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Nachdem zum Jahreswechsel die Westfrankenbahn bereits das Reisebüro in Miltenberg geschlossen hat kommen jetzt die Schalter in Wertheim und Lauda dran.
Die Beratung der Reisenden sollen im Zukunft die Zugbegleiter übernehmen.

In Wertheim hofft man seitens der WFB auf ein Reisebüro.

Der Landkreis ist skeptisch weil das in Tauberbischofsheim schon nicht funktioniert hat. In Lauda möchte der Landkreis zusammen mit Go-Ahead, der SWEG und der Stadt eine Mobilitätszentrale einrichten. Ähnliches war auch für Wertheim vorgesehen.

Die Westfrankenbahn sieht einen Zuschussbedarf von bis zu 40.000€ im Jahr um in Wertheim weiter präsent zu sein.

[www.main-echo.de]
Tja so langsam geht die Kohle bei diesem Regionetz wohl aus...

Mal sehen ob das nicht auch früher oder später bei der SOB weiter geht...
ET 403 schrieb:
Tja so langsam geht die Kohle bei diesem Regionetz wohl aus...

Mal sehen ob das nicht auch früher oder später bei der SOB weiter geht...
Servus,

Bei der SOB (Südostbayernbahn) wurden in den letzten Jahren schon die Öffnungszeiten einiger Standorte verändert. Also verkürzt oder gar gestrichen. Bestes Beispiel in Mühldorf. Aber auch Ampfing kann man da als Beispiel nehmen.


Gruß
diesel-fan
Es stand doch hier neulich dass die WFB nach einem Krisengespräch mit der Politik vergattert worden ist Reisendeninformanten in Crailsheim und Miltenberg zu stationieren. Vielleicht zieht man dafür das Personal aus dem Fahrkartenverkauf ab.

Ulrich
Guten Abend liebe Forengemeinde,

was regelt eigentlich der Verkehrsvertrag zum Thema Vertrieb?

In Bayern setzt die BEG ja (Mindest-)Standards was den Vertrieb (insbesondere den personenbedienten) angeht.
Und sei es per Video-Reisezentrum.

Wie hält es in diesem Fall der hier federführend ausschreibende baden-württembergische Aufgabenträger?

In Miltenberg soll ja der personenbediente Fahrkartenverkauf bestehen bleiben, nur das Reisebüro fällt weg.

In Zeiten des harten Wettbewerbs kann nur das geliefert werden, was entweder nichts kostet, oder ausdrücklich
bestellt worden ist. Der Euro wird hierzu sowohl beim Aufgabenträger als auch beim Verkehrsunternehmen
zweimal umgedreht.

Zum Beispiel Infrastrukturinvestitionen bei der Westfrankenbahn (hier Wiederherrichtung zweite Bahnsteigkante im bestehenden Kreuzungsbahnhof Kleinheubach KBS 781.
Ich glaube mich zu erinnern, dass von den 3,7 Millionen Euro für die Maßnahme 90% vom Bund gekommen sein sollen und 400 000 Euro aus Pönalemitteln von der BEG.
Das heißt: Das Projekt wurde zu 100% gefördert. An der Westfrankenbahn bleiben lediglich die allerdings regelmäßig jährlich anfallenden Betriebskosten hängen.


Liebe Grüße

eure kleine bahntechnik


PS: Was eine DB-PM wert ist, zeigt

[www.deutschebahn.com] ( [web.archive.org] ) vom 18.10.2018

Unter der Themapräsentation
Die Westfrankenbahn macht sich fit für den neuen Verkehrsvertrag
Präsentation des ersten umgebauten Fahrzeugs VT 642 für Netz 11

schreibt sie am Ende

Zitat
Westfrankenbahn inkl. Kahlgrundbahn
  • 401 Kilometer Gesamtnetz, davon 204 km eigene Infrastruktur
  • Insgesamt ca. 350 Mitarbeiter (Verkehr, Infrastruktur & Fahrzeuginstandhaltung)
  • Über sechs Millionen Fahrgäste pro Jahr
  • 35 Fahrzeuge der Baureihe 642 für Netz 11
  • 239 Zugfahrten täglich
  • 91 Verkehrsstationen, davon 50 eigene Infrastruktur
  • Vier moderne Reisezentren
  • Ein Reisebüro im Bahnhof Miltenberg
  • Moderne Fahrzeuginstandhaltung in Schöllkrippen für Dieseltriebwagen

  • Ich habe mir erlaubt, zwei Punkte hervorzuheben.

    Die Pressemitteilungen aus dem MVI (Korrektur VM) in Stuttgart äußern sich nicht öffentlich zum Vertrieb

    [vm.baden-wuerttemberg.de] (https://web.archive.org/web/20171012043636/[vm.baden-wuerttemberg.de])

    [vm.baden-wuerttemberg.de] ( [web.archive.org] )


    [www.westfrankenbahn.de]
    ist die Selbstdarstellung der Wfb zum Thema.
    darin kleiner sprachlicher Fehler
    unter "QUALITÄTSOFFENSIVE DER WESTFRANKENBAHN" wird aufgeführt: "Erhöhung Reinigungsintervalle" für die Verkehrsstationen


    Übrigens: Mit Inbetriebnahme des ESTW Schrozberg und Fernsteuerung aus Niederstetten fällt dort natürlich auch ein bis vor Jahren noch vorhandener Ansprechpartner für Kunden weg.

    Für Bayern (BEG) [beg.bahnland-bayern.de] ( [web.archive.org] ) gilt:

    Zitat
    Um­fas­sen­des Fahr­kar­ten­an­ge­bot
    Der Verkauf von Fahr­schei­nen erfolgt sowohl am Bahnhof durch Personal als auch an Automaten. Der per­so­nen­be­dien­te Verkauf mit Min­dest­öff­nungs­zei­ten in Bayern findet in Würzburg, Aschaf­fen­burg, Mil­ten­berg und Obernburg-Elsenfeld statt. Darüber hinaus wird ein Kun­den­zen­trum an einem zentral im baye­ri­schen Netz gelegenen Bahnhof ein­ge­rich­tet. Fahr­schei­ne für ver­bund­über­grei­fen­de Fahrten zu allen Zielen in Deutsch­land werden anerkannt. Die Fahrgäste haben zudem die Mög­lich­keit in den Nah­ver­kehrs- und Re­gio­nal­zü­gen auch Fern­ver­kehrs­fahr­schei­ne zu erwerben.
    Das gesamte Fahr­kar­ten­sor­ti­ment des Ver­kehrs­un­ter­neh­mens­ver­bun­des Main­fran­ken (VVM) und der VAB als auch die BahnCard für Ver­bund­gren­zen über­schrei­ten­de Ver­bin­dun­gen werden ak­zep­tiert. Im Bereich der VAB können Fahrgäste außerdem Bus/Schiene-Zeit­kar­ten einlösen. DB-Nah­ver­kehrs­ta­ri­fe und Son­der­an­ge­bo­te wie z. B. das Bayern-Ticket und die Fahr­rad­ta­ges­kar­te Bayern gelten ebenfalls.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 01:18.

    Was der Verkehrsvertrag dazu sagt

    geschrieben von: Honigbiene

    Datum: 12.01.19 00:19

    Guten bahntechnik,

    bahntechnik schrieb:
    Was regelt eigentlich der Verkehrsvertrag zum Thema Vertrieb?
    das Land Baden-Württemberg schreibt das Erbringen von Verkehrsleistungen stets gemeinsam mit dem Vertrieb aus. Damit geht das Land grundsätzlich einen anderen Weg wie zum Beispiel der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) oder der Verkehrsverbund Rhein-Main (RMV), die das Erbringen von Vertriebsleistungen separat ausgeschrieben und anschließend an Transdev vergeben haben. Das bedeutet, dass Transdev im Namen der Aufgabenträger und der Verkehrsunternehmen den Vertrieb (zum Beispiel der Betrieb der Fahrkartenautomaten) übernimmt. In Baden-Württemberg werden die Verkehrsunternehmen deutlich stärker in den Vertrieb eingebunden, schon alleine deshalb, weil sie Gesellschafter der BW-Tarif GmbH sind und so Einfluss auf die Entwicklung des Landestarifs nehmen können.

    Trotz des traditionell hohen Anteils an Zeitkarten im Nahverkehr und der steigenden Bedeutung von Online- und Handy-Tickets setzt das Land Baden-Württemberg weiterhin auf Fahrkartenautomaten und auf personenbediente Verkaufsstellen (pbV); so werden die Hürden zur Nutzung des Nahverkehrs weiterhin niedrig gehalten.
    Das Land Baden-Württemberg legt deshalb in den Verkehrsverträgen fest, wo die Verkehrsunternehmen personenbediente Verkaufsstellen einzurichten haben. Dabei ist in der Regel ein Bahnhof einem Los zugeordnet: Sowohl Abellio als auch Go-Ahead bedienen beispielsweise die Bahnhöfe Mühlacker und Vainhingen (Enz); die Verkehrsverträge regeln, dass Abellio in Mühlacker und Go-Ahead in Vaihingen (Enz) Verkaufsstellen einzurichten haben.

    Das Land macht auch Vorgaben zu den Verkaufsstellen selbst. Dabei wird zwischen Kundenzentren mit vollem Leistungsangebot und einfachen Verkaufstellen mit reduziertem Angebot unterschieden. Ein Kundenzentrum muss beispielsweise in der Lage sein, Angelegenheiten zum EBE zu bearbeiten. Das Land legt beispielsweise auch die Mindestöffnungszeiten und die Öffnungstage fest. Wie auch bei den Fahrkartenautomaten lässt das Land zu, dass der personenbediente Verkauf fremdvergeben wird (zum Beispiel DB Regio an DB Vertrieb).
    Die Bieter müssen bei einer Ausschreibung die Kosten für den personenbedienten Verkauf in ihren Angeboten einpreisen.

    Dabei legt das Land lediglich den Mindeststandard fest; es steht den Verkehrsunternehmen frei, den Leistungsumfang ihrer personenbedienten Verkaufsstellen zu erweitern: So richten Go-Ahead und der Landkreis Göppingen in Geislingen (Steige) eine sogenannte Mobilitätszentrale ein, die alle Mobilitätsangebote bündeln soll. Außerdem soll die Mobilitätszentrale auch Aufgaben eines Touristeninformationsbüros übernehmen. Im Rahmen des Modellprojekts „Mobilität im ländlichen Raum“ fördert das Land dieses Vorhaben.

    bahntechnik schrieb:
    Die Pressemitteilungen aus dem MVI in Stuttgart äußern sich nicht zum Vertrieb
    Übrigens wurde das Verkehrsministerium im Jahr 2016 umbenannt: Im Rahmen der Regierungsbildung (Kabinett Kretschmann II) verlor das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) die Zuständigkeit für die Abteilung für Baurecht, Städtebau und Landesplanung und hieß fortan Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM).

    Grüße
    die Honigbiene



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 03:46.

    Und was sagt er jetzt konkret?

    geschrieben von: VT

    Datum: 12.01.19 08:26

    Das es in Wertheim finanziell schwierig wird kann ich schon verstehen. Eigenwirtschaftlich dürfte es unmöglich sein von dreißig Fahrkarten nach Tauber und zwanzig nach Mittenberg irgendwie zu überleben.
    Das man allerdings nichtmal abwartet was aus den Plänen der Stadt und des Landkreises wird, wirft schon ein paar Fragen auf. Besonders, weil ohne mögliches Mobilitätszentrum auch die Kaufabsicht der Verwaltung für das EG so nicht mehr besteht. Der Bahnhof kommt jetzt wohl auf den freien Markt.

    Das waren mal die Pläne der Westfrankenbahn für Wertheim
    [www.main-echo.de] Der eigentlich defizitäre Schalter sollte als Frequenzgenerator für die Mieter dienen. Das Konzept ging wohl so nicht auf. Nicht zuletzt sicher auch weil das EG der Westfrankenbahn nicht gehört.

    Ich persönlich sähe gerne die Touristeninformation in Wertheim im Bahnhof. Allerdings hat die aktuell einen, wenn auch versteckten, aber doch für Schiffstouristen, Bustouristen und auch Autofahrer gar nicht schlecht gewählten Standort. Auch vom Bahnhof ist es nicht weit.

    Das Reisezentrum in Bad Mergentheim existiert meines Wissens nach auch nur noch durch das Engagement der Stadtverwaltung. Im Gegenzug müssen die Eisenbahner dort die Touristeninformation unterstützen. Früher konnte man dort auch Müllmarken und Müllsäcke abholen.

    In Lauda ist der Rückzug zwar nicht dramatisch, dass man aber nichtmal den Spielraum sieht, sich als fünfter Partner (Neben Kreis, Stadt, Go-Ahead, SWEG und ggf. einem lokalen Busunternehmen) und größtes Verkehrsunternehmen im Kreis einzubringen ist auch komisch.

    Verkehrsvertrag

    geschrieben von: 218 105 - 5

    Datum: 12.01.19 20:09

    Guten Abend,

    man darf wohl davon ausgehen, dass die WFB nach einem Wettbewerbsverfahren auch nur noch das leisten kann und wird, was der neue Verkehrsvertrag fordert. Gab es in den vergangenen Jahren vermutlich Spielräume, was die finanziellen Möglichkeiten betraf, so muss man sicher davon ausgehen, dass die Luft tatsächlich sehr dünn geworden ist. Schließlich wurde hier aus Sicht des Landes Baden-Württemberg die Erwartungen an günstigere Konditionen erfüllt.
    [vm.baden-wuerttemberg.de]
    [vm.baden-wuerttemberg.de]

    Private Vertriebsagenturen (häufig integriert in regionalen Reisebüros) sind nicht ungewöhnlich und gab bzw. gibt es meines Wissen sowohl in Lauda als auch Wertheim. Gerade in Wertheim ist die WFB in Vorleistung getreten und hat den Bahnhof für eine regionale Kooperation mit der VGMT in der Vergangenheit modernisiert (obwohl nicht direkter Eigentümer). Das Kunden-/ Reisezentrum wurde durch die VGMT betrieben.
    [www.bahnaktuell.net]
    Sowohl VGMT als auch das private Reisebüro haben sich aber schon vor geraumer Zeit wieder zurückgezogen. Die WFB ist dennoch mit eigenem Personal eingesprungen.

    In Lauda sieht es ähnlich aus, hier hat die WFB auch ein Reisezentrum (wieder) eröffnet.
    [www.bahnaktuell.net]
    Auch hier ist mittlerweile die WFB allein auf weiter Flur (wobei man natürlich die heute ungünstige Lage aufgrund der neuen Bahnsteige berücksichtigen muss).

    Da Go-Ahead statt DB Regio und bei den Bussen ebenfalls "neue" Unternehmen mittlerweile in Lauda, Wertheim und Umgebung eine größere Rolle spielen bedeutet doch, dass die Vertriebs- und Serviceleistung auch durch die neuen Betreiber von Bus und Schiene erfolgen muss bzw. der Landkreis und die VGMT entsprechend reagieren müssen.
    [www.vrn.de]
    [www.fnweb.de]
    [www.wertheim.de]

    Gleiches gilt schlussendlich auch für den Bahnhof Miltenberg. Auch hier wurde das Reisebüro zunächst durch ein örtliches privates Unternehmen betrieben. Nachdem dieses sich aber zurückgezogen hat, hat die WFB ein eigenes Reisebüro eröffnet, welches nun geschlossen wurde. Wohlgemerkt Reisebüro und nicht Reisezentrum. Letzteres gibt es weiterhin.

    Von daher muss man einfach sagen, dass auch in Bayern und Baden-Württemberg der Wettbewerb im SPNV angekommen ist und nun auch mit seinen Auswirkungen spürbar wird. Ob das jetzt für das Gesamtsystem kluge Entwicklungen sind, kann man trefflich diskutieren. Wenn die WFB sich an ihrem Verkehrsvertrag ausrichtet, dann ist das die logische Folge der Ausschreibung.

    Übrigens werden die Reisezentren in Bad Mergentheim und Miltenberg weiterhin von der Westfrankenbahn mit eigenem Personal betrieben und sollen dazu modernisiert werden.

    Allzeit gute Fahrt, Grüße aus NAH