DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Achtung: Werbung und Updatemeldungen für Websites werden gelöscht, bzw. ins Allgemeine Forum verschoben!
Links bitte mit kurzer Erklärung zum verlinkten Inhalt versehen, andernfalls werden diese entfernt.

Seiten: 1 2 3 4 All

Angemeldet: -

pm schrieb:
Dies ist mal wieder ein typischer, voller Sachkenntnisse geprägter Beitrag von Dir. Die Deutsche Bank offerriert fingerprint mindestens seit 2015 -stellt aber weiterhin auch alle anderen TAN Verfahren zur Verfügung und wird dies weiterhin tun.
Das kann ich ja brauchen, wenn da solche Superschlaule daher kommen. Ich bin Kunde bei dem Laden und drauf und dran das an den Nagel zu hängen, weil sie eben nicht "alle anderen" Verfahren anbieten. Ohne Smartphone mit Kamera oder irgendwelchen Kaufgeräten geht bei denen Nichts. Derzeit schicken sie mir alle 60 Tage so ein Freigabe-Dingens für photoTAN zu, das ich nicht einlesen kann. Geht nicht anders, die Webseite für Online-Banking erzwingt das.

Dass die Banken gerade Alles komplizierter machen, nur weil sich irgend eine Behörde überlegt hat, dass es unbedingt kompliziert sein muss, ist auch nicht neu. Die iTAN war ja auch zu einfach.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Der Gäubahner schrieb:

Anscheinend gibt es leider noch einige Personen, die nicht akzeptiert haben, dass es mittlerweile Wettbewerb gibt.
Und allen voran der Gäubahner... Meinst Du wirklich Wettbewerb ist nur, wenn andere der DB die Kunden wegnehmen, aber nicht wenn die DB den anderen versucht die Kunden abzujagen ?

Wettbewerb ist für mich auch, wenn die DB versucht Wettbewerben Kunden abzuwerben und warum sollte das nicht im Vorfeld bereits erfolgen?

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Re: Ich glaube, das Problem liegt ganz wonaders

geschrieben von: DB Regio NRW

Datum: 08.05.19 19:28

autolos schrieb:
Hallo Heiko,

du solltest es eigentlich besser wissen, denn der Tarif ist nicht kompliziert. Mit der Eingabe der Strecke und des Datums werden die Angebot angezeigt. Kompliziert sind meistens nur Verbundtarife, insbesondere, weil sie alle so uneinheitlich sind.
Vollste Zustimmung! Für über 90 % der Gelegenheitsfahrer gibt es Sparpreise und Flexpreise mit und ohne BahnCard. Für Vielfahrer gibt es Wochen-, Monats und Jahreskarten. So schwer ist das eigentlich nicht. Und wie sieht es im Verbund aus? ;-)

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Ich sehe mittelfristig das Ende des Verkaufs am Schalter,vielleicht noch ein paar Grosstädte oder private Agenturen,solange es sich lohntEin viel grösserer Schritt ist die Umstellung der DB Automaten in den Verbünden...da wird der Kunde durch verschiedene "technische Unzulänglichkeiten"zum Digitalkauf vergrault.
Eine Problematik für die DB sehe ich nicht...es gibt genug Kunden und durch die Preissteuerung eher zu wenig Plätze in den Zügen;dass einige in der Bevölkerung vom System ausgeschlossen werden,hätte politische Gremien zu interessieren..sehe ich aber nicht...

Re: Ich glaube, das Problem liegt ganz wonaders

geschrieben von: TheDemon

Datum: 08.05.19 20:18

DB Regio NRW schrieb:
autolos schrieb:
Hallo Heiko,

du solltest es eigentlich besser wissen, denn der Tarif ist nicht kompliziert. Mit der Eingabe der Strecke und des Datums werden die Angebot angezeigt. Kompliziert sind meistens nur Verbundtarife, insbesondere, weil sie alle so uneinheitlich sind.
Vollste Zustimmung! Für über 90 % der Gelegenheitsfahrer gibt es Sparpreise und Flexpreise mit und ohne BahnCard. Für Vielfahrer gibt es Wochen-, Monats und Jahreskarten. So schwer ist das eigentlich nicht. Und wie sieht es im Verbund aus? ;-)
Ich würde auf 99% erhöhen. Der Bahnschalter hier wird doch geliebt, weil man dort eine Fahrkarte von Heidelberg nach Frankfurt kaufen kann aber mit Umweg über die Schweiz, die Niederlande und Tschechien mit Sparpreisen, Verbundtickets, Aktionstickets und Verbundtarifen. Das Ganze wird dann mit mit 400 zusammengestückelten Gutscheinen bezahlt. Der Mitarbeiter ist dann vier Stunden beschäftigt während die Bahn nichts an der ganzen Geschichte verdient.

Die Bahn sieht ja anhand der aktuellen Verkäufe, was dort gekauft wird. Vermutlich sind davon 99% problemlos auch online oder am Automaten zu erwerben.

Re: Ich glaube, das Problem liegt ganz wonaders

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 08.05.19 20:55

TheDemon schrieb:
Die Bahn sieht ja anhand der aktuellen Verkäufe, was dort gekauft wird. Vermutlich sind davon 99% problemlos auch online oder am Automaten zu erwerben.
Die Prozentzahl sei mal dahingestellt. Die Frage ist eher: Warum gehen die Leute trotzdem zum Schalter anstatt vermeintlich bequem im Internet zu kaufen?! Einen Grund muss es ja geben. Bequemlichkeit ist es jedenfalls nicht.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Kelle schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Das beste Argument gegen das Online-Ticket ist doch die DB selber, nämlich ihr Unvermögen bzw. Unwillen, das vollständige Ticketangebot, welches am Schalter erhältlich ist, auch online anzubieten.
Wer braucht denn wie oft dieses "vollständige Angebot"?
Offenbar ziemlich viele, sonst gäbe es nicht so lange Schlangen vor den Schaltern.
Das geht bei Interrail-Reservierungen los, geht über Verbindungen ins Ausland, Anschlussfahrkarten BC100, Fahrradreservierungen, langfristige Gruppenbuchungen, Fahrgastrechte bis hin zu Jahresparkkarten.
Das Buchungssystem online ist ja für das komplette Fahrkartenangebot, auch International, da. Sonst könnte man auch nichts im Resiezentrum buchen. Für den Beförderungsfall ist aber nur ein Bruchteil zugänglich, was völlig unverständlich ist.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Auch dieses Spielzeug könnte man der DB wegnehmen

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 08.05.19 22:11

N'Abend.

Im Zuge der Dervisifizierung seit der Bahnreform, wäre der logische Schritt jener, den zum Beispiel die Briten und Schweden gegangen sind:

Die Installation einer übergeordneten Instanz für Information, Tarif und Vertrieb.

GB:
[nationalrail.co.uk]

Schweden:
[resrobot.se]



Uns in Deutschland ist das Prinzip bereits von den Verkehrsverbünden her bekannt. Und in Grunde muss man das nur größer denken.

Eine Idee:
Man löst DB Station & Service, sowie den klassischen DB Vertrieb aus dem Konzern heraus. Hinzu kommt noch alles was mit Fahrgastinformation zutun hat.

Diese neutrale Servicegesellschaft finanziert sich u.a. durch die Stationsgebühren, die jedoch damit jedes EVU gleichwertig in die Informationsverarbeitung aufnimmt. Der verspätete Flixtrain wird genauso im FIS und RIS dargestellt, wie der auf einem abweichenden Gleis abfahrende ICE. Das gilt auch für alle regionalen EVUs, egal unter welcher Flagge diese verkehren und von welchem Aufgabenträger ihnen ihr Dienst aufgebürstet wurde.

ALLE erscheinen in EINEM Deutschlandweiten Fahrplanmedium. Der Kunde erhält die Fahrplandaten auf Westerland in gleicher Form dargeboten wie in Berchtesgaden.

Es gibt EINEN einheitlichen Fahrkartenautomaten, der wiederum einen Deutschlandweiten Tarif anbietet. Bahncard, Cityticket und die Buchung von A nach B, auch über Stock und Stein (also Bus und Schiff) sind ausdrücklich möglich!

Jedes EVU das in Deutschland im PV unterwegs ist, wird in das Vertriebssystem eingebunden und ist Teil des Gesamttarifs. Jedes EVU kann natürlich weiterhin parallel seinen Haustarif oder lustige Spottpreise anbieten. Darüberhinaus bliebt der bunte Tarifteppich der Verkehrsverbünde ebenfalls unberührt.

Doch wer eine 'reguläre' Fahrkarte zum allgemeingültigen Tarif kauft, der kommt mit. Der steigt mit seiner Fahrkarte in die Trambahn, fährt zum Bahnhof, steigt in den ICE, steigt später um in einen Flixtrain, steigt wieder um in einen RE der DB, erreicht noch rechtzeitig die Vogtlandbahn, die den Anschluss zum Regionalbus herstellt, auf dem am Ende das AST wartet, der einen zum Bauernhof seiner Wahl bringt. Das alles mit genau EINER Fahrkarte.

Blieben noch die Reisezentren, die ebenfalls Teil des zentralen Servicebetriebs würden. Die wichtigsten Hauptbanhöfe behielten diese Verkaufsstellen ohnehin. Die Bahnhöfe der zweiten Kategorie könnten teilweise ein Zuschussgeschäft werden und für alle weiteren bedürfte schon einer Kooperation mit den Verbünden oder den Aufgabenträger mit ihren Landestarifen.

Der Onlinevertrieb dürfte, wie bereits in Schweden und UK, durchaus absehbar die meisten Käufe abwickeln. Im Gegensatz zu heute dürfte es bei der Produktpalette keinerlei Einschränkungen geben.

Vielleicht sollte es sogar den EVUs ermöglicht werden, ihre Spezialangebote in das Vertriebssystem einspeisen zu können.
Internationale Verbindungen und Tarife müssten ohnehin enthalten sein.


Vielleicht kann man bei einer solchen aus der DB herausgelösten Institution als bundesweite Gesellschaft auch die Länder und/oder Verkehrsverbünde als Anteilseigner mit ins Boot holen. Damit auf Dauer gewährleistet ist, dass das Konstrukt aus einem Guss bleibt.


Je weiter das Jahr 1994 zurück liegt, um so mehr wird klar, dass es einer neuen Bahnreform bedarf. Das gilt auf vielen Ebenen. Die eines zentralen Informations-, Tarif- und Vertriebsystems ist so ein Beispiel.

Wie das im einzelnen organisiert und finanziert wird, dafür gäbe es sicher verschiedene Ansätze. Eine Möglichkeit habe ich hier nur mal beispielhaft durchgespielt.


Viele Grüße,
Dirk

Re: Ich glaube, das Problem liegt ganz wonaders

geschrieben von: Traumflug

Datum: 08.05.19 22:14

TheDemon schrieb:
Die Bahn sieht ja anhand der aktuellen Verkäufe, was dort gekauft wird. Vermutlich sind davon 99% problemlos auch online oder am Automaten zu erwerben.
Die Bahn sieht die Verkäufe, aber nicht das, was den Sinn des personalbedienten Verkaufs ausmacht: die Auskunft bzw. Beratung, welches Ticket zu kaufen das richtige ist. Im Prinzip würde eine Fahrkartenauskunft ohne Verkauf durchaus Sinn machen: heraus suchen, dann dem Reisewilligen sagen, was er am Automaten eintippen soll. Dass man die Fahrkarten auch verkauft liegt wohl eher daran, dass man eine Rechtfertigung für die Existenz des Personals braucht und dass das eintippen der benötigten Verbindung einfach schneller geht als diese zu beschreiben.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Auch dieses Spielzeug könnte man der DB wegnehmen

geschrieben von: Traumflug

Datum: 08.05.19 22:31

Dirk Mattner schrieb:
Diese neutrale Servicegesellschaft finanziert sich u.a. durch die Stationsgebühren, die jedoch damit jedes EVU gleichwertig in die Informationsverarbeitung aufnimmt. Der verspätete Flixtrain wird genauso im FIS und RIS dargestellt, wie der auf einem abweichenden Gleis abfahrende ICE. Das gilt auch für alle regionalen EVUs, egal unter welcher Flagge diese verkehren und von welchem Aufgabenträger ihnen ihr Dienst aufgebürstet wurde.

ALLE erscheinen in EINEM Deutschlandweiten Fahrplanmedium. Der Kunde erhält die Fahrplandaten auf Westerland in gleicher Form dargeboten wie in Berchtesgaden.

Es gibt EINEN einheitlichen Fahrkartenautomaten, der wiederum einen Deutschlandweiten Tarif anbietet. Bahncard, Cityticket und die Buchung von A nach B, auch über Stock und Stein (also Bus und Schiff) sind ausdrücklich möglich!

Jedes EVU das in Deutschland im PV unterwegs ist, wird in das Vertriebssystem eingebunden und ist Teil des Gesamttarifs. Jedes EVU kann natürlich weiterhin parallel seinen Haustarif oder lustige Spottpreise anbieten. Darüberhinaus bliebt der bunte Tarifteppich der Verkehrsverbünde ebenfalls unberührt.
Ja, das wäre toll. In der Form hätte er jedoch Haken:

- Ziemlich sicher wäre dieser "reguläre" Tarif prohibitiv teuer, sicherlich noch teurer als der aktuelle Flexpreis.

- Es würde Jahre dauern, bis man ausgekaspert hat, welches Unternehmen wie viel Anteil an diesem regulären Fahrpreis bekommt. Das ist aktuell schon für BaWü kaum möglich, wenn ich das richtig mitbekommen habe.

- Es fehlt ein Routenplaner, der Fahrkarten aus Angeboten von mehreren Unternehmen zusammen setzt.

Mit solch einem Routenplaner (Open Source, bitte!) wäre wiederum der reguläre Tarif überflüssig. Die App/Webseite/Automat könnte eine Multi-Fahrkarte verkaufen, die dann mehreren Einzelfahrkarten entspricht. Mehrere Haustarife auf einem einzelnen Blatt Papier unterzubringen und mit einer einzigen Zahlung zu begleichen sollte gelingen, denn die jeweiligen Tarife bleiben unberührt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Auch dieses Spielzeug könnte man der DB wegnehmen

geschrieben von: dt8.de

Datum: 08.05.19 22:53

Traumflug schrieb:
Dirk Mattner schrieb:
Jedes EVU das in Deutschland im PV unterwegs ist, wird in das Vertriebssystem eingebunden und ist Teil des Gesamttarifs. Jedes EVU kann natürlich weiterhin parallel seinen Haustarif oder lustige Spottpreise anbieten. Darüberhinaus bliebt der bunte Tarifteppich der Verkehrsverbünde ebenfalls unberührt.
Ja, das wäre toll. In der Form hätte er jedoch Haken:

- Ziemlich sicher wäre dieser "reguläre" Tarif prohibitiv teuer, sicherlich noch teurer als der aktuelle Flexpreis.
Muß nicht, wie der BW-Tarif zeigt.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Für den Bahnhof Schwäbisch Gmünd hat die DB dem neuen Betreiber noch keine Lizenz zum Verkauf von Fernverkehrsfahrkarten erteilt, so war es zumindest heute in der örtlichen Presse zu lesen.
Und wenn es so läuft wie in der vorletzten Woche, als die drei erst kürzlich neu aufgestellten Automaten im Gmünder Bahnhof alle wegen diverser Störungen außer Betrieb waren, ist man als Kunde schon froh, wenn es noch ein Reisezentrum gibt.
Traumflug schrieb:
Dass die Banken gerade Alles komplizierter machen, nur weil sich irgend eine Behörde überlegt hat, dass es unbedingt kompliziert sein muss, ist auch nicht neu. Die iTAN war ja auch zu einfach.
Die iTAN war nicht zu einfach, sondern zu unsicher (Stichwort 1-Faktor vs. 2-Faktor, da sind sich eigentlich alle Security-Experten auch außerhalb von Behörden einig!) und ist deshalb ab Ende 2019 nicht mehr erlaubt. Da kann die Deutsche Bank, selbst wenn sie wollte, nichts gegen tun.

Es ist bedauerlich, dass vielleicht einige Kunden, die bei technologischen Weiterentwicklungen nicht mehr so flexibel im Kopf sind, dabei auf der Strecke bleiben, aber die Sicherheit des Gesamtsystems ist im Zweifel höher zu priorisieren.
Murrtalbahner schrieb:
Kelle schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Das beste Argument gegen das Online-Ticket ist doch die DB selber, nämlich ihr Unvermögen bzw. Unwillen, das vollständige Ticketangebot, welches am Schalter erhältlich ist, auch online anzubieten.
Wer braucht denn wie oft dieses "vollständige Angebot"?
Offenbar ziemlich viele, sonst gäbe es nicht so lange Schlangen vor den Schaltern.
Das geht bei Interrail-Reservierungen los, geht über Verbindungen ins Ausland, Anschlussfahrkarten BC100, Fahrradreservierungen, langfristige Gruppenbuchungen, Fahrgastrechte bis hin zu Jahresparkkarten.
Das Buchungssystem online ist ja für das komplette Fahrkartenangebot, auch International, da. Sonst könnte man auch nichts im Resiezentrum buchen. Für den Beförderungsfall ist aber nur ein Bruchteil zugänglich, was völlig unverständlich ist.
Ich kaufe grundsätzlich lieber im personenbedienten Verkauf und versuche Internetkäufe zu meiden, wo es nur geht. Dass der personenbediente Verkauf aber doch einwenig stiefmütterlich behandelt wird, ist ein Fakt, den ich auch sehe und dass DB Vertrieb alles Mögliche tut, damit die Leute immer mehr im Internet und weniger am Schalter oder Automaten kaufen, sehe ich ebenso.

Das Angebot, was sich online buchen lässt, wird ja Stück für Stück ausgebaut. Aber man setzt eben Prioriätten. Zuerst das, was die breite Allgemeinheit braucht: Einfach nur Fahrkarten von A nach B. Der nächste Schritt sind dann Zeitkarten, der nächste Schritt sind BahnCards. Irgendwann ist man dann bei Zusatzfahrscheinen wie eben Klassenwechsel, Streckenwechsel, Produktwechsel, Bahn Card vergessen, Sparpreis-Zusatz usw. Das sind aber alles Sachen, die nur in kleinem Masse verkauft werden und deshalb (noch) nicht in Internet erhältlich sind. Ausserdem dürften Sachen wie Produktwechsel und Streckenwechsel im eigenständigen Kauf zu einer hohen Fehlerquote führen, weil die Leute nicht so recht wissen, was sie da eingeben sollen. Da könnte ich mir vorstellen, dass diese weiterhin nur personengebunden verkauft werden, entweder über Telefon, am Schalter oder durch das Zugpersonal mit Zuschlag.

Ein wichtiger Schritt zur Erleichterung ist, dass nun endlich Verbundfahrscheine fahrplanbasiert erstellt werden können. Das war ja langezeit nicht der Fall und dürfte bei den Kunden nicht gerade zur Erhöhung der Zufriedenheit beigetragen haben.

Gruppenfahrscheine kann man ja schon im Internet vorbestellen. Die werden dann wohl durch DB Dialog behandelt, oder? BC 100-Anschlussfahrscheine gibt es doch schon, zumindest wenn eine Relation hinterlegt ist. Wünschenswert wäre aber eine Verknüpfung mit der jeweiligen Auslandsbahn und die Erstellung eines Anschlussfahrscheins zu jedem Zielort im Ausland im Rahmen der Abkommen aber zum (meist günstigeren Tarif der jeweiligen Partnerbahn), durch entsprechende Schnittstellen sollte soetwas - zumindest langfristig - doch möglich sein.

Herzliche Grüsse
Martin



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.19 04:03.
Dirk Mattner schrieb:
N'Abend.

Im Zuge der Dervisifizierung seit der Bahnreform, wäre der logische Schritt jener, den zum Beispiel die Briten und Schweden gegangen sind:

Die Installation einer übergeordneten Instanz für Information, Tarif und Vertrieb.

GB:
[nationalrail.co.uk]

Schweden:
[resrobot.se]



Uns in Deutschland ist das Prinzip bereits von den Verkehrsverbünden her bekannt. Und in Grunde muss man das nur größer denken.

Eine Idee:
Man löst DB Station & Service, sowie den klassischen DB Vertrieb aus dem Konzern heraus. Hinzu kommt noch alles was mit Fahrgastinformation zutun hat.

Diese neutrale Servicegesellschaft finanziert sich u.a. durch die Stationsgebühren, die jedoch damit jedes EVU gleichwertig in die Informationsverarbeitung aufnimmt. Der verspätete Flixtrain wird genauso im FIS und RIS dargestellt, wie der auf einem abweichenden Gleis abfahrende ICE. Das gilt auch für alle regionalen EVUs, egal unter welcher Flagge diese verkehren und von welchem Aufgabenträger ihnen ihr Dienst aufgebürstet wurde.

ALLE erscheinen in EINEM Deutschlandweiten Fahrplanmedium. Der Kunde erhält die Fahrplandaten auf Westerland in gleicher Form dargeboten wie in Berchtesgaden.

Es gibt EINEN einheitlichen Fahrkartenautomaten, der wiederum einen Deutschlandweiten Tarif anbietet. Bahncard, Cityticket und die Buchung von A nach B, auch über Stock und Stein (also Bus und Schiff) sind ausdrücklich möglich!

Jedes EVU das in Deutschland im PV unterwegs ist, wird in das Vertriebssystem eingebunden und ist Teil des Gesamttarifs. Jedes EVU kann natürlich weiterhin parallel seinen Haustarif oder lustige Spottpreise anbieten. Darüberhinaus bliebt der bunte Tarifteppich der Verkehrsverbünde ebenfalls unberührt.

Doch wer eine 'reguläre' Fahrkarte zum allgemeingültigen Tarif kauft, der kommt mit. Der steigt mit seiner Fahrkarte in die Trambahn, fährt zum Bahnhof, steigt in den ICE, steigt später um in einen Flixtrain, steigt wieder um in einen RE der DB, erreicht noch rechtzeitig die Vogtlandbahn, die den Anschluss zum Regionalbus herstellt, auf dem am Ende das AST wartet, der einen zum Bauernhof seiner Wahl bringt. Das alles mit genau EINER Fahrkarte.

Blieben noch die Reisezentren, die ebenfalls Teil des zentralen Servicebetriebs würden. Die wichtigsten Hauptbanhöfe behielten diese Verkaufsstellen ohnehin. Die Bahnhöfe der zweiten Kategorie könnten teilweise ein Zuschussgeschäft werden und für alle weiteren bedürfte schon einer Kooperation mit den Verbünden oder den Aufgabenträger mit ihren Landestarifen.

Der Onlinevertrieb dürfte, wie bereits in Schweden und UK, durchaus absehbar die meisten Käufe abwickeln. Im Gegensatz zu heute dürfte es bei der Produktpalette keinerlei Einschränkungen geben.

Vielleicht sollte es sogar den EVUs ermöglicht werden, ihre Spezialangebote in das Vertriebssystem einspeisen zu können.
Internationale Verbindungen und Tarife müssten ohnehin enthalten sein.


Vielleicht kann man bei einer solchen aus der DB herausgelösten Institution als bundesweite Gesellschaft auch die Länder und/oder Verkehrsverbünde als Anteilseigner mit ins Boot holen. Damit auf Dauer gewährleistet ist, dass das Konstrukt aus einem Guss bleibt.


Je weiter das Jahr 1994 zurück liegt, um so mehr wird klar, dass es einer neuen Bahnreform bedarf. Das gilt auf vielen Ebenen. Die eines zentralen Informations-, Tarif- und Vertriebsystems ist so ein Beispiel.

Wie das im einzelnen organisiert und finanziert wird, dafür gäbe es sicher verschiedene Ansätze. Eine Möglichkeit habe ich hier nur mal beispielhaft durchgespielt.


Viele Grüße,
Dirk
Im Grossen und Ganzen stimme ich Dir zu. Wenn man aber einen deutschlandweiten öV-Tarif schafft, dann braucht es die zahlreichen Verbundtarife gar nicht mehr, was aber keineswegs heissen muss, dass man nicht doch noch regionale Angebote schafft, wie eben Ländertickets oder eben eine "Raum Karlsruhe - Tageskarte" oder so. Ich würde DB Netz und DB St&S in eine Infrastrukturgesellschaft wie in CH zusammenfassen, SBB Infra, BLS Netz usw. Mit entsprechenden Vorgaben - deren Ausführung das Bundesverkehrsministerium oder das EBA kontrolliert - wie, dass sie neutral arbeiten müssen und ihre Einnahmen nicht als Gewinn abführen dürfen, sondern in die Infrastruktur reinvestieren müssen, würde das dann auch gar keine Rolle mehr spielen, ob diese Gesellschaft dann noch zur DB gehört oder nicht.

Aber ein bundesweiter öV-Tarif, der Tram, Bus, Bahn, Schiffe/Fähren und sogar AST beinhaltet, wäre auch meine Forderung, natürlich mit einheitlichen Fahrplan- und Kundeninfomedien, die Störungen und Ausfälle aller Betreiber anzeigen.

Herzliche Grüsse
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.19 04:30.
kkdz schrieb:
Traumflug schrieb:
Dass die Banken gerade Alles komplizierter machen, nur weil sich irgend eine Behörde überlegt hat, dass es unbedingt kompliziert sein muss, ist auch nicht neu. Die iTAN war ja auch zu einfach.
Die iTAN war nicht zu einfach, sondern zu unsicher (Stichwort 1-Faktor vs. 2-Faktor, da sind sich eigentlich alle Security-Experten auch außerhalb von Behörden einig!) und ist deshalb ab Ende 2019 nicht mehr erlaubt. Da kann die Deutsche Bank, selbst wenn sie wollte, nichts gegen tun.

Es ist bedauerlich, dass vielleicht einige Kunden, die bei technologischen Weiterentwicklungen nicht mehr so flexibel im Kopf sind, dabei auf der Strecke bleiben, aber die Sicherheit des Gesamtsystems ist im Zweifel höher zu priorisieren.
Es ist bedauerlich, dass die Banken mit ihren hilflosen Versuchen von Sicherheitsexperten regelmässig durch den Kakao gezogen werden, Stichwort "2-Faktor"-Authentifizierung auf einem einzigen Gerät. Weiterhin ist es bedauerlich, dass so Manche vergessen, dass die sicherste Form der Aufbewahrung eines Passworts noch immer ist, es gar nicht auf einem elektronischen Gerät zu speichern, sondern z.B. auf einem Stück Papier. 100% sicher gegen Ausspähung aus den Tiefen des Internets. Drittens ist es bedauerlich, dass sich hier Leute zu Belehrungen aufspielen, die noch nicht einmal erkennen, dass auch die iTAN eine 2-Faktor-Authentifizierung ist. 1. Faktor Passwort des Online-Bankings, 2. Faktor die zugesandte Zahl.

Wenn es die Deutsche Bank mal schafft, ein tüchtiges Passwort anstatt einer pummeligen fünfstelligen Zahl (Online-Banking) oder gar nur einer vierstelligen Zahl (Bankkarte) zu akzeptieren, dann können wir weiter reden. PayPal macht's vor. Und wenn man dann auch noch einen RSA-Schlüssel dort hinterlegen kann sind sogar so Leute wie ich zufrieden.

Immerhin, einen Lichtblick gibt's: GnuPG, also eine der Varianten mit einem RSA-Schlüssel, wurde gerade vom BSI zugelassen: [blog.fefe.de]

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Ich glaube, das Problem liegt ganz wonaders

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 09.05.19 06:06

Traumflug schrieb:
TheDemon schrieb:
Die Bahn sieht ja anhand der aktuellen Verkäufe, was dort gekauft wird. Vermutlich sind davon 99% problemlos auch online oder am Automaten zu erwerben.
Die Bahn sieht die Verkäufe, aber nicht das, was den Sinn des personalbedienten Verkaufs ausmacht: die Auskunft bzw. Beratung, welches Ticket zu kaufen das richtige ist. Im Prinzip würde eine Fahrkartenauskunft ohne Verkauf durchaus Sinn machen: heraus suchen, dann dem Reisewilligen sagen, was er am Automaten eintippen soll. Dass man die Fahrkarten auch verkauft liegt wohl eher daran, dass man eine Rechtfertigung für die Existenz des Personals braucht und dass das eintippen der benötigten Verbindung einfach schneller geht als diese zu beschreiben.
Eine Rechtfertigung für die Existenz sucht man sich ganz bestimmt nicht. Eher im Gegenteil, die DB und nicht nur die DB versucht ja abzubauen, wo es nur geht. Teilweise wird da auch mehr abgebaut als sinnvoll ist (Abzug des Personals aus Bahnhöfen und Zügen) oder lässt sich dies eben von den Ländern bezahlen.
Eine Art Automatenbedienhilfe gibt es aber durchaus auch. Manchmal sah ich in der Vergangenheit solche Automatenbedienhilfen an grossen Bahnhöfen. Die Üstra hatte sogar in Hannover am Hbf am Zugang zur Stadtbahn auch Leute hingestellt, die Auskünfte erteilen und halfen die Automaten zu bedienen.

Dennoch geht es meist - wie Du richtig schreibst - meist wirklich schneller, wenn da jemand selber das ganze Zeug ins System eintippt, als am Automaten.

Herzliche Grüsse
Martin
Traumflug schrieb:
Dirk Mattner schrieb:
Diese neutrale Servicegesellschaft finanziert sich u.a. durch die Stationsgebühren, die jedoch damit jedes EVU gleichwertig in die Informationsverarbeitung aufnimmt. Der verspätete Flixtrain wird genauso im FIS und RIS dargestellt, wie der auf einem abweichenden Gleis abfahrende ICE. Das gilt auch für alle regionalen EVUs, egal unter welcher Flagge diese verkehren und von welchem Aufgabenträger ihnen ihr Dienst aufgebürstet wurde.

ALLE erscheinen in EINEM Deutschlandweiten Fahrplanmedium. Der Kunde erhält die Fahrplandaten auf Westerland in gleicher Form dargeboten wie in Berchtesgaden.

Es gibt EINEN einheitlichen Fahrkartenautomaten, der wiederum einen Deutschlandweiten Tarif anbietet. Bahncard, Cityticket und die Buchung von A nach B, auch über Stock und Stein (also Bus und Schiff) sind ausdrücklich möglich!

Jedes EVU das in Deutschland im PV unterwegs ist, wird in das Vertriebssystem eingebunden und ist Teil des Gesamttarifs. Jedes EVU kann natürlich weiterhin parallel seinen Haustarif oder lustige Spottpreise anbieten. Darüberhinaus bliebt der bunte Tarifteppich der Verkehrsverbünde ebenfalls unberührt.
Ja, das wäre toll. In der Form hätte er jedoch Haken:

- Ziemlich sicher wäre dieser "reguläre" Tarif prohibitiv teuer, sicherlich noch teurer als der aktuelle Flexpreis.

- Es würde Jahre dauern, bis man ausgekaspert hat, welches Unternehmen wie viel Anteil an diesem regulären Fahrpreis bekommt. Das ist aktuell schon für BaWü kaum möglich, wenn ich das richtig mitbekommen habe.

- Es fehlt ein Routenplaner, der Fahrkarten aus Angeboten von mehreren Unternehmen zusammen setzt.

Mit solch einem Routenplaner (Open Source, bitte!) wäre wiederum der reguläre Tarif überflüssig. Die App/Webseite/Automat könnte eine Multi-Fahrkarte verkaufen, die dann mehreren Einzelfahrkarten entspricht. Mehrere Haustarife auf einem einzelnen Blatt Papier unterzubringen und mit einer einzigen Zahlung zu begleichen sollte gelingen, denn die jeweiligen Tarife bleiben unberührt.
Solch ein Deutschland-Tarif muss keineswegs teurer sein als der derzeitige Flextarif. Das ist eine Frage der Tarifgestaltung. Meine Forderung wäre da einen einheitlichen Tarif zu erschaffen, der nicht mehr da nach Kategorie A, B und C unterscheidet.

Dass das lange dauert, solch ein Tarif zu bauen und in dem Tarif die Einnahmeaufteilung immer wieder neu festgelegt und angepasst werden muss, ist klar. Das wird ja in CH immer wieder gemacht: Immer wieder werden da Frequenzerhebungen durchgeführt, Umfragen durchgeführt und und und. Es gibt beim VöV eine Abteilung ch-direct. Dort werden u.A. die Tarife festgelegt sowie die Verteilschlüssel für Pauschalangebote wie GA, SwissTravelPass, Tageskarten und und und.
In einem Artikel der BLS-Kundenzeitschrift wurde auch mal von dieser Kommission berichtet. Dass man da auf unterschiedliche Sichtweisen, Messmethoden und anderes trifft, treten halt auch immer wieder mal Meinungsverschiedenheiten auf. Das macht die Arbeit solch eine Kommission natürlich nicht einfach. Aber da muss man dann halt miteinander reden und verhandeln, und keine Ahnung, was sonst noch alles und schauen, dass man sich irgendwie einigen kann.

Natürlich muss solch ein Deutschland-Tarif nicht nur aufwendig und langfristig ausverhandelt werden. Er muss auch immer wieder mal in einigen Punkten überarbeitet werden und angepasst werden. Das ist im Verbund aller Transportunternehmen natürlich viel schwieriger, als allein. Das ist völlig klar. Selbstverständlich braucht es dann auch ein Programm, dass dann fahrplanbasiert die Angebote, sofern man keine einheitliches Angebot schafft, gemeinsam aufzeigt und dem Kunden dann die Wahlmöglichkeiten aufzeigt.

Herzliche Grüsse
Martin
DB Regio NRW schrieb:
Wettbewerb ist für mich auch, wenn die DB versucht Wettbewerben Kunden abzuwerben und warum sollte das nicht im Vorfeld bereits erfolgen?

Hallo,

es ist aber absurd, wenn der Wettbewerb dort ansetzt, wo er wegen vermeintlich kurzfristiger Effekte - so diese überhaupt wahrnehmbar sind - dem System Eisenbahn schadet. Das Land versucht, den Service und Mehrwert eines personenbedienten Verkaufs zu unterstützen, und ein anderer Marktteilnehmer (der anderswo übrigens auch von der Unterstützung des Landes profitiert) schießt aktiv dagegen. Und ich vermute einmal, dass diese Idee nicht in Stuttgart, sondern irgendwo in einer fernen Zentrale getroffen wurde.

Abgesehen davon: bei den beschämend geringen Verkaufsprovisionen, die für DB-Fernverkehrs-Fahrkarten an "Dritte" gezahlt werden, hätte die DB (die gesamte DB!) auch dann noch ein Auskommen, wenn bei "Dritten" am Schalter gekauft werden würde (und die Kunden zufrieden) wären.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wahl.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.19 08:58.
Ich finde es ja spannend, dass der jemand soooo schlau ist und die Online-Banking-Sicherheit im Traumflug beherrscht - aber an "Freigabe-Dingens für photoTAN, das ich nicht einlesen kann" scheitert.

Oder sind Theorie und Praxis etwa nicht das selbe...???

Seiten: 1 2 3 4 All

Angemeldet: -