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Der HSB Webseite entnommen. Da kein Ende genannt ist scheint es ja nun bis zum Fahrplanwechsel imHerbst so zu gehen.

ab 16. Mai --- Änderung Fahrzeugeinsatz

Es ergeben sich folgende Änderungen im Fahrzeugeinsatz:

8903 Wernigerode - Drei Annen Hohne Diesellok statt Dampflok
8920 Drei Annen Hohne – Brocken Diesellok statt Dampflok
8922 Brocken – Drei Annen Hohne Diesellok statt Dampflok
8923 Drei Annen Hohne Brocken Diesellok statt Dampflok
8924 Brocken – Wernigerode Diesellok statt Dampflok

[www.hsb-wr.de]

Gruß von ganz oben der Bergmensch.
Ich würde es nicht so deuten, dass es bis zum Herbst so geht, sondern man zunächst mal nicht weiß, wie lange der Einsatz andauern wird. Wenn ich es richtig sehe, gibt es dann aber sogar einzelne Tage mit nun zwei Dieselzügen (dem jetzt angekündigten zuzüglich den schon im Fahrplan eingearbeiteten) zum Brocken?
So gern ich auch diese fotografiere, so beunruhigend ist es doch - auch im Hinblick auf die Entwicklung der Auslastung, denn wenn viele Fahrgäste diese Info erreicht, werden diese doch überwiegend zu den anderen Zügen tendieren.
Gruß vom Signal
Hallo

tja wer besonderes bieten will und Preise vom Kunden nimmt zu den man mit etwas Vorplanung durch die ganze Republik (und mit den ach so bösen Flugzeug in viele Länder Europas) kommt, muss halt das notwendige hochspezialisierte (was eben nicht bedeutet das es Studiert und einen Titel haben muss...) Personal irgendwie locken.
[www.mdr.de]

"Man habe einen Haustarifvertrag mit den Gewerkschaften geschlossen. Ein Heizer verdiene zurzeit etwa 25.000 Euro im Jahr, ein Dampflokführer maximal bis 36.000 Euro. Das sei aber nicht in Stein gemeißelt, so Bahnsen. Es gebe Staffelungen nach Qualifikation und Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen. "

So geht das halt eben auch im "fernen Osten" nicht, vor allem weil es sich wohl kaum um reinen Frühdienst handeln wird.
36000 Euro /12 = 3000Euro Brutto - was bei Steuerklasse Eins (und ohne oder nur wenigen Nachtstunden) etwa 1800 Euro auf den Konto macht bei besseren Steuerklassen vielleicht 2200 Euro - nur wie jeden bekannt ist der arbeitet oder mal gearbeitet hat: Die bessere Steuerklasse beinhaltet auch zwangsweise mehrere Mäuler die dann zu stopfen sind...

Vielleicht könnte es helfen mehr von der horrenden Touristenabzocke [www.harzer-schmalspurbahn.de] nur weil es wo schön "Puff Puff" macht und man die "Kraft noch richtig hört und riecht" in die Taschen der Leute an der "Front" hinein fließen zu lassen.


Eventuell ist es gar nicht so schlecht wenn die HSB ruhig recht lange Dampf frei bleibt, und die Kunden so mal überdenken was sie, auch im Urlaub, bereit sind für wenige dutzend Kilometer mehr oder weniger reinen "Spaßtransport" zu zahlen wenn nur irgendeine Lokomotive genutzt wird.

Ich habe mit der HSB nicht das geringste Mitleid - aber mit den "gut bezahlten" Facharbeitern dort ...



423User



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.19 07:40.
423User schrieb:
Vielleicht könnte es helfen mehr von der horrenden Touristenabzocke [www.harzer-schmalspurbahn.de] nur weil es wo schön "Puff Puff" macht und man die "Kraft noch richtig hört und riecht" in die Taschen der Leute an der "Front" hinein fließen zu lassen.
Eventuell ist es gar nicht so schlecht wenn die HSB ruhig recht lange Dampf frei bleibt, und die Kunden so mal überdenken was sie, auch im Urlaub, bereit sind für wenige dutzend Kilometer mehr oder weniger reinen "Spaßtransport" zu zahlen wenn nur irgendeine Lokomotive genutzt wird.
Was ist denn Deiner Meinung nach bei den anderen Schmalspurbahnen anders als bei den HSB?

Die anderen Schmalspurbahnen werden von der Politik besser gefördert, mit dem Rucksack könnte man auch bei den HSB mehr erreichen. Natürlich darf die Frage im Raume stehen, was die Geschäftsführung der HSB unternimmt, dagegenzusteuern und die Eigner über die Lage aufzuklären, die real nicht mehr zu übersehen ist. Und was die Eigner dann gewillt sind, dagegen zu tun.

Der Status Quo wird wird Jahr zu Jahr enger. Aber ich bin recht sicher, reich wird durch die horrende Touristenabzocke niemand.

Gruß
Jan
Hallo,

unter 45000 € Brutto bei Vollzeit bei Lokführer und Heizer sollte da nix laufen.
Wir haben doch hier keine Sklaverei ( die hier in der Bananenrepublik Deutschland leider üblich sind und von der Politik -SPD, CDU, Die Linke und Die Grünen-geduldet werden, das sind ja schäbige Hungerlöhne die da von der HSB-Wr gezahlt werden.
Nein so geht das nicht!

Die Quittung werden die Fahrgäste erteilen, es wird kaum noch jemand mitfahren!

Gruß
Sebastian Schulz



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.19 22:56.
Die "Hungerlöhne" sind deutlich mehr als die in der Pflege...
Wenigstens wird es Sommer, nur ein Kamel hat noch Zugheizung. Der Fahrpreis zum Brocken ist noch akzeptabel im Vergleich zu anderen Bergbahnen (Österreich/Schweiz), man fährt als Urlauber einmal im Jahr,auf dem übrigen Streckennetz doch sehr fragwürdig bei einer Fahrt im "Fischstäbchen". Vor einiger Zeit gab es einen Bericht über eine Fahrt WR-ETM auf Holzbänken ohne Heizung und WC.
423User schrieb:
Ein Heizer verdiene zurzeit etwa 25.000 Euro im Jahr, ein Dampflokführer maximal bis 36.000 Euro.

Das sind lächerliche Löhne, gerade auch für einen Heizer. Der Dienst auf einer Dampflok ist schwere körperliche Arbeit und in der heutigen Zeit findet sich dafür eh kaum noch jemand. Es ist auch was anderes mal am Wochenende bei einem Museumsverein ein oder zwei Tage diese Tätigkeit auszuüben gegenüber einer Vollzeittätigkeit mit der man seine Familie ernähren muß.
VT605 schrieb:
423User schrieb:
Ein Heizer verdiene zurzeit etwa 25.000 Euro im Jahr, ein Dampflokführer maximal bis 36.000 Euro.
Das sind lächerliche Löhne, gerade auch für einen Heizer. Der Dienst auf einer Dampflok ist schwere körperliche Arbeit und in der heutigen Zeit findet sich dafür eh kaum noch jemand. Es ist auch was anderes mal am Wochenende bei einem Museumsverein ein oder zwei Tage diese Tätigkeit auszuüben gegenüber einer Vollzeittätigkeit mit der man seine Familie ernähren muß.
So ist es, für die Autoindustrie und Banken fließen Milliarden, die Politiker werden millionenschwer belohnt ( Wissmann). Nach der Privatisierung gab es politisch erzwungene Entlassungswellen bzw. Frührentner. Engagierte Mitarbeiter traf man als Würstchenverkäufer auf Torfhaus. Das Problem liegt eher bei der Politik als bei den HSB.
Hallo

was es aber keinen Deut besser macht, nur das der ganze Pflegekram andauernd diskutiert wird (und mich als nicht direkt Betroffene bei allen Mitgefühl aber so langsam tierisch nervt...) was bei der HSB und sicherlich vielen anderen recht kleinen Betrieben außerhalb der entsprechenden "Szene" und hin und wieder in den jeweiligen lokalen Medien nicht der Fall ist.

mfg

423User



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.19 07:49.
Ich habe mich ja regelrecht erschrocken, als ich von diesen Löhnen gelesen habe. 25000 Euro im Jahr für eine Tätigkeit als Heizer?
Das ist ja wirklich arg niedrig.
Historisch sind halt auch die Löhne :(.

Wie will man bei solchen Löhnen motiviertes Personal finden? Als Hobby finde ich Dampfloks toll, aber täglich bei Wind und Wetter so einen Job mit Arbeitsschutzniveau von 1950 ausüben? Da müsste man mir schon mehr bieten.
423User schrieb:
Hallo

tja wer besonderes bieten will und Preise vom Kunden nimmt zu den man mit etwas Vorplanung durch die ganze Republik (und mit den ach so bösen Flugzeug in viele Länder Europas) kommt, muss halt das notwendige hochspezialisierte (was eben nicht bedeutet das es Studiert und einen Titel haben muss...) Personal irgendwie locken.
[www.mdr.de]

"Man habe einen Haustarifvertrag mit den Gewerkschaften geschlossen. Ein Heizer verdiene zurzeit etwa 25.000 Euro im Jahr, ein Dampflokführer maximal bis 36.000 Euro. Das sei aber nicht in Stein gemeißelt, so Bahnsen. Es gebe Staffelungen nach Qualifikation und Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen. "

So geht das halt eben auch im "fernen Osten" nicht, vor allem weil es sich wohl kaum um reinen Frühdienst handeln wird.
36000 Euro /12 = 3000Euro Brutto - was bei Steuerklasse Eins (und ohne oder nur wenigen Nachtstunden) etwa 1800 Euro auf den Konto macht bei besseren Steuerklassen vielleicht 2200 Euro - nur wie jeden bekannt ist der arbeitet oder mal gearbeitet hat: Die bessere Steuerklasse beinhaltet auch zwangsweise mehrere Mäuler die dann zu stopfen sind...

Vielleicht könnte es helfen mehr von der horrenden Touristenabzocke [www.harzer-schmalspurbahn.de] nur weil es wo schön "Puff Puff" macht und man die "Kraft noch richtig hört und riecht" in die Taschen der Leute an der "Front" hinein fließen zu lassen.


Eventuell ist es gar nicht so schlecht wenn die HSB ruhig recht lange Dampf frei bleibt, und die Kunden so mal überdenken was sie, auch im Urlaub, bereit sind für wenige dutzend Kilometer mehr oder weniger reinen "Spaßtransport" zu zahlen wenn nur irgendeine Lokomotive genutzt wird.

Ich habe mit der HSB nicht das geringste Mitleid - aber mit den "gut bezahlten" Facharbeitern dort ...



423User
Hallo,

das Ziel muß es sein, daß der Berg mit dem Elektroauto bzw. Elektrodraisine aus der Wind- und Photovoltaikstromgewinnung bestiegen werden kann. Dieses Klimaziel wird durch das obige Szenario recht bald erreicht werden! Die Zukunft ist elektrisch und nicht fossil haben Greta und ihre Schulverweigerer beschlossen. [1]

[1]*Dieser Kommentar wurde mit viel Ironie geschrieben.*

Nun aber mal Klartext:

Die politischen Gremien werden die Bahn wohl kaum mehr subventionieren, als die Regelspur auch. Man hat wohl etwas mehr nun an Zuschuß gegeben, aber die HSB müsste auch insgesamt weiter strukturell entwickelt werden. Mit Dampflokbetrieb alleine ist es nicht getan. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit müsste, da wo es topografisch mit mittlerem Aufwand überall geht, außerhalb der Touristenströme auf den Brocken einfach höher werden in Verbindung mit Signal- und Sicherungstechnik. Das wird aber niemand der Bahn in Subvention bezahlen wollen oder können. Somit ist eine Lohnsteigerung zwar im ersten Moment sinnvoll, aber greift zu kurz über das Gesamtstreckennetz. Eine ausgewogenen neutrale Kosten-Nutzen Analyse muß auch für die HSB, wie für alle Schienen gebundenen Verkehrsanbieter, gelten. Welchen Mehrwert erbringt die HSB außer "Dampf und Rauch" wirklich für die Öffentlichkeit vor Ort?

Für reinen Dampflokspaß ist das Netz offenbar jenseits der rosa Fanbrille einfach nicht attraktiv genug. Daher sind die Triebwagen und Diesellokeinsätze ökonomisch als Zwischenlösung sinnvoller als eine Stilllegung. Abgesehen von einer Lohnsteigerung die die private Kostenspirale bei Mieten und Nebenkosten der Unterkunft, sowie KFZ etc. (Fixkosten ohne Lebenshaltung) der Angestellten vor Ort im Betriebsdienst berücksichtigt. Wobei noch dazu kommt, daß wohl Teile der Personale nur Saisonarbeitsplätze vorfinden. Was nicht attraktiv ist! Denn das sog. Soziale Netz aus SGB II und SGB III ist längst finanziell und äußerst schikanös gestaltet zusammen gebrochen. Somit wirst Du durch Fluktuation auf Dauer immer weniger Motivierte finden. Ausweg ist nur der Vollbetrieb auch außerhalb der Saison mit neuen Konzepten - respektive Angebote um die HSB als Bahn im Personennahverkehr [und eventuell etwas Güterverkehr] zu erhalten.
Der Abschnitt Nordhausen - Illfeld gehört z.B. unter Fahrdraht genommen und auf 60 Km/h angehoben. auch Quedlinburg - Gernrode - Harzgerode ist ein Kandidat dafür. Der Aufschrei "wer bezahlt das?" wäre die falsche Frage, sondern die Frage lautet, wer will freiwillig in der regionalen und überregionalen Politik, Wirtschaftsverbände und soziale Gesellschaftsträger die HSB wirklich weiter als Vollbahn auf schmaler Spur zukunftsfähig haben?!
Fällt diese Frage negativ aus, muß man den Betrieb umbauen und sogar, wohl oder übel, teilweise auch auf Gummieisenbahn umstellen. Dampflok jenseits der Hauptroute zum Brocken wäre dann Sache der existierenden Vereine. Zumindestens hier kann man dann subventionell so viel reinbuttern, dass attraktive Löhne bei raus kommen.

Man muß halt leider berücksichtigen, was ist politisch haushaltstechnisch wirklich durchsetzbar und was nicht im Moment ist. Steuergeld fällt nicht vom Himmel, es muß privatwirtschaftlich generell erst erarbeitet werden. Da unser Steuereintreibungsmodell die Vermögenden - das 1-3 % - massiv verschont, steht am Ende des Tages nicht genug für eine dauerhaft zur reinen Spaßbahn degenerierten HSB zur Verfügung. Dafür ist die HSB mit ihrem Streckennetz einfach schon oder noch zu groß.

Beste Grüße.

Frank Hofmann



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.19 10:09.

Die Zahlen sind veraltet !

geschrieben von: pm

Datum: 15.05.19 10:11

Du hast ganz zufällig die 10% Steigerung dieses Jahr in den Medien + DSO überlesen ?
Hallo,

da der vergleichsweise teure Brockentarif ja immer auch mit dem Einsatz bzw. dem Erlebnis des Dampfzuges rechtfertigt wurde, wäre es doch nur konsequent, beim Dieselzug... Oder?
[www.hsb-wr.de]

Viele Grüße

Heiko (der immer noch hofft, dass die katastrophalen Anschlüsse in Nordhausen einmal besser werden. Aber da um 10:30 Uhr, wenn der Dampfzug den ankommenden DB-Zügen seit Jahren vor der Nase abfährt, lt. HSB ja Schülerverkehre berücksichtigt werden müssen...)

http://www.desiro.net/Signatur-Wahl.jpg

Re: Wird denn der Dieselzug günstiger als der Dampfzug?

geschrieben von: Signal

Datum: 15.05.19 10:30

Der Zeuge Desiros schrieb:
Hallo,

da der vergleichsweise teure Brockentarif ja immer auch mit dem Einsatz bzw. dem Erlebnis des Dampfzuges rechtfertigt wurde, wäre es doch nur konsequent, beim Dieselzug... Oder?
[www.hsb-wr.de]

Viele Grüße

Heiko (der immer noch hofft, dass die katastrophalen Anschlüsse in Nordhausen einmal besser werden. Aber da um 10:30 Uhr, wenn der Dampfzug den ankommenden DB-Zügen seit Jahren vor der Nase abfährt, lt. HSB ja Schülerverkehre berücksichtigt werden müssen...)
So ist es. So lange ein Unternehmen weiterhin derart mager ein derart schlechtes Fahrplanangebot in Nordhausen begründet und nun offenbar Dieselzüge zum Fahrpreis von Dampfzügen zum Brocken schickt, sehe ich weiterhin erst mal die HSB selbst in der Pflicht ihre Hausaufgaben zu machen statt mich hier daran zu beteiligen, dass sie mangels höherer Zuschüsse nun mal volles Mitleid verdient hat und nichts zur Verbesserung der Lage beitragen kann. Außerdem wundere ich mich, wie hier ein Zusammenhang postuliert wird, der von Beitrag zu Beitrag dann immer mehr vorausgesetzt wird: Hat der Dieselzug überhaupt etwas mit dem Personal zu tun? An anderer Stelle war neulich im Zusammenhang des Dieselzuges ab Nordhausen davon die Rede, dass es vielmehr an betriebsfähigen und einsatzfähigen Dampfloks mangeln würde...
Gruß vom Signal

HSB ist bis auf Nordhausen-Illfeld kein SPNV!

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 15.05.19 10:31

Hallo,

du hast das Dilemma der HSB eigentlich sehr treffend beschrieben, die HSB ist eben genau kein SPNV, dafür ist der Fahrplan viel zu dünn und zu langsam, sondern es ist ei Touristenbetrieb und bisschen Alibi-SPNV. Was wirklich gut läuft ist die Duo-Tram nach Illfeld, aber dort könnte man auch wie im restlichen Netz der Nordhäuser Straßenbahn elektrifizieren. Der ÖPNV im Landkreis Harz/Quedlinburg findet mit Bussen statt, die sind schneller und fahren Mo-So in häufigem Takt von den orten zu den Zielen der Fahrgäste. Da die Touristen im Landkreis die Busse mit der Bezahlung der Touristenabgabe ohne weitere Kosten nutzen können(Hatix) fahren die bis auf den Brocken auch eher mit dem Bus durch den Harz. das ist genau das Problem der HSB

Re: HSB ist bis auf Nordhausen-Illfeld kein SPNV!

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 15.05.19 12:30

Wessex Trains schrieb:
Hallo,

du hast das Dilemma der HSB eigentlich sehr treffend beschrieben, die HSB ist eben genau kein SPNV, dafür ist der Fahrplan viel zu dünn und zu langsam, sondern es ist ei Touristenbetrieb und bisschen Alibi-SPNV. Was wirklich gut läuft ist die Duo-Tram nach Illfeld, aber dort könnte man auch wie im restlichen Netz der Nordhäuser Straßenbahn elektrifizieren. Der ÖPNV im Landkreis Harz/Quedlinburg findet mit Bussen statt, die sind schneller und fahren Mo-So in häufigem Takt von den orten zu den Zielen der Fahrgäste. Da die Touristen im Landkreis die Busse mit der Bezahlung der Touristenabgabe ohne weitere Kosten nutzen können(Hatix) fahren die bis auf den Brocken auch eher mit dem Bus durch den Harz. das ist genau das Problem der HSB
Die Einbeziehung des Abschnittes Quedlinburg - (Gernrode) Osterteich in den ÖPNV steht bei den LINKEN im Wahlprogramm zur bevorstehenden Kommunalwahl. Zwischen dem Osterfeld in Gernrode und Harzgerode wohnt kaum jemand - da gibt's nur schöne Landschaft mit vielen Wanderwegen.

Gruß

Rübezahl
Hallo,

dann sollte aber auch noch weiter gedacht werden. Außerhalb der Sommersaison müsste den Mitarbeitern dann eine vorher vereinbarte Alternative geboten werden. Z.B. im Bauhof der örtlichen Kommune oder anderen Bereichen. Bezahlt wird der Mitarbeiter durchgehend das ganze Jahr von der HSB. Und die HSB stellt seine Arbeitsleistung der Kommune in Rechnung. Somit wäre es ein Ganzjahresjob welcher attraktiver ist. So läuft es doch auch in anderen Bereichen, wie bei diversen Freibädern oder Parkeisenbahnen. Oder die HSB könnte ihre Betriebsdienstpersonale extern einsetzen. Andere Eisenbahngeschäftsführungen sind da kreativer und engagierter.

Grüße,
Lalu

Eine Bahn schafft sich ab

geschrieben von: Conrail-Bahner

Datum: 15.05.19 16:32

Welchen Grund gibt es denn noch weiterhin den Harz zu besuchen wenn nicht die mit Dampf gefahrenen Züge der HSB? Die Länder Sachsen Anhalt und Thüringen sollten entscheiden was ihnen wichtig ist.
Ohne HSB gibt es für mich keinen Grund mehr in den Harz zu fahren. Die wenigen "Sehenswürdigkeiten" hab ich im Laufe der letzten Jahre durch.

I'm not old - I'm a recycled teenager :-)

"Märklin ist gut - Es gibt besseres"

BILD-keiner liest sie aber auf jedem Dienstposten der Bahn in Ost und West liegt sie
Lalu schrieb:
Hallo,

dann sollte aber auch noch weiter gedacht werden. Außerhalb der Sommersaison müsste den Mitarbeitern dann eine vorher vereinbarte Alternative geboten werden. Z.B. im Bauhof der örtlichen Kommune oder anderen Bereichen. Bezahlt wird der Mitarbeiter durchgehend das ganze Jahr von der HSB. Und die HSB stellt seine Arbeitsleistung der Kommune in Rechnung. Somit wäre es ein Ganzjahresjob welcher attraktiver ist. So läuft es doch auch in anderen Bereichen, wie bei diversen Freibädern oder Parkeisenbahnen. Oder die HSB könnte ihre Betriebsdienstpersonale extern einsetzen. Andere Eisenbahngeschäftsführungen sind da kreativer und engagierter.

Grüße,
Lalu

Man könnte ja auch als EVU im ÖPNV richtigen SPNV durchführen. Warum nicht den Nahverkehr nach Halberstadt, Bad Harzburg, Halle, Magdeburg o.ä. von der HSB durchführen lassen? Zum einen würde der Personalpool größer und auch der finanzielle Rahmen würde größer werden.

Re: Wird denn der Dieselzug günstiger als der Dampfzug?

geschrieben von: MD 612

Datum: 15.05.19 20:58

Der Zeuge Desiros schrieb:
Wird denn der Dieselzug günstiger als der Dampfzug?
da der vergleichsweise teure Brockentarif ja immer auch mit dem Einsatz bzw. dem Erlebnis des Dampfzuges rechtfertigt wurde, wäre es doch nur konsequent, beim Dieselzug... Oder?
Ne Idee wäre ja, in den mit Diesel bespannten Zügen (nicht nur auf der Brockenstrecke) einen "Dieselgutschein" auszugeben, mit dem man sich in den Fahrkartenausgaben bzw. im Kundenzentrum einen kleineren Teil des Fahrpreises rückerstatten lassen könnte. Wer die Bahn trotzdem mit dem vollen Fahrpreis unterstützen will, der schiebt den Gutschein einfach ins nächste Streifenfax.

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Re: Teilnahme der HSB an SPNV-Ausschreibungen

geschrieben von: MD 612

Datum: 15.05.19 21:01

VT605 schrieb:
Man könnte ja auch als EVU im ÖPNV richtigen SPNV durchführen. Warum nicht den Nahverkehr nach Halberstadt, Bad Harzburg, Halle, Magdeburg o.ä. von der HSB durchführen lassen? Zum einen würde der Personalpool größer und auch der finanzielle Rahmen würde größer werden.
Wenn man als EVU eine solche Querfinanzierung (wenn sie denn überhaupt zulässig wäre) in die Kalkulation mit aufnimmt, wird man wohl jede Ausschreibung verlieren.

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Werbeträger oder "Stiefkind" ?

geschrieben von: 042 096-8

Datum: 15.05.19 23:18

Abseits der kontroversen Diskussion sind die HSB im Harz Werbeträger Nr.1. Man investiert aber eher in schwachsinnige Prestigeprojekte (Stuttgart21läßt grüßen) wie eine Seilbahn bei Schierke und andere Wintersportprojekte die sich nur kostspieligen Kunstschnee realisieren lassen.

Entlohnung des Personals

geschrieben von: Palatino

Datum: 16.05.19 07:55

423User schrieb:
Ein Heizer verdiene zurzeit etwa 25.000 Euro im Jahr, ein Dampflokführer maximal bis 36.000 Euro.

Interessant. Meine Frau ist examinierte Krankenschwester, arbeitet in vier unterschiedlichen Wechselschichten (Früh-, Spät-, Tag- und Nachtschicht), hat während der Nachtschichten und am Wochenende die alleinige Verantwortung für bis zu 24 teilweise schwerstkranke Menschen auf ihrer Station und verdient auch nicht mehr als ein Lokführer. Aber die Klinik hat offenbar dasselbe Problem wie die HSB: Auch ihr gelingt es nicht, alle freien Stellen mit Fachkräften zu besetzen.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass in unserem Land so einiges nicht mehr stimmt.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Was nicht stimmt,...

geschrieben von: ikonengold.de

Datum: 16.05.19 09:10

Was nicht stimmt, sind die hohen Personalnebenkosten, die dir als Unternehmer die Möglichkeit nehmen, die Mitarbeiter besser zu entlohnen sowie der hohe Umsatzsteuersatz, der dem Angestellten fast ein Fünftel seiner Kaufkraft nimmt.

Dazu ein Vergleich: Worin unterscheiden sich und was haben die Windel meines Sohns und die Autobiografie von Dieter Bohlen gemeinsam?

Am Ende ist beides @#$%& in Zellulose, einmal mit 19% versteuert, einmal mit 7%.

Was man allerdings auch berücksichtigen sollte: Mit 2000 brutto lässt sich im Harz ein besseres Leben führen als mit 2500 in Stuttgart, München, Hamburg oder Frankfurt.


Freundlicher Gruß
Eberhard
(Arbeitgeber)

Re: Entlohnung des Personals

geschrieben von: Djensi

Datum: 16.05.19 11:51

Palatino schrieb:
.

Interessant. Meine Frau ist examinierte Krankenschwester, arbeitet in vier unterschiedlichen Wechselschichten (Früh-, Spät-, Tag- und Nachtschicht), hat während der Nachtschichten und am Wochenende die alleinige Verantwortung für bis zu 24 teilweise schwerstkranke Menschen auf ihrer Station und verdient auch nicht mehr als ein Lokführer. Aber die Klinik hat offenbar dasselbe Problem wie die HSB: Auch ihr gelingt es nicht, alle freien Stellen mit Fachkräften zu besetzen.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass in unserem Land so einiges nicht mehr stimmt.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Hallo Hubert,

alle wollen Abi (es wird ja auch allen eingeredet das sie es haben müssen), alle wollen studieren, alle wollen in einen Dienstleistungsjob, wo man sich möglichst wenig die Finger schmutzig macht, alle orientieren sich schon früh, wo ist Geld zu verdienen und wo nicht.
Das ist jetzt sehr pauschal, aber das trifft es, mit dem Faktor, dass die die geburtenschwachen Jahrgänge nun ins Arbeitsleben kommen.
Daraus generiert sich ein Fachkräftemangel in sehr vielen Branchen. Ich war bis vor kurzem in Nachbarschaft der Innung Heizung/Sanitär in Hamburg. Händeringend versucht man bildungsferne Menschen und Migranten für die Gewerke zu interessieren, weil sonst in absehbarer Zeit eine Vielzahl an Betrieben dicht machen können.
Gleiches gilt für das Bauhandwerk, abgesehen von dieser ganzen Subunternehmerschaft. Ich habe einen unserer Gebäudesanierer mal gefragt, warum er so viele Osteuropäer beschäftigt hat.
Es gibt schlichtweg kaum noch (deutsche) Arbeitnehmer, die in der Lage sind in den vorgegebenen Zeiten Objekte (wieder-)herzustellen. Obwohl die Leute 30 TEUR im Jahr + Prämien verdienen.
Auf die Osteuropäer kann er sich verlassen, dass kann er leider von vielen Deutschen nicht behaupten und mit Arbeiten am Samstag darf er denen gar nicht kommen...
Die Attribute, die früher einem deutschen Arbeitnehmer nachgesagt wurden (strebsam, fleißig usw.) haben weitgehend andere übernommen. Das mag mit ein Grund sein.

Viele Grüße in die Pfalz
Jens

Re: Entlohnung des Personals

geschrieben von: 52 2006

Datum: 16.05.19 14:08

Djensi schrieb:
Die Attribute, die früher einem deutschen Arbeitnehmer nachgesagt wurden (strebsam, fleißig usw.) haben weitgehend andere übernommen. Das mag mit ein Grund sein.


Die gibts immer noch, keine Sorge. Nur nicht mehr in den niedrig bezahlten Branchen so viele.

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.