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Bürgermeister schreibt an Eigentümer Hubert Herr – und findet sein Schreiben auf Facebook wieder.
Schleswig | Die Stadt hat dem Besitzer des Schleswiger Bahnhofs, Hubert Herr, ein Angebot zum Kauf des Gebäudes gemacht. Das hat Bürgermeister Arthur Christiansen Am Dienstagabend im Bauausschuss berichtet. Man wolle...
Quelle: [www.shz.de] ©2019
Das Bahnhofsgebäude hätte man 2013 weitaus günstiger kaufen können: [www.shz.de]
Jetzt hat der Spekulant das Areal ohne gültige Baugenehmigung verschandelt, unglaublich was für "Karnickelställe" er da angebaut hat, Teilansicht hier: [de.wikipedia.org]

Oberdeichgraf schrieb:
unglaublich was für "Karnickelställe" er da angebaut hat
Es ist traurig, dass es in diesem Land nicht möglich ist, kurzfristig den Rückbau der offensichtlich ohne Baugenehmigung errichteten "Ställe", die zudem das nun dahinter stehende denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude optisch verschandeln, durchzusetzen. Um das Bahnhofsgebäude kann man sich hinterher noch streiten.

Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.19 11:28.
Moin,

die "Karnickelställe" wurden für LST Schleswig Als Werkstatt, Büro- und Sozialräume "gebaut". Durch den Streit mit den Behörden wurden die Arbeiten daraufhin von Herrn Herr eingestellt und die Bahn mußte sich nun neue Räume in Schleswig suchen...
Intressant ist die Frage nach der Baugenehmigung. Jeder "Häuslerbauer" kann "dazu ein Lied singen"...
Oberdeichgraf schrieb:
Jetzt hat der Spekulant das Areal ohne gültige Baugenehmigung verschandelt, unglaublich was für "Karnickelställe" er da angebaut hat, Teilansicht hier: [de.wikipedia.org]
Wer hat ihm denn die Immobilie verkauft und wer hat den Umbau genehmigt?
Das Gebäude hat der "Investor" von der Bahn ersteigert und eine Baugenehmigung gibt es bis heute nicht.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Gumminase schrieb:
Es ist traurig, dass es in diesem Land nicht möglich ist, kurzfristig den Rückbau der offensichtlich ohne Baugenehmigung errichteten "Ställe", die zudem das nun dahinter stehende denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude optisch verschandeln, durchzusetzen.

In einem Ort in meiner Nähe wurde 2016 oder 2017 per Gerichtsbeschluss der Abriss eines Pferdestalls auf einer Freifläche am Ortsrand durchgesetzt, der rund 40 Jahre zuvor ohne Baugenehmigung errichtet worden war. 35 Jahre lang hat sich daran niemand gestört, und in dem Pferdestall waren Rösser untergestellt, mit denen der Eigentümer Reiten für behinderte Kinder vornahm. Als sich ein Nachbar beschwerte und man das Fehlen der Baugenehmigung bemerkte, kam die Abrissverfügung. Dagegen hat der Eigentümer mit moralischer Unterstützung durch die örtliche Bevölkerung Widerspruch eingelegt und bis zur letzten Instanz geklagt, aber es hat nichts genützt. Für die Pferde wurde nur eine Unterstellmöglichkeit weitab gefunden, und das Angebot für die behinderten Kinder gibt es nicht mehr.

Wenn man will, geht es also doch!

Grüße aus der Pfalz
Hubert
Hallo,
wieder ein Artikel dazu in der shz: [www.shz.de]
Leider besitze ich nur eine andere gedruckte Ausgabe der shz ohne diesen Artikel.
Vielleicht kann uns jemand aufklären, was hier erzwungen werden soll?

Nietenreko schrieb:
eine Baugenehmigung gibt es bis heute nicht.
Es war einmal, da gab es in Deutschland eine ordentliche Bürokratie. Dann wurde sie zur Erhöhung der Effizienz privatisiert...

Re: Bahnhof Schleswig: Erzwingung

geschrieben von: HPNuller

Datum: 14.03.19 12:16

Oberdeichgraf schrieb:
Hallo,
wieder ein Artikel dazu in der shz: [www.shz.de]
Leider besitze ich nur eine andere gedruckte Ausgabe der shz ohne diesen Artikel.
Vielleicht kann uns jemand aufklären, was hier erzwungen werden soll?
Die Stadt möchte den Rückbau der nicht genehmigten Baumaßnahmen durchsetzen, notfalls mit Erzwingungshaft.

Zitat
Es werde die Aufforderung zum Rückbau gegeben, das sei ein Verwaltungsakt, dem irgendwann Zwangsmaßnahmen folgen – bis hin zu einer Erzwingungshaft. „Der Staat“, so der Bürgermeister, „hat da verschiedene Möglichkeiten.“ – Quelle: [www.shz.de] ©2019
Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!
MrEnglish schrieb:
Was bitte wurde denn da privatisiert?
Wird nicht alles privatisiert, weil 'privat' effizienter ist?

Re: Bahnhof Schleswig: Erzwingung

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 14.03.19 14:56

HPNuller schrieb:
Oberdeichgraf schrieb:
Hallo,
wieder ein Artikel dazu in der shz: [www.shz.de]
Leider besitze ich nur eine andere gedruckte Ausgabe der shz ohne diesen Artikel.
Vielleicht kann uns jemand aufklären, was hier erzwungen werden soll?
Die Stadt möchte den Rückbau der nicht genehmigten Baumaßnahmen durchsetzen, notfalls mit Erzwingungshaft.

Zitat
Es werde die Aufforderung zum Rückbau gegeben, das sei ein Verwaltungsakt, dem irgendwann Zwangsmaßnahmen folgen – bis hin zu einer Erzwingungshaft. „Der Staat“, so der Bürgermeister, „hat da verschiedene Möglichkeiten.“ – Quelle: [www.shz.de] ©2019
Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

Hallo,
ich frage mich, weshalb die Stadt so lange gewartet hat.
Notfalls kann auch die Stadt den Abriss beauftragen und den Eigentümer später zur Kasse bitten, denke ich.
Der scheint in seiner eigenen Welt zu leben, vielleicht hat da seine Vorgeschichte eine Rolle gespielt: [www.shz.de]
Wenn ich das lese, was der Herr Hubert Herr so von sich gibt, kann man dem Mann nur wünschen, dass er wieder auf den Teppich kommt und gesund bleibt.


Gumminase schrieb:
Es ist traurig, dass es in diesem Land nicht möglich ist, kurzfristig den Rückbau der offensichtlich ohne Baugenehmigung errichteten "Ställe", die zudem das nun dahinter stehende denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude optisch verschandeln, durchzusetzen.
Naja. An anderer Stelle fordert man hier recht offen, dass man am besten ohne Berücksichtigung der umgebenden Gemeinde(n) bauen sollte: [www.drehscheibe-online.de]

Die Situation ist in Schlewig ist jetzt eben verkorkst. Ein nicht unübliches Ergebnis von Privatisierungen. Die Gemeinden (auch Landkreis, Land, Bund) wollen das Geld aus dem Verkauf oder den Kauf nicht bezahlen, trotzdem soll nach deren Vorstellungen gebaut werden. Beides geht nicht, also gibt's Streit.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
kmueller schrieb:
Wird nicht alles privatisiert, weil 'privat' effizienter ist?
Seltendämlicher Kommentar.

Klar, der ganze Staat wird privatisiert.

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 14.03.19 16:51

Sogar das Finanzamt wird in eine AG umgewandelt. Ich hab schon Anteile gezeichnet.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Behördendiktatur

geschrieben von: Thomas79

Datum: 14.03.19 17:05

Was für eine Provinzposse. Ich habe eine Doku dazu im NDR gesehen, und es ist einfach unverschämt, was die örtlichen Behörden dem Unternehmer alles für Steine in den Weg bei der Sanierung gelegt haben. Die wollten anscheinend nicht, dass er dort erfolgreich ist. Diese Provinzfürsten spielten sich jedenfalls so auf, als seien sie Gott. Erinnert mich irgendwie an Ärzte; die wollen auch keinem helfen und nur ihre Macht ausspielen.

Wenn das überall im Land so ist, dass Menschen, die etwas Großes schaffen und investieren, so vom Staat behindert und bedrängt werden, könnte man glatt von einer Behördendiktatur sprechen! Aber das interessiert hier ja keinen, solange Bier, Benz und Bundesliga (Bayernliga) vorhanden sind.

Was ein Glück,...

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 14.03.19 19:11

...daß es überall in unserem Land so ist, daß auch Menschen, die etwas Großes schaffen und investieren wollen, an Recht und Gesetz gebunden sind! Das haben ja gerade in diesem Falle die Gerichte sehr einprägsam deutlich gemacht. Du kannst dir gerne anschauen, wie es in Ländern aussieht, wo das nicht so ist, wo jeder bauen kann, wie er will, wo die Erteilung einer "Baugenehmigung" von der Anzahl der Dollarscheine zwischen den Antragsseiten abhängt, und wenn dir das dort besser gefällt, darfst du gerne da hinziehen, aber lasse es bitte hier so, wie es ist! Es wird auch so noch ganz legal genug Schindluder getrieben mit den Menschen.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: Was ein Glück,...

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 15.03.19 00:45

Danke, ich bin genau deiner Meinung. Für mich setzt sich auch eher der mit Gott gleich der meint Gesetze gelten nur für die anderen und wenn ich selbst mal aus versehen zu früh mit dem Bau anfangen lasse, dann ist das ja nicht so wild. Meine Genehmigungen bekomme ich ja eh immer und ob die jetzt vor oder nach Baustart kommen macht auch keinen großen Unterschied.

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