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Auch in Ostfriesland tut sich wieder etwas in Sachen Bahnstreckenreaktivierungen! ;-)

06.03.2019 10:45 Uhr
Landkreis Aurich

Neubewertung gefordert
Idee für Wasserstoff-Zug von Aurich nach Emden
Die Initiative „Aurich ran an die Bahn” will den Personenverkehr zwischen den beiden Städten realisieren.

Aurich. Die Initiative „Aurich ran an die Bahn” will einen neuen Versuch unternehmen, um die Personenbeförderung auf der Bahnstrecke Aurich-Abelitz-Emden doch noch zu realisieren. Es gebe gute Gründe für eine Neubewertung, sagten Helmut Wendt, Erster Vorsitzender, und Bruno Braun am Montag im Pressegespräch. Dabei könnten, so die Initiative, sogar abgasfreie und viel leisere Wasserstoff-Züge fahren, als Alternative zu Dieselloks. Diese Züge aus der Produktion des Alstom-Konzerns seien bei der Elbe-Weser-Bahn zwischen Cuxhaven und Buxtehude längst im Einsatz. Der Betrieb komme dem Anspruch Aurichs als Stadt der erneuerbaren Energien entgegen.
Die Initiative fordert eine „Reaktivierung der Reaktivierung”, indem ein neues Gutachten erstellt wird. Dessen Kosten betragen maximal rund 100 000 Euro, so ihre Einschätzung. Hier sollten unter anderem auch Faktoren wie kostengünstige Lärmschutzvorschriften und neue umweltfreundliche Fahrzeugtechniken einfließen. In der vormaligen Bewertung hätten alle ländlichen Bereiche schlecht abgeschlossen, weil das Augenmerk auf Ballungsgebieten gelegen hätte. Auch sei ihrer Meinung nach nicht der betriebswirtschaftliche Aspekt maßgeblich: „Daseinsvorsorge ist eine Sache der öffentlichen Hand”, betonten sie.
Die Initiative hat aber nicht nur die Bahnstrecke im Blick, sondern der öffentliche Personennahverkehr - sowie dessen bessere Vernetzung und Taktung - spielt für sie für die Anbindung der Gemeinden ebenfalls eine wichtige Rolle. Hier wollen sie von den Kandidaten für das Auricher Bürgermeisteramt und das Landratsamt im Landkreis Aurich erfahren, wie diese zu der Umsetzung des Nahverkehrsplans 2018 des Landkreises stehen, von dem sie sich viel versprechen.

Quelle: [www.emderzeitung.de]

Nicht geeignet

geschrieben von: D-Takter

Datum: 09.03.19 19:55

Hallo,

Wasserstoff scheint "der" psychologische Renner zu sein.
Ich war neulich bei einer Besichtigung in Bremervörde. Zwischen den Zeilen war aus den Geprächen zu entnehmen, dass man selbst bei Alstom davon ausgeht, dass der Wasserstoffzug unter bestimmten Bedingungen nicht gegenüber dem Batteriezug konkurrieren kann.
Und die treffen gerade auf Emcen - Aurich zu, denn die Hälfte der Strecke ist unter Fahrdraht - der ideale Anwendungsfall für den Batterie-Zug.
Der D-Takter
Eine Reaktivierung der Bahnverbindung Emden-Aurich sollte man auf jeden Fall sehr wohlwollend erneut überprüfen lassen.

Man darf nicht vergessen, dass Aurich eine Kreisstadt ist und mit fast 42.000 Einwohnern die zweitgrößte Kommune Ostfrieslands. Wenn man in Emden und Aurich optimale Zug- und Busanschlüsse hat, kann das Ergebnis eigentlich nur positiv ausfallen. (In Aurich sollte man unter anderem auch regelmäßige Busanschlüsse Richtung Esens-Bensersiel/-Neuharlingersiel haben.)
Zitat
Eine Reaktivierung der Bahnverbindung Emden-Aurich sollte man auf jeden Fall sehr wohlwollend erneut überprüfen lassen. Man darf nicht vergessen, dass Aurich eine Kreisstadt ist und mit fast 42.000 Einwohnern die zweitgrößte Kommune Ostfrieslands.
Das werde ich nicht mehr erleben. Das Interesse vor Ort ist überschaubar, die Unterwegsgemeinde Südbrookmerland war zumindest bisher strikt gegen Personenverkehr auf der Linie. Auf jeden Fall müsste ganz erheblich in BÜ-Sicherungen investiert werden, um von der Fahrzeit her konkurrenzfähig zu werden. Zudem ist die Anbindung in Richtung Emden nicht unbedingt der wesentliche Verkehrsweg, sondern die (direkte) Anbindung Richtung Leer an den Fernverkehr. Hier wird auch in Zukunft der Bus schneller sein als der Zug mit einem Umweg über Emden.

Zitat
Wenn man in Emden und Aurich optimale Zug- und Busanschlüsse hat, kann das Ergebnis eigentlich nur positiv ausfallen. (In Aurich sollte man unter anderem auch regelmäßige Busanschlüsse Richtung Esens-Bensersiel/-Neuharlingersiel haben.)
Es gibt inzwischen einen Zweistundentakt Aurich - Bensersiel, auch am Wochenende, mit direktem Rundumanschluss in Esens nach Neuharlingersiel, Wilhelmshaven (per Zug) und Norden. Was tatsächlich nicht klappt, ist der Taktknoten Aurich, auch wegen des recht erratischen Busfahrplans Richtung Emden. Da ist auch ohne Bahnreaktivierung Luft für Verbesserungen.

M.
Zitat
Wenn man in Emden und Aurich optimale Zug- und Busanschlüsse hat, kann das Ergebnis eigentlich nur positiv ausfallen.
Wie willst du denn optimale Zuganschlüsse in Emden herstellen? Es gibt dort keinen Taktknoten, die Züge sind von den Ankunfts- und Abfahrtszeiten wild verstreut. Das dass Ergebnis nur positiv ausfallen kann hat das letzte Gutachten ja schon gezeigt, wo die Strecke mit -0,42 sehr weit entfernt war von der nötigen 1. Das Problem der Strecke ist der direkte Bus Leer - Aurich, den die Bahn von der Fahrzeit nicht unterbieten kann, weil der Bus auf der direkten Bundesstraße fährt und die Bahn erst einen Umweg nach Emden macht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.19 23:39.
Martin Sch. schrieb:
Es gibt inzwischen einen Zweistundentakt Aurich - Bensersiel, auch am Wochenende, mit direktem Rundumanschluss in Esens nach Neuharlingersiel, Wilhelmshaven (per Zug) und Norden.

... und diese Busse fahren unter Linienwechsel weiter bis Leer und werden auch als Direktverbindung beauskunftet.

Der D-Takter

Re: Nicht geeignet

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 10.03.19 11:30

D-Takter schrieb:
Hallo,

Wasserstoff scheint "der" psychologische Renner zu sein.
Ich war neulich bei einer Besichtigung in Bremervörde. Zwischen den Zeilen war aus den Geprächen zu entnehmen, dass man selbst bei Alstom davon ausgeht, dass der Wasserstoffzug unter bestimmten Bedingungen nicht gegenüber dem Batteriezug konkurrieren kann.
Und die treffen gerade auf Emcen - Aurich zu, denn die Hälfte der Strecke ist unter Fahrdraht - der ideale Anwendungsfall für den Batterie-Zug.
Der D-Takter
Hallo,
ob der BEMU so wirtschaftlich ist wie behauptet, steht in Zweifel. Denn Bombardier schreibt zum Talent 3, dieser sei wirtschaftlicher als ein DMU, ....wenn man die Kosten der Ersatzbatterie in den LCC ausblendet.

Zustimmung - Nicht geeignet.

geschrieben von: Saxobav

Datum: 10.03.19 12:29

Weltbahner schrieb:
Hallo,
ob der BEMU so wirtschaftlich ist wie behauptet, steht in Zweifel. Denn Bombardier schreibt zum Talent 3, dieser sei wirtschaftlicher als ein DMU, ....wenn man die Kosten der Ersatzbatterie in den LCC ausblendet.
Hallo Weltbahner,
der DMU spielt gerade keine Rolle. Hier stehen BEMU gegen HMU. Über das Verschleißverhalten der Brennstoffzellen liegen noch keine Informationen vor. Bei den Bussen in Höchst kosten die H2-Busse dreimal soviel wie die Dieselbusse in der Anschaffung, obwohl sich nur der Antrieb unterscheidet. Der elektrotechnische Teil des Antriebes dürfte weitgehend den Obussen gleichen, ist also auch Großserie. Falls man die Busse unwahrscheinlicherweise 30 Jahre betreiben wöllte, sollte man eine komplette Erneuerung der H2-Technik mit einrechnen. Enthaltene Pufferakkus oder Powercaps inklusive. Die Erlöse aus dem Recycling alter Brennstoffzellentechnik werden nicht so erheblich sein, auch wenn die Edelmetallpreise steigen.
Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Friesen so viel Risikokapital einsetzen wollen, bei zusätzlichen hohen laufenden Betriebskosten. Und auch die Geografie im flachen Land spricht eher für BEMU, wenn man die „Bergbahn“ in den Taunus dagegensetzt.

Ich bleibe skeptisch beim H2-Einsatz als Verkehrstreibstoff außerhalb der Raumfahrt.
Viele Grüße, saxobav.

Re: Zustimmung - Nicht geeignet.

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 10.03.19 14:26

Hallo Saxobav,
ich sehe den BZ-Antrieb auch skeptisch. H2-Antrieb wäre vermutlich kostengünstiger mit weiterentwickeltem Verbrenner.
[www.keyou.de]
Eine weitere Option wären strombasierte Kraftstoffe für DMU.

Gruß
Weltbahner