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Ab Dezember müssen Pendler sich von gewohnten Verbindungen verabschieden. Sie sehen Nachteile. Warum der VRR trotzdem von Verbesserungen spricht: [www.waz.de]

Bericht über Google Vollständig lesbar.
Cityrunner schrieb:
Ab Dezember müssen Pendler sich von gewohnten Verbindungen verabschieden. Sie sehen Nachteile. Warum der VRR trotzdem von Verbesserungen spricht: [www.waz.de]

Bericht über Google Vollständig lesbar.
Keine News, da keine neuen Informationen. Die Lage ist ja seit Jahren bekannt.
Jemand hat ausgerechnet, dass es für eine überwiegende Mehrheit eine Verbesserung des Angebotes darstellt und netto Fahrgäste gewonnen werden können. Pendler zwischen betroffenen S-Bahn-Stationen sind halt gearscht. Fahrzeitverlängerungen gibt es aber nur, wenn man mit der stündlichen, schnellen S1 nichts anfangen kann.

Die Strecke der Rheinischen Bahn hätte übrigens auch anders für Entlastung sorgen können: Als Rheinische Bahn statt als Radweg.
Niemand hat das Recht auf seine persönliche Lieblingsverbindung.
agw schrieb:
...

Jemand hat ausgerechnet, dass es für eine überwiegende Mehrheit eine Verbesserung des Angebotes darstellt und netto Fahrgäste gewonnen werden können. ...
Ganz wichtig auch, daß alle S-Bahnen dieselbe Spurbreite haben. Gilt unter Fachleuten als die Conditio sine qua non, der Erste Hauptsatz des S-Bahnwesens. Danach strebt der VRR seit vierzig Jahren mit aller gebotenen Leidenschaft, ist Herz und Mitte all seinen Wirkens.

Es wird der beste Fahrplan, den wir je hatten im Ruhrgebiet.

Sagt das diesem Volker Müller-Styrum.

Zitat
Ob der neue Fahrplan ein exaktes Zehn-Minuten-Intervall hat und wie die Ausdünnungen am Wochenende sind, wird gerade „spitz gerechnet“.

Aber bitte nichts überstürzen, noch sind mehrere Wochen Zeit! Dezember ist die Zeit der Überraschungen und des Lichts der Hoffnung.


Zitat
Die ehemalige Rheinische Strecke, die sich zum Radschnellweg wandelt, könnte für Entlastung und für eine Direktverbindung Mülheim-Düsseldorf sorgen.

Ahaa, die wandelt sich also, selbsttätig eines nebligens Morgens begann die ungeheure Wandlung - könnte aber immer noch für Entlastung sorgen, will wohl mal nicht so sein, die Gute, wenn sie denn wollte.

Solch Geistesblitz steht ganz zu Recht verschämt, verhüllt, wer da spotten will, der soll wenigstens bluten.

Glück auf!
Der_Streckenläufer bedankt sich bei "Stundentakt" für diesen wunderbar geschriebenen Beitrag...Gut Formuliert! ;)))

Ich gehe davon aus, dass die Mülheimer wenig erfreut sein werden, über die Taktung der S1 und S3. Da die Mülheimer doch so gerne S-Bahnfahren ;))). Zumindest in Richtung Essen und Duisburg.

Gernell kann man gespannt sein was da wirklich bei Rumkommt beim Fahrplanwechsel im Dez.2019. Ich gehe davon aus, dass der VRR sowieso zerfetzt wird für die 30min Taktung bei manchen S-Bahnlinien Mo-Fr.
Wie so oft ist liegt das Problem im Entweder-Oder. Der RE 49 von Wesel nach Wuppertal ist für sich genommen schon so eine enorme Verbesserung, dass sich das S-Bahn-Konzept schon allein dafür lohnt. Problem ist der Rattenschwanz den das mit sich bringt, denn jemand der derzeit in Gerschede mit der S9 nach Essen reinfährt, bekommt einfach nur eine Taktausdünnung ohne Vorteile serviert.

Fairerweise muss man sagen, das Ruhrgebiet hat - bis auf wenige Ausnahmen - sowieso keine S-Bahn, sondern höchstens aufgemotzte Regionalbahnen.

Die S1 zwischen Bochum und Dortmund, die S4 in Dortmund sowie das Düsseldorfer Stadtgebiet. Da gibt es richtigen S-Bahn-Verkehr, der nämlich in der Lage ist, innerstädtische Verbindungen mit Vorortverbindungen zu verknüpfen. Und genau dort sollen ja auch die Taktverdichtungen kommen (bzw. in Düsseldorf braucht man sie gar nicht, weil da sowieso schon durch Überlagerungen dichter Takt herrscht).

Ansonsten ist da viel vom Schlage "gut gemeint, aber nicht gut" dabei. Die S1 auf Duisburger Stadtgebiet ist eine nette Abkürzung zu den Hauptbahnhöfen, wenn man in der Nähe wohnt. An innerstädtischen Verbindungen geht da aber nicht viel (wofür man sich auch bei der DVG bedanken kann). Essen hat zwar ein relativ dichtes Netz an S-Bahn-Stationen, andererseits sind da aber auch so Geschichten bei wie Kray-Nord, wo es nur Stundentakt gibt. Also alles irgendwie nicht gut genug.

Woran es außerdem komplett fehlt, sind sinnvolle Außenäste, um das ganze zu einem gescheiten Netz werden zu lassen. Wo ist die S-Bahn nach Moers? Wo ist die S-Bahn nach Wesel? Wo ist die S-Bahn nach Hamm? Wo ist die S-Bahn nach Haltern? Wo ist die S-Bahn nach Krefeld? etc. etc.
Die einzig tauglichen Außenäste sind da, wo die S-Bahn das einzige Verkehrsangebot darstellt und dementsprechend dafür eigentlich zu langsam ist, nämlich in Solingen und Remscheid. Bottrop würde ich persönlich nicht als Außenast zählen, aber das ist Ansichtssache.

Fazit, der VRR hat wenigstens erkannt, dass das derzeitige S-Bahn-System vorne und hinten keinen Sinn macht. Es ist für innerstädtische Verknüpfungen zu grob, zu schlecht getaktet und zu leistungsschwach. Es ist für Verbindungen von Außenbereichen mit dem Kern-Ruhrgebiet zu langsam, weil der dichte S-Bahn-Takt dann zulasten schnelleren Regionalverkehrs geht. Die Abkehr vom S-Bahn-System zugunsten von mehr Regionalverkehr ist daher folgerichtig, wenn man sowieso nicht bereit ist, in zusätzliche Gleise zu investieren. Da hab ich dann lieber einen stündlichen RE anstelle von langsamen Gezuckel im dichten Takt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 09:53.
Fluorineer schrieb:
Da hab ich dann lieber einen stündlichen RE anstelle von langsamen Gezuckel im dichten Takt.
Und da, wo ein RE fährt, passt im Zweifel auch noch ein zweiter pro Stunde hin. Vielleicht auch (nur) einer, der irgendwo anders abbiegt.

Jedenfalls ist das System jetzt ohne 20 Minuten-Takte noch mal erweiterbar, auch wenn das dann erst in 7 oder 15 Jahren kommt.
Fluorineer schrieb:
[...]
Woran es außerdem komplett fehlt, sind sinnvolle Außenäste, um das ganze zu einem gescheiten Netz werden zu lassen. Wo ist die S-Bahn nach Moers? Wo ist die S-Bahn nach Wesel? Wo ist die S-Bahn nach Hamm? Wo ist die S-Bahn nach Haltern? Wo ist die S-Bahn nach Krefeld? etc. etc.
Die einzig tauglichen Außenäste sind da, wo die S-Bahn das einzige Verkehrsangebot darstellt und dementsprechend dafür eigentlich zu langsam ist, nämlich in Solingen und Remscheid. Bottrop würde ich persönlich nicht als Außenast zählen, aber das ist Ansichtssache.
Das S-Bahn-Netz im VRR hat einen ganz grundsätzlichen Strukturfehler, es sollte nämlich nur die West-Ost-Relationen abdecken. Die Nord-Süd-Strecken sollten kommunale Stadtbahnen bedienen, und das Ganze sollte auch nur ein Regionalverkehr innerhalb der Grenzen des VRR sein, Unna ist deshalb z.B. überhaupt bloß Tarifkragen geworden, liegt aber außerhalb des VRR. Was den Planern in den 60er-Jahren (noch voll mit Blick auf Kohle und Stahl) gar nicht in den Sinn gekommen ist, das ist das Thema Anbindung bis ins Umland. Im östlichen Ruhrgebiet brauchen wir Strecken S2 bis Lünen, S4 bis Soest, S1 und S8 bis Hamm und S5 bis Lüdenscheid - und selbstverständlich brauchen wir dann auch den VRR-Tarif bis dorthin in die Region. Die Tarifgrenze zwischen Dortmund und Kreis Unna ist ein Anachronismus ersten Ranges, will aber keiner hören, weil es ja Geld kostet.

LG aus dem Ruhrtal
Und Haltern braucht nicht wirklich jede 30 Minuten ne S-Bahn, es hat neben der S-Bahn noch den RE2,42, das passt.
Fluorineer schrieb:
Fazit, der VRR hat wenigstens erkannt, dass das derzeitige S-Bahn-System vorne und hinten keinen Sinn macht. Es ist für innerstädtische Verknüpfungen zu grob, zu schlecht getaktet und zu leistungsschwach. Es ist für Verbindungen von Außenbereichen mit dem Kern-Ruhrgebiet zu langsam, weil der dichte S-Bahn-Takt dann zulasten schnelleren Regionalverkehrs geht. Die Abkehr vom S-Bahn-System zugunsten von mehr Regionalverkehr ist daher folgerichtig, wenn man sowieso nicht bereit ist, in zusätzliche Gleise zu investieren. Da hab ich dann lieber einen stündlichen RE anstelle von langsamen Gezuckel im dichten Takt.
Solange man nicht umsteigen muss, kann man vielleicht so denken, aber mit jedem zusätzlichen Umsteigevorgang ist ein langsames Verkehrsmittel im dichten Takt einem schnellen im dünnen Takt überlegen. Ein Regionalverkehr alle 30 oder gar 60 Minuten ersetzt keinen dichten S-Bahntakt. Beim NVR hat man das begriffen, beim VRR wird man das auch noch lernen.

Seid wann fährt der RE 2 und die RE 42 über Bottrop?

geschrieben von: BR146106

Datum: 16.05.19 18:16

Moin,

nach deiner Lesart braucht man dann sogar keine S-Bahn mehr nach Haltern, denn von dort nach Essen geht es ab Dez. 2019 sogar alle 20 Minuten. Ja, dein Fachwissen ist umwerfend.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
cinéma schrieb:
Fluorineer schrieb:
Fazit, der VRR hat wenigstens erkannt, dass das derzeitige S-Bahn-System vorne und hinten keinen Sinn macht. Es ist für innerstädtische Verknüpfungen zu grob, zu schlecht getaktet und zu leistungsschwach. Es ist für Verbindungen von Außenbereichen mit dem Kern-Ruhrgebiet zu langsam, weil der dichte S-Bahn-Takt dann zulasten schnelleren Regionalverkehrs geht. Die Abkehr vom S-Bahn-System zugunsten von mehr Regionalverkehr ist daher folgerichtig, wenn man sowieso nicht bereit ist, in zusätzliche Gleise zu investieren. Da hab ich dann lieber einen stündlichen RE anstelle von langsamen Gezuckel im dichten Takt.
Solange man nicht umsteigen muss, kann man vielleicht so denken, aber mit jedem zusätzlichen Umsteigevorgang ist ein langsames Verkehrsmittel im dichten Takt einem schnellen im dünnen Takt überlegen. Ein Regionalverkehr alle 30 oder gar 60 Minuten ersetzt keinen dichten S-Bahntakt. Beim NVR hat man das begriffen, beim VRR wird man das auch noch lernen.
Deswegen bietet man ja jetzt mehr Direktverbindungen an. Der VRR hat schon längst verstanden.
Beim NVR muss ich auch umsteigen. Aber halt von einer langsamen S-Bahn in die nächste. Sehe ich keinen Vorteil.
Ich sehe das Heil im langsamen Verkehrsmittel im RE-kompatiblen Takt (also nicht alle 20 Minuten) und dazu zwei RE.

Im Gegensatz zu Köln wird man im Ruhrgebiet auch noch mal 60 Jahre auf Milliarden für neue Infrastruktur warten müssen, damit man da noch was besseres draus machen kann.

Re: Seid wann fährt der RE 2 und die RE 42 über Bottrop?

geschrieben von: agw

Datum: 16.05.19 20:45

BR146106 schrieb:
nach deiner Lesart braucht man dann sogar keine S-Bahn mehr nach Haltern, denn von dort nach Essen geht es ab Dez. 2019 sogar alle 20 Minuten. Ja, dein Fachwissen ist umwerfend.
Genau alle 20 Minuten? Fährt der NVR da dann mit einer S-Bahn oder hab ich was verpasst?

Ja, dein Fachwissen ist umwerfend.
agw schrieb:
Deswegen bietet man ja jetzt mehr Direktverbindungen an. Der VRR hat schon längst verstanden.
Beim NVR muss ich auch umsteigen. Aber halt von einer langsamen S-Bahn in die nächste. Sehe ich keinen Vorteil.
Ich sehe das Heil im langsamen Verkehrsmittel im RE-kompatiblen Takt (also nicht alle 20 Minuten) und dazu zwei RE.

Im Gegensatz zu Köln wird man im Ruhrgebiet auch noch mal 60 Jahre auf Milliarden für neue Infrastruktur warten müssen, damit man da noch was besseres draus machen kann.
Natürlich muss man im VRS auch umsteigen, aber wenn die S-Bahnen auf fast allen urbanen Achsen alle zehn Minuten verkehren, verkürzt sich alleine darüber die Reisezeit deutlich. Das ist allemal besser als ein Mischmasch à la VRR.
Im monozentrischen Raum Köln sind die Reiseweiten deutlich geringer als im polyzentrischen Ruhrgebiet.
cinéma schrieb:
Natürlich muss man im VRS auch umsteigen, aber wenn die S-Bahnen auf fast allen urbanen Achsen alle zehn Minuten verkehren, verkürzt sich alleine darüber die Reisezeit deutlich. Das ist allemal besser als ein Mischmasch à la VRR.
Du hast echt Träume.

Noch mal wer soll all die zusätzlichen Leistungen im VRS künftig fahren? Die Realität sieht derzeit so aus, dass bei Trans Regio Personalmangel herrscht und auch Leistungen zwischen Bonn und Köln einfach ausfallen (auch mitten in der HVZ). Wenn die RB 26 ausfällt bedeutet dies, dass quasi eine Stunde lang nichts fährt zwischen Bonn Hbf und Köln Hbf im Nahverkehr.

Dem NVR interessiert das nicht die Bohne, denn er kassiert dann doppelt nur der blöde Beförderungsfall ist der @#$%&.


Daher habe ich lieber einen 15/30 Minuten-Takt mit Langzügen welcher die gleichen Kapazitäten eines 10/20 Minuten-Takt mit Vollzügen aufweißt und zuverlässig läuft.

Die Taktsprünge am Abend so wie sonntags sind zudem sehr nervig.

10/20 Minuten-Takt und 20/40 Minuten-Takt statt 15/30 Minuten-Takt sind zudem schlecht merkbar und der tolle ÖPNV im Rhein-Erft-Kreis mag 20 Minuten-Takte schon gar nicht. Hier fahren die Buslinien im 30/60 Minuten-Takt.
Dann wäre es nur folgerichtig den Takt im Erftkreis zu verdichten, anstatt den S-Bahn-Takt ausdünnen zu wollen.
Lokführer bekommt man mit einer vernünftigen Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen, da wird sich in Deutschland einiges in den nächsten Jahren ändern müssen.
Mit Deinen Ideen könntest Du das Thema Verkehrswende jedenfalls ganz gepflegt vergessen.
103612 schrieb:
Im monozentrischen Raum Köln sind die Reiseweiten deutlich geringer als im polyzentrischen Ruhrgebiet.
Deshalb braucht man im Ruhrgebiet zusätzlich einen dichten RE-Takt.
Eine Musterstrecke könnte Köln–Düsseldorf werden: S-Bahn alle zehn Minuten, RRX alle 15 Minuten – so muss das gehen! Nur leider liegt diese Strecke gar nicht im Ruhrgebiet.
cinéma schrieb:
103612 schrieb:
Im monozentrischen Raum Köln sind die Reiseweiten deutlich geringer als im polyzentrischen Ruhrgebiet.
Deshalb braucht man im Ruhrgebiet zusätzlich einen dichten RE-Takt.
Eine Musterstrecke könnte Köln–Düsseldorf werden: S-Bahn alle zehn Minuten, RRX alle 15 Minuten – so muss das gehen! Nur leider liegt diese Strecke gar nicht im Ruhrgebiet.
Müssen wir denn immer wieder aufs neue diese Diskussionen zwischen Rheinland und Ruhrpott führen? Diese beiden Regionen sind sich in vielerei Hinsicht zu verschieden. Im Rheinland ist der Verkehr auf ganze zwei Städte fixiert: Düsseldorf und Köln, im Ruhrgebiet dagegen gibt es einen flächendeckenden Austausch zwischen den einzelnen Städten.

Wie hier schon oben richtig geschrieben ist, hat das Ruhrgebiet im grunde kein wirkliches S-Bahnnetz, sondern eher ein städteübergeifendes RB-Netz in dichter Taktung. Dieses Netz wird jetzt Ende des Jahres entsprechend modifiziert und angepasst.

Es gibt im Ruhrgebiet ein West-Ost-Gefälle bei den S-Bahnlinien. In Köln wie Düsseldorf laufen die S-Bahnlinien an den beiden Hbf zusammen.

Die Umstellung auf einen 15/30min Takt bei der S_Bahn im Ruhrgebiet macht daher deshalb Sinn, weil man so den Parallel laufenden RE verkehr besser vertakten kann. Deshalb gibt es auch im Rheinland weiterhin den 20/30min Takt. Völlig unabhängig davon, dass diese beiden Taktungen nicht zusammenpassen. In Duisburg und in Essen wird man diese beiden verschiedenen Taktlagen erleben. (S1 und S6).

Um es hier an einen Beispiel zu zeigen. Zur S1 zwischen Düsseldorf und Dortmund hast du den parallel laufenden RE Verkehr RE1 RE11 und RE6. Zwischen Essen und Düsseldorf noch die RE2. Darüber hinaus rauschen auf den S-Bahngleisen zwischen Duisburg und Düsseldorf noch die RE3, RE19. inkl. der RE2 und RE6. Dies wird auch nach Fahrplanwechsel so bleiben.

Diese Dichte hast du nirgendswo im Rheinland. Ausgenommen die Strecke Neuss Düsseldorf die aber vollständig viergleisig ist. Hier verkehren vier RE-Linien bzw. eine RB Linie und drei RE Linien.

Im Rheinland hat man zwar auch Parallel laufende RE Verkehre zur S-Bahn, diese sind aber nicht in Taktdichte wie im RUhrgebiet. Denn wie soll ein 20min Takt S-Bahn Verkehr mit einem 15min Takt RE Verkehr harmoniesieren? Ganz zu Schweigen davon, dass es noch einen beachtlichen Fernververkehr gibt der noch parallel auf dieser Strecke dazu kommt.

Man stelle sich vor S11, S12 und S13 würde im 15min Takt Mo-Fr. verkehren. Das würde in vielerlei Hinsicht den gegenwärtigen Takt auf manchen Teilabschnitten verschlechtern. Sofern nicht auf Langzüge umgestellt wird. Wie das schon User Strizie richtig erkannt hat.

Im Ruhrgebiet liegen eben viele DInge anders. Die S-Bahnnetze Rhein-Main, Rhein-Neckar und Stuttgart kann man mit dem Kölner S-bahnnetz vergleichen. So auch mit dem Düsseldorfer S-Bahnnetz. Das Ruhrgebiet ist eben eine Liga für sich...
Zunächst einmal wäre es mir neu, dass es im Rheinland nur zwei Städte geben sollte, aber Du hast Recht, das Ruhrgebiet ist natürlich größer, nur deswegen ist ein 30 Minuten-S-Bahn-Takt ja eben noch peinlicher, Duisburg-Essen alle dreißig Minuten eine S-Bahn, das geht gar nicht!

Zum Thema Harmonisierung eines 10er-S-Bahn-Takts mit einem 15er-RE-Takt: Eigene S-Bahn-Gleise müssen her so wie bspw. zwischen Köln und Düsseldorf.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.19 09:03.

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