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Teststrecke an einem Hamburger Containerterminal.
Bis 2021 sollen an einem Terminal des Hamburger Hafens, voraussichtlich dem Containerterminal Altenwerder, nicht nur eine selbstfahrende 25 Tonnen schwere Kapsel nach Musk-Idee, sondern auch eine Übergabestation sowie eine 100 Meter lange Röhre entstehen, die als Teststrecke dient. Sie soll Kai-Kante und Übergabestation miteinander verbinden. Kostenpunkt: etwa sieben Millionen Euro.
"Das Ganze hat sehr viel mit Fantasie zu tun, wenn man sich vorstellt, dass man Güter in Schallgeschwindigkeit von einem zum anderen Ort bringen kann", sagt Ahlborn. Mit dem TÜV-Süd hat er in den vergangenen Jahren an der Umsetzung eines "Regelwerks" für die Integration seiner Technik in Deutschland gearbeitet, ein Münchner Versicherer hat ihn bereits eine Police für sein Projekt zugesichert. "In Deutschland geht alles etwas langsamer", lächelt Ahlborn, der 1976 hier geboren ist. In China und den Emiraten sollen schon ab dem kommenden Jahr Personen mittels Hyperloop transportiert werden. Ein Testgelände befindet sich im französischen Toulouse.
[www.spiegel.de]
Ich würde mal sagen, das ist für ein Unternehmen mit 1,25 Milliarden Euro Umsatz im Jahr ein sehr gewagtes Projekt.
Da die Stadt Hamburg zu 68% Hauptaktionär ist, könnten hier sinnlos Steuergelder verbrannt werden.
Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens ist der Noch-Ehemann einer bekannten deutschen Köchin....

Ich wusste doch, dass es uns irgendwann auf die Füße fällt, dass ein Deutscher CEO bei einem der großen Hyperloopunternehmen ist. Das ist pure Geldverschwendung. Selbst wenn man ignoriert, dass der Hyperloop grundsätzlich Schwachsinn ist, selbst wenn man auch noch ignoriert, dass er für den Frachttransport noch größerer Schwachsinn ist, dann bleibt noch immer, dass man auf 100m überhaupt nichts testen kann was nicht eh schon hinlänglich bekannt ist. Niemand bezweifelt, dass man eine Magnetbahn bauen kann die in der Lage ist 25t zu heben. Ebenso bezweifelt niemand, dass man eine 100m lange Vakuumkammer bauen kann. Was will man also damit testen oder demonstrieren?

Zu zur angeblich unmittelbar bevorstehenden Aufnahme des Verkehrs mit Personen an Bord, das halte ich für mindestens deutlich übertrieben. Wenn überhaupt, dann wird es besetzte Testfahrten auf kurzen Strecken geben. Der Artikel weckt aber einen anderen Eindruck.
Oberdeichgraf zitierte:
"Das Ganze hat sehr viel mit Fantasie zu tun, wenn man sich vorstellt, dass man Güter in Schallgeschwindigkeit von einem zum anderen Ort bringen kann", sagt Ahlborn.
Ja ja. Schallgeschwindigkeit auf einer 100 Meter langen Strecke. Wie amüsant.

Die Herausforderung des Hyperloop ist nicht, Menschen oder Güter auf einem Shuttle zu transportieren, das funktioniert seit Jahrzehnten. Die Herausforderung ist das Vakuum und Trassen so gerade zu bauen, dass man darauf 1000 km/h fahren kann.

Doch der Grube macht das schon richtig. Sich irgendwas auf den ersten Blick plausibles ausdenken, ein paar Modewörter dran hängen und schon ist man in der Politik im Geschäft. Sicher kommen gleich all die Leute um die Ecke, die in einer Nicht-Förderung dieses Projekts eine linksgrüne Fortschrittsverhinderung sehen. Und dass man im Namen des Fortschritts doch ein paar Milliarden mehr an allen Bedürfnissen und physikalischen Gesetzen vorbei investieren sollte. So läuft das im Jahr 2018 in Deutschland.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Zitat
Was will man also damit testen oder demonstrieren?

Das ist alles PR. Hier wird einfach auf der Hypewelle mitgeschwommen.
Man macht sich in Zeiten von Industrie 4.0, Automatisierung und Digitalisierung als Unternehmen interessant, für Kunden und Mitarbeiter

Gegenbeispiel wäre die DB Autozug:
In den Zeiten des größten Tesla-E-Auto-Hypes beinah wöchentlich von aufgebrochenen Autos auf Autozügen von sich reden machen...
Stattdessen hätte man eine Cooperation mit Tesla eingehen sollen, die DDm mit Tesla-Charger ausstatten und entsprechend Werbung machen können...

Neeee, wat hab ich gelacht...

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 06.12.18 13:00

Tach zusammen!

Bin immer noch am Grinsen (ist aber ganz gut, heute bei dem trüben Wetter da draußen...).

Mal abgesehen davon, wie man dass Eckige (=Container) in das Runde (=Kapsel) bekommt (hat schon seinen Grund - oder zwei - oder vielleicht auch mehr als zwei - , warum Container eckig sind...):

Aber solche Sätze finde ich einfach grandios, Zitat aus dem Spiegel-Artikel:

"Die große Herausforderung liegt nicht in der Technik, sie liegt darin, sie clever in die Umgebung des Hafens einzubetten und anzuwenden", sagt Ahlborn.

Ende Zitat.
Genau, und immer nebenbei auch noch feste druff auf die Germanen, die ja immer nur alles in ihrem Regulierungswahn ausbremsen (und wehe, es kommt auch noch ein Teutone daher und droht mit Physik, dann ist das der Ober-Fortschrittsverhinderer ;-)

Aahh, wunderbar, 40s-Abstände der Kapseln und keine Herausforderung in der Technik ( sicher-sicher dat ;-), das höre ich doch gerne. Blöderweise wird mein Grinsen nur dadurch abgestellt, das endlich mal einer eine Weichen- oder Druckschleusenzeichnung rüberwachsen lässt, die solche Abstände ermöglichen soll - da warte mit Sicherheit nicht nur ich drauf.


Ach, is' dat herrlich, wenigstens mal was Herzerfrischendes am Mittag. (sauer werde ich erst in dem Moment, wo tatsächlich Steuerzahlers Kohle dafür rausgefeuert werden sollte !)

Bis denne,
Markus.

Re: Neeee, wat hab ich gelacht...

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 06.12.18 13:31

Also mit 40s (durchschnittlichem) Kapselabstand kommst du da aber nicht weit. Das wären 90 Kapseln pro Stunde und unter der Annahme, dass jede Kapsel zwei TEU trägt (mehr ist völlig unrealistisch) wären das gerade zwei 740m Züge. Das löst die Probleme des Hamburger Hafens bei der Hinterlandanbindung garantiert nicht.

Bei den Passagierkapseln geben die Hersteller aber noch ganz andere Folgezeiten an, bzw. sie lassen sich leicht aus angeblicher Kapazität und Kapselgröße berechnen. Man landet dann eher bei 4 Sekunden, damit sind dann alle technischen Schwierigkeiten beseitigt.

Re: Neeee, wat hab ich gelacht...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 06.12.18 18:54

MrEnglish schrieb:
Also mit 40s (durchschnittlichem) Kapselabstand kommst du da aber nicht weit. Das wären 90 Kapseln pro Stunde und unter der Annahme, dass jede Kapsel zwei TEU trägt (mehr ist völlig unrealistisch) wären das gerade zwei 740m Züge. Das löst die Probleme des Hamburger Hafens bei der Hinterlandanbindung garantiert nicht.
Ach. Jetzt komm' doch hier nicht mit Fakten und Berechnungen um die Ecke. Da stirbt das Projekt ja schon, bevor es begonnen hat. Ha ha.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Neeee, wat hab ich gelacht...

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 06.12.18 19:32

Tut mir Leid, du hast natürlich Recht. Die Österreicher fördern selbstfüllende Wasserflaschen, da können wir unsere Steuergelder auch für so eine aufgeblasene Rohrpost verschleudern.

Ironie - oder wahrer Wahnsinn?

geschrieben von: nozomi07

Datum: 06.12.18 20:28

Also, das verklaren wir uns jetzt mal. Gut festhalten:

Da lässt man Containerschiffe extra langsam fahren ("slow steaming"); nach Wochen erreichen sie die Nordsee. Statt eben am Jade-Weser-Port festzumachen, bugsieren wie sie noch stundenlang die Elbe hinauf. Und dort investieren wir jetzt Milliarden, um die Container - zack - mit Schallgeschwindigkeit zu einem KLV-Terminal zu jagen. Wenn dieses Terminal jetzt noch neben dem Jade-Weser-Port errichtet wird, ist für ausreichend Spott gesorgt.

Manchmal frage ich mich, wie solche Leute auf solche Posten kommen.

Re: Neeee, wat hab ich gelacht...

geschrieben von: Mark-Oh

Datum: 06.12.18 20:47

Ich sehe die Probleme in erster Linie bei den Kosten. Der Transport soll in erster Linie günstig sein und nicht schnell deswegen wird viel auch mit dem Schiff transportier und nicht mit dem Flugzeug.
Ich denke das es viel zu teuer wäre einen Container von Hamburg nach Berlin oder Hannover zu schicken. Von den Kosten her dürfte das fast mit den Kosten von einem Transport mit einem Flugzeug konkurrieren! Und wer bitte fliegt seine Fracht von Hamburg nach Berlin?
Das nächste Problem wäre das die Container ja irgendwie in diese Vakuumröhre rein und raus geschleust werden müssen, ich denke das dies sehr anfällige Technik hinsichtlich Schnee und Eis sein wird. Das wird solche klassische schön Wetter Technik sein!
Ich sag mal so wenn die End und Startpunkte in einer Halle wo liegen es keine äußeren Einflüsse gibt könnte sowas gut funktionieren.
Ich denke bei einem solchen System aber eher an kleiner Packungs-Größen. z.B wo ein solches Teil zwei Europaletten aufnimmt und dann müsste das Teil zumindest im Urbanen Raum unter der Erde verlaufen. Meine Ideen orientieren sich relativ stark am Cargo Cap System.

Re: Ironie - oder wahrer Wahnsinn?

geschrieben von: Rollo

Datum: 07.12.18 09:12

Schauen wir mal, was da kommt....

Die Ansage, 2019 Personen befördern zu wollen, ist schon mal eine steile Ansage.

100m für ein HGV-System machen es aber wirklich schwer, dabei noch entspannt zu bleiben.

Ich sage mal so, im Bereich des PRT und GRT, wo doch international die letzten Jahrzehnten regelmäßig neue Projekte an den Start gegangen sind, hat es eigentlich immer auf der mechanischen Seite funktioniert. Die Fahrzeuge sind gefahren. Was letztlich die Hürde war, an der sie nicht weiter kamen, war die Sicherungstechnik und Verkehrssteuerung, die für den geplanten, dichten Verkehrsfluss notwendig ist. Bei denen war aber auch genau das, regelmäßig nicht mehr als eine Randnotiz. Und genau das macht mich beim Hyperloop auch stutzig.

Bei diesen ganzen Themen bzgl. Vakuum, Röhren, Pods, Antrieb etc. habe ich am Ende immer noch die Zuversicht, dass da zumindest am Anfang Techniker involviert waren, die die Themen wirklich abschätzen konnten. Schließlich haben diese Leute Raketen realisiert, die man zuvor auch nicht für möglich erachtete. Schaut man sich den Themenbereich Magnetschwebetechnologie an, so ist man da auch um Längen weiter gekommen, als man sich das je vorgestellt hat und als was man hier in Deutschland so allgemein auf dem Schirm hat. Daher halte ich es für grundsätzlich vorstellbar, dass man es schaffen wird, diese Pods in der Vakuumröhre zu realisieren - auch wenn die vielen Endgegenhaltungen nicht einfach vom Tisch zu wischen sind. Aber einfach wird das halt sicherlich nicht.

Und an dem Punkt ist diese 100m Geschichte sicherlich kein Input, der da meine Zuversicht steigert....

Re: Ironie - oder wahrer Wahnsinn?

geschrieben von: Dietmar Krebs

Datum: 07.12.18 09:30

Hallo,
in unserem Bremer Käseblatt "Weser-Kurier" steht am 06.12.2018 zu diesem Thema , dass man ca. 60 Kilometer lange Strecken ins Umland (Niedersachsen und Schleswig-Holstein) plant. Es soll sich dabei um aufgeständerte Röhren handeln. Kostenpunkt: 20 Millionen Euro pro Kilometer. Das wären bei 60 Kilometern 1,2 Milliarden Euro!

Ich sehe schon die Landschaftsschützer und besorgten Bürger gegen diese Röhren demonstieren, die dann mitten durch die Landschaft gebaut werden sollen.

Gruß
Dietmar

Re: Ironie - oder wahrer Wahnsinn?

geschrieben von: LaNgsambahNer

Datum: 07.12.18 10:06

Dietmar Krebs schrieb:
Es soll sich dabei um aufgeständerte Röhren handeln. Kostenpunkt: 20 Millionen Euro pro Kilometer. Das wären bei 60 Kilometern 1,2 Milliarden Euro!

Ich sehe schon die Landschaftsschützer und besorgten Bürger gegen diese Röhren demonstieren, die dann mitten durch die Landschaft gebaut werden sollen.

Gruß
Dietmar
Moin,

iwi erinnert mich das an die Magnetschwebebahn.... Das Ergebnis kennen wir (und den Preis auch)

Allen Menschen recht getan - ist eine Kunst, die niemand kann (Quelle unbekannt)
Gröt ut Hamborg
Kai __________Spur N 4ever
Hallo zusammen,

tja, da wird man noch sehr viel entwickeln müssen.

Man kann dieses Thema aber auch von einer anderen Seite betrachten. Was wäre denn, wenn wegen zunehmender Verschlechterung der Lebensbedingungen Ernst mit der Reinhaltung der Umwelt gemacht werden müsste?

Flugzeuge mit alternativen Antrieben hätten wir nicht.
Pkw und Lkw mit Batteriebetrieb im Massenverkehr - mehr Wunsch als mögliche Realität und nicht wirklich gut für die Umwelt.
Fahren auf Gleisen stößt heute bereits punktuell an seine Leistungsgrenzen.
Bei der Schiffahrt wären begrenzt noch Plätze frei. Damit könnte man aber nur einen Teil in den Verkehrsnetzen abdecken.

Da darf es nicht verwundern, wenn sich Leute über Lösungen Gedanken machen. Wir stehen bei weiterhin zunehmender Weltbevölkerung vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund sollte auch "Jugend forscht" erlaubt sein.
Schotterzwerg schrieb:
Hallo zusammen,

tja, da wird man noch sehr viel entwickeln müssen.

Man kann dieses Thema aber auch von einer anderen Seite betrachten. Was wäre denn, wenn wegen zunehmender Verschlechterung der Lebensbedingungen Ernst mit der Reinhaltung der Umwelt gemacht werden müsste?

Flugzeuge mit alternativen Antrieben hätten wir nicht.
Pkw und Lkw mit Batteriebetrieb im Massenverkehr - mehr Wunsch als mögliche Realität und nicht wirklich gut für die Umwelt.
Fahren auf Gleisen stößt heute bereits punktuell an seine Leistungsgrenzen.
Bei der Schiffahrt wären begrenzt noch Plätze frei. Damit könnte man aber nur einen Teil in den Verkehrsnetzen abdecken.

Da darf es nicht verwundern, wenn sich Leute über Lösungen Gedanken machen. Wir stehen bei weiterhin zunehmender Weltbevölkerung vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund sollte auch "Jugend forscht" erlaubt sein.
Wie wäre es mit Biokerosin?
Ausgangsstoffe dafür können Raps-, Palm-, Jatrophaöl, Algen oder Abfall sein.
Algen können schon Heute mit geringem Aufwand industriell Hergestellt werden und vom Abfall haben wir sowieso mehr als genug!
[de.wikipedia.org]
Das Problem ist, dass es nicht nur beim Transport ein Kapazitätsproblem gibt, sondern auch bei Forschung und Entwicklung. Der Hyperloop wird, sofern er überhaupt funktionieren sollte, keine Kapazitätsprobleme lösen. Weder im Personenverkehr, noch im Güterverkehr schafft man die dafür notwendigen Beförderungsleistungen.
Um das Rechenbeispiel von oben mal noch etwas weiter zu spinnen, selbst wenn man 4 Sekunden Folgezeit schaffen würde (was ich für sehr unrealistisch halte) könnte man die gleiche Leistungsfähigkeit noch mit klassischen Zügen erreichen. Natürlich wäre dafür ein 3-Minutentakt nötig, aber das ist etwas was die Eisenbahn mit bestehender Technik schaffen könnte. Klar, das geht nur auf einer eigenen Güterstrecke mit entsprechend leistungsfähigen Knoten, aber das wäre bei einer Güterröhre auch nicht anders. Was bleibt ist also nur der Geschwindigkeitsvorteil. Das wäre zwar schon was, aber dafür sind mir da einfach zu viele wenns und aber involviert.

Wenn man das jetzt mit dem Flugverkehr vergleicht, dann sieht es zwar erstmal besser aus, aber auch nur, wenn man lediglich einzelne Verbindungen betrachtet.

Der Seeverkehr ist eh kein Vergleich, die dortigen Kapazitäten sind einfach viel zu groß.
Schotterzwerg schrieb:
Man kann dieses Thema aber auch von einer anderen Seite betrachten. Was wäre denn, wenn wegen zunehmender Verschlechterung der Lebensbedingungen Ernst mit der Reinhaltung der Umwelt gemacht werden müsste?

Ich schätze mal dann würde die Menschheit eben mal wieder lernen müssen weniger zu transportieren / zu reisen.

Zitat:
Flugzeuge mit alternativen Antrieben hätten wir nicht.

Wir haben dafür ein (bei allen Mängeln im Detail im wesentlichen) funktionierendes Bahnsystem; manche andere Länder haben das nicht. Und den Verkehr zwischen Kontinenten kann ein Hyperloop-System eh nicht abdecken, oder soll man die Röhren vielleicht über Tausende Kilometer 4km unter Wasser verlegen?

Zitat:
Da darf es nicht verwundern, wenn sich Leute über Lösungen Gedanken machen. Wir stehen bei weiterhin zunehmender Weltbevölkerung vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund sollte auch "Jugend forscht" erlaubt sein.

Mit zunehmenden Herausforderungen hast du Recht, ich glaube allerdings nicht dass dieses System zu deren Lösung beitragen kann.

Zitat:
Wie wäre es mit Biokerosin?
Ausgangsstoffe dafür können Raps-, Palm-, Jatrophaöl, Algen oder Abfall sein.
Algen können schon Heute mit geringem Aufwand industriell Hergestellt werden und vom Abfall haben wir sowieso mehr als genug!

Aber was das für Auswirkungen hat wenn man damit die Mengen Kerosin herstellt, die der heutige Luftverkehr verbraucht? Da sind größere Zweifel angebracht. Klar kann man das Gewicht nicht 1:1 umrechnen, aber eine Tonne Lebensmittel reicht für ganz schön viele Menschen, und der Luftverkehr würde viele Tonnen verbrauchen.

Will sagen, ob der im Wikipedia-Artikel schnell hingeschriebene Satz "doppelt so teuer als konventioneller Kraftstoff" auch dann noch gilt wenn man soviel davon erzeugen will wie man heute verbraucht, oder ob da die Preise durch Konkurrenz auch mit Nahrungsmitteln nicht ganz schnell noch deutlich weiter nach oben gehen würden?

Und ich würde auch nicht damit rechnen dass man ohne schädliche ökologische Nebenwirkungen derart viel "Biokerosin" herstellen kann. (in Anführungszeichen, weil ich es eben für nicht so Bio halte).
Schotterzwerg schrieb:
Flugzeuge mit alternativen Antrieben hätten wir nicht.
Haben wir: [www.golem.de] [www.bento.de]


Schotterzwerg schrieb:
Pkw und Lkw mit Batteriebetrieb im Massenverkehr - mehr Wunsch als mögliche Realität und nicht wirklich gut für die Umwelt.
Funktioniert einwandfrei: [www.tagesschau.de]. So gut, dass die gewährten Förderungen nun wieder langsam abgebaut werden müssen.


Schotterzwerg schrieb:
Fahren auf Gleisen stößt heute bereits punktuell an seine Leistungsgrenzen.
Wegen mangelnder Kapazität vielleicht. Versucht man sich mit dem Hyperloop, hat man zunächst mal Null Kapazität. Und dessen Trassen sind (politischer Preis!) mindestens so teuer wie (realer Preis!) Hochgeschwindigkeitsstrecken vom Feinsten.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Transrapid + Hyperloop = TransHype

geschrieben von: Elektrain

Datum: 08.12.18 18:03

Ich schlage vor, den Transrapid als erprobte Technologie zu verwenden. Wenn man dann den Fahrweg mit einer Vakuumröhre unschließt, hat man doch, was da vorgeschalgen wird, oder?

Und nun kann man darangehen sich zu fragen, ob das ein Erfolg wird.

Meiner Meinung nach besteht die ganze Neuigkeit doch darin, in Vakuum sehr hohe Geschwindigekeiten zu erreichen. Damit wird die Aufmerksamkeit erzeugt. Die Magnettechnologie ist doch in vielen Varianten schon erprobt. Also nicht das Thema.

Zwei Dinge werden dabei an den Rand geschoben:

1. Die Zuverlässigkeit und Machbarkeit der Vakuumtechnik.
2. Viel wichtiger: die Neuinvestitionen in Netz (Röhren, Landerwerb, Verteilung in der Fläche). Das netzt muss vollständig neu erstellt werden. Mit etwa der Fläche wie der Transrapid.

Zu 2. Es ist nichts da. Also muss alles, Pumpstationen, Sicherungstechnik, Stationen, Umladung neu erstellt werden. Dann kommt der Netzaspekt hinzu: An welchen Stellen gibt es Stationen. Nach 300km oder öfter? Wie soll die Verteilung des Verkehrs stattfinden? Am Ende wie bei der Bahn mit dem LKW?

Für die Infrastruktur fehlt mir noch ein Business Case, der anders aussieht als bei der Bahn. Hier wird irgendwie Individualverkehr (einzelne Kapseln) mit Massenverkehr (Spezialnetz) zusammengewürfelt. Kann man so einfach wie bei der Bahn Weichen bauen? Oder muss man dekomprimierte Rohre rumtauschen?

Was beim Transrapid noch nicht überzeugte soll jetzt durch höhere Geschwindigkeit und noch nicht erprobte Technik besser werden? Ich glaube nicht dran.

Man schaue mal unter: Rohrpost, London mail trains, Chicago Tunnel Company

Manfred



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.12.18 18:07.

Re: Transrapid + Hyperloop = TransHype

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 08.12.18 20:31

Das Neue am Hyperloop sind weder die Geschwindigkeit noch das Vakuum, ey ist die Behauptung von Musk, dass das alles ganz billig wird und es der"fifth mode of transport" wird.

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