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Thomas_Lammpe schrieb:
Thomas I schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
146 227 schrieb:
Außerdem wird dann ja wie in der Schweiz ganz klar geregelt was Stand der Dinge ist und was eben nicht. (Barrierefreiheit á Spalt/Stufenüberbrückung, WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service) und zack kommen schon einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage da dies teuer wird.
Man sieht ganz gut, welche Nachteile derartige Regelungen haben können: Das Ticket wird teurer, weil 'einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage kommen' und schon muss die Bahn auf einige Fahrgäste verzichten, die jetzt mit dem günstige Flixtrain fahren.
Ja, das ein Staat die Teilhabe von Behinderten am Leben (und dazu gehört auch der Verkehr) durchsetzt ist natürlich ein wirklich sehr blöder Nachteil.
Wo kommen wir da hin...
Damit hast du aber nur einen Teil der höheren Kosten erklärt: "...WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service"
Man mag ja zu Minderheitenrechten stehen wie man will. Ich persönlich räume dem Recht auf Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel für Menschen mit Behinderung eine höhere Bedeutung ein, als dem vermeintlichen Recht auf überall verfügbarem WLAN.

Mit dem eigenen Datenvolumen des Smartphones zu geizen scheint zudem für einige/viele inzwischen ein regelrechter Volkssport zu sein.
RailServ schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Thomas I schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
146 227 schrieb:
Außerdem wird dann ja wie in der Schweiz ganz klar geregelt was Stand der Dinge ist und was eben nicht. (Barrierefreiheit á Spalt/Stufenüberbrückung, WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service) und zack kommen schon einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage da dies teuer wird.
Man sieht ganz gut, welche Nachteile derartige Regelungen haben können: Das Ticket wird teurer, weil 'einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage kommen' und schon muss die Bahn auf einige Fahrgäste verzichten, die jetzt mit dem günstige Flixtrain fahren.
Ja, das ein Staat die Teilhabe von Behinderten am Leben (und dazu gehört auch der Verkehr) durchsetzt ist natürlich ein wirklich sehr blöder Nachteil.
Wo kommen wir da hin...
Damit hast du aber nur einen Teil der höheren Kosten erklärt: "...WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service"
Man mag ja zu Minderheitenrechten stehen wie man will. Ich persönlich räume dem Recht auf Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel für Menschen mit Behinderung eine höhere Bedeutung ein, als dem vermeintlichen Recht auf überall verfügbarem WLAN.
Welcher auch nur mäßig vernünftige Mensch würde es nicht befürworten, dass mobilitätseingeschränke Menschen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben, auch wenn das etwas kostet. Aber muss man deshalb gleich eine 1. Klasse und Bordgastronomie vorschreiben und so preiswerte Angebote unnötig verteuern?
Thomas_Lammpe schrieb:
Welcher auch nur mäßig vernünftige Mensch würde es nicht befürworten, dass mobilitätseingeschränke Menschen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben, auch wenn das etwas kostet. Aber muss man deshalb gleich eine 1. Klasse und Bordgastronomie vorschreiben und so preiswerte Angebote unnötig verteuern?

Wird beim Vorhandensein einer ersten Klasse die zweite Klasse auch teurer? Ich dachte immer, man würde mit der 1. Klasse weitere Zielgruppen erschliessen und durch die höheren Fahrpreise mehr Einnahmen generieren - bei nicht wirklich mehr Ausgaben...
Thomas_Lammpe schrieb:
RailServ schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Thomas I schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
146 227 schrieb:
Außerdem wird dann ja wie in der Schweiz ganz klar geregelt was Stand der Dinge ist und was eben nicht. (Barrierefreiheit á Spalt/Stufenüberbrückung, WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service) und zack kommen schon einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage da dies teuer wird.
Man sieht ganz gut, welche Nachteile derartige Regelungen haben können: Das Ticket wird teurer, weil 'einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage kommen' und schon muss die Bahn auf einige Fahrgäste verzichten, die jetzt mit dem günstige Flixtrain fahren.
Ja, das ein Staat die Teilhabe von Behinderten am Leben (und dazu gehört auch der Verkehr) durchsetzt ist natürlich ein wirklich sehr blöder Nachteil.
Wo kommen wir da hin...
Damit hast du aber nur einen Teil der höheren Kosten erklärt: "...WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service"
Man mag ja zu Minderheitenrechten stehen wie man will. Ich persönlich räume dem Recht auf Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel für Menschen mit Behinderung eine höhere Bedeutung ein, als dem vermeintlichen Recht auf überall verfügbarem WLAN.
Welcher auch nur mäßig vernünftige Mensch würde es nicht befürworten, dass mobilitätseingeschränke Menschen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben, auch wenn das etwas kostet. Aber muss man deshalb gleich eine 1. Klasse und Bordgastronomie vorschreiben und so preiswerte Angebote unnötig verteuern?
Stört dies die Mehrheit der Kunden, selbst wenn nur eine Minderheit davon Gebrauch macht?
RailServ schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
RailServ schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Thomas I schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
146 227 schrieb:
Außerdem wird dann ja wie in der Schweiz ganz klar geregelt was Stand der Dinge ist und was eben nicht. (Barrierefreiheit á Spalt/Stufenüberbrückung, WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service) und zack kommen schon einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage da dies teuer wird.
Man sieht ganz gut, welche Nachteile derartige Regelungen haben können: Das Ticket wird teurer, weil 'einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage kommen' und schon muss die Bahn auf einige Fahrgäste verzichten, die jetzt mit dem günstige Flixtrain fahren.
Ja, das ein Staat die Teilhabe von Behinderten am Leben (und dazu gehört auch der Verkehr) durchsetzt ist natürlich ein wirklich sehr blöder Nachteil.
Wo kommen wir da hin...
Damit hast du aber nur einen Teil der höheren Kosten erklärt: "...WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service"
Man mag ja zu Minderheitenrechten stehen wie man will. Ich persönlich räume dem Recht auf Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel für Menschen mit Behinderung eine höhere Bedeutung ein, als dem vermeintlichen Recht auf überall verfügbarem WLAN.
Welcher auch nur mäßig vernünftige Mensch würde es nicht befürworten, dass mobilitätseingeschränke Menschen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben, auch wenn das etwas kostet. Aber muss man deshalb gleich eine 1. Klasse und Bordgastronomie vorschreiben und so preiswerte Angebote unnötig verteuern?
Stört dies die Mehrheit der Kunden, selbst wenn nur eine Minderheit davon Gebrauch macht?
Das kommt darauf an, wie die Kosten für Angebote wie eine Bordgastronomie oder guten Service verteilt werden. Tragen nur die die Kosten, die das in Anspruch nehmen, oder wird es auf alle Kunden umgelegt?


Patrick Rudin schrieb:
Wird beim Vorhandensein einer ersten Klasse die zweite Klasse auch teurer? Ich dachte immer, man würde mit der 1. Klasse weitere Zielgruppen erschliessen und durch die höheren Fahrpreise mehr Einnahmen generieren - bei nicht wirklich mehr Ausgaben...
Der hohe Preis für ein Ticket der ersten Klasse wird schnell durch weniger Plätze pro Wagen und eine geringere Auslastung relativiert. Man kann die Entscheidung, ob ein Fernverkehrsunternehmen eine erste Klasse anbietet oder nicht, getrost dem Unternehmen überlassen. Flixtrain hat sich z. B. bis jetzt dagegen entschieden.
KD schrieb:
Flixtrain und andere private Betreiber befürchten massive Nachteile, falls der Deutschland-Takt kommen sollte:

Zitat
"Man muss aufpassen, dass aus dem Deutschlandtakt kein DB-Takt wird", sagt Fabian Stenger, der Deutschland-Chef von Flixbus. "Für den Fahrgast wäre das eine Katastrophe."
Zitat
Vom größten Problem für den Wettbewerb spricht der Manager eines anderen Konkurrenten der Bahn, der nicht genannt werden will. Ein immer engerer Takt für die Bahn und ein aufeinander abgestimmtes Netz erschwerten demnach neuen Wettbewerbern den Zugang.
Außerdem fordert Flixbus, dass die für den SPFV angedachte Senkung des Mehrwertsteuersatzes auch für Fernbusse gelten soll.

[www.sueddeutsche.de]
Dann mögen die fahrenden EVU aber auch bitte dafür Sorge tragen, dass ausnahmslos alle Fahrkarten gegenseitig anerkannt werden. So lange das nämlich nicht der Fall ist, macht der in jüngster Zeit viel besprochene D-Takt keinen Sinn.

„Mutig ist (m/w/d), wer mit dem Diesel nach Hamburg fährt und dort in einem Veganerrestaurant im Indianerkostüm ein Zigeunerschnitzel bestellt!“

(Verfasser unbekannt)

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]
Thomas_Lammpe schrieb:
RailServ schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Welcher auch nur mäßig vernünftige Mensch würde es nicht befürworten, dass mobilitätseingeschränke Menschen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben, auch wenn das etwas kostet. Aber muss man deshalb gleich eine 1. Klasse und Bordgastronomie vorschreiben und so preiswerte Angebote unnötig verteuern?
Stört dies die Mehrheit der Kunden, selbst wenn nur eine Minderheit davon Gebrauch macht?
Das kommt darauf an, wie die Kosten für Angebote wie eine Bordgastronomie oder guten Service verteilt werden. Tragen nur die die Kosten, die das in Anspruch nehmen, oder wird es auf alle Kunden umgelegt?
Gibt es Hinweise darauf, dass die Reisenden die die Bordgastronomie nicht nutzen, den dort von mir gekauften Kaffee mitfinanziert haben oder ist das jetzt eine reine Vermutung, um mögliche Serviceunterschiede (in diesem Fall den Verzicht auf die Bordgastronomie) erklären zu können?
RailServ schrieb:
Gibt es Hinweise darauf, dass die Reisenden die die Bordgastronomie nicht nutzen, den dort von mir gekauften Kaffee mitfinanziert haben oder ist das jetzt eine reine Vermutung, um mögliche Serviceunterschiede (in diesem Fall den Verzicht auf die Bordgastronomie) erklären zu können?
Wenn es nur um einen am eigenen Platz getrunkenen Kaffee geht, bin ich bereit zu glauben, dass der Käufer dessen vollen Preis zahlt. Wenn aber ein Fahrgast im Bordrestaurant Platz nimmt, um dort z. B. 30 Minuten lang zu speisen, habe ich massive Zweifel, er die Kosten dafür trägt, so dass sich die Frage stellt, wer diese Kosten trägt. Belege dafür kann ich nicht anführen, aber man überlege sich, welche Strecke ein HGV in 30 Minuten zurücklegt, und welche Einnahmen der Bahn verloren gehen, wenn der Restaurantwagen zur Hälfte mit zahlenden Reisenden ausgelastet wäre.
Thomas_Lammpe schrieb:
RailServ schrieb:
Gibt es Hinweise darauf, dass die Reisenden die die Bordgastronomie nicht nutzen, den dort von mir gekauften Kaffee mitfinanziert haben oder ist das jetzt eine reine Vermutung, um mögliche Serviceunterschiede (in diesem Fall den Verzicht auf die Bordgastronomie) erklären zu können?
Wenn es nur um einen am eigenen Platz getrunkenen Kaffee geht, bin ich bereit zu glauben, dass der Käufer dessen vollen Preis zahlt. Wenn aber ein Fahrgast im Bordrestaurant Platz nimmt, um dort z. B. 30 Minuten lang zu speisen, habe ich massive Zweifel, er die Kosten dafür trägt, so dass sich die Frage stellt, wer diese Kosten trägt. Belege dafür kann ich nicht anführen, aber man überlege sich, welche Strecke ein HGV in 30 Minuten zurücklegt, und welche Einnahmen der Bahn verloren gehen, wenn der Restaurantwagen zur Hälfte mit zahlenden Reisenden ausgelastet wäre.
Hört sich jetzt natürlich dramatisch an.

Wenn der Kunde in den 30 Minuten ein Gericht mit Getränk für 15 Euro verzehrt bewegen wir uns recht schnell in der Region der Sparpreis-Tickets. Einen 4er-Tisch mit einem Kaffee für 3 Euro als Einzelreisender zu "blockieren" ist vermutlich wirklich ein Zuschussgeschäft.

Man könnte nun auch fragen, ob und wer wohl die Kosten bei höheren Ticketpreisen, für die zunächst verkauften Sparpreise im ICE und im FlixTrain mitfanziert/trägt?
RailServ schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn es nur um einen am eigenen Platz getrunkenen Kaffee geht, bin ich bereit zu glauben, dass der Käufer dessen vollen Preis zahlt. Wenn aber ein Fahrgast im Bordrestaurant Platz nimmt, um dort z. B. 30 Minuten lang zu speisen, habe ich massive Zweifel, er die Kosten dafür trägt, so dass sich die Frage stellt, wer diese Kosten trägt. Belege dafür kann ich nicht anführen, aber man überlege sich, welche Strecke ein HGV in 30 Minuten zurücklegt, und welche Einnahmen der Bahn verloren gehen, wenn der Restaurantwagen zur Hälfte mit zahlenden Reisenden ausgelastet wäre.
Wenn der Kunde in den 30 Minuten ein Gericht mit Getränk für 15 Euro verzehrt bewegen wir uns recht schnell in der Region der Sparpreis-Tickets. Einen 4er-Tisch mit einem Kaffee für 3 Euro als Einzelreisender zu "blockieren" ist vermutlich wirklich ein Zuschussgeschäft.
Die 15€ zahlt der Kunde aber nur für das Gericht und Getränk. Der Fahrpreis für den während des Verzehrs belegten Platz kommt noch obendrauf. Und die durchnittlich Auslastung des Restaurantwagens mit Speisenden dürfte auch deutlich niedriger liegen als die durchschnittliche Auslastung eines 2-te Klasse Wagens, alleine schon, weil auch die Küche einiges an Platz wegnimmt. Dann muss der Bordrestaurantgast schon für zwei Reisende bezahlen...
Christian Snizek schrieb:Zitat:
Dann mögen die fahrenden EVU aber auch bitte dafür Sorge tragen, dass ausnahmslos alle Fahrkarten gegenseitig anerkannt werden. So lange das nämlich nicht der Fall ist, macht der in jüngster Zeit viel besprochene D-Takt keinen Sinn.
Was spielt das für eine Rolle - der Deutschland-Takt dient nicht dazu, ein tatsächliches vertaktetes Angebot zu schaffen. Er dient lediglich zur Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen. Und das auch erst, wenn er bzw. Teile seiner vorgesehenen Infrastruktur im Bedarfsplan aufgenommen werden.

Sollte mal die gesamte darin geforderte Infrastruktur erstellt sein, wird - mit Verlaub gesagt - ein Großteil der heutigen Diskutanten die Diskussion nur noch aus ihrem Sarg heraus führen können...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Black Eyed schrieb:
Christian Snizek schrieb:Zitat:
Dann mögen die fahrenden EVU aber auch bitte dafür Sorge tragen, dass ausnahmslos alle Fahrkarten gegenseitig anerkannt werden. So lange das nämlich nicht der Fall ist, macht der in jüngster Zeit viel besprochene D-Takt keinen Sinn.
Was spielt das für eine Rolle - der Deutschland-Takt dient nicht dazu, ein tatsächliches vertaktetes Angebot zu schaffen. Er dient lediglich zur Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen. Und das auch erst, wenn er bzw. Teile seiner vorgesehenen Infrastruktur im Bedarfsplan aufgenommen werden.

Sollte mal die gesamte darin geforderte Infrastruktur erstellt sein, wird - mit Verlaub gesagt - ein Großteil der heutigen Diskutanten die Diskussion nur noch aus ihrem Sarg heraus führen können...
Das ist wohl eines der besten Argumente gegen den D-Takt ;-)

Rollo schrieb:Zitat:
Das ist wohl eines der besten Argumente gegen den D-Takt ;-)
Das steht in den Dokumenten zum Deutschland-Takt selbst drin... Man müsste nur genau nachlesen. Damit erübrigt sich auch das Jaulen von Flixtrain und Co.

Allerdings heißt dies nicht, dass eine (andere) Bundesregierung den Deutschland-Takt (und welchen genau) nicht doch anders bewertet. Persönlich fände ich eine SPFV-Aufgabenträgerschaft hierbei sehr interessant - gerne auch mit Mindestsangebotsvorgaben bei dem der geneigte Betreiber auf freiwilliger Basis nach Vorhandensein von freien Trassen weitere Verstärker einlegen darf.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
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Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Thomas_Lammpe schrieb:
146 227 schrieb:
Außerdem wird dann ja wie in der Schweiz ganz klar geregelt was Stand der Dinge ist und was eben nicht. (Barrierefreiheit á Spalt/Stufenüberbrückung, WLAN, 1/2. Kl. Gastronomie, Service) und zack kommen schon einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage da dies teuer wird.
Man sieht ganz gut, welche Nachteile derartige Regelungen haben können: Das Ticket wird teurer, weil 'einige mögliche Züge ja nicht mehr in Frage kommen' und schon muss die Bahn auf einige Fahrgäste verzichten, die jetzt mit dem günstige Flixtrain fahren.
Das Problem wird in der Schweiz so gelöst, daß Bahnfahren in Relation zum allgemeinen Gehaltsniveau deutlich billiger ist als in Deutschland, für die unteren Lohngruppe 'mehr als deutlich' billiger', und der städtische Nahverkehr sogar nominal billiger (jedenfalls verglichen mit dem an Rhein und Ruhr).

Damit erzielt man einen deutlich besseren modal split und kann gegenfinanzieren über unterlassene Straßenausbauten (und deren Folgekosten).

Ähnlich (nur weniger extrem ausgeprägt) ist der Trend in Österreich und einigen anderen Nachbarländern.
Patrick Rudin schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Welcher auch nur mäßig vernünftige Mensch würde es nicht befürworten, dass mobilitätseingeschränke Menschen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben, auch wenn das etwas kostet. Aber muss man deshalb gleich eine 1. Klasse und Bordgastronomie vorschreiben und so preiswerte Angebote unnötig verteuern?

Wird beim Vorhandensein einer ersten Klasse die zweite Klasse auch teurer? Ich dachte immer, man würde mit der 1. Klasse weitere Zielgruppen erschliessen und durch die höheren Fahrpreise mehr Einnahmen generieren - bei nicht wirklich mehr Ausgaben...
Überall, wo man eine nicht an Filzinteressen orientierte rationale Bahnpolitik macht, ist mittlerweile der Preisunterschied zwischen 1.Kl. und 2.Kl. größer als bei den DB-'Spar'preisen. Vor allem aber wird dort die 1.Kl. nicht in Gestalt von Schnäppchen verschleudert (kann mich erinnern an 29.-EUR für die 1.Kl. Köln-Salzburg im Nacht-ICE/RJ). Allenfalls läßt man sie in manchen Segmenten weg wie im ÖBB-Regionalverkehr oder in tram/train-Angeboten.
Black Eyed schrieb:
Christian Snizek schrieb:Zitat:
Dann mögen die fahrenden EVU aber auch bitte dafür Sorge tragen, dass ausnahmslos alle Fahrkarten gegenseitig anerkannt werden. So lange das nämlich nicht der Fall ist, macht der in jüngster Zeit viel besprochene D-Takt keinen Sinn.
Was spielt das für eine Rolle - der Deutschland-Takt dient nicht dazu, ein tatsächliches vertaktetes Angebot zu schaffen. Er dient lediglich zur Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen. Und das auch erst, wenn er bzw. Teile seiner vorgesehenen Infrastruktur im Bedarfsplan aufgenommen werden.

Sollte mal die gesamte darin geforderte Infrastruktur erstellt sein, wird - mit Verlaub gesagt - ein Großteil der heutigen Diskutanten die Diskussion nur noch aus ihrem Sarg heraus führen können...
Ich brauche aber keinen Deutschland-Takt, wenn ich diesen zum einen nicht frei benützen kann oder wenn ich 137 verschiedene Fahrkarten erwerben muss, um die Nutzung anzutreten. Sie dazu auch über den Röstigraben drüber. Da funktioniert das bestens mit Zug, Schiff, Bus, Bergbahnen, kleinere Schmalspurbahnen. Entweder man will den De-Takt oder man lässt es bleiben. Dieses Gestückele mit "hier ja", "da nein", "dort das geht gar nicht" hat keinen Zweck. Es gibt eh viel zu viele Regionalverbünde, die ihr eigenes Süppchen kochen; heißt im Umkehrschluss -> Ganz oder gar nicht und dann erübrigt sich auch das Benachteiligungsproblem.

„Mutig ist (m/w/d), wer mit dem Diesel nach Hamburg fährt und dort in einem Veganerrestaurant im Indianerkostüm ein Zigeunerschnitzel bestellt!“

(Verfasser unbekannt)

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Christian Snizek schrieb:
Zitat:
Ich brauche aber keinen Deutschland-Takt, wenn ich diesen zum einen nicht frei benützen kann oder wenn ich 137 verschiedene Fahrkarten erwerben muss, um die Nutzung anzutreten.
Nochmal: Es gibt keinen produktiven Deutschland-Takt. Es gibt ihn lediglich bei der Vorgabendefinierung einzelner Infrastrukturprojekte. Insofern wird der Deutschlandtakt bei der Trassenvergabe in den nächsten 30+ Jahren keine Rolle spielen...


Christian Snizek schrieb:
Zitat:
Sie dazu auch über den Röstigraben drüber. Da funktioniert das bestens mit Zug, Schiff, Bus, Bergbahnen, kleinere Schmalspurbahnen.
Das ist auch ein Integraler Taktfahrplan, der produktiv genutzt wird - also zur Fahrplanerstellung. Das ist in Deutschland nicht vorgesehen.


Christian Snizek schrieb:
Zitat:
Dieses Gestückele mit "hier ja", "da nein", "dort das geht gar nicht" hat keinen Zweck.
Dadurch dass fast 99% der Fernverkehrsleistungen durch DB Fernverkehr erbracht werden, findet defacto kein Gestückel statt. Und selbst dort wo es in den städtischen Verkehr übergeht, gibt es dann meistens die Citytickets. Damit verbleibt ganz wenig ohne durchgehende Fahrkartenausgabemöglichkeit.


Christian Snizek schrieb:
Es gibt eh viel zu viele Regionalverbünde, die ihr eigenes Süppchen kochen; heißt im Umkehrschluss -> Ganz oder gar nicht und dann erübrigt sich auch das Benachteiligungsproblem.
Die gibt es in der Schweiz übrigens auch. Nur so am Rande. Tatsache ist, dass die allermeisten Verkehrsverbünde nach logischen Kriterien gestaltet sind, so dass die wesentlichen Pendlerströme abgedeckt sind. Beispielsweise auch mit Übergangstarifen oder Landestarifen.

Zudem gibt es genügen Techniken um mehrere separate Fahrkarten zu einer gemeinsamen Bestellung zusammenzufügen und auch das wird bald in Deutschland möglich sein - inkl. Verbundtarife.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
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Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Christian Snizek schrieb:
Black Eyed schrieb:
Christian Snizek schrieb:Zitat:
Dann mögen die fahrenden EVU aber auch bitte dafür Sorge tragen, dass ausnahmslos alle Fahrkarten gegenseitig anerkannt werden. So lange das nämlich nicht der Fall ist, macht der in jüngster Zeit viel besprochene D-Takt keinen Sinn.
Was spielt das für eine Rolle - der Deutschland-Takt dient nicht dazu, ein tatsächliches vertaktetes Angebot zu schaffen. Er dient lediglich zur Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen. Und das auch erst, wenn er bzw. Teile seiner vorgesehenen Infrastruktur im Bedarfsplan aufgenommen werden.

Sollte mal die gesamte darin geforderte Infrastruktur erstellt sein, wird - mit Verlaub gesagt - ein Großteil der heutigen Diskutanten die Diskussion nur noch aus ihrem Sarg heraus führen können...
Ich brauche aber keinen Deutschland-Takt, wenn ich diesen zum einen nicht frei benützen kann oder wenn ich 137 verschiedene Fahrkarten erwerben muss, um die Nutzung anzutreten. Sie dazu auch über den Röstigraben drüber. Da funktioniert das bestens mit Zug, Schiff, Bus, Bergbahnen, kleinere Schmalspurbahnen. Entweder man will den De-Takt oder man lässt es bleiben. Dieses Gestückele mit "hier ja", "da nein", "dort das geht gar nicht" hat keinen Zweck. Es gibt eh viel zu viele Regionalverbünde, die ihr eigenes Süppchen kochen; heißt im Umkehrschluss -> Ganz oder gar nicht und dann erübrigt sich auch das Benachteiligungsproblem.
In irgendetwas muss sich die gelebte und gefühlte deutsche Kleinstaaterei ja schließlich auch im 21. Jahrhundert noch ausdrücken ;-)

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