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Re: Das Land hat recht!

geschrieben von: Schwarzwaelder

Datum: 09.01.19 12:41

146 227 schrieb:
An der Strecke fehlen Üst und auf dem 1-Gleisigen Abschnitt sind 2 Kreuzungsbahnhöfe nötig.
Wäre es so ein grosser Aufwand, die entsprechenden Weichen halt wieder einzubauen? Da wäre doch schon viel gewonnen.


Bis die Strecke elektrifiziert ist dauert es selbst im optimalsten Szenario vermutlich gut 10 Jahre....



Schwarzwälder

Re: [BW] Hochrheinbahn: Land kritisiert Bund scharf

geschrieben von: VT

Datum: 09.01.19 13:02

da ging es leider nur um die Finanzierung der Planung.
Es ging damals schon um die konkreten Bauarbeiten.

Die Kosten der Planung sind unten im Artikel erwähnt:

"Da die Planungen, die rund zehn Millionen Euro kosten werden, mit fünf Millionen Euro aus den Mitteln des Interreg-Programmes der Europäischen Union unterstützt wird, war auch Utz Remlinger vom Regierungspräsidium Tübingen anwesend, bei dem das Interreg-Programm angesiedelt ist."


Siehe auch hier:
[schwarzelühr-sutter.de]


Schwarzwälder



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 14:53.

Re: [BW] Hochrheinbahn: Land kritisiert Bund scharf

geschrieben von: Marienfelde

Datum: 09.01.19 16:16

Schwarzwaelder schrieb:
Es ging damals schon um die konkreten Bauarbeiten.

Die Kosten der Planung sind unten im Artikel erwähnt:

"Da die Planungen, die rund zehn Millionen Euro kosten werden, mit fünf Millionen Euro aus den Mitteln des Interreg-Programmes der Europäischen Union unterstützt wird, war auch Utz Remlinger vom Regierungspräsidium Tübingen anwesend, bei dem das Interreg-Programm angesiedelt ist."


Siehe auch hier:
[schwarzelühr-sutter.de]


Schwarzwälder
Das GVFG-Bundesprogramm ist bis jetzt (für ein Land mit über 80 Mio. Menschen) ja nicht sonderlich groß. Mit ihm sollen "große" kommunale Vorhaben (Straßen-/Stadtbahnen, Hoch- und Untergrundbahnen) gefördert werden. Eine Verwendung dieser Mittel für den Ausbau bundeseigener Eisenbahnstrecken (die, wie hier, auch keine S-Bahnstrecken sind) ist daher nicht unbedenklich.

Im BSWAG ist zur Zeit ein Anteil von 20% für Nahverkehrsstrecken des Bundes vorgesehen. Es ergibt sich die Frage, wieso für die Masse des "Staatsbahnnetzes" nur 20% der Mittel vorgesehen sind, während für den relativ kleinen Anteil der Fernverkehrsstrecken 80% reserviert sind. Hier scheint mir eine Änderung der Quoten geboten zu sein,

Marienfelde.

Re: [BW] Hochrheinbahn: Land kritisiert Bund scharf

geschrieben von: bollisee

Datum: 09.01.19 16:26

Marienfelde schrieb:
@ Honigbiene: Na gut, die grundsätzlichen Positionen sind ja bekannt. Folgendes ist mir dazu eingefallen: Der derzeitige Bundestag besteht aus 709 Mitgliedern, von denen 399 auf die drei Koalitionsparteien entfallen. 54 Koalitionsabgeordnete kommen aus Baden-Württemberg, davon entfallen 38 auf die CDU und 16 auf die SPD.

Ohne die Koalitionsabgeordneten aus dem "Ländle" gibt es zum Beispiel keinen Bundeshaushalt. Eine gemeinsame Initiative der Landesgruppen von CDU und SPD mit dem Ziel, die Elektrifizierung der Hochrheinbahn (anteilig) vom Bund fördern zu lassen, wäre daher womöglich zielführend.

Ich denke, die Elektrifizierung der Hochrheinbahn ist für das Land Baden-Württemberg nicht unwichtig. Also sollten sich die Volksvertreter aus diesem Land melden - und zwar so, daß sie gehört werden müssen,

meint Marienfelde
Der Bundestag hat in dem Sinne auch bereits schon einmal Muskeln spielen lassen. Obwohl das Bundesverkehrsministerium jede Veränderung bei der Gäubahn bis aufs Messer bekämpft hat, hat der Bundestag ins Blaue hinaus mal eben 500 Millionen für die Gäubahn bereitgestellt. Sicher ein großer Affront gegen das Bundesverkehrsministerium durch das Parlament. Aber da man nichts mehr von irgendwelchen Planungen etc. hört, gehe ich davon aus, dass man das im Bundesverkehrsministerium aussitzen will. Der Bundestag ist also durchaus am Ball. Aber da das deutsche Parlament ein wenig mehr als nur Bahnstrecken zu beraten hat, so muss schon ein großer Leidensdruck entstehen, dass die Legislative der Exekutive mal wieder auf die Finger klopft. Gar so einfach, wie Du Dir das vorstellst, ist das nicht.

Aktueller IST-Stand

geschrieben von: 146 227

Datum: 09.01.19 17:09

Schwarzwaelder schrieb:
146 227 schrieb:
An der Strecke fehlen Üst und auf dem 1-Gleisigen Abschnitt sind 2 Kreuzungsbahnhöfe nötig.
Wäre es so ein grosser Aufwand, die entsprechenden Weichen halt wieder einzubauen? Da wäre doch schon viel gewonnen.


Bis die Strecke elektrifiziert ist dauert es selbst im optimalsten Szenario vermutlich gut 10 Jahre....



Schwarzwälder
Die Strecke soll mit dem Ziel 12/2026* fertig sein. Bei 3 Jahren Bauzeit muss also Anfang 2023 das ganze laufen. Das sind 4 Jahre Planungszeit. Die Finanzierung ist im September 2017 unterzeichnet worden.
[bauprojekte.deutschebahn.com] Dort wird auch seit dem 4. Quartal die Maßnahme aufgeführt. Im Prinzip ist der Artikel und das ganze was dazu gehört nur ein Schwarzes Peter-Spiel was gewisse Politik-Personen am Hochrhein angefangen haben und nun der relativ guten Landesregierung in die Suppe spucken wollen, da sie ja nicht mehr mit drin sitzen wie noch vor 3 Jahren..

Für diese Maßnahmen ist aber auch wieder der komplette Umfang (Planfeststellung usw) nötig und natürlich die Preisfrage: "Wer zahlts?" DB Netz/S&S? Glaubst wohl selber nicht die lassen gefühlt Bahnhöfe verrotten wo kein Fernzug hält. Schau dir mal die Gäubahn an da ging was die letzten Jahre. (Zwar mit Land/Kommunaler Unterstützung aber recht schnell und in größerem Umfang).

*Bezieht sich auf Verkehrsverträge und eingesetztes Fahrzeugmaterial.

Gruß

Vollwertige Wandfensterplätze - im ICE4 - auch in der 1. Klasse!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 17:11.

Re: [BW] Hochrheinbahn: Land kritisiert Bund scharf

geschrieben von: Leuchtmelder

Datum: 09.01.19 17:42

Hallo,

leider wäre die Aufnahme der Elektrifizierung von Hochrhein- und Bodenseegürtelbahn (Basel Bad Bf-Friedrichshafen) in den BVWP keine Garantie für die tatsächliche Durchführung des Projekts. Auch das Papier, auf das dieser Plan gedruckt ist, kann mitunter sehr geduldig sein. Hilfreich wäre es meinen Augen dennoch.

Denn eines muss BaWü klar sehen: Wenn man in der Verkehrspolitik in Bezug auf die Eisenbahn sich weiterhin an das Vorbild Schweiz anlehnen und einen flächendeckenden ITF unter Fahrdraht aufbauen möchte, dann muss man tricksen und diplomatische Haken schlagen.

Wer da auf den Bund als Finanzier wartet hat als Minister sein Amt nicht mehr inne, bevor auch nur das Geringste durchgesetzt ist.

BaWü hat als recht wohlhabendes Bundesland und mit der Möglichkeit die noch wohlhabendere Schweiz ins Boot zu holen für diese beiden Strecken mehrere Asse im Ärmel. Wenn man den Streckenausbau wirklich will, kann man sie spielen. Oder man stänkert nur gegen den Bund und verbirgt damit die eigene Unentschlossenheit, das Projekt durchzusetzen. Wobei diese Unentschlossenheit genauso wie beim Bund auf den endlichen finanziellen Mitteln beruhen kann.

Bei der Finanzierung der Planung der Elektrifizierung hat der Verkehrsminister bereits getrickst. Weiter geht es vermutlich ähnlich wie bei der Südbahn: Land und Kreise springen ein, in diesem Fall auch die Schweiz.

Die Schweiz war sogar bei der Elektrifizierung der Rheintalbahn in den 50er Jahren finanziell mit von der Partie. Sie ist eindeutig ein As.

Die Liste weiterer Ärmel-Asse ist lang:

1. Man lässt über das Bundesverfassungsgericht die Finanzierung der Ausbauten von bundeseigenen Bahnstrecken klären. Ob DB-Fernverkehr darauf Leistungen anbietet sagt nur sehr bedingt etwas über die Sinnfälligkeit des Ausbaus aus. Aber die Diskrepanz in der Bewertung und Förderung von Bundesstraßen und Bahnlinien sollte doch mal grundsätzlich geklärt werden.

2. Man könnte verhandeln, dass man bei Finanzierung von Ausbauten einer Strecke hinterher ein geringeres Trassenentgelt zu zahlen hat. Man kann DB-Netz nicht Millionen schenken ohne Gegenleistung. Das ist DB-Netz zwar gewohnt, aber damit muss Schluss sein. Denn so wandern seit langer Zeit regionale Mittel auf wundersame Weise zurück zum Bund. So eine Situation wäre beim Straßenbau undenkbar. Warum regt sich da seit Jahren niemand auf?

3. Man könnte einen Gesamtvertrag Elektrifizierung/Verkehrsleistung mit der Schweiz schliessen. Darin könnte man Zückerchen unterbringen wie z.B. die Vergabe von Bauaufträgen an schweizer Unternehmen, Verkehrsleistungen an die SBB und den Einsatz von Fahrzeugen aus schweizer Produktion. Auch das Interesse von BaWü und Schweiz beim S-Bahn-Ausbau der Regio Basel ließe sich da unterbringen.
Versteckt könnte man sich dabei einigen über das Thema Fluglärm hinsichtlich Zürich-Kloten und andere bilaterale Themen.

4. Bei diesen Strecken spielt das Thema Abgrenzung Fern- und Regionalverkehr ebenso rein wie auf der Gäubahn, wenn auch sicher in geringerem Maße. Vieles spricht dafür wie dort ein tarifliches und auf Komfort bezogenes Zwitterwesen zu installieren. Im Grunde ist der IRE schon ein solches, wenn auch nicht konsequent zu Ende gedacht. Er ist RE und IR. Wie wäre es mit einem ICR (Intercity-Regional) - ein Zug der versucht, optimal regionale und überregionale Verkehrsbedürfnisse zu befriedigen ganz ohne tarifliches Hickhack, aber mit großer Zuverlässigkeit und Komfort. Diese Idee liesse sich an den beiden Strecken modellhaft testen und zu einem bundesweiten Vorbild ausbauen. Der Streit, ob Basel-Ulm Fernverkehr ist, könnte ad acta gelegt werden.
Auf eine klare Lösung des Problems der Zuständigkeiten von Fern- und Nahverkehr kann man sicher noch lang warten. Auch hier bleibt einem nur übrig Asse aus dem Ärmel zu ziehen, wenn man Veränderungen im Amt noch erleben will.

5. Warum die Regionen nicht massiv einbeziehen bei der Gestaltung von Zubringerverkehren, touristischen Ideen und bei der Pflege und Nutzung von Bahnhöfen. Da gibt's viele Möglichkeiten, die Gemeinden mit ins Boot zu holen.

Ich habe den Eindruck, dass Minister Hermann versteht wie man spielen muss, um seine Ziele zu erreichen. Und das in einem Land mit viel Autoindustrie und entsprechender Lobby.

Gruß Klaus
Leuchtmelder schrieb:
Ich habe den Eindruck, dass Minister Hermann versteht wie man spielen muss, um seine Ziele zu erreichen. Und das in einem Land mit viel Autoindustrie und entsprechender Lobby.

Gruß Klaus
Erzähl den Menschen am Hochrhein lieber nichts von einer angeblichen Autolobby.
Die warten schon seit 50 Jahren auf die Hochrheinautobahn und bis auf ein paar Teilstücke ist in dieser langen Zeit nichts entstanden. Da ist der Berliner Flughafen nichts dagegen ;-)
Es ist abzusehen, daß die A98 auch in weiteren 50 Jahren nicht fertig sein wird, allerdings sind auch hier die lokalen Politiker nicht immer unschuldig daran gewesen.
Die Gründer der Bürgerinitiative, die in den 70er, 80er Jahren ihre Pro-A98 Tafeln an die überlastete Bundesstrasse stellten, sind mittlerweile jerdenfalls fast alle bereits gestorben :-(

[de.wikipedia.org]

Ich fürchte, mit der Elektrifizierung wird es ähnlich laufen. Das Ganze kam ja ohnehin erst "in die Gänge", als die Schweiz die Mitfinanzierung anbot.
Ich habe manchmal den Eindruck, daß man im Grunde weder in Stuttgart noch in Berlin einen wrklichen Bedarf dafür sah und sieht.


Schwarzwälder



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 18:39.

Re: [BW] Hochrheinbahn: Land kritisiert Bund scharf

geschrieben von: Marienfelde

Datum: 09.01.19 18:44

bollisee schrieb:
Marienfelde schrieb:
@ Honigbiene: Na gut, die grundsätzlichen Positionen sind ja bekannt. Folgendes ist mir dazu eingefallen: Der derzeitige Bundestag besteht aus 709 Mitgliedern, von denen 399 auf die drei Koalitionsparteien entfallen. 54 Koalitionsabgeordnete kommen aus Baden-Württemberg, davon entfallen 38 auf die CDU und 16 auf die SPD.

Ohne die Koalitionsabgeordneten aus dem "Ländle" gibt es zum Beispiel keinen Bundeshaushalt. Eine gemeinsame Initiative der Landesgruppen von CDU und SPD mit dem Ziel, die Elektrifizierung der Hochrheinbahn (anteilig) vom Bund fördern zu lassen, wäre daher womöglich zielführend.

Ich denke, die Elektrifizierung der Hochrheinbahn ist für das Land Baden-Württemberg nicht unwichtig. Also sollten sich die Volksvertreter aus diesem Land melden - und zwar so, daß sie gehört werden müssen,

meint Marienfelde
Der Bundestag hat in dem Sinne auch bereits schon einmal Muskeln spielen lassen. Obwohl das Bundesverkehrsministerium jede Veränderung bei der Gäubahn bis aufs Messer bekämpft hat, hat der Bundestag ins Blaue hinaus mal eben 500 Millionen für die Gäubahn bereitgestellt. Sicher ein großer Affront gegen das Bundesverkehrsministerium durch das Parlament. Aber da man nichts mehr von irgendwelchen Planungen etc. hört, gehe ich davon aus, dass man das im Bundesverkehrsministerium aussitzen will. Der Bundestag ist also durchaus am Ball. Aber da das deutsche Parlament ein wenig mehr als nur Bahnstrecken zu beraten hat, so muss schon ein großer Leidensdruck entstehen, dass die Legislative der Exekutive mal wieder auf die Finger klopft. Gar so einfach, wie Du Dir das vorstellst, ist das nicht.
Das Wort "einfach" kommt in meinem Beitrag nicht vor - was kein Zufall ist. Geschenkt gibt es ohnehin nichts im Leben. Im Grunde bräuchte man für das oben beschriebene Vorhaben genau einen Koalitionsabgeordneten, am besten aus der stärksten Regierungsfraktion (der CDU), der die Angelegenheit konsequent vorantreibt.

Nehmen wir zum Beispiel den Kollegen aus dem Wahlkreis 287 (Konstanz) - Vorsitzender der CDU-Landesgruppe mit einem "sicheren" Wahlkreis (solange er die Unterstützung in seinem Wahlkreis hat, kann er seitens der Fraktions- bzw. Parteispitze nicht "abgesägt" werden). Wenn man diesen Kollegen für so ein Vorhaben gewinnen könnte, würden sich die "Elektrifizierungschancen" am Hochrhein sicher erhöhen.

Nochmal ein anderer Gedanke zur "Hörbarmachung" solcher Anliegen: Leute aus diesem Forum mit regionalem Bezug zur Strecke wenden sich mit zwei Fragen an alle 96 (?) Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg.
Die erste Frage wäre die, ob eine Elektrifizierung der Hochrheinbahn für sinnvoll gehalten wird, die zweite Frage die nach dem Weg zur Elektrifizierung.

Vielleicht gibt es andere und bessere Ideen - die Hauptsache ist ja, derlei Vorhaben politisch durchzusetzen. Die "Schienenfreunde" sollten sich viel mehr bemerkbar machen,

meint Marienfelde.

Seltsame Definition

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 09.01.19 19:24

103612 schrieb:
2) Wer Waldshut-Ulm oder Basel-Ravensburg fährt ist regional unterwegs. Überregional würde ich das nicht nennen.
Warum sind deiner Meinung nach nur Fahrgäste, die in Grosstädten in den Zug steigen Fernverkehrfahrgäste, während Reisende ab kleineren Städten den selben Zug trotzdem Regionalverkehr sind? Basel-Ulm stundelang in ICE scheinst du gerade noch irgendwie gerade noch als als Fernverkehr akzeptieren zu wollen...

Und wer will schon alles nach Ulm? Viele wollen weiter nach z.B. München oder Nürnberg etc.

Wenn Basel-Ulm Fernverkehr in deinen Augen ist, dann ist Rheinfelden-München das erst recht. Und auch bei den Fahrkarten dürften vergleichsweise viele Reisende im IRE mit Fernverkehrsfahrkarten unterwegs sein...

Basel-Ulm ist im IRE heute typischerweise über 30 min schneller als via Stuttgart. Kommt halt auf die Anschlüsse an. Auch mit NBS Stuttgart-Ulm wird man da wohl meist nicht an den IRE herankommen, da benötigt man schon zusätzlich einen Ausbau im Rheintal.

Anderseits ist die Elektrifizierung hier natürlich kontraproduktiv wegen dem geplanten Verzicht auf Neigetechnik, dadurch verlängert sich die Fahrzeit mit dem IRE um ca. 15 min und erst dadurch würde es via Stuttgart schneller.
Allerdings kommt es auch auch darauf an, ob das BaWü die Allgäustrecke sabotieren will oder Anschlüsse herstellen will, via Allgäu wäre es zukünftig bei Anschlussherstellung 15-20 min schneller als via Ulm, der schnellste Weg Basel Bad Bf-München wäre dann selbst bei Fahrzeitverlängerung wegen Elektrifizierung weiterhin via Friedrichshafen, aber nicht mehr via Ulm.

Da eine Elektrifizierung so schnell nicht kommt, hoffe ich immer noch auf Einsicht bezüglich Neigetechnik. Wenn das Land sich nun selbst um elektrische Neigezüge für die Gäubahn kümmern will, dann würde eine verkürzte Version für Basel-Lindau die Seriengrösse erhöhen und den Stückpreis reduzieren :-). Setzt natürlich auch eine Elektrifizierung Radolfzell-Friedrichshafen voraus, aber dann wären längere Fahrzeiten und schlechtere Anschlüsse vom Tisch.

Gruss

Florian

Re: [BW] Hochrheinbahn: Land kritisiert Bund scharf

geschrieben von: VT

Datum: 09.01.19 20:18

soweit ich weiß liegt der fehlende Ausbau der Autobahn aber auch daran, dass die Schweiz jede Führung einer deutschen Autobahn, bzw einer Autobahn deutscher Ausführung, über ihr Staatsgebiet ablehnt. Eine Umfahrung der schweizer Gebiete wäre aber baulich anspruchsvoll und abseits der Siedlungen. Man müsste dann dann von Lauchringen irgendwie das Wutachtal hoch über den Randen und dann wieder runter nach Hilzingen. Wie man dann den Jesettter Zipfel anbindet ist die andere Frage. Wahrscheinlich gäbe es dann eine Sauschwänzleautobahn.

Die Schaffhauser wollen halt mit dem Zug fahren :-)

Re: [BW] Hochrheinbahn: Land kritisiert Bund scharf

geschrieben von: Flow2go

Datum: 09.01.19 23:44

VT schrieb:
Wahrscheinlich gäbe es dann eine Sauschwänzleautobahn.

Gibt es schon längst:
Wenigstens gemessen am zwischenzeitlich autobahnähnlichem Aufkommen von Schwerlastverkehr, der sich auf der B314 in Grimmelshofen mit Tempo 20 unter dem Bahngleis der Sauschwänzlebahn durchschlängelt ... ;-)

Dass die Schweizer im Raum Klettgau / Schaffhausen an die Hochrheinautobahn andocken, werden wir die nächsten 40 Jahre, sprich überhaupt nicht mehr, erleben können ...
Neues? über Kosten und Finanzierung und konkreteres bereits zum Fahrplan...

[www.badische-zeitung.de]




Schwarzwälder

Halbstundentakt Basel-St.Gallen?

geschrieben von: VT

Datum: 13.01.19 20:20

den gönne ich der Hochreinstrecke ja sehr.

Aber ich bin sehr gespannt wie man das auf der Strecke Konstanz Singen unterbringen wird. Ich hätte maximal mit einem Stundentakt gerechnet.

Zwischen Radolfzell und Singen fahren dann innerhalb einer Stunde:
Schwarzwaldbahn stündlich
Seehas halbstündlich
Hochrhein halbstündlich
Seehänsle stündlich
RE Bodenseegürtelbahn stündlich
Also sieben Fahrten in einer Stunde je Richtung. Welche Zugfolge erlauben denn die Blockabschnitte?

Bei einem vollen Knoten in Singen wird das nicht trivial die Züge alle dort unter zu bringen.

Auch die Konstanzer Rheinbrücke wird spannend.
Dort gibt das dann in der Stunde fünf Fahrten (2xSeehas,2xHochrhein,1Schwarzwaldbahn) je Richtung. Das heißt die Brücke ist zehnmal belegt. Jeder Zug hat dann rechnerisch sechs Minuten. Planmäßige Fahrzeit aktuell sind zwei bis drei Minuten.
Sechs Minuten vom Stellen der Ausfahrt in Konstanz bis an den Bahnsteig in Petershausen wird meiner Meinung nach sportlich. Auf die drei Minuten Fahrzeit kommen noch die Umlaufzeiten der Weichen und das öffnen und schließen der drei Bahnübergänge und die Zugabfertigung dazu.

Re: Halbstundentakt Basel-St.Gallen?

geschrieben von: 146 227

Datum: 13.01.19 20:34

VT schrieb:
den gönne ich der Hochreinstrecke ja sehr.

Aber ich bin sehr gespannt wie man das auf der Strecke Konstanz Singen unterbringen wird. Ich hätte maximal mit einem Stundentakt gerechnet.

Zwischen Radolfzell und Singen fahren dann innerhalb einer Stunde:
Schwarzwaldbahn stündlich
Seehas halbstündlich
Hochrhein halbstündlich
Seehänsle stündlich
RE Bodenseegürtelbahn stündlich
Also sieben Fahrten in einer Stunde je Richtung. Welche Zugfolge erlauben denn die Blockabschnitte?

Bei einem vollen Knoten in Singen wird das nicht trivial die Züge alle dort unter zu bringen.

Ich glaube du verwechselst was der Halbstundentakt des RE wird nur zwischen Radolfzell und Basel gefahren es wird dann Stündlich nach St. Gallen bzw. Friedrichshafen gefahren. Das Seehänsele fährt nur in Tagesrandlage nach Singen sonst nicht.
Stündlicher RE Konstanz - Karlsruhe
Stündlicher RE St. Gallen - Basel
Stündlicher RE Friedrichshafen - Basel (bis der Fahrdraht hängt Radolfzell - Basel)
Halbstündlicher Seehas Konstanz - Singen - Engen.
Stündlicher IC aus Stuttgart nach Schaffhausen mit dem Fahrplan wird der IRE eh um 15min gedreht (SH 00/30). Ob die Durchbindung nach St. Gallen wirklich direkt realisiert hängt von so vielen Punkten ab. (Gleisbelegung Bahnhof Konstanz, Fahrlage ab Singen -> xx:15, Trassenkonflikte)

Vollwertige Wandfensterplätze - im ICE4 - auch in der 1. Klasse!

Re: Halbstundentakt Basel-St.Gallen?

geschrieben von: VT

Datum: 13.01.19 20:49

ja das war auch mein Stand

Aber im Artikel steht folgendes:

Konkreteres gibt’s indes bereits zum Fahrplan. So werden die Interregiozüge (IRE) mit der Elektrifizierung vom Stunden- zum Halbstundentakt verdichtet und bis St. Gallen durchgebunden


Ich würde mich ganz ehrlich nicht wundern wenn es so käme.

Noch ist da ja keinerlei konkretes Planungsstadium erreicht. Es ist also noch alles in der Schwebe. Für die deutsche Seite hätte es den Charme, dass man sich die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn vorerst sparen kann (fände ich sehr schlimm) und die Schweizer hätte ihren üblichen Halbstundentakt. Für Überlingen, Oberschwaben und den Bodenseekreis wäre das natürlich eine Verschlechterung oder zumindest keine Verbesserung.

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