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"Im vergangenen Jahr sind etwa 400 der 9.400 fahrplanmäßigen Fernzugverbindungen zwischen Leipzig und Dresden ausgefallen. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst aus Dresden hervor. Ein Drittel der Ausfälle sei auf schlechtes Wetter zurückzuführen. Der Rest beruht auf nicht funktionsfähigen IC- oder ICE-Zügen. Besonders häufig seien die neuen IC-Doppelstockwendezüge betroffen gewesen. Die Zahlen berücksichtigen den Zeitraum von Januar bis November 2018. Herbst erklärte: "Jeden Tag mindestens eine ausgefallene Fernzugverbindung ist ein absolut unvertretbarer Zustand." Er fordert die Bundesregierung auf, die Deutsche Bahn für mehr Pünktlichkeit in die Pflicht zu nehmen. "Wenn diese Ziele des Eigentümers nicht erfüllt werden, muss es final auch personelle Konsequenzen im DB-Vorstand geben." Die Deutsche Bahn lässt defekte Züge oftmals in Leipzig enden, weil sie in der dortigen Werkstatt repariert werden können. Auf Ersatzzüge, sogenannte Knotenpunktreserven, verzichtet die Bahn meistens. Reisende werden auf Regionalzüge oder nachfolgende Fernverkehrszüge verwiesen."

Quelle: [www.mdr.de]

MfG
dor Jörsch

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?

Auch in 2019

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 08.01.19 19:37

Moin,

das scheint dieses Jahr so weiterzugehen: Aktuell der IC 2909 .
Ist doch kein Wunder. In Deutschland gilt seit 1990 »je weiter im Osten, desto unwichtiger«. Für die Entscheidungsträger ist Sachsen unwichtig bis entbehrlich.

Nachtrag: »Lok's« sind tatsächlich so überflüssig wie »in 2019«.

Falk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.19 19:47.
falk schrieb:
Ist doch kein Wunder. In Deutschland gilt seit 1990 »je weiter im Osten, desto unwichtiger«. Für die Entscheidungsträger ist Sachsen unwichtig bis entbehrlich.

Nachtrag: »Lok's« sind tatsächlich so überflüssig wie »in 2019«.

Falk
Schonmal drüber nachgedacht, dass Leipzig-Dresden im FV-Netz ein ähnlich bedeutendes Anhängsel ist wie Altona-Hamburg Hbf? Zwar mit mehr Fahrgästen, aber netztechnisch ähnlich.

Wenn ein Zug halt ins Werk muss oder auf eine Folgeleistung gen Westen gehen muss, fällt der Rest bis Dresden halt aus. Und der Ersatzzug nach Hamburg oder München ist wichtiger als jener nach Dresden...
...bitte denkt euch euren Teil zu diesen Zeilen. Und wenn ihr schreibt, weil ihr - im Gegensatz zur Fahrt nach Altona - nicht alle 3 min eine S-Bahn als Ersatz habt, bleibt bitte dennoch bei der Wortwahl angemessen.

KVV323 schrieb:
"Schonmal drüber nachgedacht, dass Leipzig-Dresden im FV-Netz ein ähnlich bedeutendes Anhängsel ist wie Altona-Hamburg Hbf? Zwar mit mehr Fahrgästen, aber netztechnisch ähnlich. Und der Ersatzzug nach Hamburg oder München ist wichtiger als jener nach Dresden...

Danke!

Heiko

->Umläufe: 101, 218, 611, 628... / "Volker" fährt wieder / Bissiger Zug: erster Mireo unterwegs / Meldungenmeldungenmeldungen /
Das alles (und noch viel mehr) gibt es in der DREHSCHEIBE 293. Viel mehr wert als sie kostet!
Guten Abend,

ich möchte noch ergänzen, dass es hier höchst gefährlich wäre, Schludereien von DB Fernverkehr nachsichtig zu behandeln, weil war ja "nur" von ... nach ... und ist ja "nicht so wichtig". Wenn das DB Fernverkehr voll umsetzt, erreicht bei der Störungshäufigkeit des Betriebs dann kein IC mehr Berchtesgaden (bzw. überhaupt irgendwas südlich München, wenn nicht von der ÖBB gefahren) oder Westerland. Den ICE nach Basel wenden wir in Karlsruhe, besser noch in Mannheim, weil da kommt ja nix mehr, und Frankfurt Flughafen Fernbahnhof ist jetzt aber wirklich wichtiger... - befürchtet die Folgen!

Schönen Gruß auch an die Ränder der Republik und drüber hinaus
Tobias

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: AAW

Datum: 08.01.19 22:41

Hallo zusammen,

wie geht eigentlich ein ausgefallener Zug in die Verspätungsstatistik ein?

Drei Möglichkeiten fielen mir ein:
1) als pünktlich, da er nicht verspätet gefahren ist,
2) als verspätet, weil er nicht pünktlich fuhr (wenn ja, in welcher Höhe an Verspätungsminuten?)
3) gar nicht, da einem nicht gefahrenen Zug kein Verspätungsgrund zugeordnet werden kann

Freue mich über Antworten der Wissenden.

Gruß von einem "wütenden" Sachsen ;-)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.19 22:42.
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Den ICE nach Basel wenden wir in Karlsruhe, besser noch in Mannheim, weil da kommt ja nix mehr, und Frankfurt Flughafen Fernbahnhof ist jetzt aber wirklich wichtiger... - befürchtet die Folgen!
Das hab ich schon früher immer gesagt: warum fährt man jeden ICE bis Hamburg? In Hannover wenden spart jede Menge Umläufe und die letzten paar Kilometer bis Hamburg können die Leute doch auch noch im Metronom zurücklegen. Auf die halbe Stunde Fahrzeitverlängerung kommts doch nun auch nicht mehr an.
Abends die letzten ICE, die eh keine Folgeleistung mehr hätten fährt man dann natürlich zur Werksanbindung nach Hamburg, morgens umgekehrt genauso.

Ähnlich auf Stuttgart-München: wenn man in Augsburg wendet spart man bei jeder beteiligten ICE-Linie einen kompletten Umlauf. Die letzten 60 km bis München tuts der Fugger-Express ja wohl auch ...

Wer Ironie in meinem Beitrag findet, kann sie gern behalten ;-)

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: VT605

Datum: 08.01.19 23:10

AAW schrieb:
Hallo zusammen,

wie geht eigentlich ein ausgefallener Zug in die Verspätungsstatistik ein?

Drei Möglichkeiten fielen mir ein:
1) als pünktlich, da er nicht verspätet gefahren ist,
2) als verspätet, weil er nicht pünktlich fuhr (wenn ja, in welcher Höhe an Verspätungsminuten?)
3) gar nicht, da einem nicht gefahrenen Zug kein Verspätungsgrund zugeordnet werden kann

Freue mich über Antworten der Wissenden.

Gruß von einem "wütenden" Sachsen ;-)

Antwort 3, ein Zug der ausfällt geht gar nicht in die Statistik ein, er ist weder verspätet, noch pünktlich.

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: keksi28

Datum: 08.01.19 23:16

Dann bedankt euch mal schön in Hennigsdorf bei dem Hersteller von Bombadier :-) Der baut ja soooooo super Züge die nie wirklich funktioniert haben (IC2) Und da das Werk in Leipzig ist, fährt man sehr oft die Züge direkt ins Werk zur Reperatur und nicht weiter nach Dresden. Außerdem bei großen Verspätungen wird auch dann in Leipzig ne Wende vollzogen. Hier liegt die Misere eindeutig nicht bei der DB sondern beim Hersteller....

Mfg

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: MD 612

Datum: 08.01.19 23:18

AAW schrieb:
wie geht eigentlich ein ausgefallener Zug in die Verspätungsstatistik ein?
Der geht weder als gefahren noch als pünktlich/verspätet in die Statistik ein. Als Beispiel gerechnet: 11 Züge sollten fahren, davon waren 8 Züge pünktlich, 2 waren verspätet, einer fiel aus. Dann sind in der Statistik 2 von 10 Zügen verspätet gewesen, die Pünktlichkeit lag bei 80%.

Gruß Peter

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird..
Winston Churchill

Qualität made in Sachsen

geschrieben von: pm

Datum: 08.01.19 23:23

trifft doch die Verursacher ?

Und wie schrecklich, zB die ICE Linie Berlin -Düsseldorf/Köln wird bei Verspätungen in Hamm, Dortmund, Essen, Hagen oder ... gewendet.
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Den ICE nach Basel wenden wir in Karlsruhe, besser noch in Mannheim, weil da kommt ja nix mehr

Daran fehlt nicht mehr viel. OK, nicht Karlsruhe, aber vorzeitiges Wenden im Badischen Bahnhof statt in Basel SBB kommt durchaus vor. Und fahren die SBB keinen Ersatz. Da man es seitens der DB aber leider nicht gebacken bekommt, sich mit den SBB über eine vernünftige Reisendenlenkung in Basel SBB zu verständigen, erhält der Zug in Basel Bad Bf eine reale Abfahrtzeit, die er auch über Basel SBB hätte halten können.

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: falk

Datum: 08.01.19 23:29

Zitat
Dann bedankt euch mal schön in Hennigsdorf bei dem Hersteller von Bombadier :-) Der baut ja soooooo super Züge die nie wirklich funktioniert haben (IC2) Und da das Werk in Leipzig ist, fährt man sehr oft die Züge direkt ins Werk zur Reperatur und nicht weiter nach Dresden.
Seltsam ist trotzdem, dass es ein dieses »Lastabwurfverhalten« in Deutschland nur in Sachsen gibt. Am Oberrhein, in Südbayern oder in Richtung Niederlande oder Belgien passiert sowas kaum in irgendwie spürbarer Menge.
Die IC2-Doppelstockwagen haben mit Hennigsdorf nicht viel zu tun und auch dort kann man betriebsfeste Fahrzeuge bauen. Sollte es nicht doch an der unbedingten Computerisierung auch nebensächlichster Funktionen und zusätzlich an zweifelhaften Einsparungen bei mechanischen Teilen liegen? Haltbare Doppelstockeizelwagen gibt es seit 1974. Dass die Belegschaften der Hersteller plötzlich und unerwartet ihr Handwerk verlernt hätten, ist kaum vorstellbar.

@kaufhalle, Basel badisch statt SBB ist mit Hamburg Hbf statt Altona vergleichbar, aber eben nicht mit Leipzig–Dresden. In den beiden anderen Fällen kann man notfalls laufen.

Falk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.19 23:30.

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 08.01.19 23:31

keksi28 schrieb:
Dann bedankt euch mal schön in Hennigsdorf bei dem Hersteller von Bombadier :-) Der baut ja soooooo super Züge die nie wirklich funktioniert haben (IC2) Und da das Werk in Leipzig ist, fährt man sehr oft die Züge direkt ins Werk zur Reperatur und nicht weiter nach Dresden. Außerdem bei großen Verspätungen wird auch dann in Leipzig ne Wende vollzogen. Hier liegt die Misere eindeutig nicht bei der DB sondern beim Hersteller....

Womit wir bei der üblichen Phrase der DB wären, nach der jemand anders schuld ist. Egal wer, nur nicht die DB.

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 08.01.19 23:36

falk schrieb:
@kaufhalle, Basel badisch statt SBB ist mit Hamburg Hbf statt Altona vergleichbar, aber eben nicht mit Leipzig–Dresden. In den beiden anderen Fällen kann man notfalls laufen.

Vergleichbar mit Dresden sicher nicht. Mit Hamburg aber auch nicht ganz, in Basel fährt die S-Bahn nur alle 30 min. Als Fußweg ist das auch etwas heftig, notfalls nimmt man die Straßenbahn.

Am anderen Ende von Deutschland (von Dresden aus gesehen) in Saarbrücken haben sich die Ausfälle aber auch schon gehäuft.

Re: Qualität made in Sachsen

geschrieben von: VT605

Datum: 08.01.19 23:41

pm schrieb:
trifft doch die Verursacher ?

Und wie schrecklich, zB die ICE Linie Berlin -Düsseldorf/Köln wird bei Verspätungen in Hamm, Dortmund, Essen, Hagen oder ... gewendet.

Das ist die berühmte "Pofalla-Wende", da macht schon der Name den Unterschied.
Heiko Focken schrieb:
...bitte denkt euch euren Teil zu diesen Zeilen. Und wenn ihr schreibt, weil ihr - im Gegensatz zur Fahrt nach Altona - nicht alle 3 min eine S-Bahn als Ersatz habt, bleibt bitte dennoch bei der Wortwahl angemessen.

KVV323 schrieb:
"Schonmal drüber nachgedacht, dass Leipzig-Dresden im FV-Netz ein ähnlich bedeutendes Anhängsel ist wie Altona-Hamburg Hbf? Zwar mit mehr Fahrgästen, aber netztechnisch ähnlich. Und der Ersatzzug nach Hamburg oder München ist wichtiger als jener nach Dresden...
Danke!

Heiko
Sorry, so hab ich das nicht gemeint - auch wenn es leider so rüber kam. Es hat mich in dem Moment einfach nur geärgert, dass da einfach die "Immer alle gegen die Ossis, seit 1990 werden wir nur unterdrückt"-Keule geschwungen wurde, ohne darüber nachzudenken, warum Züge in Leipzig enden statt nach Dresden weiterzufahren.

Fakt ist: Wenn ein Zug mit 30% Antriebsleistung, WC-Verfügbarkeit oder ähnlichen Störungen ankommt, macht es Sinn, ihn ins Werk zu fahren. Dieses befindet sich in Leipzig, welches geografisch zentraler gelegen ist und wichtigere Strecken im DB-FV-Netz anbindet (+Halle/S). Natürlich ist es ärgerlich und motiviert keinen ICE zu fahren, wenn man in Leipzig vor die Tür und in den randvollen Regio nach Dresden geschickt wird. Auf der anderen Seite dürfte die Anzahl Reisender, die einen ICE zwischen Leipzig und Frankfurt benötigen größer sein als jene Anzahl, die ein Ausfall zwischen Leipzig und Dresden touchiert.

Dass Ausfälle in einem FV-Netz nicht passieren sollen - keine Frage. Aber ich glaube, zwischen Leipzig und Dresden ist er je nach Uhrzeit eher verkraftbar, als anderswo.

Gruß Flo

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: VT605

Datum: 08.01.19 23:45

keksi28 schrieb:
Dann bedankt euch mal schön in Hennigsdorf bei dem Hersteller von Bombadier :-) Der baut ja soooooo super Züge die nie wirklich funktioniert haben (IC2) Und da das Werk in Leipzig ist, fährt man sehr oft die Züge direkt ins Werk zur Reperatur und nicht weiter nach Dresden. Außerdem bei großen Verspätungen wird auch dann in Leipzig ne Wende vollzogen. Hier liegt die Misere eindeutig nicht bei der DB sondern beim Hersteller....

Mfg

Stammen die Wagen nicht aus Görlitz? Die Loks kommen aus Kassel. Angeblich reden die Werke nicht miteinander, daher auch die entgegengesetzt angebauten Türwahlschalter auf Lok und Stwg. ;-)

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: keksi28

Datum: 09.01.19 01:00

VT605 schrieb:
keksi28 schrieb:
Dann bedankt euch mal schön in Hennigsdorf bei dem Hersteller von Bombadier :-) Der baut ja soooooo super Züge die nie wirklich funktioniert haben (IC2) Und da das Werk in Leipzig ist, fährt man sehr oft die Züge direkt ins Werk zur Reperatur und nicht weiter nach Dresden. Außerdem bei großen Verspätungen wird auch dann in Leipzig ne Wende vollzogen. Hier liegt die Misere eindeutig nicht bei der DB sondern beim Hersteller....

Mfg
Stammen die Wagen nicht aus Görlitz? Die Loks kommen aus Kassel. Angeblich reden die Werke nicht miteinander, daher auch die entgegengesetzt angebauten Türwahlschalter auf Lok und Stwg. ;-)
Ich die Kisten auch schon damals immer vor Berlin stehen. Da wo auch andere Triebwagen angestellt werden. War das Wustermark? Genauen Bahnhof weiß ich nun nicht. Da waren die aber alle immer abgestellt und sind es teilweise ab und zu immer noch. Da wäre dann Görlitz weit weg :-) Vll war das ja auch nur die 1. Baureihe da gewesen.
KVV323 schrieb:
Sorry, so hab ich das nicht gemeint - auch wenn es leider so rüber kam. Es hat mich in dem Moment einfach nur geärgert, dass da einfach die "Immer alle gegen die Ossis, seit 1990 werden wir nur unterdrückt"-Keule geschwungen wurde, ohne darüber nachzudenken, warum Züge in Leipzig enden statt nach Dresden weiterzufahren.

Fakt ist: Wenn ein Zug mit 30% Antriebsleistung, WC-Verfügbarkeit oder ähnlichen Störungen ankommt, macht es Sinn, ihn ins Werk zu fahren. Dieses befindet sich in Leipzig, welches geografisch zentraler gelegen ist und wichtigere Strecken im DB-FV-Netz anbindet (+Halle/S). Natürlich ist es ärgerlich und motiviert keinen ICE zu fahren, wenn man in Leipzig vor die Tür und in den randvollen Regio nach Dresden geschickt wird. Auf der anderen Seite dürfte die Anzahl Reisender, die einen ICE zwischen Leipzig und Frankfurt benötigen größer sein als jene Anzahl, die ein Ausfall zwischen Leipzig und Dresden touchiert.

Dass Ausfälle in einem FV-Netz nicht passieren sollen - keine Frage. Aber ich glaube, zwischen Leipzig und Dresden ist er je nach Uhrzeit eher verkraftbar, als anderswo.

Gruß Flo
Ein Paradebeispiel für das Selbstverständnis innerhalb des DB Konzerns. Leider mit den falschen Schlussfolgerungen, denn man fährt nicht ICE um ICE zu fahren, sondern man fährt mit der Eisenbahn. Ob der ICE fährt oder nicht betrifft also nicht alleine DB Fernverkehr, sondern es fällt letztlich auf die Eisenbahn generell zurück. Der überfüllte Regio mit den Talent2, die für diese Strecke denkbar ungeeignet sind, macht es nicht besser. Oder kurz ausgedrückt: das, was du als bedauerlich aber in gewisser Weise als unvermeidlich bezeichnest, führt zu einem nachhaltig schlechten Image des Verkehrsträgers Eisenbahn bei den Reisenden. Diese Erkenntnis hat sich im Konzern leider nie durchgesetzt und ist ein wesentlicher Grund, warum wir jetzt mit dem Rücken gewisser Maßen zur Wand stehen.

Und ganz ehrlich: als Mitarbeiter kann ich die Mehrheit der Fahrgäste gut verstehen. Dieser Laden ist so unzuverlässig geworden, schlimmer geht eigentlich fast nicht mehr. Leider denkt man sich das so oft und prompt geht es doch noch schlimmer.

Re: Auch in 2019

geschrieben von: ET-Freund

Datum: 09.01.19 07:30

gastronomie1916 schrieb:
Moin,

das scheint dieses Jahr so weiterzugehen: Aktuell der IC 2909 .
Da ist kein einziger Halt ausgefallen. In Leipzig musste umgestiegen werden (2909 war ja der Ersatz zum Regelzug). Wie ging das in die Statistik ein? Der Ersetzungsgrad für ausgefallene Züge ist nach meiner Erfahrung zwischen Dresden und Leipzig relativ hoch. Das ist sicher nicht besonders schön, die Fahrt in Leipzig zu brechen, aber wohl auch nicht so schlimm, wie es hier suggeriert wird.

Betreffzeilen sind kein geeigneter Ort für Satzanfänge.

bknackt - wir können alles außer Slogans.
Die einzig zu beantwortende Frage ist doch, warum ein IC mal wieder sowas von kaputt ist, daß er seine Fahrt vorzeitig abbrechen muß? Und das nicht nur alle Jubeljahre, sondern verlässlich regelmäßig.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 09.01.19 08:50

Wenn die Bahn krank überzüchteten Billigschrott kauft, dann ist sie sehr wohl mein Ansprechpartner. Die Industrie produziert nur was der Kunde bestellt und abnimmt.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

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Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Den ICE nach Basel wenden wir in Karlsruhe, besser noch in Mannheim, weil da kommt ja nix mehr, [...] - befürchtet die Folgen!
Das ist keine Fiktion: Die Folgen hatte ich am 17.12.2018 schon, als ich aus dem IC in Mannem hinausgeworfen wurde, weil DB-doch-nicht-so-Fern-Verkehr meinte, den Zug frühverenden und nicht nach Stuttgart weiterfahren zu lassen.

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 09:23.

Re: ? zu Ausfall und Verspätungsstatistik

geschrieben von: Niels

Datum: 09.01.19 10:26

falk schrieb:
Dass die Belegschaften der Hersteller plötzlich und unerwartet ihr Handwerk verlernt hätten, ist kaum vorstellbar.
Aber daß sie es verlernen mussten ist hoffentlich schon vorstellbar? Dafür können sie jetzt BWL...

Gruß von Niels

Meine Bilder in der DSo-Galerie: [www.drehscheibe-online.de]

KVV323 schrieb:
Schonmal drüber nachgedacht, dass Leipzig-Dresden im FV-Netz ein ähnlich bedeutendes Anhängsel ist wie Altona-Hamburg Hbf? Zwar mit mehr Fahrgästen, aber netztechnisch ähnlich.

Wenn ein Zug halt ins Werk muss oder auf eine Folgeleistung gen Westen gehen muss, fällt der Rest bis Dresden halt aus. Und der Ersatzzug nach Hamburg oder München ist wichtiger als jener nach Dresden...
Ja und nein: Ja, weil es druchaus sinnvoll ist, damit sich die Verspätung nicht auch (in abgeschwächter Form) in die Gegenrichtung schleppt. Nur: Dann muss eben aus dem Werk ein Ersatzug kommen, der den Ausgefallenen/stark verspäteten Zug operativ ersetzt. Zumindest Leipzig-Dresden und die Gegenleistung wieder zurück.
Ja, dann brauch es mehr Reseven, sowohl an Zügen als auch beim Personal. Ja, das kostet. Das ist dann eben so!
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Abend,

ich möchte noch ergänzen, dass es hier höchst gefährlich wäre, Schludereien von DB Fernverkehr nachsichtig zu behandeln, weil war ja "nur" von ... nach ... und ist ja "nicht so wichtig". Wenn das DB Fernverkehr voll umsetzt, erreicht bei der Störungshäufigkeit des Betriebs dann kein IC mehr Berchtesgaden (bzw. überhaupt irgendwas südlich München, wenn nicht von der ÖBB gefahren) oder Westerland. Den ICE nach Basel wenden wir in Karlsruhe, besser noch in Mannheim, weil da kommt ja nix mehr, und Frankfurt Flughafen Fernbahnhof ist jetzt aber wirklich wichtiger... - befürchtet die Folgen!

Schönen Gruß auch an die Ränder der Republik und drüber hinaus
Tobias
Glaubst Du etwa, südlich von Stuttgart sähe es anders aus? Träum mal schön weiter. Da wurde die Pofalla-Wende warscheinlich erfunden... Auch wenn man inzwischen teilweise zuverlässiger fährt, weil dann ja die Nahverkehrssubventionen nicht abgezockt werden können, so hat trotzdem jeder Schwellenschnupfen monatelange Sperrungen zur Folge...

Bei einem muss man natürlich danken, nämlich, dass die Sachsen wenigstens ihre Bananaware zu einem nicht unerheblichen Teil auch bei sich reifen lassen. Die Fehler in den Twindexx haben sie ja auch selber reingebaut... Da haben es die SBB, die gleichermaßen darunter leiden nicht so einfach, dort ist es noch mehr Vaporware statt Bananaware.

Und PS... Da gibt es noch ein unbeugsames Dorf von Fernverkehrsvielfahrern, dass das FV-Netz der DB im Süden erweitert. Daher ist nach Karlsruhe zumindest in der Hauptverkehrsachse doch noch nicht Schluss, außer die eigenen Maulwürfe graben mal wieder den Schotter weg...

Re: Zugtausch in Leipzig

geschrieben von: MD 612

Datum: 09.01.19 16:32

KVV323 schrieb:
Fakt ist: Wenn ein Zug mit 30% Antriebsleistung, WC-Verfügbarkeit oder ähnlichen Störungen ankommt, macht es Sinn, ihn ins Werk zu fahren. Dieses befindet sich in Leipzig, welches geografisch zentraler gelegen ist und wichtigere Strecken im DB-FV-Netz anbindet (+Halle/S). Natürlich ist es ärgerlich und motiviert keinen ICE zu fahren, wenn man in Leipzig vor die Tür und in den randvollen Regio nach Dresden geschickt wird.
Leipzig ist ja offensichtlich die Basis der IC2-Flotte. Sowohl im Bahnhofsvorfeld als auch im Werksgelände sind immer ein paar Züge geparkt, teilweise sogar auf Bahnsteiggleisen. Da sollte es doch möglich sein einen Zugtausch am Bahnsteig zu organisieren. Das wäre allemal besser als die Leute auf den RE zu verweisen, auf den die dann auch noch 40 Minuten warten müssen. Der ist dann nämlich auch erst 5 Minuten vor dem nächsten IC/ICE in Dresden.

Gruß Peter

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird..
Winston Churchill

Re: Zugtausch in Leipzig

geschrieben von: falk

Datum: 09.01.19 16:41

Zitat
Leipzig ist ja offensichtlich die Basis der IC2-Flotte. Sowohl im Bahnhofsvorfeld als auch im Werksgelände sind immer ein paar Züge geparkt,
Autsch. Einen langjährigen Eisenbahner kosten gleich zwei derartige Sakrilege zwei Kästen Bier. Einsiedler Doppelbock bitte!

Falk

Re: Zugtausch in Leipzig

geschrieben von: MD 612

Datum: 09.01.19 17:25

falk schrieb:
Autsch. Einen langjährigen Eisenbahner kosten gleich zwei derartige Sakrilege zwei Kästen Bier.
Tschulligung, das war für's Volk volkstümlich geschrieben. Kommt nicht wieder vor...

falk schrieb:
Einsiedler Doppelbock bitte!
Ich hab nur Einsiedler Landbier...

Gruß Peter

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird..
Winston Churchill
KVV323 schrieb:
Heiko Focken schrieb:
...bitte denkt euch euren Teil zu diesen Zeilen. Und wenn ihr schreibt, weil ihr - im Gegensatz zur Fahrt nach Altona - nicht alle 3 min eine S-Bahn als Ersatz habt, bleibt bitte dennoch bei der Wortwahl angemessen.

KVV323 schrieb:
"Schonmal drüber nachgedacht, dass Leipzig-Dresden im FV-Netz ein ähnlich bedeutendes Anhängsel ist wie Altona-Hamburg Hbf? Zwar mit mehr Fahrgästen, aber netztechnisch ähnlich. Und der Ersatzzug nach Hamburg oder München ist wichtiger als jener nach Dresden...
Danke!

Heiko
Sorry, so hab ich das nicht gemeint - auch wenn es leider so rüber kam. Es hat mich in dem Moment einfach nur geärgert, dass da einfach die "Immer alle gegen die Ossis, seit 1990 werden wir nur unterdrückt"-Keule geschwungen wurde, ohne darüber nachzudenken, warum Züge in Leipzig enden statt nach Dresden weiterzufahren.

Gruß Flo
Zumal sich wie wir alle wissen die Sachsen ja ohnehin für das Auto entschieden haben. Es trifft hier also zumeist eher die Wessis auf Städtetrip nach Dresden. ;-)

Um aber mal noch einen weiteren Favoriten in die Runde zu werfen: Wende in Brüssel-Noord statt Brüssel-Midi im Verspätungsfall. Das spart mal so richtig viel Zeit und verzückt obendrein besonders London-Spezial-Reisende (vor allem die auf dem Rückweg!)