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dann kommt so eine Idee dabei raus: Kölner HBF verlegen. Nah und FV trennen. Neuer Hbf in Deutz und Agnesviertel mit Rheintunnel. Hohenzollernbrücke begrünt:

[mobil.ksta.de]

Ich finde nicht dass man revolutionäres Denken von vornherein abschaffen sollte. Aber das ist schon sehr gewagt.
besonders misslungen, diese dämlichen Einheitsklötze, die fast überall in Moment hochgezogen werden. Hässlicher als Plattenbauten. Da sollten sie erstmal drüber nachdenken. Was da teilweise auf ehemaligen Bahngeländen entsteht ist einfach nur hässlich. Da entstehen die Problemviertel von morgen. Vernünftige Stadtplanung ist halt nicht einfach. Und für Grün würde sich besser manche Hauptverkehrsstraße anbieten.





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.19 08:58.
liebes DSO, wenn du immer meine Textbeiträge frisst, wenn ich sie absende, dann eben nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.19 09:11.
Käfermicha schrieb:
[...] Hohenzollernbrücke begrünt: [...]
Wenn wir mal ganz logisch überlegen ist die Planung schon ein Wiederspruch in sich: Falls die Hohenzollernbrücke tatsächlich durch ein Bauprojekt ihrer betrieblichen Bedeutung beraubt werden würde, so würde gewiss auch ihr Unterhalt nicht mehr von einen beliebigen Träger bezahlt werden. Somit wird niemand die Brücke für eine Nutzung als Grünes Objekt freigeben können.

Gruß Ich :)
Nun, es wäre nicht die erste Eisenbahnbrücke, die für eine Folgenutzung den Baulastträger wechselt. Die Nordbahntrasse ist ein gutes Beispiel. Allerdings ist eine Hohenzollernbrücke mindestens 2-3 Kategorien krasser. Die kostet "minimal" Unterhalt auch später. Was nicht heißt, dass eine Stadt wie Köln das nicht durchaus sich leisten könnte, wäre ja nicht die einzige innerstädtische Brücke, und Radfahrer hält sie von ihrer Dimensionierung her locker aus.
Die Kölner hatten schon öfter komischer Ideen. Gab es in den 50er/60er Jahren nicht mal Ideen, den Dom auf der anderen Rheiseite wieder aufzubauen, damit sie in der Innenstadt mehr Straßen bauen können? Hoffentlich versenken sie den Dom nicht dann noch aus Versehen in der Tunnelbaustelle für den Rheintunnel... Sorry, aber hirnrissiger geht das alles nicht mehr.

Oder misslungenes Nachamen des Bauhaus Stil.

Lg
Christian
Nichts wurde so oft falsch verstanden wie Bauhaus. Da ging es nicht um Rendite-Objekte mit Wohnungen für Yuppies mit Kaltmieten von 40 Euro pro Quadratmeter. Das ist der große Denkfehler, der in Moment leider fast überall gemacht wird.

Und ganz hat das mit den Bauhausstädten auch sowieso nicht hingehauen, wenn man sich die aus Bauhaus abgeleiteten 60er-Jahre-Silos mancherorts anschaut, weil eben am falschen Ende doch noch gespart werden musste. Ich wundere mich auch immer wieder, warum die Menschen permanent die gleichen Fehler machen.

103 215-0 schrieb:
Die Kölner hatten schon öfter komischer Ideen.
Die Hamburger, Stuttgarter u.a. auch - aber immerhin haben die Kölner sie bislang nicht angefangen umzusetzen...

Aber wer weiß was: Verrückt genug ist dieser Vorschlag, da er sicher so viele Milliarden kosten wird, dass er in Anbetracht manch anderer Bahnprojekte fast schon wieder als realistisch einzuschätzen ist...

Nur warum legt man den Hbf. nicht einfach unter den Rhein - das wäre doch bestimmt für Max, den Maulwurf, auch eine coole Aufgabe:)

Gruß vom Signal
Noch genauer: Architekten/Stadtplaner sind geschult, Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Insofern sollte man die gezeigten Anregungen in jedem Fall diskutieren und weiterentwickeln.

Die Umwelt-Rahmenbedingungen sind uns allen in aller Deutlichkeit bewusst geworden.

(Übrigens war der „Erfinder“ von Stuttgart 21 keineswegs ein Architekt/Stadtplaner, sondern „nur“ ein Verkehrsingenieur.)

Gruß, Fritz
Reden wir denn von Stadtplanung bzw. Stadtentwicklung oder Verkehrsplanung?
Wenn ich mir die Animation ansehe, dann sehe ich, dass man Gleise aus dem Stadtzentrum verschwinden lassen will - und das "Problem" lösen, dass sich im Hauptbahnhof mitten im Herzen von Köln alle Züge treffen.
Der Spruch, dass die Gleise die Stadt zerschneiden und u.a. Wohnbebauung entstehen könnte, kommt mir da aus Stuttgart doch recht bekannt vor. Und wenn man dann noch bedenkt, was so ein Baugrundstück in der Lage in Köln kostet und was die Mieten von derart großen Klotzbauten einbringen...
Gruß vom Signal
Zumindest die Verlegung des Hauptbahnhofs Köln auf das Gelände des heutigen Mediaparks ist ja ein alter Hut und meiner Meinung nach sinnvoll. Die Idee entstand nach dem 2. WeltKrieg, als es noch Güterbahnhof Gereon hieß. Engstirnige Lokalpolitiker und der um seine Pfründe fürchtende Einzelhandel verhinderten es damals leider. Deutz-Tief als leistungsfähigen Nord/Südbahnhof zu ertüchtigen, halte ich für ebenso sinnvoll.

Wir Kölner schaffen es allerdings noch nicht einmal, den verabschiedeten Masterplan von Speer Junior umzusetzen.

------
Gruß
Stephan

Gegenvorschlag

geschrieben von: sukram01

Datum: 08.05.19 12:29

Gegenvorschlag: Man verlegt den Rhein weiter in Richtung Westen :-)

Duck & wech

--
Markus

Edit: Titel





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.19 12:30.
… die Stadtbebauung – immer nur bei der Bahn ist es so negativ belastet.

Und an den breiten Straßen stinkt und lärmt es noch mehr. Warum keine 6m hohe LSW zwischen Fahrbahnen und Fuß-/Radwegen?

http://www.eriksmail.de/Templates/banner1.gif
Interessant finde ich immer schon, dass bei solchen Animationen das Wetter immer schön ist. Bei Regen wären da wohl weniger Radfahrer unterwegs...
Im Hinblick auf Umweltschutz realistisch, aber auch wenig überzeugend, dass man in der Animation mehr ordentlich gemähte Wiese als Luft verbessernde Bäume sieht.
Gruß vom Signal
Signal schrieb:
103 215-0 schrieb:
Die Kölner hatten schon öfter komischer Ideen.
Die Hamburger, Stuttgarter u.a. auch - aber immerhin haben die Kölner sie bislang nicht angefangen umzusetzen...

Der Dom...
*scnr*

https://www.facebook.com/stiefeltour
eriksmail schrieb:
… die Stadtbebauung – immer nur bei der Bahn ist es so negativ belastet.

Und an den breiten Straßen stinkt und lärmt es noch mehr. Warum keine 6m hohe LSW zwischen Fahrbahnen und Fuß-/Radwegen?

Das stimmt nicht, man hat nicht umsonst die Weiterführungspläne der Stadtautobahn aufgegeben.
Stephan Behrendt schrieb:
Wir Kölner schaffen es allerdings noch nicht einmal, den verabschiedeten Masterplan von Speer Junior umzusetzen.
Das ist auch gut so.
Deutz hat mittlerweile zu wenig Platz als alleiniger Hbf, dann müsste man einen Teil der Messe wieder abreissen um Platz zu bekommen.
Käfermicha schrieb:
dann kommt so eine Idee dabei raus: Kölner HBF verlegen. Nah und FV trennen. Neuer Hbf in Deutz und Agnesviertel mit Rheintunnel. Hohenzollernbrücke begrünt:

[mobil.ksta.de]

Ich finde nicht dass man revolutionäres Denken von vornherein abschaffen sollte. Aber das ist schon sehr gewagt.
Das Hauptproblem mit solchen "revolutionären" Ideen sind dass sie a) meistens nicht so wirklich neu sind und b) deutlich einfacher zu lösen wären.

Wie von anderen Usern schon geschrieben ist die Verlegung des Hbf nach Gereon mitnichten revolutionär und wurde schon vor 70 Jahren mal aufgebracht. Allerdings wäre das nicht nur wahnsinnig teuer, sondern auch verkehrstechnischer Kappes. Man kann den Hbf auch auf platte Land legen, nur dann hat der leider keine Berechtigung als Hauptbahnhof mehr. Denn schließlich benutzen nicht nur Umsteiger den Hbf, sondern auch die Kölner an sich und das nicht zu knapp. Außerdem weiß ich ja nicht ob der werte Architekt auch nur einmal über die Westausfahrt gefahren ist, aber die Gegend dort ist so heruntergekommen und grenzt an (bzw. IST) Rotlichtviertel, dass sich dort definitiv kein Gelegenheitsradler hinverirren wird. Wozu auch, es gibt in Köln genug andere, freundlichere Wege und Radfahrer verirren sich meist nicht zuhauf in die Innenstadt oder auf die Domplatte.

Und für das Geld den Hbf zu verlegen könnte man auch einfach eine -2 Ebene schaffen ohne gleich Köln21 zu machen.
VT605 schrieb:
Deutz hat mittlerweile zu wenig Platz als alleiniger Hbf, dann müsste man einen Teil der Messe wieder abreissen um Platz zu bekommen.
Da es immer weniger Gläubige gibt, könnt man auch den Dom abreißen und den bestehenden Hauptbahnhof vergrößern. Das Ding passt eh nicht zur umgebenden Nachkriegsbebaung.




[/sarkasmus]

Egal was gebaut wird - man hat den Eindruck, die Architekten können heute nur noch rechteckig mit bodentiefen Fenstern. Immer wenn ich Fassaden aus der Zeit vor 100-120 Jahren sehe (private und öffentliche Gebäude) finde ich es toll was man mit den damaligen Möglichkeiten so hin bekommen hat.

Ulrich

Was soll da denn gebaut werden?

geschrieben von: manuelo

Datum: 08.05.19 17:34

Dank Paywall bin ich leider noch nicht schlauer, was dort die Idee sein soll. Könnte das vielleicht Jemand mit Zugang dort kurz beschreiben?

Nur anmelden, nicht bezahlen

geschrieben von: HLeo

Datum: 08.05.19 17:41

Der KStA will kein Geld haben, man soll sich nur kostenlos registrieren. Eine Einmal-Adresse reicht aus.
Stephan Behrendt schrieb:
Zumindest die Verlegung des Hauptbahnhofs Köln auf das Gelände des heutigen Mediaparks ist ja ein alter Hut und meiner Meinung nach sinnvoll. Die Idee entstand nach dem 2. WeltKrieg, als es noch Güterbahnhof Gereon hieß. Engstirnige Lokalpolitiker und der um seine Pfründe fürchtende Einzelhandel verhinderten es damals leider. Deutz-Tief als leistungsfähigen Nord/Südbahnhof zu ertüchtigen, halte ich für ebenso sinnvoll.
Mediapark ist Niemandsland. Der Hbf an der Stelle würde keinen Sinn machen.
103 215-0 schrieb:
besonders misslungen, diese dämlichen Einheitsklötze, die fast überall in Moment hochgezogen werden. Hässlicher als Plattenbauten. Da sollten sie erstmal drüber nachdenken. Was da teilweise auf ehemaligen Bahngeländen entsteht ist einfach nur hässlich. Da entstehen die Problemviertel von morgen. Vernünftige Stadtplanung ist halt nicht einfach. Und für Grün würde sich besser manche Hauptverkehrsstraße anbieten.
Wo bitte wird etwas über die Gestaltung der Gebäude ausgesagt? Hier geht es um einen städtebaulichen Entwurf, und da ist es üblich, nur schlichte Baukörper darzustellen. Das sollen dann einzelne Architekten übernehmen, die zu gestalten.
nozomi07 schrieb:
103 215-0 schrieb:
besonders misslungen, diese dämlichen Einheitsklötze, die fast überall in Moment hochgezogen werden. Hässlicher als Plattenbauten. Da sollten sie erstmal drüber nachdenken. Was da teilweise auf ehemaligen Bahngeländen entsteht ist einfach nur hässlich. Da entstehen die Problemviertel von morgen. Vernünftige Stadtplanung ist halt nicht einfach. Und für Grün würde sich besser manche Hauptverkehrsstraße anbieten.
Wo bitte wird etwas über die Gestaltung der Gebäude ausgesagt? Hier geht es um einen städtebaulichen Entwurf, und da ist es üblich, nur schlichte Baukörper darzustellen. Das sollen dann einzelne Architekten übernehmen, die zu gestalten.
Wenn man die Ergebnisse solcher Planungen ansieht, sieht das hinterher in Natura genauso aus, nur mit Fenstern:

[www.stuttgarter-zeitung.de]
[www.gagro.de]

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Wenn Architekten zu viel Zeit haben (Köln HbF Verlegung)

geschrieben von: cs

Datum: 08.05.19 23:22

Traumflug schrieb:
nozomi07 schrieb:
103 215-0 schrieb:
besonders misslungen, diese dämlichen Einheitsklötze, die fast überall in Moment hochgezogen werden. Hässlicher als Plattenbauten. Da sollten sie erstmal drüber nachdenken. Was da teilweise auf ehemaligen Bahngeländen entsteht ist einfach nur hässlich. Da entstehen die Problemviertel von morgen. Vernünftige Stadtplanung ist halt nicht einfach. Und für Grün würde sich besser manche Hauptverkehrsstraße anbieten.
Wo bitte wird etwas über die Gestaltung der Gebäude ausgesagt? Hier geht es um einen städtebaulichen Entwurf, und da ist es üblich, nur schlichte Baukörper darzustellen. Das sollen dann einzelne Architekten übernehmen, die zu gestalten.
Wenn man die Ergebnisse solcher Planungen ansieht, sieht das hinterher in Natura genauso aus, nur mit Fenstern:
Dass Du den Unterschied nicht erkennen kannst, war ja zu erwarten

190506-high-line-richtung-dom.jpg
Unbenannt2.png

Und wäre das in Natura jetzt nicht weiß, so hättest Du sicher daran herumgemäkelt, dass aber ein weißes Gebäude versprochen war.
Strizie schrieb:
Stephan Behrendt schrieb:
Zumindest die Verlegung des Hauptbahnhofs Köln auf das Gelände des heutigen Mediaparks ist ja ein alter Hut und meiner Meinung nach sinnvoll. Die Idee entstand nach dem 2. WeltKrieg, als es noch Güterbahnhof Gereon hieß. Engstirnige Lokalpolitiker und der um seine Pfründe fürchtende Einzelhandel verhinderten es damals leider. Deutz-Tief als leistungsfähigen Nord/Südbahnhof zu ertüchtigen, halte ich für ebenso sinnvoll.
Mediapark ist Niemandsland. Der Hbf an der Stelle würde keinen Sinn machen.
Solch eine Diskussion ist doch sowieso müßig, denn jetzt ist da ja der Mediapark und somit für einen Hauptbahnhof gar kein Platz mehr vorhanden.
cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Mediapark ist Niemandsland. Der Hbf an der Stelle würde keinen Sinn machen.
Solch eine Diskussion ist doch sowieso müßig, denn jetzt ist da ja der Mediapark und somit für einen Hauptbahnhof gar kein Platz mehr vorhanden.
Es gibt aber entlang der Strecke vom Westbf. zum Hbf noch eine Menge Bahngelände, das ungenutzt aussieht. Ferner gibt es den Wust an Verzweigungen und Überwerfungen (sowohl von Straßen als auch von Bahnlinien) westlich der Ausfahrt des Hbf, und dann gibt es noch den Abstellbahnhof direkt an dieser Westausfahrt. Und warum sollte man nicht den Trümmerberg abtragen können, den man selber aufgeschüttet hatte (nach Abschluß des letzten Großprojekts in 1945ff.)?

Durch Einbuddeln von Bahnanlagen und (anders als in Stuttgart) von Straßen ließe sich ein beträchtliches Auftragsvolumen für die Bauindustrie kreieren, das zugleich noch jede Menge oberirdische Flächen zur Bebauung mit neuen Büro-Betonklötzen freiräumt, darunter das wertvolle Gelände des derzeitigen Hbf. Wie weiter oben schon schon richtig geschrieben wurde, könnte man - anders als in Stuttgart - für diesen Zweck zusätzlich den Dom abreißen und damit neben seiner Grundfäche auch noch die große Domplatte für eine durchgreifende städtebauliche Erneuerung verwenden. Mehr als 20 Mrd. (gemäß Vorplanung bei erster Vorlage in Haushaltsausschüssen) sollte das Ganze nicht kosten, wenn man die Bahnbauten auf das absolut nötige Minimum beschränkt.

Der Einwand, das sei kein Bahn-AUSBAU, ist nicht stichhaltig. Denn selbstverständlich lassen sich bei jedem Projekt nachträglich jede Menge nachträglicher Erweiterungen dazuplanen und dann sogar - Bauunternehmen hergehört - zum dreifachen Preis.
Wie, schon wieder Sommerloch .. ?

Die Überlegungen über die Verlegung des Kölner Hbf sind sicherlich weit über 100 Jahre alt.
Ein solches Vehikel an solch prominenter Stelle ist auch schon den Bürgern um die Jahrhundertwende 1900 aufgestoßen.

Erst die Auswirkungen des 2. Weltkrieges auf Köln haben diese Verlegungsüberlegungen etwas lauter klingen lassen.
Und: Wer einen Hbf auf den GüterBf Gereon legt, sorgt sicherlich auch für die nötige städtische Verkehrsinfrastruktur.
Was wieder ein neues Bahnhofsumfeld entstehen lässt - da lässt sich doch Geld verdienen ...

Bevor die blöden Preußen auf die Idee kamen, den Hbf dort zu errichten, wo er jetzt steht, war die Kölner Innenstadt nicht zweigeteilt,
so wie jetzt. Es ist zwar für den Kölntourist/Besucher sehr schön, sofern er denn mit der Bahn über die Hohenzollernbrücke anreist,
so direkt auf den Kölner Dom zuzufahren, bzw. bei der Abreise nochmal das schöne Kölnpanorama zu erleben.

Die Kölner aber, die die Zeiten des Hbf-Neubaus erlebt haben, und unter diesen die Weitsichtigen, haben diesen Bau niemals akzeptiert.
Dabei gab es sicherlich mehrere Fraktionen: Der Erzkatholische sah eine weltliche Konkurrenz zum Dom, also eiine Herabsetzung.
Genau das schwingt natürlich in den preußischen Erwägungen mit, wenn es nicht sogar Hauptmotivationspunkt war.

Die nicht so konfessionell Motivierten begriffen den Hbf als ein städtebaulichen Fauxpas 1. Klasse., weil die Stadt somit zweigeteilt wurde.
Dazu muss man wissen, dass auf dem Gelände des heutigen Hbf eine Flora bestand. Diese wurde dann im Zuge der Errichtung des Hbf an
den heutigen Standort nach Riehl verlegt. Diese Flora als innerstädtischer Puffer zu potentiellem Neubaugebiet wäre städtebaulich
sicherlich die bessere Variante gewesen. Bevor Außenstehende urteilen, lieber erstmal die Kölner Befindlichkeiten erkunden ... !

Tja, Kölner Befindlichkeiten: Es geht auch ohne Preußen - Heinrich Bölls vehemente Lieblingskritik an die Nachkriegs-Stadtführung - die Nord-Süd-Fahrt !

Beides - der Schienenweg zwischen Deutz und Mediapark - und die Nord-Süd-Fahrt - haben ein wahrlich schöneres Köln im 21. Jahrhundert verhindert. Punkt.

Gruß von Wolfgang

Begrünte Hohenzöllernbrücke Stahl?

geschrieben von: hessenbahner

Datum: 09.05.19 12:49

Wäre eine begrünte und mit Ranken bewachsene Hohenzollernbrücken dem Stahl so zuträglich?

Klar er hält Regen, Kälte, Nebel und die Feuchte des Rheins aus, aber ist er für "Grünzeug" und eine wie auch immer gestaltete Verwurzelung und Tragschicht mit Erde komplett unempfindlich?
... denn da stimmt meiner Meinung nach dermaßen viel nicht, dass das mehr als eine Mittagspause gedauert haben kann.

Tach zusammen!


Gibt ja noch einen Artikel im KSTA:

[www.ksta.de]

Ne, einen Blick jeweils drauf, und schon fällt auf (z.B. die radelnde Oma in im vom mir verlinkten Artikelfoto oben im türkisen und die Leute die dort liegen im Vergleich zu den Personen weiter links auf den Bänken oder laufend, da stimmt auch unter Berücksichtigung von Entfernung und Tiefe eine ganze Menge nicht - oder aber im Bild vom Ursprungspost verlinkt die Häuser und Autos mit den Leuten vergleichen, dieses mal die Leute zu groß.

Zurück zu der Visualisierung oben die ich verlinkt habe, ich muss, wenn ich mir die ansehe, daran zweifeln, dass der Zeichner mal selber auf der Hohenzollern gewesen ist. Wenn so viel Platz zwischen den Trägern wäre würden da wohl nicht nur 6 sondern eher 12 Gleise insgesamt draufpassen - jemand sollte schnell mal bei der Bahn anrufen und Bescheid geben dass die mit dem Verlegen weiterer Gleise sofort anfangen können. Da stimmt für mich so gut wie nix (abgesehen von der Idee eine Stahlbrücke zu begrünen - ja, schicke Idee (wie lange hält das dann noch?)


Und an diejenigen, die meinen, dass es ja nur Visualisierungen seien: Ja klar, man könnte ja erstmal locker durch die Hose atmen und meinen dass das sowieso nur sowas wie 'ne Skizze ist (allerdings würde ich, wenn ich was in 'ne nicht kleine Zeitung stellen würde mir dann irgendwie doch mehr Mühe geben, aber dass ist ja wieder nur meine Meinung) und die ja keine Grundlage für Entscheidungen seien - von wegen, nicht nur bei S21 (wie war das nochmal mit den Fluchttreppenhäusern?, ach, Moment mal, die waren ja erst gar nicht da, und dann aber erst ganz dolle schmal, usw.) sondern auch viel näher nur ein paar Kilometer rheinabwärts wacht man gerade auf was denn da für ein Monsterbau mitten in der Innenstadt entsteht. Ach, dat das Dingens ein wenig groß ist und doch ein wenig zu dominant ist uns nicht aufgefallen, auch nicht dass es dann doch plötzlich irgendwo Schatten gibt? Und wie war das mit der Begrünung von der Talschräge und vor allem dem Hauptbau?

Also von wegen, soll sogar Leute gegeben haben, die im Beispiel bei der Sache mit der Stadt weiter nördlich möglicherweise drauf hingewiesen haben, dass in unseren Breiten die Sonne doch eher recht selten aus Norden scheint, aber gut, warum mit Geografie oder Physik oder auch Biologie (was das mögliche Pflanzenwachstum anbelangt wenn denn die Sonne mal ausnahmsweise nicht aus Norden scheint) langweilen. Und ja, das mit dem "Langweilen" im Bezug auf solche Dinge ist mir nicht nur bei dem Projekt auch schonmal ins Gesicht gesagt worden, man nervt ja nur mit solchen Sachen.

Dementsprechend: Nein, ich glaube nicht, dass es ansatzweise überhaupt zu einer solchen Verlegung kommen würde (im Gegenteil, eigentlich müssten 2 weitere Gleise drangebastelt werden, und das am besten Gestern vor 9 Jahren), aber ja, es werden aufgrund solcher oder ähnlicher Visualisierungen tatsächlich Entscheidungen getroffen - auch in der Privatwirtschaft (kämpfe selber gerade bei uns gegen sowas an...).

Konsternierte Grüße,
Markus.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.19 20:34.
Traumflug schrieb:
Wenn man die Ergebnisse solcher Planungen ansieht, sieht das hinterher in Natura genauso aus, nur mit Fenstern:
Soll man es etwa ohne Fenster bauen, oder was willst du mir überhaupt sagen.

Am verwunderlichsten finde ich die Tatsache...

geschrieben von: octo

Datum: 10.05.19 08:35

...dass Du diesmal nicht (wie bei Stuttgart-21) laut "Hurra" schreist.

Traumflug schrieb:
nozomi07 schrieb:
103 215-0 schrieb:
besonders misslungen, diese dämlichen Einheitsklötze, die fast überall in Moment hochgezogen werden. Hässlicher als Plattenbauten. Da sollten sie erstmal drüber nachdenken. Was da teilweise auf ehemaligen Bahngeländen entsteht ist einfach nur hässlich. Da entstehen die Problemviertel von morgen. Vernünftige Stadtplanung ist halt nicht einfach. Und für Grün würde sich besser manche Hauptverkehrsstraße anbieten.
Wo bitte wird etwas über die Gestaltung der Gebäude ausgesagt? Hier geht es um einen städtebaulichen Entwurf, und da ist es üblich, nur schlichte Baukörper darzustellen. Das sollen dann einzelne Architekten übernehmen, die zu gestalten.
Wenn man die Ergebnisse solcher Planungen ansieht, sieht das hinterher in Natura genauso aus, nur mit Fenstern:

[www.stuttgarter-zeitung.de]
[www.gagro.de]

Das sind nunmal die Bauten der heutigen Zeit. Den Kram aus den letzten 200 Jahren muß man nicht wiederholen, denn der steht schon.

I'm not old - I'm a recycled teenager :-)

"Märklin ist gut - Es gibt besseres"

BILD-keiner liest sie aber auf jedem Dienstposten in Ost und West liegt sie

Re: Am verwunderlichsten finde ich die Tatsache...

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 10.05.19 09:32

octo schrieb:Zitat:
...dass Du diesmal nicht (wie bei Stuttgart-21) laut "Hurra" schreist.
Auch wenn ich nicht so ganz sehen kann, wer gemeint ist, so vermute ich doch dass Du mich meinst.

M.E. gibt es hier schon ein paar nicht ganz unerhebliche Unterschiede. S21 ist ein neuer Bahnhof, aber an der gleichen Stelle. Örtlich und bei den Umsteigebeziehungen ändert sich daher nichts. Das ist in Köln anders.
Nur Querdenker und Visionäre bringen eine Gesellschaft eine weiter. Darum finde ich die Thread-Überschrift im Grunde unpassend.
Ohne dieses " Was wäre eigentlich, wenn..." werden keine Probleme gelöst.
Ein erster kleiner Schritt ist erreicht - man spricht zumindest (mal wieder) drüber.

Da man in Köln auf den Straßen nur einen Kanaldeckel öffnen muss, um einen kompletten Verkehrskollaps hervorzurufen, wäre man sich bei einer Umsetzung der obigen Visionen eines Verkehrs-Knock-Out über mindestens 80 Jahre gewiss.
Zu viele Bomben-Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg, historische Ausgrabungen und kölscher Klüngel machen es nicht schneller.
Aber danach wäre es toll........



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.19 10:53.
Michael Rex schrieb:
Nur Querdenker und Visionäre bringen eine Gesellschaft eine weiter. Darum finde ich die Thread-Überschrift im Grunde unpassend.
Ohne dieses " Was wäre eigentlich, wenn..." werden keine Probleme gelöst.
Ein erster kleiner Schritt ist erreicht - man spricht zumindest (mal wieder) drüber.
Man hätte besser vor dem Bau der KRM drüber gesprochen.

Was in Köln extrem stört, sind neben der Überlastung von Hohenzollernbrücke und Hbf die langsamen Ausfahrten in Richtung Düsseldorf und Bonn. Beides ließe sich nur beseitigen, indem für FV und schnelle Regionalzüge aller Relationen Ruhr/Wupper-Süden eine neue separate Infrastruktur gebaut wird, die nur in einem Tunnel liegen KANN, aber einen Aus-/Ein-/Umstieg am bestehenden Hbf ermöglichen MUSS. S-Bahn und ein sinnvoll ausgewählter (langsamerer) Teil des Regionalverkehrs könnten (und sollten) dann weiter die bestehenden oberirdischen Anlagen mit ihren vielen Verknüpfungen zum Stadtverkehr nutzen.

Um die wichtigsten Relationen im Fern- und schnellen Regionalverkehr (nämlich Düsseldorf/Wuppertal-Bonn(-Rhein) und Düsseldorf/Wuppertal-Frankfurt-NBS) aus den bestehenden überlasteten und ungeeigneten Anlagen herausnehmen zu können, müßte man sie alle in eine einzige (neue) Einfahrt und eine einzige (neue) Ausfahrt kriegen und genau das hat die gewählte Lage der KRM gründlich verbaut.

Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: HLeo

Datum: 10.05.19 11:45

Böhm präsentiert heute seinen Vorschlag in der IHK Köln.

Seine Ideen stoßen keineswegs nur auf Kopfschütteln. Der KStA berichtet über einige weitere Stimmen.

Hinweis: Wer den Artikel lesen will, muss sich nur mit einer Email-Adresse registrieren. Das Lesen ist kostenlos:

[www.ksta.de]

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: VT605

Datum: 10.05.19 11:53

HLeo schrieb:
Böhm präsentiert heute seinen Vorschlag in der IHK Köln.

Seine Ideen stoßen keineswegs nur auf Kopfschütteln. Der KStA berichtet über einige weitere Stimmen.

Hinweis: Wer den Artikel lesen will, muss sich nur mit einer Email-Adresse registrieren. Das Lesen ist kostenlos:

[www.ksta.de]

Wenn man in Deutz den neuen Hbf bauen will bliebe wohl nur das Gelände des heutigen Abstellbhf Deutzerfeld, denn der heutige Bf Deutz hat zu wenig Platz.

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.05.19 12:52

Oder man baute unterirdisch, unter dem Rhein müsste man ja sowieso durch.

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 10.05.19 14:00

Nur warum baut man nicht einfach nur einen Fernbahntunnel, eine Art CGN 21? Könnte in Leverkusen ausfädeln und in Deutz wieder zutage treten...

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.05.19 14:15

Käfermicha schrieb:
Nur warum baut man nicht einfach nur einen Fernbahntunnel, eine Art CGN 21? Könnte in Leverkusen ausfädeln und in Deutz wieder zutage treten...
Worin soll der Sinn bestehen, in Deutz wieder ans Tageslicht zu kommen? Wenn schon, dann muss man auch unter dem Rhein hindurch.

Ist der Zug in Köln abgefahren?

geschrieben von: manuelo

Datum: 10.05.19 14:16

VT605 schrieb:
Wenn man in Deutz den neuen Hbf bauen will bliebe wohl nur das Gelände des heutigen Abstellbhf Deutzerfeld, denn der heutige Bf Deutz hat zu wenig Platz.
Das dürfte wirklich die noch einzige Möglichkeit sein. Irgendwelche Tunnelbauten unter dem jetzigen Bahnhof kann man vergessen. Da dürfte es billiger sein erst den Tunnel an anderer, freier Stelle zu bauen und dann ganz Köln dorthin zu verlegen. Ginge wohl auch schneller. Eine Erweiterung von Deutz nach Norden hat auch "leider" (verständlich, dass man nicht ewig auf eventuelle Entscheidungen warten kann) verbaut.

Aber auch ein neuer Bahnhof Deutzerfeld (wie soll der eigentlich aussehen?) würde wohl sehr teuer werden und jahrelange Verkehrsprobleme verursachen. Da denke ich wird man weiter nach der Kölner Wustelmethode verfahren und nur an den Symptomen herumschrauben.

So wie in Brüssel, Hamburg Berlin.

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.05.19 14:23

Man wird langfristig mit mehr als einem wichtigen Zentralbahnhof arbeiten, wie man das ja woanders (bspw. Brüssel, Hamburg, Berlin) auch macht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.19 14:24.

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: Gauron

Datum: 10.05.19 14:28

Nach der Veranstaltung lässt sich (auch weiterhin) sagen: so ein Quatsch. Das, was da präsentiert wurde war gefühlt eine ein-Tages Arbeit. Jeder Student hätte das mit etwas Aufwand anständiger hinbekommen. Zudem kommt, dass, zumindest gefühlt, der gute Herr Böhm nohh in der Zeit lebt, in der die Straßen ja nicht angepackt werden dürfen. Seine Vision würde sich soviel einfacher auf der Achse deutzer Brücke - Neumarkt - innerer grunguertel umsetzten lassen.
Interessant auch, dass der Verkehrsplaner wohl selbst nicht von Böhms Vorschlägen überzeugt war..

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: Georgi

Datum: 10.05.19 15:30

Kölner Hauptbahnhof „Spannend und sehr ambitioniert“ — viel Zuspruch für Böhms Vision

[www.ksta.de]

Bunte Bildchen, flaches Fachwissen

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 10.05.19 17:06

Böhm, pardong, Professor Böhm hat vorgerechnet, dass in Frankfurt, xxx, Wien die Bahnhöfe jeweils weiter von der City weg seien

Von 900 m (Frankfurt) bis 2,4 km (Wien)

Der Verkehrsplaner Dr. Harloff war natürlich erst einmal in Deutz, brauchte aber auch den Gbf Köln Kalk Nord ins Gespräch - direkte Verbindung Frankfurt - Düsseldorf.
Die Zuge Köln Dom - Düsseldorf wollte er dann über Kalk Süd - Kalk Nord, die nach Siegen/Troisdorf in Richtung Mülheim und dann nach Kalk Nord geführt wissen.

Für ihn fuhren in seiner Grafik Fernzüge linksrheinisch nur nach Aachen.
Der (Fern) Verkehr nach Bonn - Koblenz - Süddeutschland kam bei ihm nicht vor.
Der Deutschland-Takt war ihm unbekannt.

Er geht davon aus, dass für jede Fahrrichtung ein Tunnel gebohrt wird, im Gleiswechsel im Tunnel zu vermeiden ("Da müssen sie hinter Leverkusen schon sortieren ...")

"Für einen Neigungswechsel braucht ein ICE ungefähr einen Kilometer, er würde ja sonst durchbrechen ..."

Ein Diskussion war nicht vorgesehen.

Also, wenn der Fahrrdaverkehr so wichtig sein soll, wie Prof. Böhm ihn beschreibt
In diesem Mai jährt sich zum 30ten mal das Einbringen von Eisenbahnverkehrslasten in die 3 unstromigen Überbauten der Hohenzollernbrücke (Inbetriebnahme eines Bauzustandes für die Umfahrung der Sanierung der Hohenzollernbrücke).
Seit dieser Zeit gibt es auf der Kölner Seite keine Radwegrampe.

Ein Brückenzug zur Aufnahme eines Rad- und Fußweges von ca. 14 m Breite könnte jederzeit auf den Widerlagern der ehemaligen Straßenbrücke oberstromig errichtet werden.
Nur die beiden Flußpfeiler müssten verlängert werden.

Morgen dürfen wir lesen, wie die Stadt-Anzeiger alles schön schreibt.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.19 17:32.
Conrail-Bahner schrieb:
Traumflug schrieb:
nozomi07 schrieb:
103 215-0 schrieb:
besonders misslungen, diese dämlichen Einheitsklötze, die fast überall in Moment hochgezogen werden. Hässlicher als Plattenbauten. Da sollten sie erstmal drüber nachdenken. Was da teilweise auf ehemaligen Bahngeländen entsteht ist einfach nur hässlich. Da entstehen die Problemviertel von morgen. Vernünftige Stadtplanung ist halt nicht einfach. Und für Grün würde sich besser manche Hauptverkehrsstraße anbieten.
Wo bitte wird etwas über die Gestaltung der Gebäude ausgesagt? Hier geht es um einen städtebaulichen Entwurf, und da ist es üblich, nur schlichte Baukörper darzustellen. Das sollen dann einzelne Architekten übernehmen, die zu gestalten.
Wenn man die Ergebnisse solcher Planungen ansieht, sieht das hinterher in Natura genauso aus, nur mit Fenstern:

[www.stuttgarter-zeitung.de]
[www.gagro.de]
Das sind nunmal die Bauten der heutigen Zeit. Den Kram aus den letzten 200 Jahren muß man nicht wiederholen, denn der steht schon.
Modern bauen bedeutet nicht unbedingt gesichtslose Betonklötze. Beispiel: Französisches Viertel, Tübingen. Was da nach teilweiser Blockbebauung aussieht ist nicht etwa die neue Bebauung, sondern der Bestand von vor 60 Jahren. Dazwischen die neue Bebauung der letzten 20 Jahre:

https://www.tuepedia.de/images/c/c6/Franz-viertel.jpg
Quelle (mit mehr Details): [www.tuepedia.de]

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:Zitat:
Zitat:
Wo bitte wird etwas über die Gestaltung der Gebäude ausgesagt? Hier geht es um einen städtebaulichen Entwurf, und da ist es üblich, nur schlichte Baukörper darzustellen. Das sollen dann einzelne Architekten übernehmen, die zu gestalten.
Wenn man die Ergebnisse solcher Planungen ansieht, sieht das hinterher in Natura genauso aus, nur mit Fenstern:
Ach quatsch. Du darfst gerne in "neuen" Gründerzeitbauten wohnen, wenn Du dir 2.000 Euro aufwärts Miete leisten kannst. Alles ist möglich und alles ist machbar. Nur, man muss es auch bezahlen können. Bauen ist so teuer geworden, weil Mieter mit dem Ohr an den Wänden kleben und wegen jedem Scheiß den Anwalt holen. Wer meint es besser machen zu können, der solle mal machen.

Re: So wie in Brüssel, Hamburg Berlin.

geschrieben von: manuelo

Datum: 10.05.19 20:32

cinéma schrieb:
Man wird langfristig mit mehr als einem wichtigen Zentralbahnhof arbeiten, wie man das ja woanders (bspw. Brüssel, Hamburg, Berlin) auch macht.
Wie es in Brüssel genau aussieht weiß ich nicht, aber in Berlin kann ich am Hbf zwischen allen Fernverkehrslinien und den allermeisten Regionalzügen umsteigen. In Hamburg wird man das mit dem neuen Bahnhof in Altona auch hinbekommen. In Köln dagegen ist man auf dem besten Weg die einen Züge Hier und die anderen Dort halten zu lassen. Nutzen Sie dann zum Umstieg bitte die S-Bahn. Wirklich schlau ist das nicht.

Re: So wie in Brüssel, Hamburg Berlin.

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.05.19 21:13

So gut wie alle Züge fahren über Deutz, viele würden außerdem noch am Hauptbahnhof halten, das wäre dann so ähnlich wie in Brüssel mit Midi und Nordbahnhof oder in Hamburg mit Hauptbahnhof und Altona.
Planungen zur Verlegung des Hauptbahnhofs im Laufe der Zeit:

[www.ksta.de]

Der neue Eisenbahnring mit zwei Zentralbahnhöfen hätte interessant sein können.
Wer auch immer utopische Ziele und Selbstverwirklichung auf Kosten der Allgemeinheit und historisch gewachsener Lösungen – hier auch auf Kosten der Funktionsfähigkeit eines Verkehrsmittels – betreibt, während sein Werk grundsätzlich falsche Prioritäten setzt, einen falschen Zeitgeist forciert und keinen Sinn für Ästhetik zeigt, kann nicht ernst genommen werden und gehört einer praktischen Arbeit zugeführt!

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: kukuk

Datum: 11.05.19 08:34

HLeo schrieb:
Hinweis: Wer den Artikel lesen will, muss sich nur mit einer Email-Adresse registrieren. Das Lesen ist kostenlos:

Wie kann man sich in einem Satz nur so widersprechen? Das Lesen ist nicht kostenlos, da ich ihn mit meinen privaten Daten, die die Zeitung nichts angehen, bezahlt muß!
Der Bahns schrieb:
Beides - der Schienenweg zwischen Deutz und Mediapark - und die Nord-Süd-Fahrt - haben ein wahrlich schöneres Köln im 21. Jahrhundert verhindert. Punkt.
Für ein für Dich wirklich schönes Köln hätten sie wohl eine 8- spurige Autobahn da hin bauen sollen. So wie sie nach dem Krieg den Rest von Köln mit breiten Schnellstraßen und lieblosen Betonklötzen drumherum irreversibel verschandelt und damit Deutschlands wohl hässlichste Metropole draus gemacht haben. Das war die eigentliche Zerstörung Kölns. Aber da meckert keiner.

Re: So wie in Brüssel, Hamburg Berlin.

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.05.19 16:47

manuelo schrieb:
cinéma schrieb:
Man wird langfristig mit mehr als einem wichtigen Zentralbahnhof arbeiten, wie man das ja woanders (bspw. Brüssel, Hamburg, Berlin) auch macht.
Wie es in Brüssel genau aussieht weiß ich nicht
Es gibt eine Nordsüd-Achse durch die Stadt, die am Limit läuft. Diese Achse besteht aus einem in den Fünfziger Jahren fertiggestellten Tunnel, der die ehemaligen großen Kopfbahnhöfe Nord und Süd verbindet, und in der Mitte noch eine Pendlerhaltestelle 'Central' hat, an der alle Inlandszüge halten, aber keine(!) internationalen Fernzüge.

Was man derzeit aus- bzw. umbaut, sind stadtdurchquerende Strecken, die ursprünglich Güterzügen zur Umfahrung der Stadt und insbes. der damaligen Kopfbahnhöfe dienten. Darauf werden neue NV-Linien eingerichtet, die den zentralen Tunnel entlasten sollen. Mit Köln ist das insofern nicht vergleichbar, als die bestehende Hauptachse (anders als in Köln) für die meisten durchgehenden Relationen auch die kürzeste Fahrzeit bietet, so daß die Neubauten rein S-Bahn-artige Funktionen haben. Gemeinsam hat Brüssel mit Köln, daß nennenswerte zusätzliche Kapazität nur durch durch den Bau neuer Strecken zu schaffen ist.
Da kann man ja froh sein, daß noch kein Architekt auf die Idee gekommen ist, den Kölner HBF durch einen Tunnelbahnhof und die Hohenzollernbrücke durch einen Tunnel unter dem Rhein zu ersetzen. Das wäre dann wohl Deutschlands tiefster HBF.

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: Traumflug

Datum: 11.05.19 21:20

kukuk schrieb:
Das Lesen ist nicht kostenlos, da ich ihn mit meinen privaten Daten, die die Zeitung nichts angehen, bezahlt muß!
Einfach einen Fantasie-Namen und eine Fantasie-Adresse angeben.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
215 122-3 schrieb:
Da kann man ja froh sein, daß noch kein Architekt auf die Idee gekommen ist, den Kölner HBF durch einen Tunnelbahnhof und die Hohenzollernbrücke durch einen Tunnel unter dem Rhein zu ersetzen. Das wäre dann wohl Deutschlands tiefster HBF.
Noch schlimmer wäre nur, die bestehenden Bahnanlagen durch einen Neubau (egal von was) ergänzen zu wollen. Denn Bahn auszubauen, ist superpfui. Der betreffende Planer erhielte lebenslang Berufsverbot.

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 13.05.19 11:04

cinéma schrieb:
Käfermicha schrieb:
Nur warum baut man nicht einfach nur einen Fernbahntunnel, eine Art CGN 21? Könnte in Leverkusen ausfädeln und in Deutz wieder zutage treten...
Worin soll der Sinn bestehen, in Deutz wieder ans Tageslicht zu kommen? Wenn schon, dann muss man auch unter dem Rhein hindurch.
Ich wollte zweimal den Rhein queren. Einmal per Tunnel unterirdisch ungefähr da wo man von 200 km/h abbremsen muss, um die 80 km/h Zuckelei zu sparen, dann einen unterirdischen Bahnhof in Köln, fortgeführt unterirdisch nach Deutz und dann weiter zur KRM.

Die Strecke könnten dann alle Fernzüge nehmen, die von Düsseldorf via Köln nach FFM fahren.

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.05.19 14:18

Käfermicha schrieb:
cinéma schrieb:
Käfermicha schrieb:
Nur warum baut man nicht einfach nur einen Fernbahntunnel, eine Art CGN 21? Könnte in Leverkusen ausfädeln und in Deutz wieder zutage treten...
Worin soll der Sinn bestehen, in Deutz wieder ans Tageslicht zu kommen? Wenn schon, dann muss man auch unter dem Rhein hindurch.
Ich wollte zweimal den Rhein queren. Einmal per Tunnel unterirdisch ungefähr da wo man von 200 km/h abbremsen muss, um die 80 km/h Zuckelei zu sparen, dann einen unterirdischen Bahnhof in Köln, fortgeführt unterirdisch nach Deutz und dann weiter zur KRM.

Die Strecke könnten dann alle Fernzüge nehmen, die von Düsseldorf via Köln nach FFM fahren.
Das wäre allerdings ambitioniert, denn das würde ziemlich lange und breite Tunnel bedeuten.

Re: Die Diskussion geht in Köln weiter

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 13.05.19 15:42

Ist auch völlig unrealistisch, aber damit würde man zumindest den unsäglichen 80 km/h Abschnitt bei Mülheim und das zweimalige Kreuzen der Hohenzollernbrücke vermeiden, o h n e dass man den Worringer Bruch berührt.

Man kann ja in Deutz auch einen Haltepunkt vorsehen (Deutz sehr tief).

Wirklich realistischere Optionen fallen mir gerade auch nicht ein. Die Tiefe einer solchen Station wär aber schon krass, die müsste ja die U Bahn noch unterqueren.

Kombi-Bahnhof UNTER dem Rhein

geschrieben von: laufer

Datum: 13.05.19 15:52

Ihr denkt zu zaghaft!

Ich schlage einen Tief-Bahnhof unter dem Rhein (Breite 400m = einer ICE-Länge) vor, dessen Westkopf Rolltreppen zum HBF und zu Domplatte, und dessen Ostkopf Rolltreppen zum Deutzer Bf und zur Messe hat. So wäre allen geholfen!

Ernsthaft: Ich wäre dafür eine Trasse Mülheim - Deutz (tief) - Trimbornstr. - Flughafen auszubauen, die dann einen Großteil der ICE und der rechtsrheinischen RE vom DOM-Bf fernhält. Der Bf Deutz-Messe-Arena könnte dann in HBf umbenannt werden, benötigte aber Bahnsteigabgänge am Ostkopf in Richtung U4.

Re: Kombi-Bahnhof UNTER dem Rhein

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 13.05.19 22:01

Man müsste es aber schaffen, Deutz so umzubauen, dass die Wege einigermaßen kurz bleiben. Weil es so viele Zwangspunkte gibt mit verschiedenen Ebenen, Über- und Unterquerungen anderer Bahnstrecken, Straßen etc., stelle ich mir das unter den aktuellen Voraussetzungen als unmöglich vor.


laufer schrieb:
Zitat:
Ihr denkt zu zaghaft!

Ich schlage einen Tief-Bahnhof unter dem Rhein (Breite 400m = einer ICE-Länge) vor, dessen Westkopf Rolltreppen zum HBF und zu Domplatte, und dessen Ostkopf Rolltreppen zum Deutzer Bf und zur Messe hat. So wäre allen geholfen!

Ernsthaft: Ich wäre dafür eine Trasse Mülheim - Deutz (tief) - Trimbornstr. - Flughafen auszubauen, die dann einen Großteil der ICE und der rechtsrheinischen RE vom DOM-Bf fernhält. Der Bf Deutz-Messe-Arena könnte dann in HBf umbenannt werden, benötigte aber Bahnsteigabgänge am Ostkopf in Richtung U4.
Es gibt keine rein rechtsrheinischen RE. Perspektivisch wird das vielleicht für den RE 6 bzw. dessen RRX-Nachfolger (Düsseldorf - Leverkusen Mitte - Köln-Deutz tief - Köln/Bonn Flughafen) gelten.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.05.19 22:03.
Die (dürftige) Präsentation gibt es übrigens hier: [www.ihk-koeln.de]
Auch in Hamburg will man mit irgendwelchen idyllischen grünen Parks die Bürger ködern, wenn es um die Stilllegung des Bahnhofs Altona und den Neubau einer Ersatzhaltestelle am Diebsteich geht. Auch dort will man Fern- und Nahverkehr trennen.
"Wo heute Bahngleise sind, spielen morgen meine Kinder" steht im Werbeprospekt der eigenen DB.

Was diese Kölner Idee angeht: Ich nehme an, die Umsteiger zwischen Köln-Dom-Nahverkehr und Köln-Mediapark-Fernverkehr könnten dann Lastenräder mieten, um mit ihrem Gepäck zwischen Fern- und Nahverkehr umzusteigen? Eine Fahrradfahrt durchs grüne Paradies statt durch den Bahnhofstunnel laufen. Welch ein Fortschritt!

Das ändert aber nichts daran, dass (bessere) Ideen her müssen und Köln von der Totalabhängigkeit vom Hbf weg muss.

Link vom Böhm - nachgemessen - Manipulation erkannt

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 21.05.19 19:16

Nehmen wir die Seite 5, die Hohenzollernbrücke, umd messen mal den Abstand zwischen den Hängern

135,3 mm - sagt mein pdf-Werkzeug

Messen wir in tim-online.nrw.de den Innenabstand zwischen den Hauptträgern der Bögen

Hohenzollernbrücke - Orthofotos - Messfunktion 8,40 m

Demnach müsste in diesem Maßstab der Mensch auf dem Fahrrad mit 1,80 m ca. 28 mm hoch sein.
Er ist aber nur 19,9 mm hoch.

Also in etwa so, als wenn ein Modellbauer beim Maßstab HO Preiserleins zwischen TT und N verbaut.
Sieht ja nach viel mehr Platz aus, als wirklich da ist.

Böhm erzählt Märchen.
Die IHK verbreitet Böhms Märchen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.19 19:35.