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Zumindest was die Öffentlichkeitsarbeit betrifft, war die Deutsche Bahn auf den Wintereinbruch der vergangenen Tage schon seit vielen Wochen vorbereitet: Bereits Mitte November hatte sie in den Landkreis Dachau geladen und dort vorgeführt, wie ihre Leute mit schwerem Gerät die Bäume entlang einer Bahnstrecke zurückschneiden. Jetzt im wirklichen Winter ist aber wieder eher die Bahn selbst vorgeführt worden: An zahlreichen Stellen im südlichen Oberbayern und im Allgäu lagen Bäume in den Oberleitungen und auf den Gleisen, und in der Nähe von Ruhpolding fiel ein Baum sogar direkt auf einen Regionalzug. Weichen waren eingefroren, Schienen zugeschneit, die Züge fuhren oft verspätet und mancherorts tagelang gar nicht. Kritiker wie der Fahrgastverband Pro Bahn machen dafür auch die Sparpolitik vergangener Jahre verantwortlich. [www.sueddeutsche.de]
Die Deutsche Bahn will dies so nicht stehen lassen. Ein Sprecher verweist auf den außergewöhnlich nassen, schweren Neuschnee und auf die großen Mengen, die in höheren Lagen im Süden Bayerns gefallen sind. Ausschließlich dort habe es an den vergangenen Tagen wirklich Probleme gegeben, vor allem in Raum Berchtesgaden, in den Landkreisen Traunstein, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen und im Allgäu, und dort fast nur auf weniger befahrenen Regionalstrecken.

Soso, Buchloe mit 627 Metern überm Meer zählt jetzt schon zu den höheren Lagen und zu den weniger befahrenen Regionalstrecken.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
Die Deutsche Bahn will dies so nicht stehen lassen. Ein Sprecher verweist auf den außergewöhnlich nassen, schweren Neuschnee und auf die großen Mengen, die in höheren Lagen im Süden Bayerns gefallen sind. Ausschließlich dort habe es an den vergangenen Tagen wirklich Probleme gegeben, vor allem in Raum Berchtesgaden, in den Landkreisen Traunstein, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen und im Allgäu, und dort fast nur auf weniger befahrenen Regionalstrecken.

Soso, Buchloe mit 627 Metern überm Meer zählt jetzt schon zu den höheren Lagen und zu den weniger befahrenen Regionalstrecken.
Aber hallo! Aus dem Bahn-Tower in Preußen betrachtet ist das schon Mount-Everest-Niveau?!

Beim Rundgucken über die Info-Seiten der EVU sehe ich übrigens, dass "aufgrund von witterungsbedingten Einschränkungen [...] die Halte zwischen Kempten Hbf und Pfronten-Steinach weiterhin nicht angefahren werden" können (scheinbar seit Tagen schon mangelnder Winterdienst an den Stationen) und das Oberland wegen Weichenstörungen in Schliersee und Schaftlach schon wieder dicht ist. Vielleicht könnte mal jemand sowas erfinden, was die Weichen davon abhält, zugeschneit zu werden... aber wir wollen mal nicht zu futuristisch sein.

Grüße
stellwerk_wf
stellwerk_wf schrieb:
Aber hallo! Aus dem Bahn-Tower in Preußen betrachtet ist das schon Mount-Everest-Niveau?!

Beim Rundgucken über die Info-Seiten der EVU sehe ich übrigens, dass "aufgrund von witterungsbedingten Einschränkungen [...] die Halte zwischen Kempten Hbf und Pfronten-Steinach weiterhin nicht angefahren werden" können (scheinbar seit Tagen schon mangelnder Winterdienst an den Stationen) und das Oberland wegen Weichenstörungen in Schliersee und Schaftlach schon wieder dicht ist. Vielleicht könnte mal jemand sowas erfinden, was die Weichen davon abhält, zugeschneit zu werden... aber wir wollen mal nicht zu futuristisch sein.
Der selbstständige Subsubunternehmer mit der Schneeschaufel hat halt das Problem, dass wenn er in St. Mang anfängt und sich bis Pfronten-Ried durchkämpft, dass dann die ersten acht Halte bereits schon wieder zugeschneit sind.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Schnee woanders - High-Tech Lösung CFR in Rumänien

geschrieben von: Altaria

Datum: 09.01.19 10:18

Die CFR hat für diese Problematik des hohen Schnees eine hypermoderne, unglaubliche Lösung gefunden. Mindestens 2 CFR-Mitarbeiter (keine Sub's) kümmern sich an normalen Durchgangsbahnhöfen wie bspw an der KBS 300 oder im Bahnhof Pantelimon mittels Einsatz der im Kopf befindlichen Festplatte und unter Einsatz der körpereigenen Werkzeuge nebts anderer manueller Hilfsmittel um die Weichen und andere techn. Infra..

Als Deutscher kann man es kaum glauben: Das System funktioniert und die R und IR verkehren pünktlich. Aber das wäre für die DB wahrscheinlich zu fortschrittlich.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 10:20.

Gab es nicht einmal Weichenheizungen? (o.w.T)

geschrieben von: Pollofan

Datum: 09.01.19 12:15

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
stellwerk_wf schrieb:
Beim Rundgucken über die Info-Seiten der EVU sehe ich übrigens, dass "aufgrund von witterungsbedingten Einschränkungen [...] die Halte zwischen Kempten Hbf und Pfronten-Steinach weiterhin nicht angefahren werden" können (scheinbar seit Tagen schon mangelnder Winterdienst an den Stationen) und das Oberland wegen Weichenstörungen in Schliersee und Schaftlach schon wieder dicht ist. Vielleicht könnte mal jemand sowas erfinden, was die Weichen davon abhält, zugeschneit zu werden... aber wir wollen mal nicht zu futuristisch sein.

Grüße
stellwerk_wf
Bin am Wochenende im Oberland gewesen und der Betrieb lief dort reibungslos, während die A8 mal wieder zum Parkplatz mutierte. Weichenheizungen sind dort flächendeckend vorhanden, was man schon daran sah, dass nur an den Stellen die Schienen überhaupt erkennbar waren, während der Rest der Gleise gar nicht zu sehen und auch bereits direkt nach der Durchfahrt eines Zuges wieder zugeschneit war.

Woran die Ausfälle genau lagen entzieht sich meiner Kenntnis, aber eins kann ich dir versichern: Ohne Weichenheizungen wäre der Verkehr in der Region im Winter schlicht nicht fahrbar. Daher kannst du gerne eins und eins zusammenzählen und dir ausmalen, dass die gesamte Region mit deiner "innovativen Technik" versorgt ist.

P.S.: Wenn sich genau über der Weiche ein dicker Eisbrocken vom Unterboden ablöst und die Zunge festsetzt, hilft dir auch die beste Heizung nicht mehr weiter. Dann muss eben wer hin und das Ding wieder freiräumen. Aber wir finden ja noch nicht mal genug Menschen, die bereit sind, im Sommer für einen reibungslosen Betrieb zu sorgen.

Grüße
Sparen ist angesagt... Ist jetzt quasi win-win: da man nicht fahren will, gibt es kein Personal zum Räumen (vieeel zu teuer). Weil man nicht räumt, kann man nicht fahren... Und eine Weichenheizung kostet auch nur.
Der Wintereinbruch - es schneit. Es schneit!! Weichen und Züge stehen still.

Dann kommt der Frühling - es taut. Der Gleisoberbau wird matschig. Züge stehen still.

Auch der Sommer kommt - es wird heiß. Gleise verbiegen sich, auf denen kann doch kein Zug fahren.

Der böse Herbst - Laubfall auf den Schienen. Züge würden durchrutschen.

Diese bösen Jahreszeiten!
hsimpson schrieb:Zitat:
Wenn sich genau über der Weiche ein dicker Eisbrocken vom Unterboden ablöst und die Zunge festsetzt, hilft dir auch die beste Heizung nicht mehr weiter. Dann muss eben wer hin und das Ding wieder freiräumen. Aber wir finden ja noch nicht mal genug Menschen, die bereit sind, im Sommer für einen reibungslosen Betrieb zu sorgen.
Oder gibt es vielleicht nicht genug Leute, die zu den Bedingungen der Bahn bereit sind, für einen reibungslosen Betrieb zu sorgen?
Und überhaupt: wird denn eigentlich ernsthaft nach solchen Leuten gesucht, die bei Bedarf Weichen enteisen?

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 13:19.
hsimpson schrieb:
Zitat:
[...]
Bin am Wochenende im Oberland gewesen und der Betrieb lief dort reibungslos, während die A8 mal wieder zum Parkplatz mutierte. Weichenheizungen sind dort flächendeckend vorhanden, was man schon daran sah, dass nur an den Stellen die Schienen überhaupt erkennbar waren, während der Rest der Gleise gar nicht z
Reibungslos? Seit Sonntagfrüh fuhr bis Montagnachmittag (KBS 956,957) bzw. bis heute (955) kein Zug! Aber ja, derartige Schneemassen sind hier keine Seltenheit und führen nicht immer zu Auswirkungen im Bahnverkehr (in letzter Zeit jedoch immer häufiger)!
userCman schrieb:
Sparen ist angesagt... Ist jetzt quasi win-win: da man nicht fahren will, gibt es kein Personal zum Räumen (vieeel zu teuer). Weil man nicht räumt, kann man nicht fahren... Und eine Weichenheizung kostet auch nur.

da musst du aber unterscheiden.... "Schneefegen" in Weichen ist Sache des Netzes.... und ob das Netz tatsächlich das Fahren unterbinden will? Wenn EVU nicht fahren WOLLEN, sieht das natürlich anders aus. Aber daran glaube ich nun nicht wirklich. Da muss man schon einen Aluhut aufsetzen um das glauben zu können

Re: Gab es nicht einmal Weichenheizungen?

geschrieben von: Markus Richta

Datum: 09.01.19 14:32

Hallo,

die gibt es immer noch. Aber eben nicht überall. Die Deutsche Bahn AG hatte vor ein paar Jahren mal ganz groß angekündigt, die Zahl der installierten Weichenheizungen für den nächsten Winter deutlich erhöhen zu wollen. Die Erhöhung Anzahl der installierten Weichenheizungen betrug damals 0,8% (Quelle DSO-Printausgabe irgendwann zwischen den Jahren 2012 und 2016).

Grüße
Markus
Das ist für mich aber eher ein Vergleich von Äpfel und Birnen ... erstens hat die CFR sicherlich kein bemerkenswertes großes Streckennetz und zweitens sicherlich auch nicht die Schneemengen, die jetzt in der Alpenregion runterkommen. Und der dortige Mindestlohn liegt auch weit unter dem hierzu Lande.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 14:55.
monza30 schrieb:
da musst du aber unterscheiden.... "Schneefegen" in Weichen ist Sache des Netzes.... und ob das Netz tatsächlich das Fahren unterbinden will? Wenn EVU nicht fahren WOLLEN, sieht das natürlich anders aus. Aber daran glaube ich nun nicht wirklich. Da muss man schon einen Aluhut aufsetzen um das glauben zu können
Dass es aber DB Netze nicht ganz so mit der Winterfestigkeit ernst nimmt, wird wohl kaum jemand bestreiten. Von daher kann man daraus schlussfolgern, dass es DB Netz egal ist, ob die Züge fahren können. In Kirchberg (Murr) haben sie beim Umbau den Aufzug an das selbe Stromkabel angeschlossen, wie die Weichenheizung. Ergebnis: Waren die Weichenheizungen an, standen die Aufzüge still.
Die Bahnhöfe zwischen Kempten und Pfronten sind ebenso Sache von DB Netze. Wenn die nicht geräumt werden, kann auch kein Zug halten. Warum werden andere mit den Schneemassen fertig, nur DB Netze am Bahnsteig nicht? Richtig! Weil es sich nicht lohnt für die paar dummen Fahrgäste, die pro Tag in Durach oder Zollhaus-Peterstal sich erdreisten, die DB nutzen zu wollen, den Bahnsteig frei zu räumen. Selbst bei kleineren Schneemengen dauert es mitunter Tage, bis sich mal jemand vom Subunternehmerräumdienst blicken lässt.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Was jetzt Vergleiche mit anderen Ländern, bringen sollen verstehe ich auch nicht. Die Bahn hat eben das Problem dass es HIER scheneit und für das Wetter ist sie nun wirklich nichts! Übliches DB Bashing eben.

https://abload.de/img/signaturhqe2t.png
def schrieb:
hsimpson schrieb:Zitat:
Wenn sich genau über der Weiche ein dicker Eisbrocken vom Unterboden ablöst und die Zunge festsetzt, hilft dir auch die beste Heizung nicht mehr weiter. Dann muss eben wer hin und das Ding wieder freiräumen. Aber wir finden ja noch nicht mal genug Menschen, die bereit sind, im Sommer für einen reibungslosen Betrieb zu sorgen.
Oder gibt es vielleicht nicht genug Leute, die zu den Bedingungen der Bahn bereit sind, für einen reibungslosen Betrieb zu sorgen?
Und bei Subunternehmern geht es genauso: Arbeit gibt es genug, Personal ist Mangelware. Warum sollte man sich das antun für die Konditionen und den Rahmenbedingungen der DB zu arbeiten?! Gilt nicht nur für den Räumdienst...

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
BR 218 148-5 schrieb:
Was jetzt Vergleiche mit anderen Ländern, bringen sollen verstehe ich auch nicht. Die Bahn hat eben das Problem dass es HIER scheneit und für das Wetter ist sie nun wirklich nichts! Übliches DB Bashing eben.
Der Vergleich mit der CFR mag hinken, aber Bahnbashing ist es definitiv nicht, wenn mann kritisiert, dass die DB es nicht schafft, ihre Bahnsteige zwischen Kempten und Pfronten freizuräumen, damit die Züge halten können, es aber zwischen Pfronten und Reutte auf österreichischer Seite schaffbar ist.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 15:06.
Murrtalbahner schrieb:
Dass es aber DB Netze nicht ganz so mit der Winterfestigkeit ernst nimmt, wird wohl kaum jemand bestreiten.

da stimme ich dir uneingeschränkt zu.... mir selbst ist im Gbf mal vom Stellwerk untersagt worden, eine Weiche zu untersuchen, die sich im Fahrweg eines "ausfahrwilligen" Güterzugs nicht umstellen lassen wollte (Schotterstein)- war ja nur der Letzte der Samstags-Schicht, nachts um 23.30Uhr. Hat ja nur eine Stunde gedauert, bis ein bestellter Bereitschaftstechniker vor Ort war, der dann fast einen Koller bekam. Nach dem nächsten Schneefall hieß es dann auf einmal "Aufsicht... kannste nicht mal eben...?". Möchtest du meine Antwort auch wissen?

Wie wäre es denn mit ....

geschrieben von: BOS

Datum: 09.01.19 16:27

[www.google.com].

Übrigens: Es mangelt ja nicht an Personal.
Wenn auch die ehemals (bekannten) Bahndienststellen aufgegeben oder stark zurückgebaut wurden, so gibt es ja Nachfolger in Form von "privaten" Unternehmen - ich denke da na die flächendeckend vorhandenen Bahnbaufirmen usw - Warum die nicht als Schneewache mit einplanen?

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

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