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Freie Presse vom 9.1.2019


Laut Regierungssprecher Ralph Schreiber hat das Wirtschaftsministerium bereits im August der LISt Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen einen umfangreichen Auftrag erteilt. Das Ingenieurbüro soll Wirtschaftlichkeitsberechnungen zum zweigleisigen Ausbau und zur Elektrifizierung der Strecke von Plauen bis zur tschechischen Grenze erarbeiten - auf tschechischer Seite liegt beides ohnehin bereits vor. ...

Dabei lege die Staatsregierung große Hoffnungen in das von Bundesverkehrsminister Scheuer angekündigte Elektrifizierungsprogramm. "Eine Aufnahme der Strecke Plauen-Cheb hat der Bundesminister zwar bisher nicht angekündigt, jedoch könnten die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsrechnung hier eine neue Bewertungsbasis bilden" ...

>>> Zeitungsartikel


Gruß,
Marko
Na ja, DJ Andy und Eisenbahn, ob das gut gehen kann? Ist diese Strecke den für den Fernverkehr wichtig? Gab es nicht mal Pläne die Strecke ganz einzustellen?
Wobei ich jeder Strecke die es noch gibt eine Zukunft wünsche.

---------------------------------------------------
"Verspätung ist ja auch das Kerngeschäft der Bahn"
Urban Priol
----------------------------------------------------
Im Doppelstockwagen sieht man mehr von der Welt.

Wer und Was soll denn auf der PE fahren??

geschrieben von: Peles

Datum: 09.01.19 12:10

Also momentan verkehrt die Vogtlandbahn im Stundentakt (zu manchen Zeiten gar nur im 2-Std-Takt!) von Plauen nach Brambach und von Brambach nach Eger im 2-Std (manchmal nur im 4-Std.) -Takt. Dazu braucht es keinen zweigleisigen Ausbau!
Und im Güterverkehr läuft planmäßig nichts (in Worten: Null Züge).

Ich freu mich ja auch über jede Strecke die erhalten, ausgebaut und ggf. elektrifiziert wird aber hier kann ich beim besten Willen den Nutzen nicht erkennen??

Also nen zweigleisigen Ausbau braucht's da wirklich nicht, zumal die Abschnitte Pirk - Adorf und Raun - Bad Brambach ja eh schon zweigleisig sind, das sollte für noch ein paar Güterzüge mehr am Tag voll ausreichen!

Da gäbe es Strecken die nen Ausbau echt dringender nötig hätten!

Viele Grüße von Peles



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 12:10.

Re: Wer und Was soll denn auf der PE fahren??

geschrieben von: Packwagen1980

Datum: 09.01.19 16:11

Wäre doch eine gute Entlastung für das Elbtal. Und dann direkt weiter Richtung Plzen und Ceske Budwjovice
Zitat
Ist diese Strecke den für den Fernverkehr wichtig?
'Da wäre ein Viertelpfund Verkehrsgeografie recht nützlich. Die Strecke bietet den nordöstlich letztmöglichen direkten Zugang zum südosteuropäischen 25kV-Netz ohne Gleichspannungsabschnitt. Viele Verbindungen zwischen dem 15- und dem 25kV-Netz gibt es nicht und das sollte eigentlich schon reichen. Außerdem war die Strecke schon durchgehend zweigleisig und es gibt keinen Tunnel, damit relativiert sich der Aufwand beim Unterbau und auch beim Lichtraumprofil.

Falk
falk schrieb:
Da wäre ein Viertelpfund Verkehrsgeografie recht nützlich. Die Strecke bietet den nordöstlich letztmöglichen direkten Zugang zum südosteuropäischen 25kV-Netz ohne Gleichspannungsabschnitt. Viele Verbindungen zwischen dem 15- und dem 25kV-Netz gibt es nicht und das sollte eigentlich schon reichen.
Hallo.

Ein Blick über die Grenze wäre aber auch hilfreich. Wenn mein Schweers&Wall in dieser Hinsicht nicht völlig überholt ist, sind die sich anschließenden Strecken im tschechischen 25 kV- Netz im wesentlichen eingleisige Strecken mit allenfalls zweigleisigen Begegnungsabschnitten. Einzige Ausnahme ist die Strecke entlang des südlichen Erzgebirgsrandes in Richtung Karlsbad - Komotau. Aber das wäre ja nur im Umleitungsfall für das Elbtal relevant. Und wenn es dereinst die Neubaustrecke gibt, garnicht mehr. Also mir kann sicherlich niemand vorwerfen, gegen eine Bahnelektrifizierung zu sein, aber die obere Elstertalbahn sehe ich diesbezüglich in der Priorität doch ziemlich weit hinten.

Gruß Thomas

Fahrplanfehler

geschrieben von: sachsenring_z

Datum: 09.01.19 17:53

Peles schrieb:
Also momentan verkehrt die Vogtlandbahn im Stundentakt (zu manchen Zeiten gar nur im 2-Std-Takt!) von Plauen nach Brambach und von Brambach nach Eger im 2-Std (manchmal nur im 4-Std.) -Takt. Dazu braucht es keinen zweigleisigen Ausbau!
Und im Güterverkehr läuft planmäßig nichts (in Worten: Null Züge).

Ich freu mich ja auch über jede Strecke die erhalten, ausgebaut und ggf. elektrifiziert wird aber hier kann ich beim besten Willen den Nutzen nicht erkennen??

Also nen zweigleisigen Ausbau braucht's da wirklich nicht, zumal die Abschnitte Pirk - Adorf und Raun - Bad Brambach ja eh schon zweigleisig sind, das sollte für noch ein paar Güterzüge mehr am Tag voll ausreichen!

Da gäbe es Strecken die nen Ausbau echt dringender nötig hätten!

Viele Grüße von Peles
So ganz richtig ist der derzeitige Fahrplan nicht wiedergegeben.
Zwischen Cheb und Bad Brambach gibt es aktuell täglich fünf Zugpaare.
Ab Bad Brambach fährt dann alle zwei Stunden ein Zug und es gibt noch zusätzliche Lückenfüller.
Ab Adorf(Vogtl) kann man dann von einem 1-h-Takt reden.

Ich sehe hier auch kein Potential für einen zweigleisigen Ausbau. Für die wenigen Tage im Jahr, wo die Strecke für Umleitergüterzüge genutzt wird, reicht die vorhandene Infrastruktur vollkommen aus.
Ich behaupte sogar: Bei Anpassung der Bahnhöfe fürs Kreuzen von Güterzügen würde eine komplett eingleisige Strecke auch genügen.
Zitat
Also mir kann sicherlich niemand vorwerfen, gegen eine Bahnelektrifizierung zu sein, aber die obere Elstertalbahn sehe ich diesbezüglich in der Priorität doch ziemlich weit hinten.
Das ist insbesondere elektrisch eine Netzlücke und der Ausbauzustand steht sinnvollen Durchbindungen schon im Weg. Der Fahrleitungsbau ist da ausgesprochen sinnvoll und er wäre unter Freihaltung des freien Planums auch ohne Weiterbau des zweiten Gleises nützlich. Sollte sich dann doch Mehrverkehr einstellen, lassen sich die fehlenden Abschnitte ohne Betriebsunterbrechung noch immer schließen.

Eigentlich hätten wir im Urwald auf den Bäumen bleiben können. Schön war war es und reichlich Bananen gab es auch…

Falk
falk schrieb:
Das ist insbesondere elektrisch eine Netzlücke und der Ausbauzustand steht sinnvollen Durchbindungen schon im Weg.
Mich würde da, wie gesagt, schon mal der tschechische Standpunkt zu dem Thema interessieren.
Praktisch, dann kan man mit der BC100 vielleicht noch schneller und kostenlos nach Cheb hin- und zurück fahren.

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?
falk schrieb:
Das ist insbesondere elektrisch eine Netzlücke und der Ausbauzustand steht sinnvollen Durchbindungen schon im Weg.
Welche Verbindungen erwartest Du denn konkret? Also von wo nach wo und was genau soll da transportiert werden Personen und/oder Art der Güter?!
Elektrifizierung für ein paar Zugpaare mit kleinen Triebwägelchen klingt irgendwie eher nach Schildbürgerstreich...

Auslastung PE, Elbtalumleiter

geschrieben von: VT 516

Datum: 09.01.19 20:10

sachsenring_z schrieb:
Zitat:
Ich sehe hier auch kein Potential für einen zweigleisigen Ausbau. Für die wenigen Tage im Jahr, wo die Strecke für Umleitergüterzüge genutzt wird, reicht die vorhandene Infrastruktur vollkommen aus.
Ich behaupte sogar: Bei Anpassung der Bahnhöfe fürs Kreuzen von Güterzügen würde eine komplett eingleisige Strecke auch genügen.
Vorsicht, rede mal nicht vom Rückbau. Das geht manchmal schneller als man denkt....
Aber mal im Ernst: Als 2016 Elbtalumleiter fuhren (ca. aller zwei Stunden einer (!!!) war geplant), wurde der SPNV ausgedünnt. Dass die Güterzüge dann komplett anders fuhren und doch zwischen die verbliebenen Nahverkehrszüge eingeordnet werden musste, muss fairerweise ergänzt werden. Die Ausdünnung des SPNV war mMn völlig sinnloser Mist. Die Strecke hat zwischen Weischlitz und Brambach mehr als genug Restkapazität, lediglich Plauen ob Bf - Weischlitz kann max. ein Güterzug pro Stunde gefahren werden. Reichenbach hat genug Platz, um die Gz dafür zurückzuhalten, um in Plauen die passende Lücke zu erwischen.
Zitat:

Die Strecke bietet den nordöstlich letztmöglichen direkten Zugang zum südosteuropäischen 25kV-Netz ohne Gleichspannungsabschnitt.

Die elektrische Verbindung der beiden Netze würde Möglichkeiten bieten. Auch zwischen Oberkotzau und ( nahe)Vojtanov könnte diese Verbindung hergestellt werden.
Die Tschechische Bahn hat aus meiner Sicht schon lange Position bezogen, indem bis Vojtanov elektrifiziert wurde.

Viele Grüße !



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 20:28.
Henra schrieb:
falk schrieb:
Das ist insbesondere elektrisch eine Netzlücke und der Ausbauzustand steht sinnvollen Durchbindungen schon im Weg.
Welche Verbindungen erwartest Du denn konkret? Also von wo nach wo und was genau soll da transportiert werden Personen und/oder Art der Güter?!
Elektrifizierung für ein paar Zugpaare mit kleinen Triebwägelchen klingt irgendwie eher nach Schildbürgerstreich...


..vielleicht träumen die Vogtländer von einem Pendolino Prag-Eger-Plauen-Leipzig.
falk schrieb:
Außerdem war die Strecke schon durchgehend zweigleisig und es gibt keinen Tunnel, damit relativiert sich der Aufwand beim Unterbau und auch beim Lichtraumprofil.

Falk
Ich meine mich zu erinnern, dass in Oelsnitz eine Brücke im Zuge des Baus einer Umgehungsstraße errichtet wurde, welche eine Elektrifizierung in dem Abschnitt unmöglich macht. Das Bauwerk überspannt nicht nur die Bahnstrecke sondern auch gleich noch die Elsteraue auf kompletter Breite, ließe sich also nicht so ohne weiteres anpassen.

Alles weitere ist bereits gesagt zu dem Thema. Es zeigt sich einmal mehr der vollends fehlende Sachverstand der Verantwortungsträger. Bei dieser Strecke geht es einzig und allein darum den Verkehr mittelfristig zumindest bis Adorf zu sichern und somit eine Einstellung zu verhindern. Die Mittel wären demnach in ein paar Jahre Betriebskostenzuschuss wesentlich sinnvoller investiert. Es reicht ja dass bereits auf tschechischer Seite die Oberleitung vor sich hinrostet.

Die einzig sinnvolle Investition in der Region wäre die NBS Weischlitz - Feilitzsch (Stichwort Vogtlandtunnel) bei gleichzeitigem Rückbau sämtlicher Strecken über Mehltheuer gewesen, aber dies hat man im Zuge der Elektrifizierung der Hauptbahn verschlafen.
matric schrieb:
falk schrieb:
Außerdem war die Strecke schon durchgehend zweigleisig und es gibt keinen Tunnel, damit relativiert sich der Aufwand beim Unterbau und auch beim Lichtraumprofil.

Falk
Ich meine mich zu erinnern, dass in Oelsnitz eine Brücke im Zuge des Baus einer Umgehungsstraße errichtet wurde, welche eine Elektrifizierung in dem Abschnitt unmöglich macht. Das Bauwerk überspannt nicht nur die Bahnstrecke sondern auch gleich noch die Elsteraue auf kompletter Breite, ließe sich also nicht so ohne weiteres anpassen.

Alles weitere ist bereits gesagt zu dem Thema. Es zeigt sich einmal mehr der vollends fehlende Sachverstand der Verantwortungsträger. Bei dieser Strecke geht es einzig und allein darum den Verkehr mittelfristig zumindest bis Adorf zu sichern und somit eine Einstellung zu verhindern.(...)

Die Strecke wird als einzig sinnvolle Ausweichroute zum Elbtal niemals eingestellt werden können. Nur der VBG-Personenverkehr zwischen Brambach und Eger ist ja schon vor Jahren deutlich reduziert worden.

Plauen - Cheb: Teil des Ostkorridors?

geschrieben von: Saxobav

Datum: 10.01.19 00:21

falk schrieb:
Zitat
Ist diese Strecke den für den Fernverkehr wichtig?
... Die Strecke bietet den nordöstlich letztmöglichen direkten Zugang zum südosteuropäischen 25kV-Netz ohne Gleichspannungsabschnitt. Viele Verbindungen zwischen dem 15- und dem 25kV-Netz gibt es nicht und das sollte eigentlich schon reichen. Außerdem war die Strecke schon durchgehend zweigleisig und es gibt keinen Tunnel, damit relativiert sich der Aufwand beim Unterbau und auch beim Lichtraumprofil.
Es gibt ja ein etwas jüngeres Projekt Ostkorridor der Deutschen Bahn. Damit will man mit europäischem Anspruch eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung schaffen. Sagen wir mal von Bremen-Hamburg-Rostock-Stettin nach Brünn, Pressburg, Regensburg, Linz und Wien. Und speziell unter Nutzung der seit fast 30 Jahren neuen Ostgebiete, östlich des Harzes. Dieses Projektpferd wird gerade stark von Bayern gesattelt, um damit den elektrischen Lückenschluß von Hof nach Regensburg zu befördern. Für die Oberpfälzer Lokalpolitiker leicht unverständlich, da diese auch nicht in der Kategorie Ferngüterzüge denken und eher eine elektrische Verbindung nach Nürnberg suchen. Dieses Projekt Ostkorridor ist wesentlicher Treibstoff für den aktuellen Ausbau Halle/Leipzig-Hof. Und sobald die Türen durch die Elektrifizierung zwischen Hof und Regensburg aufgestoßen sind, wird "Durchzug" auf der Strecke herrschen. Man muss dann seine Hocheffizienz der superlangen Ganzzüge nicht mit Lokwechsel oder Vorspann verschlechtern.
In diesem Projekt steckt natürlich eine Menge nationaler deutscher Egoismus drin. Denn den Dammbruch mit durchgehendem elektrischen Verkehr könnte man schneller und billiger haben. Eben indem man die kurzen elektrischen Durchstiche nach Eger angeht. Plural, weil sich neben der Strecke von Plauen dorthin auch die Strecken von Hof und Markredwitz anbieten. Damit würde tonnenweise Diesel gespart, wenn man elektrisch über den Berg fährt. Damit wäre das neue Logistikterminal in Hof optimal angeschlossen. Die beiden eingleisigen Strecken Plauen/Hof-Eger wirken im Verbund fast wie eine zweigleisige Strecke.
Wenn man sich also für die Zweigleisigkeit noch etwas Zeit nimmt, kann man mit Elektrifizierung mal die Verkehrsentwicklung beobachten. In Sachen Verkehrsbedarf sehe ich den Personenverkehr als zweitrangige Begründung an. Für die Bahnstromversorgung gibt es sowohl das neue Umrichterwerk in Hof als auch die 50Hz-Landesnetze. Bis zur elektrischen Anbindung in Hof, Markredwitz und Plauen könnte man von Tschechien kommend für die Gebirgsüberquerung 50Hz verwenden, also etwa die alten großen Bahnhöfe in Marktredwitz, Selb oder Adorf für den kurzen Dieselvorspann nutzen.
Was es an der Verbindung Eger-Pilsen auszusetzen gibt oder wie diese Vorwand für die Nichtelektrifizierung Plauen-Eger sein sollen, erschließt sich mir nicht. Faktisch gibt es in Tschechien bisher keine leistungsfähige Nordost-Südwest-Verbindung (Breslau-Königgrätz-Prag-Pilsen-Regensburg/Nürnberg) außer die Autobahn. Die Bahnstrecke Eger-Pilsen ist da auch Bestandteil.
Es wäre also erfreulich, mit der Elektrifizierung dieser "Nebenstrecken" im europäischen Maßstab neue Angebote zu ermöglichen.

Re: Plauen - Eger

geschrieben von: bahamas

Datum: 10.01.19 00:24

Schienennagel schrieb:
..vielleicht träumen die Vogtländer von einem Pendolino Prag-Eger-Plauen-Leipzig.

Warum nicht, das nächste Elbhochwasser kommt bestimmt (vielleicht sogar schon sehr bald). Daran würde übrigens auch eine NBS Pirna - Außig nichts ändern.
Schienennagel schrieb:
Die Strecke wird als einzig sinnvolle Ausweichroute zum Elbtal niemals eingestellt werden können. Nur der VBG-Personenverkehr zwischen Brambach und Eger ist ja schon vor Jahren deutlich reduziert worden.
Aus verkehrlicher Sicht wag ich das aber mal stark zu bezweifeln. Schließlich ist die Elektrifizierung von Hof-Martredwitz-Schirnding im Vordringlichen Bedarf verankert. Ist diese Strecke einmal elektrifiziert, hat man eine mehr als ausreichende elektrische Ausweichroute, denn so viel ist da ohnehin nicht unterwegs bzw. passt nicht auf die eingleisigen Abschnitte jenseits von Cheb. Da ist dann auch das Kopfmachen keine Hürde mehr. Die politische Tragweite spielt natürlich eine Rolle. Grenzüberschreitende Strecken zu schließen kommt heutzutage eher schlecht an, völlig egal ob da jemals ein Zug fährt.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 09:03.
Schienennagel schrieb:
Henra schrieb:
falk schrieb:
Das ist insbesondere elektrisch eine Netzlücke und der Ausbauzustand steht sinnvollen Durchbindungen schon im Weg.
Welche Verbindungen erwartest Du denn konkret? Also von wo nach wo und was genau soll da transportiert werden Personen und/oder Art der Güter?!
Elektrifizierung für ein paar Zugpaare mit kleinen Triebwägelchen klingt irgendwie eher nach Schildbürgerstreich...

..vielleicht träumen die Vogtländer von einem Pendolino Prag-Eger-Plauen-Leipzig.
Ich wette dass 99.9% der Vogtländer (bzw. Einwohner jeder x-beliebiger Region Deutschlands) nicht wissen was ein Pendolino ist geschweige denn dass er nach Prag fährt.

Von so etwas träumen nur Hobbyeisenbahner mit Buntstiften ;-)
Hallo,

durchgehende Züge Berlin/Leipzig-Plauen-Karlsbad wären durchaus sinnvoll. Zwischen Leipzig und Karlsbad gab es die ja schon früher mal.

Falk12

Re: Wer und Was soll denn auf der PE fahren??

geschrieben von: Rbd Berlin

Datum: 10.01.19 14:05

Peles schrieb:
Also momentan verkehrt die Vogtlandbahn im Stundentakt (zu manchen Zeiten gar nur im 2-Std-Takt!) von Plauen nach Brambach und von Brambach nach Eger im 2-Std (manchmal nur im 4-Std.) -Takt. Dazu braucht es keinen zweigleisigen Ausbau!
Und im Güterverkehr läuft planmäßig nichts (in Worten: Null Züge).

Ich freu mich ja auch über jede Strecke die erhalten, ausgebaut und ggf. elektrifiziert wird aber hier kann ich beim besten Willen den Nutzen nicht erkennen??

Also nen zweigleisigen Ausbau braucht's da wirklich nicht, zumal die Abschnitte Pirk - Adorf und Raun - Bad Brambach ja eh schon zweigleisig sind, das sollte für noch ein paar Güterzüge mehr am Tag voll ausreichen!

Da gäbe es Strecken die nen Ausbau echt dringender nötig hätten!

Viele Grüße von Peles
Na dann mal Augen auf machen, es fahren 0 Güterzüge, da der Fahrdraht fehlt und im Elbtal ist es ein Krampf eine Trasse zubekommen. Die Elektrifizierung Plauen -> Cz ist längst überfällig, bei einer Sperrung im Elbtal werden die Züge über Polen nach Frsnkfurt-Oderbrücke umgeleitet mangels Alternative.

Es gibt keine Strecke die den Ausbau nötiger hätte

Mfg

Tja, landschaftlich ne wunderschöne Strecke. Ist wohl eine der Hauptbahnen mit dem größten Bedeutungsverlust seit dem Ende der DDR. Früher gabs da lange internationale Expresszüge wie den Karola und Karlex, heute drehen da bestenfalls mäßig besetzte Regioshuttle ihre Runden. Kann mir aber nur schwer vorstellen, daß man die Strecke wieder aufwertet. Denn gerade für den Güterverkehr ist die Strecke mit ihren 20 %o Steigung nicht so optimal geeignet. Gerade in heutigen Zeiten, wo einige naive EVUs wie selbstverständlich erwarten, daß sie mit ihren leichten 4-achsern überall mindestens 1600 t ziehen wollen.

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren. Feingeister und selbsternannte Gutmenschen sollten meine Beiträge daher unbedingt ignorieren!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 14:17.
Falk12 schrieb:
Hallo,

durchgehende Züge Berlin/Leipzig-Plauen-Karlsbad wären durchaus sinnvoll. Zwischen Leipzig und Karlsbad gab es die ja schon früher mal.

Falk12
Genau, einmal bei den VT 18.16 feucht drüberwischen und schon kanns losgehen - die Genossen von Kap Arkona bis Fichtelberg freuen sich sicher schon auf eine Fahrt in die FDGB-Ferien in der schönen ČSSR!
matric schrieb:
Falk12 schrieb:
Hallo,

durchgehende Züge Berlin/Leipzig-Plauen-Karlsbad wären durchaus sinnvoll. Zwischen Leipzig und Karlsbad gab es die ja schon früher mal.

Falk12
Genau, einmal bei den VT 18.16 feucht drüberwischen und schon kanns losgehen - die Genossen von Kap Arkona bis Fichtelberg freuen sich sicher schon auf eine Fahrt in die FDGB-Ferien in der schönen ČSSR!


..genau als "Jugendobjekt". Ansonsten stimme ich der hier geäußerten Vermutung zu, dass für die meisten Vogtländer die Welt im Vogtland endet. Der Blick vom Kappellenberg in Schönberg reicht für sie bis kurz vor Prag (dem Gefühl nach).

Optionen für Güterzüge?

geschrieben von: Ronald Kretzschmar

Datum: 10.01.19 17:36

Hallo erstmal.

1. Güterzüge Nord - Süd? a) Durchs Elstertal mit Diesel und dann elektrisch über die Grenze? b) Oder lieber in Leipzig über die Waldbahn?

2. Güterzüge aus Bayern über Plauen nach Böhmen?

3. Güterzüge aus dem Egerland nach Sachsen?

4. Bundeswehrzüge an die Ostfront?

Naja, vielleicht ein wenig 1.b), vermutlich auch nicht der Rede wert.

MfG RK

Re: Optionen für Güterzüge?

geschrieben von: falk

Datum: 10.01.19 17:57

1a meinst Du hoffentlich nicht so richtig ernst. Von Dieselbespannung auf Teilstrecken wollen wir doch gerade wegkommen. Dieseltreibstoff lässt sich im Straßenverkehr deutlich besser verschwenden. Dass der weiße Fleck, den Gera auf den Karten für die elektrische Zugförderung darstellt, weg muss, ist ebenfalls nicht neu. Die Waldbahn ist die eine Möglichkeit in Leipzig, die zweite die Strecke ELSt/6375. Leider wird dort nach den derzeitigen Planungen die Engstelle zwischen Stötteritz und der Abzw Anger nicht beseitigt. Ganz so dumm waren die Planer vor hundertzwanzig Jahren nicht, als sie den Güterring projektierten und bauten.

Ich würde mir allerdings wünschen, dass man beim Straßenbau auch solche Überlegungen anstellt. Leider ist »Rentabilität« kein Entscheidungskriterium, wen sich mal wieder ein alter Knabe mit dem passenden Parteimitgliedsbuch mit einer Autobahn ein Denkmal setzen will.

Falk
Plauen - Oelsnitz

Oelsnitz - Adorf

Adorf - Bad Brambach

Bad Brambach - Vojtanov

Vojtanov - Tršnice

Es möge sich jeder selbst fragen, wie sinnvoll ein Ausbau der Strecke zu einem Fern- und Güterverkehrskorridor ist.

Re: Zur Veranschaulichung

geschrieben von: bahamas

Datum: 10.01.19 19:30

LoneStarr27 schrieb:
Es möge sich jeder selbst fragen, wie sinnvoll ein Ausbau der Strecke zu einem Fern- und Güterverkehrskorridor ist.

Ein paar Kurven sind drin, na und? Die Frage ist schon beantwortet: Es besteht mit der Strecke Plauen - Eger - Pilsen - Budweis - Gmünd - Wien eine gute alternative Fahrmöglichkeit zum Ostkorridor Plauen - Hof - Regensburg - Passau - Wien, fehlt nur hier wie da noch die Elektrifizierung!

Re: Zur Veranschaulichung

geschrieben von: Schienennagel

Datum: 10.01.19 19:40

bahamas schrieb:
LoneStarr27 schrieb:
Es möge sich jeder selbst fragen, wie sinnvoll ein Ausbau der Strecke zu einem Fern- und Güterverkehrskorridor ist.

Ein paar Kurven sind drin, na und? Die Frage ist schon beantwortet: Es besteht mit der Strecke Plauen - Eger - Pilsen - Budweis - Gmünd - Wien eine gute alternative Fahrmöglichkeit zum Ostkorridor Plauen - Hof - Regensburg - Passau - Wien, fehlt nur hier wie da noch die Elektrifizierung!
..vermutlich sind auch die Trassenpreise um ein Vielfaches günstiger..
Erstmal danke für den Hinweis auf diese Streckenvideos. Der eingleisige Teil zu Beginn sieht durch das viele Gebüsch eng aus und hat auch einige Kurven. Der zweigleisig gebliebene Abschnitt macht gleich einen besseren Eindruck. Marktredwitz-Schwandorf ist auch nicht viel anders und soll doch GZ-Magistrale werden.Ob ein Ausbau dieser Strecke zusätzlich wirtschaftlich ist und benötigt wird sei dahingestellt.

Ulrich
Naja und dann gebe es ja noch die Möglichkeit auch die untere Elsterbahn zu elektrifizieren, dann könnte der statt nach Leipzig auch nach Erfurt fahren die Bäderregion gen Westen besser erschließen - aber angesichts der Tunnel auf diesem Abschnitt ein wesenltlich aufwendigeres Unterfangen...