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Die ersten RRX-Züge zicken schon rum (m.L.)

geschrieben von: ingo st.

Datum: 11.01.19 16:18

Hallo,
hier Erfahrungen von Störungen im Siemens Desiro HC auf dem RE11: Klimaanlage, Monitore, autom. Ansagen etc. - aber sie fahren!
Gruß
Ingo
Die ersten RRX-Züge zicken schon rum – wie kann das sein?

Re: Die ersten RRX-Züge zicken schon rum (m.L.)

geschrieben von: Packwagen1980

Datum: 11.01.19 16:54

Man könnte meinen , hier hat ein DSO Redakteur oder ein DSO User die Finger über die Tastatur kreisen lassen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 16:55.

Re: Die ersten RRX-Züge zicken schon rum (m.L.)

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 11.01.19 17:05

"Geschmückt" fahren sie auch schon rum, wobei der letzte Satz in dem Artikel die Klientel nicht abschreckt: [www.dortmund24.de]

Wundert mich wenig

geschrieben von: Acobono

Datum: 11.01.19 17:13

Ein Kinderkrankheitsloser Zug scheint (zumindest von den großen drei) ja mittlerweile als achtes Weltwunder durchzugehen. Allerdings ist vorallem die Geschichte mit den Bildschirmen zu heutiger Zeit nur noch peinlich. Ein simpler Slave-Bildschirm zum Masterrechner auf dem eh nur eine Website im Vollbildmodus läuft ist mitnichten "hochkomplizierte moderne Technik" und sollte im Informationszeitalter in einem Hunderttausende Euro teuren Zug so nicht fehlerhaft vorkommen.

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: class88

Datum: 11.01.19 18:03

Vielleicht hätte man Züge von HITACHI kaufen sollen...??

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: martin schmid

Datum: 11.01.19 18:50

„Ein simpler Slave-Bildschirm zum Masterrechner auf dem eh nur eine Website im Vollbildmodus läuft ist mitnichten "hochkomplizierte moderne Technik" und sollte...“

Sag das nicht. Wenn da aus Kostengründen ein schlecht geschirmtes oder für die Länge untaugliches Kabel eingesetzt wird...

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: Frank St.

Datum: 11.01.19 19:08

Moin,

solche Züge hat es nie gegeben. Das sollte man bei aller Reichsbahn- und Bundesbahnverklärung nicht vergessen. Nur hat man damals als Bahnverwaltung selbst die Verantwortung gehabt und zumeist erst einmal Prototypen erprobt. Das geht bei dem heutigen Bestellerprinzip eben nicht mehr. Als EVU würde ich mich nie auf das Abenteuer einer ganz neuen Baureihe einlassen. Die sollen bessere andere serienreif machen.

Hier ist es kein EVU, das die Züge ausgewählt hat, da hatte Siemens wohl leichtes Spiel. Waren sie überhaupt nötig? Ich habe nicht verstanden, warum man nicht einfach den KISS genommen hat. Wo ist da der wesentliche Unterschied?

Die Züge fahren immerhin, Displays und WLAN sind für mich erst einmal ein Luxusproblem, Klima bzw. Beheizung natürlich nicht.

Dass man sich bei dem großkotzigen Versprechen der 99%igen Verfügbarkeit schnell Häme einfängt, ist auch klar und m.E. fahrlässig und nicht haltbar. Stellt sich auch die Frage, wann die Verfügbarkeit als eingeschränkt gilt: solange alle Umläufe bedient werden oder alle Umläufe mit absolut fehlerfreien Zügen? Wie gesagt: Vollständige fahrende Züge sind erst einmal das Wichtigste fürs Publikum.

Grüße Frank

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: truestepper

Datum: 11.01.19 20:29

Frank St. schrieb:
Hier ist es kein EVU, das die Züge ausgewählt hat, da hatte Siemens wohl leichtes Spiel. Waren sie überhaupt nötig? Ich habe nicht verstanden, warum man nicht einfach den KISS genommen hat. Wo ist da der wesentliche Unterschied?

Stadler hat entweder nicht angeboten, war zu teuer war oder konnte die geforderten technischen Randbedingungen (z.B. theoretisch erreichbare Fahrzeit) nicht einhalten.

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: Ruhrpottfahrer

Datum: 11.01.19 20:40

truestepper schrieb:
Frank St. schrieb:
Hier ist es kein EVU, das die Züge ausgewählt hat, da hatte Siemens wohl leichtes Spiel. Waren sie überhaupt nötig? Ich habe nicht verstanden, warum man nicht einfach den KISS genommen hat. Wo ist da der wesentliche Unterschied?

Stadler hat entweder nicht angeboten, war zu teuer war oder konnte die geforderten technischen Randbedingungen (z.B. theoretisch erreichbare Fahrzeit) nicht einhalten.

Oder Stadler war clever genug und hat ehrlich und korrekt geboten und das war dem VRR zu teuer.
Außerdem sichert Siemens mit dem Bau ja auch Arbeitsplätze im VRR-Gebiet. Leider sind die Vergabeverfahren
für Außenstehende wenig einsehbar.
Vielleicht war Stadler auch so schlau und hat gemerkt, daß die Rahmenbedingungen zu den vorgegebenen Werten kaum
erreichbar gewesen wären?
Der KISS hätte sicherlich eine bessere Figur gemacht als die HC.

Gruß

Eric

Da wo die Logik aufhört, fängt die Bahn an!
https://www.bahn-im-alltag.de/touren/br103_003.gif




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 20:40.

Re: Die ersten RRX-Züge zicken schon rum (m.L.)

geschrieben von: ulrich

Datum: 11.01.19 21:31

Nicht nur im RRX. Auch in einem Pesa Link hatte ich diese Woche zweimal keine funktionierende Heizung und in 20% der Fahrten funktionieren die Ansagen nicht, meistens wenn ein zweiter Teil angekuppelt wurde. Andererseits ist es auch ganz erholsam wenn dieses Gesülze mal nicht abgespielt wird.

Ulrich
... aber es erstaunt doch sehr, wie beharrlich ein Gremium an Rhein und Ruhr mit geschenktem Geld ein Publikum mit modernem Regionalverkehr (zwangs-)beglücken will, daß seit Jahrzehnten seine Zustimmung mit ungewollten Verzierungen an Fahrzeugen und Infrastruktur Ausdruck zu verleihen versucht.

Angemessen wäre es m.E. in solchen Fällen von ungewollter "Verschönerung", die Züge konsequent ausfallen zu lassen, bis sich Kunden und "Designern" darauf geeinigt haben, wie mit Eigentum, das im öffentlich Auftrag unterwegs ist, umgegangen werden soll/darf/muss.

neue Formulierung für die Kundenkommunikation : "aufgrund unerwünschter Designmodifikationen ..."

mfg
Nils

Re: Die ersten RRX-Züge zicken schon rum (m.L.)

geschrieben von: DerAltenbekener

Datum: 11.01.19 22:14

Die Ansagen stammen halt aus der Text to Speech Kiste von irgendeinem Softwarehersteller. Aber gut, wenn man jede Uhrzeit ausgesprochen haben möchte, muss es halt wohl doch ein tts sein.

Dieses "verkehrsrote Geraffel" ist ja schlimm!
"Seit wann ist die bauliche Kürzung von Bahnsteigen ein Beitrag zur Verkehrswende?" (fentapi 19.2.2019)


mfg DerAltenbekener

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 12.01.19 00:09

Zitat
Stadler hat entweder nicht angeboten, war zu teuer war oder konnte die geforderten technischen Randbedingungen (z.B. theoretisch erreichbare Fahrzeit) nicht einhalten.
Stadler hat mitgeboten. Stadler war aber teurer als Siemens und hat die technischen Wertungsparameter nicht so gut erfüllt.

Re: Die ersten RRX-Züge zicken schon rum (m.L.)

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 12.01.19 00:09

Ich fahre mittlerweile fast täglich mit den Zügen und kann die negative Presse kaum verstehen. Die Züge sind Lichtjahre besser als der 425er Dreck der da vorher rumgegurkt ist, sie fahren meist pünktlich, und bisher hatte ich eigentlich immer funktionierende WCs, das hab ich beim RE1 nur noch ganz selten.

Daher könnte man den Text auch wie folgt zusammenfassen:
"Denn an und für sich scheinen die meisten Passagiere vom RRX bislang begeistert zu sein – so denn alles funktioniert."

Also vielleicht sollten manche von euch erst mal mitfahren. Bis auf das grottenschlechte Fahrgastinformationssystem (da ist die Kritik völlig berechtigt) ist das nämlich ein richtig gelungener Zug, und anders als im DB Interregio Bimz mit dem ich heute fahren durfte funktionierte bisher bei mir auch immer die Heizung.

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: Plutone

Datum: 12.01.19 00:11

Ruhrpottfahrer schrieb:
Der KISS hätte sicherlich eine bessere Figur gemacht als die HC.

Gruß

Eric
Das schließt du jetzt genau woraus ???

Re: Wundert mich wenig -der KISS wäre besser gewesen

geschrieben von: class88

Datum: 12.01.19 09:40

mehr Platz ,ausgereift, und schon betriebserprobt..auch in Deutschland (ODEG ?)...
Zitat
mehr Platz
Das willst du woher wissen? Die ODEG-Version ist zu schwach für den RRX. Um den geforderten Fahrplan halten zu können hätten weitere Sitzplätze für Antriebskomponenten wegfallen müssen. Siemens hat ebenso eine vollständig doppelstöckige Version angedacht und beim Vergleich herrausgefunden, dass die nur 4 zusätzliche Sitzplätze gegenüber dem Desiro HC bietet. Dafür aber teuerer und komplexer ist, sodass sich Siemens entschlossen hat, mit dem Desiro HC in die Ausschreibung zu gehen. Die Anforderungen vierteilig und mindestens 400 Sitzplätze waren vom VRR vorgegeben und wurden ebenso erfüllt.

Zitat
ausgereift, und schon betriebserprobt..auch in Deutschland (ODEG ?)...
Das hat den KISS der Westfalenbahn auch nicht geholfen. Die hatten nach dem Betriebsstart auch mit nicht funktionierenden Klimaanlagen zu kämpfen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 10:26.

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: Henra

Datum: 12.01.19 10:45

Plutone schrieb:
Das schließt du jetzt genau woraus ???

Sicherlich aus der feste im Mainstream verankerten allgemeinen tiefen Fuzzy- Liebe für Stadler.
Du bist kein Stadler- Jünger? Dann bist Du kein Eisenbahnfreund...
Hallo,

class88 schrieb:
mehr Platz ,ausgereift, und schon betriebserprobt..auch in Deutschland (ODEG ?)...
der Auftrag beinhaltet ja nicht nur die Fahrzeugherstellung, sondern auch die Instandhaltung. Siemens, Bombardier und Hitachi haben damit jahrelange Erfahrung, insbesondere aus dem englischen Markt, wo es Standard ist, dass der Hersteller die Wartung übernimmt.

Aber Stadler ist eine Firma ohne Erfahrung in diesem Geschäft, ich glaube wir hätten viele Probleme erlebt, wenn Stadler seine ersten Erfahrungen in der Fahrzeugwartung gleich beim Großprojekt RRX hätte sammeln müssen.

Gruß Jörg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 10:57.

Re: Wundert mich wenig

geschrieben von: Plutone

Datum: 12.01.19 11:03

Henra schrieb:
Plutone schrieb:
Das schließt du jetzt genau woraus ???

Sicherlich aus der feste im Mainstream verankerten allgemeinen tiefen Fuzzy- Liebe für Stadler.
Du bist kein Stadler- Jünger? Dann bist Du kein Eisenbahnfreund...
Das witzige ist ja: Ich finde der FLIRT ist bswp. derzeit das beste 1-stöckige Nahverkehrsfahrzeug. Trotzdem muss man sich in den Desiro nur mal reinsetzen und wird feststellen, dass er genauso schnell beschleunigt (bei deutlich höherem Gewicht), nochmal was leiser ist (im Dosto fühlt es sich an wie im ICE, von dem ja auch einige Komponenten verbaut sein sollen) und die Fahrgastwechselzeiten an den Großstadtbahnhöfen von meist unter 1 Min. sind phänomenal für den Nahverkehr.

Natürlich hängen Türzahlen, Motorisierung usw. immer auch von der Bestellung ab, aber das sind nunmal jetzt die Fahrzeuge, die eingesetzt werden und die sind in meinen Augen das Beste, was der Nahverkehr in einer Größenordnung von 800 Plätzen zu bieten hat.
Das einzige was in ähnlich großen Dosto-Zügen bei DB und Metronom z.B. besser ist, sind vllt. noch die Sitze (da gehen die Vorlieben aber auch auseinander).

Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie einige hier drüber herziehen, dass Sachen wie Fg-Info-Tafeln nicht funktionieren, die in anderen Fahrzeugen überhaupt nicht vorhanden sind.
Natürlich hängen da einige Schnittstellen drin, die mit dem Fahrzeug nichts zu tun haben. Das beginnt mit einer konsistenten Datenhaltung von der Fplo der DB, die bei DB-Hafas und der Echtzeitdaten-Drehscheibe exakt der Eingabe im Planungsprogramm von Abellio entsprechen muss. Beides gilt dann in Echtzeit für Änderungen bei der BZ und der Leitstelle von Abellio mit entsprechendem Betriebsleitsystem und endet dann über die Schnittstelle des Fahrzeuges beim dort verarbeitenden System bis hin zur Anzeige.

Dazu wäre sicherlich die ursprünglich geplante Probephase hilfreich gewesen - aber dafür, dass es garkeine Probephase gab, freue ich mich, wie wenig man über die Züge hört.

Die Fahrgäste scheinen jedenfalls nicht so enttäuscht zu sein.

Was den KISS angeht: Hier war im Dosto meinem Eindruck nach die Kopffreiheit schlechter und die Verarbeitung wirkte auf mich zumindest bei Westfalenbahn und ODEG etwas sagen wir günstiger (nicht schlecht, eher sagen wir mal eine gute "3").
Dort hätte man aber eben auch keine höhengleichen Fußböden liefern können, da deren Endwagen auch Dostos sind. Den Kompromiss finde ich persönlich sehr schön und innovativ (wenngleich der Grund eher die leichtere Wartung der Dachkomponenten sein dürfte).
Und 76cm-Einstiege standen als Anforderung meine ich schon fest, als man noch vom "Metro-Express" gesprochen hat, von daher...

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