DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Achtung: Werbung und Updatemeldungen für Websites werden gelöscht, bzw. ins Allgemeine Forum verschoben!
Links bitte mit kurzer Erklärung zum verlinkten Inhalt versehen, andernfalls werden diese entfernt.

Seiten: 1 2 3 All

Angemeldet: -

Re: Bitte keine Falschinformationen verbreiten!

geschrieben von: Val

Datum: 16.05.19 16:21

Honigbiene schrieb:
Wessex Trains schrieb:
die FLIRT für den IRE 1 von Go Ahead haben eine ETCS Level 2 Ausrüstung,
Die Fahrzeuge sind lediglich für eine spätere ETCS-Nachrüstung technisch vorbereitet.
Die Fahrzeuge oder die Geräte für die Zugsicherung? Will sagen: Wenn für die Zugsicherung neue Geräte oder alte Geräte mit einer neuen Softwareversion eingesetzt werden, dann wäre es ziemlich egal, ob sie heute schon ETCS können oder nicht, und die Notwendigkeit einer Neuzulassung wäre nachvollziehbar

Gruß,

Val

Re: Wendezeit

geschrieben von: MD 612

Datum: 16.05.19 16:31

GP4Flo schrieb:
Ist das ernst gemeint, dass man mit der BR 147 im Sandwich-Betrieb nicht innerhalb von 6 Minuten wenden kann? Wo liegt denn da das Problem? Bei älteren Loks, wie der BR 185 kann man in Doppeltraktion innerhalb von Sekunden die Richtung wechseln, das zur anderen Lok gehen nimmt dabei die längste Zeit in Anspruch.
Es ist nicht alleine der Weg, der zurückzulegen ist. Das Abrüsten der ankommenden Lok geht sicher schnell, auf der bei der Abfahrt vorderen Lok muss die durchgehende Bremse aufgefüllt und mit einer Führerraumbremsprobe geprüft werden, dazu kommt die Dateneingabe an PZB, FIS und Zugfunk sowie das Aufrufen der Fahrplandaten am EBuLa-Bordgerät. Außer dem Weg und der FIS ist das alles auch bei einer Doppeltraktion 185 nötig, von daher dürfte Dein "innerhalb von Sekunden" auch etwas untertrieben sein.

DieMurgtalbahn schrieb:
Würde man nur mit einer Lokomotive und Steuerwagen fahren, würde die 6-minütige Wendezeit in Aalen ausreichen (der IC 2 der IC-Linie 61 schafft diese Wendezeit im Stuttgarter Hbf mit derselben Lokomotive schließlich auch)
Kommt drauf an, wie viele Wagen dran hängen. Die benötigte Wendezeit ist bei DB Regio mit einem elektrisch bespannten 3-Wagen-Zug und einem Lokführer auf 6 Minuten festgelegt, für jeden weiteren Wagen gibt es eine halbe Minute drauf. Dass die IC2 in Stuttgart und anderen Wendebahnhöfen schneller wenden liegt schlicht und ergreifend daran, dass dort mit zwei Lokführern gewendet wird, einer steigt vorne ab, der andere hinten (dem neuen "Vorne") auf, damit spart man die Wegezeit am Zug entlang. Aber für eine solche Wende mit zwei Lokführern in Aalen fehlt sicher das Personal, weil das verständlicherweise gar nicht geplant wurde.

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Re: Wendezeit

geschrieben von: GP4Flo

Datum: 16.05.19 17:04

MD 612 schrieb:.
Es ist nicht alleine der Weg, der zurückzulegen ist. Das Abrüsten der ankommenden Lok geht sicher schnell, auf der bei der Abfahrt vorderen Lok muss die durchgehende Bremse aufgefüllt und mit einer Führerraumbremsprobe geprüft werden, dazu kommt die Dateneingabe an PZB, FIS und Zugfunk sowie das Aufrufen der Fahrplandaten am EBuLa-Bordgerät. Außer dem Weg und der FIS ist das alles auch bei einer Doppeltraktion 185 nötig, von daher dürfte Dein "innerhalb von Sekunden" auch etwas untertrieben sein.
Diese Dinge fallen bei anderen Loks ja auch an. Es ging mir eher um die Frage, warum es bei modernsten Loks länger dauern soll, als bei etwas älteren.

In Freiburg schaffen die BSB Lokführer beim RS1 übrigens eine 3-Minuten Wende ohne Personalwechsel. Ok, die Bremsprobe wird wahrscheinlich automatisch vomTriebwagen erledigt, aber PZB, FIS, Zugfunk und EBuLa dürften die wohl auch haben.

Noch besser ist es bei der Straßenbahn in Freiburg. Bei der letzten baubedingten Sperrung der Innenstadtstrecke haben die Fahrer der VAG am Stadttheater eine Wende in gefühlten 30 Sekunden geschafft. Die sind aber oft auch zum anderen Ende gejoggt. Etwas, was man bei DB Lokführern selbst bei Verspätung wohl nie sehen dürfte. ;-)



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 17:08.
m-a-i-n-f-l-o-o-r schrieb:
Guten Tag,

147 und Doppeltraktion ( Sandwich) wird wohl eher nicht passieren, denn die BR 147 ist doch gar nicht zugelassen für Doppeltraktion. So jedenfalls die Aussage von mehreren Lokführern und Zugbegleitern.

Ich denke das die bisherigen Fahrzeugeinsätze so fortgeführt werden, wie sie bisher auf der Relation Stuttgart- Karlsruhe über die Schnellfahrstrecke fahren, halt nur verlängert bis Schwäbisch Gmünd.

Lassen wir uns überraschen was so fahren wird, wichtig ist für den zahlenden Kunden das überhaupt ein Zug fährt. Nur die Reisenden aus Aalen schauen wohl in die Röhre.
Da hast du recht, für Doppeltraktion sind die 147 nicht zugelassen.D.h. ,beim Betrieb mit 2 Tfz ,darf nur eins arbeiten. Das erreicht man durch das Ausgruppieren der Fahrmotoren am nichtarbeitenden Tfz. Nachteil dieser Methode : Erhöhter Bremsscheibenverschleiß , da logischerweise die dynamische Bremse auch nicht arbeitet. Deshalb wird dieser Betrieb nur bedingt angewandt, z.Bsp. bei fehlendem oder schadhaftem Steuerwagen.
Was das Wenden anbetrifft: : 6 Minuten sind bei einem 160 m-Zug etwas sportlich. Der ankommende Führerstand muß abgerüstet , der abgehende aufgerüstet werden, inklusive Eingabe der Daten für Zugfunk , Zugsicherung und FIS. Dazu kommt der Weg von hinten nach vorn und die Führerraumbremsprobe. Ankunftsverspätungen übertragen sich auf die Abfahrt. Ausweg wäre Wende mit 2 Tf oder überschlagen Wende.

Re: Wendezeit

geschrieben von: Reval 13

Datum: 16.05.19 17:13

GP4Flo schrieb:
MD 612 schrieb:.
Es ist nicht alleine der Weg, der zurückzulegen ist. Das Abrüsten der ankommenden Lok geht sicher schnell, auf der bei der Abfahrt vorderen Lok muss die durchgehende Bremse aufgefüllt und mit einer Führerraumbremsprobe geprüft werden, dazu kommt die Dateneingabe an PZB, FIS und Zugfunk sowie das Aufrufen der Fahrplandaten am EBuLa-Bordgerät. Außer dem Weg und der FIS ist das alles auch bei einer Doppeltraktion 185 nötig, von daher dürfte Dein "innerhalb von Sekunden" auch etwas untertrieben sein.
Diese Dinge fallen bei anderen Loks ja auch an. Es ging mir eher um die Frage, warum es bei modernsten Loks länger dauern soll, als bei etwas älteren.

In Freiburg schaffen die BSB Lokführer beim RS1 übrigens eine 3-Minuten Wende ohne Personalwechsel. Ok, die Bremsprobe wird wahrscheinlich automatisch vomTriebwagen erledigt, aber PZB, FIS, Zugfunk und EBuLa dürften die wohl auch haben.

Noch besser ist es bei der Straßenbahn in Freiburg. Bei der letzten baubedingten Sperrung der Innenstadtstrecke haben die Fahrer der VAG am Stadttheater eine Wende in gefühlten 30 Sekunden geschafft. Die sind aber oft auch zum anderen Ende gejoggt. Etwas, was man bei DB Lokführern selbst bei Verspätung wohl nie sehen dürfte. ;-)
Den RS 1 , der eine Führerraumbremsprobe alleine ausführt , mußt du mir echt mal zeigen.

Falsche Information

geschrieben von: Honigbiene

Datum: 16.05.19 17:38

Wessex Trains schrieb:
der Sandwich-Einsatz der 147er hat Fahrzeit-Gründe.
Guten Tag Wessex Trains,

das ist falsch, auch wenn die Fahrzeiten der IRE-Züge, die zwischen Karlsruhe und Aalen verkehren, recht knapp bemessen sind.
Im TAV-Betrieb darf im Sandwich-Betrieb der Baureihe 147 nur das führende Triebfahrzeug arbeiten. Aus diesem Grund ist das Wenden in einer solchen Zugkonfiguration recht aufwändig, da ein Wechsel des arbeitenden Triebfahrzeugs erforderlich wird (unter anderem Ein-/Ausgruppieren der Fahrmotoren).
In dieser Hinsicht ist eine solche Zugkonfiguration sogar nachteilig für die Fahrzeiten und damit auch für die Fahrplanstabilität.

Grüße
die Honigbiene

Re: Wendezeit

geschrieben von: MD 612

Datum: 16.05.19 17:54

GP4Flo schrieb:
Diese Dinge fallen bei anderen Loks ja auch an. Es ging mir eher um die Frage, warum es bei modernsten Loks länger dauern soll, als bei etwas älteren.
Die angegebenen Zeiten gelten schon seit langem und auch für die klassischen Loks wie bspw. der BR'en 111 bzw. 143.

GP4Flo schrieb:
In Freiburg schaffen die BSB Lokführer beim RS1 übrigens eine 3-Minuten Wende ohne Personalwechsel.
Ich kenne weder deren innerbetrieblichen Regelungen noch die Technik des RS1. Auf alle Fälle sind 25 Meter Fußweg etwas schneller zu bewältigen als 150 Meter beim 5-Wagen-Wendezug, der RS1 dürfte um einiges schneller beim Auffüllen der Hauptluftleitung sein als eine E-Lok am 5-Wagen-Zug. Und möglicherweise gelten für die BSB-Kollegen innerbetriebliche Sonderregelungen bei der Dateneingabe der PZB, beim Aufrufen der Fahrplandaten (oder haben die gar klassische Buchfahrpläne?), die die Wendezeit verkürzen helfen.

GP4Flo schrieb:
Bei der letzten baubedingten Sperrung der Innenstadtstrecke haben die Fahrer der VAG am Stadttheater eine Wende in gefühlten 30 Sekunden geschafft.
Ja, klar. Schlüssel raus am ankommenden Führerpult, 30 Meter Fußweg, Schlüssel rein am abfahrenden Führerpult. Was kommt da noch Zeitressendes hinzu??

Du kennst das mit den Äpfeln und den Birnen??

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

6 Minuten und geklonte Menschen

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 16.05.19 18:04

"Ist das ernst gemeint, dass man mit der BR 147 im Sandwich-Betrieb nicht innerhalb von 6 Minuten wenden kann? Wo liegt denn da das Problem?"

Hallo,

Überlegung: vielleicht geht es ja gar nicht um das Können, sondern um das Wollen?

Wenn ich einen Zug nach mehreren Stunden Fahrt durch zwei große und mehrere mittelgroße Knoten (von denen einer gerade mit vielen Baustellen in einem Loch vergaben wird), auf wechselnden Strecken mit Mischverkehr mit Güterzügen, S-Bahnen und auf der Schnellfahrstrecke irgendwo ankommen lasse, dann würde ich ihm schon aus Gründen der Qualität mehr als 6 min Wendezeit einräumen.

Bei ehrlicher Fahrplanung ist es genauso wie Gen-Manipulation, autonomes Fahren oder Hering mit Vanillesoße zum Frühstück: nicht alles, was möglich ist, muss auch gut und sinnvoll sein.

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wahl.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 23:29.

Re: 6 Minuten und geklonte Menschen

geschrieben von: M 262

Datum: 16.05.19 19:15

Der Zeuge Desiros schrieb:
(...) Wenn ich einen Zug nach mehreren Stunden Fahrt durch zwei große und mehrere mittelgroße Knoten (von denen einer gerade mit vielen Baustellen in einem Loch vergaben wird), auf wechselnden Strecken mit Mischverkehr mit Güterzügen, S-Bahnen und auf der Schnellfahrstrecke irgendwo ankommen lasse, dann würde ich ihm schon aus Gründen der Qualität mehr als 6 min Wendezeit einräumen. (...)
Solche Details zum Fahrzeugeinsatz werden für gewöhnlich in der Ausschreibung vom Aufgabenträger vorgegeben. Wenn ich dagegen eine überschlagene Wende einplane, laufe ich doch als EVU Gefahr, gar nicht zum Zuge zu kommen...

Re: Wendezeit

geschrieben von: dt8.de

Datum: 16.05.19 19:56

MD 612 schrieb:
GP4Flo schrieb:
Bei der letzten baubedingten Sperrung der Innenstadtstrecke haben die Fahrer der VAG am Stadttheater eine Wende in gefühlten 30 Sekunden geschafft.
Ja, klar. Schlüssel raus am ankommenden Führerpult, 30 Meter Fußweg, Schlüssel rein am abfahrenden Führerpult. Was kommt da noch Zeitressendes hinzu??

Du kennst das mit den Äpfeln und den Birnen??
Eben: die Dateneingabe und der Fahrplan muss der Fahrer nicht machen, weil das schon von der vorherigen Fahrt im Gerät ist bzw. der Fahrplan mit einem Tastendruck ("Folgeziel") aufgerufen ist, weil der Umlaufplan schon gespeichert ist. Warum nicht auch bei der DB?
Das initiale Aufrüsten vor dem Ausrücken (Daten- und Umlaufeingabe usw.) braucht auch länger, aber danach muss es eben nicht mehr bei jedem Richtungswechsel gemacht werden.
Daher vielleicht gerade mal noch Boskop und Granny Smith.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Guten Abend sehr geehrte Honigbiene,

Es ist schön zu lesen, dass sich die Zulassung der Stadler Flirt 3 doch noch auf den letzten Metern bewerkstelligt.


Die Züge sind jedenfalls gut gemacht, die Sitze einigermaßen bequem.

Ich freue mich jedenfalls drauf.

Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

http://abload.de/img/bildwbs3t.jpg

(Und es wird noch schöner werden...)

Gibt es schon zugelassene Flirt3 ? Jedenfalls habe ich an den vergangenen zwei Freitagen jeweils einen 3-teiligen Elektrotriebwagen im BW-Design bei Wilferdingen -Singen gesehen. Und angenommen das wären Schulungsfahrten.
Guten Abend,

Noch (!) nicht. Sind Schulungsfahrten.

Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

http://abload.de/img/bildwbs3t.jpg

(Und es wird noch schöner werden...)

Re: Wendezeit

geschrieben von: De David

Datum: 16.05.19 22:14

BSB Freiburg ist sehr speziell, und kann nicht als allgemeine Referenz für Wendezeiten erhalten.

Es gibt da zu viele Punkte die zu stark abweichen.
Unter andrem:
- keine Hauptluftleitung, d.h. es muss nichts langwierig gefüllt werden da der HBL Druck immer da ist und die ganze Bremssteuerung elektronisch geht
- PZB Dateneingabe entfällt idr. Einmal pro Schicht Schichtnummer und Tf-PIN reicht, ansonsten wird immer nur mit Ersatzdaten herum gefahren
- EBuLa gibt's auch nicht, Fahrpläne aus Papier oder .pdf im Tablet, die schnell umgeblättert sind
- Führerraumbremsprobe geht beim RS1 technisch bedingt extrem schnell

Und das ist keine Bimmelbähnchen mit 25m Zügen, 100m waren die Regel, 125m und 150m auch planmäßig.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

6 Minuten

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 16.05.19 23:32

M 262 schrieb:
Solche Details zum Fahrzeugeinsatz werden für gewöhnlich in der Ausschreibung vom Aufgabenträger vorgegeben. Wenn ich dagegen eine überschlagene Wende einplane, laufe ich doch als EVU Gefahr, gar nicht zum Zuge zu kommen...

Ja,

nur geht es hier ja um ein Ersatzprogramm. Ob der Ausschreibungsfahrplan auch mit 6 min angeboten wurde weiß ich nicht. Aber hier waren sie offenbar - ob aus technischen oder Qualitätsgründen - nicht ausreichend.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wahl.jpg
Pinkelpausen sind sowieso nicht vorgesehen, oder? Gehören eigentlich Erwachsenen-Windeln jetzt zur Tf-Grundausstattung?

Ulrich

PM des VM BW zum kleinen Fahrplanwechsel im Volltext

geschrieben von: bahntechnik

Datum: 17.05.19 05:12

Danke für deine Meldung,

dennoch möchte ich die von dir verlinkte Pressemitteilung hier zum schnellen Lesen ablegen
[vm.baden-wuerttemberg.de]

da sie ja auch weitere Informationen enthält, die mir würdig erscheinen dieses Thema zu bereichern.

SCHIENE

Ab Juni 2019 deutlich besseres Regionalzug- Angebot durch Stuttgart

Minister Hermann informiert über Betreiberwechsel
Auf den durch Stuttgart führenden Schienenstrecken wird das Angebot mit den vom Land bestellten Regionalzügen vom 9. Juni 2019 an deutlich ausgeweitet. Verkehrsminister Winfried Hermann informierte am Donnerstag in Stuttgart gemeinsam mit den neuen Bahnunternehmen Abellio und Go-Ahead sowie dem bisherigen Betreiber DB Regio über den bevorstehenden Betreiberwechsel im Stuttgarter Netz.

Der Wechsel wird schrittweise viele Verbesserungen bei den Takten und den Zugkapazitäten mit sich bringen. Insbesondere sind hier zu nennen:
  • Werktags Halbstundentakt mit Metropolexpress-Zügen (MEX) von Stuttgart nach Aalen und von Stuttgart bzw. Bietigheim-Bissingen nach Pforzheim
  • Verdichtung der IRE-Verbindungen zwischen Stuttgart und Karlsruhe auf wochentags 3 durchgängige Züge in 2 Stunden (mit dem IC ergibt sich daraus ein Halbstundentakt); am Wochenende verkehren zwei IRE-Züge in 2 Stunden
  • Neue IRE-Verbindung Stuttgart – Aalen im Zweistundentakt (zusammen mit dem IC ergibt sich ein Stundentakt) mit Durchbindung der Züge nach Karlsruhe
  • Neues Flügelzugkonzept: stündliche MEX-Direktverbindung Stuttgart – Mühlacker – Pforzheim. In Mühlacker Flügelung des Zuges; der zweite Zugteil verkehrt stündlich abwechselnd als Regionalbahn (RB) Richtung Bretten – Bruchsal (bedient alle Halte) und Regionalexpress (RE) Richtung Bruchsal – Heidelberg (bedient nur die Zwischenhalte Bretten, Bruchsal, Bad Schönborn-Kronau, Wiesloch-Walldorf)
  • An Sonntagen im Sommer: vier statt zwei Zugpaare „Enztäler Radexpress“: Verlängerung der Züge von Stuttgart über Pforzheim hinaus nach Bad Wildbad
  • Neue Nachtverbindungen an den Wochenenden (jeweils zwei Zugpaare)

  • Die vom Zughersteller Stadler für Go-Ahead produzierten FLIRT-3-Fahrzeuge werden in vollem Umfang zum Betreiberwechsel geliefert. Derzeit noch ausstehende Zulassungen des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) für den Fahrgastbetrieb werden von Go-Ahead rechtzeitig bis zum 09.06.2019 erwartet.

    Minister Hermann sagte: „Bei Go-Ahead werden die Fahrgäste nicht nur von den Angebotsausweitungen, sondern voraussichtlich auch gleich auf allen Strecken von neuen Zügen profitieren. Wegen der Zulassungen sind wir mit dem EBA in einem guten und intensiven Kontakt. Für den Fall, dass sie wider Erwarten doch nicht rechtzeitig vorliegen, haben Go-Ahead und DB-Regio ein Konzept für die Einführungsphase erarbeitet. Damit würden die vorgesehenen Angebotsausweitungen ebenfalls weitgehend umgesetzt.“

    Anders sieht es beim Bahnunternehmen Abellio aus. Leider kann der Hersteller Bombardier Transportation die benötigten Talent-2-Fahrzeuge nicht rechtzeitig liefern. Abellio hat deshalb ein Konzept für die Einführungsphase bis Ende August 2019 organisiert. Dabei kommen vorübergehend Fahrzeuge der Baureihen 425 und 426 (DB Regio), 440 (agilis) und 450 (Stadtbahnfahrzeuge der AVG) zum Einsatz. Dadurch kann der neue Fahrplan fast vollumfänglich angeboten werden. Wegen der anderen Fahrzeugtypen werden in einigen Zügen allerdings geringere Sitzplatzkapazitäten als vorgesehen angeboten; außerdem kann beim „Fliegenden Heidelberger“ der Halt in Bad Schönborn-Kronau nicht bedient werden.

    Minister Hermann kritisierte: „Die Lieferverzögerung durch Bombardier ist sehr ärgerlich. Für diesen Fall hat Abellio aber schon frühzeitig ein Konzept für die Einführungsphase aufgestellt. Damit können die im Interesse der Fahrgäste vom Land bestellten zusätzlichen Angebote weitestgehend verwirklicht werden. Ich danke den Bahnunternehmen DB Regio, AVG und agilis, dass sie Abellio Züge zur Verfügung stellen.“

    Dr. Roman Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH „Trotz des Verzugs bei der Fahrzeuglieferung durch Bombardier, sehen wir unserem Start in Baden-Württemberg mit großer Freude entgegen. Wir haben einen guten Weg gefunden, unseren künftigen Fahrgästen von Anfang an einen stabilen Schienenpersonennahverkehr anzubieten und den neuen verbesserten Fahrplan umzusetzen. Wir freuen uns darauf, nach drei Jahren der Vorbereitung unseren Betrieb aufnehmen und nun unseren Fahrgästen unseren Abellio-Service anbieten zu können. Wir danken DB Regio, AVG und agilis für die zeitweise Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen. Großen Dank möchte ich auch an unsere engagierten Mitarbeiter richten, die wohl den größten Anteil daran haben, dass wir am 9. Juni 2019 als neuer Betreiber im Neckartal auf der Schiene fahren.“
    Der Geschäftsleiter und Prokurist von Go-Ahead Baden-Württemberg, Dr. Hans-Peter Sienknecht sagte: „Wir freuen uns sehr auf den Betriebsstart und unsere neuen Fahrgäste ab Sommer. Wir sind sehr zuversichtlich, dass alle bestellten Leistungen vom ersten Tag an zuverlässig erbracht werden. Der Geist eines partnerschaftlichen Miteinanders mit anderen Verkehrsunternehmen ist seit Jahren unser Credo. Wir freuen uns, wenn es in der Branche im Sinne des Fahrgastes zur Normalität wird, dass Wettbewerb untereinander mit der Ausschreibung endet und wir danach alle gemeinsam versuchen mehr Menschen von der Straße auf die Schiene zu bewegen.“
    Martin Selig, Produktionsleiter DB Regio Baden-Württemberg, erklärte: „Im Sinne der Fahrgäste unterstützt DB Regio als größter Betreiber im baden-württembergischen Nahverkehr selbstverständlich und gerne den Betriebsübergang. Zugleich bedeutet eine solche Übergabe auch für uns eine große organisatorische Herausforderung. Deshalb an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an unsere Mitarbeiter, die sich trotz bevorstehendem Arbeitsplatzwechsel für einen möglichst reibungslosen Übergang stark machen und die Unterstützung mit Fahrzeugen und Personal ermöglichen.



    [web.archive.org]

    Es kommen in der Endstufe 6 verschiedene Fahrzeugtypen zum Einsatz

    Stadler Flirt 3 (3-Teiler) Plätze gesamt: 164
    Stadler Flirt 3 (4-Teiler) Plätze gesamt: 216
    Stadler Flirt 3 (5-Teiler) Plätze gesamt: 272
    Stadler Flirt 3 (6-Teiler) Plätze gesamt: 328
    alle bei Go-Ahead

    BombardierTalent 2 (3-Teiler) Plätze gesamt: 163
    BombardierTalent 2 (5-Teiler) Plätze gesamt: 273
    alle bei abellio

    (Plätze= Sitzplätze)

    Liebe Grüße
    eure kleine bahntechnik

    Re: Wendezeit

    geschrieben von: Sonderkorrespondent

    Datum: 17.05.19 22:39

    MD 612:
    Auf alle Fälle sind 25 Meter Fußweg etwas schneller zu bewältigen als 150 Meter beim 5-Wagen-Wendezug
    Ab-/Aufsteigen bei der Lok nicht zu vergessen. Bei den hier diskutierten Geschieben ja gleich zweimal, was die sechs Minuten, in denen das mit Steuerwagen zu schaffen ist, wohl mit vereiteln dürfte.

    Re: 6 Minuten

    geschrieben von: Sonderkorrespondent

    Datum: 17.05.19 22:46

    Der Zeuge Desiros:
    Ob der Ausschreibungsfahrplan auch mit 6 min angeboten wurde weiß ich nicht.
    Falls ja: Wer solche Kartenhäuser bestellt, braucht sich dann auch nicht zu beschweren, wenn sie laufend einstürzen. Denn wenn irgendwo Zwangspunkte (wie Kreuzung auf eingleisiger Strecke, voraus-/nachfahrende Züge, Fahrstraßenausschlüsse) mit im Spiel sind, dann hat es sich, wenn es einmal zur Verspätung kam, mit der Pünktlichkeit für den Rest des Tages erledigt.

    Nutzung der FIBA ist wohl nötig

    geschrieben von: ThomasR

    Datum: 17.05.19 23:09

    Also wie ich heute bei der Inaugenscheinnahme der Instandhaltungsanlage in Pforzheim sah, ist da mit einer Inetriebnahme noch länger nicht zu rechnen. Fotos kommen noch.

    Aber ganz ehrlich, mich wundert das nicht. Als GoAhead in Essingen schon das Dach drauf hatte, war da noch nicht mal das Fundament betoniert. Der Bau wurde viel zu spät begonnen. AUch in Pforzheim sind die Baufirmen ausgelastet. Wie es aber geht, das sieht man auf der anderen Seite der Gleise, wo die Belfort-Suiten entstehen. [www.mygodel.de]

    Seiten: 1 2 3 All

    Angemeldet: -