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697 Zugausfälle wegen Personalmangel seit Fahrplanwechsel. So steht es in einem aktuellen Beitrag der Volksstimme. Kommentieren muss man das Ganze wohl nicht.

VG Günter

[m.volksstimme.de]
ich mag es doch einmal kommentieren:

Es gibt - glaube ich - keinem anderen Wirtschaftszweig, in dem die Zufriedenheit der Endverbraucher so dermaßen bedeutungslos ist, wie im ÖPNV. Weil, der Kunde des EVU ist der Besteller der Leistungen (in unserem Fall die Nasa) und der erfreut sich daran, durch Pönalen weniger zahlen zu können. Was der Endkunde, der Reisende von den "Strafzahlungen" hat, bleibt nicht nur offen, sondern ist sogar allen Beteiligten völlig gleich. Sie sind Randfiguren in diesem Amüsierbetrieb öffentlicher Nahverkehr...

viele Grüße
G.
Kann man der Zahl so vertrauen? Für mich klingt die Zahl zu niedrig, wenn man bedenkt, das 40 Lokführer fehlen sollen?
700 Ausgefallenen Zugfahrten sind 24 pro Tag. Wenn man annimmt, das ein Lokführer 4 Zugfahrten pro Tag schafft, sind das 6 Lokführer. Plus Schichten/Urlaub dürften das Max 12 sein?

Eventuell wurde der SEV nicht als Ausfall gezählt oder die Zahl bezieht sich auf komplette Umläufe?
110er Mensch schrieb:Zitat:
Es gibt - glaube ich - keinem anderen Wirtschaftszweig, in dem die Zufriedenheit der Endverbraucher so dermaßen bedeutungslos ist, wie im ÖPNV. Weil, der Kunde des EVU ist der Besteller der Leistungen (in unserem Fall die Nasa) und der erfreut sich daran, durch Pönalen weniger zahlen zu können. Was der Endkunde, der Reisende von den "Strafzahlungen" hat, bleibt nicht nur offen, sondern ist sogar allen Beteiligten völlig gleich. Sie sind Randfiguren in diesem Amüsierbetrieb öffentlicher Nahverkehr...
Der Grundaussage stimme ich ja noch zu - aber warum sollte sich die NASA freuen, weniger Geld zahlen zu müssen? In öffentlichen Betrieben und der Verwaltung ist es eher umgedreht, übrig gebliebenes Geld ist eher schwierig. Daher ja auch das alljährliche Dezemberfieber.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
Eingesparte Gelder wurden von der NASA in der Vergangenheit zum Beispiel dafür verwendet in den Nahverkehrszügen zusätzlich WLAN zu bestellen. Es fließt also immer wieder zurück zu den Fahrgästen auf die eine oder andere Weise. Und man ist bei der NASA garantiert nicht glücklich über Ausfälle und dadurch "gespartes" Geld.
110er Mensch schrieb:
ich mag es doch einmal kommentieren:

Es gibt - glaube ich - keinem anderen Wirtschaftszweig, in dem die Zufriedenheit der Endverbraucher so dermaßen bedeutungslos ist, wie im ÖPNV. Weil, der Kunde des EVU ist der Besteller der Leistungen (in unserem Fall die Nasa) und der erfreut sich daran, durch Pönalen weniger zahlen zu können. Was der Endkunde, der Reisende von den "Strafzahlungen" hat, bleibt nicht nur offen, sondern ist sogar allen Beteiligten völlig gleich. Sie sind Randfiguren in diesem Amüsierbetrieb öffentlicher Nahverkehr...

viele Grüße
G.
..genau so ist es, die belügen sich doch nur noch alle auf Kosten der Fahrgäste gegenseitig.
Der Fahrgast ist dieser ruinösen Bahnpolitik absolut hilflos ausgesetzt.
Wer kann sollte mit den Füßen oder dem Auto abstimmen dann brauchen die auch bald keine Lokführer und Züge mehr und die "Probleme" lösen sich von allein.
In Berlin/Brandenburg kuschelt der VBB von Susanne Henckel auch sehr stark mit dem Deutsche Bahn Konzern.
Warum wohl? Nikutta, Bahn-Vorstand ...
warakorn schrieb:
In Berlin/Brandenburg kuschelt der VBB von Susanne Henckel auch sehr stark mit dem Deutsche Bahn Konzern.
Warum wohl? Nikutta, Bahn-Vorstand ...

Habe ich was verpasst? Nikutta war zwar immer wieder im Gespräch als Vorstand bei der DB, aber m.W. ist sie immer noch Chefin der BVG, deine Vorwürfe sind also Unsinn.

Danke für diese absolut zutreffende Bewertung

geschrieben von: Kunde

Datum: 11.01.19 09:34

Herzlichen Dank für diesen exzellent formulierten Kommentar. Er trifft den Nagel auf den Kopf. Der Endkunde ist den Schlecht- und Minderleistungen der EVU völlig wehrlos ausgesetzt.

Die Situation ist in Niedersachsen kaum besser. Es ist deutlich erkennbar, dass die LNVG-Geschäftsführung von Netinera und transdev überhaupt nicht ernst genommen wird. Im Zweifelsfall verbünden sich Aufgabenträger und EVU zu einer unheiligen Allianz gegen die Fahrgäste. Denn beide wissen genau, wo die Leichen im Keller des anderen liegen.
Tolle Investition in einem Bundesland, in dem es mehr Funklöcher als Einwohner gibt. Inzwischen fahren die Fahrzeuge auch in anderen Regionen Deutschlands und bald auch in Nordböhmen.

In diesem Fall wird die NASA nicht mehr glimpflich davonkommen. Wenn der Zustand noch wie von Abellio angekündigt bis Aprill anhält, dan reden wir von 3500-4000 Zügen die in Sachsen-Anhalt ausfallen. So wie ich den zuständigen Minister und Staatssekretär kenne, schaut der sich das Treiben allenfalls noch ein paar Tage an. Dann wird die Luft verdammt dünn für die NASA.

Trotdzdem viele Grüsse an die NASA-Kollegen.
Bahnzerleger schrieb:
Tolle Investition in einem Bundesland, in dem es mehr Funklöcher als Einwohner gibt. Inzwischen fahren die Fahrzeuge auch in anderen Regionen Deutschlands und bald auch in Nordböhmen.
Aber ohne WLAN, denn die Nachrüstung erfolgte nur im E-Netz. Im Dieselnetz hatte man bewusst drauf verzichtet und stattdessen dieses in den Neuverträgen mit aufgenommen.

Lief es unter Transdev/Hex besser?

geschrieben von: Der_Streckenläufer

Datum: 11.01.19 11:33

Lief es unter Transdev/HEX besser?
Bahnzerleger schrieb:
In diesem Fall wird die NASA nicht mehr glimpflich davonkommen. Wenn der Zustand noch wie von Abellio angekündigt bis Aprill anhält, dan reden wir von 3500-4000 Zügen die in Sachsen-Anhalt ausfallen.
Wobei die bisherigen Ankündigungen eher eine Verschärfung des Problems ab März erwarten lassen - wenn die Leihkräfte gehen.

Re: Lief es unter Transdev/Hex besser?

geschrieben von: Reichsbahnher 67

Datum: 11.01.19 16:26

Hallo

nach meiner Ansicht lief es, zumindest bis Ende 2017, wesentlich besser. Für 2018 kann ich keine Aussage treffen da Rentner.
Ansonsten war ich von der Betriebsaufnahme des HEX bis Ende 2017 im Raum Magdeburg im fahrplantechnologischen Bereich tätig.
Sackweise Ausfälle sind mir nicht bekannt. Sicher gab es mal einen operativen Ausfall eines einzelnen Zuges. Es gab auch Kürzungen von Zügen wegen Fahrzeugmangel. Die waren aber auf Unfälle und damit verbundenen beschädigten Triebwagen verbunden. So z.B. wegen einer Entgleisung in Blumenberg. Da konnte aber der HEX nichts dafür.
Ansonsten waren die Unterlagen bei Veränderungen, sprich Wendelisten, immer ca. 14 Tage vor dem Termin vorhanden.

Gruß Wolfgang
Cargoknipser schrieb:
697 Zugausfälle wegen Personalmangel seit Fahrplanwechsel. So steht es in einem aktuellen Beitrag der Volksstimme. Kommentieren muss man das Ganze wohl nicht.

VG Günter

[m.volksstimme.de]
Hallo,

der Artikel berichtet aber nur über einen Zug der angehalten wurde und es zwei Stunden gedauert hat, bis man den Zug wieder zurück in den Bahnhof fahren konnte.


Grüße,

diezge
tmmd schrieb:
Eingesparte Gelder wurden von der NASA in der Vergangenheit zum Beispiel dafür verwendet in den Nahverkehrszügen zusätzlich WLAN zu bestellen. Es fließt also immer wieder zurück zu den Fahrgästen auf die eine oder andere Weise. Und man ist bei der NASA garantiert nicht glücklich über Ausfälle und dadurch "gespartes" Geld.
Was bringt mir das WLAN aber, wenn der Zug nicht fährt?

MfG
dor Jörsch

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?

Re: Lief es unter Transdev/Hex besser?

geschrieben von: Tafelmoor

Datum: 11.01.19 18:34

Der_Streckenläufer schrieb:
Lief es unter Transdev/HEX
Nabend,

der Betriebsstart des HEX lief weitaus besser als der von Labello. Man hatte damals sogar auf Grund des hohen Krankstandes bei DB Regio, die Strecke Bernburg - Könnern zwei Wochen vor dem Fahrplanwechsel übernommen.

Desweitern wurde es dem HEX als erste Privatbahn im SPNV in Sachsen-Anhalt, auch von Seiten der DB Netz nicht gerade leicht gemacht. Man bekam damals nur Buchfahrpläne als Pdf zur Verfügung gestellt, die Tf's musste sich dann in einer großen "Bastelstunde" sich ihre Buchfahrpläne selber zusammen kleben.
Ebenfalls wurden in Aschersleben keine Abstellgleise zur Verfügung gestellt, die Triebwagen wurden anfangs am Bahnsteig abgestellt.
Nachts beim abstellen musste man dann mehrere Fremdstromkabel zusammen stecken und durch die Bahnsteigunterführung zur Steckdose im Empfangsggebäude führen. Einfach gesagt: widrigste Bedingungen und trotzdem hat es funktioniert.
Abellio hat sich schön ins "gemachte Nest" gesetzt und bekommt nichts gebacken.
diezge schrieb:
Cargoknipser schrieb:
697 Zugausfälle wegen Personalmangel seit Fahrplanwechsel. So steht es in einem aktuellen Beitrag der Volksstimme. Kommentieren muss man das Ganze wohl nicht.

VG Günter

[m.volksstimme.de]
Hallo,

der Artikel berichtet aber nur über einen Zug der angehalten wurde und es zwei Stunden gedauert hat, bis man den Zug wieder zurück in den Bahnhof fahren konnte.


Grüße,

diezge
Au Backe, schlecht lesen kann ich gut oder meine Feinmotorik reicht nicht bis zum dritten Satz oder warum gibt es da kein Bild von den ausgefallen Zügen oder warum liest mir das keiner vor oder, oder, oder....

Typisch DSO, das Spiegelbild unser inzwischen völlig verblödeten Gesellschaft!
110er Mensch schrieb:
ich mag es doch einmal kommentieren:

Es gibt - glaube ich - keinem anderen Wirtschaftszweig, in dem die Zufriedenheit der Endverbraucher so dermaßen bedeutungslos ist, wie im ÖPNV. Weil, der Kunde des EVU ist der Besteller der Leistungen (in unserem Fall die Nasa) und der erfreut sich daran, durch Pönalen weniger zahlen zu können. Was der Endkunde, der Reisende von den "Strafzahlungen" hat, bleibt nicht nur offen, sondern ist sogar allen Beteiligten völlig gleich. Sie sind Randfiguren in diesem Amüsierbetrieb öffentlicher Nahverkehr...

viele Grüße
G.
Pönalemittel sind zweckgebunden für den Ausbau des ÖPNV, z.B. für Infrastrukturmaßnahmen oder Fahrzeugbeschaffung/-modernisierung. Also Quatsch. Ausnahme sind Zusatzbestellungen durch einzelne Kreise oder Kommunen.
Nabend,

und wie viel Bonus an den Vorstand ist Ausgefallen? Mutmaßlich keiner...also...läuft...alles bestens!

MfG

Ralf

Kommt der Bonus an den Vorstand pünktlich? Dann besteht keine Notwendigkeit bei der Bahn was zu ändern.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 22:29.

Gut so !!

geschrieben von: 611 040

Datum: 12.01.19 00:39

Das ist auch gut so !
Man sieht ja im DISA und bei der Eurobahn, National Express (mit immer Ersatzzügen) etc. dass die billigeren NE-EVUs nicht besser sind. Leider ganz im Gegenteil.

Warum bei Ausschreibungen immer fast ausschließlich auf den Preis achten ? Besser wäre auch Erfahrungen des EVU in Bezug auf Qualität und Komfort mit einfließen zu lassen.

Bei der DB Regio funktionierte das Elbe-Saale-Netz, wenn auch manchmal mit weniger Kapazität. (1 VT fehlt).
Gebrauchtfahrzeuge zulassen, ein Redesign für die 642 und die wären wieder top gelaufen.
Wäre für alle besser gewesen...

Was ist das Elbe-Saale Netz?

geschrieben von: Tom_LLK

Datum: 12.01.19 08:08

611 040 schrieb:
Das ist auch gut so !
Man sieht ja im DISA und bei der Eurobahn, National Express (mit immer Ersatzzügen) etc. dass die billigeren NE-EVUs nicht besser sind. Leider ganz im Gegenteil.

Warum bei Ausschreibungen immer fast ausschließlich auf den Preis achten ? Besser wäre auch Erfahrungen des EVU in Bezug auf Qualität und Komfort mit einfließen zu lassen.

Bei der DB Regio funktionierte das Elbe-Saale-Netz, wenn auch manchmal mit weniger Kapazität. (1 VT fehlt).
Gebrauchtfahrzeuge zulassen, ein Redesign für die 642 und die wären wieder top gelaufen.
Wäre für alle besser gewesen...
Oder vergleichst du hier tatsächlich eine Linie von DB mit mehren Netzen von Abellio?

Wow 430€ pro ausgefallener Zugfahrt Strafe.

geschrieben von: IC 2213

Datum: 12.01.19 09:43

Wow etwas mehr als 430€ pro ausgefallener Zugfahrt als Strafzahlung.

Re: Was ist das Elbe-Saale Netz?

geschrieben von: MD 612

Datum: 12.01.19 12:45

Tom_LLK schrieb:
611 040 schrieb:
Bei der DB Regio funktionierte das Elbe-Saale-Netz, wenn auch manchmal mit weniger Kapazität. (1 VT fehlt).
Gebrauchtfahrzeuge zulassen, ein Redesign für die 642 und die wären wieder top gelaufen.
Wäre für alle besser gewesen...
Oder vergleichst du hier tatsächlich eine Linie von DB mit mehren Netzen von Abellio?
Das Diesel-Netz der Elbe-Saale-Bahn umfasste im Wesentlichen eines der beiden Lose, die heute Abellio fährt. Nichts also mit Vergleich Linie vs. mehrere Netze.

Gruß Peter

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird..
Winston Churchill

Re: Gut so !!

geschrieben von: tmmd

Datum: 12.01.19 13:17

611 040 schrieb:
Gebrauchtfahrzeuge zulassen, ein Redesign für die 642 und die wären wieder top gelaufen.
Wäre für alle besser gewesen...
Gebrauchtfahrzeuge waren bei dieser Ausschreibung glaube auch zugelassen.
110er Mensch schrieb:
ich mag es doch einmal kommentieren:

Es gibt - glaube ich - keinem anderen Wirtschaftszweig, in dem die Zufriedenheit der Endverbraucher so dermaßen bedeutungslos ist, wie im ÖPNV. Weil, der Kunde des EVU ist der Besteller der Leistungen (in unserem Fall die Nasa) und der erfreut sich daran, durch Pönalen weniger zahlen zu können. Was der Endkunde, der Reisende von den "Strafzahlungen" hat, bleibt nicht nur offen, sondern ist sogar allen Beteiligten völlig gleich. Sie sind Randfiguren in diesem Amüsierbetrieb öffentlicher Nahverkehr...
In Schleswig-Holstein wurde der Sondermalus der DB für deren grottige Leistung an die Kunden ausgekippt.