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Der Landesverkehrsminister von Baden-Württemberg will zusammen mit dem Arbeitsamt in die Lokführerausbildung einsteigen und wendet sich an Flüchtlinge als potenzielle Kandidaten. [www.stuttgarter-zeitung.de]
ChrisM schrieb:
Der Landesverkehrsminister von Baden-Württemberg will zusammen mit dem Arbeitsamt in die Lokführerausbildung einsteigen und wendet sich an Flüchtlinge als potenzielle Kandidaten. [www.stuttgarter-zeitung.de]
Wird eine entprechende Umschulung auch Arbeitslosen angeboten und wenn je, wieviele melden sich dafür bzw. warum nicht? Diese Frage stellt sich angesichts des Lokführermangels doch bundesweit.
Moinsen,

ich bin ein voll ausgebildeter Lokführer und ich darf nicht fahren weil ich hab Diabeties, ich bin gut eingestellt und bei allen Bahnärzten bekomme ich ein Nein!!!
Die hören nur Diabeties und schon, ist Schluß - vielleicht sollte ich mal vor der EU ein Verfahren ansteuern. Hallo, das ist doch das Problem...
Der Oschatzer Saarsachse

IVK - Fan
ChrisM schrieb:
Der Landesverkehrsminister von Baden-Württemberg will zusammen mit dem Arbeitsamt in die Lokführerausbildung einsteigen und wendet sich an Flüchtlinge als potenzielle Kandidaten. [www.stuttgarter-zeitung.de]
Endlich einer, der logisch und ohne Vorurteile mitdenkt! Danke!!

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Saarsachse schrieb:
Moinsen,

ich bin ein voll ausgebildeter Lokführer und ich darf nicht fahren weil ich hab Diabeties, ich bin gut eingestellt und bei allen Bahnärzten bekomme ich ein Nein!!!
Die hören nur Diabeties und schon, ist Schluß - vielleicht sollte ich mal vor der EU ein Verfahren ansteuern. Hallo, das ist doch das Problem...
Der Oschatzer Saarsachse
Das mit dem Diabetes kann ich dann halbwegs nachvollziehen, wenn du spritzen musst, wenn Du nur Tabletten brauchst gibt es keine Grund dazu.
Andererseits gibt es ja mittlerweile auch Busfahrer, die Insulin spritzen müssen und trotzdem fahren dürfen. Ich weiß nicht was da rechtlich anders ist. Hast Du Dich da mals schlau gemacht?
Saarsachse schrieb:
Moinsen,

ich bin ein voll ausgebildeter Lokführer und ich darf nicht fahren weil ich hab Diabeties, ich bin gut eingestellt und bei allen Bahnärzten bekomme ich ein Nein!!!
Die hören nur Diabeties und schon, ist Schluß - vielleicht sollte ich mal vor der EU ein Verfahren ansteuern. Hallo, das ist doch das Problem...
Der Oschatzer Saarsachse

Die Farce ist das das selbst in der ehem. DDR möglich war, Tf mit Diabetes, und die medizin. Versorgung war damals sicher noch nicht so weit wie heute. In meiner ehem. Dienststelle waren zwei Tf mit Diabetes im Einsatz, die hatten einen eigenen Dienstplan weil sie nur Tagschichten fahren durften.
15 Monate Ausbildung, wo andere 3 Jahre brauchen. Nur weil Lokführer dringend gebraucht werden. Das geht auf Kosten der Sicherheit.
Also warten wir ab, bis es den ersten Haufen gibt.


gruss eberhard
Zitat
15 Monate Ausbildung, wo andere 3 Jahre brauchen. Nur weil Lokführer dringend gebraucht werden. Das geht auf Kosten der Sicherheit.
Also warten wir ab, bis es den ersten Haufen gibt.
Dann zeig uns mal im Ausbildungsrahmenplan, wie lange so ein dreijähriger Azubi Tf-relevanten Tätigkeiten nachgeht.
Aus meinem Bekanntenkreis habe ich mehrfache Berichte über das Ausbildungsprogramm ab Frühjahr gehört. Es gibt entsprechende Angebote mit möglichen Förderzusagen.
Genau, da wird wie bei jeder anderen Berufsausbildung unmengen Zeit in der Berufschule mit Deutsch, Wirtschaftskunde, Religion, Sport, usw verblödelt... Das rein Bahnspezifische um Lokführer zu werden kann man locker in 10 Monaten machen, unter einfachen Bedingungen auch in 7 oder 6.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Signalschruber schrieb:
Zitat
15 Monate Ausbildung, wo andere 3 Jahre brauchen. Nur weil Lokführer dringend gebraucht werden. Das geht auf Kosten der Sicherheit.
Also warten wir ab, bis es den ersten Haufen gibt.
Dann zeig uns mal im Ausbildungsrahmenplan, wie lange so ein dreijähriger Azubi Tf-relevanten Tätigkeiten nachgeht.
Der Hauptnutzen vieler jahrelanger Ausbildungen ist der, dass der Arbeitgeber eine Arbeitskraft für 3 Jahre zum Spottpreis bekommt.
Saarsachse schrieb:
Moinsen,

ich bin ein voll ausgebildeter Lokführer und ich darf nicht fahren weil ich hab Diabeties, ich bin gut eingestellt und bei allen Bahnärzten bekomme ich ein Nein!!!
Die hören nur Diabeties und schon, ist Schluß - vielleicht sollte ich mal vor der EU ein Verfahren ansteuern. Hallo, das ist doch das Problem...
Der Oschatzer Saarsachse
Viel Spaß dabei. Wenn ein Arzt meint, daß du nicht tauglich bist für den Job, dann bist du es nicht. Und wenn das die Meinung nicht nur eines Arztes ist, sondern bei bestimmten Krankheiten allgemeinverbindlich gilt, dann ist es halt so. Und nein, es macht sicher niemandem Spaß wenn der Tf da vorne zusammenbricht, weil er im Stress vergaß sich zu spritzen. Sicherheit hat Vorrang und das kann halt dazu führen, daß bestimmte Personen halt für nicht tauglich erklärt werden.
ChrisM schrieb:
Der Landesverkehrsminister von Baden-Württemberg will zusammen mit dem Arbeitsamt in die Lokführerausbildung einsteigen und wendet sich an Flüchtlinge als potenzielle Kandidaten. [www.stuttgarter-zeitung.de]

Moin,

das ist aber alles nichts wirklich Neues. Die Qualifizierung zum Triebfahrzeugführer gibt es längst, genauso wie die Qualifizierung zum Berufskraftfahrer.

Hürde dürfte neben der zweifelsfreien gesundheitlichen Eignung eher der Sprachstand sein, selbst für den Berufskraftfahrer braucht man als Minimum ein Sprachniveau B2. Wer das aber erreicht hat, dem steht sowohl das eine als auch das andere offen. Und das gilt für alle, ob Flüchtling oder nicht.

Meint und grüßt

Andreas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.19 19:40.
Politiker neigen ja grundsätzlich zu populistischen Äußerungen.Herrmann hat wohl nur Kenntnisse bei Märklin und Fleischmann. Der vorgeschriebene 5 stündige psychologische Eignungstest (DB) erfordert schon ausreichende Sprach- und Schriftkenntnisse. Wenn diese erst einmal vorhanden sind wäre es durchaus möglich.
eberhard49 schrieb:
15 Monate Ausbildung, wo andere 3 Jahre brauchen. Nur weil Lokführer dringend gebraucht werden. Das geht auf Kosten der Sicherheit.
Also warten wir ab, bis es den ersten Haufen gibt.


gruss eberhard

Komisch in anderen Ländern der Erde wird nicht so ein Ausbildungsbrimborium zelebriert wie im deutschsprachigen Raum und die Menschen dort hausen auch nicht in Höhlen oder bauen massig Unfälle.
Ich finde gut, daß geflüchteten Menschen eine Perspektive zum Bleiben und zur Integration geboten wird.
Scheinbar haben einige (Ost)Deutsche damit ein Problem und sehen den "Ali" maximal im Dönerstand oder beim Dreck weg machen!

Man fragt nicht nach dem Staat, sondern kehrt selber!
eberhard49 schrieb:
15 Monate Ausbildung, wo andere 3 Jahre brauchen. Nur weil Lokführer dringend gebraucht werden. Das geht auf Kosten der Sicherheit.
15 Monate sind schon 50% mehr als vergleichbare Nicht-Flüchtlinge. Das mag dem Kulturwechsel geschuldet sein, an der mangelnden Vorbildung der Flüchtlinge liegt es eher nicht. Auch in Staaten, in denen derzeit Krieg geführt wird, gibt es Schulen, Lehrstellen und Universitäten.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
tmmd schrieb:
Saarsachse schrieb:
Moinsen,

ich bin ein voll ausgebildeter Lokführer und ich darf nicht fahren weil ich hab Diabeties, ich bin gut eingestellt und bei allen Bahnärzten bekomme ich ein Nein!!!
Die hören nur Diabeties und schon, ist Schluß - vielleicht sollte ich mal vor der EU ein Verfahren ansteuern. Hallo, das ist doch das Problem...
Der Oschatzer Saarsachse
Viel Spaß dabei. Wenn ein Arzt meint, daß du nicht tauglich bist für den Job, dann bist du es nicht. Und wenn das die Meinung nicht nur eines Arztes ist, sondern bei bestimmten Krankheiten allgemeinverbindlich gilt, dann ist es halt so. Und nein, es macht sicher niemandem Spaß wenn der Tf da vorne zusammenbricht, weil er im Stress vergaß sich zu spritzen. Sicherheit hat Vorrang und das kann halt dazu führen, daß bestimmte Personen halt für nicht tauglich erklärt werden.
Da merkt man, dass Du keine Ahnung hast, mit Verlaub.
Wenn er vergisst, sich zu spritzen, dann ist sein Blutzucker hoch. @#$%& für seinen Körper, aber ok.
Wenn er Insulin spritzt und vergisst, was zu essen und sein Blutzuckerspiegel zu weit absinkt, dann kann er "da vorne zusammenbrechen".

Finde ich gut!

geschrieben von: Lenoir

Datum: 07.01.19 20:56

Wenn auch die Herangehensweise ihre Macken hat: Erst SPNV ausschreiben und den (meist) günstigsten Bieter wählen. Und sich dann wundern, daß das neue EVU nicht genug Tf bekommt.
Sei es drum – das Kind liegt schon im Brunnen des Ausschreibungswahnsinns. Also muß man jetzt sehen, daß man es gebacken bekommt.
Und wenn sich engagierte und geeignete Leute unter Geflüchteten dafür finden: Warum nicht?

Schreibt ein "Biodeutscher", der heute seine Tauglichkeitsuntersuchung für denselben Job hatte.

Es grüßt
der Lenoir!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.19 20:56.
Servus!
Irgendwie war ja wieder klar, dass dümmliche Kommentare geschrieben wurden,
bevor man das Hirn einschaltete und mal drüber nachdachte.

1989 hat sich die Deutsche Bundesbahn mit der "Flüchtlingswelle" aus der ehemaligen DDR
gesund gestoßen und ihre großen Personalprobleme gelöst.

2015 sind eine Menge Flüchtlinge ins Land gekommen, und nicht alle sind ungebildet
und können/ sollen ihren Beitrag leisten!
Auf sowas kommt man natürlich nicht, wenn man ideologisch so verblendet ist,
dass selbst naheliegende Zusammenhänge negiert werden.

Wie bereits weiter oben geschrieben, gibt es zahlreiche Flüchtlinge, die als Kranken-/
Altenpfleger arbeiten oder eben als Busfahrer. Wenn die Qualifikation ausreicht,
warum nicht auch als Lokführer?

Dieser Weg muss beschritten werden, oder man kommt im autonomen Fahren
ganze Quantensprünge voran. Andernfalls ist demnächst keiner mehr da,
der den Job machen wird.

LG Torsten

Re: Finde ich gut!

geschrieben von: Null2

Datum: 07.01.19 21:03

Lenoir schrieb:
Wenn auch die Herangehensweise ihre Macken hat: Erst SPNV ausschreiben und den (meist) günstigsten Bieter wählen. Und sich dann wundern, daß das neue EVU nicht genug Tf bekommt.
Sei es drum – das Kind liegt schon im Brunnen des Ausschreibungswahnsinns. Also muß man jetzt sehen, daß man es gebacken bekommt.
Und wenn sich engagierte und geeignete Leute unter Geflüchteten dafür finden: Warum nicht?

Schreibt ein "Biodeutscher", der heute seine Tauglichkeitsuntersuchung für denselben Job hatte.

Es grüßt
der Lenoir!
Wie erklärst du dir dann die Tatsache daß auch DB Regio die Tf ausgehen?

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

So, so, so...

geschrieben von: Fdl Eggolsheim

Datum: 07.01.19 21:15

Hallo,

... und früher waren Tf mal Beamte....


Grundidee der Einstellung von Flüchtlingen als Tf bei der Bahn völlig okay: Aber bitte nur nach erfolgreicher Integration.

Mit Pfiff per Bahn!
Gruß
Fdl Eggolsheim

Nulla salus extra ecclesiam! Mein Stoßgebet, wenn ich mit der Eisenbahn verreise:
Lieber Gott, mach mich fromm,
dass ich mit ner 111 heimkomm.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.19 21:21.
Hallo Torsten

"Wenn die Qualifikation ausreicht, warum nicht auch als Lokführer?"

Genau das ist der springende Punkt. Wir Betriebs-Eisenbahner sind doch aktuell froh um jede Entlastung, solange sie nicht auf Kosten der Sicherheitsstandards und des Lohns geht.
Dank starker Gewerkschaften halte ich ein Lohndumping wie in anderen Verkehrs-Branchen üblich (noch) für unwahrscheinlich.

Wenn dagegen mangels Lokführern gar kein vernünftiger Bahnbetrieb mehr möglich ist, gefährdet das letztlich die Existenzberechtigung der Eisenbahn und somit alle Eisenbahner.

Persönlich habe ich mit ausländischen Kollegen noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, bis zum Tf haben es allerdings auch nur wenige gebracht.

Gruß, Fredy

Gruß, D 895 (SSH–SPSN–RLA–RK–MH)

Re: So, so, so...

geschrieben von: monza30

Datum: 07.01.19 21:22

Fdl Eggolsheim schrieb:
Hallo,

... und früher waren Tf mal Beamte....


deswegen hat man schon zu Bundesbahnzeiten den "TF light" geschaffen.... Lokrangierführer.... zuerst nur für Rangierdienste, die man allerdings schnell auf Zugfahrten innerhalb bestimmter Entfernungen ausdehnte. Und "ausdehnen" war dann wieder ein dehnbarer Begriff. Und da wurden dann nicht nur kurze Übergaben gefahren.
Und nein... nicht alle TF waren Beamte...

Re: So, so, so...

geschrieben von: Fdl Eggolsheim

Datum: 07.01.19 21:29

Hallo,

@monza30

Zitat
Und nein... nicht alle TF waren Beamte...
Das stimmt sogar. Mein Onkel hatte lange vor seiner Bürotätigkeit bei der Bahnmeisterei Forchheim als "Bundesbahner im Angestelltenverhältnis" die einzelnen Güterwaggons mit einer V 100 auf den einzelnen Bahnhöfen abgeholt und nach Forchheim (Oberfranken) gebracht. Somit war er Tf, wenn auch nur als Angestellter.

Mit Pfiff per Bahn!
Gruß
Fdl Eggolsheim

Nulla salus extra ecclesiam! Mein Stoßgebet, wenn ich mit der Eisenbahn verreise:
Lieber Gott, mach mich fromm,
dass ich mit ner 111 heimkomm.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.19 21:31.
Ich vermute mal das diesen Beruf schlichtweg wenige Menschen ausüben wollen,eine freie Tf Stelle zu besetzen dauert teilweise dreimal so lange wie bei anderen Berufen (Quelle: Bundesargentur für Arbeit).
De David schrieb:
Genau, da wird wie bei jeder anderen Berufsausbildung unmengen Zeit in der Berufschule mit Deutsch, Wirtschaftskunde, Religion, Sport, usw verblödelt...
Diese Zeit hättest du nutzen sollen...

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]
Der Springer schrieb:
Politiker neigen ja grundsätzlich zu populistischen Äußerungen.Herrmann hat wohl nur Kenntnisse bei Märklin und Fleischmann. Der vorgeschriebene 5 stündige psychologische Eignungstest (DB) erfordert schon ausreichende Sprach- und Schriftkenntnisse. Wenn diese erst einmal vorhanden sind wäre es durchaus möglich.
Da viele Flüchtlinge ja nun bald schon 4 Jahre oder länger im Land sind, dürfte es mit Sprachkenntnissen teilweise schon ganz gut aussehen, und in den anderen Fällen (mangelhafte Sprache) steht die Möglichkeit sicherlich nicht offen, so dass ich mir da gar keine Sorgen mache. Es sind ja wie bereits von anderen erwähnt auch Mitarbeiter z.B. aus Russland in DE bei den Bahnen beschäftigt. Ich schau gern die Videos von ananas747 auf YouTube, und obwohl er natürlich kein perfektes Deutsch spricht, kommt er wohl im Bahnverkehr gut klar – es ist ja kein Germanistikstudium, sondern man muss sich nur gegenseitig verstehen können.

Und wer kein Christ ist, fährt vielleicht auch gern mal ein paar Extraschichten an Weihnachten oder Ostern für die Kollegen. Wobei ich gelesen habe, dass manche Muslime (weil die Kinder von der Vorfreude der Mitschüler infiziert wurden) nun selbst eine Variante des Weihnachtsfests in der Familie feiern.

Ich halte das für eine gute Idee, die aber eigentlich selbstverständlich sein sollte, sobald die Voraussetzungen vorliegen. Wozu man dafür nun einen Minister braucht… Vielleicht gibt es ja irgendwelche unnötigen bürokratischen Hürden.
Hallo,

diesen psychologischen Eignungstest hat aber nur die DB. Wenn er aber bei einer anderen Firma eingestellt wird ist dieser nicht notwendig. Soll das Schulungsprogramm doch erst einmal anlaufen. Hinterher kann dann Bilanz gezogen werden. Und auch das erforderliche Sprachlevel zu erwerben ist bei Interesse kein Hexenwerk.

Grüße,
Lalu
Bei Interesse geht alles. Aber es ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Gerade auch, wo deutsch nicht gerade die einfachste Sprache ist, was ich mir von Bekannten und meiner Frau immer anhören "muss". Allesamt kommen auch aus dem englisch sprachigen Raum. Dort ist es eben etwas einfacher.

Bsp., welches ich letzens im Netz gefunden hatte:

Du = you
Sie = you
Ihnen = you
Ihr = you
Dich = you

Usw. usf...
Gibt da sicher noch mehr Beispiele

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: Tf erst nach Integration

geschrieben von: HPNuller

Datum: 07.01.19 22:42

Fdl Eggolsheim schrieb:
Grundidee der Einstellung von Flüchtlingen als Tf bei der Bahn völlig okay: Aber bitte nur nach erfolgreicher Integration.
Hallo Fdl Eggolsheim,

Was ist schreibst Du da für ein Schwachsinn? Wie soll denn Integration funktionieren, wenn wir den Menschen keine Möglichkeit (=Chance) bieten,
zu arbeiten? Wen die den ganzen Tag in Ihrer Unterkunft (oder Zimmer, Wohnung) verbringen bekommen sie einen Lagerkoller.
Daraus resultieren (nicht nur, sondern) auch die vielen tätlichen Übergriffe in diesen Einrichtungen...
Und Deutsch lernen sie auch nicht, wenn sie nur unter sich sind. Auch noch so viele Sprachkurse ersetzen nicht den Sprachgebrauch im Alltag und die
Begegnung mit "Einheimischen", der für die Sozialisierung (verstehen und anwenden dieser Alltäglichkeiten wie Grüßen, Händeschütteln,
Fahrscheinkauf vor Fahrtantritt).

Ich kenne einen jungen Syrer, der vor einem Jahr nur wenig Deutsch konnte. Der Junge Mann machte sechs Monate Praktikum
in einer Firma und hatte dort regelmäßig Kundenkontakt. Seit August hat er eine Ausbildungsstelle und sein Deutsch ist mittlerweile
richtig gut geworden, den Akzent wird er nicht los werden, aber er kann sich sehr gut verständigen und versteht auch die geäußerten Wünsche der Kunden
und kann ihnen prima helfen. So etwas nenne ich Integration!

Was Du forderst ist Blödsinn.

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!
Meine Tochter mit Abi hatte sich vor Jahren mal bei der Bahn beworben.
Großer Eignungstest, Medizincheck (wohl wegen Drogen usw.).
Angeblich alles gut gelaufen. Aber dann kann doch die Absage, es würden momentan keine Auszubildenden eingestellt etc.
Aber egal, das Studium war dann wohl klüger.
Sollen sie die Flüchtlinge nehmen, jedem seine Chance.
Bei der Hamburger Hochbahn wäre der Busverkehr ohne solche Arbeitskräfte nicht umsetzbar, zumindest bei den Bussen.
Der Zugbegleiter Lazarus hat es bei der Bahn auch geschafft, erst bei der NOB, jetzt bei DB Regio.

Unsinn...

geschrieben von: r1TschARTs

Datum: 07.01.19 22:48

In der Ausbildung darf man nicht alleine, wertschöpfend arbeiten. Dies gab es nur in absoluten Ausnahmefällen. EiBs sind eher richtig teuer als billig.
und es wird nicht ohne Konflikte gehen, bei Regeln, Gebräuchen und Verhaltensweisen, die für hier geborene selbstverständlich sind.
z.B. kann es regelmäßig "knirschen", wenn auf ein Mal eine Frau was zu sagen hat, das ist dann die erste Bewährungsprobe für den Integrationswillen.
Das ist im ersten Moment nicht weiter schlimm, kann aber die Weichen für den weiteren Weg stellen oder auch Anlass für einen längeren (ergebnisoffenen) Dialog sein.

Die Chance sollte man m.E. aber jedem geben, der willig ist, nachdem ihm auch die Begleitumstände seines künftigen Tuns erläutert hat.
So gesehen halte ich die Idee hinter den geäußerten Gedanken von Integration als Win/Win Situation für richtig.

Und am Ende, das gilt dann für Schutzsuchende wie vor Ort Geborene mit "Stammbaum" gleichermaßen, ist immer noch der jeweilige Mensch als Individuum ausschlaggebend, ob es jemand im Beruf zu was bringt, sich in die Gesellschaft einfügt und einbringt, eine Bereicherung oder Belastung ist ...

mfg
Nils




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.19 23:06.

Kann man machen, aber...

geschrieben von: r1TschARTs

Datum: 07.01.19 23:23

15 Monate für die Deutsche Sprache und Ausbildung zum Lokführer? Und wie steht es um die Vorbildung? Bei den Schnellbesohlungen sind ja gewisse Dinge Vorraussetzung. Schul -und Berufsausbildung z.B.
Und selbst dann sind die Durchfallquoten hoch. 15 Monate erscheint mir extrem Knapp. So lange dauert eine vernünftige Ausbildung alleine um einen einsatzbereiten Lokführer zu haben.

Ich denke, die Flüchtlinge die was in der Birne haben machen lieber was anderes, denn die Probleme des Berufes im allgemeinen sind für alle die gleichen.

Aber scheint ja alles kein Problem zu sein, wenn man sich die Beiträge hier so durch ließt.

Dem Ansehen des Berufes, sind solche Maßnahmen leider auch nicht besonders zuträglich. Aber das ist ja seit Jahren so gewollt. Fenster gucken und Knöpfe drücken. Wobei die Qualität der Auszubildenden häufig eh schon grotten schlecht ist. Wenn dann Flüchtlinge kommen, die Lust und auch was in der Birne haben, ist das vielleicht garnicht schlecht.
Ich bin gespannt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.19 23:33.

Re: Kann man machen, aber...

geschrieben von: 042 096-8

Datum: 07.01.19 23:36

Wo ist das Problem wenn alle Voraussetzungen, einschließlich Sprachkenntnisse passen. Selbst mit deutschen Dialekten kann es Probleme geben. Bei externen Bahnbauunternehmen wird es mit osteuropäischem Akzent schon mal schwierig , speziell bei schlechtem Handy-Empfang.

Re: Kann man machen, aber...

geschrieben von: r1TschARTs

Datum: 07.01.19 23:45

042 096-8 schrieb:
Wo ist das Problem wenn alle Voraussetzungen, einschließlich Sprachkenntnisse passen. Selbst mit deutschen Dialekten kann es Probleme geben. Bei externen Bahnbauunternehmen wird es mit osteuropäischem Akzent schon mal schwierig , speziell bei schlechtem Handy-Empfang.
Brauchen wir nicht drüber reden. Wenn die Vorraussetzungen stimmen, steht dem nichts im Wege. Nur, gerade da, sehe ich Probleme bei der angestrebten Zeit.
Und wie gesagt, man muss erstmal Flüchtlinge finden, die da auch Lust zu haben und sich das vorstellen können.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.19 23:46.
richtig.

Bei uns ist auch umfahren das Gegenteil von umfahren...

Interessantes Projekt

geschrieben von: E 44 051

Datum: 08.01.19 00:21

Hallo in die Runde,

ich finde es gut, dass hier eine Landesregierung auf das offensichtliche Unvermögen der beteiligten Akteure reagiert. Normalerweise sind dafür fähige Personalmanager zuständig, die den kurz-, mittel- und langfristigen Personalbedarf im Auge haben müssen, und entsprechend Lehrlinge und Quereinsteiger ausbilden (jeweils unter Berücksichtigung üblicher Durchfallquoten), die Fluktuation im Auge haben (altersbedingt, bezahlungsbedingt, eignungsbedingt...), natürlich auch unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation.

Dass die hier in Rede stehenden etwa 50 Menschen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind, sollte jedem klar sein, der realistisch denkt. Bitte auch noch die übliche Durchfallquote berücksichtigen.

Hausaufgaben für die EVU:
- Ausbildungsquote deutlich erhöhen (angepasst an die derzeit angespannte demografische Entwicklung, die sich durch die Flüchtlinge etwas entspannt, wenn sie entsprechend eingebunden werden)
- Bezahlung und weitere Leistungen deutlich erhöhen (Tarifvertrag ist Mindeststandard)
- Personalübergang bei Betreiberwechsel zu besitzstandswahrenden Konditionen.

Hausaufgaben für die Besteller:
- Forderung der Leistungen mindestens nach Tarifvertrag für die Arbeitnehmer der Bewerber
- Forderung einer Eigen-Ausbildungsquote des Bewerbers, die an der demografischen Entwicklung ausgerichtet ist, und die aktuelle Situation im Unternehmen berücksichtigt.
- Entsprechende höhere Gewichtung dieser Komponenten bei der Bewertung der Angebote

Hier könnte VM Hermann noch einmal richtig punkten. Wie es da aktuell in BW aussieht, weiß ich leider gerade nicht. Sollte dies schon der Fall sein, gilt das für die Bundesländer, die dieses noch nicht leben.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf

Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]
Im Busbereich ist das ja schon Gang und Gäbe bzw. Alltag. Ich habe auch gar nichts gegen ausländische Busfahrer.

ABER

Im Busbereich hat man das dazu genutzt um die Löhne auf einen möglichst niedrigem Niveau zu halten. Dazu sind die Busumläufe dann so gestrikt, dass die Busfahrer nach über 1 Stunde Fahrt eine 5 Minuten Kurzwende haben also im Verspätungsfall nicht mal ein Toilettengang drin ist.

Halten wir also fest.

Schlechte Bezahlung hoher Druck und dazu 100% Konzentration gefordert.

Das gerade die Grünen eine solche Politik noch unterstützen wundert mich sehr so was hätte ich eher von der FDP erwartet.
Moinsen,

das ist ja eben der Witz, ich nehme nur Tabletten und diese werden bald abgesetzt, weil ich mein Diabeties unter Kontrolle hab.
Aber alleine nur die Diagnose reicht, dank EU-Richtlinie.
Der Oschatzer Saarsachse

IVK - Fan
Für was? Meine Ausbildung war vom Niveau her weitgehend auf Hauptschüler ausgelegt, was damals auch noch der überwiegende Teil der Klasse war, entsprechend vieles was da gelernt wurde, wusste ich als Realschüler schon aus der 10. Klasse. Da haben wir lieber ab und zu in der Pause ein bisschen gekifft, dann war der Nachmittagsunterricht lustig :D

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Und in Syrien gbt es sogar eine nennenswerte Eisenbahn.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
De David schrieb:
Und in Syrien gbt es sogar eine nennenswerte Eisenbahn.

Für die Deutschland (in dem Fall korrekterweise die DDR ),die Wagen zwischen 1970 - 83 gebaut hat.

Frage zur psychologischen Eignungsuntersuchung

geschrieben von: Sperrfahrt

Datum: 08.01.19 06:51

Lalu schrieb:
Hallo,

diesen psychologischen Eignungstest hat aber nur die DB. Wenn er aber bei einer anderen Firma eingestellt wird ist dieser nicht notwendig. Soll das Schulungsprogramm doch erst einmal anlaufen. Hinterher kann dann Bilanz gezogen werden. Und auch das erforderliche Sprachlevel zu erwerben ist bei Interesse kein Hexenwerk.

Grüße,
Lalu
Hallo,

ist es tatsächlich so, dass nur die DB bei potentiellen Bewerbungen die psychologische Eignung überprüft?

Fodern Unternehmen ODEG, NEB, Dispo-Tf etc.
nicht den o.g. Nachweis?

Bisher dachte ich, das EBA setzt die Eignungsuntersuchung für alle zwingend voraus.

Grüße
Sperrfahrt
Strizie schrieb:
Im Busbereich ist das ja schon Gang und Gäbe bzw. Alltag. Ich habe auch gar nichts gegen ausländische Busfahrer.

ABER

Im Busbereich hat man das dazu genutzt um die Löhne auf einen möglichst niedrigem Niveau zu halten. Dazu sind die Busumläufe dann so gestrikt, dass die Busfahrer nach über 1 Stunde Fahrt eine 5 Minuten Kurzwende haben also im Verspätungsfall nicht mal ein Toilettengang drin ist.

Halten wir also fest.

Schlechte Bezahlung hoher Druck und dazu 100% Konzentration gefordert.

Das gerade die Grünen eine solche Politik noch unterstützen wundert mich sehr so was hätte ich eher von der FDP erwartet.
Nur weil es einige schwarze Schafe in einer Branche so machen, muss es ja nicht bedeuten, dass es alle so machen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Frage zur psychologischen Eignungsuntersuchung

geschrieben von: Lalu

Datum: 08.01.19 08:55

Hallo,

ja das ist richtig. [www.tuev-sued.de] Wobei der Test (vom hören/sagen) eben nicht überall so lang ist wie bei der DB.

Grüße,
Lalu

Edit: Wer zur DB wechseln möchte, muss auch den Test grundsätzlich noch einmal machen. Vorhergehende werden nicht anerkannt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.19 08:57.

Denk mal an Pforzheim...

geschrieben von: Pogg 3000

Datum: 08.01.19 09:51

Murrtalbahner schrieb:
Strizie schrieb:
Im Busbereich ist das ja schon Gang und Gäbe bzw. Alltag. Ich habe auch gar nichts gegen ausländische Busfahrer.

ABER

Im Busbereich hat man das dazu genutzt um die Löhne auf einen möglichst niedrigem Niveau zu halten. Dazu sind die Busumläufe dann so gestrikt, dass die Busfahrer nach über 1 Stunde Fahrt eine 5 Minuten Kurzwende haben also im Verspätungsfall nicht mal ein Toilettengang drin ist.

Halten wir also fest.

Schlechte Bezahlung hoher Druck und dazu 100% Konzentration gefordert.

Das gerade die Grünen eine solche Politik noch unterstützen wundert mich sehr so was hätte ich eher von der FDP erwartet.
Nur weil es einige schwarze Schafe in einer Branche so machen, muss es ja nicht bedeuten, dass es alle so machen.

...da wurden auch "mal schnell" 270 städtische Mitarbeiter "abgewickelt" und durch MA einer "DB-Tochter" ersetzt.
Lalu schrieb:
diesen psychologischen Eignungstest hat aber nur die DB. Wenn er aber bei einer anderen Firma eingestellt wird ist dieser nicht notwendig.
Die psychologische Eignungsuntersuchung (Startuntersuchung) ist Voraussetzung für die Erteilung des Führerscheins nach TfV, auch bei den Nicht-DB-EVU.

Lalu schrieb:
Wer zur DB wechseln möchte, muss auch den Test grundsätzlich noch einmal machen. Vorhergehende werden nicht anerkannt.
Das ist falsch. Wer die psychologische Eignungsuntersuchung bei einem für Untersuchungen nach TfV zertifizierten verkehrsmedizinischen Dienst gemacht hat und das Attest vorweisen kann, braucht sie vor einer Einstellung bei der DB nicht noch einmal zu wiederholen.

Gruß Peter

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird..
Winston Churchill
Das ist falsch. Wer die psychologische Eignungsuntersuchung bei einem für Untersuchungen nach TfV zertifizierten verkehrsmedizinischen Dienst gemacht hat und das Attest vorweisen kann, braucht sie vor einer Einstellung bei der DB nicht noch einmal zu wiederholen.

Gruß Peter

Das sehe ich anders und habe es von Bewerbern auch anders erfahren. Der Test wurde nicht anerkannt, da er nicht von der DB beauftragt wurde. Das gleiche mit dem gültigen Schein vom Bahnarzt. Und sie fahren deshalb weiter für private EVU, weil sie keine Lust haben den psychol. Test noch einmal zu wiederholen. Das mag vielleicht von den einzelnen Personalverantwortlichen/Struktureinheiten unterschiedlich gehandhabt werden.

Grüße,
Lalu
Ja so verbaut sich die DB selbst Möglichkeiten und wundert sich nacher über den Personalmangel... pro move...
Ich würde auch nie zu solch einer Firma gehen. Denn wozu sollte ich mir das nochmal antun, ich hab den Test damals bestanden und habe "Tüv" vom Bahnarzt und sogar 2 gültige Führerscheine (TfV und VDV), was will man denn noch mehr? Andere Unternehmen spinnen da auch nicht so herum, gibts ein bisschen Dienstunterricht bezüglich des Betriebsinternen BRW, und wegen der Besonderheiten der Fahrzeuge, Streckenkunde, und dann gehts direkt los.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Frage zur psychologischen Eignungsuntersuchung

geschrieben von: De David

Datum: 08.01.19 13:37

Doch natürlich fordern die anderen EVU auch den Nachweis, aber man muss den Test nicht nochmal machen, sondern einfach nur einen Wisch vorlegen daß man ihn mal gemacht und bestanden hat.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Tf erst nach Integration

geschrieben von: Fdl Eggolsheim

Datum: 08.01.19 15:01

Hallo HPNuller ,

Zitat
Hallo Fdl Eggolsheim,

Was ist schreibst Du da für ein Schwachsinn? Wie soll denn Integration funktionieren, wenn wir den Menschen keine Möglichkeit (=Chance) bieten,
zu arbeiten?
Wen die den ganzen Tag in Ihrer Unterkunft (oder Zimmer, Wohnung) verbringen bekommen sie einen Lagerkoller.
Daraus resultieren (nicht nur, sondern) auch die vielen tätlichen Übergriffe in diesen Einrichtungen...

Und Deutsch lernen sie auch nicht, wenn sie nur unter sich sind. Auch noch so viele Sprachkurse ersetzen nicht den Sprachgebrauch im Alltag und die
Begegnung mit "Einheimischen", der für die Sozialisierung (verstehen und anwenden dieser Alltäglichkeiten wie Grüßen, Händeschütteln,
Fahrscheinkauf vor Fahrtantritt).

Ich kenne einen jungen Syrer, der vor einem Jahr nur wenig Deutsch konnte. Der Junge Mann machte sechs Monate Praktikum
in einer Firma und hatte dort regelmäßig Kundenkontakt. Seit August hat er eine Ausbildungsstelle und sein Deutsch ist mittlerweile
richtig gut geworden, den Akzent wird er nicht los werden, aber er kann sich sehr gut verständigen und versteht auch die geäußerten Wünsche der Kunden
und kann ihnen prima helfen. So etwas nenne ich Integration
Auch ich sehe es als Problem an, dass es viele Flüchtlinge gibt, die gerne arbeiten wollen aber nicht dürfen.
Andere Asylbewerber haben gerade eine erfolgreiche Ausbildung abgeschlossen, werden jedoch unverschämterweise mit dem nächsten Flieger abgeschoben. Das kann und darf einfach nicht sein!
Die Integration an sich kann aber durchaus im Vorfeld in Form von Arbeit in sozialen Einrichtungen unterstützt und gefördert werden. Es gibt viele Kinder in den Kindergärten, die es freuen würde, wenn sich ein junger Asylbewerber mit ihnen beschäftige. Ich selbst habe ein soziales Praktikum in einer katholischen Einrichtung absolviert und kann daher sagen, dass es den kleinen Kindern eigentlich total wurscht ist, ob die junge "Ergänzungskraft" (so wird das genannt) Deutscher, Russe oder Syrer ist. Hauptsache, die Kinder haben einen Spielbetreuer.

Zur Person des Syrers: Syrer sind häufig Christen, die aber unter gesellschaftlichem Zwang unterdrückt leben oder in vielen Fällen sogar gezwungen werden, sich zum Islam zu bekennen. Ein Beispiel: In einer Ortschaft in der Nähe von Eggolsheim gibt es ein syrisches Ehepaar, der Mann ist 26 Jahre alt und Christ, die Gattin ist Muslima. Letztendlich leben beide friedlich zusammen im Ortskern nahe der katholischen Pfarrkirche. Der Syrer ist fleißiger Gottesdienstbesucher, auch seine beiden 4-jährigen Jungen sind römisch-katholisch. Im Gespräch mit ihm erfuhr ich, dass er als Jugendlicher von radikalen Islamisten gekidnappt wurde und unter den gesundheitlichen Folgen der unhygienischen Zwangsbeschneidung beinahe gestorben wäre. Er hat es trotzdem schwer krank nach Bayern geschafft und lebt nun schon seit zwei Jahren friedlich und gesund in der Gemeinde. Außerdem ist er bei einem Malerbetrieb angestellt und schuftet freiwillig Überstunden. Bevor er dort arbeitete, hatte er einige Monate soziale Arbeit im Kindergarten vollbracht.

Im Übrigen appelliere ich daher, die Flüchtlinge vor einer Berufstätigkeit tatsächlich in soziale Dienste zu übernehmen, damit zwischenmenschliche Werte erlernt werden. Gerade für jugendliche Flüchtlinge ist gerade das wichtig, befinden sie sich doch auch noch als junge Erwachsene in der Phase der sekundären Sozialisationsinstanz.

Nach gut neun Monaten gemeinnütziger Arbeit würde ich eine Aufnahme in ein festes Arbeitsverhältnis begrüßen.

Es gab jetzt schon einige Kommentare bezüglich ausländischer Busfahrer. Ich selbst kann da nur von guten Erfahrungen berichten. Mein Busfahrer, mit dem ich täglich fahre, ist Russe. Er ist erst vor 10 Jahren nach Deutschland gekommen, beherrscht die deutsche Sprache nahezu einwandfrei und kommt sogar mit dem oberfränkischen Dialekt zurecht. Wenn er einen besonders guten Tag hat, lässt er mich sogar direkt vor meiner Hofeinfahrt aussteigen, obwohl die Bushaltestelle noch ein paar Anwesen weiter weg ist.

Warum also sollte man Ausländern den Beruf des Tf vorenthalten?

Mit Pfiff per Bahn!
Gruß
Fdl Eggolsheim

Nulla salus extra ecclesiam! Mein Stoßgebet, wenn ich mit der Eisenbahn verreise:
Lieber Gott, mach mich fromm,
dass ich mit ner 111 heimkomm.
Saarsachse schrieb:
Moinsen,

das ist ja eben der Witz, ich nehme nur Tabletten und diese werden bald abgesetzt, weil ich mein Diabeties unter Kontrolle hab.
Aber alleine nur die Diagnose reicht, dank EU-Richtlinie.
Der Oschatzer Saarsachse
Damit hast Du eigentlich eine super Prognose, aber die Bahn bald keine Lokführer mehr, klar...
Welche EU-Richtlinie ist das?

Beitrag kräftig ausgeholzt!

geschrieben von: Heiko Focken

Datum: 08.01.19 22:05

Guten Abend!

Einige Diskussionsstränge setzen sich ja wohltuend kritisch-sachlich mit der Thematik auseinander. Und ja, dazu kann es gerne mehrere Meinungen mit guten Argumenten oder Fragestellungen geben. Das ist der Sinn eines Forums.

Andere Diskussionsstränge habe ich abgesägt. Statements und Anwürfe wie "Einfaltspinsel" (aber ohne Begründung, wieso) oder "Furz im Kopp" mögen bitte auf die User zurück fallen, die auf so einem Niveau "argumentieren". Dito sind jene politischen Grabenkämpfe in den Troll-Käfig entsorgt worden, die einmal mehr die Flügel von NPD und Marxisten-Leninisten berühren und ziemlich weit aus dem Lichtraumprofil der Eisenbahn heraus ragen.

Viele Grüße

Heiko

->Umläufe: 101, 218, 611, 628... / "Volker" fährt wieder / Bissiger Zug: erster Mireo unterwegs / Meldungenmeldungenmeldungen /
Das alles (und noch viel mehr) gibt es in der DREHSCHEIBE 293. Viel mehr wert als sie kostet!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.19 22:06.
Bei uns (ÖBB) habe ich schon einen Iraner als Beimann gesehen! Sehr fähig, und kann die Deutsche Sprache Einmalig!
Er war aber auch im Iran Lokführer, muss man dazu sagen.

Was ich noch dazu schreiben will, in Großbritannien gibt es als Lokführer ehem. Schwarz Afrikaner, Inder und Asiaten. Und alle sehr freundlich! Also warum nicht!

lg
Christian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 13:21.
1018003 schrieb:


Was ich noch dazu schreiben will, in Großbritannien gibt es als Lokführer ehem. Schwarz Afrikaner, Inder und Asiaten. Und alle sehr freundlich! Also warum nicht!

lg
Christian

Sicher aus den ehemaligen Kolonien, ist schwer mit hier zu vergleichen.

Re: Beitrag kräftig ausgeholzt!

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 09.01.19 18:27

Aber Heiko, Du mußt doch selbst nach nur ein bißchen Nachdenken zugeben, daß die Idee des Herrn Minister ein Schuß in den Ofen wird! Das ist leider nur Aktionismus, so nach dem Motto: "Seht her, wir Grünen tun was!" Aber dabei kann und wird nichts herauskommen, außer daß man sich als nächste "Volks"-Partei unglaubwürdig macht und deshalb die Politik(er)verdrossenheit noch weiter zunimmt.

Ich weiß ja, daß Du seit langem Deine Zelte im Ländle aufgeschlagen hast und beruflich in der Nahverkehrsbranche unterwegs bist. Es würde mich auch nicht wundern, wenn Du Winfried Hermann vielleicht sogar schon mal persönlich begegnet bist.
Auch wenn ich nicht alles für bare Münze nehme, was in Wikipedia steht - aber man mache sich mal den Spaß und lese sich den Artikel über Winfried Hermann durch. "Stärkung des Schienenverkehrs durch mehr Wettbewerb" - diese sich immer mehr als Totgeburt oder zumindest als Mißentwicklung erweisende Doktrin einerseits und die angestrebte Vorreiterrolle als Radfahrerland andererseits und andere utopische grüne Ideen - naja, da winkt man halt ab und ahnt doch gleich, woher der Wind weht. Sorry, da geht es mir mitnichten alleine so.

Was gab es nicht schon für tolle Programme - allesamt staatlich finanziert - Leute zu Lokführern umzuschulen. Und das waren nahezu ausschließlich deutsche Muttersprachler. Wieviele davon haben's doch gleich geschafft? Und wieviele davon sind heute noch dabei?

Außerdem wage ich, stark zu bezweifeln, ob man überhaupt eine nennenswerte Anzahl von geeigneten und interessierten Flüchtlingen finden wird. Erstens ist die Anzahl der Flüchtlinge in Deutschland ja nun wirklich nicht so dramatisch groß, wie uns gewisse rechte politische Kräfte als Teufel an die Wand malen wollen. Die Zahl derer, die wirklich hier bleiben wollen, ist dann auch noch mal um einiges kleiner.

Für mich bleibt's dabei: Es kreißt der Berg - und wird (noch nicht mal) eine Maus gebären!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.19 23:33.
Conrail-Bahner schrieb:
Ich finde gut, daß geflüchteten Menschen eine Perspektive zum Bleiben und zur Integration geboten wird.
Scheinbar haben einige (Ost)Deutsche damit ein Problem und sehen den "Ali" maximal im Dönerstand oder beim Dreck weg machen!
Weder kann ich diese Euphorie teilen, noch diese bösartige Behauptung so stehen lassen. Für die meisten (Ost)Deutschen (mich eingeschlossen), ist die Herkunft etc. völlig irrelevant, was bei mir zählt ist die Leistung und die entsprechende Einstellung zur Arbeit und zu diesem besonderen Beruf. Aufgrund meiner derzeitigen Tätigkeit habe ich tagtäglich mit vielen Lokführern zu tun, einen große Teil davon kenne ich sogar persönlich. Es ist ja nicht zu übersehen, dass seit einigen Jahren immer mehr Lokführer unterschiedlichster Herkunft auf deutschen Schienen ihren Dienst verrichten. Der überwiegende Teil (dazu zählen ausnahmslos!! Russen, Tschechen, Slowaken, Polen, Kasachen usw) passt auch sehr gut zu uns, da stimmt wirklich alles: Leistung, Einsatzbereitschaft, Kollegialität...
Was aber die neu zu uns gekommenen Kollegen aus dem, sagen wir es mal vorsichtig ausgedrückt, anderen Kulturkreis angeht, kann ich leider kaum positives berichten. Da stimmt weder die Leistung noch die Einsatzbereitschaft, kurzum es fehlt bei fast allen die richtige und notwendige Einstellung für diesen Beruf. Dass sich da oft die Zusammenarbeit mit den anderen Kollegen (insbesondere mit den weiblichen Kolleginnen) schwierig gestaltet, ist eigentlich sehr schade und ärgerlich, aber es ist nun mal die Realität. Mag sein, dass andere Kollegen in anderen EVU völlig andere Erfahrungen haben, trotzdem kann ich diese ganze Euphorie bei diesem Thema nicht teilen.





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 03:24.

Re: Beitrag kräftig ausgeholzt!

geschrieben von: VT

Datum: 10.01.19 07:24

Es geht bei dem Projekt weniger um die Eisenbahn als um die Erwerbsfähigkeit. Der VM hat nur als erstes "Hier!" gerufen als es darum ging ein Pilotprojekt umzusetzen. Das ist so eine Art Spurwechsel dem auch sein Koalitionspartner zustimmen kann. Genauso gut hätte es auch das Elektrohandwerk oder das Hotelgewerbe treffen können.

Das ist auch keine große Sache. Drei mal 15 Teilnehmer aufgeteilt auf sieben Unternehmen im Land. Da leistet bisher im Rahmen ihrer Möglichkeiten jede berufliche Schule mehr. Neu ist die Bezahlung bei der die Unternehmen nur rund 2000€ bezahlen und die Arbeitsagentur nochmal 700 drauflegen wird.

Für die Eisenbahn ist es ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn das Modell erfolgreich ist, bin ich mir Recht sicher, dass es auf andere Branchen ausgeweitet wird. In der Regel werden die Teilnehmer auch entsprechend gecoached und ausgewählt um so ein Pilotprojekt zum Erfolg zu fuhren.

Wen die Hälfte der Leute dabei bleibt, wäre das ja schonmal nicht verkehrt.

Re: Beitrag kräftig ausgeholzt!

geschrieben von: l0wside

Datum: 10.01.19 14:08

Heizer Jupp schrieb:
"Stärkung des Schienenverkehrs durch mehr Wettbewerb" - diese sich immer mehr als Totgeburt oder zumindest als Mißentwicklung erweisende Doktrin einerseits und die angestrebte Vorreiterrolle als Radfahrerland andererseits und andere utopische grüne Ideen - naja, da winkt man halt ab und ahnt doch gleich, woher der Wind weht.
Das Stichwort "Großer Verkehrsvertrag" ist dir aber bekannt? Der dazu geführt hat, dass man als BW-Bewohner in München immer ganz neidisch geguckt hat, was die da für neue und bunte Züge haben? Während in BW 50 Jahre alte Rotlinge klapperten?

Zitat:
Außerdem wage ich, stark zu bezweifeln, ob man überhaupt eine nennenswerte Anzahl von geeigneten und interessierten Flüchtlingen finden wird. Erstens ist die Anzahl der Flüchtlinge in Deutschland ja nun wirklich nicht so dramatisch groß, wie uns gewisse rechte politische Kräfte als Teufel an die Wand malen wollen.
In BW sind ca. 150.000 Flüchtlinge gelandet, Quelle: [www.lpb-bw.de]. Dass davon einige in der Lage sind, hinreichend Deutsch zu lernen und einen Zug zu fahren, ist keine grundsätzlich unrealistische Annahme.
Die IHK Stuttgart (die völlig unverdächtig ist, Sympathien für die Grünen zu hegen) haut in ihrem aktuellen Magazin in die gleiche Kerbe. Flüchtlinge, die Deutsch lernen und eine Ausbildung machen bzw. abschließen, werden bevorzugt abgeschoben, die kann man nämlich recht einfach einsammeln. Wer untertaucht, hat bessere Chancen, zu bleiben. [www.stuttgart.ihk24.de] - Seite 3 und Seite 8. Wenn wir also einigen derer, die bereit sind, sich einzubringen, bei der Bahn eine dauerhafte Chance geben, hat jeder etwas davon.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 14:10.
Ich wäre der Letzte, der integrationswilligen, geeigneten Bewerbern den Erfolg mißgönnen würde. Ganz im Gegenteil, wenn es denn DIE Perspektive schlechthin ist, dann soll's aber mal richtig losgehen mit der Ausbildung.

Dennoch vermag ich meine Erfahrungen nicht ganz zu vergessen...

Am besten, wir greifen das Thema in 5-6 Jahren noch mal auf und schauen, was aus der Idee geworden ist. Es werden noch Wetten angenommen...