DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Achtung: Werbung und Updatemeldungen für Websites werden gelöscht, bzw. ins Allgemeine Forum verschoben!
Links bitte mit kurzer Erklärung zum verlinkten Inhalt versehen, andernfalls werden diese entfernt.

Sylt: Wohin mit dem Autozugterminal?

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 07.12.18 11:28

Verstopfte Straßen, kilometerlange Staus – damit soll endlich Schluss sein. Um die Situation auf der Marschbahnstrecke zu verbessern, will das Bundesverkehrsministerium 221 Millionen Euro in die Marschbahn investieren. Dabei ist auch angedacht die Autoverladung umzusiedeln. In der letzten Sitzung des Ortsbeirats wurden neun Möglichkeiten präsentiert – die wohl aufwendigste und teuerste sieht den Bau eines Tunnels zwischen Keitum und Westerland vor.
[www.sylt1.tv] oder hier ausführlich gegen Bezahlung: [www.shz.de]
Ich finde, der Ansatz ist völlig falsch. Die Lösung kann nur darin bestehen, die Zahl der transportierten Autos nach Sylt deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Angebote zur Mobilität auf der Insel zu verbessern.

Edit: Anscheinend lassen sich die shz+ Artikel jetzt wieder kostenfrei lesen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.12.18 17:06.

Tunnel gleich zum Festland bauen

geschrieben von: BahnfanFritzlar

Datum: 07.12.18 11:44

Einen Tunnel !
Am besten einen Auto-Tunnel gleich bis zum Festland, dann wären alle Autozug-Probleme auf einen Schlag entledigt..
Ich wundere mich sowieso schon lange wieso im Auto-Land-Deutschland noch nicht der Vorschlag gemacht wurde anstatt der Schienen eine Strassenfahrbahn für LKW/Auto auf den Damm zu bauen.
Kann man ja privatisieren und Maut verlangen.

Und überhaupt:
Ich persönlich verstehe überhaupt den Sylt-Hype nicht.
Warum tuen MenschenMassen mit Kind/Kegel und Auto dieses tägliche Chaos ums Nadelöhr überhaupt an, um dann auf der Insel für Hotel/Immobilien/Lebenshaltung überzogene Preise zu zahlen.
Werde ich nie verstehen.
2x war ich in den letzten 20 Jahren da, Tagesgast mit Quatier in Niebüll.
Ich kann mir ein bequemes gutbürgerliches Leben leisten, aber Sylt ist über meiner Schmerzgrenze

Re: Tunnel gleich zum Festland bauen

geschrieben von: Schienenbusfahrer

Datum: 07.12.18 12:06

BahnfanFritzlar schrieb:
...
Ich wundere mich sowieso schon lange wieso im Auto-Land-Deutschland noch nicht der Vorschlag gemacht wurde anstatt der Schienen eine Strassenfahrbahn für LKW/Auto auf den Damm zu bauen.

Die ID ist uralt.
Eigentümer des Damms ist die Bahn...

Re: Tunnel gleich zum Festland bauen

geschrieben von: BahnfanFritzlar

Datum: 07.12.18 12:39

Schienenbusfahrer schrieb:
BahnfanFritzlar schrieb:
...
Ich wundere mich sowieso schon lange wieso im Auto-Land-Deutschland noch nicht der Vorschlag gemacht wurde anstatt der Schienen eine Strassenfahrbahn für LKW/Auto auf den Damm zu bauen.

Die ID ist uralt.
Eigentümer des Damms ist die Bahn...

Und wem gehört die Bahn ?
seit 1994 Aktiengesellschaft, zu 100% bundeseigenes Unternehmen.
[de.wikipedia.org]
Und die Politik ist voll von Auto-Lobbyisten.

Was ist also das Problem ?

PS:
Unser letzter Syltbesuch vor 2 Jahren war übrigens nur dem Umstand geschuldet das ich das Event "Wanderdüne" mal erleben wollte :-)
Bin ja Bahnfan



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.12.18 12:41.

Re: Tunnel gleich zum Festland bauen

geschrieben von: rhein-ruhr

Datum: 07.12.18 12:58

Hallo,
Zitat
Und überhaupt:
Ich persönlich verstehe überhaupt den Sylt-Hype nicht.
Warum tuen MenschenMassen mit Kind/Kegel und Auto dieses tägliche Chaos ums Nadelöhr überhaupt an, um dann auf der Insel für Hotel/Immobilien/Lebenshaltung überzogene Preise zu zahlen.
Werde ich nie verstehen.
2x war ich in den letzten 20 Jahren da, Tagesgast mit Quatier in Niebüll.
Ich kann mir ein bequemes gutbürgerliches Leben leisten, aber Sylt ist über meiner Schmerzgrenze

Nun, das ist ja noch gut zu erklären: Wir haben in Deutschland nicht viel von unserer Nordseeküste, jedenfalls wenn man unter Küste Sandstrand, Dünen, offenes Meer usw. versteht. Das gibt es nur auf den Ostfriesischen Inseln und in Schleswig-Holstein nur auf Sylt, Amrum und noch etwas in St. Peter-Ording.
Ansonsten gibt es an der gesamten Küste statt Meer und Dünen nur Matsche, den halben Tag überhaupt kein Wasser und Deiche mit Schafen, daher (auch) die Popularität von Sylt. Außerdem bitte auch bedenken, das es mit Abstand die größte Insel ist, die nicht per Straßenbrücke ans Festland angeschlossen ist, daher fällt auch einiges an Verkehr an.
Mal so zum Vergleich: Usedom und Rügen haben eine Straßenbrücke, aber dennoch staut es sich im Sommer nach Usedom auch kräftig und nach Rügen hat man aus diesem Grund eine Riesen-Hochbrücke gebaut.
Schönen Tag
rhein-ruhr

Re: Tunnel gleich zum Festland bauen

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 07.12.18 13:24

rhein-ruhr schrieb:
Nun, das ist ja noch gut zu erklären: Wir haben in Deutschland nicht viel von unserer Nordseeküste, jedenfalls wenn man unter Küste Sandstrand, Dünen, offenes Meer usw. versteht. Das gibt es nur auf den Ostfriesischen Inseln und in Schleswig-Holstein nur auf Sylt, Amrum und noch etwas in St. Peter-Ording.
Ansonsten gibt es an der gesamten Küste statt Meer und Dünen nur Matsche, den halben Tag überhaupt kein Wasser und Deiche mit Schafen, daher (auch) die Popularität von Sylt. Außerdem bitte auch bedenken, das es mit Abstand die größte Insel ist, die nicht per Straßenbrücke ans Festland angeschlossen ist, daher fällt auch einiges an Verkehr an.
Das wäre alles kein Problem wenn nicht die Eigentümerin und Betreiberin die DB Netz AG wäre. Jeder andere Betreiber hätte die Strecke längst den unternehmerischen Geist an den Tag gelegt und hätte die Strecke längst zweigleisig ausgebaut. Da aber insbesondere andere Konzernteile keinerlei Interesse an einer Erweiterung der Kapazität haben, passiert nichts.

Nirgendwo zeigt sich das strukturelle Problem der Eisenbahn so krass wie zwischen Niebüll und Westerland.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Tunnel gleich zum Festland bauen

geschrieben von: ingo st.

Datum: 07.12.18 13:30

Einen Tunnel kann man mitten unter dem Wattenmeer bauen, wenn man die Umweltvorschriften in den Schredder wirft.

Hat mal jemand die "Belastungsgrenze" für Sylt berechnet. Ab wann der Zutritt kontingentiert sein müßte. Unbegrenztes Wachstum ist doch Gaga.

Re: Tunnel gleich zum Festland bauen

geschrieben von: nozomi07

Datum: 07.12.18 13:34

BahnfanFritzlar schrieb:
Einen Tunnel !
Am besten einen Auto-Tunnel gleich bis zum Festland, dann wären alle Autozug-Probleme auf einen Schlag entledigt..
Ich wundere mich sowieso schon lange wieso im Auto-Land-Deutschland noch nicht der Vorschlag gemacht wurde anstatt der Schienen eine Strassenfahrbahn für LKW/Auto auf den Damm zu bauen.
Kann man ja privatisieren und Maut verlangen.
Vielleicht schwant allen Beteiligten, dass Sylt dann endgültig in den SUVs ersaufen würde. Das derzeitige Agreement - wenn die SUVs uns nerven, dann nerven wir sie ein bisschen zurück - scheint ja halbwegs zu funktionieren. Und wenn der Shuttle so schlimm wäre, und auch die Preise so überhöht, warum kommen sie dann doch alle wieder.

Ich bin vor vielen vielen Jahren einmal über den Hindenburgdamm nach Westerland gefahren, und dort gleich in den Gegenzug. Sylt ist abgehakt.

Re: Sylt: Wohin mit dem Autozugterminal?

geschrieben von: tbk

Datum: 07.12.18 15:47

Sylt autofrei machen, inselbahn bauen. Dann wird Niebüll halt zum Täsch des nordens.
[www.shz.de]


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.12.18 15:52.
Hallo,
nach der Wende bat mich mein Vater um eine Fahrt nach Sylt, um auf den Spuren seiner Vergangenheit zu wandeln. Als 17 jähriger Soldat sollte er in einer Flakstellung im Norden der Insel (Blitzel?) noch sein Leben für den "Endsieg" riskieren. Er hatte Glück, es kam dort zu keinen Angriffen oder Bombardierungen und die anschließende Gefangenschaft bei den Engländern war auszuhalten. Dort hatte er dann seine Englischkenntnisse erweitern können. Die Autoüberfahrt auf dem Oberdeck fand ich damals schon sehr interessant. Vermutlich war der Verkehr damals auch noch nicht so riesig.
Die zweite Überfahrt dann vor drei Jahren per Zug und Drahtesel, mit anschließender Radfahrt auf der Kleinbahntrasse gen Norden war auch toll.

Man sollte in der Tat auf Sylt die Inselbahn wieder neu erfinden und die Autos auf dem Festland lassen. Geht doch auch auf anderen Inseln, z. B. Hiddensee. In D. wird blos immer gejammert wenn es an Veränderungen geht. Wems dann nicht passt, kann ja zu Hause bleiben. Ganz einfach. Mann könnte auch mal die Vorreiterrolle für sich in Anspruch nehmen.
Was gab es damals für ein Gejammer beim Verbot des Rauchens in den Gaststätten. Man dachte schon der Weltuntergang ist nahe. Und jetzt? Ist doch alles gut. Mich stört blos noch die Raucherei auf den Außenanlagen der Gaststätten. Da war man halbherzig dabei.

Gruß Detlef der pollofan

Re: Tunnel gleich zum Festland bauen

geschrieben von: ICE11

Datum: 07.12.18 19:18

BahnfanFritzlar schrieb:
Zitat:
Und überhaupt:
Ich persönlich verstehe überhaupt den Sylt-Hype nicht.
Warum tuen MenschenMassen mit Kind/Kegel und Auto dieses tägliche Chaos ums Nadelöhr überhaupt an, um dann auf der Insel für Hotel/Immobilien/Lebenshaltung überzogene Preise zu zahlen.
Ganz einfach: Um in unserer heutigen Welt, in der nur noch der/die/das schönste/größte/beste zählt mithalten zu können. Dann kann man auf Instagram/Facebook/beim Kaffekränzchen/im Bekanntenkreis/usw. nämlich angeben mit "wir waren im Urlaub auf Sylt". Denn wenn man sagen müsste "wir waren im/in/auf Sauerland/Harz/Lüneburger Heide/Spreewald/Rügen/Eifel/....." klingt doch viel zu spießig!

"wir waren im Urlaub auf Sylt"

geschrieben von: bahamas

Datum: 09.12.18 00:04

ICE11 schrieb:
Ganz einfach: Um in unserer heutigen Welt, in der nur noch der/die/das schönste/größte/beste zählt mithalten zu können. Dann kann man auf Instagram/Facebook/beim Kaffekränzchen/im Bekanntenkreis/usw. nämlich angeben mit "wir waren im Urlaub auf Sylt". Denn wenn man sagen müsste "wir waren im/in/auf Sauerland/Harz/Lüneburger Heide/Spreewald/Rügen/Eifel/....." klingt doch viel zu spießig!

Kommt drauf an, in welchen Kreisen du verkehrst, bei sehr vielen ist Sylt heute ein Schimpfwort und mit angeblich "spießigen" Zielen kannst du punkten!