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Ein Politiker dümmer als der andere .....?

geschrieben von: BOS

Datum: 10.05.19 19:42

[www.deutschebahn.com]

Sind bei unseren Politikern die einen dümmer noch als die anderen?

Oder gehört so ein "Schlagabtausch" zum sogenannten Theaterdonner einer Schmierenkomödie die es seit Jahren und Jahrzehnten in sich hat?

Im Aufsichtsrat sitzen doch 20 Personen die von der Arbeitnehmerseite her doch nur "pro Bahn" handeln und abstimmen können, oder sehe ich da was falsch?
Und von der Eignerseite her ?
Sollte es möglich sein, dass die Eigentümervertreter gegen die "eigenen" Interessen arbeiten?

Und dann kommen sie vor Ort zu ihren Kollegen den Politikern auf regionaler Ebene und versuchen die dann mit Satz-und Wortspielereien für dumm zu verkaufen.

Und die sinds zufrieden, dass sie dabei sein durften und alles ist wieder "gut", läuft nach Tagesordnung und am Wochenende ist Fußball und am Montag wird ein neuer Trumptwitter heftigst diskutiert..... und die dringenden Bedürfnisse der Bahn, zum Wohle der Allgemeinheit, von denen will dann noch niemand was gehört haben!?

Immer mehr altgediente Eisenbahner lassen in Gesprächen die "innere Kündigung" erkennen. Und sie haben wirklich jeden Grund dazu!
Aber das kann doch alles nicht im Sinne von uns Kunden, die wir ja als Bahnnutzer auch noch Doppelzahler sind. Einmal kaufen wir die entsprechenden Fahrscheine und haben vorher pauschal mit unseren Steuern sogar eine Bahnpolitik unterstützt, die unseren eigenen Interessen mehr als einmal entgegenarbeitet.

Wie doof sind "wir" eigentlich? (das wir das auch nur einen Tag länger mittragen)

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

Re: Noch übler wirds im Deutschlandtakt für SU/BN

geschrieben von: seidi81

Datum: 10.05.19 20:17

cinéma schrieb:
218 369 schrieb:
Nach den am Dienstag Abend veröffentlichten aktualisierten Linienplanungen des DT wird die Linie 1/27 Köln - München in Siegburg nicht halten.
D.h., die Bundes-, Post-, Telefon- und UN-Stadt Bonn ist von und nach Süddeutschland nur noch mit lästigem, anfälligen, langsamem Umsteigen angebunden.
In Mannheim wird bspw. dann der wichtigere 30'-Knoten nicht erreicht.

Gruß!

218 369
Eben, und das ist einfach lächerlich. In Bonn sitzen Dax-Konzerne, wie viele sitzen denn in Ostdeutschland einschließlich Berlins? Richtig, keiner!
Die verkorkste Deutsche Einheit kann man dem Osten nicht zum Vorwurf machen. Der Westen hatte den amerikanischen Marshall-Plan, der Osten hatte die Ausbeutung und Ausschlachtung der Sowjetunion und die Misswirtschaft des real existierenden Sozialismus zu ertragen. Es hat halt nur eine Hälfte des Landes den 2. Weltkrieg verloren und das war der Osten!

Re: Über diesen Sinn hat man Diskutiert und entscheiden

geschrieben von: maklin

Datum: 10.05.19 20:41

Diese ganze Geschichte ist schon ziemlich verrückt. Franzosen oder Spanier basteln ihre Strecken weitgehend einheitlich für (gut) 300 km/h und kaufen passende Züge dafür. Oh wunder, die TGVs lassen sich sogar untereinander kuppeln. Man hat praktisch unendliche Freiheiten bei der Disposition.
Wir Deutschen denken jedoch: Wir sind ganz schlau. Wir können ja 3,50 Euro sparen, wenn wir langsamere Züge kaufen, die nur 250 km/h können. Die reichen ja für viele Strecken. Ok, zum damaligen Kaufzeitpunkt hatten wir schon die KRM und Nürnberg-Ingolstadt als 300 km/h-Strecken sowie noch diverse Kilometer für 280 km/h, und wir hatten damals schon vor, die VDE8 als 300 km/h Strecke (zuende) zu bauen, und auch Frankfurt-Mannheim mit 300 km/h im Hinterkopf, aber "so what?". Wir wollen ja 3,50 Euro sparen.
Und nun? Jetzt stellen wir fest, dass man sich vielleicht doch mehr bei den damaligen Streckenplanungen gedacht hat, als nur möglichst schnell zu rasen. Jetzt können wir mit unseren neuen Zügen zwar schön langsam fahren, haben aber nicht mehr die Zeitreserve, um die Leute aus den Unterwegshalten einzusammeln. Und das, obwohl doch Deutschland so ein Flächenland ist mit den ganzen mittelgroßen Städten zwischendurch, die bedient werden sollten. Tja, 3,50 Euro gespart, aber auf Einnahmen verzichtet...

Ich frage mich mittlerweile bei fast jeder diese ICE4-Diskussionen: War diese deutsche Sonderlösung es wirklich wert? Hätte man nicht einfach stinknormale 300 km/h Züge für etwas mehr Geld kaufen können, statt nun auf Halte zu verzichten, hinkende Takte zu generien (weil unterschiedlich schnelle Züge auf einer Strecke fahren) und das volle Potential der HGV-Strecken (insbesondere VDE 8) nicht voll auszuschöpfen?

„Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ -Stephen Hawking
cinéma schrieb:
Alibizugpaar schrieb:
Warum richtest Du ICE-Halte denn nach DAX-Konzernen aus???
Ja warum wohl? Geschäftskunden bringen halt etwas mehr Geld als Opa Hofer, der nach einer halben Stunde Fahrt seine stinkenden Frikadellenbrötchen auspackt.
Moin,

verzeihe mir bitte den folgenden und sicher nicht jedem schmeckenden bissigen Kommentar, aber du legst ja in jedem einzelnen Posting innerhalb dieses Themas ein tolles Menschenbild an den Tag "Ich bin DAX-Bonn, der Osten ist Pampa". Allein wegen dieser immer wieder gezeigten Überheblichkeit wünsche ich mir so manches mal, dass der komplette Umzug der Regierung nach Berlin tatsächlich mal vollzogen wird. Dann könnte man Bonn wieder auf die Bedeutung zusammenschrumpfen, die es vorher hatte. Diese Stadt hat halt 40 Jahre lang gut gelebt weil ein braun-schwarzer Erstbundeskanzler den Regierungssitz unbedingt in seinem Heimatdorf haben wollte. Und es bleibt das ungute Gefühl, dass man die eigentlich nur scheinbaren Verluste der letzten 30 Jahre immer noch nicht überwunden hat.

Nebenbei, weil es schon als Argument angeführt wird, bitte ich mal darüber nachzudenken, warum es im Osten keinen einzigen Konzernsitz eines DAX-Unternehmens gibt. Es ist halt nichts übrig geblieben, was auch nur annähernd groß genug dafür wäre. Und das Größere was existiert, gehört heute oft genug eben diesen Konzernen. Im Übrigen sind die fehlenden Konzern-Sitze und vor allem hochwertigen Arbeitsplätze großer Firmen z.B. in der Forschung einer der bedeutenden Gründe für die gerne zitierte niedrigere Produktivität im Osten mit der das bis heute bestehende Lohn- und Gehaltsgefälle begründet wird. Der normale Arbeiter oder Abgestellte macht seinen Job im Osten in aller Regel genau so effektiv wie im Westen. Insofern kann man aus einer Stadt heraus, welche aufgrund früherer Entwicklungen gute Bedingungen mitbrachte und bis heute wegen des Bedeutungsverlustes gepampert wird, große Worte schwingen.

Um jetzt den Bogen zum ursprünglichen Thema zurück zu finden, es war eine Frage der Abwägung durch DB Fernverkehr, wo und wie die knappen ICE3 am meisten Effekt bringen. Und diese ist eben so entschieden worden, dass man ein paar Züge besser als Sprinter zwischen Berlin und München einsetzt um auch dort attraktive Fahrzeiten anzubieten. Der Erfolg gibt dem Recht, die Züge sind voll und bräuchten meistens einen zweiten Teil. Zu den ebenfalls mit ICE3 gefahrenen Sprintern zwischen Berlin und Frankfurt, diese haben m.W. umlauftechnische Gründe und oft genug sind dort scheinbar z.T. über Tage Züge unterwegs welche wegen mangelnder Antriebsleistung auf KRM auch nicht gut aufgehoben wären. Ein ICE3 mit nur 50% Leistung fährt gefühlt wie ein nasser Schwamm und setzt auch auf der eher flach trassierten Strecke zwischen Halle und Erfurt Minuten zu während ein voll taugliche Zug mehr als 5 Minuten rausfahren kann. Insgesamt ist es für Bonn natürlich auch ohne Ost/West-Brille betrachtet eine unglückliche Lösung und ich bin mir nicht mal sicher, ob ein Halt nicht doch drin wäre. Besser wäre es natürlich noch, die DB würde bei Fahrzeugbestellungen allgemein wieder ein wenig großzügiger werden bei der Fahrzeuganzahl und würde möglichst schnell auch ein paar 300km/h-taugliche Fahrzeuge bestellen. Der Velaro D müsste eigentlich ggf. mit kleineren Anpassungen noch zulassungsfähig sein.

Grüße
Alf

Re: Noch übler wirds im Deutschlandtakt für SU/BN

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.05.19 21:24

seidi81 schrieb:
Die verkorkste Deutsche Einheit kann man dem Osten nicht zum Vorwurf machen. Der Westen hatte den amerikanischen Marshall-Plan, der Osten hatte die Ausbeutung und Ausschlachtung der Sowjetunion und die Misswirtschaft des real existierenden Sozialismus zu ertragen. Es hat halt nur eine Hälfte des Landes den 2. Weltkrieg verloren und das war der Osten!
Der Osten hat den Sozialismus nicht ertragen müssen, sondern der Osten war Teil des Sozialismus. Man sollte sich als Deutscher nicht immer herauszureden versuchen!
Weiterhin wurde der Krieg nicht nur im Osten verloren, sondern der Westen hat einfach nur mehr Glück als Verstand gehabt, das wäre aber fast ebenfalls ganz anders gekommen.
Die vermurkste Einheit hat auch damit zu tun, dass man im Osten so geil auf D-Mark und Bananen war, dass man den Blick für das Wesentliche verloren hatte.

Ich glaube, ich schließe den Beitrag mal...

geschrieben von: Heiko Focken

Datum: 10.05.19 21:45

...denn wir haben das Bahngelände längst verlassen. Und was Bananenmangel in der DDR (Inhalt) mit dem Deutschlandtakt (Betreff) zu tun habt, erschließt sich mir auch nicht so ganz.

Viele Grüße

Heiko

->Ludmilla, Großrussen, Zyklopenauge: alle 232/233-Umläufe! / Umbau 2 für den ICE 1 - Inhalte, Einsätze, Zeitpläne / 628 im Süden / 798 im Planbetrieb / Meldungenmeldungenmeldungen / Das alles (und noch viel mehr) gibt es in der DREHSCHEIBE 295. Viel mehr wert als sie kostet!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.19 22:50.

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