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Ab 2023 soll die Heidekrautbahn das Märkische Viertel erschließen - mit Video:

[www.tagesspiegel.de]

Was hat das Märkische Viertel davon?

geschrieben von: nozomi07

Datum: 10.01.19 15:29

Türen schließen selbsttätig schrieb:
Ab 2023 soll die Heidekrautbahn das Märkische Viertel erschließen - mit Video:

[www.tagesspiegel.de]
Gut, dass die Heidekrautbahn wieder kommt! Da wird eine ganze Region von profitieren.

Aber: Was hat das Märkische Viertel davon? Die Bahn tangiert es nur, und könnte die Nachfrage in diesem Bereich nicht bedienen. Das Märkische Viertel braucht U- oder (und!) Trambahn. Warum sich da nichts tut, das begreift der Nicht-Berliner nur mühsam.

Endlich mal ein schnelles Projekt!

geschrieben von: Werntalbahn

Datum: 10.01.19 15:54

Krass. 3 km Lückenschluss schon in 11 Jahren. Hätte nicht gedacht, dass es jetzt doch so schnell geht.

Re: Was hat das Märkische Viertel davon?

geschrieben von: Conrail-Bahner

Datum: 10.01.19 16:20

nozomi07 schrieb:
Aber: Was hat das Märkische Viertel davon? Die Bahn tangiert es nur, und könnte die Nachfrage in diesem Bereich nicht bedienen. Das Märkische Viertel braucht U- oder (und!) Trambahn. Warum sich da nichts tut, das begreift der Nicht-Berliner nur mühsam.

Das begreift auch der Berliner nur mühsam!

I'm not old - I'm a recycled teenager :-)

Trambahn 🤦🤦🤦

geschrieben von: Buckow

Datum: 10.01.19 17:55

noch so ein Begriff welcher die Berlin-Brandeburger Sprachkultur ruiniert. Es ist eine Straßenbahn! Auch das begreift der Neuberliner nicht. 😖

Re: Trambahn 🤦🤦🤦

geschrieben von: Sekterdbeer

Datum: 10.01.19 18:21

und warum steht dann auf den Schildern in Berlin an der Haltestelle oder der Fahrplanauskunft das Wort 'Tram?

Re: Trambahn 🤦🤦🤦

geschrieben von: Buckow

Datum: 10.01.19 18:49

neudeutsch. Früher gab es das Straßenbahnnsymbol. Vermutlich Tram damit der Tourie es versteht und wegen zu viel Platzverbrauch.

"Tram"

geschrieben von: Ronald Kretzschmar

Datum: 10.01.19 19:08

Hallo erstmal.

TRAM steht da, weil Berlin eine Weltstadt ist und es nicht schadet ein Symbol zu verwenden, welches auch Slawen, spanisch- und englischsprachige Leute, Schweizer uswsf. sofort verstehen. Sonst hat es in Berlin nichts zu suchen.

Also: "Am ersten Sonnabend 2019 habe ich dreiviertel neun an der Haltestelle gestanden, um mit der Straßenbahn zu fahren. Wie auch schon zu Weihnachten."

NIEMALS (Bitte holt Euch vor dem Lesen vorsichtshalber einen Eimer!): "Am ersten Samstag in 2019 bin ich viertel vor neun an der Haltestelle gestanden, um mit der Tram zu fahren. Wie auch schon an Weihnachten."

MfG RK



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 19:08.

VBB-Pressemitteilung dazu

geschrieben von: La-Stelle

Datum: 10.01.19 19:12

VBB-Pressemitteilung von heute, Donnerstag, den 10. Januar 2019:
Zitat
Heidekrautbahn: Planungsvereinbarung unterschrieben

* i2030: Berlin und Brandenburg ermöglichen weitere Ausbauplanungen zur Reaktivierung der Heidekrautbahn Stammstrecke

Die Länder Berlin und Brandenburg haben heute beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mit der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft (NEB) eine Planungsvereinbarung zur Infrastrukturmaßnahme „Reaktivierung Stammstrecke Heidekrautbahn für den SPNV“ unterzeichnet. Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz beim Land Berlin und Detlef Bröcker, Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn-AG, vereinbarten darin weitere Planungsleistungen für die Reaktivierung der Heidekrautbahn-Stammstrecke zwischen Berlin-Wilhelmsruh und Basdorf.

Die Länder Berlin und Brandenburg und die Niederbarnimer Eisenbahn-AG als Eisenbahninfrastrukturunternehmen verfolgen das Ziel, die Stammstrecke der Heidekrautbahn für den Personenverkehr zu reaktivieren, die Verbindung über Schönerlinde beizubehalten und eine attraktive Verbindung mit kurzen Reisezeiten zum Bahnhof Berlin Gesundbrunnen zu schaffen. Nach ersten grundlegenden Abstimmungen zwischen den Projektbeteiligten im i2030-Teilprojekt Nordbahn/Heidekrautbahn können nun die Detailplanungen zum Ausbau der Infrastruktur aufgenommen werden. Auf Basis der bereits bestehenden Anlagen werden die konkreten Ausbauerfordernisse und deren Investitionskosten ermittelt. Im weiteren Prozess kann dann anhand dieser Ergebnisse die abschließende Entscheidung zur Finanzierung und Realisierung getroffen werden. Die voraussichtlichen Kosten für die vereinbarte Planungsleistung belaufen sich auf rund 760.000 Euro und werden von den Ländern Berlin und Brandenburg getragen. Vertragspartner sind die Länder als Verantwortliche für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sowie die NEB als Infrastruktureigentümerin der Heidekrautbahn. Der VBB betreut das Teilprojekt Nordbahn/Heidekrautbahn im Rahmen des Projektes i2030 federführend.

Inhalt der Vereinbarung sind wesentliche Planungen für die Stammstrecke der Heidekrautbahn (Berlin-Wilhelmsruh – Basdorf) sowie daraus resultierende Anpassungen im restlichen NEB-Streckennetz.

Verkehrliches Ziel ist die Einführung eines Halbstundentaktes über die Stammstrecke der Heidekrautbahn und darüber hinaus bis Klosterfelde und Berlin Gesundbrunnen mit einer Streckengeschwindigkeit von 80 km/h. Neue Halte sind in Berlin-Wilhelmsruh, PankowPark, Wilhelmsruher Damm, Blankenfelde, Schildow, Schildow Nord, Mühlenbeck und Schönwalde West geplant. Die Verbindung über Schönerlinde soll infrastrukturseitig weiterhin einen Halbstundentakt ermöglichen. Auf den übrigen Streckenabschnitten soll zumindest ein Stundentakt möglich sein.

Für die Planungen im Abschnitt Berlin-Wilhelmsruh – Berlin Gesundbrunnen ist die DB Netz AG zuständig, die ihrerseits die Planungen innerhalb des Projektes i2030 vorantreibt.

Regine Günther, Verkehrssenatorin Land Berlin: „Die Stadt wächst und i2030 sorgt dafür, dass die Bahnverbindungen in der Region mitwachsen. Es ist sehr wichtig, dass wir zusammen mit Brandenburg an einem Strang ziehen. Die Feinplanung für eine Reaktivierung der Heidekrautbahn läuft an. Verkehrliches Ziel ist dabei die Durchbindung bis Gesundbrunnen. Das ist eine gute Nachricht für Pendlerinnen und Pendler im Norden Berlins und darüber hinaus.“

Kathrin Schneider, Infrastrukturministerin Land Brandenburg: „Wir wollen in den kommenden Jahren zehn Millionen Zugkilometer mehr auf die Schiene bringen und die Qualität des Angebots verbessern. Dazu brauchen wir Investitionen in die Infrastruktur. Mit der heute unterzeichneten Rahmenvereinbarung wird die Finanzierung der Planung gesichert. Jetzt kommt es darauf an, das Vorhaben zügig umzusetzen. Es ist ein wichtiger Meilenstein des Projekts i2030.“

Detlef Bröcker, Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn-AG: „Es geht voran! Mit der Schaffung des Baurechts für den Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh und dem Abschluss erster Vorplanungen für die Reaktivierung hat die Niederbarnimer Eisenbahn in den letzten Jahren umfangreiche konzeptionelle und planerische Vorleistungen erbracht. Die Allianz der Länder Berlin und Brandenburg, DB Netze und des VBB im Projekt i2030 sorgt nun dafür, dass die konkreten Planungen zügig beginnen können. Für die wachsende Bevölkerung in Berlin und Brandenburg bedeutet die Reaktivierung mehr klimafreundliche Mobilität und weniger Belastung durch den Straßenverkehr.“

Susanne Henckel, Geschäftsführerin der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH: „Infrastrukturprojekte brauchen einen langen Atem, denn die vorbereitenden Planungen nehmen meist den größten Teil der Zeit ein – die Realisierung selbst ist dann der geringere Teil. Mit der heutigen Vereinbarung sind wir jetzt sehr schnell bedeutende Schritte weitergekommen und können gemeinsam weiter Fahrt aufnehmen. Das ist wichtig, denn wir brauchen Entlastung auf fast allen Bahnstrecken. Die Heidekrautbahn ist dabei ein Baustein im großangelegten i2030-Projekt.“

Hintergrund Infrastrukturprojekt i2030

Im Oktober 2017 haben die Länder Berlin und Brandenburg und die DB Netze AG unter Koordination der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH das Infrastrukturprojekt i2030 ins Leben gerufen. Insgesamt acht Teilprojekte wurden definiert, in denen mögliche Varianten für den Schienenausbau untersucht werden. Die Länder stellen Finanzmittel für vorbereitende Untersuchungen und Planungen zur Ertüchtigung und Erweiterung der Eisenbahninfrastruktur in der Hauptstadtregion bereit. Beim Teilprojekt „Heidekrautbahn“ ist auch die NEB als Infrastruktureigentümerin der Heidekrautbahn beteiligt.

Mehr Informationen zum Projekt i2030: [i2030.de],
VBB-Presseinformationen: [VBB.de].
[www.vbb.de]

Dazu gibt es außerdem eine kurze, vierseitige PDF, die eine Liniengrafik und eine Übersicht aller i2030-Projekte beinhaltet:
[www.vbb.de] [PDF; 0,7 MB]
(aber keine zusätzlichen Infos zum eigentlichen Projekt)
Interessanter Fakt am Rande:
Die Jahreszahl 2023 taucht in der gemeinsamen Pressemitteilung nicht auf!! auf!!

Nur in der Twitter-Meldung der Berliner Senatsverwaltung steht sie:
Zitat
Die #Heidekrautbahn kommt! Und zwar auf der Stammstrecke von #Berlin -Wilhelmsruh aus, bis 2023. Heute Unterschrift mit @RegineGuenther v. @SenUVKBerlin , Min. Schneider (Brandenburg), Fr. Henckel v. @VBB_BerlinBB u. Hr. Bröcker (NEB) [www.i2030.de]
[twitter.com]
Glückwunsch! Damit wird nun als erstes das Unwichtigste aller Projekte von i2030 realisiert (vgl. [www.i2030.de]).

Zitat:
Anschließend wird die Strecke ausgebaut bis Berlin-Gesundbrunnen. Dann könnte es ab 2028/2030 mit Tempo 80 in die Innenstadt gehen.

Die Nordbahn wird doch hoffentlich für 160 km/h reaktiviert; die Fahrzeuge der NEB können 120 km/h schnell fahren. Dass die Stammstrecke nur für 80 km/h hergerichtet wird, liegt vermutlich daran, dass die Strecke für den Personenverkehr nur reaktiviert wird, und man ein Planfeststellungsverfahren mit z.B. Lärmschutzwänden vermeiden möchte

Entscheidend für die Verkehrsnachfrage wird eine dichte, der Großstadt angemessene Taktfolge sein. Im Video fällt auf, dass offenbar alles nur eingleisig vorgesehen ist. Ich hoffe, das ist genauso ein Fehler wie der Haltepunkt Wilhelmsruh, an dem es aussieht, als wäre kein Platz mehr für die Nordbahn. Dem ist aber gemäß Planfeststellungsbeschluss für diesen Haltepunkt nicht so.

Ich bin gespannt, ob die Planfeststellungsverfahren für den neuen Haltepunkt und die zusätzlichen Bahnhofs-Zugänge in Brandenburg schnell genug gehen für eine Fertigstellung bis 2023. Die beschrankten BÜs brauchen doch hoffentlich keine Planfeststellungen.

Letzte Anmerkung: der Streckenast von Basdorf nach Berlin-Karow muss natürlich mindestens seine vorhandene Taktfolge behalten.
Um die Strecke für mehr als 80km/h ab Wilhelmsruh bis Basdorf befahren zu können, müßten massive Umtrassierungen vorgenommen werden.
Das innerhalb der Dörfer keiner diese "Lärmschutzwandpest" haben will ist doch nur allzuverständlich!
Die Nordbahn bleibt noch auf Jahre ein feuchter Traum aber zu mosern hat immer einer was und wenn es sich nur um das lapidare Wort Tram handelt anstelle der Ostberliner Straßenbahn.

I'm not old - I'm a recycled teenager :-)
Axel052:
- vgl. [www.i2030.de]
- Die Nordbahn wird doch hoffentlich ... reaktiviert


Wenn Du Deine eigenen Links lesen würdest, hättest Du festgestellt, dass niemand plant, die Nordbahn auf Berliner Gebiet nördlich von Wilhelmsruh fertig zu stellen.

Axel052:
- ...liegt vermutlich daran, dass die Strecke für den Personenverkehr nur reaktiviert wird und man ein Planfeststellungsverfahren ... vermeiden möchte
- ...
offenbar alles nur eingleisig vorgesehen ist. Ich hoffe, das ist ein Fehler ...

Auch hier habe ich das Gefühl, dass Du Deinen eigenen Text nicht liest. Wenn man die Planfeststellung vermeiden möchte kann man nicht zweigleisig bauen! Logisch, oder?

🙏🙏🙏 (o.w.T)

geschrieben von: Buckow

Datum: 10.01.19 20:23

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Nordbahn und Begegnungsbahnhof

geschrieben von: Axel052

Datum: 10.01.19 20:37

Stimmt!, die Nordbahn ist in i2030 nicht drin, aber es ist ja auch eine Fernverkehrsstrecke. Berlin braucht die Nordbahn für Fernverkehr, der in 60 Minuten Rostock und die Ostsee erreicht. Wenn der Bund es ernst meint mit Verdopplung des Schienenverkehrs bis 2030 und dem Deutschlandtakt und man eine Überlastung des Karower Kreuzes vermeiden will, ist die Nordbahn unverzichtbar. Sie war übrigens auch schon mal unter 'Knoten Berlin' im Bundesverkehrswegeplan enthalten, und gehörte anfangs - nicht ohne Grund - zum Pilzkonzept Stufe 1.

Und ich habe nicht gesagt, dass die Stammstrecke der Heidekrautbahn durchgehend zweigleisig ausgebaut werden soll. Aber für einen Viertelstundentakt sollte es schon einen weiteren zweigleisigen Begegnungsbahnhof geben. Da einige Bahnhöfe ohnehin Planfeststellungsverfahren bekommen, könnte man das gleich mit abhandeln.

Re: "Tram"

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 10.01.19 21:28

Ganz genau so! 😁😁😁

Re: Trambahn 🤦🤦🤦

geschrieben von: nozomi07

Datum: 10.01.19 21:36

Ich vermute, die Anwohner des Märkischen Viertels würden lieber eine Trambahn haben, als garnichts ;-)

Re: Nordbahn und Begegnungsbahnhof

geschrieben von: Conrail-Bahner

Datum: 10.01.19 21:41

Axel052 schrieb:
Stimmt!, die Nordbahn ist in i2030 nicht drin, aber es ist ja auch eine Fernverkehrsstrecke. Berlin braucht die Nordbahn für Fernverkehr, der in 60 Minuten Rostock und die Ostsee erreicht. Wenn der Bund es ernst meint mit Verdopplung des Schienenverkehrs bis 2030 und dem Deutschlandtakt und man eine Überlastung des Karower Kreuzes vermeiden will, ist die Nordbahn unverzichtbar. Sie war übrigens auch schon mal unter 'Knoten Berlin' im Bundesverkehrswegeplan enthalten, und gehörte anfangs - nicht ohne Grund - zum Pilzkonzept Stufe 1.

1 Stunde Berlin-Rostock? Das wird selbst mit dem Stück Nordbahn nichts und alles dahinter wird die Bahn nicht so schnell wieder anfassen und in Rostock ist man lange nicht an der Ostsee!


Axel052 schrieb:
Und ich habe nicht gesagt, dass die Stammstrecke der Heidekrautbahn durchgehend zweigleisig ausgebaut werden soll. Aber für einen Viertelstundentakt sollte es schon einen weiteren zweigleisigen Begegnungsbahnhof geben. Da einige Bahnhöfe ohnehin Planfeststellungsverfahren bekommen, könnte man das gleich mit abhandeln.

Ein Viertelstundentakt ist unrealistisch, in der HVZ reichen 30min aus und außerhalb locker der Stundentakt. Kreuzungsbahnhöfe gibt es noch, die können wieder aufgebaut werden, sogar mit moderner Sicherungstechnik.

I'm not old - I'm a recycled teenager :-)
Peter Neumann von der Berliner Zeitung hat weitere spannende Details:
[www.berliner-zeitung.de]

Darin u.a.:
Zitat
Für 760.000 Euro kann nun die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellt werden, damit die Reaktivierung vorbereitet werden kann. Später werden dann mehr als 20 Millionen Euro benötigt, damit auf der 13,9 Kilometer langen Strecke in den Landkreis Oberhavel ein moderner Regionalbahnverkehr möglich wird.

Ende 2023 sollen die ersten Bahnen fahren, sagte NEB-Geschäftsführer Detlef Bröcker am Donnerstag. „Das ist unser Ziel und unsere Aufgabe.“ In Berlin werden sie zunächst wie früher in Wilhelmsruh starten. Dort entsteht neben der S-Bahnstation ebenfalls in Dammlage ein Regionalbahnhof, für den es sogar schon eine Genehmigung gibt – die aber nur noch bis März 2021 gilt.

„Vorgesehen ist zunächst ein Stundentakt mit Tempo 80“, so Bröcker. Der erste Stopp für die blauweißen Dieseltriebwagen wird das Gewerbegebiet Pankow Park sein, wo mehr als 100 Firmen logieren. Als Nächstes werden sie in der Station Wilhelmsruher Damm halten, die zwischen ihrem Namensgeber und der Quickborner Straße entsteht.

Sie wird das Märkische Viertel und den Pankower Ortsteil Rosenthal erschließen. Weil nebenan die Straßenbahnlinie M1 aus Mitte und die Buslinie M21 aus Jungfernheide enden, werden auch Umsteiger erwartet. Übrigens erhält der Bahnhof von Anfang an ein Überholgleis – „damit auf der Strecke weiterhin Güterverkehr zum Stadler-Werk in Pankow möglich bleibt“, berichtet der einstige Brandenburger Infrastrukturminister Reinhold Dellmann, der sich ebenfalls seit langem für das Bahnprojekt eingesetzt hat.
Weitere Halte sind Blankenfelde, Schildow und Schildow Nord. Der Bahnhof Mühlenbeck wird in Richtung des Berufsbildungswerkes verschoben. Schönwalde West wird der letzte neue Stopp vor Basdorf sein.

„Wir rechnen mit 2500 Fahrgästen pro Tag“, sagt Bröcker. [...]

Bei dem Stundentakt soll es nicht bleiben, sagt NEB-Chef Bröcker. „Wir bauen so, dass die Strecke später ohne großen Aufwand für einen Halbstundentakt ertüchtigt werden kann.“ Damit nicht genug: Perspektivisch soll die Heidekrautbahn in Berlin bereits im Bahnhof Gesundbrunnen beginnen. „Wir rechnen damit, dass es 2028/30 so weit ist“, sagte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne).

Dafür ist die Deutsche Bahn zuständig. 1,1 Kilometer Gleis fehlen, ein anderer Abschnitt darf nur mit Tempo 10 befahren werden – auch dort ist viel zu tun. Trotzdem: Warum dauert das so lange? „Dieses Teilprojekt hängt mit anderen Vorhaben zusammen“, hieß es beim VBB – vor allem mit dem Neubau der Kremmener Bahn in Richtung Hennigsdorf.

20,8 Mio. €?

geschrieben von: RE3_Schrott

Datum: 10.01.19 23:24

760.000 € für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung + 20 Mio. Baukosten (derzeit, aber wie wir wissen sind die meisten Projekte anschließend doch viel teurer), also ca. 20,8 Mio. € nur für den Abschnitt Abzweig Schönwalde-Berlin Wilhelmsruh und das für 2500 Fahrgäste mehr? Viel zu teuer, da gibt es deutlich wichtigere Projekte in BB, vorallem wo es doch die Führung bis Gesundbrunnen über Karow gibt. Aber ist wieder typisch, eines der unnützesten Projekte nach Nutzen/Kosten wird natürlich als erstes realisiert.

Nur mal nebenbei: für unter 20 Mio. € hätte man sogar die Strecke Karow-Basdorf-Schmachtenhagen/Groß Schönebeck elektrifizieren können (dafür würde der Bund sicherlich sogar noch etwas Fördergeld zupacken) und am ende bis Südkreuz elektrisch durchfahren können. Der Ausbau Angermünde-Schwedt (23 km) hatte 7,4 Mio. € gekostet, die Heidekrautbahn (47 km mit beiden Ästen) müsste dementsprechend noch unter den 20 Mio. € liegen (wenn der Bund Fördermittel bereitstellt sogar unter 10 Mio. € für BB). Nach Fertigstellung des Karower Kreuzes (2-gleisigkeit) wären hier genügend Kapazitäten für einen 30-Minutentakt, die Talente der NEB, welche derzeit dort fahren, haben eh in ein paar Jahren ausgedient und es wäre zukunftsgerecht auf den paar Kilometern auch endlich elektrisch zu fahren. Die Berliner, Basdofer & Co. hätten von einer Durchbindung bis Südkreuz deutlich mehr + Entlastung der S-Bahn + kürzere Fahrzeiten durch spurstarke Elektrofahrzeuge und 160 km/h Karow-Gesundbrunnen + BB hätte noch mehr Geld für andere Projekte übrig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 23:24.

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