehr habe ich gehört, dass die Fahrzeiten mit den Ersatzfahrzeugen den Halt nicht erlauben.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.19 11:01.