DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Achtung: Werbung und Updatemeldungen für Websites werden gelöscht, bzw. ins Allgemeine Forum verschoben!
Links bitte mit kurzer Erklärung zum verlinkten Inhalt versehen, andernfalls werden diese entfernt.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 All

Angemeldet: -

Hochrechnung

geschrieben von: MD 612

Datum: 13.05.19 22:59

deruerdingerbus schrieb:
Wer kennt nach 20 Jahren Einstellung des ÖPNV die tatsächlichen Ist Zahlen der heutigen Bahn Nutzer. Woher stammen Zahlen von möglichen Nutzer des geplanten Radweges? Das sind doch Zahlen nur aus der Luft gegriffen.
Ich fürchte, da gibt es gescheitere Menschen, die das anhand von vorhandenen Daten, wie Einwohnerzahlen und Erfahrungswerten auf ähnlich liegenden Trassen recht gut hochrechnen können.

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.05.19 23:00.

Re: Eine herrliche Diskussion - danke!

geschrieben von: burovier

Datum: 13.05.19 23:06

deruerdingerbus schrieb:
Woher stammen Zahlen von möglichen Nutzer des geplanten Radweges?
Das sind doch Zahlen nur aus der Luft gegriffen.
Regional und touristisch ist die komplette Gegend am Ende der Welt,dass Highlight ist vielleicht noch Zittau.
Wenn ich manche Beiträge hier lese, frage ich mich, was ihr dann zu den anderen Teilen Ostdeutschlands sagen wollt. Der südliche Teil der Oberlausitz ist nämlich vergleichsweise dicht besiedelt. Sicher gibt es massive Probleme, weil sich hier die allgemeinen Probleme Ostdeutschlands, die Randlage und der Drang in die Großstädte überlagern. (Die Freie Presse hat z.B. vor kurzem mit der Überschrift aufgemacht, dass drei Viertel der neuen Lehrer in Sachsen nach Dresden oder Leipzig wollen.)

Dennoch: Der Altkreis Zittau war mit 348 Einwohnern pro km² zum Ende der DDR einer der bevölkerungsreichsten der DDR, es gab nur vier Landkreise (die alle im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt) mit größerer Bevölkerungsdichte. Das heißt aber auch: Selbst wenn sich die Bevölkerung seit der Wende halbiert hätte (was sie nicht hat), würden dort heute immer noch mehr Menschen wohnen als in den meisten Teilen der seinerzeitigen DDR vor der Wende. Die Besiedlung wird dann nördlich von Oberoderwitz dünner, der Altkreis Löbau hatte 244 Einwohner pro km², wobei allerdings die sehr viel dünnere Besiedlung nördlich von Löbau den Durchschnitt gedrückt hat.

Ich denke aber, wenn man schon bei Oberoderwitz - Löbau argumentiert: "Bahn nein, Radweg nein, sowieso kaum jemand da", dann müsste man halb Ostdeutschland abschreiben.

Zu Zittau selbst: Ich bin gespannt, wie sich die Bevölkerung der Großen Kreisstadt Zittau bei der Bürgerbefragung zu dem Kulturhauptstadtprojekt entscheiden wird.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.05.19 23:16.

Der schleichende Abbau

geschrieben von: Pallaswiese

Datum: 13.05.19 23:09

knoedel schrieb:
Conrail-Bahner schrieb:
Die Bahn dort hat nunmal keinerlei Nachfrage und zum Selbstzweck fahren ist irrational, umweltfeindlich und absoluter Blödsinn.
Der erste sinnvolle Beitrag. Selbst von Bischofswerda nach Zittau ist der Andrang im Zug überschaubar und auf diesen Querverbindungen würde nicht viel mehr als heiße Luft befördert werden. Wenn die Trasse jetzt so erhalten wird ist das gut.
Die Fahrzeiten nach Zittau sind ja auch nicht so dolle, die Takte erst recht nicht. Und wenn man dann auch noch monatelang SEV hat und immer wieder neue Störungen auf der Strecke einbaut, ganz zu schweigen vom Abbau sinnvoller Kreuzungen, dann ist doch klar, daß die Braunkohleregion lieber Diesel fährt. Überhaupt denke ich, ganz abgesehen vom fehlenden Geld: ein ernsthaftes Interesse des ZVON, einen attraktiven Verkehr anzubieten, kann ich nicht erkennen.

Ab Dezember werden auf der Hauptstrecke nach Görlitz die kleinen Stationen noch weiter abgehängt als jetzt schon. Alle zwei Stunden ist nun wirklich kein attraktiver Takt. Mit dieser Geisteshaltung ist keine Bahn zu machen, auch nicht nach Niedercunnersdorf. Am liebsten hätte man ja Bischofswerda-Wilthen plattgemacht und über Bautzen geführt. Dann hat man durchgerechnet und festgestellt, daß der dann erforderliche Busverkehr genauso teuer kommt. Also hat man es gelassen.

Und was die Trassenfreihaltung durch Radwege betrifft. Damit ist die Strecke nicht gesichert, denn die Fördermittel müßten zurückgezahlt werden, wenn in einer definierten Zeit der Radweg wieder aufgegeben würde. Das ist doch der Clou! So verhindert man eine mögliche Reaktivierung.

Andererseits: man stelle sich vor, Bautzen-Hoyerswerda wäre ein Radweg geworden. Dann gäbe es keinen OBI auf der Trasse in Bautzen, der die nur verbal gewünschte Reaktivierung stören würde. Ich bin die Strecke ein Mal mit dem Bus gefahren. Unattraktiver geht es ja nun wirklich nicht.

Und noch eins: wenn man sich knapp eine Milliarde Euro für die Elektrifizierung Cottbus-Görlitz und Dresden-Görlitz vorstellen kann, was könnte man mit dem Geld Sinnvolles tun, um die bestehende Struktur aufzupäppeln? Jammern über die volle A4, aber die Bahn versauern lassen. Sachsen halt.

Gruß, Walter

Die Riedbahn von Darmstadt nach Goddelau-Erfelden auf http://www.walter-kuhl.de/riedbahn/.
Neueste Seite: Was 2018 so alles geschieht.
Mein DSO-Inhaltsverzeichnis.

Re: Oberoderwitz-Niedercunnersdorf wird Radweg

geschrieben von: Achsstellkeil

Datum: 14.05.19 08:04

Am besten hier zieht alle in diese Gegend , kauft euch ein altes , leerstehendes Gebäude und eröffnet dort ein Fahrradgeschäft ,mit An - und Verkauf von Neu - und Gebrauchträdern und einem Fahrradverleih . Das ganze dann vielleicht noch in Wassernähe (z.B. O-See ) mit Bootsverleih als zweiten Standbein . Und überlegt bitte vorher , was ihr selber heute schon bereit seit , selber für ein WE oder ein , zwei Urlaubswochen in dieser Gegend an Geld zu lassen . Da nutzt das billigere tanken in Polen auch nichts mehr ! Und eine zukünftige Kulturhauptstadt ( obwohl ja Zittau schon eine von den drei Weltstädten ist ) lässt sich sowas dann auch immer was kosten . Gut , manche werden auch Mittags beim anblick vom Fastentuch schon satt .

Re: Oberoderwitz-Niedercunnersdorf wird Radweg

geschrieben von: leofink

Datum: 14.05.19 08:45

Michael G. schrieb:
>..............aber finde eure Reaktionen bemerkenswert........



Nochmal: ein Gutachten sollte doch so nahe wie möglich den Istzustand Dokumentieren, egal in welche Richtung.
Wenn sich ein Gutachten "erkauft" wird um etwas durchzusetzen, ganz gleich ob Schienenverkehr oder Radweg, ist es das Papier nicht wert auf dem es steht.
Ob man da hineingeschaut hat oder nicht......


Gruss
Michael
Wer das glaubt ist wohl auch der Meinung, Zitronenfalter falten Zitronen.
Das Gutachten ist das eine und die Gewichtung das Andere.
Ein gutes Beispiel hier:
[www.nzz.ch]
Ein Gutachten kann niemals einen Entscheid treffen, sondern ist immer eingebettet in eine Gesamtansicht, bei der das Gutachten womöglich den entscheidenden Teil dazu beiträgt.
Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.19 09:46.

Re: Oberoderwitz-Niedercunnersdorf wird Radweg

geschrieben von: Conrail-Bahner

Datum: 14.05.19 08:50

Achsstellkeil schrieb:
Am besten hier zieht alle in diese Gegend , kauft euch ein altes , leerstehendes Gebäude und eröffnet dort ein Fahrradgeschäft ,mit An - und Verkauf von Neu - und Gebrauchträdern und einem Fahrradverleih . Das ganze dann vielleicht noch in Wassernähe (z.B. O-See ) mit Bootsverleih als zweiten Standbein . Und überlegt bitte vorher , was ihr selber heute schon bereit seit , selber für ein WE oder ein , zwei Urlaubswochen in dieser Gegend an Geld zu lassen . Da nutzt das billigere tanken in Polen auch nichts mehr ! Und eine zukünftige Kulturhauptstadt ( obwohl ja Zittau schon eine von den drei Weltstädten ist ) lässt sich sowas dann auch immer was kosten . Gut , manche werden auch Mittags beim anblick vom Fastentuch schon satt .

Was will mir dieser Beitrag sagen?

I'm not old - I'm a recycled teenager :-)

"Märklin ist gut - Es gibt besseres"

BILD-keiner liest sie aber auf jedem Dienstposten der Bahn in Ost und West liegt sie

Re: Eine herrliche Diskussion - danke!

geschrieben von: Falk12

Datum: 14.05.19 11:08

burovier schrieb:
deruerdingerbus schrieb:
Woher stammen Zahlen von möglichen Nutzer des geplanten Radweges?
Das sind doch Zahlen nur aus der Luft gegriffen.
Regional und touristisch ist die komplette Gegend am Ende der Welt,dass Highlight ist vielleicht noch Zittau.
Wenn ich manche Beiträge hier lese, frage ich mich, was ihr dann zu den anderen Teilen Ostdeutschlands sagen wollt. Der südliche Teil der Oberlausitz ist nämlich vergleichsweise dicht besiedelt. Sicher gibt es massive Probleme, weil sich hier die allgemeinen Probleme Ostdeutschlands, die Randlage und der Drang in die Großstädte überlagern. (Die Freie Presse hat z.B. vor kurzem mit der Überschrift aufgemacht, dass drei Viertel der neuen Lehrer in Sachsen nach Dresden oder Leipzig wollen.)

Dennoch: Der Altkreis Zittau war mit 348 Einwohnern pro km² zum Ende der DDR einer der bevölkerungsreichsten der DDR, es gab nur vier Landkreise (die alle im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt) mit größerer Bevölkerungsdichte. Das heißt aber auch: Selbst wenn sich die Bevölkerung seit der Wende halbiert hätte (was sie nicht hat), würden dort heute immer noch mehr Menschen wohnen als in den meisten Teilen der seinerzeitigen DDR vor der Wende. Die Besiedlung wird dann nördlich von Oberoderwitz dünner, der Altkreis Löbau hatte 244 Einwohner pro km², wobei allerdings die sehr viel dünnere Besiedlung nördlich von Löbau den Durchschnitt gedrückt hat.

Ich denke aber, wenn man schon bei Oberoderwitz - Löbau argumentiert: "Bahn nein, Radweg nein, sowieso kaum jemand da", dann müsste man halb Ostdeutschland abschreiben.

Zu Zittau selbst: Ich bin gespannt, wie sich die Bevölkerung der Großen Kreisstadt Zittau bei der Bürgerbefragung zu dem Kulturhauptstadtprojekt entscheiden wird.
Hallo,

vollkommen richtig!! An den Einwohnerzahlen liegt es nicht, sondern an der Randlage zu Polen und Tschechien!! Die existiert nämlich in der Bahnwelt
der Herren in den Chefetagen der DB AG gar nicht. Die Grenzlänge von Deuschland zu Polen ist fast identisch mit der zu Frankreich und wieviel aktive Bahngrenzübergänge gibt es nach Polen? Genau 3 mit Personenverkehr, in Richtung Stettin, in Frankfurt/Oder und in Görlitz. Und wieviel gibt es nach Frankreich? Nach Tschechien sieht es etwas besser aus, mit Zittau, Seifhennersdorf, , Sebnitz, Schöna und Klingenthal. Da tut sich wenigsten was, was auch mit der Bahninfrastruktur zu tun hat, die oft über die Grenze mehrmals hin und her wechselt, so durchquert zum Beispiel die Bahnstrecke Dresden- Bischofswerda(Schiebock) - Zittau auch Tschechien ohne Halt im Nachbarland und ohne das man das merkt, typisch ist ja auch die Strecke Zittau-Seifhennersdorf, die eigentlich Teil der Strecke Liberec- Zittau- Varnsdorf-Cheska Lipa ist,die ja auch im tschechischen Varnsdorf abzweigt und von Seifhennersdorf ja wieder zurück auf die Strecke Bischofswerda-Zittau führt, wenn man diesen Teil nicht vor Jahren auch stillgelegt hätte. Im Gegensatz zum Deutschen Teil der Oberlausitz ist der " Schluckenauer Zipfel" in Tschechien weit geringer besiedelt, seit 1945 als man die Sudetendeutschen von dort vertrieben hat, die größtenteils auch in der Oberlausitz auf deutscher Seite landeten. Trotzdem werden dort noch kleinste Nebenstrecken gefahren. Was sagt uns das? Es liegt am politischen Willen und die Touristenzahlen sind in der Oberlausitz auch nicht so schlecht wie hier gemeint wird. Es gäbe sehr wohl Bedarf auch für den Betrieb von Nebenstrecken. Das die Nutzung allgemein nicht so gut ist, liegt eben auch am fehlenden Fernverkehr nach Polen und Tschechien, der ja auch immer den Nahverkehr belebt. Aber da habe ich mich ja schon mehrmals hier im Forum belehren lassen müssen, das es dafür keinen Bedarf gibt, was völliger Quatsch ist, denn wer die vielen Kleinbusse sieht die täglich auf der Autobahn A4 gen Polen fahren und die fast den ganzen ethnischen Verkehr von Polen aus Sachsen abwickeln, der weiß, das sich da auch Züge lohnen würden, wenn es diese denn gäbe. Die ganzen Begründungen, es muss erst elektrifiziert werden bevor man Fernzüge wirtschaftlich fahren lassen kann ist auch nur vorgeschoben, alleine in Leipzig leben über 10 000 Polen, von Ukrainern, die die größte osteuropäische Gruppe in Leipzig ausmachen und die so eine Bahnstrecke vieleicht auch nutzen würden, mal ganz abgesehen. Ich vermute das Angehörige dieser ethnischen Gruppen auch in Dresden und Chemnitz gibt, so das schon dieser Verkehr allein ein gewisse Auslastung garantieren würde. Nicht umsonst ist zu DDR Zeiten täglich ein Nachtzug von Leipzig via Dresden, Görlitz und Breslau nach Warschau gefahren, das hatte Gründe!!! Nur hat man das Feld lieber den Minibussen aus Polen überlassen, trotz der am Anfang noch schlecht ausgebauten Straßen und Autobahnen dort.

Re: Eine herrliche Diskussion - danke!

geschrieben von: falk

Datum: 14.05.19 11:28

Es gab von Leipzig aus noch deutlich mehr tägliche Zugfahrten von und nach Polen, beispielsweise das Zugpaar 484/485 Richtung Przemyśl bzw Rzeszów in der hintersten, südöstlichen Ecke Polens und den 486/487 von und nach Warschau. Den 498/499 von und nach Krakau möchte ich mal ausnehmen, weil er über Forst fuhr. Sie verkehrten auch zwischen 1981 und 1989, als der Grenzübertritt für DDR-Bürger stark eingeschränkt war. Die Fahrpläne A-5 und A-6 von damals sind recht aufschlussreich.
Die Verbindungen in die Ostslowakei über Zittau möchte ich mal ausklammern, sie hatten vor allem was mit der Durchlassfähigkeit des Knotens Prag zu tun, die seinerzeit ziemlich eingeschränkt war. Sie wurden trotzdem auch im Binnenverkehr gut genutzt.

Falk

Re: Eine herrliche Diskussion - danke!

geschrieben von: pm

Datum: 14.05.19 11:34

Via Zittau hing nicht mit Prag zusammen (da gab es genug Alternativen)- sondern mit der Überlastung von Bad Schandau.

Re: Hochrechnung

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 14.05.19 13:16

Hochrechnen?
Strecke wurde n ÖPNV 1998 stillgelegt
Gehen wir mal davon aus,dass im Zeitraum 1990 bis 1998 nichts an der Strecke gemacht wurde.
Wir reden hier wie so oft von bloßen runter fahren oder dem betrieblichen möglichen.
Danach kommt nichts oder diese Wunderfirma,die x Strecken von der Bahn geschenkt bekommt.
Das nur am Rande angemerkt.
Nur wenn eine Strecke wie diese nach neusten Stand reaktiviert werden muss, kommen beim Hochrechnen Kosten zusammen die sich im Verhältnis Nutzer nie rechnen wird.

Re: Hochrechnung

geschrieben von: falk

Datum: 14.05.19 14:31

Nur würde man so eine Rechnung, ginge es um eine Straße, nie aufmachen.
Nach zwanzig Jahren unterlassener Unterhaltung ist praktisch jeder Verkehrsweg, mal abgesehen von einem Waldweg, nur durch einen grundhaften Neuaufbau wieder betriebsfähig zu machen. Dafür sorgt alleine schon die Durchwurzelung des Bodens. Die endet schließlich nicht an der Planumsoberkante.

Falk

Re: Hochrechnung

geschrieben von: MD 612

Datum: 14.05.19 18:11

deruerdingerbus schrieb:
Nur wenn eine Strecke wie diese nach neusten Stand reaktiviert werden muss, kommen beim Hochrechnen Kosten zusammen die sich im Verhältnis Nutzer nie rechnen wird.
Es ging beim Hochrechnen nicht um die Kosten, sondern um die von Dir ins Gespräch gebrachten Nutzerzahlen.

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Re: Hochrechnung

geschrieben von: MD 612

Datum: 14.05.19 18:12

falk schrieb:
Nur würde man so eine Rechnung, ginge es um eine Straße, nie aufmachen.
Die Straße wird aber im Gegensatz zur hier in Rede stehenden Bahnstrecke auch genutzt...

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Für Radwege scheint immer Geld da zu sein

geschrieben von: MS Baden

Datum: 14.05.19 21:11

Angesichts dessen, dass der ADFC Zittau als Radfahrverein gegen den Bau eines Radweges und für die Reaktivierung der Bahnstrecke ausgesprochen hat, verstehe ich nicht, warum unbedingt etwas auf der Bahnstrecke gebaut werden muss. Der Trend zum Radwegebau auf stillgelegten Eisenbahnstrecken halte ich für eine unnötige Geldverschwendung gerade in einer eher ärmeren Region.
Ich bin zwar für die Reaktivierung der interessanten Bahnstrecke über Obercunnersdorf, bekannt für die sehenswerten Umgebindehäuser, und damit auch ein lohnenswertes Ausflugsziel für einen Dampfsonderzug, jedoch bin ich in dem Fall, dass die Reaktivierung finanziell (noch) nicht vertretbar wäre, dafür dass man die strecke einfach liegen lässt, ohne sie zu überbauen. Wo ist das Problem? Muss man hier unbedingt alles überbauen und "nutzen", in einer Region, die nun wahrlich keinen Flächenbedarf hat? Wenn man den Klimawandel ernst nimmt und über eine zukünftige andere Organisation des Verkehrs nachdenkt, dürfte man heute keine stillgelegte Eisenbahnstrecke mehr opfern, sondern müsste sie für eine zukünftige Reaktivierung vorhalten.
Vielleicht wäre das Geld für so eine Reaktivierung leichter zu beschaffen, wenn die Bahn bei den viel zu umfangreichen Gleisanlagen in Zittau etwas Geld gespart hätte. Wozu wurden dort so viele ungenutze Gleise saniert und völlig sinnlose, neue Lampen in den Gleisanlagen gebaut. Ich habe dort weder Güterverkehr entdeckt, noch dass die zahlreichen Gleise für die überschaubare Anzahl an Triebwagen benötigt würde.

Wer den sehr schönen, empfehlendwerten Bildband für nur 19,80 € "Mit Dampf durch die Oberlausatz" von Anne und Frank Wußing ansieht, wird wehmütig werden angesichts dessen, was heute von den Strecken und ihrer Infrastruktur noch übrig geblieben ist. Die Zittauer Schmalspurbahn ist da die große Ausnahme und hat vieles der Nachwelt erhalten.

Re: Für Radwege scheint immer Geld da zu sein

geschrieben von: pm

Datum: 14.05.19 22:46

Offensichtlich werden die Bahnradwege aber genutzt- ansonsten würden sich die fast bankrotten Gemeinden dort nicht die Infrastrukturkosten aufhalsen. Und mit Klimawandel wäre ich ganz vorsichtig- aus CO2 Gründen wäre ein 7Sitzer Hybrid VAN für bestimmt ca. 20 % der Zugleistungen in der Region die wesentlich umweltfreundlichere Alternative.

Re: Für Radwege scheint immer Geld da zu sein

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 14.05.19 22:59

Frage an die Expertengruppe.
1 km Radweg im Neubau kostet?
1 km Bahntrasse im Neubau kostet?

Würde man eine Autobahnausfahrt wegen im Gutachten beschriebenen geringen Nutzerzahl trotzdem oder später wegen bei Unrentabilität zurück bauen?
Ich kenne das spitz rechnen im Gutachten nur im Thema ÖPNV und bei der Bahn.

Re: Für Radwege scheint immer Geld da zu sein

geschrieben von: MS Baden

Datum: 14.05.19 23:18

deruerdingerbus schrieb:
Frage an die Expertengruppe.
1 km Radweg im Neubau kostet?
1 km Bahntrasse im Neubau kostet?
Ich ergänze: 1 km stillgelegte Bahntrasse aus denkmalschutzgründen einfach liegen lassen kostet? - Nichts! (Dafür wäre in Zukunft immer noch eine Reaktivierung möglich.)

Der Radweg ist auf der Herrnhuter Bahn völlig sinnlos, weil der Verein und der ADFC Zittau bereits eine Radtour entlang der Strecke veranstaltet hatten, die angeblich problemlos durchzuführen war, und zwar auf bestehenden Wegen.

Re: Für Radwege scheint immer Geld da zu sein

geschrieben von: MD 612

Datum: 14.05.19 23:38

deruerdingerbus schrieb:
Frage an die Expertengruppe.
1 km Radweg im Neubau kostet?
1 km Bahntrasse im Neubau kostet?
Die Preise stehen im Gutachten drin.

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Re: Für Radwege scheint immer Geld da zu sein

geschrieben von: MD 612

Datum: 14.05.19 23:45

MS Baden schrieb:
Ich ergänze: 1 km stillgelegte Bahntrasse aus denkmalschutzgründen einfach liegen lassen kostet? - Nichts! (Dafür wäre in Zukunft immer noch eine Reaktivierung möglich.)
Ich ergänze weiter: Die Bahntrasse in 50 oder 100 Jahren wieder aufbauen kostet was?? Was kostet es in 50 oder 100 Jahren zusätzlich, anstatt von Bäumen, Gestrüpp und Schotter die Asphaltdecke wieder zu entfernen?? Und was macht eine vergammelte Schotterpiste eigentlich zum Denkmal??

Gruß Peter

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Re: Für Radwege scheint immer Geld da zu sein

geschrieben von: burovier

Datum: 14.05.19 23:46

MS Baden schrieb:
Ich ergänze: 1 km stillgelegte Bahntrasse aus denkmalschutzgründen einfach liegen lassen kostet? - Nichts! (Dafür wäre in Zukunft immer noch eine Reaktivierung möglich.)

Wirklich? Zunächst sicher nicht viel, aber irgendwann wird man sich z.B. schon um die Kunstbauten kümmern müssen, damit sie niemanden auf den Kopf fallen. Vor sich hin gammelnde Brachen gibt es leider im Osten zur Genüge.

MS Baden schrieb:
Zitat:
Der Radweg ist auf der Herrnhuter Bahn völlig sinnlos, weil der Verein und der ADFC Zittau bereits eine Radtour entlang der Strecke veranstaltet hatten, die angeblich problemlos durchzuführen war, und zwar auf bestehenden Wegen.
Eine Radtour eines bestimmten Typs Radfahrer beweist das jetzt? Gerade beim Radfahren sind die Anforderungen sehr verschieden. Erfahrungsgemäß werden aber Bahnradwege gut angenommen, auch wenn das manche hier nicht wahrhaben wollen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.19 23:48.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 All

Angemeldet: -