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Aus gut unterrichteten Quellen habe ich erfahren ...

"Die Siemens Desiro HC der Baureihe 462 haben ihre uneingeschränkte Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt erhalten. Die Behörde bestätigte entsprechende Hinweise. Die Erteilung sei vergangene Woche „wie beantragt“ erfolgt. Nicht ganz so problemlos läuft wohl die Abnahme seitens des VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr). So sollen dem Vernehmen nach die Fahrzeuge den geforderten Bremsweg aus der Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h nur schwer einhalten. Es wird berichtet, dass der Betreiber Abellio die Fahrzeuge nur mit maximal 140 km/h einsetzen wird. Wie verfahren die Situation zu sein scheint, ist daran zu ermessen, da heute (05.12.2018) noch unklar ist, wann und wie der VRR über die Inbetriebnahme der ersten RRX-Vorlauflinie informieren will."



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.18 13:23.
Wenn der Bremsweg nur schwer einzuhalten bei 160 ist wundert mich eine uneingeschränkte Zulassung schon.
193 827 Vectron schrieb:Zitat:
Wenn der Bremsweg nur schwer einzuhalten bei 160 ist wundert mich eine uneingeschränkte Zulassung schon.
Spekulation: Ich sehe da keinen Widerspruch. Zu unterscheiden ist da zwischen dem gesetzlich vorgeschriebenen Bremsweg, und einem eventuell kürzeren aus dem Lastenheft.
Michael111 schrieb:
Aus gut unterrichteten Quellen habe ich erfahren ...
Deine Quelle dürfte der Rail Business Newsletter sein, zumindest ist dieser als Ursprung des Textes in diesem Beitrag angegeben:
[www.drehscheibe-online.de]

Gruß
Fred



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.18 13:46.
Insbesondere gibt es einen Unterschied zwischen dem Bremsweg bei einer Schnellbremsung und bei einer Betriebsbremsung. Wenn bei jeder zweiten Betriebsbremsung die MG herhalten muss dürfte das dem EBA relativ egal sein. Hauptsache die Kiste steht bei einer Schnellbremsung früh genug. Dem Betreiber dürfte aber daran gelegen sein möglichst viel zu rekuperieren, weil das verschleißfrei ist.

Bereits gestern im selben Wortlaut behandelt worden

geschrieben von: Honigbiene

Datum: 05.12.18 14:27

Michael111 schrieb:
Aus gut unterrichteten Quellen habe ich erfahren ...
Guten Tag Michael,

deine zitierte Quelle ist eine Mitteilung aus dem Newsletter von Rail Business, die gestern bereits diskutiert wurde: [www.drehscheibe-online.de]

Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben.

Grüße
die Honigbiene
Also die Verfügbarkeit sichert Siemens zu 99% trotz vmtl erhöhtem Bremsverschleiß.

Eine Überfüllung, d.h. überschreiten des zulässigen Gesamtgewichts, ist bei der Bremsleistung dann wohl nicht mehr zu tolerieren, ausser durch Geschwindigkeitsabsenkung (alleine schon wg. der Verkürzung des Federweges. (Alles schon erlebt)
Oder streikt der Zug dann, wie ein moderner Aufzug (mit dem Mops).
Käfermicha schrieb:
193 827 Vectron schrieb:Zitat:
Wenn der Bremsweg nur schwer einzuhalten bei 160 ist wundert mich eine uneingeschränkte Zulassung schon.
Spekulation: Ich sehe da keinen Widerspruch. Zu unterscheiden ist da zwischen dem gesetzlich vorgeschriebenen Bremsweg, und einem eventuell kürzeren aus dem Lastenheft.
Genau so ist es. Das Kunden-Requirement muss nicht zwingend mit dem TSI-/(EBA)-Requirement übereinstimmen.
232905 schrieb:
Käfermicha schrieb:
193 827 Vectron schrieb:Zitat:
Wenn der Bremsweg nur schwer einzuhalten bei 160 ist wundert mich eine uneingeschränkte Zulassung schon.
Spekulation: Ich sehe da keinen Widerspruch. Zu unterscheiden ist da zwischen dem gesetzlich vorgeschriebenen Bremsweg, und einem eventuell kürzeren aus dem Lastenheft.
Genau so ist es. Das Kunden-Requirement muss nicht zwingend mit dem TSI-/(EBA)-Requirement übereinstimmen.
Meine Vermutung: Hier ist es ähnlich wie bei den Beschleunigungswerten: Je länger der Zug die Vmax fahren kann desto schneller kommt er im Endeffekt von Bahnhof zu Bahnhof. Ist die Bremskurve zu flach, muss früher gebremst werden, entsteht extra Fahrtzeit.

Warum man dieses Problem dann jetzt akut mit einer niedrigeren Vmax lösen will, erschließt sich mir aber noch nicht. Vlt ein Druckhebel vom VRR, damit Siemens das Problem schneller löst?

Da die Wartung ja auch bei Siemens liegt und von selbigen auch eine Zuverlässigkeitsgarantie gegeben worden ist, dürfte der tatsächliche Verschließ dem VRR recht egal sein. Wenn die Werte passen, ist alles gut, wenn nicht, hat SIemens ohnehin Probleme.

Grüße



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.18 16:56.
hsimpson schrieb:
Zitat:
Warum man dieses Problem dann jetzt akut mit einer niedrigeren Vmax lösen will, erschließt sich mir aber noch nicht. Vlt ein Druckhebel vom VRR, damit Siemens das Problem schneller löst?
Vielleicht ist man sich da auch uneinig. Der VRR als Eigentümer dürfte wenig Freude daran haben, wenn die Fahrzeuge durch zu hohen Anteil der Druckluftbremse an der Bremskraft nach kurzer Zeit alle kaputt sind. Das kann man mit einer reduzierten Höchstgeschwindigkeit lindern. Vielleicht fordert aber auch die Fahrzeugsteuerung selbst eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeit, wenn zu oft oder zu viel mit der Druckluftbremse gebremst wurde. Offenbar ist da einiges zu knapp dimensioniert worden.

Vielleicht sind wir hier gerade Zeuge des ersten großen Schnittstellen-Konfliktes in diesem komplizierten Konstrukt. Da können wir gespannt sein, was die nächsten 30 Jahre noch alles kommt.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Offizielle Bestätigung der Zulassung

geschrieben von: viaAltenbeken

Datum: 05.12.18 17:24

Siemens hat die Zulassung in einer Pressemeldung offiziell bestätigt und keine Hinweise auf eine reduzierte Geschwindigkeit gegeben [siemens.com]

Zitat
Die elektrischen Triebzüge (EMU) von Siemens Mobility für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) nehmen pünktlich zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 den Betrieb auf. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat eine entsprechende Zulassung erteilt. Der vorgesehene Zeitplan wurde eingehalten und der erste kommerzielle Einsatz erfolgt auf der Linie RE 11, die Düsseldorf, Duisburg, Essen, Dortmund, Hamm, Paderborn und Kassel verbindet.

Zitat
"Mit der Inbetriebnahme und Serienzulassung unseres Desiro-HC-Fahrzeugs für den Rhein-Ruhr-Express haben wir erneut unter Beweis gestellt, dass wir Megaprojekte pünktlich auf die Schiene bringen. Das macht uns zu einem verlässlichen Partner in der Abwicklung komplexer Projekte für Verkehrsunternehmen weltweit und das über den gesamten Lebenszyklus hinweg", sagte Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.

Ein Wunder wäre es, ...

geschrieben von: manuelo

Datum: 05.12.18 19:09

... wenn morgen mit den Bauarbeiten in Düsseldorf und Duisburg beginnen würde. Alles andere ist leider nur Marketing.

Selten dass der Flurfunk so einen Vorsprung hat...

geschrieben von: ASa

Datum: 06.12.18 09:42

Hallo,

wie schon an anderer Stelle angemerkt, die Zulassung ist schon letzte Woche erfolgt.

Warum es dazu rund eine Woche keine Presseerklärung gab, ist bemerkenswert.

MfG - Asa

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Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

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