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Moin,

die im Kontext "Deutschlandtakt" diskutierte Neubaustrecke zwischen Bielefeld und Hannover könnte laut Bürgerinitiative Bigtab (BI gegen den trassenfernen Ausbau Schaumburg - Minden - Porta Westfalica) noch eine neue weitere Variante erhalten ...

Darüber berichtet auch heute die regionale Presse: Die Bürgerinitiative Bigtab befürchtet, dass die geplante Hochgeschwindigkeitstrasse der Bahn zwischen Bielefeld und Hannover doch nicht entlang der A2 führen könnte. Diese Variante wurde bisher nach Aussage von Verkehrs-Staatssekretär Ferlemann favorisiert. Aus einem in dieser Woche veröffentlichten zweiten Entwurf des Zielfahrplans 2030plus für den Deutschland-Takt ergebe sich nun aber eine andere Variante: Demnach solle die Schnellfahrstrecke von Bielefeld kommend zwischen Vlotho und Rinteln Richtung Norden nach Stadthagen führen. Dies würde zwangsläufig einen Tunnel durch das Wesergebirge etwa bei Schermbeck/Kleinenbremen sowie einen weiteren Tunnel durch den Harrl erforderlich machen.
Die Bigtab vermutet, dass ein Trassenneubau entlang der Autobahn viel zu teuer wäre und deshalb unrealistisch ist. Auch der ursprünglich ins Spiel gebrachte Eisenbahntunnel durch den Jakobsberg in Porta Westfalica sei noch nicht vom Tisch. Weitere Informationen auf den Seiten der Bigtab [www.bigtab.info]

Im Grunde sind damit vier Trassenvarianten in der engeren Betrachtung:

1. ab Minden nördlich bzw. südlich entlang des Mittellandkanals: unrealistisch, da stark "verbaut" und möglicherweise erhebliche Mehr-Kilometer
2. Tunnel durch den Jakobsberg: Ausfädelung aus der Bestandsstrecke zwischen Vennebeck und Kirchhorsten: vermutlich die am ehesten realistische Variante, die den Bahnhof Minden umfährt, aber die aus Osnabrück kommenden Züge Amsterdam - Berlin aufnehmen könnte
3. Neubaustrecke von Bielefeld bis Seelze / Hannover der A2 folgend: trassenferner "Komplett-Neubau" mit entsprechend hohem Aufwand
4. Vlotho - Stadthagen: neue Variante, die vermutlich einen Teil der bisherigen Weserbahn Löhne - Elze nutzen könnte und etwa 5 - 10 km östlicher verläuft als der Tunnel durch den Jakobsberg, aber eine neue Weserquerung erfordert; auch hier wäre eine Aufnahme der Linie aus Amsterdam möglich

Es bleibt spannend.

Viele Grüße

Andreas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.05.19 15:03.
Es ist schon fast erheiternd, wenn man die Statements von Bürgerinitiativen durchliest. Es kommen alle möglichen Argumente, aber bei Licht betrachtet genügt ein Blick auf den Sitz der Vereinigungen, in diesem Fall Bückeburg und man kann es eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Baut am besten gar nicht, und wenn dann nicht bei uns.
Da will eine weiter unablässig Anfragen zur angeblich geplanten Trasse stellen, "bis endlich Klarheit für die Bevölkerung" herrsche. Und kapiert nicht, dass es bisher weder Suchraum noch Grobkorridore noch Grobtrassen und schon gar keine Variantenabwägung gibt oder gegeben hat. Und solche Leute machen (Verkehrs-)Politik und "beraten" die Bevölkerung ihres Wahlkreises.

Aua.

Und die BI, klar: Trassenferne BI forden den bestandsnahen Ausbau, bestandsnahe BI den trassenfernen Ausbau, einig sind sie sich nur darin: Am besten gar kein Ausbau. Aber das sagt man nicht so laut, um sich nicht als Verhinderer enttarnen zu müssen.


Vielleicht sollte man als Kompromiss statt nichts einfach beides bauen: Viergleisigkeit Seelze-Minden neben dem Bestand und dazu noch eine trassenferne SFS Hannover-Bielefeld. Dann haben alle was davon. Und betrieblich wäre das eh optimal.
Flauschi schrieb:
Es ist schon fast erheiternd, wenn man die Statements von Bürgerinitiativen durchliest. Es kommen alle möglichen Argumente, aber bei Licht betrachtet genügt ein Blick auf den Sitz der Vereinigungen, in diesem Fall Bückeburg und man kann es eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Baut am besten gar nicht, und wenn dann nicht bei uns.
Lustig ist auch, wenn man sich ansieht wie der Argumente sich über die Zeit verändern. Bei der kurzen NBS von Porta bis Bückeburg (oder so ähnlich) wurde immer gesagt: "Wir fordern nach Schweizer Vorbild, Bla Bla Blub, erst einen Fahrplan und dann den passenden Ausbau." Jetzt haben sie einen Fahrplan ohne das gewünschte Resultat bekommen. Anstatt dann erst mal ruhig zu sein kommen Argumente wie: dauert zu lange und am Ende wird das Geld fehlen. Wenn diese entkräftet sind bleibt aber immer noch der Jocker: "Zerstörung einzigartiger Naturlanschaft."

Ist am Fehmarnbelt übrigens das Gleiche. Nachdem man, dem Tunnel sei Dank, keine verendenden Vögel in Brückenpfeilern und die tägliche Schiffkollision ausschließen kann hat man als einziges Argument auch fast nur noch das mit der Naturlanschaft.

sehr gut! (o.w.T)

geschrieben von: strobolus

Datum: 11.05.19 19:00

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Hallo,

Viele Bürgerinitiativen sind derart interessengesteuert, dass sie nicht bei den Fakten bleiben.
So wünschen sich die, die einen trassennahen Ausbau wünschen, in erster Linie eine Lärmsanierung der Altstrecke.

Fakt ist zunächst, das Ferlemann erklärt hat, eine Trasse entlang der A 2 werde geprüft.
Spekulattion ist aber, dass diese Trasse "zu teuer sei".
Fakt ist aber auch, dass SMA in den zweiten (wie schon im ersten) Entwurf des Zielfahrplans 2030+ eine Trasse über Stadthagen eingezeichnet und eingearbeitet hat. Darauf sollen IC nach Amsterdam und Köln bis Stadthagen fahren und zwischen Hannover und Minden 5 Minuten sparen. Wie das zu deuten ist, ist in der Tat unklar.
Fakt und keine Spekulation ist aber auch, dass diese Trasse westlich von Stadthagen in einer großen Kurve nach Süden abzweigen müsste, und dass in der Örtlichkeit dafür gar keine Möglichkeit besteht, es sei denn die Bundeswehr gibt den dort befindlichen Flugplatz auf.
Spekulation und Wunschdenken ist hingegen, dass das im BVWP enthaltene Projekt noch nicht aus der Diskussion sei. Die Bundesregierung verfolgt mit der neuesten Version klar das Ziel, die Fahrzeiten drastisch zu kürzen, um Flugverkehr zu verlagern, und mit dem Jakobsberg-Tunnel ist das nicht zu machen, weil er nicht in den Deutschland-Takt passt.

Wer darmehr Informationen sucht, kann sich hier informieren.

Der D-Takter

Re:Anbindung Minden (Westf)

geschrieben von: Strizie

Datum: 11.05.19 20:28

Eine NBS entlang der A 2 hat den entscheidenden Nachteil, dass Minden (Westf) nur über eine ergänzende NBS-Anbindung welche mehrere Kilometer lang wäre angebunden werden kann.

Letzteres halte ich für absolut unrealistisch.

Minden (Westf) wird aber auf einen regelmäßigen Fernverkehrshalt pochen und die DB AG will dort in Zukunft ja sogar mit ICE im Takt halten und befeuert das ganze damit noch.

Das man in Minden (Westf) haltenden Fernverkehr aber weiterhin auf der zweigleisigen Bestandsstrecke belässt wäre echt ein Witz.

Von daher kommt eigentlich nur eine Variante in Frage wo der Halt in Minden (Westf) mitgenommen werden kann.

Alles andere macht keinen Sinn.
Hallo Strizie,

Strizie schrieb:
Zitat:
Von daher kommt eigentlich nur eine Variante in Frage wo der Halt in Minden (Westf) mitgenommen werden kann.
gerade die Neubaustreckeführt doch dazu, dass auf der Bestandsstrecke die Kapazität für eine "Interregio"-Linie wird, welche Minden stündlich an das Fernverkehrs anbindet. Diese soll von Berlin über Minden alternierend in Richtung Amsterdam und Rurgebiet führen. Von Hannover bis Stadthagen wird sie über die NBS führen.

Viele Grüße
Jörg
Flauschi schrieb:
Es ist schon fast erheiternd, wenn man die Statements von Bürgerinitiativen durchliest. Es kommen alle möglichen Argumente, aber bei Licht betrachtet genügt ein Blick auf den Sitz der Vereinigungen, in diesem Fall Bückeburg und man kann es eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Baut am besten gar nicht, und wenn dann nicht bei uns.
Weißnich. Wenn man trassenfern baut, bleibt der Lärm an der Alttrasse (aus Güterverkehr und NV), da es dort kein Geld für Lärmschutzmaßnahmen geben wird. Wenn man die Alttrasse erweitert, gibt es dort Lärmschutz für alle Züge. Dagegen sind dann höchstens diejenigen, die ihre Gärten abgeben müssen (wie in Angermund).

Insofern ist "am besten gar nicht" auch keine Wunschlösung für die lärmgeplagten Anwohner der Alttrasse.

Gruß,
Andre Joost
Die Bundesregierung rückt aber die dafür notwendigen Milliarden in absehbarer Zeit nicht raus und hat vor Ort auch nichts zu entscheiden. Siehe Hamburg-Hannover. So ganz nebenbei würden die Knoten Hannover, Köln und Co dann noch mehr belastet. Vielleicht erleben es Deine Kinder ja noch. Was frühestens 2030 möglich wäre -die Elektrifizierung Elze-Hameln-Löhne damit ein paar Güterzüge nicht mehr dem Fern-/Nahverkehr im Weg stehen.
Egal welche Variante, inzwischen wird sukzessive jede Trasse in D lärmsaniert, d.h. da wo Häuser vor 1971 gebaut näher als 50 Meter stehen, damit man ungehindert 24 Stunden-Gz-Betrieb fahren kann.
Deshalb ist Lärm in 2030 gar kein Bahnthema mehr, eher die Verschandelung der Landschaft durch Lärmwände.
ingo st. schrieb:
Egal welche Variante, inzwischen wird sukzessive jede Trasse in D lärmsaniert, d.h. da wo Häuser vor 1971 gebaut näher als 50 Meter stehen, damit man ungehindert 24 Stunden-Gz-Betrieb fahren kann.
Deshalb ist Lärm in 2030 gar kein Bahnthema mehr, eher die Verschandelung der Landschaft durch Lärmwände.
Einen Vorgeschmack hab ich vor der Haustür. Die Strecke Nürnberg-Bamberg ist zu einem guten Teil hinter Lärmschutzwänden verschwunden, was die Bahnfahrt des Landschaftsgenusses beraubt. Nach Neuhaus a.d. Pegnitz hingegen ist noch nichts lärmsaniert. Aber wenn es soweit ist fehlt einfach der Reiz dort zu fahren, dagegen wird das Pegnitztal zum ersten Mal seit fast 150 Jahren so richtig verschandelt sein.

Re: Fernverkehrssystemalt in Minden (Westf) gibt es schon

geschrieben von: K.G.F

Datum: 12.05.19 15:42

JoergAtDSO schrieb:
gerade die Neubaustreckeführt doch dazu, dass auf der Bestandsstrecke die Kapazität für eine "Interregio"-Linie wird, welche Minden stündlich an das Fernverkehrs anbindet. Diese soll von Berlin über Minden alternierend in Richtung Amsterdam und Rurgebiet führen.
Die eine 2-stündliche Linie kommt aus Leipzig/Dresden, alles andere gibt es bereits.

Für was ?

geschrieben von: BOS

Datum: 12.05.19 21:48

werden eigentlich diese Planungen und Neubaumaßnahmen (für die ferne Zukunft) gemacht?
Europaweit gibt es einen Bevölkerungsschwund.
Der zunimmt!
Immer mehr Arbeitsplätze gehen verloren, werden digital ersetzt.
Immer mehr Umland von Städten und Ballungsgebieten gehören sofort an ein leistungsstarkes S-Bahn-System, damit das Leben in den Städten bezahlbar und die Preise auf dem Land stabil bleiben.
Und Geld fehlt hinten und vorne.
Die Einkommen der heute 30-50jährigen wird nicht reichen, das Erbe der Eltern sinnvoll umzusetzen.
Die Einkommen der jüngeren Generation wird nicht mehr die Kaufkraft besitzen die das Wort steigener Konsum auch nur im Ansatz rechtfertigen dürfte.
Die Contras um Greta & Friends tun das ihrige, dass alle nur noch hysterisch wogegen sind. Vor allem gegen alles was fährt und Krach macht.

Warum nicht das vor einigen Tagen hier vorgestellte Gutachten umsetzen. Dann bekommt man wenigstens in den nächsten 15 Jahren ein leistungsstarkes Gesamtsystem mit einer Leistungssteigerung im deutlich 2-stelligen Prozentbereich.
Der digitale Block ist überall auch die Alternative zum "dritten Gleis".

Manchmal hat man den Eindruck, dass nur dort was getan wird, wo möglichst mit Gegenwind zu rechnen ist. Wenn man so dünn ausgestattet ist mit Geld wie die Bahn, dann sollte man vielleicht das machen was man auch wirklich machen(bezahlen) kann und wo damit dann auch wirkliche Einnahmen und Gewinne erziehlt werden können. Oder sehe ich da was falsch?

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

Re: Für was ?

geschrieben von: elric

Datum: 13.05.19 07:29

Der Text taugt etwas für den Deutsch-Unterricht, Abteilung: Geschickte Irreführung. Elftklässler aufgepasst, Kursarbeit heute:

Aufgaben:
Welche Argumentketten baut der Autor aus?
Wie verbindet er diese unterschiedlichen Argumentketten miteinander?
Auf welche Weise vermittelt er eine Bewertung der Argumentketten?
Zeigen Sie den manipulativen Charakter des Textes auf,
und diskutieren Sie die wahre Absicht des Verfassers!

Die wahre Absicht

geschrieben von: D-Takter

Datum: 13.05.19 12:09

Hallo,
während ich die wahre Absicht des Kollegen BOS nicht erkennen kann, ist die wahre Absicht des Bundesverkehrsministers klar:
Er möchte Flugverkehr durch Bahnverkehr ersetzen.
Ob das sinnvoll ist, können wir selbstverständlich diskutieren. Nur nicht mit den Anliegern von Neubauten, denn die Flieger sind bei ihnen so hoch, dass sie sie nicht sehen und hören.
Der D-Takter

Re: Für was ?

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.05.19 12:45

BOS schrieb:
[…]

Oder sehe ich da was falsch?

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS
Deine Grundannahme ist falsch, denn die Bevölkerung wird langfristig steigen, die Menschheit wird immer zahlreicher, und es werden immer mehr Menschen nach Europa kommen. Allein deshalb wird klein-klein à la digitaler Block nicht ausreichen.

Re: Für was ?

geschrieben von: ellerbahnhof

Datum: 13.05.19 13:19

cinéma schrieb:
BOS schrieb:
[…]

Oder sehe ich da was falsch?

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS
Deine Grundannahme ist falsch, denn die Bevölkerung wird langfristig steigen, die Menschheit wird immer zahlreicher, und es werden immer mehr Menschen nach Europa kommen. Allein deshalb wird klein-klein à la digitaler Block nicht ausreichen.
Man muss gar nicht über die Bevölkerungszahlen argumentieren. Wir schaffen es locker, auch mit weniger Leuten mehr Verkehr zu erzeugen. Und auch kapazitätssteigernde Maßnahmen ohne Gleisbau erfordern oft ein Planfeststellungsverfahren, einen Ausbau der Lärmschutzmaßnahmen und stoßen bei den Anwohnern der Strecke meist nicht auf Gegenliebe. Dazu kommt, dass der Deutschlandtakt in seiner ursprünglichen Idee natürlich nicht nur die Kapazität, sondern auch die Qualität des Bahnverkehrs verbessern soll, indem die Anschlüsse und Umsteigeverbindungen besser passen.

Edmund Lauterbach

Alles wird immer dauernd schlechter...?

geschrieben von: nozomi07

Datum: 13.05.19 13:56

BOS schrieb:
werden eigentlich diese Planungen und Neubaumaßnahmen (für die ferne Zukunft) gemacht?
Europaweit gibt es einen Bevölkerungsschwund.
Der zunimmt!
Immer mehr Arbeitsplätze gehen verloren, werden digital ersetzt.
Immer mehr Umland von Städten und Ballungsgebieten gehören sofort an ein leistungsstarkes S-Bahn-System, damit das Leben in den Städten bezahlbar und die Preise auf dem Land stabil bleiben.
Und Geld fehlt hinten und vorne.
Die Einkommen der heute 30-50jährigen wird nicht reichen, das Erbe der Eltern sinnvoll umzusetzen.
Die Einkommen der jüngeren Generation wird nicht mehr die Kaufkraft besitzen die das Wort steigener Konsum auch nur im Ansatz rechtfertigen dürfte.
Die Contras um Greta & Friends tun das ihrige, dass alle nur noch hysterisch wogegen sind. Vor allem gegen alles was fährt und Krach macht.
Dein Text ist das typische Beispiel für die German Angst: Alles geht immer nur abwärts, wird immer nur schlechter, der Untergang Deutschlands steht unmittelbar bevor. Komisch nur, dass wir das seit 70 Jahren beklagen, und irgendwie ist Deutschland seit den Ruinen des 2. Weltkriegs doch irgendwie besser und wohlständiger geworden... über diesen Widerspruch der Deutschen lacht man im Ausland.

Wir sind eines der reichsten Länder der Welt. Wir sind sehr dicht besiedelt. Wir haben fast Vollbeschäftigung, klagen eher über Fachkräftemangel. Wir haben satte Export-Überschüsse. Wir leisten uns die fettesten SUVs und die neuesten Flachbildfernseher. Und jammern, jammern, jammern...

Man kann beklagen, dass wir Ungleichgewichte haben. Zwischen Stadt und Land. Zwischen Einkommens- und Bildungsschichten. Aber solche Analysen finde ich in dem Jammertext oben nicht ansatzweise. Und was das jetzt gegen den Deutschland-Takt aussagen soll, bleibt ein Rätsel.

Re: Alles wird immer dauernd schlechter...?

geschrieben von: ICE 4

Datum: 13.05.19 18:25

nozomi07 schrieb:
BOS schrieb:
werden eigentlich diese Planungen und Neubaumaßnahmen (für die ferne Zukunft) gemacht?
Europaweit gibt es einen Bevölkerungsschwund.
Der zunimmt!
Immer mehr Arbeitsplätze gehen verloren, werden digital ersetzt.
Immer mehr Umland von Städten und Ballungsgebieten gehören sofort an ein leistungsstarkes S-Bahn-System, damit das Leben in den Städten bezahlbar und die Preise auf dem Land stabil bleiben.
Und Geld fehlt hinten und vorne.
Die Einkommen der heute 30-50jährigen wird nicht reichen, das Erbe der Eltern sinnvoll umzusetzen.
Die Einkommen der jüngeren Generation wird nicht mehr die Kaufkraft besitzen die das Wort steigener Konsum auch nur im Ansatz rechtfertigen dürfte.
Die Contras um Greta & Friends tun das ihrige, dass alle nur noch hysterisch wogegen sind. Vor allem gegen alles was fährt und Krach macht.
Dein Text ist das typische Beispiel für die German Angst: Alles geht immer nur abwärts, wird immer nur schlechter, der Untergang Deutschlands steht unmittelbar bevor. Komisch nur, dass wir das seit 70 Jahren beklagen, und irgendwie ist Deutschland seit den Ruinen des 2. Weltkriegs doch irgendwie besser und wohlständiger geworden... über diesen Widerspruch der Deutschen lacht man im Ausland.

Wir sind eines der reichsten Länder der Welt. Wir sind sehr dicht besiedelt. Wir haben fast Vollbeschäftigung, klagen eher über Fachkräftemangel. Wir haben satte Export-Überschüsse. Wir leisten uns die fettesten SUVs und die neuesten Flachbildfernseher. Und jammern, jammern, jammern...

Man kann beklagen, dass wir Ungleichgewichte haben. Zwischen Stadt und Land. Zwischen Einkommens- und Bildungsschichten. Aber solche Analysen finde ich in dem Jammertext oben nicht ansatzweise. Und was das jetzt gegen den Deutschland-Takt aussagen soll, bleibt ein Rätsel.
Übersetzt sollte es wohl heißen: "Das Geld sollte lieber in eine S-Bahn ins Wiehltal gesteckt werden als in neue Fernverkehrsstrecken."

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