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tagesschau: DB Cargo schwächelt immer stärker

geschrieben von: pm

Datum: 11.03.19 13:34

Pünktlichkeitsziele verfehlt, Zugausfälle wegen fehlenden Personal

Tagesschau

Re: tagesschau: DB Cargo schwächelt immer stärker

geschrieben von: BOS

Datum: 11.03.19 13:59

An dieser Stelle würde mich mal interessieren wie heute die Bezahlung ist für die Lokführer im Vergleich zur Beamtenbahn.
Und wie die "Dienstalterstufen"

Bei den Beamten sagte man ja nicht zu Unrecht: Der Gehalt ist mäßig, aber regelmäßig und bei normalem Verlauf ging man mit einem Gehalt A9z (ungefähr A10) in Rente. Und mit den Zulagen hatte man da unterwegs auch schon mal A11 und auch schon mal A12. Das ist immerhin das Gehalt eines Lehrers.
Und als dann in den 90ern die Aufspaltung in die einzelnen Sparten kam und die Altherrenpläne fast alle aufgingen in die "normalen" Tagespläne wie im PV üblich, da gab es auch eine Menge Durchstarter die schon Mitte-Ende Zwanzig zum A8 Hauptlokführer befördert wurden bei der Güterbahn. Das war aber hauptsächlich mit Nachtschichten verbunden. Was aber wiederum ein gutes Quantum Nebengeld einbrachte. Und in dem Alter, jung verheiratet, die ersten Kinder sind schon da und die Bausparkasse hat das neugebaute Eigenheim vorfinanziert, da kommt es auf jeden Huni an.
So mancher rieb sich verwundert die Augen, was da plötzlich möglich war. Wo sie rund 30 Jahre dafür gebraucht hatten um die "Beamtenbesoldungsleiter" zu erklimmen, dass war jetzt in wenigen Jahren möglich geworden.
Heute gibt es noch gut 4000 Beamten im Fahrdienst. Also "ältere" Kollegen die sicher irgendwo im Bereich A8-A9 und A9z unterwegs sind (???)
Aber wie ist das mit dem großen Rest?
Verdienen die ähnlich, oder fahren die ihren verbeamteten Kollegen hinterhier? Und wenn ja, in welchem Abstand?

Das Personalproblem ist hausgemacht, also kann es auch hausgemacht wieder behoben werden!
Über Nacht geht das aber (wohl) nicht?!

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

Re: Was verdienen Triebfahrzeugführer

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 11.03.19 14:16

Zitat
Verdienen die ähnlich, oder fahren die ihren verbeamteten Kollegen hinterhier? Und wenn ja, in welchem Abstand?

Das Personalproblem ist hausgemacht, also kann es auch hausgemacht wieder behoben werden!
Moin,

zu den konkreten Zahlen kann ich nichts sagen, da haben andere möglicherweise das Wissen und teilen das gegebenenfalls.
Gerade bei Einsteigern in das Berufsleben ist aber wohl nicht nur das bare Geld auf dem Konto entscheidend, sondern auch der Arbeitsrhythmus an sich. Viele wollen vermutlich auch für gutes Geld nur ungern oder gar nicht im (Wechsel-) Schichtdienst arbeiten.

Neben dieser Hürde, den Personalbedarf zu decken, kommen dann noch die qualifizierenden Bedingungen, die erfüllt sein müssen, hinzu.

Für dieses durchaus komplexe Problem gibt es dann wohl auch keine einfache Lösung (=viel Geld).

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.19 14:17.
[www.beamtenbesoldung.org]

[www.evg-online.org]

[uploads.gdl.de]

(hier habe ich leider nur eine Kurzfassung aus 2017 gefunden...)

Ich gebe jetzt keine Vergleichszahlen anderer an.

MfG

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Ende nicht absehbar

geschrieben von: 210

Datum: 11.03.19 15:01

Das wird auch noch Jahre so weitergehen wenn nicht sogar noch schlimmer werden, weil eben massiv Personal fehlt.

Re: Ende nicht absehbar

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 11.03.19 15:41

210 schrieb:
Das wird auch noch Jahre so weitergehen wenn nicht sogar noch schlimmer werden, weil eben massiv Personal fehlt.
Es wird - wie überall im Transportgewerbe - immer schlimmer werden, eben weil jetzt die Baby-Boomer in Rente gehen aber einfach zu wenig junge Leute dafür nachkommen. Da würde auch eine Erhöhung der Gehälter wenig bringen, eben weil der Beruf des Fahrers für viele junge Menschen auch so unattraktiv ist und weil es auch so immer weniger junge Menschen in Deutschland und Europa geben wird. Und viele Zuwanderer sind ganz offen und realistisch gesagt für so einen Job auf Grund ihrer oft fehlenden Sprachkenntnisse in Deutsch und die Schulbildung meist nicht für sowas ausbildungsfähig (Müllmann oder Lagerarbeiter ist eben doch was anderes als Lokführer!). Irgendwann, wenn man sich auch den letzten möglichen, halbwegs qualifizierten Fahrer - egal ob Bahn, Bus oder LKW - aus der östlichen Mongolei oder aus Südindien geholt hat, ist einfach mal Schluss.

Also was tun? Die Bahn muss ohne Wenn und Aber parallel zur Straße auch endlich massiv in das Thema autonomes Fahren investieren und es deutlich voranstreiben. Denn ohne das, wird sie bald ein gewaltiges Problem bekommen, eben weil immer mehr und mehr Fahrpersonal fehlen wird, um die Fahrpläne überhaupt noch (sicher) fahren zu können. Auch wird die Bahn das autonome Fahren auch so umsetzen müssen, um wenigstens noch bei ein paar Gütern halbwegs preislich mithalten zu können. Denn wenn immer mehr LKWs autonom oder zumindest teilautonom im Platoon fahren werden, dann wird es für die Bahn schon extrem schwer werden, auf grund ihrer diversen Systemnachteile da überhaupt noch halbwegs mithalten zu können. Das autonome Fahren bei der Bahn wird also so und so kommen müssen und das möglichst bald. Ansonsten gräbt sich die Bahn durch Nichtstun immer mehr ihr eigenes Grab.

autonome Bahn - Gegenargumente.

geschrieben von: bjoern

Datum: 11.03.19 15:53

Fernreisender schrieb:
...

Also was tun? Die Bahn muss ohne Wenn und Aber parallel zur Straße auch endlich massiv in das Thema autonomes Fahren investieren und es deutlich voranstreiben. Denn ohne das, wird sie bald ein gewaltiges Problem bekommen, eben weil immer mehr und mehr Fahrpersonal fehlen wird, um die Fahrpläne überhaupt noch (sicher) fahren zu können. Auch wird die Bahn das autonome Fahren auch so umsetzen müssen, um wenigstens noch bei ein paar Gütern halbwegs preislich mithalten zu können. Denn wenn immer mehr LKWs autonom oder zumindest teilautonom im Platoon fahren werden, dann wird es für die Bahn schon extrem schwer werden, auf grund ihrer diversen Systemnachteile da überhaupt noch halbwegs mithalten zu können. Das autonome Fahren bei der Bahn wird also so und so kommen müssen und das möglichst bald. Ansonsten gräbt sich die Bahn durch Nichtstun immer mehr ihr eigenes Grab.
Und jetzt warten wir mal auf die ganzen Argumente warum das nicht gehen kann. Ich leg dann mal vor:
Der Computer kann nicht in den Schotter steigen um Leitungen (Bremse, Elektrik) etc. zu überprüfen.
Der Computer kann im Fehlerfall bestenfalls Schnellbremsung oder Betriebsbremsung einleiten.
Computer bzw. Steuerungstechnik für den Bahnbetrieb sind preislich weit von allem entfernt was man von Standardkomponenten kennt (vgl. ESTW/DSTW Träumereien von preiswerten Standardkomponenten)
Computer können nicht mit 2,5 Promille einen ICE fahren. (vgl. Fall Bitterfeld)
Der Computer kann nicht erkennen wenn Teile der Infrastruktur sich im Zug verkeilt haben. (vgl. Fall Eschede)

Wer bietet mehr?

Jede Zeit wie jeder Mensch hat ein gewisses Gedankenfeld, über das hinaus nichts wahrgenommen wird.
-- Bertha von Suttner




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.19 15:56.

Re: Ende nicht absehbar

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 11.03.19 16:04

Fernreisender schrieb:
210 schrieb:
Das wird auch noch Jahre so weitergehen wenn nicht sogar noch schlimmer werden, weil eben massiv Personal fehlt.
Es wird - wie überall im Transportgewerbe - immer schlimmer werden, eben weil jetzt die Baby-Boomer in Rente gehen aber einfach zu wenig junge Leute dafür nachkommen. Da würde auch eine Erhöhung der Gehälter wenig bringen, eben weil der Beruf des Fahrers für viele junge Menschen auch so unattraktiv ist und weil es auch so immer weniger junge Menschen in Deutschland und Europa geben wird. Und viele Zuwanderer sind ganz offen und realistisch gesagt für so einen Job auf Grund ihrer oft fehlenden Sprachkenntnisse in Deutsch und die Schulbildung meist nicht für sowas ausbildungsfähig (Müllmann oder Lagerarbeiter ist eben doch was anderes als Lokführer!). Irgendwann, wenn man sich auch den letzten möglichen, halbwegs qualifizierten Fahrer - egal ob Bahn, Bus oder LKW - aus der östlichen Mongolei oder aus Südindien geholt hat, ist einfach mal Schluss.

Also was tun? Die Bahn muss ohne Wenn und Aber parallel zur Straße auch endlich massiv in das Thema autonomes Fahren investieren und es deutlich voranstreiben. Denn ohne das, wird sie bald ein gewaltiges Problem bekommen, eben weil immer mehr und mehr Fahrpersonal fehlen wird, um die Fahrpläne überhaupt noch (sicher) fahren zu können. Auch wird die Bahn das autonome Fahren auch so umsetzen müssen, um wenigstens noch bei ein paar Gütern halbwegs preislich mithalten zu können. Denn wenn immer mehr LKWs autonom oder zumindest teilautonom im Platoon fahren werden, dann wird es für die Bahn schon extrem schwer werden, auf grund ihrer diversen Systemnachteile da überhaupt noch halbwegs mithalten zu können. Das autonome Fahren bei der Bahn wird also so und so kommen müssen und das möglichst bald. Ansonsten gräbt sich die Bahn durch Nichtstun immer mehr ihr eigenes Grab.
Zu 1) Über das Gehalt/den Lohn brauchen wir uns nicht unterhalten; da müsste durch die gesamte Branche - ich erwähnte es an anderer Stelle - mal ein Ruck durchgehen, und jeden Monat mal ca. 1.000 € mehr rüber kommen pro Mitarbeiter. Das würde auch deren Motivation wieder deutlich steigern.

Zu 2) Wie willst du mit diesem autonomen Mist auf Störungen reagieren? Da wären zum Beispiel:

- Bäume, Beschädigungen an der Strecke
- Feste Bremse
- Zugtrennungen
- Sonstige Defekte
- diese Liste lässt sich nahezu ins Unendliche treiben
- abholen von Lasten, welche unterwegs stehen geblieben sind inkl. der dazugehörigen betrieblichen Vorgehen
- abstellen von Lasten, welche wegen Störungen zurückbleiben müssen

Wie willst du dann da drauf reagieren?

Es ist, genauso wie das Thema ETCS, eine reine Wunschvorstellung; zumindest in der gewünschten Art und Weise. Dass es möglich ist, darüber brauchen wir gar nicht diskutieren; sieht ein jeder täglich an der Steuerung der Modellbahn. Allerdings gibt es in der Realität eben kein "Fünffingerkran", der im Falle eines Falles eingreifen kann, um einen beschädigten oder entgleisten Wagen aus dem Verband zu nehmen. Willst du bei einer Fernsteuerung der Züge - etwas anderes ist es ja dann nicht mehr - aus ca. 200 km Entfernung Personal rankarren, um den havarierten Zug zu erretten? Steht irgendwo in der Pampa ein von dir bevorzugt angesprochener Güterzug, dann ist erst mal Stillstand angesagt. Schon alleine deshalb, weil niemand auf Anhieb weiß, warum die Eisenbahn stillsteht. Oder willst du alle 20 bis 25 km Entfernung allen Ernstes jmd. mit einem Bully stationieren, der quasi als mobile Vororteingreiftruppe agiert? Ich überlege mir eben, was das für Strecken bedeutet, welche keine Möglichkeit einer parallel verlaufenden Straße haben. Vielleicht sollten all die Theoretiker und Wunschvorsteller hier mal einen Kurs besuchen "Was gehört dazu, um einen Zug von Punkt A zu Punkt B zu bringen." Die U-Bahn in Nürnberg ist eine Sache, das ist ein geschlossenes System; aber ein Güterzug mit einem Laufweg von knapp 1.200 km von Rotterdam nach Verona ist eine ganz andere Liga …

„Mutig ist (m/w/d), wer mit dem Diesel nach Hamburg fährt und dort in einem Veganerrestaurant im Indianerkostüm ein Zigeunerschnitzel bestellt!“

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]
Test betreffend autonomen Fahrens mittels LOK läuft bereits - in Niederlanden - in kijfhoek - RRF 25 - eine V 100 Ost von Alstom modernisert... für Streckenfahrten !!!!! siehe Railmagazine Seite 10 nr. 361 Jan/Feb 2019 seit 19.12.2018.. während andere nur schwadronieren !!!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.19 16:22.

Re: Ende nicht absehbar

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 11.03.19 16:28

Christian Snizek schrieb:
Fernreisender schrieb:
210 schrieb:
Das wird auch noch Jahre so weitergehen wenn nicht sogar noch schlimmer werden, weil eben massiv Personal fehlt.
Es wird - wie überall im Transportgewerbe - immer schlimmer werden, eben weil jetzt die Baby-Boomer in Rente gehen aber einfach zu wenig junge Leute dafür nachkommen. Da würde auch eine Erhöhung der Gehälter wenig bringen, eben weil der Beruf des Fahrers für viele junge Menschen auch so unattraktiv ist und weil es auch so immer weniger junge Menschen in Deutschland und Europa geben wird. Und viele Zuwanderer sind ganz offen und realistisch gesagt für so einen Job auf Grund ihrer oft fehlenden Sprachkenntnisse in Deutsch und die Schulbildung meist nicht für sowas ausbildungsfähig (Müllmann oder Lagerarbeiter ist eben doch was anderes als Lokführer!). Irgendwann, wenn man sich auch den letzten möglichen, halbwegs qualifizierten Fahrer - egal ob Bahn, Bus oder LKW - aus der östlichen Mongolei oder aus Südindien geholt hat, ist einfach mal Schluss.

Also was tun? Die Bahn muss ohne Wenn und Aber parallel zur Straße auch endlich massiv in das Thema autonomes Fahren investieren und es deutlich voranstreiben. Denn ohne das, wird sie bald ein gewaltiges Problem bekommen, eben weil immer mehr und mehr Fahrpersonal fehlen wird, um die Fahrpläne überhaupt noch (sicher) fahren zu können. Auch wird die Bahn das autonome Fahren auch so umsetzen müssen, um wenigstens noch bei ein paar Gütern halbwegs preislich mithalten zu können. Denn wenn immer mehr LKWs autonom oder zumindest teilautonom im Platoon fahren werden, dann wird es für die Bahn schon extrem schwer werden, auf grund ihrer diversen Systemnachteile da überhaupt noch halbwegs mithalten zu können. Das autonome Fahren bei der Bahn wird also so und so kommen müssen und das möglichst bald. Ansonsten gräbt sich die Bahn durch Nichtstun immer mehr ihr eigenes Grab.
Zu 1) Über das Gehalt/den Lohn brauchen wir uns nicht unterhalten; da müsste durch die gesamte Branche - ich erwähnte es an anderer Stelle - mal ein Ruck durchgehen, und jeden Monat mal ca. 1.000 € mehr rüber kommen pro Mitarbeiter. Das würde auch deren Motivation wieder deutlich steigern.

Zu 2) Wie willst du mit diesem autonomen Mist auf Störungen reagieren? Da wären zum Beispiel:

- Bäume, Beschädigungen an der Strecke
- Feste Bremse
- Zugtrennungen
- Sonstige Defekte
- diese Liste lässt sich nahezu ins Unendliche treiben
- abholen von Lasten, welche unterwegs stehen geblieben sind inkl. der dazugehörigen betrieblichen Vorgehen
- abstellen von Lasten, welche wegen Störungen zurückbleiben müssen

Wie willst du dann da drauf reagieren?

Es ist, genauso wie das Thema ETCS, eine reine Wunschvorstellung; zumindest in der gewünschten Art und Weise.
Seh ich auch so. Das Nächstbeste wäre schon mal ne Fernsteuerung wie bei den Flugdrohnen.
Die DB will sowieso neben den Gleisen Glasfaser verlegen, damit könnte man dann auch Videobilder einer Kamera zu einem PC senden, vor dem dann der eigentliche Fahrer vor einem großen Monitor sitzt.
Damit entfielen wenigstens die unattraktiven An und Abreisen zum Einsatzort. Außerdem könnten Züge bei Pausen durch einen anderen Video-Tf weiterfahren.
Zumindest für langsamfahrende Güterzüge (ohne Gefahrengut) müsste das mittelfristig doch eine Option sein. Defekte wären dann noch ein Problem, werden zumindest bei Loks aber auch seltener, weil die ebenfalls digital überwacht werden und somit vor dem Auftreten eines techn. Defekts in die Werkstatt kommen.

Selbst schuld!

geschrieben von: Dieselpower

Datum: 11.03.19 16:31

Ich erinnere mich noch gut daran. Vor etwa 2 Jahren stand die nächste (später wieder zurückgenommene) Cargo-Schrumpfkur an, mit massiven Kürzungen der Bedienstellen, weiterer Zentralisierung, neuem Dispokonzept usw. Da wurden in vielen Bereichen schon Listen für die Sozialauswahl an etliche Mitarbeiter herausgegeben. Zudem sollten die Arbeitsplätze vieler Leute plötzlich hundertete Kilometer weit weg verlegt werden.

Tja, was soll man sagen, die meisten der betroffenen Mitarbeiter haben natürlich nicht drauf gewartet, daß sie von Cargo wegrationalisiert werden, oder zukünftig hunderte Kilometer weit weg weiter für DB Cargo arbeiten dürfen. Die sind halt ganz einfach gegangen! Zu privaten EVUs, zu den Fensterzügen, halt einfach nur weg von Cargo! Da haben viele gute und erfahrene Leute vergrätzt den Cargo-Laden verlassen. Und eben das wirkt bis heute nach und konnte nicht ansatzweise vergleichbar ausgeglichen werden. Deswegen läuft es jetzt halt noch deutlich schlechter als vor 2 Jahren schon. ;-)

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren. Feingeister und selbsternannte Gutmenschen sollten meine Beiträge daher unbedingt ignorieren!

Re: Selbst schuld!

geschrieben von: Ol49-107

Datum: 11.03.19 16:34

... da trifft es sich gut, dass in der heutigen "faz" ein offensichtlich umfangreiches interview mit herrn lutz enthalten ist (online leider hinter bezahl - schranke ) :

vielleicht hat er ja schon eine vorstellung davon, wie er aus dieser lage rauskommt ...

Re: Ende nicht absehbar

geschrieben von: KHM

Datum: 11.03.19 16:35

Christian Snizek schrieb:
Zu 2) Wie willst du mit diesem autonomen Mist auf Störungen reagieren? Da wären zum Beispiel:

- Bäume, Beschädigungen an der Strecke
- Feste Bremse
- Zugtrennungen
- Sonstige Defekte
- diese Liste lässt sich nahezu ins Unendliche treiben
- abholen von Lasten, welche unterwegs stehen geblieben sind inkl. der dazugehörigen betrieblichen Vorgehen
- abstellen von Lasten, welche wegen Störungen zurückbleiben müssen

Wie willst du dann da drauf reagieren?

Es ist, genauso wie das Thema ETCS, eine reine Wunschvorstellung; zumindest in der gewünschten Art und Weise. Dass es möglich ist, darüber brauchen wir gar nicht diskutieren; sieht ein jeder täglich an der Steuerung der Modellbahn. [...] Steht irgendwo in der Pampa ein von dir bevorzugt angesprochener Güterzug, dann ist erst mal Stillstand angesagt. Schon alleine deshalb, weil niemand auf Anhieb weiß, warum die Eisenbahn stillsteht.
- Stoppen und auf Erlösung warten (bei Hindernissen im Gleis) kann der Computer auch. Und wir hatten gerade letztens, dass die gefühlte Mehrheit der Tf bekundete, dass sie nur macht, was sie muss.
- Dito das meiste Andere: Stopp und warten.
Und mein Erleben ist, dass heute auch schon kaum jemand "auf Anhieb (!!!) weiß, warum die Eisenbahn stillsteht." Das kann der Computer jedenfalls auch...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.19 16:38.

Re: Ende nicht absehbar

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 11.03.19 16:38

NBStrecke schrieb:
Es ist, genauso wie das Thema ETCS, eine reine Wunschvorstellung; zumindest in der gewünschten Art und Weise.
Seh ich auch so. Das Nächstbeste wäre schon mal ne Fernsteuerung wie bei den Flugdrohnen.
Die DB will sowieso neben den Gleisen Glasfaser verlegen, damit könnte man dann auch Videobilder einer Kamera zu einem PC senden, vor dem dann der eigentliche Fahrer vor einem großen Monitor sitzt.
Damit entfielen wenigstens die unattraktiven An und Abreisen zum Einsatzort. Außerdem könnten Züge bei Pausen durch einen anderen Video-Tf weiterfahren.
Zumindest für langsamfahrende Güterzüge (ohne Gefahrengut) müsste das mittelfristig doch eine Option sein. Defekte wären dann noch ein Problem, werden zumindest bei Loks aber auch seltener, weil die ebenfalls digital überwacht werden und somit vor dem Auftreten eines techn. Defekts in die Werkstatt kommen.
Was verstehst du unter "langsam fahrenden Güterzügen?" Die haben im Großen und Ganzen durch die Bank weg einen 100er Fahrplan. Und einfach eine Videokamera implantieren ist auch nicht. Denn bis dann auf Störungen reagiert werden kann und die Pseudofunksignale am Empfänger ankommen, kann es zu spät sein. Ich wiederhole mich gerne noch mal: Was habt ihr in Theorie für Vorstellungen davon, wie die Praxis aussieht?

Und was die "unattraktiven An- und Abreisen betrifft: Da müssten halt Planer tätig werden. Damit entfielen auch solche Dinge. Aber wenn ich sehe, dass teilweise noch nicht mal die Planzüge weitergeregelt sind, erübrigt sich der Gedanke über solche Dinge wie der Wunschgedanken des autonomen Betriebes …

„Mutig ist (m/w/d), wer mit dem Diesel nach Hamburg fährt und dort in einem Veganerrestaurant im Indianerkostüm ein Zigeunerschnitzel bestellt!“

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-dreilaendereck-loerrach.de]

Re: autonome Bahn - Gegenargumente.RRF fährt autonom !!!

geschrieben von: Lalu

Datum: 11.03.19 16:41

Hallo,

andere sehen vielleicht auch die Schwierigkeiten der Umsetzung im europäischen Eisenbahnsystem, weil sie sich aus mehreren Quellen informiert haben. Und in der Praxis fahren der Bergbau Konzern Rio Tinto in Australien und die chinesische Staatsbahn (Fernzüge mit 200km/h auf einem Teilabschnott) schon in Level 3. Allerdings ist die Infrastruktur und die Art des Verkehrs nicht so komplex.

Auch in Deutschland fuhr Ende letzten Jahres ein Versuchszug im Erzgebirge im Level3-Modus. [www.heise.de]

Die ersten Meldungen über den kurzfristigen Ersatz des Lokführers durch autonomes Fahren gab es 1998 in der Presse.

Grüße,
Lalu
class88 schrieb:
Test betreffend autonomen Fahrens mittels LOK läuft bereits - in Niederlanden - in kijfhoek - RRF 25 - eine V 100 Ost von Alstom modernisert... für Streckenfahrten !!!!! siehe Railmagazine Seite 10 nr. 361 Jan/Feb 2019 seit 19.12.2018.. während andere nur schwadronieren !!!

Und? Tests dafür gab es schon vor Jahrzehnten, bspw. in Braunschweig mit einer V60, wenn ich mich da richtig erinnere. In Wildenrath wurde auch schon getestet.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: Ende nicht absehbar

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 11.03.19 16:47

NBStrecke schrieb:
Seh ich auch so. Das Nächstbeste wäre schon mal ne Fernsteuerung wie bei den Flugdrohnen.
Die DB will sowieso neben den Gleisen Glasfaser verlegen, damit könnte man dann auch Videobilder einer Kamera zu einem PC senden, vor dem dann der eigentliche Fahrer vor einem großen Monitor sitzt.
Damit entfielen wenigstens die unattraktiven An und Abreisen zum Einsatzort. Außerdem könnten Züge bei Pausen durch einen anderen Video-Tf weiterfahren.
Zumindest für langsamfahrende Güterzüge (ohne Gefahrengut) müsste das mittelfristig doch eine Option sein. Defekte wären dann noch ein Problem, werden zumindest bei Loks aber auch seltener, weil die ebenfalls digital überwacht werden und somit vor dem Auftreten eines techn. Defekts in die Werkstatt kommen.
Dann mach mal... Das ist keine Playstation. Ich kenne zumindest den Unterschied zwischen "richtigen" Zügen und Simulatoren und kann dir sagen, dass das "Popometer" da nicht zu ersetzen ist... Auf einem Simulator eierst du immer orientierungslos rum, weil du kein Gefühl für Beschleunigung und Verzögerung bekommst, ählich würdest du auch einen "Videozug" fahren.

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.19 16:50.

Re: Ende nicht absehbar

geschrieben von: Stefan3872

Datum: 11.03.19 16:55

Die Mutter allen Übels heißt zum einen Teil „Privatisierung“ u nd zum anderen Personalabbau der letzten 25 Jahre.
wenn man überlegt das 1990 fast ungefähr 500.000 Menschen bei beiden Staatsbahnen in Lohn und Brot standen und die DB AG heute 320.000 Mitarbeiter, davon in Deutschland ca. 200.000 von denen man noch einen Teil der 70.000 Mitarbeiter von DB Schenker abziehen darf, weil diese auf der Straße arbeiten und nix mit Eisenbahn zu tun haben.

Also so ich würde mal schätzen das nur ca. 170.000 Menschen den Job von führer einer 1/2 Millionen machen.
class88 schrieb:
Test betreffend autonomen Fahrens mittels LOK läuft bereits - in Niederlanden - in kijfhoek - RRF 25 - eine V 100 Ost von Alstom modernisert... für Streckenfahrten !!!!! siehe Railmagazine Seite 10 nr. 361 Jan/Feb 2019 seit 19.12.2018.. während andere nur schwadronieren !!!
Und trotzdem wirst du den kommerziellen Einsatz nicht mehr erleben...

"mehr und mehr stellt sich m.E. heraus, dass Märklin mit der neuen BR 44 ein fast perfektes Modell fabriziert hat. Perfekt wäre es -das ist aber klagen auf sehr hohen Niveau- wenn das (...) zu sehende Durchdrehen der Antriebsräder auch akustisch untermalt worden wäre. " (soll man da lachen oder weinen...?)
Aus: [www.stummiforum.de]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Autonom oder automatisch?

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 11.03.19 17:09

Das ist ein himmelweiter Unterschied! Auch dieser tolle Zug in Australien fährt automatisch, d.h. er ist programmiert darauf, auf bestimmte Situationen zu reagieren, aber es sitzt immer noch irgendwo irgendwer vor einem Bildschirm und beobachtet das ganze. Natürlich lassen sich von so einem Steuerplatz aus auch mehrere Züge bedienen, gar keine Frage, was vielleicht ein Lösungsansatz für das Lokführerproblem sein könnte. Autonom würde aber bedeuten, daß die Lokomotive resp. das Fahrzeug selber entscheidet, was es macht, ohne daß da ein Mensch im Hintergrund das noch überwacht, und das sehe ich in absehbarer Zeit nicht. Autonomes Fahren setzt voraus, daß alle am Verkehrsgeschehen Beteiligten miteinander vernetzt sind, damit sie alle richtig reagieren. Auf der Eisenbahn ließe sich das vielleicht noch realisieren aufgrund der Spurführung, wenngleich man dort mit Automatisierung fast den gleichen Effekt wesentlich billiger haben könnte, aber im Straßenverkehr wird das nicht kommen, denn dazu ist viel zu viel autonomes Nicht-Vernetzbares in der Gegend unterwegs. Und heute, wo der Mainstream dahin geht, daß Auto zumindest in der Stadt grundsätzlich in Frage zu stellen, schon alleine aufgrund seines Platzbedarfs, wird die Akzeptanz von Fahrzeugen, die machen, was sie wollen, nicht sehr groß sein.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

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