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Die Klage richtet sich gegen den Planfeststellungsbeschluss in SH. Es gebe Ungereimtheiten, heißt es.
Leipzig/Puttgarden/Kopenhagen | Die Reederei Scandlines hat Klage gegen die Fehmarnbeltquerung beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. Sie sei am Mittwoch eingegangen, bestätigte eine Gerichtssprecherin. Die Klage richte sich gegen den Planfeststellungsbeschluss des Wirtschaftsministeriums von Schleswig-Holstein. – Quelle: [www.shz.de] ©2019
Genug Geld für die Klage haben sie ja.

Heute endet die Klagefrist. Zum Glück gibts nur eine Instanz.

Teilweise wurde bereits Sofortvollzug angeordnet. Ein Jahr dann ist der Spuk endlich vorbei und dann rollen die Bagger.
Oberdeichgraf schrieb:
Genug Geld für die Klage haben sie ja.
Klar, aber man braucht nicht so zu tun, als würde die Klage die Reederei unter dem Strich finanziell belasten. Im Gegenteil, unterliegt die zwar letztlich vollkommen aussichtslose - dessen ist sich auch die Reederei bewusst - Klage knallharter betriebswirtschaftlicher Kalkulation. Die Klage wird das Projekt natürlich nicht stoppen. Aber sie wird der Reederei Rendite in der Form abwerfen, dass die Einbußen aus den zwangsläufig rückläufigen Transportzahlen erst einige Monate bis Jahre später Realität werden. Diese Verzögerungstaktik ist natürlich ihr gutes Recht in unserem Rechtsstaat.

Ärgerlich nur, dass unsere Gerichte personell massiv unterbesetzt sind und sich die Zeit bis zur Abweisung der Klage zieht wie ein Kaugummi.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Manche glauben an den lieben Gott, andere an den unbegrenzten Wachstumskapitalismus.
Das sind dann die Diener Gottes oder die Höflinge von Konzernen.
Ich sehe die Geschichte mit dem Tunnel aber sehr pragmatisch.
Gottes Segen wird er nicht bekommen und ein großes Geschäft dürfte er nur für die Baufirmen werden.
Einmal angefangen, lässt sich da noch jede Menge "Schotter" rausquetschen: die Vorbilder dafür gibt es bei uns.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Tunnel vom Gericht in der jetzigen Form "durchgewunken" wird.
Die ökologisch verträglichere Alternative wäre ein Bohrtunnel: war den Dänen zu teuer.
Der "Spuk" in Form des geplanten Absenktunnels könnte tatsächlich relativ schnell vorbei sein.
Was die Gerichtsverfahren angeht: Es ist ein europäisches Bauprojekt, da geht juristisch sicher noch mehr, als das Bundesverwaltungsgericht.
Dauert es immer länger und wird immer teurer, könnten die Dänen die Lust an dem Bau verlieren.
Im eigenen Land gibt es ja noch Alternativen, für derartige Bauwerke Geld auszugeben.

Wovor hast du Angst? Die Dänen beweisen seit knapp 90 Jahren, dass es auch für größere Distanzen nicht unbedingt Fähren braucht, sondern man mit Brücken viel Zeit sparen kann. Die neuzeitlichen Projekte Stoerebelt und Oeresund sind ebenfalls kein kommerzieller Misserfolg geworden.

Die deutsche Taktik, jede Art von Fortschritt durch gezielte Verhinderung und vorgeschobene Bedenken zu blockieren, wird einigen irgendwann noch sauer aufstoßen. Spätestens dann, wenn uns der Rest der Welt bei wichtigen Zukunftsfragen (Mobilität, Digitalisierung, Infrastruktur) endgültig abgehängt hat.

Gegenrede

geschrieben von: manuelo

Datum: 08.05.19 19:03

Oberdeichgraf schrieb:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Tunnel vom Gericht in der jetzigen Form "durchgewunken" wird.
Die ökologisch verträglichere Alternative wäre ein Bohrtunnel: war den Dänen zu teuer.
Der "Spuk" in Form des geplanten Absenktunnels könnte tatsächlich relativ schnell vorbei sein.
Auch wenn man sich so sehr das Gegenteil wünscht, der Tunnel wird kommen. Nicht als Bohrtunnel oder was auch immer sondern als der Absenktunnel wie er geplant ist. Warum ich das denke? Es gibt in diesem Land keinen Fall bei dem ein Gerichtsverfahren große Änderungen an einem Bahnprojekt zur Folge hatte. Da die Argumente auch immer die Gleichen waren wie jetzt dürfte sich auch am Ergebnis Nichts ändern.

Es scheint bei dem Beitrag auch einige Missverständnisse zu geben, was aufgäbe eines Gerichts ist. Dessen Aufgabe ist es nicht etwas durchzusinken sondern zu prüfen ob etwas in Einklang mit dem Recht geschehen ist. Auch ist es nicht deren Aufgabe festzustellen was die ökologischste Variante ist sondern höchstens ob alle Vorgaben für die geplante Variante eingehalten wurden. Mit den Vorgaben kann man ja unzufrieden sein. Dann möge man aber seine Kritik an die passende Stelle richten und nicht immer Gerichte damit beschäftigen.
EC Avala schrieb:
Die deutsche Taktik, jede Art von Fortschritt durch gezielte Verhinderung und vorgeschobene Bedenken zu blockieren, wird einigen irgendwann noch sauer aufstoßen. Spätestens dann, wenn uns der Rest der Welt bei wichtigen Zukunftsfragen (Mobilität, Digitalisierung, Infrastruktur) endgültig abgehängt hat.
Das geschieht aber weniger durch das Verhindern großartiger Projekte als durch deren Durchführung. Dort wird das für sinnvollere Projekte fehlende Geld versenkt: BER, S21, Voicestream-Kauf der Telekom, Monsanto-Kauf von Bayer...

Re: Gegenrede

geschrieben von: kmueller

Datum: 08.05.19 20:13

manuelo schrieb:
der Tunnel wird kommen. Nicht als Bohrtunnel oder was auch immer sondern als der Absenktunnel wie er geplant ist. Warum ich das denke? Es gibt in diesem Land keinen Fall bei dem ein Gerichtsverfahren große Änderungen an einem Bahnprojekt zur Folge hatte. Da die Argumente auch immer die Gleichen waren wie jetzt dürfte sich auch am Ergebnis Nichts ändern.

Es scheint bei dem Beitrag auch einige Missverständnisse zu geben, was aufgäbe eines Gerichts ist. Dessen Aufgabe ist es nicht etwas durchzusinken sondern zu prüfen ob etwas in Einklang mit dem Recht geschehen ist. Auch ist es nicht deren Aufgabe festzustellen was die ökologischste Variante ist sondern höchstens ob alle Vorgaben für die geplante Variante eingehalten wurden. Mit den Vorgaben kann man ja unzufrieden sein. Dann möge man aber seine Kritik an die passende Stelle richten und nicht immer Gerichte damit beschäftigen.
Was hat eigentlich (und in welchem Stadium?) den BER zum Stillstand gebracht?
Oberdeichgraf schrieb:
Zitat:
Die ökologisch verträglichere Alternative wäre ein Bohrtunnel: war den Dänen zu teuer.
Ein bergmännisch errichteter Tunnel ist unter Gewässern in geringer Tiefe nicht so optimal, da die Gefahr eines unbeherrschbaren Wassereinbruchs nicht zu kontrollieren ist.

Zitat
Was die Gerichtsverfahren angeht: Es ist ein europäisches Bauprojekt, da geht juristisch sicher noch mehr, als das Bundesverwaltungsgericht.
Auch für die Antisemmeringbasistunnelquerulanten war vor dem BVWG Schluss.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.19 20:24.

Re: Gegenrede

geschrieben von: manuelo

Datum: 08.05.19 20:31

kmueller schrieb:
Was hat eigentlich (und in welchem Stadium?) den BER zum Stillstand gebracht?
Jedenfalls kein Gericht.

Re: Gegenrede

geschrieben von: kmueller

Datum: 08.05.19 20:41

manuelo schrieb:
kmueller schrieb:
Was hat eigentlich (und in welchem Stadium?) den BER zum Stillstand gebracht?
Jedenfalls kein Gericht.
War eines der Probleme nicht die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfunng für nachträglich veränderte Abflugrouten?

Re: Gegenrede

geschrieben von: kukuk

Datum: 08.05.19 20:43

kmueller schrieb:
Was hat eigentlich (und in welchem Stadium?) den BER zum Stillstand gebracht?

Die fehlenden Freigabe (müßte vom TÜV gewesen sein) für die Rauchabzugsanlage, da sie nicht wie gefordert funktionierte. Und bei genauerem Hinsehen kamen dann auch die ganzen anderen Schlampereien auf den Tisch.
Mscr1 schrieb:
Zitat
Was die Gerichtsverfahren angeht: Es ist ein europäisches Bauprojekt, da geht juristisch sicher noch mehr, als das Bundesverwaltungsgericht.
Auch für die Antisemmeringbasistunnelquerulanten war vor dem BVWG Schluss.
Ist dieser Tunnel nicht ein rein innerösterreichisches Projekt?

Re: Gegenrede

geschrieben von: kukuk

Datum: 08.05.19 20:48

kmueller schrieb:
War eines der Probleme nicht die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfunng für nachträglich veränderte Abflugrouten?

Nein, die Klagen wurden vom Bundesverfassungsgericht nicht zugelassen nachdem sie vorm Bundesverwaltungsgericht gescheitert sind.
kmueller schrieb:
Mscr1 schrieb:
Zitat
Was die Gerichtsverfahren angeht: Es ist ein europäisches Bauprojekt, da geht juristisch sicher noch mehr, als das Bundesverwaltungsgericht.
Auch für die Antisemmeringbasistunnelquerulanten war vor dem BVWG Schluss.
Ist dieser Tunnel nicht ein rein innerösterreichisches Projekt?
Der Semmeringbasistunnel ist wie die FBQ Teil der TEN-Netze. Daraus geht allerdings keine Möglichkeit, den Bau vor dem EUGH zu bekämpfen hervor. Nun ist die FBQ zwar ein Projekt zwischen zwei Ländern, aber auch daraus geht keine Zuständigkeit anderer als der nationalen Gerichte hervor. Beschwerden beim Schiedsgericht im Rahmen der Helsinki-Konvention zum Schutz des Ostseeraums wären nur durch Vertragsparteien möglich, dies sind im Fall der Helsinki-Konvention nur die beteiligten Staaten, nicht aber einzelne Personen, Vereine oder Firmen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.19 21:19.

Die letzten krampfen

geschrieben von: MSS

Datum: 08.05.19 23:21

Am ende wird es ein erfolgreicher Tunnel und ein noch kleinere Scandlines geben...

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg
"Manche glauben an den lieben Gott, andere an den unbegrenzten Wachstumskapitalismus."

Ob das auch die Einwohner von Strasbourg und Kehl gedacht haben, als die neue Rheinbrücke für die Tram gebaut wurde? Übrigens: Jeder neue Gleisanschluss ist ein Glaube an den Wachstumskapitalismus. Und jeder einzelne rollende Güterzug auch.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

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Re: Gegenrede

geschrieben von: Tw666

Datum: 09.05.19 12:22

Nichtbeachtung der Anerkannten Regeln der Technik.

Kurzum: Bescheidene Planung und beschissene Ausführung

Re: Gegenrede

geschrieben von: ICE 4

Datum: 09.05.19 17:53

Tw666 schrieb:
Nichtbeachtung der Anerkannten Regeln der Technik.

Kurzum: Bescheidene Planung und beschissene Ausführung
Von was?
EC Avala schrieb:
Wovor hast du Angst? Die Dänen beweisen seit knapp 90 Jahren, dass es auch für größere Distanzen nicht unbedingt Fähren braucht, sondern man mit Brücken viel Zeit sparen kann. Die neuzeitlichen Projekte Stoerebelt und Oeresund sind ebenfalls kein kommerzieller Misserfolg geworden.

Die deutsche Taktik, jede Art von Fortschritt durch gezielte Verhinderung und vorgeschobene Bedenken zu blockieren, wird einigen irgendwann noch sauer aufstoßen. Spätestens dann, wenn uns der Rest der Welt bei wichtigen Zukunftsfragen (Mobilität, Digitalisierung, Infrastruktur) endgültig abgehängt hat.
Was spricht denn gegen einen reinen Bahntunnel? Es würde wesentlich billiger, die Umwelt würde auch mehr geschont, und Scandlines (und die meisten Drehscheibe-Forenteilnehmer) wären auch zufrieden.

Die Autofahrer müssten halt weiter die Fähren benutzen. Und die Bahnverbindung hätte einen großen Wettbewerbsvorteil.

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