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Lebende Schranke im high tec Ländle

geschrieben von: Flow2go

Datum: 09.03.19 22:35

https://www.bilder-upload.eu/thumb/6f41b7-1552166488.jpg

"Bisher hat noch jeder gehalten."

Unsere unkonventionelle BÜ Lösung hat es irgendwie in die aktuelle Ausgabe des Spiegels geschafft, tssss ...

Re: Lebende Schranke im high tec Ländle

geschrieben von: Hansawagen

Datum: 09.03.19 23:09

Das wäre ja direkt was für extra 3!
(Der reale Irrsinn)

Re: Lebende Schranke im high tec Ländle

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.03.19 23:22

Hansawagen schrieb:
(Der reale Irrsinn)
Kommt darauf an, was da der Irrsinn ist.

1) Dass man einen Zug fährt, obwohl es keine technische Sicherung gibt.

2) Dass ein Zug den Bahnübergang nicht auf Sicht, wie ein Auto oder ein Fussgänger, passieren kann.

3) Dass die technische Sicherung ein kleines Vermögen kostet.

4) Dass es 10 Jahre braucht, bis man dieses kleine Vermögen von der öffentlichen Hand bekommt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Lebende Schranke im high tec Ländle

geschrieben von: Flow2go

Datum: 09.03.19 23:34

Ha ja, es isch in Arbeit und dauert auch keine 10 Jahre mehr.
Wobei: Nichts hält länger als ein Provisorium ...

Schade, dass der Kollege von Frau Kratz(bürste) verstorben ist.
Das war ein wirklich liebenswerter Mensch.
in memoriam:
Quelle: YouTube

Re: Lebende Schranke im high tec Ländle

geschrieben von: Gt2x4/4

Datum: 10.03.19 07:54

Hansawagen schrieb:
Das wäre ja direkt was für extra 3!
(Der reale Irrsinn)
Sowas ähnliches gab's da ja schonmal:

Quelle: YouTube

Der reale Irrsinn

geschrieben von: Conrail-Bahner

Datum: 10.03.19 08:50

Der reale Irrsinn dabei ist, daß es trotz Andreaskreuz und Warnsignalen vom Zug einen Posten braucht damit Fußgänger und Autofahrer kapieren das sie anzuhalten haben. Ein paar Beamte mit Sofortkasse und Quittungsblock wären da hilfreicher und einprägsamer!

I'm not old - I'm a recycled teenager :-)

Re: Lebende Schranke im high tec Ländle

geschrieben von: magdeburger.29

Datum: 10.03.19 09:42

Flow2go schrieb:
https://www.bilder-upload.eu/thumb/6f41b7-1552166488.jpg

"Bisher hat noch jeder gehalten."

Unsere unkonventionelle BÜ Lösung hat es irgendwie in die aktuelle Ausgabe des Spiegels geschafft, tssss ...
Vollkaskomentalität a la Deutschland. Aanderstwo schepperts da eben so lange bis auch der letzte @#$%& gemerkt hat das an Bahnübergängen auch wirklich Züge kreuzen können die meist den Crash auch gewinnen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.19 09:42.

Alter Hut auf der Strecke

geschrieben von: Schwarzwaelder

Datum: 10.03.19 10:00

Eigentlich ein alter Hut auf der Strecke.

Seit nunmehr 16 Jahren fährt an den Museumsbahntagen -Wochenenden ein Zubringer (641) von Waldshut nach Weizen und zurück.
Dort ist es so geregelt, daß der "Schrankenwärter" ab Waldshut mitfährt. Schon von den Personalkosten her bei dem in der Regel doch geringen Passagieraufkommen ein deutliches Minusgeschäft. Geht auch nur durch eine Quersubvention bzw. einen Zuschuss des Landkreises Waldshut.



Schwarzwälder

Aus Thür importiert !

geschrieben von: Prellbock049

Datum: 10.03.19 10:12

Jetzt wurde in BaWü ein erprobtes System aus Thüringen übernommen - es wird ja immer wieder betont es gab auch dort Gutes - und dann machen die Nordlichter so einen Aufstand draus.

Reparatur ist immer Murks !

Re: Alter Hut auf der Strecke

geschrieben von: Flow2go

Datum: 10.03.19 10:20

Zum Museumsbahnzubringer passte das ja noch irgendwie.

Für regulären ÖPNV im Zuge der Reaktivierung der Wutachtalbahn kann das jedoch nur eine Übergangslösung sein.
Aber es geht ja voran. Plangenehmigungsverfahren läuft .
Frau Kratz kann also bald in Eisenbahnerente ;-)

Re: Aus Thür importiert !

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 10.03.19 10:40

Prellbock049 schrieb:Zitat:
Jetzt wurde in BaWü ein erprobtes System aus Thüringen übernommen - es wird ja immer wieder betont es gab auch dort Gutes - und dann machen die Nordlichter so einen Aufstand draus.
Eben:

[www.youtube.com] (Realer Irrsinn: Flatterbänder an Bahnschranke | extra 3 | NDR)

Und wie ich mich vor 2 Wochen versichern konnte, flattern die Flatterbänder dort immer noch.
Guten Morgen zusammen,

etwas verwundert habe ich mir die Augen gerieben, dass eine Bü-Posten-Sicherung in den Medien und auf DSO eine solche Beachtung findet. Auch die verwendeten Adjektive haben mich etwas gewundert. Sicherlich kann man beklagen, dass das Andreaskreuz heute kaum noch von einem Autofahrer beachtet wird. Den Begriff "Irsinn" finde ich aber ziemlich deplatziert. Die Postensicherung kann dort ein probates Mittel sein, wo die Sichtverhältnisse und auch die Pfeifsignale nicht die erforderliche Sicherheit bieten. In Eggingen ist das definitv der Fall, an zwei Bü in Stühlingen auch. Die Straßensituation ist dort so schwierig, weil man als KFZ-Lenker um die Ecke biegt und dann schon auf den Gleisen steht.

In Eggingen war die Postenlösung das Mittel der Wahl, um überhaupt kurzfristig wieder mehr Zugverkehr auf die Strecke zu bringen. Zusätzlich sichern die Bü-Posten die Fahrgäste, die innerhalb der abknickenden Vorfahrt vom Bahnsteig aus über die Straße müssen. Hier befindet sich die BÜ-Sicherungsanlage, wie schon geschrieben wurde, in der Planfeststellung. Die Bäume haben wir vor ein paar Tagen gefällt, wo im Herbst die Schranken und Lichtzeichen hinkommen. Die Anlage wird eine Gebrauchtanlage von einer anderen NE-Bahn sein, die wir in den nächsten Tagen geliefert bekommen. So ist das Ganze finanziell noch darstellbar. Bewusst haben wir die Gemeinde nicht im Rahmen der EKrG 3/13-Finanzierung eingebunden, sondern zahlen den BÜ komplett selbst. Die Gemeinde hatte bisher die Kosten für die Posten übernommen.

In Stühlingen passieren nur die saisonal sonntäglich fahrenden Zubringerzüge die beiden Posten-BÜ. Für deren technische Sicherung müsste es jeweils eine BÜSTRA-Anlage sein, also mit einer kompletten Straßen-Lichtsignalanlage auf der parallel verlaufenden Bundesstraße. Kosten je ca. 800.000 €. Da müssten aber schon viele Fahrgäste mitfahren, um das sinnvoll erscheinen zu lassen. Ich sehe schon in den gleichen Medien die Artikel der Empörung, dass 1,6 Mio. € Steuergelder ausgegeben werden für ein paar Zugfahrten. Ihr Kostendrittel könnte Stühlingen auch kaum aufbringen. Die Gemeinde beteiligt sich finanziell schon am Bau eines neuen Bahnsteigs am Schulzentrum in diesem Jahr. Der ist Voraussetzung für die weitere Ausdehnung des Zugverkehrs auf der Unteren Wutachtalbahn.

Gott sei Dank haben wir mit Frau Kratz und Herrn Völkel zwei absolut zuverlässige Mitbürger in Eggingen gefunden. Auch Herr Männel hat seine Sache absolut zuverlässig und engagiert gemacht. Ihm sein pothum nochmals gedankt!

Also im Wutachtal geht noch alles mit sauberem Menschenverstand zu :-)

Allen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche,

Christian Brinkmann
Bahnbetriebe Blumberg GmbH & Co. KG

Re: Alter Hut auf der Strecke

geschrieben von: Florian Schulz

Datum: 10.03.19 11:29

Bahnbetriebe Blumberg - Christian Brinkmann schrieb:Zitat:
Guten Morgen zusammen,

etwas verwundert habe ich mir die Augen gerieben, dass eine Bü-Posten-Sicherung in den Medien und auf DSO eine solche Beachtung findet. Auch die verwendeten Adjektive haben mich etwas gewundert. Sicherlich kann man beklagen, dass das Andreaskreuz heute kaum noch von einem Autofahrer beachtet wird. Den Begriff "Irsinn" finde ich aber ziemlich deplatziert. Die Postensicherung kann dort ein probates Mittel sein, wo die Sichtverhältnisse und auch die Pfeifsignale nicht die erforderliche Sicherheit bieten. In Eggingen ist das definitv der Fall, an zwei Bü in Stühlingen auch. Die Straßensituation ist dort so schwierig, weil man als KFZ-Lenker um die Ecke biegt und dann schon auf den Gleisen steht.
[...]
Allen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche,

Christian Brinkmann
Bahnbetriebe Blumberg GmbH & Co. KG
Du kannst doch unseren Berufsnörgnern und Alles-Checkern nicht so einfach mit Fakten kommen :-) Schlechte Sichtbeziehungen, die technische Sicherungen und Form von Schrankenanlagen verlangen, ist doch ein völlig an den Haaren herbeigezogener Zusammenhang. Auch dass wir Vorschriften haben, deren Existenz sich oft darin begründen, dass es in der über 100jährigen Eisenbahngeschichte zu ekligen Unfällen kam und wir uns auf deren Einhaltung verständigt haben, ist natürlich völlig irrelevant. Was zählt sind Ressentiments und das Einteilen in Gute Eisenbahn (ausgenommen private EVU) und böse Autofahrer!!1

Viele Füße
Florian Schulz

Re: Aus Thür importiert !

geschrieben von: diezge

Datum: 10.03.19 11:30

Prellbock049 schrieb:
Jetzt wurde in BaWü ein erprobtes System aus Thüringen übernommen - es wird ja immer wieder betont es gab auch dort Gutes - und dann machen die Nordlichter so einen Aufstand draus.
Jetzt?

Auf der Räuberbahn Altshausen - Pfullendorf wird seit 10 Jahren so gemacht...


Grüße,

diezge

Re: Alter Hut auf der Strecke

geschrieben von: Flow2go

Datum: 10.03.19 11:48

Zum Bü Stühlingen:

Bei Kosten in Höhe von 1,6 Mio. wäre es wohl eine Überlegung wert, den Verlauf der B 314 in diesem Bereich komplett auf den Prüfstand zu stellen.

Leider gab es hierzu in der Vergangenheit offensichtlich keine vorausschauenden Planungen.
Mit der Ansiedlung des REWE Marktes besteht jedenfalls faktisch keine Möglichkeit mehr, mit der Straße von Bebauung und Bahntrasse abzurücken.

https://www.bilder-upload.eu/thumb/d1ae5f-1552214714.jpg

Stühlingen bleibt die quasi "OD" der B 314 damit wohl dauerhaft erhalten.
Bis der Autobahnbau samt Tunnellösung kommt ... ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.19 11:49.
Nochmal hallo zusammen,

vor gut 10 Jahren gab es für die Untere Wutachtalbahn ein Konzept zur Reaktivierung. Damals hatte man klassisch die Sicherung aller Bahnübergänge, die Totalsanierung des Oberbaus und den Bau einiger neuer Haltepunkte kostenmäßig abgeschätzt. Das Projekt war dann so groß, dass alle Beteiligten erschrocken sind und man es sein gelassen hat. So viel zum High-Tech-Land!

Meine Idee dazu ist, immer jetzt so viel wie möglich umzusetzen pro Bahn, was nur irgend geht, getreu dem Motto: Was man hat, hat man. So kam zu den Saisonzügen der eine Schülerzug Waldshut - Wutöschingen. Der wurde nach Eggingen verlängert (mit der Posten-Lösung). Nun haben wir zwei Zugpaare nach Wutöschingen und zwei nach Eggingen je Schultag. Stück für Stück können wir nun die Infrastruktur weiter ertüchtigen. Im Frühjahr bekommt der BÜ in Degernau eine zugbewirkte Einschaltung und Züge brauchen nicht mehr anhalten zum Schließen des BÜ, dann kommen Bü Eggingen und Bahnsteig Stühlingen, so dass die Schülerzüge nach Stühlingen verlängert werden können.

So gibt es hier im High-Tech-Land einige Bahnen, wie auch die unten erwähnte Räuberbahn oder die SAB, die sich mit Tippelesschritten voranarbeiten und immer das umsetzen, was irgend machbar ist. Andere eher große Infrastrukturbetreiber fangen erst dann an, etwas an ihrer Infrastruktur zu machen, wenn es ein Millionenprojekt ist. Dafür sind dann die Budgetfindungs-, Vertrags- und Planungszeiträume so lang, dass Bahnfahrgäste lange drauf warten müssen, dass sie einen Nutzen davon haben.

Herzlichst,

Christian Brinkmann
Bahnbetriebe Blumberg GmbH & Co. KG

@Christian (und alle anderen; m.B.)

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 10.03.19 12:09

"In Eggingen war die Postenlösung das Mittel der Wahl, um überhaupt kurzfristig wieder mehr Zugverkehr auf die Strecke zu bringen. Zusätzlich sichern die Bü-Posten die Fahrgäste, die innerhalb der abknickenden Vorfahrt vom Bahnsteig aus über die Straße müssen. Also im Wutachtal geht noch alles mit sauberem Menschenverstand zu!"

Lieber Christian,

lass´ dir durch die Meckerer nicht den Tag verderben, nur weil hier nicht die millionenschweren "High-Tech"-Standardlösungen angewendet worden sind.
Wie dort mit kleinen und absolut pragmatischen Schritten die Eisenbahn ins Tal zurück gebracht wurde, ist bemerkenswert. Und ich wundere mich rückblickend heute immer noch, wie schnell das alles ging - weil alle mitgemacht haben! Zum Beispiel die Finanzierung des BÜ-Postens durch die Gemeinde, die auch den Zugverkehr wollte.

So muss Eisenbahn! Mit gelegentlich auch unkonventionellen Lösungen - stets mit dem profanen Ziel, dass die Züge für die Menschen fahren können. Denn das ist nun einmal Sinn und Zweck der Eisenbahn! Und mitunter greift der Chef ja auch einmal selbst zur Flagge:

http://www.desiro.net/737--Eggingen-kl3.jpg

"Allen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche"
Das wünsche ich auch!

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Abteil.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.19 12:11.

Re: Alter Hut auf der Strecke

geschrieben von: Flow2go

Datum: 10.03.19 12:19

Alles richtig, Herr Brinkmann.

Ohne Ihre Initiative bzw. das Engagement Bahnbetrieb Blumberg wären die Gleise am Ende vielleicht schon demontiert (an der Stelle Einmündung A98 in B314 wurde vor 30 Jahren planerisch offensichtlich genau damit spekuliert - und heute haben wir dort den Salat ...)

Was aber wohl die SPIEGEL Redaktion dazu veranlasst hatte, das ins Heft zu nehmen?
Wie sind die überhaupt darauf gekommen?
Na ja, egal, Frau Kratz wird´s freuen.

Herzlicher Gruß aus dem straßenverkehrsgeplagtem Wutachtal nach ÜhBi (wo nur der Fluglärm stört ;-))

Re: Lebende Schranke im high tec Ländle

geschrieben von: Uwe Busch

Datum: 10.03.19 12:58

Ist ja nicht so ungewöhnlich im Technikland Deutschland.
Sei es, dass der Zugführer selbst die Straße absperrt (Neuendorf-Karritz, 23.05.2000):
https://abload.de/img/001927wddmw.jpg

im Tourismusverkehr auf der Talbahn nach Ennepetal-Kluterthöhe (Ennepetal-Klutert, 06.05.2018). Die Sperrung der Straße geht so zeitlich schneller als das Kurbeln der funktionierenden Vollschrankenanlage
https://abload.de/img/2018050600107bsno.jpg

oder dass ein Schrankenposten mit Flatterband die Straße absperrt - trotz funktionierender Blinklicht-Anlage (Kierspe-Vollme, 20.10.2018). Dies wird auch bis Ende 2019 so bleiben...
https://abload.de/img/201810200003n0cn2.jpg

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.19 13:04.

So war es in früheren Zeiten in Eggingen

geschrieben von: Schwarzwaelder

Datum: 10.03.19 13:19

"Der ehemalige Betriebshauptaufseher der Bahnstation Eggingen, Karl Müller, gibt einen Rückblick auf verkehrsreichere Zeiten"


[www.suedkurier.de]




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